Ich lese mit großem Interesse die Beiträge zu den verschiedenen Sat-Installationen schon einige Zeit mit und habe auf diese Weise (hoffentliche) auch schon eine Menge darüber gelernt.
Ich stehe nun vor der Errichtung einer SAT Anlage im Neubau (Eigenleistung) und mein geplanter Aufbau sieht in etwa folgendermaßen aus:
Die 85-88 cm SAT-Antenne (für Hotbird 13° und Astra 19°) soll unterhalb des Ortgangs an der Wand befestigt werden. Die Kabel werden im Leerrohr in den Dachboden (Kaltdach) geführt und dort soll der Multischalter die Verteilung zu den vorerst 11 geplanten Endstellen übernehmen. Ich habe für 3 Plätze im Haus Doppeldosen (mit 2 Kabelzuführungen) vorgesehen und der Rest wird auf die Einzel-(3Loch)Dosen verteilt. Die Kabelführung verläuft in einem zentralen Kabelschacht (für Netzwerk und Sat) vom Dachboden zum Keller und wird etagenweise in Leerrohren zu den Dosenplätzen verteilt werden. Die größte Entfernung vom Dachboden zum Dosenplatz beträgt etwa 25m.
Als Multischalter hatte ich entweder den EMP MS9-12PIU-6-Profiline seh1 - 9x12, EMP, MS9/12PIU-6 Profiline 10040
oder als Premiumprodukt den Spaun SMS 91409 NF seh1 - 9x14, Spaun, SMS 91409 NF 10018
vorgesehen. Worin seht Ihr (außer im Preis) die wichtigen Unterschiede zwischen den Produkten und könnt aus der Erfahrung heraus noch weitere MS empfehlen, die für max. 12-14 Teilnehmer geeignet sind?
Benötigt man eigentlich die Pegelsteuerung pro Eingang und warum gibts die beim Spaun-Produkt nicht?
Ich dachte bei der Wandhalterung eine wie diese zu verwenden: seh1 - Wand-/Antennenhalter, 25cm, 48mm, Alu, 7768
Wie sieht es da mit der Belastung (88cm Antenne) und der Haltbarkeit aus? Eigentlich suche ich eine Wandhalterung bei der die Kabel im Rohr verlegt werden können und dann durch eine Öffung im Rohr nach aussen geführt werden. Da ich sowas bisher noch nicht gefunden habe, vermute ich das es durch die zusätzliche Öffnung (könnte man auch selbst herstellen) zu statischen Problemen kommen wird?!
Zu den Punkten des Blitzschutz-/Potentialausgleichs hab ich mich natürlich auch entsprechend informiert. Ich denke mit dem Standort an der Giebelseite benötige ich nicht zwingend die Blitzschutz-Erdung mit der ummantelten 16mm² Kupfer-Einzelader. Den Potentialausgleich werde ich aber in jedem Fall vornehmen. Richtig war das hier 4mm² (mehradriges oder muss es doch einadriges sein?) Kupferkabel ausreichend ist oder doch besser 6mm²?
z.B. folgendes: seh1 - Erdungskabel 6qmm, H07-VK, flexibel, lfm 9405
Die einzelnen Koax-Kabel werde ich vermutlich mit Massenblöcken erden. Ist der Verlust an den Steckern eher zu vernachlässigen oder sollte man doch die andere Variante wählen? (Aufschneiden des Mantels)
Als letzen Punkt hätte ich gerne Eure Empfehlungen zu einem gescheiten (HDD-) Receiver gewusst. Ich habe verschieden Meinungen zum "Testsieger" TechniSat DigiCorder HD S2 gehört und bin wegen einger offensichtlicher Bugs nicht mehr so ganz überzeugt.
Falls Ihr Tips für Receiver (ohne HDD) habt, schaue ich mir diese auch gerne an.
Ich hoffe jetzt auf das geballte Wissen des Forums und bin für jegliche Vorschläge und Bemerkungen dankbar.
20.10.2010, 21:10
#
2
Dipol
Team SAT-Technik
Registriert seit: 19.03.2007
Beiträge: 4.144
Hallo Redge, herzlich Willkommen im Forum!
Zitat:
Zitat von Redge
Die 85-88 cm SAT-Antenne (für Hotbird 13° und Astra 19°) soll unterhalb des Ortgangs an der Wand befestigt werden. Die Kabel werden im Leerrohr in den Dachboden (Kaltdach) geführt und dort soll der Multischalter die Verteilung zu den vorerst 11 geplanten Endstellen übernehmen. Ich habe für 3 Plätze im Haus Doppeldosen (mit 2 Kabelzuführungen) vorgesehen und der Rest wird auf die Einzel-(3Loch)Dosen verteilt. Die Kabelführung verläuft in einem zentralen Kabelschacht (für Netzwerk und Sat) vom Dachboden zum Keller und wird etagenweise in Leerrohren zu den Dosenplätzen verteilt werden. Die größte Entfernung vom Dachboden zum Dosenplatz beträgt etwa 25m.
Die SATMAN ist aus Alu und Edelstahl, lässt aber keine LNB-Feinjustierung zu. Mit UnySat-LNB ist der Feedabstand bei 6° zu groß und mir der Doppelrohr-Arm zu labil. Da ist die TRIAX mit FlexiBlock ebenso die GIBERTINI -möglichst die SE-Serie- klar im Vorteil.
Zitat:
Zitat von Redge
Als Multischalter hatte ich entweder den EMP MS9-12PIU-6-Profiline seh1 - 9x12, EMP, MS9/12PIU-6 Profiline 10040
oder als Premiumprodukt den Spaun SMS 91409 NF seh1 - 9x14, Spaun, SMS 91409 NF 10018
vorgesehen. Worin seht Ihr (außer im Preis) die wichtigen Unterschiede zwischen den Produkten und könnt aus der Erfahrung heraus noch weitere MS empfehlen, die für max. 12-14 Teilnehmer geeignet sind?
Das fängt beim Schirmungsmaß der Blechdose an und geht über aktive/passive Terrstrik weiter bis zur Qualität der Richtkoppler.
Zitat:
Zitat von Redge
Benötigt man eigentlich die Pegelsteuerung pro Eingang und warum gibts die beim Spaun-Produkt nicht?
Weil sie bei einem Reflektor mit 85 cm Durchmesser und einem LNB mit normaler Verstärkung von 55 dB nutzlos ist.
Zitat:
Zitat von Redge
Ich dachte bei der Wandhalterung eine wie diese zu verwenden: seh1 - Wand-/Antennenhalter, 25cm, 48mm, Alu, 7768
Wie sieht es da mit der Belastung (88cm Antenne) und der Haltbarkeit aus? Eigentlich suche ich eine Wandhalterung bei der die Kabel im Rohr verlegt werden können und dann durch eine Öffung im Rohr nach aussen geführt werden. Da ich sowas bisher noch nicht gefunden habe, vermute ich das es durch die zusätzliche Öffnung (könnte man auch selbst herstellen) zu statischen Problemen kommen wird?!
8 LNB-Kabel geben ein ordenliches Bündel ab. 4 Kabel bekommt man noch relativ leicht durch einen kopfstehenden Halter und die Wand durchgeführt, die Montage ist allerdings frickelig.
Die Alu-Halter sind erstaunlich stabil, das Problem sind die zum Mauerwerk oder einer Fassadendämmung passenden Dübel und Schrauben.
Die B-Version war die ältere Fertigung, die wirst du kaum mehr bekommen.
Zitat:
Zitat von Redge
Zu den Punkten des Blitzschutz-/Potentialausgleichs hab ich mich natürlich auch entsprechend informiert. Ich denke mit dem Standort an der Giebelseite benötige ich nicht zwingend die Blitzschutz-Erdung mit der ummantelten 16mm² Kupfer-Einzelader.
Nur wenn die Distanz zwischen der Antenne und dem Ortgang allseits gemessen > 2 Meter ist, denkst du richtig.
Den Potentialausgleich werde ich aber in jedem Fall vornehmen. Richtig war das hier 4mm² (mehradriges oder muss es doch einadriges sein?) Kupferkabel ausreichend ist oder doch besser 6mm²?[/QUOTE] Nach EN 60728-11 reichen 4 mm² aus, mehr schadet nicht. Der PA-Draht darf mehradrig sein, dann sind aber Adernendhülsen zu verwenden.
Zitat:
Zitat von Redge
Die einzelnen Koax-Kabel werde ich vermutlich mit Massenblöcken erden. Ist der Verlust an den Steckern eher zu vernachlässigen oder sollte man doch die andere Variante wählen? (Aufschneiden des Mantels)
Nimm einen guten Erdwinkel mit > 30 dB Rückflussdämpfung, die robuste Sat.-ZF verkraftet aber auch die billigeren Erdblöcke.
Erdschienen sind out, beim Abmanteln kann man das Geflecht beschädigen, bei dreifach geschirmten Kabeln geht dabei die äußere Folie hopps und man baut sich eine Sollbruchstelle ein.
100 dB Schirmungsmaß sind nicht mal mit den konisch ausgeformten F-Aufdrehsteckern von WISI möglich, und die Bezeichnung 24K weckt ebenso unerfüllbare Hoffungen. Zu einem 4-fach geschirmten Kabel gehört ein Crimp-, Kompressions- oder Self-Install-Stecker.
Alu ist eben billiger als Kupfer, und bricht auch leichter. Wer von einem Kabel mit Alugeflecht einen F-Aufdrehstecker wieder abnehmen muss, darf wegen der abrasierten Drähte gleich neu absetzen.
DECT-Störungen waren schon mit zweifach geschirmten Class-A-Kabeln > 85 dB mit geklebter Folie (bonded Foil) zuverlässig unterdrückt worden. Heute sind wegen der Anforderungen der BK-Netzbetreiber 3-fach geschirmten HQ-Kabel üblich, die für Sat.-Betrieb schon zweimal ausreichendsind und sich wesentlich leichter verarbeiten und an Stecker anschließen lassen.
Da ich kein Fan von Gängeltechnik bin, halte ich mich auch bei meinem Receiverfavoriten TechniSat mit Empfehlungen zurück.
21.10.2010, 16:08
#
3
Redge
Threadstarter
Registriert seit: 19.10.2010
Beiträge: 4
Zitat:
Zitat von Dipol
Hallo Redge, herzlich Willkommen im Forum!
Herzliches Hallo zurueck!
Zitat:
Zitat von Dipol
Die SATMAN ist aus Alu und Edelstahl, lässt aber keine LNB-Feinjustierung zu. Mit UnySat-LNB ist der Feedabstand bei 6° zu groß und mir der Doppelrohr-Arm zu labil. Da ist die TRIAX mit FlexiBlock ebenso die GIBERTINI -möglichst die SE-Serie- klar im Vorteil.
Das fängt beim Schirmungsmaß der Blechdose an und geht über aktive/passive Terrstrik weiter bis zur Qualität der Richtkoppler.
Die Gibertini OP 85 SE hab ich mir angeschaut. Die gefällt mir (und vor allem der besseren Haelfte) auch optisch deutlich besser. Dazu brauche ich dann wohl noch diesen Schielhalter?!
Weil sie bei einem Reflektor mit 85 cm Durchmesser und einem LNB mit normaler Verstärkung von 55 dB nutzlos ist.
Aha, danke wieder was gelernt.
Zitat:
Zitat von Dipol
8 LNB-Kabel geben ein ordenliches Bündel ab. 4 Kabel bekommt man noch relativ leicht durch einen kopfstehenden Halter und die Wand durchgeführt, die Montage ist allerdings frickelig.
autsch, da haette ich auch gleich drauf kommen koennen. Man kann den Halter natürlich auch auf den Kopf stellen! Das mit der Kabelführung sollte vom Durchmesser eigentlich noch gehen. Ich hab noch das Gerüst vorm Haus und damit Platz und Zeit zum frickeln.
Zitat:
Zitat von Dipol
Die Alu-Halter sind erstaunlich stabil, das Problem sind die zum Mauerwerk oder einer Fassadendämmung passenden Dübel und Schrauben.
Gut zu wissen, dass der Alu-Halter meine 85cm Schuessel verkraftet. Zur Befestigung in der 36er Poroton-Ziegelwand hatte ich eh diese Injektionsdübel vorgesehen.
Die B-Version war die ältere Fertigung, die wirst du kaum mehr bekommen.
War die nun besser (Werte) oder nicht? Eigentlich auch egal, wenn nur noch die A-Variante am Markt zu finden ist.
Zitat:
Zitat von Dipol
Nur wenn die Distanz zwischen der Antenne und dem Ortgang allseits gemessen > 2 Meter ist, denkst du richtig.
Den Potentialausgleich werde ich aber in jedem Fall vornehmen. Richtig war das hier 4mm² (mehradriges oder muss es doch einadriges sein?) Kupferkabel ausreichend ist oder doch besser 6mm²? Nach EN 60728-11 reichen 4 mm² aus, mehr schadet nicht. Der PA-Draht darf mehradrig sein, dann sind aber Adernendhülsen zu verwenden.
Ja, der Abstand haut hin. Dann wirds der flexible, mehradrige PA-Draht mit den Hülsen...
Zitat:
Zitat von Dipol
Nimm einen guten Erdwinkel mit > 30 dB Rückflussdämpfung, die robuste Sat.-ZF verkraftet aber auch die billigeren Erdblöcke.
Erdschienen sind out, beim Abmanteln kann man das Geflecht beschädigen, bei dreifach geschirmten Kabeln geht dabei die äußere Folie hopps und man baut sich eine Sollbruchstelle ein.
Ok, hast du da eine Bezugsquelle/Hersteller fuer die Erdungswinkel, der auch die Rückflussdaempfung mit angibt?
Zitat:
Zitat von Dipol
100 dB Schirmungsmaß sind nicht mal mit den konisch ausgeformten F-Aufdrehsteckern von WISI möglich, und die Bezeichnung 24K weckt ebenso unerfüllbare Hoffungen. Zu einem 4-fach geschirmten Kabel gehört ein Crimp-, Kompressions- oder Self-Install-Stecker.
Alu ist eben billiger als Kupfer, und bricht auch leichter. Wer von einem Kabel mit Alugeflecht einen F-Aufdrehstecker wieder abnehmen muss, darf wegen der abrasierten Drähte gleich neu absetzen.
Und wieder was gelernt. Crimp- und Kompression mochte ich noch nie so richtigt leiden - das machte schon bei BNC-Netzwerk-Verkabelung keinen Spass...
ausserdem scheitert das benoetigte Werkzeug fuer eine Einmal-Installation wahrscheinlich am WAF
Die Technik mit den Self-Install-Steckern finde ich, wenn es so funktioniert wie beschrieben, genial.
Zitat:
Zitat von Dipol
DECT-Störungen waren schon mit zweifach geschirmten Class-A-Kabeln > 85 dB mit geklebter Folie (bonded Foil) zuverlässig unterdrückt worden. Heute sind wegen der Anforderungen der BK-Netzbetreiber 3-fach geschirmten HQ-Kabel üblich, die für Sat.-Betrieb schon zweimal ausreichendsind und sich wesentlich leichter verarbeiten und an Stecker anschließen lassen.
Da ich kein Fan von Gängeltechnik bin, halte ich mich auch bei meinem Receiverfavoriten TechniSat mit Empfehlungen zurück.
Habe jetzt den VU+ Duo entdeckt. Scheint eigentlich alles zu können, was ich so von einem "HD PVR" erwarte und hat als OS :tuxi: am laufen.
Vielen Dank fuer die Tipps und Hinweise!
21.10.2010, 21:02
#
4
Dipol
Team SAT-Technik
Registriert seit: 19.03.2007
Beiträge: 4.144
Zitat:
Zitat von Redge
Gut zu wissen, dass der Alu-Halter meine 85cm Schuessel verkraftet. Zur Befestigung in der 36er Poroton-Ziegelwand hatte ich eh diese Injektionsdübel vorgesehen.
War die nun besser (Werte) oder nicht? Eigentlich auch egal, wenn nur noch die A-Variante am Markt zu finden ist.
Schlechter, der Stromverbrauch lag um 100 mA höher bei 250 mA.
Zitat:
Zitat von Redge
Ok, hast du da eine Bezugsquelle/Hersteller fuer die Erdungswinkel, der auch die Rückflussdaempfung mit angibt?
Unter diversen Markennamen wie DCT-Delta, Preisner usw. werden baugleiche Produkte vertrieben. Da kann man sich dann aber sicher sein, dass die blaue Farbkennung nicht das Imitat einer chinesischen Hinterhofwerkstatt ist.
Zitat:
Zitat von Redge
Die Technik mit den Self-Install-Steckern finde ich, wenn es so funktioniert wie beschrieben, genial.
Es funktioniert! Man muss allerdings die richtigen Absetzmaße kennen, nach dem Aufstecken ist keine Korrektur mehr möglich.
Warum nicht gleich so! Ein dichtes Geflecht aus Kupfer, stabile Geflechtdrähte, Innenleiter aus Kupfer, physikalisch geschäumtes Dielektrikum. Und bei diesem Kabel muss man sich auch nicht sorgen, ob die Dämpfung durch Alterung hypermäßig zunehmen wird. Bei den Alu-Günstigkabeln asiatischer Hersteller muss sich die Alterungsstabilität erst noch erweisen.
Z. B. bei W*****onic werden auch solche Billig-Super-Kabel angeboten und mit dem Schirmungsmaß-Spitzenwerten > 100 oder mehr dB beworben, obwohl sie partiell nicht mal B-Class erfüllen.
22.10.2010, 00:47
#
5
King W.
Team SAT-Technik
Registriert seit: 01.01.2006
Ort: mitten im Kohlenpott
Beiträge: 9.170
Kleiner Tip noch: Als Multischalter kannst du auch den Jultec JRM0912 nehmen. Der Schalter hat ähnlich gute elektrische Werte wie der Spaun und darüber hinaus noch drei wesentliche Vorteile:
das äußerst robuste Gehäuse aus Alu-Druckguß, welches hervorragend vor Störungen aller Art abschirmt und gleichzeitig als Kühlkörper für die Bauteile dient
die fehlende Stromversorgung, die wegen des äußerst geringen Stromverbrauchs auch gar nicht nötig ist.
der Preis. Im Vergleich zum Spaun ist der Schalter sogar noch etwas günstiger und der Mehrpreis gegenüber dem Emp-Centauri amortisiert sich durch den niedrigeren Stromverbrauch der gesamten Anlage relativ schnell.
Und, mal ehrlich, das Geld ist in deinem Portemonnaie sicher besser aufgehoben, als auf dem Konto des Stromanbieters.
__________________ Es gibt keine großen Entdeckungen und Fortschritte, solange es noch ein unglückliches Kind auf Erden gibt. Albert Einstein
Nokia? Nein danke!
22.10.2010, 10:46
#
6
Redge
Threadstarter
Registriert seit: 19.10.2010
Beiträge: 4
Zitat:
Zitat von King W.
Kleiner Tip noch: Als Multischalter kannst du auch den Jultec JRM0912 nehmen.
Klingt sehr interessant!
Zitat:
Zitat von King W.
Der Schalter hat ähnlich gute elektrische Werte wie der Spaun und darüber hinaus noch drei wesentliche Vorteile:
das äußerst robuste Gehäuse aus Alu-Druckguß, welches hervorragend vor Störungen aller Art abschirmt und gleichzeitig als Kühlkörper für die Bauteile dient
die fehlende Stromversorgung, die wegen des äußerst geringen Stromverbrauchs auch gar nicht nötig ist.
der Preis. Im Vergleich zum Spaun ist der Schalter sogar noch etwas günstiger und der Mehrpreis gegenüber dem Emp-Centauri amortisiert sich durch den niedrigeren Stromverbrauch der gesamten Anlage relativ schnell.
Und, mal ehrlich, das Geld ist in deinem Portemonnaie sicher besser aufgehoben, als auf dem Konto des Stromanbieters.
Mit Sicherheit!
Der Spaun hat aber auch eine "Stromsparfunktion" (<5W) und kostet bei seh1 nur 6€ mehr.
Den JRM0912T habe ich in der Produktuebersicht auf der Jultec Homepage erstmal nicht gefunden. Im HiRes-Katalog (pdf) bin ich dann fuendig geworden. http://jultec.de/Katalog2010highres.pdf
Bei seh1 ist zu lesen, das sich der MS bei Kabellaengen mit guten Kabeln bis max. 20m eignen wuerde - meine max. Entfernung (MS<->Dose) waere allerdings schon 25m!
Im Katalog ist etwas von 65mA Verbrauch zu lesen. (Das ist aber auch der gleiche Wert wie fuer den JRM0512A?!)
Da ich 2 LNBs + MS mit wenigstens einem Receiver zu versorgen habe, bin ich mir nicht so ganz sicher, ob die Stromversorgung dann zuverlaessig funktionieren wuerde.
Ich habe gelesen, dass die Auslieferung des MS erst ab Janur 2011 erfolgt. Gib es dazu etwas neues?
22.10.2010, 11:35
#
7
Dipol
Team SAT-Technik
Registriert seit: 19.03.2007
Beiträge: 4.144
Zitat:
Zitat von Redge
Im Katalog ist etwas von 65mA Verbrauch zu lesen. (Das ist aber auch der gleiche Wert wie fuer den JRM0512A?!)
Na klar, jeder Receiver muss im Multischalter ja nur seinen eigenen Port speisen.
Zitat:
Zitat von Redge
Da ich 2 LNBs + MS mit wenigstens einem Receiver zu versorgen habe, bin ich mir nicht so ganz sicher, ob die Stromversorgung dann zuverlaessig funktionieren wuerde.
Jeder Receiver muss aber immer nur max. einen LNB versorgen, der andere ist stromlos bzw. wird von einem anderen Receiver gespeist. Bei langen Leitungen und schwachbrüstigen Receivern kann eine optionale LNB-Spannungsversorgung erforderlich werden.
Zitat:
Zitat von Redge
Ich habe gelesen, dass die Auslieferung des MS erst ab Janur 2011 erfolgt. Gib es dazu etwas neues?
Noch nicht. Die Entwicklung einschließlich dem Platinenlayout steht, die Produktion dauert noch, wird aber mit oberster Priorität angestrebt.
22.10.2010, 12:56
#
8
tom_ktom
Registriert seit: 11.07.2010
Beiträge: 200
Zitat:
Zitat von Dipol
Hallo Redge, herzlich Willkommen im Forum!
Die SATMAN ist aus Alu und Edelstahl, lässt aber keine LNB-Feinjustierung zu. Mit UnySat-LNB ist der Feedabstand bei 6° zu groß und mir der Doppelrohr-Arm zu labil. Da ist die TRIAX mit FlexiBlock ebenso die GIBERTINI -möglichst die SE-Serie- klar im Vorteil.
Was mir jetzt erst aufgefallen ist und was mir nicht sonderlich an der Gibertini SE gefällt, ist dass die die Elevationseinstellung links und rechts getrennte Schrauben hat. Das heißt man muss links und rechts getrennt nacheinander festschrauben. Holt man sich da nicht unnötig Spannungen ins Material und macht es die Einstellung der Elevation nicht ungenauer oder fummeliger?
Was mir jetzt erst aufgefallen ist und was mir nicht sonderlich an der Gibertini SE gefällt, ist dass die die Elevationseinstellung links und rechts getrennte Schrauben hat. Das heißt man muss links und rechts getrennt nacheinander festschrauben. Holt man sich da nicht unnötig Spannungen ins Material und macht es die Einstellung der Elevation nicht ungenauer oder fummeliger?
Damit hatte ich persönlich noch keinerlei Problem. Die Elevation verstellt sich ja auch nicht wie der Azimut, wenn man die Schrauben der Mastschelle ungleichmäßig anzieht.
Ich wäre auch im Moment überfragt bei welcher Antenne man die Elevation mit einer Schraube feststellt. Bei der alternativ nachgefragten Antenne von TechniSat erfolgt das mit zwei (Inbus-) Schrauben.
22.10.2010, 15:56
#
10
tom_ktom
Registriert seit: 11.07.2010
Beiträge: 200
Zitat:
Zitat von Dipol
Damit hatte ich persönlich noch keinerlei Problem. Die Elevation verstellt sich ja auch nicht wie der Azimut, wenn man die Schrauben der Mastschelle ungleichmäßig anzieht.
Ich wäre auch im Moment überfragt bei welcher Antenne man die Elevation mit einer Schraube feststellt. Bei der alternativ nachgefragten Antenne von TechniSat erfolgt das mit zwei (Inbus-) Schrauben.
Naja mit einer Schraube kenn ich nur, wenn die 2. Schraube die Drehachse bildet. Aber bei der SE sind es ja schon insgesamt 4 Schrauben, die die Fixierung der Elevation redundant übernehmen.
22.10.2010, 19:34
#
11
Dipol
Team SAT-Technik
Registriert seit: 19.03.2007
Beiträge: 4.144
Zitat:
Zitat von tom_ktom
Naja mit einer Schraube kenn ich nur, wenn die 2. Schraube die Drehachse bildet. Aber bei der SE sind es ja schon insgesamt 4 Schrauben, die die Fixierung der Elevation redundant übernehmen.
Wenn man die Schraube(n) für die Mittelachse mitzählt, muss man auch an einer TechniSat SATMAN-Antenne nicht nur 2, sondern 4 Schrauben anziehen. Eine CAS-Antenne ist wegen der Langlöcher im Reflektor und dem ausklappbaren Feedarm deutlich schneller als andere weniger vormontierte Antennen aufzubauen, da ist der Zeitvorteil wegen der zwei Elevationsschrauben kaum der Rede wert.
Dafür muss man dann auch in einen deutlich höheren Materialpreis investieren. Aber wer eine CAS 90 brennpunktoptimiert mit Duo- oder Multifeed aufbauen will, verliert beim Schrägstellen der Schiene ein Mehrfaches der Zeit, die er vorher gewonnen hat.
23.10.2010, 00:26
#
12
King W.
Team SAT-Technik
Registriert seit: 01.01.2006
Ort: mitten im Kohlenpott
Beiträge: 9.170
Zitat:
Zitat von Redge
Bei seh1 ist zu lesen, das sich der MS bei Kabellaengen mit guten Kabeln bis max. 20m eignen wuerde - meine max. Entfernung (MS<->Dose) waere allerdings schon 25m!
SEH muß ja auch für die Angabe geradestehen. Die maximale Kabellänge hängt bei dieser Anwendung von 2 Parametern ab.
Der elektrische Widerstand des Kabels: Dieses Kabel übertrifft zwar mit seiner Schirmdämpfung von 120 dB locker die Class A Norm, und könnte aus dieser Sicht (allerdings auch nur aus dieser Sicht) als "gutes Kabel" bezeichnet werden, aber der Innenleiter besteht aus verkupfertem Stahl und das Abschirmgeflecht aus Alu. Es wird zwar das Signal einwandfrei übertragen, allerdings haben Alu und ganz besonders auch Stahl einen viel größeren elektrischen Widerstand als Kupfer. Das führt bei gegebenem Stromverbrauch des Schalters und des LNB zu einem Spannungsabfall auf der Leitung, der über das Ohmsche Gesetz berechnet werden kann. Da die Höhe der am Schalter ankommenden Spannung die Polarisation bestimmt, ist bei einem zu großen Spannungsabfall die Gefahr gegeben, daß der Multischalter das horizontale Band nicht mehr liefert. Folge: die entsprechenden Programme werden unzugänglich.
Der Stromverbrauch des LNB: Ein geringerer Verbrauch verursacht bei gegebenem Kabelwiderstand einen kleineren Spannungsabfall, so daß ein längeres Kabel möglich wird. Bei einem receivergespeisten Multischalter ist es deshalb dringend anzuraten, ein möglichst sparsames LNB (also ein Alps) zu verwenden.
Die 20m (dabei ist noch etwas Reserve kalkuliert) sind nun "worst Case" und bilden dann eine Grenze, wenn ein LNB mit ca. 250 mA Stromaufnahme verwendet wird und zudem eine Stahlkupfer-Leitung zum Einsatz kommt. Bereits bei Verwendung eines Alps-LNB mit nur 150 mA Verbrauch sind 40m möglich, das habe ich mal an anderer Stelle hier im Forum ausgerechnet. Der Wert steigt bis auf nahezu 100m, wenn Kabel mit einem Innenleiter aus massivem Kupfer und einem Abschirmgeflecht aus dem gleichen Material verwendet wird.
Schon, aber nicht nur aus diesem Grunde sollte gutes Kabel verwendet werden (z.B. Kathrein LCD 95 oder LCD 111, Hirschmann KOKA 110, Preisner SK 2000, Spaun Spoax). Die Aufzählung ist natürlich nicht vollständig. Bei Verwendung eines solchen Kabels gibt es garantiert keine Probleme bei bei 25m - selbst schon mehrfach ausprobiert.
__________________ Es gibt keine großen Entdeckungen und Fortschritte, solange es noch ein unglückliches Kind auf Erden gibt. Albert Einstein
Nokia? Nein danke!
25.10.2010, 09:52
#
13
Redge
Threadstarter
Registriert seit: 19.10.2010
Beiträge: 4
Zitat:
Zitat von King W.
SEH muß ja auch für die Angabe geradestehen. Die maximale Kabellänge hängt bei dieser Anwendung von 2 Parametern ab.
Der elektrische Widerstand des Kabels: Dieses Kabel übertrifft zwar mit seiner Schirmdämpfung von 120 dB locker die Class A Norm, und könnte aus dieser Sicht (allerdings auch nur aus dieser Sicht) als "gutes Kabel" bezeichnet werden, aber der Innenleiter besteht aus verkupfertem Stahl und das Abschirmgeflecht aus Alu. Es wird zwar das Signal einwandfrei übertragen, allerdings haben Alu und ganz besonders auch Stahl einen viel größeren elektrischen Widerstand als Kupfer. Das führt bei gegebenem Stromverbrauch des Schalters und des LNB zu einem Spannungsabfall auf der Leitung, der über das Ohmsche Gesetz berechnet werden kann. Da die Höhe der am Schalter ankommenden Spannung die Polarisation bestimmt, ist bei einem zu großen Spannungsabfall die Gefahr gegeben, daß der Multischalter das horizontale Band nicht mehr liefert. Folge: die entsprechenden Programme werden unzugänglich.
Der Stromverbrauch des LNB: Ein geringerer Verbrauch verursacht bei gegebenem Kabelwiderstand einen kleineren Spannungsabfall, so daß ein längeres Kabel möglich wird. Bei einem receivergespeisten Multischalter ist es deshalb dringend anzuraten, ein möglichst sparsames LNB (also ein Alps) zu verwenden.
Die 20m (dabei ist noch etwas Reserve kalkuliert) sind nun "worst Case" und bilden dann eine Grenze, wenn ein LNB mit ca. 250 mA Stromaufnahme verwendet wird und zudem eine Stahlkupfer-Leitung zum Einsatz kommt. Bereits bei Verwendung eines Alps-LNB mit nur 150 mA Verbrauch sind 40m möglich, das habe ich mal an anderer Stelle hier im Forum ausgerechnet. Der Wert steigt bis auf nahezu 100m, wenn Kabel mit einem Innenleiter aus massivem Kupfer und einem Abschirmgeflecht aus dem gleichen Material verwendet wird.
Gut zu wissen. Ich plane ja eh das ALPs zu verwenden, also sollte ich damit auf der sicheren Seite sein.
Zitat:
Zitat von King W.
Schon, aber nicht nur aus diesem Grunde sollte gutes Kabel verwendet werden (z.B. Kathrein LCD 95 oder LCD 111, Hirschmann KOKA 110, Preisner SK 2000, Spaun Spoax). Die Aufzählung ist natürlich nicht vollständig. Bei Verwendung eines solchen Kabels gibt es garantiert keine Probleme bei bei 25m - selbst schon mehrfach ausprobiert.
Super, dann werde ich das oben benannte LCD111 verwenden. Da sich die Auslieferung des Jultec noch etwa verzögert, werde ich erstmal die Rohinstallation (Kabel verlegen, Dosen setzen, Erdung,...) machen und den Receiver dann später bestellen und einbauen.
Nochmal vielen Dank an alle Telinehmer!
25.10.2010, 15:22
#
14
King W.
Team SAT-Technik
Registriert seit: 01.01.2006
Ort: mitten im Kohlenpott
Beiträge: 9.170
Zitat:
Zitat von Redge
Da sich die Auslieferung des Jultec noch etwa verzögert...
Wenn ich jetzt boshaft wäre, würde ich einfach sagen: Gut Ding will Weile haben.
Jultec ist (noch) eine sehr kleine Firma, da kann es schon mal zu Lieferengpässen kommen. Aber das Warten lohnt sich auf jeden Fall.
__________________ Es gibt keine großen Entdeckungen und Fortschritte, solange es noch ein unglückliches Kind auf Erden gibt. Albert Einstein