Richtige Größe der SAT-Schüssel berechnen

Alt 28.12.2010, 23:34   # 1
Horst V
 
Registriert seit: 28.12.2010
Beiträge: 4
Hallo,
habe schon viel in Eurem Forum gelesen und habe dadurch schon viel gelernt. Da ich mit Kabel Deutschland unzufrieden bin, möchte ich mein Haus und das meiner Eltern mit einer SAT-Schüssel betreiben. Ich möchte gern an meinem Elternhaus eine SAT-Schüssel anbringen (100 cm von Gibertini) mit 2 LNB Quattro von Aps sowie einen Multischalter von Triax 9/16. Die beiden Häuser stehen ca. 20m auseinander. In meinem Elternhaus ist eine Baumstruktur des Koaxkabels vorhanden, in meinem Haus eine Sternstruktur. Der weiteste Anschluß liegt von der SAT-Schüssel ca. 50 m entfernt. Im meinem Haus muß ich auf die vorhandenen Koax-Kabel zurückgreifen, da ein Austausch nicht möglich ist (ich müßte viele Wände aufschlagen, um neue Kabel zu verlegen). Die verlegten Kabel sind 17 Jahre alt und von Wisi. Nun habe ich gelesen, das eine Überdimensionierung der Schüssel zu einem schlechten Bild führen kann. Kann mir jemand eine Rat dazu eben?
Gruß
Horst
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Alt 29.12.2010, 13:18   # 2
Dipol
Team SAT-Technik
 
Registriert seit: 19.03.2007
Beiträge: 4.147
Hallo Horst,
nw welcome

Zitat:
Zitat von Horst V Beitrag anzeigen
Ich möchte gern an meinem Elternhaus eine SAT-Schüssel anbringen (100 cm von Gibertini) mit 2 LNB Quattro von Aps sowie einen Multischalter von Triax 9/16. Die beiden Häuser stehen ca. 20m auseinander. In meinem Elternhaus ist eine Baumstruktur des Koaxkabels vorhanden, in meinem Haus eine Sternstruktur. Der weiteste Anschluß liegt von der SAT-Schüssel ca. 50 m entfernt.
Wie soll die Signalzuführung über die 20 Meter Distanz erfolgen und wie viele Receiver werden dort benötigt? Der Multischalter ist nur zur Versorgung des eigenen Hauses nutzbar.

Knackpunkt bei den Kosten wird sein, dass der Schutzpotenzialausgleich beider Objekte blitzstromtragfähig miteinander verbunden werden muss. Eine zweite Antenne könnte erheblich weniger aufwändig ausfallen.
Zitat:
Zitat von Horst V Beitrag anzeigen
Im meinem Haus muß ich auf die vorhandenen Koax-Kabel zurückgreifen, da ein Austausch nicht möglich ist (ich müßte viele Wände aufschlagen, um neue Kabel zu verlegen). Die verlegten Kabel sind 17 Jahre alt und von Wisi.
Die Kabel sollten nach Class B doppelt geschirmt sein, auch ungeschäumte Kabel hoher Dämpfung mit festem Dielektrikum reichen zumeist aus. Allerdings ist zu beachten, dass für Twin-Betrieb zwei Sternleitungen oder UniCable gebraucht wird.
Zitat:
Zitat von Horst V Beitrag anzeigen
Nun habe ich gelesen, das eine Überdimensionierung der Schüssel zu einem schlechten Bild führen kann.
Je größer der Reflektor, umso besser die Schlechtwetter-Reserve. Laut Datenblatt hat der Multischalter 0 dB Portdämpfung und 100 dBµV [35 dB IMA 3] Sat.-Ausgangspegel. Wenn TRIAX normgerecht angibt, sind von dieser 2-Senderangabe sind 13 dB für das Vollspektrum abzuziehen, woraus sich max. 87 dBµV ergeben.

Die LNB-Spektren werden diesen Wert partiell überschreiten. Schon zur Vermeidung von Übersteuerungen des Multischalters ist somit eine Pegelabsenkung über Festdämpfungsglieder oder einen Schalter mit integrierten Dämpfungsstellern sinnvoll.

Weiter ist zu beachten, dass der max. zulässige Receiverpegel von 77 dBµV nicht überschritten wird. Da ist somit eine Pegelrechnung mit den Dämpfungswerten der Bestandskabel fällig.
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Alt 29.12.2010, 17:44   # 3
Horst V
Threadstarter
 
Registriert seit: 28.12.2010
Beiträge: 4
Hallo Dipol,

danke für Deine Reückmeldug. Zu Deiner Frage:

Wie soll die Signalzuführung über die 20 Meter Distanz erfolgen und wie viele Receiver werden dort benötigt? Der Multischalter ist nur zur Versorgung des eigenen Hauses nutzbar.

Um die Distanz von 20m zu überbrücken, hatte ich mit das Kathrein Koax Kabel LCD 111 ausgesucht. Dies hat lt. Hersteller 110 dB und wird unter der Kategorie Class A geführt. Die Kabel würde ich im Erdreich verlegen mittels eines Schutzrohr aus PE. In meinem Haus ist die Sternverteilung so aufgebaut, das 8 Receiver nutzbar sind. Allerdings sind einige Antennendosen durchgeschleift.


Knackpunkt bei den Kosten wird sein, dass der Schutzpotenzialausgleich beider Objekte blitzstromtragfähig miteinander verbunden werden muss. Eine zweite Antenne könnte erheblich weniger aufwändig ausfallen.


Mit dem Thema Schutzpotentialausgleich habe ich mich bislang noch nicht beschäftigt. Was muß ich hierbei beachten?
Du hat sicherlich recht, das eine 2. Antenne günstiger sein könnte, aber aus obtischen Gründen sind meine Frau und ich nicht davon überzeugt, an unserem Haus eine Antenne anzubringen.



Die LNB-Spektren werden diesen Wert partiell überschreiten. Schon zur Vermeidung von Übersteuerungen des Multischalters ist somit eine Pegelabsenkung über Festdämpfungsglieder oder einen Schalter mit integrierten Dämpfungsstellern sinnvoll.

Weiter ist zu beachten, dass der max. zulässige Receiverpegel von 77 dBµV nicht überschritten wird. Da ist somit eine Pegelrechnung mit den Dämpfungswerten der Bestandskabel fällig.


Wie berechne ich eine Pegelabsenkung bzw. welche Festdämpfungsglieder sind zu empfehlen? Könntest Du mir zu diesem Thema einen Hinweis geben?

Schon mal vielen Dank für Deine jetzigen Bemühungen.

Gruß

Horst
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Alt 29.12.2010, 23:37   # 4
Dipol
Team SAT-Technik
 
Registriert seit: 19.03.2007
Beiträge: 4.147
Zitat:
Zitat von Horst V Beitrag anzeigen
Um die Distanz von 20m zu überbrücken, hatte ich mit das Kathrein Koax Kabel LCD 111 ausgesucht. Dies hat lt. Hersteller 110 dB und wird unter der Kategorie Class A geführt. Die Kabel würde ich im Erdreich verlegen mittels eines Schutzrohr aus PE. In meinem Haus ist die Sternverteilung so aufgebaut, das 8 Receiver nutzbar sind. Allerdings sind einige Antennendosen durchgeschleift.
Womit das mit einer reinen Sternverteilung im eigenen Haus schon mal nix werden kann. Dieses Verteilnetz ist zutreffender als Baumnetz mit einzelnen Stichleitungen zu bezeichnen. Also mal eine Skizze der Verteilung her und dann schaun wir mal, welche Lösungen sich anbieten.
Zitat:
Zitat von Horst V Beitrag anzeigen
Mit dem Thema Schutzpotentialausgleich habe ich mich bislang noch nicht beschäftigt. Was muß ich hierbei beachten?
Steht doch schon da, beide Fundamenterder blitzstromtragfähig verbinden. Also mindestens mit 16 mm² Cu-Volldraht. Das ist eine Minimalanforderung, ein normgerecht schleifenfreier Potenzilalausgleich ist aber bei dieser Konstellation nicht möglich.
Zitat:
Zitat von Horst V Beitrag anzeigen
Du hat sicherlich recht, das eine 2. Antenne günstiger sein könnte, aber aus obtischen Gründen sind meine Frau und ich nicht davon überzeugt, an unserem Haus eine Antenne anzubringen.
Die Optik kommt teuer zu stehen! Du hast schamhaft verschwiegen, wie viele Receiver im anderen Haus betrieben werden sollen. Da in diesem Baumnetz an UniCable kein Weg vorbei führt, reicht eine Zuleitung aus, wenn nicht mehr als 8 Receiver erforderlich sind.
Zitat:
Zitat von Horst V Beitrag anzeigen
Wie berechne ich eine Pegelabsenkung bzw. welche Festdämpfungsglieder sind zu empfehlen? Könntest Du mir zu diesem Thema einen Hinweis geben?
Das ist mit dB-Werten reine Adiition und Subtraktion. Länge des Kabel x Dämpfung/ 100 Meter auf 950 bzw. 2.150 MHz. Die Länge musst du abschätzen, wenn die Kabeltype bekannt ist lassen sich meist auch die Dämpfungsdaten ermitteln. Wenn nicht wird das u. U. eine Rechnung mit zwei Unbekannten.
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Alt 30.12.2010, 20:55   # 5
Horst V
Threadstarter
 
Registriert seit: 28.12.2010
Beiträge: 4
Hallo Dipol,

hier eine Skizze meiner geplanten Anlage. Da mein Elternhaus Bj. 1963 ist, gibt es hier kein Fundamenterder. Recht es nicht aus, wenn die Antenne über einen Erdspieß geerdet wird?

Gruß

Horst
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Alt 28.05.2012, 14:49 # --
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