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| Team SAT-Technik Registriert seit: 01.01.2006 Ort: mitten im Kohlenpott
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| Die Antenne ist absolut OK, das LNB auch, wenn du dich für das Alps entscheidest. Als Beschreibung zum Vialuna habe ich u.a. gelesen "Durch die sehr hohe Verstärkung von bis zu 65dB (übliche LNBs haben nur 52-55dB Verstärkung) ist die BlueStar-Serie auch bestens geeignet für schwach abstrahlende Satelliten ..." In der Folge sind noch andere Argumente für die hohe Verstärkung des LNB aufgeführt. Keins davon trifft für dich zu. Die 85 SE ist ausreichend groß, der Astra alles andere als schwach und Kabel von 20m sind durchaus üblich und keinesfalls als besonders lang zu bezeichnen. Fazit: Die Verstärkung des Vialuna ist für deine Anwendung zu hoch, mit der Gefahr, die Receiver zu übersteuern. Das Alps verstärkt mit 55 dB genau richtig. Mit der Schirmdämpfung der Kabel wird mittlerweile genau so Schindluder getrieben, wie mit den Rauschzahlen der LNB's. Eine hohe Schirmdämpfung ist zwar OK, aber wirklich gutes Kabel erkennt man an anderen Kriterien. Der Innenleiter sollte aus massivem Kupfer bestehen und das Abschirmgeflecht aus Kupferdraht, verzinnt oder blank. Nur - Kupfer kostet Geld. Bei Billigkabeln wird, um zu sparen, verkupferter Stahl für den Innenleiter und Alu für das Abschirmgeflecht verwendet. Obgleich die Schirmdämpfung durch die Menge an Material durchaus hoch sein kann - ein Qualitätskabel ist so etwas nicht. Die Klasse A Norm erfordert übrigens nur 85 dB - und das reicht auch. Nimm stattdessen ein gutes Markenkabel, z.B. das Kathrein LCD 111, das Preisner SK 2000, das Spaun Spoax oder das Hirschmann KOKA 110. Bei der angegebenen "Enddose" (die in Wirklichkeit eine Stichdose ist - der Anbieter scheint den Unterschied nicht zu kennen) handelt es sich um ein Billigprodukt aus Fernost. Diese Dosen werden in leicht unterschiedlichen Ausführungen hier in Massen angeboten - und sogar seriöse Firmen verkaufen sie unter eigenem Markennamen, siehe hier. Auch die Tatsache, daß "Univers by FTE" darauf steht, macht die Dosen nicht besser. Immerhin ist hier der Rahmen etwas stabiler, als bei der Digitaly MX 600. Die Schirmdämpfung ist jedoch unzureichend und erfüllt nicht die Klasse A Norm. Ein hochgeschirmtes Kabel in Verbindung mit dieser Dose macht deshalb nicht unbedingt Sinn. Eine Stichdose ist aber grundsätzlich für deine Anwendung richtig. Mit einer guten Marken-Dose, z.B. der Axing SSD 5-00 bist du weitaus besser bedient. Natürlich ist solch eine Dose teurer, aber sie ist ihr Geld wert. Zum Kabel benötigst du noch geeignete Stecker. Die bislang gern verwendeten Schraubstecker sind technisch mittlerweile überholt und erfüllen nur noch bescheidene Qualitätsansprüche. Wenn du sie schon verwenden willst, nimm wenigstens die vergoldeten. Weitaus besser sind aber Kompressionsstecker, allerdings ist zu deren Montage Werkzeug erforderlich. Von den technischen Daten mit den Kompressionssteckern auf Augenhöhe, aber ohne Werkzeug zu montieren, sind die neuartigen Push-On Stecker. Sie sind genau auf das Hirschmann-Kabel abgestimmt und werden einfach nur aufgeschoben. Anschließend sitzen sie bombenfest. Ich weiß - deine Anlage wird jetzt vermutlich etwas teurer, als ursprünglich geplant, aber du investierst in Qualität. Ein störungsfreier SAT-Empfang unter allen Bedingungen wird sich einstellen und dir viele Jahre ungetrübten Fernsehgenuß bieten.
__________________ Es gibt keine großen Entdeckungen und Fortschritte, solange es noch ein unglückliches Kind auf Erden gibt. Albert Einstein Nokia? Nein danke! |
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| | # 4 |
| Team SAT-Technik Registriert seit: 01.01.2006 Ort: mitten im Kohlenpott
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| War der Urlaub wenigstens schön? Du benötigst übrigens noch etwas, um die Antenne zu befestigen. Die Gibertini SE ist sehr solide verarbeitet. Kehrseite der Medaille: Sie ist auch entsprechend schwer. Wenn du auf dem Dach montieren willst, ist dieser Dachsparrenhalter erste Wahl. Er ist extrem stabil und wird mit dem Gewicht der Antenne spielend fertig. Dazu noch eine Kunststoff- oder Blei-Dachpfanne und eine Dichtmanschette. Berücksichtige aber bitte, daß Antennen auf dem Dach erdungspflichtig sind. Bitte den Beitrag über Erdung und Potentialausgang lesen! Bei einer Wandmontage entfällt die Erdungspflicht unter Umständen, nämlich dann, wenn die Antenne nicht mehr als 1,50m von der Wand absteht und von der Dachkante allseits mindestens 2m entfernt ist. Obwohl nicht explizit vorgeschrieben, sollte aber auch von Hausecken ein Mindestabstand von 2m eingehalten werden. Zur Wandmontage eignet sich wegen des Gewichts am besten ein Wandarm aus Stahl, z.B. dieser hier.
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