Kann man das so bauen? (Unicable SAT)

Alt 29.12.2010, 23:49   # 1
Entgrater
 
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Beiträge: 6
Hallo erstmal an Alle!

Nach langen suchen, lesen, informieren, aussuchen, verwerfen wieder suchen..... habe ich mich für unsere Kabel auf SAT-Umstellung, für die Unicabellösung entschieden.

Da ich hier schon sehr gute Beiträge und Antworten auf div. Unicabel-Themen gelesen habe, wollte ich als SAT-Neuling mal fragen, ob ich die richtige Wahl getroffen habe.

Meine bestellte Hardware:
- 85er Gibertini XLine
- Hirschmann CS 40 HiQ Quad LNB
- Techni Router 5/2x4
- 6x SAT-Dosen RV600-10 TechniSat (alte Dosen werden entsorgt)
- HD Reciever Marusys VU+ Duo, soll ja unikabeltauglich sein (über 2-fach Splitter angeschl.)
- weitere HD Reciever folgen

Schaltplan und Kabellängen:
HTML-Code:
SAT Schüssel Gibertini 85cm 
│  Hirschman CS 40 HiQ Quad LNB
│
│ 10 m
│
│
│
│
│
▓▓ Technisat Router 5/2x4
▓▓──────────○──────────────○  EG  (Kabel werden neu verlegt)
│    2.5 m  │     8 m      │ 
│          Dose 1         Dose 2 (Endwiderstand)     
│
│
│4,5 m
│
│
│
│2-f. Splitter mit DC durchlass (Neuhaus)
├──────────○───────────────────○  1.Stock (Kabel vorh.)
│   5 m    │         23 m      │ 
│        Dose 3             Dose 4 (Endwiderstand)
│      Marusys VU+ Duo
│     über Splitter beide
│     Tuner angeschl.
│
│
│ 4 m
│
○  2.Stock (Kabel neu)
Dose 5 (Endwiderstand)

Antennendosen RV600-10 Technisat
Ich hatte das ganze schon mal mit dem Excel-Tool "einigermaßen" berechnet. Da ich mir bei elektrischen Sachen selber nicht ganz traue, wollt ich bei Euch mal nachhören, ob das so i.O. wäre?
Habe die Vermutung, dass an der 1. Dose der Pegel zu hoch sein könnte.

Welches Kabel wäre für das verlegen sinnvoll? Hatte an die 110er Hirschman-Kabel gedacht.

Die Schüssel wir auf 1,5 m Höhe direkt an der Hauswand montiert. Da würde ja die Blitzerdung entfallen.
Das mit dem Poti-Ausgleich ist mir auch noch ein bisserl fremd.
Mir sagt nur die normale Geräte-Erdung über die Steckdose was.

Ich bedanke mich schon mal im Vorraus!
Gruß
Kai
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Alt 30.12.2010, 09:27   # 2
Dipol
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Beiträge: 4.147
Zitat:
Zitat von Entgrater Beitrag anzeigen
Habe die Vermutung, dass an der 1. Dose der Pegel zu hoch sein könnte.
Es muss sowohl der max. Router-Eingangspegel von 80 dB(µV) als auch das Normpegelfenster von 47 - 77 dB(µV) am Receiver eingehalten werden:

bis zu 80 dB(µV) LNB-Pegel
- 2 bis 3 dB Kabeldämpfung
+ max. 22 dB Routerverstärkung
= 100 dB(µV) Routerausgangspegel

100 dB(µV) Routerpegel
- 77 dB(µV) max. zulässiger Receiverpegel
= 23 dB erforderliche Netzdämpfung

Steckdosen mit nur 10 dB Auskoppeldämpfung sind somit die falsche Wahl. Damit kommt es nicht nur an der ersten Steckdose zu Überpegeln und möglicherweise auch zu Übersteuerungen der Receiver. Da gibt es z. B. bei AXING mit den SSD 5-xx qualitativ gute Alternativen. Nach einem mir vorliegendem Datenblatt haben die TechniSat-Dosen ohne Schutzschaltung weder ein CE-Zeichen, noch Class A-Schirmungsmaß!

Dass die Abschlusswiderstände DC-getrennt sein müssen, dürfte bekannt sein.
Zitat:
Zitat von Entgrater Beitrag anzeigen
Welches Kabel wäre für das verlegen sinnvoll? Hatte an die 110er Hirschman-Kabel gedacht.
Gute Wahl, für Sat.-Empfang reicht bereits ein zweifach geschirmtes HQ-Kabel mit Class A > 85 dB Schirmdämpfung aus.
Zitat:
Zitat von Entgrater Beitrag anzeigen
Die Schüssel wir auf 1,5 m Höhe direkt an der Hauswand montiert. Da würde ja die Blitzerdung entfallen.
Die Höhe der Montageposition ist unerheblich. Wenn der Abstand zwischen der Antenne und dem Dach nicht allseits > 2 Meter und der max. Wandabstand < 1,5 Meter beträgt, ist sie erdungspflichtig.
Zitat:
Zitat von Entgrater Beitrag anzeigen
Das mit dem Poti-Ausgleich ist mir auch noch ein bisserl fremd.
Mir sagt nur die normale Geräte-Erdung über die Steckdose was.
So unverständlich ist es doch nicht. Nicht nur TechniSat stellt in seinen Grafiken nur einen vereinfachten Erdungsanschluss des Routergehäuses dar. Nach EN 60728-11 muss der PA aber auch erhalten bleiben, wenn der Router ausgebaut ist. Deswegen müssen alle Kabel über Erdblöcke oder einen gemeinsamen Erdwinkel geführt werden.

Der PA kann bei einer nicht erdungspflichtigen Antenne direkt an die Haupterdungsschiene erfolgen. Bei erdungspflichtigen Antennen darf der Erdanschluss ausschließlich antennennah am Mast bzw. der Halterung vorgenommen werden.
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Alt 30.12.2010, 11:17   # 3
Entgrater
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Beiträge: 6
Hallo Dipol,

vielen Dank für Deine Beurteilung!

Zitat:
Nach einem mir vorliegendem Datenblatt haben die TechniSat-Dosen ohne Schutzschaltung weder ein CE-Zeichen, noch Class A-Schirmungsmaß!
Da bin ich etwas überrascht. Ohne CE dürften die Dosen doch nicht verkauft werden. Laut TS-Website sind die RV600-10 Class A. (Die Axing Dosen konnte mein Händler nicht besorgen)

Zitat:
Steckdosen mit nur 10 dB Auskoppeldämpfung sind somit die falsche Wahl.
Vorne weg eine Verständnisfrage: Die Auskoppeldämpfung ist die Dämpfung, die am Anschluss zum Fernsehantennenkabel hin wirkt? Oder wirkt diese Dämpfung auch auf das weiterführende Kabel zur nächsten Dose hin?

Bitte um Korrektur wenn ich falsch liege, aber dann wäre eine Axing mit 18dB Auskoppeldämpfung an der 1. Dose auch etwas grenzwärtig. (Die Dämpfung von 3m Antennkabel nicht berücksichtigt.)
Müsste ich dann noch einen regelbares Dämpfungsglied dazwischen hängen? Jenes

Bei Dose 3 und 5 wäre eine 18dB Axing ja ok.

Zitat:
Dass die Abschlusswiderstände DC-getrennt sein müssen, dürfte bekannt sein.
Ja!

Zitat:
Der PA kann bei einer nicht erdungspflichtigen Antenne direkt an die Haupterdungsschiene erfolgen.
Würde bedeuten, dass der Router-PA-Anschluss und der Masseblock über ein Erdunkskabel an die Masseschiene im Stromverteilerkasten angeschlossen werden müssen?
Hierfür müsste dann ein Fachmann ran!

Dieser PA hat ja nix mit der Erdung in einer 220V Stromdose zu tun?

Zitat:
Die Höhe der Montageposition ist unerheblich. Wenn der Abstand zwischen der Antenne und dem Dach nicht allseits > 2 Meter und der max. Wandabstand < 1,5 Meter beträgt, ist sie erdungspflichtig.
Das tut sie!
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Alt 30.12.2010, 14:36   # 4
Dipol
Team SAT-Technik
 
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Beiträge: 4.147
Zitat:
Zitat von Entgrater Beitrag anzeigen
Ohne CE dürften die Dosen doch nicht verkauft werden.
Dann schau mal im Katalog von Transmedia das Verhältnis von Class A-Dosen mit CE zum restlichen asiatischen Elektronikschrott an. Geiz ist geil, aber eben nicht immer vernünftig!
Zitat:
Zitat von Entgrater Beitrag anzeigen
Laut TS-Website sind die RV600-10 Class A. (Die Axing Dosen konnte mein Händler nicht besorgen).
Im Anhang die offiziellen Datenblatter, die mir im März 2010 zugegegangen sind. Die Dosenabbildung kann nicht stimmen, die stellt eine Stich-/Einzeldose dar. Alle Dosen mit der krampenartigen Klemme haben aber kein Schirmungsmaß nach Class A. Als TechniSat-Fan will ich hoffen, dass inzwischen bessere Dosen vertrieben werden. Wenn eine Dose mit 13 dB Auskoppeldämpfung nicht weniger Durchgangsdämpfung als eine mit 13 dB hat, wurde der gleiche Richtkoppler verwendet und nur intern zusätzlich bedämpft.

Schaltungen mit 8 Steckdosen in Reihe sind von der Betriebssicherheit ohnehin blanker Unfug. Solche Ketten werden zwar ständig propagiert, mit diesen Dosen und 3 dB (oder auch mehr) Durchgangsdämpfung wird in den meisten Anlagen das Normpegelfenster von 47 - 77 dB(µV) gehörig verfehlt.
Zitat:
Zitat von Entgrater Beitrag anzeigen
Vorne weg eine Verständnisfrage: Die Auskoppeldämpfung ist die Dämpfung, die am Anschluss zum Fernsehantennenkabel hin wirkt?
Ja! TechniSat nennt das etwas unfachlicher Anschlussdämpfung.
Zitat:
Zitat von Entgrater Beitrag anzeigen
Oder wirkt diese Dämpfung auch auf das weiterführende Kabel zur nächsten Dose hin?
Nein, das ist die Durchgangsdämpfung. Am Verhältnis von Auskoppel- zu Durchgangsdämpfung lässt sich die Güte des Richtkopplers erkennen.
Zitat:
Zitat von Entgrater Beitrag anzeigen
Bitte um Korrektur wenn ich falsch liege, aber dann wäre eine Axing mit 18dB Auskoppeldämpfung an der 1. Dose auch etwas grenzwärtig. (Die Dämpfung von 3m Antennkabel nicht berücksichtigt.)
Na klar, da bleiben in deiner Schaltung noch 5 dB(µV) Überpegel. 6 dB entsprechen übrigens Faktor 2!
Zitat:
Zitat von Entgrater Beitrag anzeigen
Müsste ich dann noch einen regelbares Dämpfungsglied dazwischen hängen? Jenes
Wenn es zu Übersteuerungen kommt, muss der Pegel abgesenkt werden. In diesem Fall würde auch ein DC-taugliches Festdämpfungsglied mit 6 oder 10 dB genügen. Alternativ eine Matrix mit ENTROPIC-Chip und ca. 83 dB(µV) geregeltem Router-Konstantpegel.
Zitat:
Zitat von Entgrater Beitrag anzeigen
Würde bedeuten, dass der Router-PA-Anschluss und der Masseblock über ein Erdunkskabel an die Masseschiene im Stromverteilerkasten angeschlossen werden müssen?
Hierfür müsste dann ein Fachmann ran!
Ich plaudere jetzt aus Erfahrung als Fachbauleiter: Garnicht so leicht einen Installateur zu finden, der das nicht als Normschikane, sondern als selbstverständlich ansieht. Der PA-Anschluss darf niemals am PE oder PEN erfolgen! Bei erdungspflichtigen Antennen ist ausschließlich möglichst nahe am Mast anzuklemmen, bei nicht erdungspflichtigen Antennen wäre der direkte Anschluss möglichst nahe am Fundamenter -im Regelfall an derHaupterdungsschiene- normgerecht.
Zitat:
Zitat von Entgrater Beitrag anzeigen
Dieser PA hat ja nix mit der Erdung in einer 220V Stromdose zu tun?
Ganz im Gegenteil. Vom evtl. vorhandenen Blitzableiter über das 230 V Starkstromnetz, von Antenne oder Telefon/DSL über Sanitär- und Heizungsanlage, alles muss auf ein Potenzial festgelegt sein
Angehängte Dateien
Dateityp: pdf doc20100315170900_RV600-10.pdf (641,2 KB, 13x aufgerufen)
Dateityp: pdf doc20100315170833_RV600-13.pdf (651,2 KB, 5x aufgerufen)
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Alt 30.12.2010, 20:38   # 5
King W.
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Zitat:
Zitat von Entgrater Beitrag anzeigen
Die Axing Dosen konnte mein Händler nicht besorgen
Die Dosen bekommst du hier. SEH hat auf Anregung aus dem Forum die Premium-Reihe von Axing ins Lieferprogramm aufgenommen.

Ich skizziere mal, wie es funktioniert.
Angehängte Dateien
Dateityp: pdf Antenne15.pdf (13,7 KB, 19x aufgerufen)
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Alt 31.12.2010, 01:35   # 6
Entgrater
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Beiträge: 6
Danke Dipol, Danke King!

Ich muss zugeben, dass ich ohne Eure Hilfe kräftig daneben gelangt hätte bzw. erstmal nicht gewusst hätte wo der Fehler zu suchen wäre.

Die TS-Dosen werden zurück gegeben und die noch benötigten Teile bei SEH bestellt.

Ich hatte mich nochmals an das Excel-Tool gewagt und von den Axing Komponenten (Dose / 2-Splitter) die Datenblätter angeschaut und mit folgenden Werten alles nochmals durchgerechnet:

- 2-fach Splitter SVE 2-01 < 6,5-7,6 dB Verteildämpfung
- Dose mit <2,5 dB Durchgangsdämpfung
- Class-A Kabel mit max. 30dB Dämpfung/100m
- und die max. 80dB vom LNB kommend (laut Hirschmann hat der LNB 50dB Verstärkung)

Was da wirklich am Router ankommt, da vertau ich Euch Koryphäen

Die Massenblockdämpfung vor und nach dem Router habe ich nicht beachtet, wenn man das denn tun kann.

Um noch ein bisserl mehr Dämpfung auf die EG-Leitung zu bekommen, hänge ich diese über den Splitter mit der 2.Stock-Leitung zusammen.

Code:
Schüssel mit LNB max. +80 dB
│ 
│
│ 10 m -3dB
│
│
│
│
▓▓ Router 5/2x4 +17-22 dB Verstärkung
▓▓ ->Ausgangsleistung max.102 dB 
││   
││                
││   9,5m -3dB         23m -7dB
│└──────────────○──────────────────────○ 1.Stock
│               │                      │
│           DOSE 1 DGD-2,5dB         DOSE 2 (Endwiderstand)
│             AKD -18 dB            AKD -18 dB     
│       ->Twin Reviever über    
│         2-f. Splitter max. 
│         -7,5 dB 
│         
│
│
│
│
│2-f. Splitter (direkt hinter Router)
│- 6.5-7.5 dB
├────────────────────────○──────────────────────○  Erdgeschoss
│       2,5 m -0,8dB     │       8 m  -2,4dB    │ 
│                        │                      │
│                  DOSE 3 DGD-2,5dB           DOSE 4 (Endwiderstand)
│                   AKD -18 dB              AKD -18 dB
│               und Dämpfungsglied -10dB
│
│
│vom Router 10 m -3dB
│ -7,5 vom Splitter
└────────○  2.Stock
      DOSE 5 
     AKD -18 dB
  (Endwiderstand)
... ob meine theoretische Anfängerrechnung mit der von Dir (King) verglichen werden kann.

Leuten mit Erfahrung trau ich da mehr über´n Weg als mir

Ziwischen Theo und Rie liegen ja manchmal Welten

Blitzableiter ist bei uns vorhanden, ich lasse demnach den PA auf die Haupterdungsschiene legen.

P.S. Die ganze SAT-Anschließerei hatte ich mir Anfangs einfacher vorgestellt. ABER: Einfach ist ja langweilig!
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Alt 31.12.2010, 11:36   # 7
Dipol
Team SAT-Technik
 
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Beiträge: 4.147
Zitat:
Zitat von Entgrater Beitrag anzeigen
... und die max. 80dB vom LNB kommend (laut Hirschmann hat der LNB 50dB Verstärkung)
Die 80 dB(µV) sind ein Spitzenwert mit 55 dB LNB-Verstärkung. Wenn der HIRSCHMANN-LNB tatsächlich völlig ausreichende 50 dB hätte, ist auch der LNB-Pegel entsprechend niedriger.
Zitat:
Zitat von Entgrater Beitrag anzeigen
Die Massenblockdämpfung vor und nach dem Router habe ich nicht beachtet, wenn man das denn tun kann.
Hängt davon insbesondere davon ab, ob eine hochwertige Buchse mit > 30 dB Rückflussdämpfung und auch welche Stecker verwendet werden. Die robuste Sat.-ZF verkraftet auch die schlechteren Erdblöcke und die qualitativ zumeist minderwertigen F-Aufdrehstecker. Die Dämpfung um 1 dB ist zu vernachlässigen.
Zitat:
Zitat von Entgrater Beitrag anzeigen
Blitzableiter ist bei uns vorhanden, ich lasse demnach den PA auf die Haupterdungsschiene legen.
Der Zusammenhang ist nicht zwingend, hier noch sicherheitshalber die Litanei, wo der PA angeschlossen werden muss:
  • Antenne mit Fangstange isoliert geerdet:
    Beste Schutzwirkung! Auch der Mast muss mit 4 mm² Cu-Draht in den PA einbezogen werden, der PA der Kabel und Bauteile kann auch im UG erfolgen. Bei nachträglichem Erdungsanschluss muss die Blitzschutzanlage mit dem Schutzpotenzialausgleich blitzstromtragfähig mit mind. 16 mm² Cu-Volldraht verbunden sein.
  • Antenne konservativ über mind 16 mm² Cu an der Haupterdungsschiene geerdet:
    Anschluss ausschließlich antennennah am Mast.
  • Antenne im Schutzbereich der Fassade installiert:
    Der PA kann an beliebiger Stelle ohne Einbindung der Antenne erfolgen. Die EN 60728-11 berücksichtigt nicht, dass die Schutzwirkung der Fassade zu Hausecken hin abnimmt. Besser 1,5 bis 2 Meter Abstand einhalten.
Die mit Nr. 2 und 4 bezeichneten Dosen können eine niedrigere Auskoppeldämpfung vertragen. Meinerseits wird die intern terminierte SSD 5-07 nur bei knappen Pegeln empfohlen, da mit dieser Dose die normgerechte Teilnehmerentkopplung verfehlt wird. Wenn es auf den geringeren Dosenpegel nicht ankommt, ziehe ich eine SSD 5-1x mit Abschlusswiderstand vor. In deinem Fall mindert schon eine SSD 5-10 das Übersteuerungsrisiko.

Bei der Pegelberechnung wäre je nach Zuordnung der Routerkanäle auch die deutlich niedrigere Kabeldämpfung anzusetzen. Auf 1.284 MHz sind z. B. statt dem angenommenen Spitzenwert von 30 dB/100 m höchstens noch 20 dB/100 m wirksam.
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Alt 28.05.2012, 14:49 # --
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