ich muss für meine Eltern eine SAT Anlage für 2 Endgeräte zusammenstellen. Nun habe ich aber noch einige Fragen. Vielleicht könnt ihr mir helfen.
Anforderungen:
- Hotbird und Astra Empfang an 2 Endgeräten
- Bestmögliche Empfangsqualität
- FULL HD
Endgeräte:
- Samsung LCD TV mit DVB-S2 Empfänger,
Samsung UE40C7700 (Wird mit der Anlage gekauft)
- und ein Sat-Empfänger für den Beamer (Dreambox`? )
Nun meine Fragen:
1-Was ist besser ein Twin- LNB? Oder 2 einzelne zu montieren?
1.1 Oder trotzdem auf jedenfall einen Quatrro-LNB?
2- Reicht 2Fach geschirmtes Kabel? Länge pro Leitung 15-20 Meter.
3- Für den noch zu kaufenden Empfänger für den Beamer, wollte ich die Möglichkeit haben HD + zu empfangen, Premiere, und Aufnahme per Usb oder Festplatte. Was gibts das gutes?
4- erdungskabel 16mm² liegt, aber es ist nicht lang genug? Ist ein verlängern legetim laut VDI Norm?
5- Reicht es jetzt nur 2 Kabel zu legen? Oder brauche ich ein Switch? Damit ich pro Endgerät gucken kann was ich will...
So meine aktuelle Einkaufsliste:
- 0,85m, Gibertini, OP 85 SE, Alu, hellgrau 100
- Alps Quattro-Switch, 0.3 dB typ. 40
- Koaxkabel, 110dB, 6.8mm, 2xSchirm., Class A, 100m,Hirschm 65
- F-, 7.0mm, PFC 070, Push-on, Hirschmann 8x 9,60
- Wand-/Antennenhalter, 40cm, Stahl, U-Form 21
Gesamt 235
Danke, das wars erstmal
Gruß
20.11.2010, 19:10
#
2
Isotrop
Team SAT-Technik
Registriert seit: 27.08.2010
Beiträge: 1.289
Hallo,
erstmal, jede Sat Position braucht einen separaten LNB. Würdest du nur 1 LNB montieren (egal welche Ausführung) könntest du auch nur 1 Sat Position empfangen.
(Es gibt zwar hier auch Ausnahmen in Form von sehr dicht stehenden Satelliten Positionen, die gleichzeitig mit nur einem LNB empfangen werden können, aber das geht am Thema vorbei und ist in dem Fall Astra / Hotbird nicht relevant)
Bedeutet für 2 Satpositionen und 2 Endgeräte/Single Receiver:
2 Twin LNB
2 Diseqc Schalter 2/1 (oder einen 5/2 je nach Verfügbarkeit)
Dazu für die Gibertini passende Multifeedschiene für 2 LNB (kurze Schiene MFP2-40 reicht in dem Fall aus)
Ein gutes 2-fach Geschirmtes eines renommierten Herstellers ist jedem billigen Importschrott mit 3 oder 4facher Schirmung meiner Meinung nach überlegen. Mit einem Kathrein LCD95 o.ä. machst du nichts verkehrt, v.a. weil du dich für die qualitativ und technisch besseren F-Stecker entschieden hast
Wenn du mehrere Pay TV Karten mit unterschiedlichem Systemen betreiben willst, wäre natürlich eine Dream nicht verkehrt. Was es da alles für Möglichkeiten gibt, kannst du im Ihad Forum nachlesen (Google ist dein Freund )
Das mit der Erdung ist so eine Sache. Wenn die Leitung lange nicht angeschlossen war und noch aus früheren Zeiten stammt, ist sie wahrscheinlich nicht mehr konform zu den heutigen Normen.
Möchtest du dazu ein paar aussagekräftige Bilder anhängen? Gab es früher (oder gibt es vielleicht immer noch) einen Antennenmasten auf dem Dach, an der die Erdung angeschlossen war oder wie muss man es sich vorstellen mit "zu kurz"? Weil dann hätte es sich mit dem Bestandschutz erledigt, meiner Meinung nach
Danke, für die schnelle Antwort!
Also Erdungskabel ist von einer alten Analogantenne die nicht mehr vorhanden ist, komplett abgebaut. Kabel ist zu kurz weil die Montage nicht im Dach ist sondern an der Hauswand vom Nachbarn.
Das Haus ist 23 Jahre alt.
Würde dann die Dreambox DM 500 HD HDTV kaufen. Sollte ja alles nötige^^ beherrschen.
das dortige Angebot beinhaltet quasi die billigste Gibertini "L". Man beachte den Plastik LNB Halter, da würde ich aber auf jeden Fall bei der vorher genannten OP 85 SE bleiben. Gegen den Inverto LNB spricht eigentlich nichts. Den Spiegel findest in der Bucht ab 40.-Eur, ein Inverto Twin Monoblock ab 28,90, daher finde ich das Angebot nicht so günstig
Dass sollte der Firma die den Spaß montier reichen um ein HDTV Bild zu ermöglichen
21.11.2010, 00:25
#
6
King W.
Team SAT-Technik
Registriert seit: 01.01.2006
Ort: mitten im Kohlenpott
Beiträge: 9.170
Ja, das paßt so. Die Monoblocks von FTE sind ganz ordentlich und funktionieren nach meiner Erfahrung tadellos. Normalerweise wird es so montiert, daß es links eingespannt wird und rechts übersteht (vom Mast aus auf die Antenne gesehen). Anschließend wird die Antenne auf Hotbird ausgerichtet, der überstehende Kopf empfängt dann Astra.
Zu beachten: Hotbird wird mit DiSEqC-Einstellung 1 und Astra mit DiSEqC-Einstellung 2 empfangen. Aber ich denke, die Antennenprofis werden das wissen.
Die Monoblock-LNB's sind allerdings ein Kompromiß. Der Grund: Der Winkel, unter dem die beiden Satelliten am Himmel erscheinen, hängt neben ihrer geographischen Position auch vom Standort der Antenne ab. Ändert sich der Scheitelpunkt (der Aufstellungsort der Antenne), so ändert sich auch die Größe des Winkels. Im Norden und Osten Deutschlands paßt es recht gut, im Süden (wegen des größeren Winkels) und im Westen (wegen des Höhenunterschieds) nicht ganz so gut. Dann muß man einen kleinen Fehler in Kauf nehmen und die Antenne so einstellen, daß der Fehler für beide Satelliten annähernd gleich ist. Normalerweise ist dennoch ein zufriedenstellender Empfang beider Satelliten möglich.
__________________ Es gibt keine großen Entdeckungen und Fortschritte, solange es noch ein unglückliches Kind auf Erden gibt. Albert Einstein
Nokia? Nein danke!
27.11.2010, 18:47
#
7
adas86
Threadstarter
Registriert seit: 20.11.2010
Beiträge: 7
Hallo,
So habe jetzt die Sachen alle besorgt, beim LNB habe icg mich für einen Maximum Monoblock, Quad-Switch, 6° entschieden.
Der hat aber 2 LNB Köpfe, welche kommt in die Halterung? oder Muss ich einen anderen Halter noch bestellen?
Danke.
27.11.2010, 19:49
#
8
Dipol
Team SAT-Technik
Registriert seit: 19.03.2007
Beiträge: 4.144
Zitat:
Zitat von adas86
Der hat aber 2 LNB Köpfe, welche kommt in die Halterung? oder Muss ich einen anderen Halter noch bestellen?
Leeesen!
Zitat:
Zitat von King W.
Normalerweise wird es so montiert, daß es links eingespannt wird und rechts übersteht (vom Mast aus auf die Antenne gesehen). Anschließend wird die Antenne auf Hotbird ausgerichtet, der überstehende Kopf empfängt dann Astra.
Früher war EUTELSAT weniger stark als ASTRA und wurde daher grundsätzlich in den Zentralfokus gesetzt. Es klappt heute aber auch anders herum, denn Hotbird fällt teilweise stärker als ASTRA ein.
Der Hotbird-LNB sollte standortbezogen tiefer stehen, das kann allerdings der optimalen Skew-Einstellung entgegen laufen. Aber bei Monoblock-LNB ist nun mal nur eine Kompromisseinstellung möglich.
28.11.2010, 18:17
#
9
King W.
Team SAT-Technik
Registriert seit: 01.01.2006
Ort: mitten im Kohlenpott
Beiträge: 9.170
Zitat:
Zitat von Dipol
[...] Aber bei Monoblock-LNB ist nun mal nur eine Kompromisseinstellung möglich.
Richtig. Wobei der Kompromiß mal etwas besser und auch mal etwas schlechter ausfallen kann.
Hier wurde schon häufiger über diese Monoblock-LNB's diskutiert, deshalb mal eine etwas ausführlichere Erklärung. Denn dafür, daß ein Monoblock-LNB trotz guten Willens des Herstellers immer ein Kompromiß bleiben muß, gibt es verschiedene Gründe:
Die Antenne:
Bei einer großen Antenne ist normalerweise auch der Feedarm länger und das LNB weiter von der Schüsseloberfläche entfernt. Wäre diese Entfernung beispielsweise bei einer gängigen 110er um 30% größer als bei einer 88er, so müßten die beiden Empfangsköpfe auch um 30% weiter auseinander stehen (Strahlensätze, Mathe 7. Klasse). Das ergäbe bei Satelliten, deren Position sich um 6° unterscheidet, bereits ein Fehler von 1,7°.
Nun hat aber die 110er Antenne einen Öffnungswinkel von nur 1,8°. Der Öffnungswinkel ist durch die beiden Punkte bestimmt, an denen die Empfangsleistung der Antenne gerade um 3dB absinkt. Auf gut Deutsch: Würde das Monoblock-LNB an einer solchen Antenne angebracht und diese Antenne genau auf Astra ausgerichtet, so stünde für Hotbird nur noch ungefähr die Leistung einer 78er zur Verfügung. Zudem wäre eine solche Anordnung sehr windempfindlich. Drückt der Wind nämlich die Antenne nur wenige zehntel Grad in die "falsche" Richtung, so würde die Empfangsleistung schnell weiter absinken, bis hin zum Totalausfall. Die vermutlich wegen der besseren Schlechtwetterreserve angeschaffte große Antenne würde sich in ihr Gegenteil verkehren.
>> Erstes Fazit: Monoblock-LNB's (ebenso wie Feedhalter mit fest vorgegebenem Winkel) funktionieren nur zufriedenstellend an Antennen passender Größe, in der Regel 85 - 88 cm.
Der geographische Breitengrad des Aufstellungsortes:
Hamburg und Ulm befinden sich auf gleicher geographischer Länge, Ulm jedoch viel weiter südlich, also näher am Äquator. Die Azimutwinkel betragen in Hamburg 168,6° (Astra) und 176,2° (Hotbird). Somit erscheinen die beiden Satelliten, ohne Berücksichtigung der unterschiedlichen Höhe, unter einem Winkel von 7,6°. Die Werte für Ulm sind 167,7° und 176°, der Unterschied ist bereits 8,3°.
Der geographische Längengrad des Aufstellungsortes:
Die geographischen Breiten von Aachen und Görlitz unterscheiden sich nur marginal (0,3°), aber Görlitz liegt viel weiter östlich. Die Elevationswinkel betragen in Aachen 30,5° (Astra) und 31,6° (Hotbird). Der Höhenunterschied macht immerhin 1,1° aus. Das wäre zwar noch innerhalb des Öffnungswinkels auch einer größeren Antenne und man kann auch durchaus auf eine mittlere Elevation einstellen aber dennoch ist eine kleine Fehleinstellung unvermeidlich. In Görlitz sind die Werte 30,6° und 30,5°. Die beiden Satelliten sind also praktisch gleich hoch. Hier ergibt sich, ohne Berücksichtigung des Azimutwinkels, keine Fehleinstellung durch die Höhe.
>> Zweites Fazit: Monoblock-LNB's (ebenso wie Feedhalter mit fest vorgegebenem Winkel) funktionieren nur zufriedenstellend in Gegenden, für die sie konzipiert sind. Hier in Deutschland sind das die nordöstlichen Gegenden. Je weiter westlich es geht, desto größer wird der Höhenfehler (allerdings ohne daß der Empfang allzu sehr beeinträchtigt wird) und je weiter südlich es geht, desto größer wird der Azimutfehler (der sich durchaus auswirken kann).
__________________ Es gibt keine großen Entdeckungen und Fortschritte, solange es noch ein unglückliches Kind auf Erden gibt. Albert Einstein