Sat Anlage in EFH

Alt 27.12.2010, 21:56   # 1
sturmläufer
 
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Guten abend. Tja wie solls anders sein, auch ich hab da mal mehr als 2 Fragen.
Wir möchten von kabel auf sattelitenfersehen umstellen. Durch googleistdeinfreund bin ich auf dieses forum gestoßen. Doch so mehr ich mich einlese, desto weniger verstehe ich, liegt aber nicht am forum

Ich möchte eine digitale sattelitenanlage für maximal 3 teilnehmer, einen als twin.

Nun weis ich nicht, brauche ich einen multischalter oder nicht? Wenn ja denke ich an jultec.
Bei den lnb hab ich keine ahnung, ebenso bei den anderen dingen die ich dann noch so brauche.

Desweiteren überlege ich neben astra auch hotbird mit anzupeilen.

Für hilfe wäre ich sehr dankbar.
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Alt 27.12.2010, 23:50   # 2
King W.
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nw welcome
Zitat:
[...] desto weniger verstehe ich, liegt aber nicht am forum [...]
Vielleicht doch, wer weiß ...

Fangen wir mit dem Wichtigsten an, der Sicherheit. Auf dem Dach und außerhalb des Schutzberechs der Fassade besteht Erdungspflicht für die Antenne! Ferner ist ein Potentialausgleich herzustellen. Dafür gibt es hier im Forum einen separaten Beitrag. Bitte lesen & beachten.

Ich gehe mal davon aus, daß es sich bei dem Haus um dein Eigentum handelt, d.h. daß du etwas Gescheites anschaffen möchtest.

Folgende Komponenten haben sich bewährt und eignen sich gut, um daraus eine langlebige und zuverlässig funktionierende Antennenanlage aufzubauen:

1 Antenne
1 LNB
Wetterfestes Kabel, Länge nach Bedarf (4 x die Strecke vom LNB bis zum Erdungsblock für den Potentialausgleich
Kabel für die Innenverlegung (vom Erdungsblock bis zu den Receivern)
16 Stecker hierzu.

Beim Anschluß der Receiver hast du zwei Möglichkeiten: Entweder du läßt die Kabel direkt aus der Wand kommen oder du bringst Antennensteckdosen an (einfache oder Twin Stichdosen). Im letzteren Fall benötigst du insgesamt 20 Stecker. Zum Anschluß der Receiver wird dann nämlich eine Anschlußleitung gebraucht, die man aus einem Stück Antennenkabel und zwei Steckern selbst fertigt.

Zum Befestigen der Antenne auf dem Dach eignet sich dieser Dachsparrenhalter am besten. Er ist äußerst stabil und wird mit dem Gewicht der Antenne leicht fertig. Vorteil: Es ragt nichts in den Innenraum, ein eventueller Dachausbau wird nicht beeinträchtigt und es bildet sich auch keine Wärmebrücke bei isoliertem Dach. Zusätzlich ist noch eine Dachpfanne mit Mastdurchlaß erforderlich und eine Dichtmanschette. Welche Dachpfanne du brauchst, richtet sich nach deinem Dach. Bei "Frankfurter Pfannen" wäre z.B. diese Pfanne geeignet, bei anderen Dachziegeln entweder eine Bleipfanne oder aber eine passende Pfanne von deinem Dachdecker.

Wenn du an der Wand montieren willst, kannst du z.B. solch einen Wandarm verwenden. Wegen des Gewichts nimm bitte einen Halter aus Stahl. Mir ist zwar auch noch nie ein Alu-Halter kaputtgegangen, aber sicher ist sicher...

Eventuell kannst du die Erdungspflicht der Antenne vermeiden, wenn du sie im Schutzbereich der Fassade montierst.

Falls du Hotbird haben möchtest, ist ein 2-fach Feedhalter erforderlich. Bei dem angegebenen Halter stimmt die Abbildung nicht, der Halter war ursprünglich für die (nicht mehr produzierte) Triax TDE vorgesehen, paßt aber auch an die Gibertini SE. Bei Bestellung bekommst du auf jeden Fall den richtigen Halter.

Ein weiteres LNB und 4 DiSEqC-Schalter werden dann ebenfalls benötigt. Die angegebenen Exemplare funktionieren, trotz des vergleichsweise niedrigen Preises, recht gut. Natürlich müssen die Schalter und das zusätzliche LNB auch angeschlossen werden, die Anzahl der Stecker erhöht sich deshalb um 16.

Nun brauchst du nur noch vernünftige Receiver und einem unbeschwerten Fernsehgenuß steht nichts mehr im Weg.
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Es gibt keine großen Entdeckungen und Fortschritte, solange es noch ein unglückliches Kind auf Erden gibt.
Albert Einstein


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Alt 28.12.2010, 08:46   # 3
sturmläufer
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Guten Morgen Walter. Vielen Dank für deine Antwort. Ich bin ein wenig beschämt über deine ausführliche Antwort.
Ich bin mir noch nicht 100 % sicher ob es doch besser wäre mir eine Reserve vorzubehalten. Ich meine, Multischalter für 6 Geräte. Vieleicht könntest du mir da noch mal kurz und knapp eine Alternative nennen.
Und zu guter letzt, schreibt man das so?, habe ich dann noch eine Frage: Was ist denn besser, LNB schaltung über Multischalter oder direkt mit Schaltung im LNB, unabhängig von der Anzahlt der Reciver?

Gruss Ingo

PS: Die Verständinsfrage liegt zwischen meinen Ohren, nicht am Forum
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Alt 28.12.2010, 09:44   # 4
tom_ktom
 
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Ein extra Multischalter macht es natürlich bein einer Versorgung von wirklich max. 4 Teilnehmern (unnötig) komplizierter, was die Verkabelung hinsichtlich Potentialausgleich angeht. Je nach Modell muss auch eine Steckdose für eine externe Stromversorgung in Reichweite sein. Auch müssen einige Stecker mehr besorgt werden. Neben den etwas höheren Kosten steigt hier natürlich auch mit jedem Stecker die Anfälligkeit gegen Störungen von außen oder durch schlecht montierte Stecker und die Fehlersuche wird etwas weniger übersichtlich.

Es kann ohne Multischalter aber schon mal vorkommen, dass wenn man keine optimalen Materlialien wählt, die Spannungsversorgung des LNB bei langen Kabellängen leidet. Aber bei einem guten LNB, hochwertigen Kabeln und Steckern (und vor allem keinen unnötig zusammengestückelten Kabeln) sollte es in den seltensten Fällen Probleme geben.
Allerdings ist dann halt wirklich bei 4 Anschlüssen Feierabend. Octo-LNBs scheinen viel schlechter zu sein als Quad und keine Alternative zur Multiswitch-Lösung.
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Alt 28.12.2010, 16:40   # 5
King W.
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Dem ist nicht mehr viel hinzuzufügen. Mit vernünftigem Material ist der Aufbau bei den im EFH vorkommenden Kabellängen problemlos. Das Alps-LNB verbraucht sehr wenig Strom und das empfohlene Kabel hat einen Innenleiter aus massivem Kupfer (im Gegensatz zu den Billigangeboten). SEH selbst spricht von 40m. Die sind aber "worst case", d.h. bei einem stromfressenden LNB und Receivern mit wenig leistungsfähigem Netzteil.

Im Gegenteil: Ich habe vor 2 Monaten erst wieder eine Anlage aufgebaut, bestehend aus einer SE Antenne, einem Alps Quattro und einem Jultec JRM0516. Verwendet wurde vom Dach bis zum Erdungsblock für den Potentialausgleich das PE-isolierte Hirschmann-Kabel und innerhalb des Hauses das PVC-isolierte Kabel, ebenfalls von Hirschmann.

Die Signalqualität war ausnahmslos an allen Anschlüssen bei 100% (nach der Receiver-Anzeige), die Signalstärke zwischen 92 und 98%, je nach Kabellänge.

Wenn du etwas Reserve willst, ist genau das die optimale Kombination: Alps Quattro und JRM0508T.
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Alt 30.12.2010, 09:15   # 6
sturmläufer
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Guten morgen.
Gestern Mittag habe ich telefonisch das ganze gezuppel bei seh bestellt.

Ach ja ich habe mich dann doch für den multischalter entschieden, dafür verzichte ich auf den hotbird

Vergünstigung bekam ich ohne darauf hinzuweisen, natürlich hab ich erzählt von wo ich komme

Erdung der Anlage wird ende januar mein elektriker vornehmen, muss innen eh ne menge erneuern, so mit bin ich auf der sichern seite. Potentialausgleich krieg ich wohl noch selber hin, hoffe ich.

Ich danke noch mal den beteiligten hier und ich melde mich wenn mein paket angekommen ist.
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Alt 30.12.2010, 18:09   # 7
King W.
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Ich danke noch mal den beteiligten hier und ich melde mich wenn mein paket angekommen ist.
Wird wohl in der ersten Januar-Woche sein. Normalerweise kommt das Paket einen Tag nach Geldeingang, aber jetzt ist gerade Jahreswechsel und Inventur, da kommt es vielleicht zu einer kleinen Verzögerung.

Das mit dem Potentialausgleich sollte machbar sein, denke ich.
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Alt 28.05.2012, 14:49 # --
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