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Zitat von simrishamn Die Einen sagen, Einkabellösung, die Anderen, es kommt nur eine Kopfstation in Frage... |
Viele Wege führen nach Rom. Einfach eine Schüssel aufstellen, ein paar Astra-Transponder mittels Kopfstelle auf DVB-C umsetzen und in das vorhandene Kabelnetz einspeisen ist zweifellos die einfachste Methode. Aber ob ihr damit glücklich werdet? Ich bezweifle es. Spätestens im April 2012, wenn die analogen Programme abgeschaltet und die dann freien Transponder neu belegt werden, geht die Bastelei an der neuen Anlage los und zwar ohne daß euch jemand garantieren kann, daß ihr danach noch alle gewünschten Programme empfangen könnt.
Wenn ihr mit einer Kopfstation liebäugelt, würde ich an eurer Stelle noch bis April 2012 warten und dann entscheiden.
Eine Stern-Verteilung per Multischalter erfordert einiges an Kabelarbeiten und auch der Aufwand für eine vorschriftsmäßige Erdung ist nicht zu vernachlässigen. Die Verteilung der Signale in die einzelnen Häuser per Glasfaser kann die Erdungsproblematik entschärfen. Die Technik funktioniert tadellos, ist aber noch neu und nicht ganz billig.
Eine herkömmliche Einkabellösung, bei der das komplette Angebot des Astra auf ein "Band" zusammengestaucht wird, könnt ihr gleich wieder vergessen. Zwar ist es damit vielleicht möglich, ohne aufwendige Kabelarbeiten auszukommen, aber die Problematik, ab 2012 wahrscheinlich nicht mehr alle Programme empfangen zu können, bleibt.
Wäre als letzte Möglichkeit noch Unicable - und das könnte eine Lösung sein. Ein Unicable-Router erlaubt es, bis zu 8 Receiver unabhängig voneinander an einem Kabel zu betreiben, wobei Vollbandempfang gewährleistet ist. Auf diese Weise läßt sich der Verkabelungsaufwand drastisch reduzieren, ohne daß ihr auf etwas verzichten müßt.
Allerdings ist auch diese Technik nicht frei von Tücken.
Dipol hat schon Recht: Die optimale Lösung für euer Vorhaben kann man nicht mal so eben aus dem Ärmel schütteln. Dafür ist die Sache zu komplex.
Was wir auf jeden Fall brauchen, um auch nur einen einigermaßen fundierten Rat zu geben, wäre einmal eine Skizze der Wohnanlage, eventuell reichen die genauen Google-Earth Koordinaten (per Privatnachricht an Dipol oder mich) aber auch. Ferner müßten wir wissen, wie viele Anschlüsse in jedem Haus gebraucht werden und wie die Kabel verlegt sind. Gibt es Leerrohre, Installationsschächte oder tote Kamine, die zur Kabelverlegung genutzt werden können?
Gibt es eine Blitzschutzanlage auf dem Haus, wo die Antenne installiert werden soll? Alles Fragen, die erst einmal geklärt werden müssen, bevor man überhaupt ins Detail gehen und konkrete, sachlich fundierte Empfehlungen abgeben kann.