Potentialausgleich, Mast + Antenne, Außenfassade

Alt 23.11.2010, 13:54   # 1
Greenback
 
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Ohje, ich habe schon Fragen zur Erdung gestellt und nun habe ich auch noch Fragen zum Potentialausgleich...

Ich lese an vielen Stellen, dass der Mast in den Potentialausgleich einbezogen werden muss. Gilt dies nicht nur bei einer Montage auf dem Dach, wo der Mast zur Befestigung unter die Dachhaut geführt wird?

An der Fassade, wo ich lediglich die Koaxialkabel in das Haus einführe, müsste es doch reichen, wenn ich am Multischalter eingangsseitig und ausgangsseitig die Schirmleitung in den Potentialausgleich einbeziehe, oder?

Korrekt, oder völlig daneben?

Vielen Dank.

Greenback

PS: Es geht nicht um die Erdung am Mast (blitzstromfähig, außen, blitzstromfähige Verbindung Erder <---> Fundamenterder, ect.) sondern lediglich um den Potentialausgleich.
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Alt 23.11.2010, 16:13   # 2
Dipol
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Zitat:
Zitat von Greenback Beitrag anzeigen
Ich lese an vielen Stellen, dass der Mast in den Potentialausgleich einbezogen werden muss. Gilt dies nicht nur bei einer Montage auf dem Dach, wo der Mast zur Befestigung unter die Dachhaut geführt wird?
Ob der Antennenmast im Dachraum steht oder ein Dachsparrenhalter verwendet wird, macht blitzschutztechnisch keinen Unterschied.

Terrestrische Unterdachantennen und Antennen im Schutzbereich der Fassade (> 2 Meter Distanz zur Dachkante + max. Ausladung 1,5 Meter) müssen nicht geerdet werden, sofern die Schutzabstände zu Dachrinnen, Regenrohren und der Blitzschutzanlage eingehalten sind.
Zitat:
Zitat von Greenback Beitrag anzeigen
An der Fassade, wo ich lediglich die Koaxialkabel in das Haus einführe, müsste es doch reichen, wenn ich am Multischalter eingangsseitig und ausgangsseitig die Schirmleitung in den Potentialausgleich einbeziehe, oder?
Bei nicht erdungspflichtigen Antennenanlagen sind nach den anerkannten Regeln der Technik alle Kabelschirme dauerhaft in einen Potenzialausgleich einzubeziehen. Der PA muss auch beim Ausbau eines Multischalters oder Verstärkers erhalten bleiben.

Die EN 60728-11 geht allerdings noch etwas weiter und verlangt auch den PA-Anschluss von deren Gehäusen. Insbesondere bei Billig-Multischaltern in Blechbüchsen ohne Class A-Schirmungsmaß können Gehäuse-Erdklemmen fehlen. Das kann mit einer EDKL 1 Erdklemme von SPAUN normgerecht nachgebessert werden. In BK- oder Sat.-Einkabelanlagen sollte ein gewissenhafter Installateur auch die kopfstellennahen Verteilbausteine mit einbinden.

Ein PA-Anschluss der Antenne oder Wandhalterung ist nicht mehr gefordert, da die meisten LNB ein Wetterschutzgehäuse und keine galvanische Verbindung mehr zur Antenne haben. Bei LNB mit galvanischer Gehäuseverbindung, wie insbesondere den KATHREIN UAS-Typen, macht es in Anlehnung an alte Normen m. E. durchaus Sinn auch die Wandhalterung an den PA anzuschließen.
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Alt 23.11.2010, 17:30   # 3
Greenback
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Meine Güte, Dipol, in dir steckt ein Wissen, da wird mir ganz schwindelig.

Also, meine Antenne hängt außerhalb des Schutzbereiches der Fassade und wird auch entsprechend am Mast geerdet.

Alle Kabelschirme eingangsseitig und ausgangsseitig in den PA und zwar so, dass bei Ausbau des Multischalters der PA erhalten bleibt. Okay, bekomme ich hin.

Mast und Antenne nicht in den PA. Gut, erspart mir eine Menge Arbeit.

Ich hoffe ich habe dich richtig verstanden?

Vielen Dank.

Greenback
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Alt 23.11.2010, 18:28   # 4
tom_ktom
 
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Nicht so schnell. Wenn schon eine Erdung der Antenne und deren Halterung vorhanden ist, dann MUSS der PA über die Erdung der Antenne - und zwar NUR darüber - zur PA-Schiene geführt werden. Das heißt, dass Du alles vorbereitest wie gehabt, aber das PA-Kabel mit der Masterdung verbindest und NICHT auf anderem Weg zur PA-Schiene.
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Alt 23.11.2010, 18:44   # 5
Dipol
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Zitat:
Zitat von Greenback Beitrag anzeigen
Meine Güte, Dipol, in dir steckt ein Wissen, da wird mir ganz schwindelig.

Also, meine Antenne hängt außerhalb des Schutzbereiches der Fassade und wird auch entsprechend am Mast geerdet.
Sorry, was ist entsprechend? Das hört sich so an, dass ob der Erdungsdraht von der Fassade nach oben an einen (terrestrischen?) Antennenmast geerdet ist. Das wäre allerdings hochgradig normwidrig und man müsste den Blitzen gut zureden, dass sie gefälligst in der Richtung kehrt machen.
Zitat:
Zitat von Greenback Beitrag anzeigen
Alle Kabelschirme eingangsseitig und ausgangsseitig in den PA und zwar so, dass bei Ausbau des Multischalters der PA erhalten bleibt. Okay, bekomme ich hin.
+ Multischaltergehäuse!
Zitat:
Zitat von Greenback Beitrag anzeigen
Mast und Antenne nicht in den PA. Gut, erspart mir eine Menge Arbeit.
Kommando zurück! Nach deiner Beschreibung bin ich von einer nicht erdungspflichtigen Fassadenantenne ausgegangen. Dabei kann der PA an beliebiger Stelle erfolgen und der Mast oder eine Wandhalterung muss - auch wenn es sinnvoll wäre - nicht mit einbezogen werden.

Bei erdungspflichtigen Antennen muss der Mast oder die Halterung mit mindestens 16 mm² Cu-Einzelmassivdraht auf kürzestmöglichem Weg (also abwärts!) an der Haupterdungschiene geerdet sein. Der Kabel-PA muss zur Vermeidung von Überschlägen dabei möglichst antennennah erfolgen und darf nach EN 60728-11 wegen des Verbots von Schleifenbildung auschließlich an der Antennenerdung angeschlossen sein.

Somit ist dann nicht die Antenne am PA, sondern der PA an der Antennen-Erdung angeschlossen.

Direkte oder zusätzliche PA-Erdungen an die Haupterdungsschiene sind unzulässig. Ist ein Multischalter im UG montiert müssen daher:
  • Die Schirme der Antennenkabel im Mastbereich erstmals geerdet werden
  • Dto. bei den Sternleitungen an den Multischalter-Ausgängen + das Multischalter-Gehäuse
  • Nach den Grafiken in der VDE bzw. EN ist sogar ein weiterer Erdblock vor einem abgesetzten Multischalter gefordert
Egal wo und wie viele Kompakt- oder Etagen-Multischalter installiert sind: Aufgrund des Schleifenverbots darf die ganze Mimik mit mind. 4 mm² Cu immer nur an der Mast- bzw. Wandhalterungs-Erdung geerdet werden! So lange man sich nicht sehr intensiv mit der Blitzschutztechnik beschäftigt, bleibt der Sinn dieser Maßnahme nicht nur Laien verschlossen. Ich habe es auch erst mit einiger Verzögerung kapiert und akzeptiert.

Zur Demonstration wie das an etwas größeren Anlagen gemacht werden muss, hänge ich mal ein PDF an.
Angehängte Dateien
Dateityp: pdf Anlagenplan+Pegeltool-anonymisiert.pdf (234,6 KB, 26x aufgerufen)
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Alt 23.11.2010, 21:17   # 6
Greenback
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[x] Verwirrung komplett.

Okay, tief durchatmen... ich versuche nochmal...

1. Die Sat Antenne hängt (bzw. wird hängen) an der Giebel Seite.
1.1. Etwa in Höhe des 2.OG (geht auch nicht anders, Bäume, ect.)
1.2. Definitiv außerhalb des Fassadenschutzbereichs ----> Erdungspflichtgig!!!

2. Ein Fundamenterder existiert im Hauswirtschaftraum (EG).
2.1. In den Hauswirtschaftsraum soll der Multischalter
2.2. Vom Multischalter aus, sternförmige Verteilung der Koaxialkabel in die einzelnen Räume

3. Erdung
3.1. 16 mm² Cu-Einzelmassivdraht (seh1 - Erdungskabel 16qmm, 1x16, H07V-U, lfm 9407) von dem Masthalter (seh1 - Wand-/Masthalter, 23cm, MH-18 65), bzw. vom Mast (seh1 - Mast 1.00m, 48mm, Steckmast, Stahl verzinkt 9400) gerade herunter (in meinem Fall mehr oder weniger gerade, da ein Fenster im Weg ist.) an einen Vertikalerder. Befestigung des 16 mm² Cu-Einzelmassivdraht mit Hilfe einer Erdungsschelle (seh1 - Erdungsschelle FMS7 8252).
3.2. Vertikalerder mit 2,5m Länge bis 0,5m unter Grund von einem Blitzschutzprofi in den Boden gedengelt. (ggfls, 2 Vertikalerder mit 1,5m Länge in Eigenregie) Vertikalerder in Edelstahl, damit nichts vergammelt.
3.3. Da ein Fundamenterder im Hauswirtschaftsraum vorhanden ist, muss ich nun vom meinem Vertikalerder mit einem 16 mm² Cu-Einzelmassivdraht, von außen in den Hauswirtschaftsraum wieder hinein, an die Haupterdungsschiene. Die Haupterdungsschiene sitzt im Bereich des Sicherungskasten und wurde vom Elektroinstallateur montiert. An der Haupterdungsschiene ist der Fundamenterder angeschlossen.

Bis hier hin alles okay?

4. Potentialausgleich

Zitat:
Zitat von Dipol
Die Schirme der Antennenkabel im Mastbereich erstmals geerdet werden
Im Mastbereich? Also in unmittelbarer Nähe? Geht nicht. Im Mastbereich außen ist denke ich nicht sinnvoll, da, wo die Kabel durch die Wand führen, direkt ein Wohnraum hinter liegt. Mit erhöhtem Aufwand und extremst ungern, irgendwo in der Dachschräge, verkleidet hinter Rigips. Nur würde man zu einem späteren Zeitpunkt nie wieder daran herankommen.

Mein Vorschlag wäre gewesen:

4.1. im Hauswirtschaftraum, (EG) in unmittelbarer Nähe des Multischalters mit einem mit Hilfe von Erdungsblöcken (seh1 - Masseblock 4-fach, FG4HM, vernickelte Ausführung 9375) und einem flexiblen Erdungskabel 6 mm² (seh1 - Erdungskabel 6qmm, H07-VK, flexibel, lfm 9405) den Kabel-Potentialausgleich herstellen, d.h.
4.1.1. alle Masseblöcke untereinander verbinden (6 mm²)
4.1.2. Multischalter an die Masseblöcke (6 mm²)
4.1.3. vom Masseblock aus durch das Haus mit 6 mm² nach oben, dort nach draußen, da wo die Koaxialkabel auch nach draußen geführt werden und mit einer Bandschelle an den Mast. Die Länge des (6 mm²) würde etwa 25 Meter betragen, also vom Multischalter rauf bis an den Mast, kürzer ist nicht machbar. Vielleicht sind es 1-2 Meter weniger, aber die Größenordnung stimmt.

Also wenn das jetzt nicht so zu mindestens 98,9999% richtig ist, dann fange ich an zu verzweifeln, verzichte auf TV und kaufe mir ein Bücherregal.

Vielen Dank.

Greenback
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Alt 23.11.2010, 23:53   # 7
Dipol
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Zitat:
Zitat von Greenback Beitrag anzeigen
[x] Verwirrung komplett.
Dann mal etwas Entwirrung.
Zitat:
Zitat von Greenback Beitrag anzeigen
Bis hier hin alles okay?
Ja, nach EN 60728-11 und EN 62305 ist zwar die isolierte Erdung mit Fangstange vorzuziehen, gleichwohl ist eine klassische Antennenerdung in dieser Form normkompatibel!
Zitat:
Zitat von Greenback Beitrag anzeigen
Im Mastbereich? Also in unmittelbarer Nähe? Geht nicht. Im Mastbereich außen ist denke ich nicht sinnvoll, da, wo die Kabel durch die Wand führen, direkt ein Wohnraum hinter liegt.
"Geht nicht" oder "Will nicht" ist in keiner Norm vorgesehen. Zumal wenn der obere Kabel-PA mit einem Erdblock im wetterfesten Gehäuse (z. B. HENSEL-Kasten) am Mast relativ einfach möglich ist. Da oben besteht das größte Überschlagsrisiko.
Zitat:
Zitat von Greenback Beitrag anzeigen
Mein Vorschlag wäre gewesen:

4.1. im Hauswirtschaftraum, (EG) in unmittelbarer Nähe des Multischalters mit einem mit Hilfe von Erdungsblöcken (seh1 - Masseblock 4-fach, FG4HM, vernickelte Ausführung 9375) und einem flexiblen Erdungskabel 6 mm² (seh1 - Erdungskabel 6qmm, H07-VK, flexibel, lfm 9405) den Kabel-Potentialausgleich herstellen, d.h.
4.1.1. alle Masseblöcke untereinander verbinden (6 mm²)
4.1.2. Multischalter an die Masseblöcke (6 mm²)
4.1.3. vom Masseblock aus durch das Haus mit 6 mm² nach oben, dort nach draußen, da wo die Koaxialkabel auch nach draußen geführt werden und mit einer Bandschelle an den Mast. Die Länge des (6 mm²) würde etwa 25 Meter betragen, also vom Multischalter rauf bis an den Mast, kürzer ist nicht machbar. Vielleicht sind es 1-2 Meter weniger, aber die Größenordnung stimmt.
Für den PA-Draht gibt es unlogischerweise keine Normaussage zur Länge. Wenn der flexible Draht in Kabelschuhen oder Adernendhülsen eingefasst ist, ist auch das - mit Ausnahme der fehlenden PA-Brücke am Mast - normgerecht.
Zitat:
Zitat von Greenback Beitrag anzeigen
Also wenn das jetzt nicht so zu mindestens 98,9999% richtig ist, dann fange ich an zu verzweifeln, verzichte auf TV und kaufe mir ein Bücherregal.
Ich nehme die Prozentzahl mal so auf und sage, dass 98,9999 % aller anderen Antennen weniger geschützt installiert sind.

Vor Ort wurde doch vermutlich mit der Blitzschutzfachkraft auch die von den Normgebern priorisierte isolierte Erdung erörtert. Denn wie sonst kommst du auf den PA der erdungspflichtigen Fassadenantenne? Gehen wir mal noch diese Variante durch:
  • Fangstange über der Antenne, Ableitung mit 16 mm² Cu-Einzelmassivdraht oder besser 50 mm² Stahldraht bzw. Alu-Knetlegierung
  • Anschluss an den/die mit 1 Meter Mindestabstand vom Hausgrund eingetriebenen Vertikalerder (Siehe Bild) über eine Trennstelle und ES-Drahtverbindung im Erdreich.
  • Vertikalerder blitzstromtragfähig mit dem Fundamenterder verbunden.
  • Erdungsblöcke vor und nach dem Multischalter vorzugsweise an der Haupterdungsschiene mit mind. 4 mm² angeschlossen.
Bei isolierter Antennenerdung muss zwar die Antenne mit in den PA eingebunden sein, für den PA der Kabel gelten gleiche Kriterien wie bei nicht erdungspflichtigen Anlagen. Frei wählbar reicht er am Multischalter im UG.

Es wäre vermutlich deine Königslösung gewesen.

Isolierter Blitzschutz
OBO BETTERMANN - FAQ
obo-bettermann.prospekte/isolierter_blitzschutz
Angehängte Grafiken
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Alt 24.11.2010, 05:53   # 8
King W.
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Zitat:
Zitat von Dehn
Erderlängen von 9m haben sich als vorteilhaft erwiesen.
Alles klar. Die müssen den ja nicht verbuddeln.
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Alt 24.11.2010, 08:18   # 9
tom_ktom
 
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Das mit den wassergeschützten Kästen geht wirklich ganz gut. So einen habe ich bei uns jetzt auch zum PA verwendet, da im Inneren des Hauses keine Möglichkeit war. Allerdings habe ich versucht, den Kasten so sicht- und wettergeschützt wie möglich zu montieren. Der Kasten, den ich benutzt hab, war ein sehr günstiges Modell und da war ich etwas skeptisch, wie dicht und UV-stabil der wirklich ist
Ein 4-fach Erdungsblock passt in die größeren Modelle locker rein und auch die Kabel lassen sich dank der mitgelieferten Gummidurchführungen recht leicht hinein legen.
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Alt 24.11.2010, 09:35   # 10
Dipol
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Zitat:
Zitat von King W. Beitrag anzeigen
Alles klar. Die müssen den ja nicht verbuddeln.
Außer der Zuleitung zum Vertikalerder wird nix verbuddelt.

Ein auf 9 Meter Länge zusammen geschraubter Edelstahl-Erdspieß wird von einer Blitzschutzfachkraft bei normalen Bodenverhältnissen mit dem Vibrationshammer Ratz-Fatz versenkt.

Wer das einmal miterlebt hat schickt seinen Bello-Hammer in Rente und entsorgt die feuerverzinkten Profilerder. Es ist vom Aufwand her absolut unsinnig die eigenhändig bis 0,5 Meter unter Grund einzutreiben und dann auch noch die Anschlusspunkte korrosionssicher mit Densobinde o. ä. zu isolieren.
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Alt 26.11.2010, 08:32   # 11
Greenback
Threadstarter
 
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Beiträge: 8
Zitat:
Zitat von Dipol
Vor Ort wurde doch vermutlich mit der Blitzschutzfachkraft auch die von den Normgebern priorisierte isolierte Erdung erörtert.
Nein, hier war keine Blitzschutzfachkraft vor Ort. Die einzigen Menschen die ich kenne, die sich mit Blitzschutz auskennen, befinden sich hier im Forum.

Zitat:
Zitat von Dipol
...Fangstange...
Um ehrlich zu sein, hierfür fehlt mir weiterhin viel KnowHow und vor allen Dingen Zeit, denn neben Sat Anlage gibt es hier viele weitere Baustellen wie. beispl. Trockenbau / Dämmung im Dach, ect.

Sofern eine Fangstange überhaupt passt, die SAT Antenne müsste sicherlich ein paar Zentimeter weiter nach unten, damit das mit dem Dachüberstand keine Probleme gibt.

Vielleicht im Sommer nächsten Jahres...

Zitat:
Zitat von Dipol
Ich nehme die Prozentzahl mal so auf und sage, dass 98,9999 % aller anderen Antennen weniger geschützt installiert sind.
Hört sich doch schon mal ganz gut an.

Also, wie vorgeschlagen, den Kabel PA direkt oben am Mast werde ich aufnehmen uns umsetzen.

Eingangsseitig – vom Multischalter aus gesehen – die Masseblöcke in einen kleinen Hänsel Abzweigkasten (IP44) direkt oben am Mast.

Ausgangsseitig – vom Multischalter aus gesehen – von den Masseblöcken aus vom Hauswirtschaftsraum (EG) hoch bis an den Mast.

Schleifenbildung wird verhindert, der Potentialausgleich bleibt bei fehlendem Multischalter erhalten.

Einziger Wermutstropfen wird sein, dass die Zugfähigkeit des Antennenkabels (DIN 18015) vor allen Dingen im Dachstuhl mangels Rohre – resultierend aus Platzmagel – nicht gegeben sein wird. Koaxialkabel und die Leitung für den Potentialausgleich werden einfach an Sparren und Pfette genagelt und damit sie nicht frieren in Dämmung eingepackt.

Viele Dank.

Greenback
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Alt 26.11.2010, 16:03   # 12
Dipol
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Beiträge: 4.144
Zitat:
Zitat von Greenback Beitrag anzeigen
Eingangsseitig – vom Multischalter aus gesehen – die Masseblöcke in einen kleinen Hänsel Abzweigkasten (IP44) direkt oben am Mast.

Ausgangsseitig – vom Multischalter aus gesehen – von den Masseblöcken aus vom Hauswirtschaftsraum (EG) hoch bis an den Mast.
Nach den Grafiken in der EN sollte auch an abgesetzt montierten Multischaltern noch ein eingangsseitig ein Erdlock sein. Das MS-Gehäuse muss auch geerdet werden.

Wenn der 4 mm² Cu-Draht unterbrechungsfrei durch die große Klemme eines Erdwinkels läuft und von da eine Brücke gegen das MS-Gehäuse, kann wirklich nix passieren. So handhabe ich das selbst in größeren Anlagen mit mehreren auseinander liegenden Multischalter-Kaskaden, was zwar den Sinn der Norm erfüllt, aber nicht mit den dort abgebildeten Grafiken kompatibel ist!
Zitat:
Zitat von Greenback Beitrag anzeigen
Einziger Wermutstropfen wird sein, dass die Zugfähigkeit des Antennenkabels (DIN 18015) vor allen Dingen im Dachstuhl mangels Rohre – resultierend aus Platzmagel – nicht gegeben sein wird. Koaxialkabel und die Leitung für den Potentialausgleich werden einfach an Sparren und Pfette genagelt und damit sie nicht frieren in Dämmung eingepackt.
Also warm statt zugfähig.

Sowohl fehlende Zugfähigkeit als auch die Befestigung mit Schellen ist entgegen DIN 18015. Irgendwann verwittert jedes Kabel und dann? Leerrohre kann man auch in die Wärmedämmung einlassen.

Je gleichmäßiger der Schellenabstand ist, umso schlimmer können sich bei geschäumten Kabeln die Druckstellen der Schellen auf den Empfang auswirken.

TIPPS:
  • Nicht am Kabel sparen, nur wirklich gutes und alterungsbeständiges HQ-Kabel mit > 80 % Geflechtbedeckung und geklebter Folie verwenden. Kein Alu-Geflecht, keine Staku-Seele! VORSCHLÄGE: PREISNER SK 2002 plus oder KATHREIN LCD 115.
  • Wenn schon kein Leerrohr, dann wenigstens uv-beständige Kabel und Druckstellen vermeiden.
  • Ein Reservekabel für Terrestrik prophylaktisch mit verlegen.
  • Wegen zeitgemäßer Steckermontage siehe aktuelle INFOSAT 12, Montage-Tipps für Sat-Profis. Ein hervorragender Artikel, obwohl die Self-Install-Stecker übergangen wurden.
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Alt 28.05.2012, 03:04 # --
News Flash
 
Benutzerbild von News Flash
 
 
 

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