Umrüstung vom analogen Kabel zu Satellit

Alt 12.11.2010, 13:54   # 1
simrishamn
 
Registriert seit: 10.11.2010
Beiträge: 5
Hallo,

wir sind eine Wohnanlage mit 20 Einheiten und analogem Kabelanschluss mit Baumverteilung. (1 Haupthaus mit 17 Teilnehmern, 2-geschossig mit Flachdach und 3 separate Bungalows)
Wir diskutieren jetzt (wg.der hohen Gebühren von KD) die Umrüstung auf Satellitenanschluss. Wir benötigen nur eine Orbitrichtung, Astra.
Bei der Recherche höre ich ständig verschiedene Meinungen und Vorschläge.
Wir möchten, wenn möglich, gerne die vorhandenen Kabelverbindungen nutzen, aber eine sehr gute Sat-Qualität erreichen.
Die Einen sagen, Einkabellösung, die Anderen, es kommt nur eine Kopfstation in Frage. Wieder andere sagen, Umbau auf Sternverteilung.
Bitte Sagen Sie uns die beste Möglichkeit und deren ca.Kosten.
Freundliche Grüße
simrishamn
  Mit Zitat antworten
Alt 13.11.2010, 00:16   # 2
Dipol
Team SAT-Technik
 
Registriert seit: 19.03.2007
Beiträge: 4.144
Zitat:
Zitat von simrishamn Beitrag anzeigen
Bitte Sagen Sie uns die beste Möglichkeit und deren ca.Kosten.
Das Vertrauen in unsere hellseherischen Fähigkeiten ehrt uns. Ohne genaue Kenntnis der Objektstruktur, der Anzahl der Sonderwunschsteckdosen und auch des anfallenden Erdungsaufwands wäre es unseriös eine Zahl zu nennen.

Bei einem Umbau auf Sternverteilung müssen je Satellit 4 Kabel oder ein Lichtwellenleiter pro Satellit und mit terrestrischen UKW- und/oder DVB-T-Signalen ein 5. Kabel zwischen den Gebäuden verlegt werden. Alternativ sind auch mehrere dezentrale Antennen möglich.

Mit einem Anlagenplan und Kenntnis des Bedarfs an Single- und Twin-Anschlüssen kann man Kosten grob schätzen. So eine anspruchsvolle Fachplanungsaufgabe erfordert aufwändige Untersuchungen vor Ort, da fallen mit Angebot mehrere Tage an.
  Mit Zitat antworten
Alt 13.11.2010, 05:02   # 3
King W.
Team SAT-Technik
 
Benutzerbild von King W.
 
Registriert seit: 01.01.2006
Ort: mitten im Kohlenpott
Beiträge: 9.170
Zitat:
Zitat von simrishamn Beitrag anzeigen
Die Einen sagen, Einkabellösung, die Anderen, es kommt nur eine Kopfstation in Frage...
Viele Wege führen nach Rom. Einfach eine Schüssel aufstellen, ein paar Astra-Transponder mittels Kopfstelle auf DVB-C umsetzen und in das vorhandene Kabelnetz einspeisen ist zweifellos die einfachste Methode. Aber ob ihr damit glücklich werdet? Ich bezweifle es. Spätestens im April 2012, wenn die analogen Programme abgeschaltet und die dann freien Transponder neu belegt werden, geht die Bastelei an der neuen Anlage los und zwar ohne daß euch jemand garantieren kann, daß ihr danach noch alle gewünschten Programme empfangen könnt.

Wenn ihr mit einer Kopfstation liebäugelt, würde ich an eurer Stelle noch bis April 2012 warten und dann entscheiden.

Eine Stern-Verteilung per Multischalter erfordert einiges an Kabelarbeiten und auch der Aufwand für eine vorschriftsmäßige Erdung ist nicht zu vernachlässigen. Die Verteilung der Signale in die einzelnen Häuser per Glasfaser kann die Erdungsproblematik entschärfen. Die Technik funktioniert tadellos, ist aber noch neu und nicht ganz billig.

Eine herkömmliche Einkabellösung, bei der das komplette Angebot des Astra auf ein "Band" zusammengestaucht wird, könnt ihr gleich wieder vergessen. Zwar ist es damit vielleicht möglich, ohne aufwendige Kabelarbeiten auszukommen, aber die Problematik, ab 2012 wahrscheinlich nicht mehr alle Programme empfangen zu können, bleibt.

Wäre als letzte Möglichkeit noch Unicable - und das könnte eine Lösung sein. Ein Unicable-Router erlaubt es, bis zu 8 Receiver unabhängig voneinander an einem Kabel zu betreiben, wobei Vollbandempfang gewährleistet ist. Auf diese Weise läßt sich der Verkabelungsaufwand drastisch reduzieren, ohne daß ihr auf etwas verzichten müßt.

Allerdings ist auch diese Technik nicht frei von Tücken.

Dipol hat schon Recht: Die optimale Lösung für euer Vorhaben kann man nicht mal so eben aus dem Ärmel schütteln. Dafür ist die Sache zu komplex.

Was wir auf jeden Fall brauchen, um auch nur einen einigermaßen fundierten Rat zu geben, wäre einmal eine Skizze der Wohnanlage, eventuell reichen die genauen Google-Earth Koordinaten (per Privatnachricht an Dipol oder mich) aber auch. Ferner müßten wir wissen, wie viele Anschlüsse in jedem Haus gebraucht werden und wie die Kabel verlegt sind. Gibt es Leerrohre, Installationsschächte oder tote Kamine, die zur Kabelverlegung genutzt werden können?

Gibt es eine Blitzschutzanlage auf dem Haus, wo die Antenne installiert werden soll? Alles Fragen, die erst einmal geklärt werden müssen, bevor man überhaupt ins Detail gehen und konkrete, sachlich fundierte Empfehlungen abgeben kann.
__________________
Es gibt keine großen Entdeckungen und Fortschritte, solange es noch ein unglückliches Kind auf Erden gibt.
Albert Einstein


Nokia? Nein danke!
  Mit Zitat antworten

Alt 28.05.2012, 03:01 # --
News Flash
 
Benutzerbild von News Flash
 
 
 
   
Antwort
Themen-Optionen



Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 03:01 Uhr.