F-Verbinder / Masseblöcke (PA)

Alt 17.01.2011, 15:21   # 1
Poppa
 
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Hallo zusammen,

in vielen Threads werden immer wieder vergoldete F-Stecker bzw. vergoldete F-Verbinder empfohlen.

z.B diese hier:
F-Stecker vergoldet
F-Verbinder vergoldet

Masseblöcke für den Potentialausgleich gibt es jedoch lediglich in vernickelter Ausführung.
z.B. diese hier:
Masseblock vernickelt

Sicher sind vergoldete Oberflächen für ihre guten Kontakteigenschaften bekannt. Weiterhin ist die Vergoldung sicher ein hervorragender Korrosionsschutz.
Zum Potentialausgleich um den Multischalter herum sollte man ja alle Ein- und Ausgänge mit einem Masseblock verbinden. Wäre es da nicht sinnvoll auch mit vergoldeten Teilen zu arbeiten? Es würde ja ausreichen wenn nur die Gewinde vergoldet wären. Oder kommt es auf dieses letzte Quäntchen doch nicht an?

Liebe Grüße aus Hamburg,
Poppa
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Alt 17.01.2011, 16:49   # 2
Dipol
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Zitat:
Zitat von Poppa Beitrag anzeigen
in vielen Threads werden immer wieder vergoldete F-Stecker bzw. vergoldete F-Verbinder empfohlen.

z.B diese hier:
F-Stecker vergoldet
Die Vergoldung ändert leider nichts daran, dass F-Aufdrehstecker nur ein begrenztes Schirmungsmaß haben und im Zeitalter der Hochschirmkabel mit Class A Schirmungsmaß > 85 dB technisch überholt sind.
Zitat:
Zitat von Poppa Beitrag anzeigen
Die Güte der Oberfläche ist ein Qualitätsmerkmal, die der inneren Konstruktion mit nur zwei oder dreigeteilter Kontaktfeder eine andere. Das Maß der Dinge ist die Rückflussdämpfung, die sollte > 30 dB betragen. Aus asiatischen Hinterhofwerstätten kann man sich richtig üble Produkte einhandeln.
Zitat:
Zitat von Poppa Beitrag anzeigen
Masseblöcke für den Potentialausgleich gibt es jedoch lediglich in vernickelter Ausführung.
z.B. diese hier:
Masseblock vernickelt
Dieses Produkt hat auch ohne Vergoldung des Gehäuses oder der Kontaktfeder eine Rückflussdämpfung > 30 dB.
Zitat:
Zitat von Poppa Beitrag anzeigen
Sicher sind vergoldete Oberflächen für ihre guten Kontakteigenschaften bekannt. Weiterhin ist die Vergoldung sicher ein hervorragender Korrosionsschutz.
Zum Potentialausgleich um den Multischalter herum sollte man ja alle Ein- und Ausgänge mit einem Masseblock verbinden. Wäre es da nicht sinnvoll auch mit vergoldeten Teilen zu arbeiten?
Z. B. eine NITIN-Beschichtung erreicht mit weniger Aufwand den gleichen Zweck.
Zitat:
Zitat von Poppa Beitrag anzeigen
Es würde ja ausreichen wenn nur die Gewinde vergoldet wären. Oder kommt es auf dieses letzte Quäntchen doch nicht an?
Strom und HF haben immer zwei Pole. Bei Koax die Seele und das Schirmungsgeflecht. Minderwertige Kontaktmaterialien wirken sich auf beide Anschlüsse aus.

Die robuste Sat.-ZF lässt sich mit qualitativ minderwertigen F-Aufdrehsteckern, Buchsen und Winkelsteckern viel stärker traktieren als ein BK-Signal mit deutlich geringerer Bandbreite von 7 bis 8 MHz.
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Alt 17.01.2011, 22:43   # 3
Poppa
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Hallo Dipol,

Zitat:
Zitat von Dipol
Die Vergoldung ändert leider nichts daran, dass F-Aufdrehstecker nur ein begrenztes Schirmungsmaß haben und im Zeitalter der Hochschirmkabel mit Class A Schirmungsmaß > 85 dB technisch überholt sind.
Demzufolge sollte man von Aufdrehsteckern, egal ob nun vergoldet oder nicht die Finger lassen. So wie ich das lese soll die Vergoldung nur blenden und spricht nicht automatisch für Qualität.

Also lieber diese oder diese.

Zitat:
Das Maß der Dinge ist die Rückflussdämpfung, die sollte > 30 dB betragen. ....
Dieses Produkt hat auch ohne Vergoldung des Gehäuses oder der Kontaktfeder eine Rückflussdämpfung > 30 dB.
Woher weiß ich das als Kunde denn? Das steht ja nicht in der Produktbeschreibung. Da gibt es ja kein technischen Daten denen ich das entnehmen kann.
Da steht nur:
Zitat:
Dieser Masseblock dient zum Erden Ihres Koaxialkabel. Er kann zum Beispiel zwischen das Koaxialkabel vom LNB auf der einen Seite und dem Multischalter/Receiver auf der anderen Seite zwischengeschaltet werden.
Das steht bei den anderen aber genau so.

Wenn ich bei ebay dann Masseblöcke kaufe, die optisch genau so aussehen aber eben deutlich preiswerter sind, dann habe ich schon wieder mit Zitronen gehandelt.
Wie sagen die Engländer: You get what you've paid for.
Sicher ist mir klar das Qualität ihre Preis hat. Ich wüsste aber doch eben gern wo sich die Qualität des Produktes denn zeigt. Sonst kann ich als Kunde keine Entscheidung fällen.

Der Kauf von Sat-Komponenten gleicht einem Minenfeld.

Liebe Grüße,
Poppa
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Alt 18.01.2011, 08:52   # 4
Dipol
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Zitat:
Zitat von Poppa Beitrag anzeigen
Demzufolge sollte man von Aufdrehsteckern, egal ob nun vergoldet oder nicht die Finger lassen. So wie ich das lese soll die Vergoldung nur blenden und spricht nicht automatisch für Qualität.

Also lieber diese oder diese.
Das sind zeitgemäße Stecker mit zu Hochschirmkabeln harmonierendem Schirmungsmaß. Die sind absolut in Ordnung, wer noch eine Qualitätsstufe höher gehen will, nimmt Stecker mit NITIN-Beschichtung.
Zitat:
Zitat von Poppa Beitrag anzeigen
Woher weiß ich das als Kunde denn? Das steht ja nicht in der Produktbeschreibung. Da gibt es ja kein technischen Daten denen ich das entnehmen kann.
Der Markt macht die Gesetze und am wichtigsten ist heute ein möglichst niedriger Preis, die Qualität ist nebensächlich.

Mit angeblicher HD-Tauglichkeit und unseriösen Werten zum LNB-Rauschmaß oder den Kabel-Schirmungsmaßen lässt sich viel besser Werbung betreiben. Welcher Endverbraucher kann denn schon etwas mit dem Begriff Rückflussdämpfung anfangen?
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Alt 18.01.2011, 12:36   # 5
Poppa
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Hallo Dipol,

Zitat:
Zitat von Dipol
Der Markt macht die Gesetze und am wichtigsten ist heute ein möglichst niedriger Preis, die Qualität ist nebensächlich.
Das ist mir doch ein wenig zu einfach. Wer ist der dieser ominöse "Markt"? Die Summe der Verbraucher, also wir. Wir als Kunden entscheiden was wir kaufen und was im Regal liegen bleibt. Sicher hat sich gerade in den letzten Jahren diese "Geiz ist geil" Mentalität bei den Kunden etabliert. Es gibt aber auch sehr viele Kunden die bereit sind für Qualität mehr Geld auszugeben. Frei nach dem Motto "Geiz ist geil, Qualität ist viel geiler". Nun kommen wir aber wieder zu dem Punkt der Verbraucherinformation. Wenn ich als Kunde keinen Unterschied zwischen den Produkten ausmachen kann, greife ich zum preiswerteren. Klar das dann die "schlechteren" Produkte mit nebensächlichen oder unerheblichen Attributen aufwarten um auf sich aufmerksam zu machen. Wenn ich ein gutes Produkt produziere liegt es doch an mir allein dem Konsumenten mitzuteilen worin sich mein Produkt von denen der Mitbewerber abhebt. Sicher kann man dort nicht mit Fachbegriffen um sich werfen die der "Otto normal Kunde" nicht versteht. Auch kann man nicht erwarten das jeder erst einmal ein Studium der Elektrotechnik belegt mit Fachgebiet HF-Technik. Dennoch würde ich versuchen mein Produkt hervorzuheben und nicht in der Masse untergehen zu lassen.
Sonst sehe ich als Kunde niemals den Unterschied zwischen diesem und diesem Artikel (wenn es hier überhaupt einen gibt).

Das ganze erinnert mich ein wenig an die Digitalfotografie. da überschlagen sich die Anbieter mit Megapixel Angaben. Was nützt mir aber ein Hyper-Mega-Pixel Chip in einer Kamera bei der die Optik (Linsen) aus dem Kaugummiautomaten kommt. Für ein gutes Bild ist vordringlich erst einmal ein verzeichnissfreie Optik Voraussetzung. Und gute Linsen kosten eben auch heute noch gutes Geld.

Liebe Grüße,
Poppa
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Alt 18.01.2011, 12:51   # 6
Isotrop
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Zwischen den 2 Produkten sehe ich auch kein Unterschied. Auch wenn ich einen EMU24 von Kathrein zum Vergleich hinzuziehe, sehe ich keinen Unterschied
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Alt 18.01.2011, 15:45   # 7
King W.
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Zitat:
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Es gibt aber auch sehr viele Kunden die bereit sind für Qualität mehr Geld auszugeben.
Sicherlich gibt es die. Aber ob es "sehr viele" sind? Tatsache ist jedenfalls, daß selbst an sich seriöse Firmen wie Kathrein z.B. Multischalter anbieten, die gerade noch funktionieren, aber in Bezug auf die Teilnehmerentkopplung verbesserungsbedürftig sind, um es mal vorsichtig zu formulieren.

Und, wie man hier im Ruhrgebiet so schön sagt "auf jeden Pott paßt ein Deckel", so gibt es auch verschiedene Produkte für verschieden anspruchsvolle Kunden. Um beim Beispiel Multischalter zu bleiben: Das hier wäre einer, dessen Qualität über jeden Zweifel erhaben ist: Außergewöhnlich geringer Stromverbrauch, der ein eigenes Netzteil überflüssig macht, ein robustes Gehäuse aus Alu-Druckguß und eine hohe Teilnehmerentkopplung, um nur die wichtigsten Vorteile zu nennen.
Dieser hier macht das Gleiche, nämlich die Sat-Signale an bis zu 16 Teilnehmer zu verteilen. Da hören die Gemeinsamkeiten aber auch schon auf. Der Schalter kostet nur wenig mehr als die Hälfte es Jultec, hat ein einfaches Blechgehäuse und ein Netzteil, das Strom verbraucht, egal ob gerade ein Receiver eingeschaltet ist, oder nicht. Und die Teilnehmerentkopplung ist deutlich geringer, gerade mal ausreichend, um Astra zu empfangen.

Immerhin - der Schalter funktioniert auch und das Endergebnis, sprich das Fernsehbild, wird sich kaum unterscheiden. Also, welchen Schalter kaufen?

Zitat:
Frei nach dem Motto "Geiz ist geil, Qualität ist viel geiler".
Auf jeden Fall. Da rennst du bei mir offene Türen ein. Andererseits gibt es aber auch Leute, die jeden Euro zweimal umdrehen (müssen), bevor sie ihn ausgeben. Aber auch diese Leute möchten gern fernsehen...

Zitat:
Sonst sehe ich als Kunde niemals den Unterschied zwischen diesem und diesem Artikel (wenn es hier überhaupt einen gibt).
Es gibt keinen. SEH ist 22 ct teurer, dafür mußt du aber auch keine 10 Stück auf einmal kaufen. Bei 10 Stück macht SEH dir den ebay-Preis auch - problemlos.

Zitat:
Das ganze erinnert mich ein wenig an die Digitalfotografie. da überschlagen sich die Anbieter mit Megapixel Angaben. Was nützt mir aber ein Hyper-Mega-Pixel Chip in einer Kamera bei der die Optik (Linsen) aus dem Kaugummiautomaten kommt. Für ein gutes Bild ist vordringlich erst einmal ein verzeichnissfreie Optik Voraussetzung. Und gute Linsen kosten eben auch heute noch gutes Geld.

Und schon wieder rennst du offene Türen bei mir ein, siehe hier.

Noch ein Wort zu den Steckern: Die vergoldeten sind zwar besser, als die Standardware, mittlerweile aber durch Neuentwicklungen, z.B. die Push-On Stecker technisch überholt. Kompressionsstecker gibt es schon länger, aber es ist sicher nicht jedermanns Sache, sich solch ein Set kommen zu lassen, wenn nur wenige Stecker montiert werden müssen.

Das Set gibt es für SEH-Kunden übrigens auch leihweise. Eine Leihgebühr wird nicht erhoben, der Kunde zahlt lediglich die verbrauchten Stecker und das Porto für die Rücksendung.
__________________
Es gibt keine großen Entdeckungen und Fortschritte, solange es noch ein unglückliches Kind auf Erden gibt.
Albert Einstein


Nokia? Nein danke!
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Alt 28.05.2012, 14:54 # --
News Flash
 
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