Glasfaser in großer Wohnanlage: Erdung und Potentialausgleich? Schüsselgröße?

Alt 22.11.2010, 10:02   # 1
ulli912
 
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In einem Beitrag an anderer Stelle hatte ich von der Absicht geschrieben, 92 Wohneinheiten in 7 Häusern zu versorgen. Nach langem Hin und Her zeichnet sich jetzt folgende Lösung ab, die wir weiter verfolgen:

Zentrale Einspeisung vom opt. LNB über Triax/Hirschmann-Verteiler (max. 2 in Kaskade), so daß wir einen Mindest-Eingangspegel von -7 dBm an der Quattro-Abschlußeinheit haben. Die Abschlußeinheiten sind in den einzelnen Häusern untergebracht; wir gehen also vom zentralen LNB bis in die Häuser per LWL. Von dort geht es über Hirschmann-Multischalter 17x12, in Häusern mit vielen Dosen auch noch über einen Kaskaden-Multischalter 17 x 12, an einer Stelle über einen Verstärker-Kaskaden-Multischalter, zu den einzelnen Dosen.

2 Fragen habe ich:

1. Die Firma bietet Erdung und Potentialausgleich für die MS an. Ist das bei LWL überhaupt erforderlich? Ich habe leider keine Info über die verwendeten LWL; im Angebot steht "Hirschmann opt. LNB-Kabel vorkon. FC/PC-FC/PC" (was FC/PC auch immer bedeutet). Haben diese Kabel einen mitlaufenden Metalldraht, der Erdung und Pot-A. erforderlich machen? Macht der wohl im Leerrohr verbleibende Metall-Zugdraht eine Erdung erforderlich?

2. Es wird ein 120-cm-Offset-Reflektor für Astra, Hotbird und Türksat angeboten (evtl. sogar für Sirius). Ist das sinnvoll und machbar? Wären einzelne Reflektoren nicht besser (auch unter dem Gesichtspunkt der Windlast)?

Ich freue mich auf Antworten. An dieser Stelle vielen Dank an King W. für die LWL-Anregung, die dieser als Erster zur Sprache gebracht hat.

Ulli
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Alt 22.11.2010, 12:19   # 2
Dipol
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Zitat:
Zitat von ulli912 Beitrag anzeigen
1. Die Firma bietet Erdung und Potentialausgleich für die MS an. Ist das bei LWL überhaupt erforderlich?
Der Antennenmast muss wie üblich geerdet und auch das LNB-Stromversorgungskabel per PA wie in den Bildern dargestellt am Antennenmast geerdet werden.

Die von der Antenne galvanisch getrennten Abschlusseinheiten und Multischalter sind nach EN 60728-11 ebenfalls in einen PA einzubinden und zwar so, dass der auch nach einem Komponentenausbau erhalten bleibt.

Im Klartext: Alle koaxialen Ein- und Ausgangskabel müssen über Erdblöcke oder Erdwinkel geerdet sein.
Siehe >> http://www.dehn.de/de/newsletter/3_05/3_05_top3.pdf << Bild 3 und 6 bis 8. Die PA-Erdung dieser Komponenten kann auch an der Empfangsstelle nicht am Mast, sondern direkt an der jeweiligen Haupterdungschiene erfolgen.
Zitat:
Zitat von ulli912 Beitrag anzeigen
Ich habe leider keine Info über die verwendeten LWL; im Angebot steht "Hirschmann opt. LNB-Kabel vorkon. FC/PC-FC/PC" (was FC/PC auch immer bedeutet).
Das LWL-System stammt von INVACOM und wird von TRIAX-HIRSCHMANN als OEM-Produkt vermarktet. Normale Glasfaserkabel müssen vor Ort gespleißt werden. Das wird nur von wenigen Firmen beherrscht und ist daher teuer. Daher bietet INVACOM vorkonfektionierte LWL-Kabel an, die Überlänge hat bei Glasfaser nur untergeordnete Bedeutung.

http://bauckhage.com/pdf/Fibre.pdf
http://www.bauckhage.com/pdf/Katalog%202010.pdf (S 36 ff)

FC/PC bezieht sich auf die verwendeten Stecker: http://www.glasfaserinfo.de/fcpc.html
Zitat:
Zitat von ulli912 Beitrag anzeigen
Haben diese Kabel einen mitlaufenden Metalldraht, der Erdung und Pot-A. erforderlich machen?
Nein, aber im Gegensatz zu klassischen Glasfaserkabeln haben INVACOM-LWL-Kabel eine umlaufende Armierung.
Zitat:
Zitat von ulli912 Beitrag anzeigen
Macht der wohl im Leerrohr verbleibende Metall-Zugdraht eine Erdung erforderlich?
Ein Zugdraht müsste nicht geerdet werden, gleichwohl wäre die Einbindung in den PA mit geringem Aufwand möglich und sinnvoll. Die Armierung der LWL-Kabel muss isoliert sein und darf auch keinesfalls Kontakt zum Stecker haben. Eine Einbeziehung in den PA ist nicht möglich. Bisher ist erst ein Ausreißer mit einem Übergangswiderstand bekannt geworden.
Zitat:
Zitat von ulli912 Beitrag anzeigen
2. Es wird ein 120-cm-Offset-Reflektor für Astra, Hotbird und Türksat angeboten (evtl. sogar für Sirius). Ist das sinnvoll und machbar?
Je weiter ein LNB vom Zentralfocus abgerückt wird, umso schlechter wird die Systemgüte und das C/N. Schon eine Multifeed-Anordnung von 13° E bis 42° E ist grenzwertig, mit ASTRA 4A wie Sirius jetzt heißt ergäbe das eine Orbitspreizung von 37,2° Grad. Bei 92 WE halte ich das auch an einer Antenne mit realen 1,20 Meter Breite für unsinnig. Das wäre ein Fall für spährisch ausgeformte Antennen wie die leider nicht mehr produzierte OA 1600 von SMW gewesen. http://www.satnerds.com/forums/index...tach=646;image

Zitat:
Zitat von ulli912 Beitrag anzeigen
Wären einzelne Reflektoren nicht besser (auch unter dem Gesichtspunkt der Windlast)?
Die Statik ist beherrschbar, nur sollte bei 92 WE das Eingangs-C/N nicht zu sehr verschlechtert werden.

VORTEILE INVACOM-LWL-SYSTEM:
  • Niedrige Dämpfung
  • Nur eine Glasfaser/Satellit statt vier Koaxkabel
  • Keine Probleme mit EMV, Potenzialunterschieden oder Brummstörungen
NACHTEILE INVACOM LWL-SYSTEM:
  • Für terrestrische UKW- oder DVB-T-Signale ist noch eine parallele Koax-Signalzuführung erforderlich.
  • Die vorkonfektionierten Stecker erfordern große Leerrohrquerschnitte
  • Ein Blitzschlag in die Armierung der vorkonfektionierten LWL-Kabel kann unabsehbare Folgen haben, wenn die Leitungen z. B. über ein Flachdach gelegt werden. Diese Problematik habe ich beim Hauptdistributor angesprochen und nur eine völlig verharmlosende unbefriedigende Antwort erhalten.
So wie bereits bei BK-Versorgung Glasfaser bis zum Teilnehmer (FTTH: Fiber to the home) verlegt wird, ist abzusehen dass die LWL-Zuführung auch bis zu Receivern mit optischem Eingang kommen wird.
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Alt 22.11.2010, 13:44   # 3
ulli912
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Danke für die schnellen Reaktionen.
Zitat:
Zitat von Dipol Beitrag anzeigen
Der Antennenmast muss wie üblich geerdet und auch das LNB-Stromversorgungskabel per PA wie in den Bildern dargestellt am Antennenmast geerdet werden.
In welchen Bildern???
Die Erdung des Antennenmastes ist selbstverständlich.
Zitat:
Die von der Antenne galvanisch getrennten Abschlusseinheiten und Multischalter sind nach EN 60728-11 ebenfalls in einen PA einzubinden und zwar so, dass der auch nach einem Komponentenausbau erhalten bleibt.
Das ist das, was mir nicht klar war. Dh ich hatte es vermutet, aber ich hatte wohl falsch verstandene Zitate aus dem Forum im Kopf, nach denen bei Verwendung von LWL keinerlei Erdung und PA mehr nötig seien.
Zitat:
Daher bietet INVACOM vorkonfektionierte LWL-Kabel an, die Überlänge hat bei Glasfaser nur untergeordnete Bedeutung.
Die Firma bietet nur vorkonfektionierte LWL an.
Zitat:
...ergäbe das eine Orbitspreizung von 37,2° Grad. Bei 92 WE halte ich das auch an einer Antenne mit realen 1,20 Meter Breite für unsinnig.
Da müssen wir wohl nochmal mit der Aufbaufirma sprechen.
Zitat:
[*]Für terrestrische UKW- oder DVB-T-Signale ist noch eine parallele Koax-Signalzuführung erforderlich.
UKW und DVB-T sehen wir nicht vor.
Zitat:
[*]Die vorkonfektionierten Stecker erfordern große Leerrohrquerschnitte
Die Leerrohre sind bereits im Boden verlegt. Sie haben einen Durchmeser von ca. 40 mm. Ich kenne die Stecker nicht, doch das müßte wohl reichen.
Zitat:
So wie bereits bei BK-Versorgung Glasfaser bis zum Teilnehmer (FTTH: Fiber to the home) verlegt wird, ist abzusehen dass die LWL-Zuführung auch bis zu Receivern mit optischem Eingang kommen wird.
Bis Receiver mit opt. Eingang auf den Markt kommen, können wir wohl nicht warten.

Das war eine Fülle von Infos, Dipol; hab recht herzlichen Dank dafür.

Ulli
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Alt 22.11.2010, 15:52   # 4
King W.
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Dort, wo die Antenne installiert wird, ist eine übliche Erdung und ein Potentialausgleich erforderlich.

Noch besser wäre es, eine Fangstange anzubringen und in eine möglicherweise vorhandene Blitzschutzanlage, so zu integrieren, daß die Antenne vor Blitzeinschlägen sicher ist. Eine Erdung der Antenne selbst ist dann nicht mehr nötig. Wenn jetzt noch die Möglichkeit besteht, das LWL-Kabel so nach innen zu verlegen, daß es den Schutzbereich der Fangstange nicht verläßt, kann auch kein Überschlag auf die Armierung erfolgen.

Das optische LNB benötigt übrigens Strom für den Laser. Dieser wird mit einem normalen Koaxialkabel und F-Steckern zugeführt. Theoretisch könnte auch in dieses Kabel der Blitz einschlagen. Auf einem LWL-Lehrgang im September wurde dieser Aspekt leider nicht angesprochen und mir ist in dem Moment auch nicht die Idee gekommen, danach zu fragen. Das Errichten einer Fangeinrichtung anstatt einer direkten Erdung der Antenne beseitigt aber auch dieses Problem.

Ist das LWL-Kabel erst einmal sicher im Keller, ist es dort vor Blitzeinschlägen in die Armierung sicher. Die Versorgung der anderen Häuser erfolgt unterirdisch mit LWL-Erdkabel, welches üblicherweise einfach eingegraben wird. Natürlich ist für dieses unterirdisch verlegte Kabel keinerlei Blitzschutz erforderlich und im übrigen auch gar nicht machbar. In den anderen Häusern ist zumindest wegen der Antenne kein spezieller Blitzschutz erforderlich. Der Potentialausgleich ist aber zu machen, und zwar sind die Kabel nach dem LWL-zu-Quattro Umsetzer zu erden und auch noch einmal die von den Multischaltern ausgehenden Kabel. Die Erdung kann mittels 4 mm² Kabel an der PA-Schiene im Keller erfolgen.

Noch ein Wort zu den Antennen: Mit einer 125 cm Antenne handelt ihr euch nur unnötig viel Windlast ein. Es macht, wie Dipol schon richtig bemerkte, kaum Sinn, durch die Größe der Antenne den Verlust wieder auszugleichen, der durch das Schielen in solch einem weiten Bereich entsteht.

Weit besser ist es, für Türksat eine separate Antenne aufzustellen. Die verbliebenen drei Satelliten, Astra, Hotbird und Sirius (Astra4) können problemlos mit einer Antenne empfangen werden. Diese wird auf Hotbird ausgerichtet und auf Astra (ca. 6° entfernt) sowie Sirius (ca. 8° zur anderen Seite) geschielt.

Das ist mit einer guten Antenne überhaupt kein Problem. Ich empfehle in diesem Fall 2x Kathrein CAS 90 sowohl für Türksat, wie auch für die anderen drei Satelliten. Es sind insgesamt noch 4 Adapter, also z.B. diese hier erforderlich, um die LWL-LNB's montieren zu können, sowie eine Feedstange für die drei Adapter an einer Antenne.

Für die Feedstange gibt es eine sehr gute Neuentwicklung, zu der Dipol mehr sagen kann.

Die Feedstange müßte übrigens (rechnerisch) um 2,4° schräg montiert werden. Unterbleibt das, so ist der dadurch hervorgerufene Fehler aber auch nur 0,4°. Den kann man zwischen den äußeren LNB's vermitteln, so daß sich insgesamt nur 0,2° ergeben. Kaum jemand ist überhaupt in der Lage, eine Antenne so genau einzustellen.

Der Querschnitt der Leerrohre ist vollkommen ausreichend, die Hälfte hätte auch gereicht. Das LWL-Erdkabel könnte nach den Ausführungen des Lehrgangsleiters auch problemlos direkt eingegraben werden, Leerrohre sind natürlich noch besser - keine Frage.

Die vorkonfektionierten LWL, so wie von der Firma angeboten, sind in Ordnung. Ein paar Meter mehr oder weniger spielen keine Rolle. Selbst eine Länge von einem Kilometer wäre mit LWL völlig problemlos machbar.
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Alt 22.11.2010, 16:24   # 5
ulli912
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Zitat:
Zitat von King W. Beitrag anzeigen
Noch besser wäre es, eine Fangstange anzubringen und in eine möglicherweise vorhandene Blitzschutzanlage, so zu integrieren, daß die Antenne vor Blitzeinschlägen sicher ist.
Wenn eine Fangstange nur bei einer vorhandenen Blitzschutzanlage möglich ist, dann fällt diese Lösung flach, weil wir keinen Blitzschutz auf dem Dach haben.
Zitat:
Das optische LNB benötigt übrigens Strom für den Laser. Dieser wird mit einem normalen Koaxialkabel und F-Steckern zugeführt.
Aha, jetzt weiß ich auch, wozu die Firma 40 m Koaxkabel anbietet. Dieses Koaxkabel wird dann ja wohl zusammen mit 4 LWL-Kabeln (für 4 Antennen) durch ein Leerrohr geführt, das vom Dach aufputz unter der Styropor-Wärmedämmung in den Keller verläuft.

Vermutlich hat die Firma die Anlage zusammen mit Hirschmann geplant; jedenfalls ist bis jetzt alles plausibel. Nur die Antenne gefällt mir nicht; mir wären zwei getrennte Schüsseln lieber. Danke für die Kathrein-Empfehlung. Übrigens hat sich die von Dir erwähnte Firma nicht mehr gemeldet, also kein Angebot abgegeben.

Danke Dir für Deine Bemühungen!
Ulli
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Alt 22.11.2010, 23:50   # 6
King W.
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Zitat:
Zitat von ulli912 Beitrag anzeigen
Übrigens hat sich die von Dir erwähnte Firma nicht mehr gemeldet, also kein Angebot abgegeben.
Leider richtig.

Der Wasserschaden in seiner Firma war höher, als es auf den ersten Blick aussah. Es ist praktisch die gesamte Einrichtung seines Souterrain-Büros zerstört worden. Natürlich mußte er zunächst zusehen, seine Firma wieder vernünftig arbeitsfähig zu machen, bevor an neue Aufträge zu denken war. Die Entscheidung, kein Angebot abzugeben, ist ihm nicht leicht gefallen, er hätte die Anlage gern gebaut, aber ihm blieb keine andere Wahl.

Was den Blitzschutz betrifft, müßte sich Dipol noch einmal äußern, er kennt sich da noch besser aus als ich. Eventuell muß das Stromkabel für die LNB's in den PA einbezogen werden.
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Alt 23.11.2010, 00:23   # 7
Dipol
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Zitat:
Zitat von ulli912 Beitrag anzeigen
Wenn eine Fangstange nur bei einer vorhandenen Blitzschutzanlage möglich ist, dann fällt diese Lösung flach, weil wir keinen Blitzschutz auf dem Dach haben.
Dieses Junktim gibt es nicht. Nach Norm ist eine isolierte Erdung über eine Fangstange unabhängig von einer Blitzschutzanlage und - bei terrestrischen und Sat.-Antennen - immer anzustreben. Ein Anwendungsfall mit einem LWL-LNB wird in den Normen noch nicht behandelt. Bei einem klassischen Glasfaserkabel ohne Armierung hätte eine isolierte Erdung keinen Sinn gemacht, weshalb ich das nicht angesprochen habe.

Der Vorschlag von King W. ergibt aber Sinn, da er gegen Blitzstromeinträge in die Armierung schützt. Der Mast muss jedoch nach EN 60728-11 noch mit mind. 4 mm² Cu-Draht in den PA einbezogen werden, der im gleichen Rohr wie die LWL-Kabel geführt werden kann.

Ich bezweifle, dass diese Normanforderung dem Installateur bewusst ist und auch nur halbwegs von ihm verstanden wird. Als Fachplaner-/bauleiter muss man heutzutage schon froh sein, wenn die Installateure wissen, dass ein Erdungsdraht massiv sein muss.
Zitat:
Zitat von ulli912 Beitrag anzeigen
Aha, jetzt weiß ich auch, wozu die Firma 40 m Koaxkabel anbietet. Dieses Koaxkabel wird dann ja wohl zusammen mit 4 LWL-Kabeln (für 4 Antennen) durch ein Leerrohr geführt, das vom Dach aufputz unter der Styropor-Wärmedämmung in den Keller verläuft.
Und nun dürfte es klarer werden, eben dieses Kabel darf wegen des Schleifenverbots nach EN 60728-11 - bei normaler Erdung - wie in den zitierten Bildern ausschließlich am Mast in den PA einbezogen werden! Mit Fangstange ergibt sich noch ein positiver Nebeneffekt. Der Erdblock für das Stromversorgungskabel ist etwas einfacher innen am ersten optischen Splitter zu installieren.

EDIT: Wenn man am optischen Splitter die Ein- und Ausgangs-LWL-Kabel weitgehend getrennt hält, ergibt sich eine begrenzte Überspannungs-Entkopplung.
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Alt 23.11.2010, 09:18   # 8
ulli912
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Upps, ich hatte das Angebot nicht gründlich genug gelesen. Die Firma bietet nicht eine, sondern zwei 120-cm-Reflektoren an. Damit spendiert sie wohl einen allein für Türksat. So ist es schon besser.

Dipols neue Ausführungen zum Blitzschutz muß ich erst mal gründlich lesen und verstehen. Da ich in 25 Minuten einen Zahnarzttermin habe, muß ich das verschieben.
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Alt 24.11.2010, 00:35   # 9
ulli912
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So, ich habe mir jetzt mal Dipols Ausführungen zum Blitzschutz angesehen und auch im Großen und Ganzen verstanden. Jetzt verbleiben nur noch einige wenige Fragen:

1. Welche LWL-Kabel in dieser Sat-Anlage müssen armiert sein, welche nicht?

2. Ich habe verstanden, daß eine Armierung nicht mit der Blitzschutzerdung geerdet werden darf, jedoch in den PA einbezogen werden muß. Richtig?

4. Muß nur ein 16-mm²-Draht massiv sein oder auch ein 4-mm²-Draht? Was ist der elektrotechnische Grund?

Zitat:
eben dieses Kabel darf wegen des Schleifenverbots nach EN 60728-11 - bei normaler Erdung - wie in den zitierten Bildern ausschließlich am Mast in den PA einbezogen werden!
5. Was ist eine "normale" Erdung im Sinne Deines Beitrags? Falls 3 Kabel: An welcher Stelle sind die 3 Kabelschirmungen miteinander zu verbinden? Könntest Du noch ein paar Worte über das Schleifenverbot sagen?

6. Sind für 3 LWL-LNBs auch 3 Stromversorgungskabel vom Keller (dort hängt wohl das Netzteil) zum Dach erforderlich, oder reicht ein einziges Kabel mit Verteilung der Versorgungsspannung auf dem Dach?

MfG Ulli
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Alt 24.11.2010, 05:18   # 10
King W.
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Zitat:
Zitat von ulli912 Beitrag anzeigen
Upps, ich hatte das Angebot nicht gründlich genug gelesen. Die Firma bietet nicht eine, sondern zwei 120-cm-Reflektoren an. Damit spendiert sie wohl einen allein für Türksat. So ist es schon besser.
Das allerdings.

Ich frage mich nur, wie die zwei 125er Antennen richtig stabil auf eurem Flachdach befestigen wollen. Das Thema Windlast spielt bei der Schüsselgröße auch eine Rolle. Ich bleibe bei meiner Meinung: Etwas mehr Investition in die Qualität und weniger in die Größe wäre besser gewesen. Zumal die CAS 90 sowieso fast 1m groß ist. Das sollte reichen. Oder bietet er die CAS 120 an? Es sind 120er Antennen auf dem Markt, die können weder in Puncto Empfangsleistung noch in Bezug auf Stabilität der CAS 90 das Wasser reichen. Bei einer Anlage eurer Größenordnung sollten auf jeden Fall Kathrein-Antennen aufs Dach. Der Mehrpreis, auf jeden einzelnen aufgeteilt, macht weniger als 5€ aus.

Zitat:
Dipols neue Ausführungen zum Blitzschutz muß ich erst mal gründlich lesen und verstehen.
Was nicht ganz einfach ist.

Ich gebe gern zu, daß ich mich da manchmal auch schwer tue, zumindest dann, wenn die Anlage erheblich vom Standard abweicht.

Die "normalen" LWL-Kabel sind nicht mit Stahl armiert, sondern mit Kevlar geschützt. Die werden für die Verbindung vom LNB mindestens bis zu den ersten optischen Verteilern eingesetzt. Von dort aus geht es innerhalb des Kellers entweder mit Standardkabel oder bereits mit Erdkabel weiter, je nachdem, in welchen vorkonfektionierten Längen das Kabel bestellt wurde. Außerhalb der Gebäude wird natürlich nur Erdkabel eingesetzt. Das ist allerdings mit Stahl armiert.

Wenn eine Fangstange installiert ist, kann ein direkter Blitzeinschlag in die Antenne nicht erfolgen. Schlägt der Blitz in die Fangstange ein, so wird der Blitzstrom über das 16 mm² Kabel auf den Fundamenterder abgeleitet. Bei einem vorschriftsmäßig ausgeführten Potentialausgleich, in den die Antenne mit einbezogen wurde, liegt die Außenabschirmung des Stromkabels auf gleichem Potential wie die Antenne, so daß das LNB unbeschädigt bleibt. Eventuell durch Induktion auftretende Ströme werden über das PA-Kabel zur Erde abgeleitet. Hierfür genügt ein 4 mm² Kabel.

Über das optische Kabel vom LNB zum Verteiler kann kein Strom fließen, denn es leitet nicht. Somit kann dort auch keine Spannung auf die Armierung überspringen. Die Blitzeinwirkung bleibt auf das betroffene Haus beschränkt.

Dipol hat mich noch auf einen Punkt aufmerksam gemacht. Es besteht noch die (meiner Meinung nach ziemlich theoretische) Möglichkeit, daß sich der Blitz außerhalb des Hauses an der Armierung des Erdkabels zu schaffen macht.

Allerdings müßte der Blitz dann zwischen zwei Häusern in das Erdreich einschlagen. Das allein ist schon mal unwahrscheinlich, da die Häuser über 10m hoch und die Entfernung dazwischen jedenfalls geringer ist. Zudem müßte der Blitz ca. 85 cm Erdreich durchdringen, dann das 40 mm Rohr und schließlich noch die Kunststoff-Isolierung des Kabels - nur um dann auf die relativ dünne und hochohmige Armierung zu treffen. Die aber hängt an beiden Seiten quasi "in der Luft". Vor der Montage eines optischen Steckers muß nämlich die Armierung auf eine gewisse Länge entfernt werden.

Die Armierung selbst ist auch nicht etwa ein dünnes Stahlrohr, oder etwas ähnliches, sondern ein um die eigentliche Glasfaser und den Kevlar-Schutz gewickeltes dünnes Stahlband. Das bildet im elektrischen Sinn eine Spule. Solch eine Spule widersetzt sich einer plötzlichen Stromänderung und antwortet darauf mit einer Gegenspannung.

Lange Rede, kurzer Sinn: Der Blitz hätte nicht viel Freude an dem Erdkabel.

So erscheint mir das Szenario zwar durchaus denkbar, aber das Restrisiko sollte äußerst gering sein. Ich denke, damit kann man leben.

Mit der Armierung muß eigentlich gar nichts passieren, sie dient nur als mechanischer Schutz. Ich wüßte auch nicht, wie man die Armierung sinnvoll an den PA anschließen könnte. Die normalen Erdungsblocks funktionieren nicht, da das Kabel völlig anders als Koax aufgebaut ist und die Klemmschienen sind für derart dünne Kabel auch nicht vorgesehen.

Dafür, daß das "dicke" Erdkabel massiv sein muß, gibt es sogar 2 Gründe:

Bei einem mehrdrähtigen Kabel kann nie ausgeschlossen werden, daß die einzelnen Drähte unterschiedlich dick sind oder beim Anklemmen unterschiedlichen Kontakt zur Klemme haben. Damit wäre die Strombelastung der Einzeldrähte unterschiedlich, mit der Folge, daß die am meisten belasteten Drähte durchbrennen und damit das ganze Kabel bis hin zur Unbrauchbarkeit beeinträchtigt wird.

Bei einem stromdurchflossenen Draht entsteht auch immer ein Magnetfeld. Auf die Einzeldrähte wirken dann unterschiedliche Kräfte ein. Das Kabel könnte sich verbiegen oder gar einzelne Drähte reißen. Auch in diesem Fall wäre das Kabel nach einem Blitzeinschlag unbrauchbar.

Durch das PA-Kabel fließen im Normalfall nur Ausgleichsströme, sowie etwas Netzstrom, wenn ein Receiver einen Isolationsfehler hat. Dafür reicht ein beliebiges 4 mm² Kabel. Durch den Leckstrom, der über das PA-Kabel abgeleitet wird, löst im Fehlerfall der FI-Schalter aus. Die Auslöseschwelle beträgt bei diesen Geräten meist 30 mA. Dafür ist das 4mm² Kabel schon hoffnungslos überdimensioniert. Wenn in der Nähe ein Blitz einschlägt, kann es passieren, daß im PA-Kabel Strom induziert wird. Auch diesen Strom muß das PA-Kabel ableiten können. Da sind 4 mm² schon richtig.
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Alt 24.11.2010, 11:05   # 11
Dipol
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Zitat:
Zitat von King W. Beitrag anzeigen
Ich frage mich nur, wie die zwei 125er Antennen richtig stabil auf eurem Flachdach befestigen wollen.
Mit einer KATHREIN ZAS 60 ist auch Wandbefestigung möglich, mit Wandhalterungen à la ZTH 01 kann das je nach Einspannlänge statisch schon kritisch werden.
Zitat:
Zitat von King W. Beitrag anzeigen
Bei einer Anlage eurer Größenordnung sollten auf jeden Fall Kathrein-Antennen aufs Dach. Der Mehrpreis, auf jeden einzelnen aufgeteilt, macht weniger als 5€ aus.
Volle Zustimmung! Bei dieser Anlagengröße gilt das auch für die 1,2 Meter Durchmesser. Im Hinblick auf die LWL-Übertragung mit wenigen Kaskaden dürften vom C/N auch CAS 90 reichen. Aber auch bei LWL gilt, was man vorne einmal verschenkt, kann man hinten nicht mehr gut machen.
Zitat:
Zitat von King W. Beitrag anzeigen
Dipol hat mich noch auf einen Punkt aufmerksam gemacht. Es besteht noch die (meiner Meinung nach ziemlich theoretische) Möglichkeit, daß sich der Blitz außerhalb des Hauses an der Armierung des Erdkabels zu schaffen macht.

Allerdings müßte der Blitz dann zwischen zwei Häusern in das Erdreich einschlagen. Das allein ist schon mal unwahrscheinlich, da die Häuser über 10m hoch und die Entfernung dazwischen jedenfalls geringer ist. Zudem müßte der Blitz ca. 85 cm Erdreich durchdringen, dann das 40 mm Rohr und schließlich noch die Kunststoff-Isolierung des Kabels - nur um dann auf die relativ dünne und hochohmige Armierung zu treffen. Die aber hängt an beiden Seiten quasi "in der Luft". Vor der Montage eines optischen Steckers muß nämlich die Armierung auf eine gewisse Länge entfernt werden.
Bislang gibt es mit den INVACOM-Kabeln keine Langzeiterfahrungen. Bezüglich der Blitzschutzfragen wäre der Hersteller gefragt, ich kenne hierzu jedoch weder vom Hersteller selbst, noch seinen OEM-Nehmern eine Untersuchung.
Zitat:
Zitat von King W. Beitrag anzeigen
Die Armierung selbst ist auch nicht etwa ein dünnes Stahlrohr, oder etwas ähnliches, sondern ein um die eigentliche Glasfaser und den Kevlar-Schutz gewickeltes dünnes Stahlband. Das bildet im elektrischen Sinn eine Spule. Solch eine Spule widersetzt sich einer plötzlichen Stromänderung und antwortet darauf mit einer Gegenspannung.

Lange Rede, kurzer Sinn: Der Blitz hätte nicht viel Freude an dem Erdkabel.

So erscheint mir das Szenario zwar durchaus denkbar, aber das Restrisiko sollte äußerst gering sein. Ich denke, damit kann man leben.
Diesen Optimismus will ich bis zum Nachweis des Gegenteils lieber nicht ungeprüft übernehmen.

Je länger ein Kabel, umso größere Spannungspotenziale konnen induziert werden. Selbst Blitzeinschläge in 1 km Entfernung haben schon erhebliche "Schrittspannungen" und Schäden verursacht. Welche Wirkung Blitzstrom-Induktionen auf diese Armierung haben können, sollte im Hochspannungslabor getestet sein. In der Fachliteratur konnte ich dazu jedenfall noch nichts finden.

Ich werde mal anregen, dass sich die Experten im DKE und bei den Blitzschutzherstellern, sowie die Fachautoren Baade, Jungk, Kleiske und Co. über dieses Thema Ihre Gedanken machen.
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Alt 24.11.2010, 11:18   # 12
ulli912
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Jetzt habe ich in meinem letzten Geschreibsel einen Fehler entdeckt. Bei den Fragen 5. und 6. ist was durcheinandergeraten. Richtig müssen die Fragen lauten:

Zitat:
eben dieses Kabel darf wegen des Schleifenverbots nach EN 60728-11 - bei normaler Erdung - wie in den zitierten Bildern ausschließlich am Mast in den PA einbezogen werden!
5. Was ist eine "normale" Erdung im Sinne Deines (Dipols) Beitrags? Könntest Du noch ein paar Worte über das Schleifenverbot sagen?

6. Sind für 3 LWL-LNBs auch 3 Stromversorgungskabel vom Keller (dort hängt wohl das Netzteil) zum Dach erforderlich, oder reicht ein einziges Kabel mit Verteilung der Versorgungsspannung auf dem Dach? Falls 3 Kabel: An welcher Stelle sind die 3 Kabelschirmungen miteinander zu verbinden?

Diese Fragen sind noch offen; vielleicht könnte noch jemand darauf eingehen.

Auch der Beitrag von King W. ist sehr aufschlußreich und liefert gute Hinweise und Erläuterungen.

Zur angebotenen Antenne: Eine Typenbezeichnung ist nicht angegeben, nur ein Bild. Dabei sind die 4 blauen Hirschmann-Streifen zu erkennen. Ich vermute, daß es sich um die FESAT 120 K handelt. Sind die qualitativ wirklich deutlich schlechter als Kathrein? Bei den Multischaltern scheint es doch wohl umgekehrt zu sein. Würde es auch eine FESAT 95 K qualitativ ausreichen?

Welche LWL-Kabel vorgesehen sind, kann ich auf dem Bild nicht erkennen. Ich vermute jedoch Triax, damit alles "aus einer Hand" kommt.

KIng W.: Wieso weicht die Anlage "erheblich vom Standard ab"? Abgesehen von der Tatsache, daß hier LWL statt Koax vorgesehen ist, ist doch alles ganz normal.
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Alt 24.11.2010, 14:14   # 13
Dipol
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Zitat:
Zitat von ulli912 Beitrag anzeigen
5. Was ist eine "normale" Erdung im Sinne Deines (Dipols) Beitrags? Könntest Du noch ein paar Worte über das Schleifenverbot sagen?
Damit es bei klassischer Erdung zu keiner Schleifenbildung aus Erdungsdraht, Kabelschirmung und Potenzilausgleich kommt, darf der PA der Kabel und eines Multischalters selbst dann nur am Mast angeschlossen sein, wenn sich der Multischalter im UG direkt neben der Erdungsschiene befindet. Zur Vermeidung von
Überschlägen ist die erste PA-Verbindung möglichst mastnah auszuführen.

Mit Fangstange muss der Mast über 4 mm² Cu-Draht in den PA einbezogen werden, der PA der zwei bis vier Stromkabel kann auch im Gebäude zusammen mit der Abschlusseinheit nach dem LWL-Splitter erfolgen
Zitat:
Zitat von ulli912 Beitrag anzeigen
6. Sind für 3 LWL-LNBs auch 3 Stromversorgungskabel vom Keller (dort hängt wohl das Netzteil) zum Dach erforderlich, oder reicht ein einziges Kabel mit Verteilung der Versorgungsspannung auf dem Dach? Falls 3 Kabel: An welcher Stelle sind die 3 Kabelschirmungen miteinander zu verbinden?
INVACOM gibt im Datenblatt nur 12 Volt Speisespannung an. Lt. Auskunft vom INVACOM-Generaldistributor Bauckhage beträgt die LNB-Stromaufnahme 450 mA.

Demnach gibt es zwei unterschiedliche Netzteile für das Fibre LNB, wovon das neuere 12V / 500 mA nur ein Fibre LNB, das ältere 12V / 1000 mA aber noch zwei LNB versorgen kann! Welche Type unter TRIAX-HIRSCHMANN-Label geliefert wird muss dort erfragt werden.
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Zitat von ulli912 Beitrag anzeigen
Zur angebotenen Antenne: Eine Typenbezeichnung ist nicht angegeben, nur ein Bild. Dabei sind die 4 blauen Hirschmann-Streifen zu erkennen. Ich vermute, daß es sich um die FESAT 120 K handelt. Sind die qualitativ wirklich deutlich schlechter als Kathrein?
Das ist eine OEM-Ausführung von GIBERTINI. Keine schlechte Antenne, aber die KATHREIN CAS 120 ist deutlich stabiler. Man vergleiche nur die Gewichtsproportionen.
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Zitat von ulli912 Beitrag anzeigen
Bei den Multischaltern scheint es doch wohl umgekehrt zu sein.
???
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Zitat von ulli912 Beitrag anzeigen
Würde es auch eine FESAT 95 K qualitativ ausreichen?
Auch von GIBERTINI, nach den Daten einer CAS 90 vergleichbar, ISOTROP kann dazu eigene Erfahrungen beitragen. Statisch auch wieder eine Klasse Unterschied.

Der Antennengewinn differiert um 1,8 dBi, die wirken sich insbesondere bei der Triple-Feedanordnung aus.
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Zitat von ulli912 Beitrag anzeigen
KIng W.: Wieso weicht die Anlage "erheblich vom Standard ab"? Abgesehen von der Tatsache, daß hier LWL statt Koax vorgesehen ist, ist doch alles ganz normal.
Bei BK-Signalzuführung von 47 bis 862 MHz schon, das INVACOM-System mit vier übereinander gestackten Sat.-ZF-Ebenen à 1 GHz ist derzeit aber noch einzigartig.

Lediglich SPAUN bietet basierend auf normalen LNB ein LWL-System für Sat.-ZF an. Bei dem kann zwar Terrestrik aufgestackt werden, es ist erheblich teurer, da für jede Sat.-Ebene ein eigener LWL-Pfad erforderlich ist. RESCH hatte zur ANGA-Cable 2009 ein ähnliches System wie SPAUN, davon hört man aber nichts mehr.
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