Hallo Michael,
erst einmal
die alte SAT-Anlage hat spätestens im April 2012 ausgedient und ist dann wohl reif für den Schrott. Dann nämlich werden die analogen Programme abgeschaltet. Wer hat dir denn einen Vertrag bis 2015 aufgeschwatzt? Ich würde probieren, da herauszukommen, sobald die Anlage nicht mehr genutzt werden kann.
Eine neue Kopfstation zu installieren, macht bei deiner Klientel wahrscheinlich auch keinen Sinn. Der Grund: Die SAT-Sigale müßten digital umgesetzt werden, entweder in DVB-C oder DVB-T. Sieht auf den ersten Blick zwar brauchbar aus, das Grundproblem, nämlich fehlender Platz im Kabel für alle gewünschten Programme ist damit aber nicht aus der Welt zu schaffen.
Besser wäre m.E. die Verteilung der SAT-ZF per Unicable. Das allerdings setzt voraus, daß an einem Strang nicht mehr als 8 Teilnehmer angeschlossen sind und je weniger es sind, desto besser. Bei wohnungsübergreifender Installation sollten außerdem Antennendosen eingesetzt werden, die sich selbst abschalten, wenn ein falsch konfigurierter Receiver angeschlossen wird. Ansonsten kann ein mißgünstiger Mieter den kompletten Strang lahmlegen. Mit den Dosen setzt er aber nur sich selbst außer Gefecht.
Bislang ist das Unicable-System auf 2 Satelliten bzw. 8 SAT-Ebenen beschränkt. An einem Unicable-Router für 4 Satelliten bzw. 16 SAT-Ebenen wird zur Zeit gearbeitet. Der Router soll 6x3 organisiert sein, d.h. 6 Stränge zu je 3 Anschlüssen. Zusammen mit einer Kaskade hättest du genau 36 Kanäle, das würde also passen.
Voraussetzung allerdings: die Stränge mit 9 Anschlüssen lassen sich mit vertretbarem Aufwand jeweils zu drei Strängen à 3 Anschlüssen umbauen. Damit ließe sich das komplette Haus mit nur zwei Geräten versorgen und zwar so, daß jeder Mieter seine Heimatprogramme empfangen kann. Zudem ist eine wohnungsübergreifende Installation mit Strängen zu je 3 Teilnehmern weit weniger kritisch, als eine solche mit sehr langen Strängen.
Einziges Problem: Mehr als ein Anschluß pro Wohnung erfordert natürlich auch einen entsprechenden Aufwand an Routern. Einfach das Antennenkabel verlängern, um weitere Receiver zu betreiben geht bei Unicable nicht so ohne weiteres. Am Besten, mal den Bedarf an Anschlüssen ermitteln, dann kann man besser planen.
Ich werde in der Zwischenzeit mal versuchen, näheres über den geplanten Router in Erfahrung zu bringen, insbesondere, wann er lieferbar sein wird.