Neue SAT Anlage - Quad oder Quattro LNB, Potenzialausgleich

Alt 14.10.2010, 13:40   # 1
0815
 
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Hallo liebe SAT interessierte,

erst mal ein großes Lob an das Forum. Ich lese schon einige Zeit mit und habe auf diese Weise einiges über die SAT Installation gelernt. Nun habe ich allerdings doch noch einige Fragen.

Momentan haben wir einen Kabelanschluss von Unitymedia und wollen diesen gegen eine SAT Anlage austauschen. Diese soll sehr guten ASTRA Empfang ermöglichen, stromsparend und einigermaßen zukunftssicher sein, d.h. obwohl wir seit Jahren nur 2 Teilnehmer Anschlüsse benutzen sollten ausreichend Anschlüsse zur Verfügung stehen.

Später soll eventuell der Internetzugang/Telefon über Unitymedia realisiert werden.

Die Antenne soll auf dem Dach installiert werden. Vom Dach sind es ca. 20m-25m bis in den Keller. Von dort liegen Leerrohre in alle 5 Räume des Hauses. Die Entfernung zum WZ ist ca. 15m-20m, die größte Entfernung vom Keller in einen Raum ist ca. 20m-25m. Die Anlage sollte 8 Teilnehmer ermöglichen.

Neben dem Effekt nicht mehr an Kabel gebunden zu sein, hatte ich gehofft, dass sich eine Anlage in ca. 5 Jahren amortisieren kann. Nach dem ersten Angebot eines lokalen Elektrofachbetriebs (ca. 1600 Euro), bin ich mir da aber nicht mehr so sicher.

Daher überlege ich selbst zu installieren oder alternativ die Anforderung an die Anlage etwas zu reduzieren.
Wie schon gesagt, benötigen wir eigentlich seit Jahren nur 2 Teilnehmer Anschlüsse und ich gehe nicht davon aus, dass sich das in den nächsten 5 Jahren dramatisch ändert. Daher wäre es vielleicht sinnvoller falls möglich einen Quad LNB zu benutzen, der ja auch noch eine Reserve von 2 Anschlüssen bieten würde. Diesen könnte man, wenn wirklich Bedarf besteht, ohne sehr großen Aufwand gegen einen Quattro LNB + Multischalter austauschen. Oder mache ich hier einen Denkfehler?

Falls ich selbst installiere, würde die Anlage im blitzgeschützen Bereich an der Hauswand montiert, da ich nicht auf das Dach möchte. Ich würde dann einen Quad LNB verwenden, da ich von dort einfach das WZ erreichen kann (ca. 5m), wo 2 Anschlüsse benötigt werden. Die Weiterverteilung gestaltet sich jedoch schwieriger, da man in den Keller muss.

Nun habe ich dazu einige Fragen:

Antenne auf dem Dach:
Kann bei der Leitungslänge problemlos ein Quad LNB (40m-50m) verwendet werden?
Hat ein Quad LNB entscheidende Nachteile im Betrieb (fällt öfter aus, Bildqualität, etc.)?
Wird bei meiner Leitungslänge zwingend ein Verstärker benötigt?
Darf man den Blitzschutz für den Antenmast zusammen mit den Koaxkabeln verlegen?

Antenne an der Hauswand:
Stimmt es, dass ein Potentialausgleich immer gemacht werden muss? (Das wäre im WZ eher problematisch.)

Darüber hinaus bin ich natürlich für jegliche Vorschläge und Bemerkungen dankbar.
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Alt 14.10.2010, 14:08   # 2
tom_ktom
 
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Hallo und willkommen in diesem Forum.

Möglicherweise könnte die Leitungslänge für das Quad-LNB insofern ein Problem werden, weil evtl. die Umschaltung zwischen horizontal und vertikal nicht mehr zuverlässig geht. Das gleiche Problem gibt es bei Twin-LNBs aber auch.
Bei meinen Eltern haben wir so einen Fall, wobei das Kabel vielleicht nicht ganz so lang, aber ziemlich zusammengestückelt ist. Es tritt aber nur bei einem Receiver auf, der die Schaltspannung eh schon am Limit hat. Das könnte man halt mit einem Quattro-LNB und Multischalter mit eigener Stromversorgung umgehen. Kostet halt wirklich eine Ecke mehr und kann eigentlich zu viel.
Ansonsten hört man schon ab und zu, dass die Quad nicht ganz so langlebig seien, wie der Rest, aber lange nciht so schlimm wie Octo. Das Nokia-Quad bei meinen Eltern macht jetzt aber auch schon seit ca. 10 Jahren einen super Job *toi toi toi*.
Einen Potentialausgleich musst Du in der Tat auf jeden Fall machen. Aber kannst Du den (im Falle der Montage an der Wand) nicht im Keller machen? Da dürfte doch die PA-Schiene nicht mehr so weit weg sein und die Kabel kommen ja sowieso erstmal im Keller an oder war das nur bei Dachmontage der Fall?
Bei Dachmontage muss das Dicke Erdungskabel (nicht verwechseln mit PA) einen Schutzabstand zu anderen Kabeln halten. Die genauen Werte kenn ich allerdings nicht. Dipol wird aber bestimmt mehr dazu sagen können. Generelle infos findest Du ja in dem eigenen Thread, der immer ganz oben angepinnt ist (hast Du bestimmt eh schon gelesen).
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Alt 14.10.2010, 16:19   # 3
Dipol
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Zitat:
Zitat von tom_ktom Beitrag anzeigen
Einen Potentialausgleich musst Du in der Tat auf jeden Fall machen. Aber kannst Du den (im Falle der Montage an der Wand) nicht im Keller machen? Da dürfte doch die PA-Schiene nicht mehr so weit weg sein und die Kabel kommen ja sowieso erstmal im Keller an oder war das nur bei Dachmontage der Fall?
Nicht alles was man machen kann oder früher gemacht hat, entspricht den heutigen Sicherheitsanforderungen. Nach EN 60728-11 ist der direkte PA an die Haupterdungsschiene nur bei nicht erdungspflichtigen Antennen zulässig.

Bei erdungspflichtigen Antennen muss der PA auch z. B. bei einem Multischalter im UG grundsätzlich am Antennenmast geerdet werden, auch wenn sich die Haupterdungsschiene in Reichweite befindet. Und damit es keine Überschläge gibt ist der erste Erdblock möglichst nah beim Mast zu setzen.
Zitat:
Zitat von tom_ktom Beitrag anzeigen
Bei Dachmontage muss das Dicke Erdungskabel (nicht verwechseln mit PA) einen Schutzabstand zu anderen Kabeln halten. Die genauen Werte kenn ich allerdings nicht. Dipol wird aber bestimmt mehr dazu sagen können.
Es gibt keinen Pauschalwert, die Berechnung ist inzwischen so übel kompliziert, dafür gibt es von DEHN ein Rechenprogramm. 0,5 Meter sollten es aber schon mindestens sein.
Zitat:
Zitat von tom_ktom Beitrag anzeigen
Generelle infos findest Du ja in dem eigenen Thread, der immer ganz oben angepinnt ist (hast Du bestimmt eh schon gelesen).
Da gibt es dann auch Links. Bei DEHN, Kleiske, Baade und natürlich auch dem VDE ist der PA-Anschluss am Mast eindeutig festgelegt, da gibt es keinerlei Ermessensspielraum.
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Alt 14.10.2010, 17:11   # 4
tom_ktom
 
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Zitat:
Zitat von Dipol Beitrag anzeigen
Nicht alles was man machen kann oder früher gemacht hat, entspricht den heutigen Sicherheitsanforderungen. Nach EN 60728-11 ist der direkte PA an die Haupterdungsschiene nur bei nicht erdungspflichtigen Antennen zulässig.
Naja ansonsten ist es ja auch kein großer Mehraufwand, neben den Antennenkabeln noch die PA-Leitung mit in den Keller zu PAS zu legen.
Ich seh zwar den Unterschied nicht so recht, ob ich den PA bei nichterdungspflichtigen Installationen nah an der PAS oder nah am Mast mache... Aber wenns die Norm so will...
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Alt 14.10.2010, 18:26   # 5
Dipol
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Zitat:
Zitat von tom_ktom Beitrag anzeigen
Ich seh zwar den Unterschied nicht so recht, ob ich den PA bei nichterdungspflichtigen Installationen nah an der PAS oder nah am Mast mache... Aber wenns die Norm so will...
Der Spruch kommt mir bekannt vor, den hatte ich wegen exakt dieser Vorschrift im eigenen Repertoire.

Inzwischen habe ich den Sinn der Normgeber, nämlich einen schleifenfreien PA und Erdung verinnerlicht und auch kapiert, dass eine zusätzliche Vermaschung am unteren PA-Drahtende einen Schaden durch Blitzstrom-Induktion vergrößern kann.

Da gibt es nur ein kleines Restproblem: Das Ideal der Schleifenfreiheit wird durch diverse Multimedia-Endgeräte - z. B. TV-Flats mit Schukoanschluss - wieder ad absurdum geführt.
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Alt 14.10.2010, 20:45   # 6
0815
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Schon mal vielen Dank für die hilfreichen Hinweise. Das Thema Potentailausgleich, habe ich jetzt glaube ich verstanden:

Erdungspflichtige Antenne: PA ist am Mast durchzuführen, d.h. man muss zusätzlich zum Blitzschutz ein 4 qmm Kabel zum Mast führen mit dem der Potenzialausgleich der Antennenkabel durchgeführt wird.

Nicht erdungspflichtige Antenne: PA ist vorgeschrieben und kann an der Haus PA Schiene erfolgen.

Allerdings habe ich ich noch eine Frage zum Blitzschutz. Wenn das 16qmm Kabel vom Dach, innerhalb des Hauses, zur PA Schiene im Keller geführt werden soll, ist ein Abstand von 0,5m zu anderen Leitungen unmöglich einzuhalten. Der Versorgungsschacht wo sämtliche Installation durchführt werden ist vielleicht gerade mal 0,7m breit und voll mit Kabeln, Wasserleitung etc. Hier müsste eigentlich das gleiche Leerrohr wie für die Koaxkabel benutzt werden, da ich vermutlich kein neues Kabel durchziehen kann.
Ist ein Abstand vorgeschrieben oder ist es eine Empfehlung?
Wenn es vorgeschrieben ist muss man es wohl schon aus versicherungstechnischen Gründen machen, wenn es nur eine Empfehlung ist würde ich das Risiko einer zerstörten Anlage zugunsten einer einfacheren Verlegung (keine andere Möglichkeit) in Kauf nehmen.
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Alt 14.10.2010, 22:39   # 7
King W.
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Zu Blitzschutz und PA sag ich jetzt mal nichts, da ist Dipol schon dran.

Zitat:
Kann bei der Leitungslänge problemlos ein Quad LNB (40m-50m) verwendet werden?
Dazu ein klares Jein.

Es kommt auf das Kabel an. Mit billiger Staku-Leitung (Innenleiter aus verkupfertem Stahl, Außenabschirmung aus Alu) ist infolge des größeren elektrischen Widerstands bei ca. 40m Schluß. Verwendet man ein besonders stromsparendes Alps LNB, mögen vielleicht auch noch 50m gehen, aber ohne Gewähr.

Bei gutem Kabel mit einem Innenleiter aus Kupfer und einem Abschirmgeflecht aus dem gleichen Material (verzinnt oder blank) sind hingegen 50m kein Problem. Nimm z.B. dieses Hirschmann-Kabel, dann funktioniert es - selbst schon ausprobiert.
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Alt 14.10.2010, 23:49   # 8
0815
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Das klingt gut. Ein Alps Quad LNB in Verbindung mit hochwertigem Kabel sollte also für meine Situation funktionieren.
Aus euren Antworten entnehme ich auch, dass ein zusätzlicher Verstärker für SAT Empfang nicht nötig ist. Die Verstärkung im LNB (in Verbindung mit einer 85 Antenne) reicht aus.
Außerdem sind keine Qualitätseinbussen beim Bild gegenüber der Multischalter Lösung zu erwarten.
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Alt 15.10.2010, 13:31   # 9
King W.
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So ist es.

Das Hirschmann-Kabel hat eine Signaldämpfung von ca. 30dB / 100m bei der höchsten vorkommenden Frequenz. Macht 15dB bei 50m.

Eine gute 85er Schüssel, z.B. die Gibertini SE in Verbindung mit einem Alps-LNB liefert einen Signalpegel von ca. 75dBµV. Damit hast du an der Abnahmestelle nach 50m Kabel immer noch 60 dBµV.

Für einen einwandfreien Empfang sind 47 dBµV erforderlich. Der Signalpegel reicht nicht nur aus, sondern hat mit 13 dB schon eine sehr beruhigende Reserve.
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Alt 15.10.2010, 23:03   # 10
0815
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Prima und vielen Dank. Das bestätigt mich weiter in meiner Entscheidung einen Quad LNB zu verwenden.

Nun muss ich nur noch die Sache mit dem Blitzschutz klären. Nach erneutem Studium des Threads 'Erdung und Potentialausgleich bei einer Antennenanlage' glaube ich aber die Antwort schon zu kennen. Vermutlich ist es nicht erlaubt (oder nur nicht sinnvoll?) das Erdkabel durch den engen Hausinstallationskanal zu legen, da die Spannung überschlagen kann und es zu schlimmstenfalls einem Brand führen könnte. Stimmt das so?

Ich frage mich nur in welchem Haus es überhaupt möglich ist den Erdkabel mit ausreichend Abstand zur vorhandenen Installation bzw. den Antennenkabeln im Haus zu verlegen? Eigentlich bleibt doch in fast allen Fällen nur die separate Verlegung außen am Haus in Verbindung mit einem Kreuzerder und zusätzlicher Verbindung zur PA Hausschiene. Dies scheint mir ein ziemlicher Aufwand zu sein, aber vielleicht überschätze ich das auch.

Ich habe mir mal -mit meinem aktuellem Wissen- die vorhandene SAT Installation bei den Nachbarn angesehen: Der 16qmm Erdkabel für den Blitzschutz wird zusammen mit den den Antennenkabeln durch den engen Hausinstallationsschacht geführt. Die Antennen sind so auf dem Dach positioniert, dass der Blitzschutzleiter mehrere Meter auf den Scheitelpunkt des Dachs ansteigt und von dort erst nach unten geführt wird. Ein PA ist weder vor noch nach dem Multischalter vorhanden.
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Alt 16.10.2010, 11:16   # 11
Dipol
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Zitat:
Zitat von 0815 Beitrag anzeigen
Vermutlich ist es nicht erlaubt (oder nur nicht sinnvoll?) das Erdkabel durch den engen Hausinstallationskanal zu legen, da die Spannung überschlagen kann und es zu schlimmstenfalls einem Brand führen könnte. Stimmt das so?
Das hast du völlig richtig erkannt.
Zitat:
Zitat von 0815 Beitrag anzeigen
Ich frage mich nur in welchem Haus es überhaupt möglich ist den Erdkabel mit ausreichend Abstand zur vorhandenen Installation bzw. den Antennenkabeln im Haus zu verlegen? Eigentlich bleibt doch in fast allen Fällen nur die separate Verlegung außen am Haus in Verbindung mit einem Kreuzerder und zusätzlicher Verbindung zur PA Hausschiene
Das ist sicherheitstechnisch die beste Lösung.
Zitat:
Zitat von 0815 Beitrag anzeigen
Dies scheint mir ein ziemlicher Aufwand zu sein, aber vielleicht überschätze ich das auch.
Beim Neubau ist der Aufwand überschaubar, wenn denn auch gleich Anschlussfahnen für einen isolierten Blitzschutz der Antennen- oder auch Solaranlage eingeplant wurde. Wurde das verschlafen, wird es auch im Neubau aufwändiger. Und dann wird es extrem schwierig auf den letzten Metern auch für Personenschutz ausreichende Abstände einzuhalten.

Zitat:
Zitat von 0815 Beitrag anzeigen
Ich habe mir mal -mit meinem aktuellem Wissen- die vorhandene SAT Installation bei den Nachbarn angesehen: Der 16qmm Erdkabel für den Blitzschutz wird zusammen mit den den Antennenkabeln durch den engen Hausinstallationsschacht geführt. Die Antennen sind so auf dem Dach positioniert, dass der Blitzschutzleiter mehrere Meter auf den Scheitelpunkt des Dachs ansteigt und von dort erst nach unten geführt wird. Ein PA ist weder vor noch nach dem Multischalter vorhanden.
Das war dann einer der üblichen Installateure, der in Unkenntnis aktueller Normen das macht was er schon immer gemacht hat. Dann darf man auch annehmen dass der Erdungsdraht mehrdrähtig und kein Einzelmassivdraht ist.
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Alt 17.10.2010, 09:02   # 12
0815
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Vielen Dank, auch wenn es leider so ist wie vermutet. Somit werde ich wohl die Außenwandinstallation durchführen.

Der Erdungsdraht ist übrigens wenigstens ein Einzelmassivdraht.
Es drängt sich aber noch eine Frage zum Blitzschutz auf:
Ich als Laie kann solche Dinge ja eigentlich gar nicht einschätzen. Wenn man nun einen Fachbetrieb beauftragt, der es eben nicht nach Norm macht und es kommt zum Schaden (muss ja nicht direkt das Haus abbrennen) und angenommen man wäre versichert, bleibt man dann auf dem Schaden sitzen? Bitte nicht falsch verstehen, ich möchte nicht so installieren lassen, aber eine Einschätzung würde mich interessieren, da man ja offensichtlich überall dieser Art der Installation begegnet.
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Alt 17.10.2010, 11:14   # 13
Dipol
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Zitat:
Zitat von 0815 Beitrag anzeigen
Wenn man nun einen Fachbetrieb beauftragt, der es eben nicht nach Norm macht und es kommt zum Schaden (muss ja nicht direkt das Haus abbrennen) und angenommen man wäre versichert, bleibt man dann auf dem Schaden sitzen?
Wenn die Versicherung die Regulierung wegen einer normwidrigen Ausführung verweigern sollte, kann man nur noch versuchen sich am Installateur schadlos zu halten.

Das ist nicht immer durchsetzbar. Man kann keinem nackten Mann in die Tasche greifen und auch Betriebshaftpflichtversicherungen dürften kaum für grob normwidrige Ausführungen einstehen.
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Alt 17.10.2010, 22:03   # 14
0815
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Ja das ist wohl wahr. Um dem möglichen Ärger aus dem Weg zu gehen sollte man es richtig machen (lassen), wenn man es den weiß.

So, nun habe ich mir Gedanken über die alternative Installation an der Hauswand gemacht. Und wie sollte es anders sein, auch dabei ergeben sich Probleme und Fragen.

Da wir in einer Doppelhaushälfte wohnen haben wir nur eine Außenwand die sich optimal zur Installation einer SAT Schüssel mit Astra Empfang eignet. Dummerweise befindet sich die Wand direkt an unserer Terrasse. Die Schüssel müsste in einem Winkel von 70 Grad angebracht werden, was natürlich recht auffällig ist.

Um die Schüssel irgendwie unauffälliger zu machen haben wir uns folgendes überlegt:
Die Schüssel könnte man an der angrenzenden Außenwand, also auf der Ecke installieren (siehe angehängte Zeichnung). Allerdings ergibt sich das Problem eines passenden Halters. Habt ihr dazu eine Idee?

Von der Optik kommt im Sichtbereich eigentlich nur eine Kathrein Schüssel mit passendem LNB in Frage, da man hier keine Kabel sehen kann und sich ein unauffälligeres Bild ergibt. Das ist zwar teurer als vergleichbare Lösungen, liegt aber im Budget da die Wandinstallation insgesamt preiswerter als die Dachinstallation ist.

Nun stellt sich die Frage nach der richtigen Schüssel. Zur Wahl stehen CAS 90 oder CAS 80 (aber auch die CAS 75 scheint im Internet noch erhältlich zu sein). Als LNB soll der UAS 585 zum Einsatz kommen. Nach allem was ich hier gelesen habe, verwendet Kathrein ja auch Alps Technik und die Schüsseln haben gute Qualität.

Ich stehe nun vor dem Problem, möglichst guten Empfang mit möglichst kleiner Schlüsselgröße (unauffälliger) zu verbinden. Dabei muss noch berücksichtigt werden, dass die Kabellängen sehr unterschiedlich sind (vielleicht zu hohe Pegel, habe von übersteuern gelesen).
Bei der Wandinstallation wären die Tuner im WZ ca. 6m entfernt, die anderen beiden Tuner 35m-45m.
Könnt ihr mir hier eine Empfehlung geben die für meine Situation optimal funktionieren würde?
Angehängte Grafiken
Dateityp: jpg sat schüssel.jpg (30,2 KB, 12x aufgerufen)
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Alt 17.10.2010, 23:54   # 15
Dipol
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Zitat:
Zitat von 0815 Beitrag anzeigen
Um die Schüssel irgendwie unauffälliger zu machen haben wir uns folgendes überlegt:
Die Schüssel könnte man an der angrenzenden Außenwand, also auf der Ecke installieren (siehe angehängte Zeichnung). Allerdings ergibt sich das Problem eines passenden Halters. Habt ihr dazu eine Idee?
Dafür gibt es spezielle Eckenhalter.
Zitat:
Zitat von 0815 Beitrag anzeigen
Von der Optik kommt im Sichtbereich eigentlich nur eine Kathrein Schüssel mit passendem LNB in Frage, da man hier keine Kabel sehen kann und sich ein unauffälligeres Bild ergibt. Das ist zwar teurer als vergleichbare Lösungen, liegt aber im Budget da die Wandinstallation insgesamt preiswerter als die Dachinstallation ist.
KATHREIN in allen Ehren, aber es gibt zahlreiche andere Antennen bei denen man die Kabel im Rohr oder zwischen im Design den CAS-Antennen ähnlichen Feedarmen unterbringen kann.
Zitat:
Zitat von 0815 Beitrag anzeigen
Nun stellt sich die Frage nach der richtigen Schüssel. Zur Wahl stehen CAS 90 oder CAS 80 (aber auch die CAS 75 scheint im Internet noch erhältlich zu sein). Als LNB soll der UAS 585 zum Einsatz kommen. Nach allem was ich hier gelesen habe, verwendet Kathrein ja auch Alps Technik und die Schüsseln haben gute Qualität.
Kein Witz, die CAS 75 ist deutlich stabiler und auch größer als die CAS 80.
Zitat:
Zitat von 0815 Beitrag anzeigen
Bei der Wandinstallation wären die Tuner im WZ ca. 6m entfernt, die anderen beiden Tuner 35m-45m.
Könnt ihr mir hier eine Empfehlung geben die für meine Situation optimal funktionieren würde?
Ein gutes Kabel erspart Verstärkung. 45 Meter haben bei einem HQ-Kabel 14 - 15 dB Dämpfung auf 2,15 GHz, das hat ja schon King W. gepostet.

75 dB(µV) LNB-Ausgangspegel ./. 47 dB(µV) Receiver-Mindestpegel = 28 dB Budget. Dies mit einem LNB normaler 55 dB Verstärkung. Bei Kabeln mit ungeschäumtem Dielektrikum wird es erst bei Dämpfungen deutlich über 50 dB/100 m kritisch.

Meine frühere Ansicht, dass die Antennenmontage im Schutzbereich der Fassade eine Patentlösung ist, hat sich mit zunehmender Beschäftigung mit der Blitzkunde verflüchtigt. Nach Untersuchungen der Einschlaghäufigkeit sind die Hausecken besonders gefährdet. Blitze können nicht nur von oben, sondern erwiesenermaßen auch schräg oder gar horizontal einschlagen. Deswegen bin ich heute der Überzeugung, dass man auch von den Hausecken analog zur Dachkante 2 Meter Schutzabstand einhalten sollte.

Die aktuelle EN 60728-11 macht noch keinen Unterschied, mal abwarten was in der nächsten Ausgabe steht.
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Alt 18.10.2010, 07:19   # 16
tom_ktom
 
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Das ist ja eh immer das Problem an den Normen...
Die können sich ständig ändern. Zwar hat man erstmal Bestandsschutz, aber bei der nächsten Änderung an der Anlage kann der direkt wieder dahin sein und dann wirds wieder teuer.
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Alt 18.10.2010, 10:49   # 17
0815
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Zitat:
Zitat von Dipol Beitrag anzeigen
Dafür gibt es spezielle Eckenhalter.
Hab mal danach gesucht, bin aber nicht so richtig fündig geworden. Vielleicht hab ich nicht die richtige Suchstrategie. Unter 'Eckenhalter SAT Schüssel' habe ich nicht das richtige gefunden. Werde mal weitersuchen.


Zitat:
Zitat von Dipol Beitrag anzeigen
KATHREIN in allen Ehren, aber es gibt zahlreiche andere Antennen bei denen man die Kabel im Rohr oder zwischen im Design den CAS-Antennen ähnlichen Feedarmen unterbringen kann.
Auf die Schüssel und den Arm kommt es mir auch nicht so an. Wenn ich das richtig gesehen habe, werden bei Kathrein die Kabel unauffällig vom LNB in den Arm geführt. Bei allen anderen LNB die ich gefunden habe gehen die immer nach unten ab und sind so deutlich sichtbar, aber vielleicht gibt es ja noch eine Alternative?


Zitat:
Zitat von Dipol Beitrag anzeigen
Ein gutes Kabel erspart Verstärkung. 45 Meter haben bei einem HQ-Kabel 14 - 15 dB Dämpfung auf 2,15 GHz, das hat ja schon King W. gepostet.
Vielleicht hatte ich die Frage nach der Schüssel nicht so richtig klar formuliert, daher versuche ich es noch mal. Für die Dachinstallation basierte die Berechnung von King W. (ausreichender Pegel inklusive Reserve) auf einer 85er Schüssel (z.B. Gibertini SE) in Verbindung mit einem Alps Quad LNB.
CAS 80: Ist kleiner als 85er Gibertini Schüssel, was mir sehr entgegenkommt, aber möglicherweise ist die Schlechtwetterreserve bei 45m Kabel nicht mehr vorhanden. Bei 6m Kabel ist vermutlich ausreichend Schlechtwetterreserve vorhanden.
CAS 90: Ist größer als die 85er Gibertini Schüssel und liefert mehr Pegel. Bei 45m Kabel ist das sicherlich von Vorteil. Könnte sich das bei 6m Kabel in Gegenteil verkehren, also der Pegel zu groß sein und Probleme verursachen?
Die CAS 75 hatte ich nicht angesehen, da kein Datenblatt auf der Kathrein Homepage zu finden war und ich eher zufällig gesehen habe, dass die noch verkauft wird.

Zitat:
Zitat von Dipol Beitrag anzeigen
Meine frühere Ansicht, dass die Antennenmontage im Schutzbereich der Fassade eine Patentlösung ist, hat sich mit zunehmender Beschäftigung mit der Blitzkunde verflüchtigt. Nach Untersuchungen der Einschlaghäufigkeit sind die Hausecken besonders gefährdet. Blitze können nicht nur von oben, sondern erwiesenermaßen auch schräg oder gar horizontal einschlagen. Deswegen bin ich heute der Überzeugung, dass man auch von den Hausecken analog zur Dachkante 2 Meter Schutzabstand einhalten sollte.
Das macht es nicht leichter. Wenn ich das auch noch berücksichtige, müsste also auch bei Hauswandinstallation ein Blitzschutz her. Damit wäre jeglicher Vorteil gegenüber der Dachinstallation verspielt.
Allerdings ist die Bebauung hier sehr dicht, d.h. die nächste Hausecke ist nur 6m entfernt und ein Edelstahlschornstein befindet sich keine 2m entfernt. Irgendwo muss man wohl einen Kompromiss eingehen, sonst bleibe ich besser gleich bei Unitymedia, da es vielleicht die sicherste und günstigste Alternative ist.

Zitat:
Zitat von Dipol Beitrag anzeigen
Die aktuelle EN 60728-11 macht noch keinen Unterschied, mal abwarten was in der nächsten Ausgabe steht.
Falls ich an der Ecke installiere hätte ich ja Bestandsschutz.
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Alt 18.10.2010, 11:16   # 18
tom_ktom
 
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Also geht es Dir vor allem darum, dass man die Kabel noch nicht mal auf den 15cm zwischen LNB und Feedarm sieht? Bei Kathrein sieht man da auch 5cm http://yapodo.de/bilder/produkte/gross/32907_1.jpg

Na ist doch super mit dem Edelstahl-Kamin. Der wird doch ganz sicher eine Erdung haben oder?! Vielleicht kannst Du Dich dort mit dran hängen, also an die Erdung. Wie ist das eigentlich mit diesem Kamin? Stellt der eher einen Schutz der Antenne dar oder eher eine Gefahr wegen der Möglichkeit, dass der Blitz vom Kamin auf die Antenne überschlägt?
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Alt 18.10.2010, 13:24   # 19
0815
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Zitat:
Zitat von tom_ktom Beitrag anzeigen
Also geht es Dir vor allem darum, dass man die Kabel noch nicht mal auf den 15cm zwischen LNB und Feedarm sieht?
Ja genau, wenn ich die Schüssel im direkten Blickfeld habe stören mich bei den üblichen LNB die unten austretenden Kabel, die zwangsläufig gebogen (abstehend) in den Arm geführt werden. Wenn ich das richtig sehe, ist das bei Kathrein im LNB versteckt. Das gefällt mir persönlich optisch besser.

Zitat:
Zitat von tom_ktom Beitrag anzeigen
Na ist doch super mit dem Edelstahl-Kamin. Der wird doch ganz sicher eine Erdung haben oder?! Vielleicht kannst Du Dich dort mit dran hängen, also an die Erdung.
Der Edelstahlkamin ist nicht geerdet und fällt daher zum 'dran hängen' leider aus. (Das hab ich auch noch nirgendwo gesehen und scheint unüblich zu sein, aber ich bin dafür auch kein Fachmann und das ist bestimmt ein anderes Thema.)
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Alt 18.10.2010, 18:34   # 20
Dipol
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Zitat:
Zitat von 0815 Beitrag anzeigen
Falls ich an der Ecke installiere hätte ich ja Bestandsschutz.
Zurzeit ist das sogar 100%-tig normgerecht und nach den anrkannten Regeln der Technik, wenn denn auch der Kabel-PA ausgeführt wurde.
Ein Bestandsschutz fällt erst an, wenn sich die Norm ändert.
Zitat:
Zitat von 0815 Beitrag anzeigen
Der Edelstahlkamin ist nicht geerdet und fällt daher zum 'dran hängen' leider aus. (Das hab ich auch noch nirgendwo gesehen und scheint unüblich zu sein, aber ich bin dafür auch kein Fachmann und das ist bestimmt ein anderes Thema.)
Ungeerdete metallische Abgasanlagen üblich? Aber ja doch, warum sollen ausgerechnet die in der Flut der Normen weniger normwidrig und lebensgefährlich ausgeführt werden als Antennenerdungen.

Die Kaminbauer scheinen auch über keinen Internetanschluss zu verfügen. Es ist nämlich bei diesem Thema nahezu unmöglich nicht auf das gemeinsame Merkblatt von drei Verbänden zu stoßen:

Blitzschutz an Abgasanlagen
http://www.vde.de/de/Ausschuesse/Bli...gasanlagen.pdf
Version von 2005: http://www.vse-online.org/images/VSE...attNr3Endg.pdf
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Alt 28.05.2012, 02:56 # --
News Flash
 
Benutzerbild von News Flash
 
 
 

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potenzialausgleich, quad, quattro
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