Umstellung von Kabel auf Unicable-SAT

Alt 09.10.2010, 15:19   # 1
Tom77
 
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Beiträge: 3
Hallo Zusammen,

ich möchte in meinem Einfamilienhaus meine Kabelanschluss auf SAT umstellen. Nachdem meine Kabelverteilung nicht stern- sondern baumförmig ist, ist die Unicable-Lösung wohl am geeignetsten.

Zur Ausgangssituation:
Das TV-Kabel spaltet sich im Keller in zwei Bereiche auf. 1xEG und 1xOG. Derzeit hängen an der EG-Leitung insgesamt 4 Dosen wobei hiervon mittelfristig nur 2 genutzt werden. Im OG hängen insgesamt 6 Dosen an der Leitung, wobei hier mittelfristig max. 4 genutzt werden.

Frage: Muss ich sämtliche Dosen austauschen oder reicht es die auszutauschen, welche später genutzt werden?
Frage: Im Wohnzimmer soll an die Dosen ein Receiver mit der Option parallel auszunehmen angeschlossen werden Brauche ich hierfür eine Twin-Dose oder geht es mit einer "normalen".
Frage: Ich kapiere das mit den Widerständen noch nicht ganz. Wo bzw. muss ich überhaupt Widerstände manuell einsetzen?

Frage: Welche Abschirmung sollten die Kabel haben? Reicht dreifach?

Ich plane vorwiegend mit Komponenten von Technisat:
- Satman 850 mit Quadro-LNB
- Router 5/4x2 G
- Router 5/4x2 K
- TechniSat Receiver (evtl. ISIO, sofern der in nächster Zeit auf den Markt kommt)
- sonstiges Zubehör wie Kabel, Stecker, Dosen,...

Meine Vorstellung ist von der Schüssel mit den 4 Kabeln in die Router zu gehen und von dort die beiden Kabelstränge (EG und OG) zu bedienen. Funktioniert dies, oder habe ich etwas übersehen?

Schon mal vielen Dank im voraus!

Grüße
Thomas
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Alt 10.10.2010, 01:46   # 2
King W.
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Hallo Thomas,

erst einmal Herzlich Willkommen bei uns im Forum! :liebegru:

Die Umstellung auf SAT läßt sich bei dir wohl bewerkstelligen.

Gegen die Antenne von TechniSat läßt sich nichts sagen, gegen die Receiver von der gleichen Firma auch nichts - im Gegenteil. Als Router würde ich mich an deiner Stelle aber nicht für den 5/4x2 von TechniSat, sondern für den JPS 0502-6TN von Jultec entscheiden. Das Gerät ist auch nicht viel teurer, als ein TechniRouter plus Kaskade, bietet aber einige Vorteile:
  • Das äußerst robuste, hoch abschirmende Gehäuse, das gleichzeitig als Kühlkörper für die Bauteile dient
  • Die ein- und ausgangsseitige Regelung der Signale, das vereinfacht die Pegelberechnung und sorgt für die nötige Sicherheit
  • Die bessere Organisation, nämlich 2 Stränge zu je 6 Teilnehmern, also genau das, was du brauchst
  • Die Lage der Router-Frequenzen. Von den Bereichen, die gern durch DECT-Telefone gestört werden, besteht ein ausreichend großer Abstand

Die Dosen würde ich auf jeden Fall wechseln, normale Kabeldosen sind in der Regel nicht SAT- und schon gar nicht Router-tauglich. Die Dosen sollten verschiedene Auskoppeldämpfungen haben und müssen über den SAT-Pfad gleichspannungsdurchlässig sein.

Sehr gut geeignet sind die Axing-Dosen. Der Strang wird so aufgebaut, daß zunächst eine oder zwei SSD 5-18, dann zwei SSD 5-14, dann eine SSD 5-10 und zum Schluß eine SSD 5-07 eingebaut wird. Durch die niedrigeren Auskoppeldämpfungen an den weiter entfernten Dosen wird die Kabeldämpfung wieder ausgeglichen, so daß überall nahezu gleiche Pegel gegeben sind. Die ausgangsseitige Regelung des JPS sorgt dafür, daß diese Pegel auch stabil bleiben, weitgehend unabhängig von (z.B. durch Wettereinflüsse) wechselnden Empfangsverhältnissen.

Ich zeichne dir mal auf, wie es funktioniert. An jeden Strang können bis zu 6 Receiver angeschlossen werden (Twin-Receiver belegen 2 Adressen und zählen deshalb doppelt, werden aber nur mit einem Kabel angeschlossen).
Angehängte Dateien
Dateityp: pdf Antenne8.pdf (29,9 KB, 21x aufgerufen)
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Alt 11.10.2010, 09:20   # 3
Tom77
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Hallo King,

erstmal vielen Dank für die ausführliche Antwort und Zeichnung.

Die Technisat-Router sind zwar ein bißchen günstiger, der Preis relativiert sich aber alleine mit der Möglichkeit beim Jultec 2x6 Anschlüsse vergeben zu können, was wie Du auch geschrieben hast, meiner Situation wesentlich mehr Spielraum lässt. Werde deshalb deinen Ratschlag umsetzen und den Jultec nehmen.

Ich habe jetzt nur noch eine Frage bzgl. Kabel von der Sat-Anlage zum Router. Nachdem ich durch meine Außenwand derzeit nur ein relativ kleines Leerrohr habe (vier einzelne Kabel bringe ich dort nicht durch), spiele ich mit dem Gedanken entweder ein 1x4 Kabel oder zwei 1x2 Kabel zu verwenden. (habe ich bei "seh1.de" entdeckt). Ist dies eine Option oder sollte man solche Geschichten lieber bleiben lassen und das Loch durch die Außenwand vergrößern?
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Alt 11.10.2010, 09:59   # 4
Dipol
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Zitat:
Zitat von Tom77 Beitrag anzeigen
Ich habe jetzt nur noch eine Frage bzgl. Kabel von der Sat-Anlage zum Router. Nachdem ich durch meine Außenwand derzeit nur ein relativ kleines Leerrohr habe (vier einzelne Kabel bringe ich dort nicht durch), spiele ich mit dem Gedanken entweder ein 1x4 Kabel oder zwei 1x2 Kabel zu verwenden. (habe ich bei "seh1.de" entdeckt). Ist dies eine Option oder sollte man solche Geschichten lieber bleiben lassen und das Loch durch die Außenwand vergrößern?
So lange das Eingangspegelfenster zwischen 60 und 90 dB(µV) beträgt, gibt die Matrix im UniCable-Modus durch doppelte AGC-Regelung des Eingangs- und Routerpegels immer einen konstanten Router-Pegel aus. Die Kabeldämpfung spielt praktisch keine Rolle.

Auf den beiden normalen Multischalter-Ausgängen dieser Matrix schlägt die höhere Pegelschräglage dünnerer Kabel ebenso wie im Legacy-Modus der 3-er Matritzen auf der Ausgangsseite durch. Wenn die Bestandskabel kein geschäumtes Dielektrikum haben, sollte man etwas rechnen um Unterpegel < 47 dB(µV) zu vermeiden.

Außer der geringeren Dämpfung spricht für dickere Kabel auch noch deren bessere Haltbarkeit. Es werden auch kaum UV-beständige schwarze Midikabel produziert.
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Alt 11.10.2010, 16:23   # 5
King W.
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Wenn du das dünnere Kabel verwenden willst/mußt nimm bitte dieses hier. SEH hat auch noch ein anderes dünnes 2-fach Kabel im Angebot, da läßt aber die Schirmdämpfung zu wünschen übrig und erfüllt nicht die Klasse A Norm.

Mit dem Legacy-Modus hat Dipol Recht, fraglich aber, ob du ihn überhaupt benötigst. Es ist eine Besonderheit bei den 6er Jultec-Routern, daß pro Strang noch ein zusätzlicher "Legacy" Ausgang vorhanden ist. An diesen kann ein weiterer Receiver, der nicht einmal unicable-tauglich sein muß, angeschlossen werden.

Als Signaldämpfung kannst du - als Faustformel - bei dem dünnen Kabel 0,5 dB / m annehmen. Die Antenne liefert einen Ausgangspegel von ca. 75 dBµV, der Jultec-Schalter funktioniert ab einem Eingangspegel von 60 dBµV einwandfrei. Du kannst also 15 dB "verbraten" - macht eine Kabellänge von 30m zwischen LNB und Router.

Die Faustformel ist recht großzügig gewählt, in der Praxis würden ein paar m mehr auch noch funktionieren, allerdings empfiehlt es sich nicht, die mögliche Länge voll auszureizen, stattdessen sollte etwas Reserve eingeplant werden.
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Alt 26.10.2010, 21:22   # 6
Tom77
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Hallo Zusammen,

ich habe meine Anlage jetzt soweit aufgebaut. Schüssel ausgerichtet, ein sehr gutes Signal und Qualität erhalten. Den LNB habe ich an den Jultec angeschlossen. Meine beiden Kabelstränge ebenfalls. Jetzt habe ich allerdings das Problem, dass ich im OG im letzten Zimmer kein ARD, ZDF,... empfangen kann. SAT1, RTL, PRO7 usw. funktionieren einwandfrei.

Ich habe auch mal an dem entsprechenden Ausgang des Jultec einen Receiver direkt angeschlossen. Hier habe ich ARD und ZDF erhalten. Woran kann das liegen? Wohl nicht an der Verbindung Anlage zum Jultec bzw. am Jultec selber. Ich bin ein bißchen ratlos.
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Alt 28.05.2012, 02:55 # --
News Flash
 
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