Nein, die 27.500 bezeichnet die Bitrate, mit welcher der Transponder sein Signal abstrahlt. (Bei der Übertragung von Fernsehsignalen spricht man von "Symbolen" anstatt Bit (warum auch immer). Die 27.500 bedeuten, daß pro Sekunde 27.500 Megabit (gut 3,4 GB) gesendet werden. Eine gängige Festplatte von 1 TB Größe wäre in knapp 5 Minuten voll, falls man alle Daten speichern würde. Die Audio-Bitrate ist etwas anderes und hängt nur sehr indirekt mit diesem Wert zusammen.
Kleiner Tip noch, etwas Off-Topic:
Die Tonqualität hängt einerseits vom Sender ab, je nachdem welche Audio-Bitrate er anbietet, aber auch von deiner Anlage.
Ein Schwachpunkt ist die Signalübertragung vom SAT-Receiver zu deinem Verstärker. Hier hat leider die optische Übertragung an Boden gewonnen. Bei der ursprünglich von Toshiba konzipierten Toslink-Übertragung wird ein Lichtwellenleiter aus transparentem Kunststoff (PMMA oder Polycarbonat) mit 1 mm Kerndurchmesser verwendet.
Die Vorteile dieser Schnittstelle sind schnell abgehakt:
1) es ist billig, da keine Laserdioden, sondern normale rote Leuchtdioden eingesetzt werden und das Lichtsignal mittels einer optischen Linse eingekoppelt werden kann.
2) es erfolgt eine Potentialtrennung zwischen den verschiedenen Geräten, was hilft, Brummschleifen zu vermeiden.
Demgegenüber steht ein eklatanter, aber von den Werbefuzzis leider fast immer verschwiegener Nachteil: Die im Vergleich zur Wellenlänge extreme Dicke der optischen Faser (Multimode-Faser) erlaubt verschiedene Lichtwege, es tritt "intermodale Dispersion" auf. Durch die verschiedenen möglichen Lichtwege überlagern sich die einzelnen Wellenzüge, begrenzen die Reichweite und verschlechtern die Signalqualität.
Die entstehenden Interferenzen sind in etwa vergleichbar mit stehenden Wellen auf schlecht terminierten HF-Leitungen. Optische Übertragung per Toslink sollte deshalb nur für sehr kurze Strecken unter 1m oder besser unter 50 cm eingesetzt werden. Bei längeren Verbindungen "klingt" ein vernünftiges Cinch-Kabel einfach besser.
Doof, aber es ist halt so: Das Billigere setzt sich allgemein durch, nicht das Bessere.
Die im System begründeten Nachteile führen ja auch dazu, daß Toslink zur Übertragung der SAT-ZF völlig ungeeignet ist. Hier funktionieren ausschließlich Monomode-Fasern, deren Durchmesser ungefähr im Bereich der Wellenlänge des Lichtes liegt und damit nur einen einzigen Lichtweg erlaubt.