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| Team SAT-Technik Registriert seit: 01.01.2006 Ort: mitten im Kohlenpott
Beiträge: 9.170
| Hallo und ![]() Zunächst ein Wort zu deiner Sicherheit: Antennen auf dem Dach sind erdungspflichtig und es ist ein Potentialausgleich herzustellen. Bitte den entsprechenden Beitrag lesen und beherzigen. Alles, was du für den Blitzschutz brauchst, ist dort beschrieben. Zur Antenne selbst: Die Befestigung gelingt am besten mit solch einem Dachsparrenhalter. Vorteil: Es ragt nichts nach innen, ein Dachausbau wird nicht behindert und eine eventuell vorhandene Isolation nicht durch eine Kältebrücke unterbrochen. Zudem bist du frei, was die Position der Antenne auf dem Dach betrifft. Mit einem Mast, der nach innen ragt, ist das bei ausgebautem Dachgeschoß kaum der Fall, so daß dann nur noch die blitztechnisch ungünstigste Stelle, nämlich über dem Spitzboden übrig bleibt. Damit würde die Antenne zur Einladung für den Blitz, dort einzuschlagen. Tip von mir: Wenn schon auf dem Dach, dann aber so tief, wie möglich. Ist auch optisch ansprechender. Zusätzlich noch eine Kunststoff-Dachpfanne (Typ "Frankfurter", gibt's auch in rot) und eine Mastdichtung. Falls du keine "Frankfurter" Pfannen hast, kannst du entweder eine Bleipfanne verwenden, oder aber du besorgst dir von deinem Dachdecker eine entsprechende Pfanne mit Mastdurchlaß. Wenn die Antenne noch in Ordnung ist (nicht verbeult oder verzogen, kein übermäßiger Rost), kann sie bleiben. Wenn du wechseln willst, ist diese Antenne eine gute Wahl. Sie ist empfangsstark, die Größe ist auch für Mehrteilnehmerempfang vollkommen ausreichend und sehr robust. Als LNB nimm bitte dieses hier. Der Wechsel lohnt auch dann, wenn das alte LNB noch funktioniert. Der - in diesem Fall entscheidende - Vorteil ist der außergewöhnlich geringe Stromverbrauch, der bei allen ALPS-LNB's gegeben ist. Dann nämlich kannst du als Multischalter einen Jultec JRM0508 oder, wenn du etwas Reserve willst, einen JRM0512 nehmen. Die Jultec-Schalter der JRM-Reihe zeichnen sich - neben anderen Vorteilen - ebenfalls durch einen extrem niedrigen Stromverbrauch aus. Der Vorteil für dich: Du brauchst am Installationsort keinen Stromanschluß für den Schalter. Die Rechnung ergibt dann 150 mA für das LNB und 70 mA für den Schalter. Macht 220 mA. Mir ist kein Receiver bekannt, der diesen Strom nicht liefern könnte, selbst die billigsten China-Gurken schaffen 300 mA. Nachts, wenn alle Receiver aus sind, sinkt der Stromverbrauch der gesamten Anlage auf 0. Sparsamer geht es überhaupt nicht mehr. Der niedrige Verbrauch hat noch einen günstigen Nebeneffekt: Eine nicht unbeträchtliche Verlängerung der Lebensdauer. Von einem kaputten Alps-LNB oder einem kaputten Jultec-Schalter ist zumindest hier im Forum noch nie berichtet worden. Ich denke, es ist auch in deinem Interesse eine Antennenanlage zu haben, bei der es heißt: Einmal installieren - und vergessen, für mindestens 15 Jahre. Dazu gehört auch noch anständiges Kabel. Laß dich bitte nicht von übertrieben hohen Werten für die Schirmdämpfung blenden, Klasse A beginnt bereits bei 85 dB! Viel mehr braucht man auch nicht. Wichtiger ist das Material, aus dem das Kabel gefertigt ist: Innenleiter und Abschirmgeflecht sollten aus Kupfer sein (Geflecht eventuell verzinnt) und das Dielektrikum, also die Innenisolierung aus physikalisch geschäumtem PE. Hier wird bei den Billiganbietern gespart: Kupfer kostet Geld, also ist der Innenleiter nur aus verkupfertem Stahl und das Abschirmgeflecht aus Alu. Von diesem Alu wird dann recht viel hineingepackt, so daß, um damit anzugeben, zwar eine Schirmdämpfung von 120 dB erreicht wird, aber ein Qualitätskabel ist das dennoch nicht. Mit diesem Kabel machst du nichts falsch. Dasselbe Kabel gibt es auch noch mit einer Außenisolierung aus besonders wetterfestem und UV-beständigem PE anstatt PVC, siehe hier. Natürlich könnte das Kabel auch für die Innenverlegung genutzt werden, bietet dort jedoch keinen besonderen Vorteil. Zum Anschluß der Kabel werden noch Stecker benötigt. Die früher üblichen und auch heute noch gern verwendeten Aufdrehstecker funktionieren zwar immer noch, aber wie sagt man so schön: Das Bessere ist des Guten Feind. Ideal sind Kompressionsstecker, allerdings ist zu deren Montage Werkzeug erforderlich. Um nun seinen Kunden die Möglichkeit zu geben, absolut professionelle Kabelverbindungen selbst herzustellen, bietet SEH dieses Set an. Neben 100 hochwertigen Kompressionssteckern ist ein Abisolierer und eine Kompressionszange enthalten. Das Set ist genau auf das Hirschmann-Kabel abgestimmt und erlaubt es, die nötigen Anschlüsse leicht und schnell herzustellen. Außerdem entfällt dabei die Notwendigkeit, die Stecker vorher zu zählen (nur um dann am Schluß festzustellen, daß doch einer fehlt ). Nach getaner Arbeit wird das Set einfach zurückgeschickt der Kaufpreis wird dann postwendend erstattet, abzüglich der verbrauchten Stecker, versteht sich. Eine Leihgebühr wird nicht erhoben, der Kunde trägt lediglich die Portokosten für die Rücksendung. Aus den angegebenen Komponenten wirst du eine tadellos funktionierend Antennenanlage erstellen, die dir viele Jahre unbeschwerten Fernsehgenuß liefert. Kleiner Tip noch. Du kannst doch durch ein kleines Loch im Kamin (8mm reicht) das Kabel direkt annehmen und mußt nicht damit durch den Keller. So wird's gemacht: In den toten Kamin bohrst du ein Loch, das so groß sein muß, daß das Kabel leicht hindurchgeht. In der Nähe sollte sich eine Revisionsklappe befinden. Diese öffnet man, steckt das Kabel durch das Loch und zieht es an der Revisionsklappe wieder heraus. Dann wird ein Hammer oder ein anderer schwerer Gegenstand an dem Kabel befestigt. Man klebt diesen Gegenstand einfach mit Isolierband gut fest. Dann wird beides wieder durch die Revisionsklappe in den Kamin gesteckt. Wenn man jetzt das Kabel durch das Loch schiebt, wird es irgendwann unten im Keller ankommen. Man öffnet auch dort die Revisionsklappe und zieht das Kabel ein Stück heraus. Den Hammer kann man jetzt wieder abmachen, er hat seine Pflicht getan. Das Kabel ist jetzt im Keller, wie aber kommt es ins Wohnzimmer? Man bohrt auch von dort ein Loch in den Kamin. An einer Paket- oder Maurerschnur befestigt man einen großen Nagel oder ähnlichen Gegenstand und schiebt beides durch das Loch. Auch die Schnur wird im Keller ankommen. Man beseitigt den Nagel und bindet Schnur und Kabel zusammen. Zu diesem Zweck entfernt man vom Kabel auf ca. 25 cm Länge die Isolierung und bildet aus dem Innenleiter eine kleine Schlaufe. Dort bindet man die Schnur an. Wenn man jetzt vom Wohnzimmer aus vorsichtig an der Schnur zieht, wird das Kabel folgen und im Wohnzimmer ankommen. Dort kneift man die Schlaufe ab und montiert entweder einen Stecker, woran der Receiver direkt angeschlossen werden kann, oder man montiert eine gute Antennensteckdose.
__________________ Es gibt keine großen Entdeckungen und Fortschritte, solange es noch ein unglückliches Kind auf Erden gibt. Albert Einstein Nokia? Nein danke! |
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