| | # 3 | |
| Threadstarter Registriert seit: 18.01.2010
Beiträge: 7
| Zitat:
vielen Dank für Deine rasche Antwort. Den Potentialausgleich habe ich gemacht: Ich habe die 8 vom LNB eingehenden Kabel an 2 4er F-Erdungsblöcke angeschlossen, von da in die Eingänge vom Switch, und von den Ausgängen vom Switch wiederrum an 3 4er F-Erdungsblöcke und in die Zimmer. Sowohl die F-Blöcke, als auch die 16qmm Leitungen von den Antenenn sind am Erdungsband (Potischiene) des Hauses angeklemmt. Meine Frage bezog sich eher auf den Switch selber. Ist das Gerät somit auch geerdet, oder muss ich es zusätzlich noch erden. Wie gesagt, das Gerät hat an der Kopfseite ein F Ausgang mit einem Erdungssymbol, das hat mich etwas verunsichert. Danke und LG Nuno | |
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| | # 4 |
| Team SAT-Technik Registriert seit: 27.08.2010
Beiträge: 1.289
| Hallo, wenn ich mir das Bild einverleibe, würde ich sagen, der Erdungsanschluss/Klemme für den Potentialausgleich, befindet sich auf der linken Seite des Switches und ist nicht als F-Anschluss ausgeführt, sondern als Kabel/Leitungsklemme? Falls dem so ist, würde ich den Switch nochmals mit einer Leitung an die Erdungsblöcke anschliessen, du hast sicher noch eine Klemmstelle an den 4-fach Erdungsblöcken frei?
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| | # 5 | |
| Team SAT-Technik Registriert seit: 19.03.2007
Beiträge: 4.144
| Zitat:
Beim Erdungsanschluss des PA scheint es aber noch unklar zu sein, dass die Norm ausschließlich einen Erdanschluss am Antennenmast und eben keinen Direktanschluss an der Haupterdungsschiene zulässt. Auch an einem normgerechten 16 mm² Cu-Volldraht entsteht bei einem Blitzschlag mit 200 kA ein erhebliches Potenzialgefälle zwischen dem Drahtanfang und dem Drahtende. Ich hab auch lange gebraucht, bis ich akzeptiert habe, dass man bei einem Multischalter im UG parallel zu den Koaxkabeln einen 4 mm² Cu-Draht für den PA installieren muss und den noch nicht mal zusätzlich am unteren Ende an die Haupterdungsschiene vermaschen darf. Warum ein 16 mm² Erdungsdraht einen Schutzabstand zu allen anderen Leitungen einhalten muss, die Koaxkabel und der 4 mm² PA-Draht mit dem tupfengleichen Potential beliebig verlegt und zusammen mit anderen Kabeln werden dürfen, versteht wohl niemand außer den Normgebern. Deren Sicherheitsphilosophie orientiert sich vernünftigerweise stärker an den viel häufigeren Schäden durch Einschläge in der Nachbarschaft, als an den selteneren Direkteinschlägen. Das lässt sich auch objektiv mit der Schadensstatistik begründen. | |
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| | # 6 |
| Team SAT-Technik Registriert seit: 27.08.2010
Beiträge: 1.289
| Ich glaube fast, hier sind sich die Ausbilder/Referenten auch nicht so ganz sicher... Bei meinem letzten Besuch in der Innung wurde sogar soweit gegangen und erklärt, dass wenn es sich um einen aktiven MS handelt (230V Netzanschluss) und dieser KEINEN Erdungsanschluss am Gerät hat, dieser gar nicht verbaut werden darf Mein Einwand, alle Schirme der Leitungen VOR und NACH dem MS über einen F-Erdungsblock zu legen und damit das Verteilnetz IMMER am Potentialausgleich zu haben, wurde ignoriert bzw. abgeschmettert und mir wurde es wie oben beschrieben eingetrichtert
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| | # 7 | ||
| Team SAT-Technik Registriert seit: 19.03.2007
Beiträge: 4.144
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![]() Zitat:
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| | # 8 | |
| Team SAT-Technik Registriert seit: 01.01.2006 Ort: mitten im Kohlenpott
Beiträge: 9.170
| Zitat:
An anderer Stelle habe ich mal ausgerechnet, daß bei einem Direkteinschlag, wo das Erdkabel den gesamten Blitzstrom aufnehmen muß, ein Spannungsabfall von ca. 20V pro Meter Kabellänge auftritt (wenn auch nur für ca. 1/100 s). Macht bei 10m Länge des Erdkabels 200V zwischen der Antenne und der PA-Schiene im Keller - trotz des Kabel-Querschnittes von 16 mm². Wäre nun der PA im Keller angeschlossen, würden die 200 (oder mehr) V Differenz oben bei der Antenne auftreten und mindestens das LNB zerstören, wenn nicht mehr. Schleifenbildung beim PA geht schon mal gar nicht, denn dann wären die 200V Spannungsabfall auch auf dem Antennenkabel gegeben, d.h. über das Abschirmgeflecht würde ein Ausgleichsstrom bis in den kA-Bereich hinein fließen. Ich denke, die Vorschrift, den PA an der Antenne anzuschließen, macht schon Sinn. Damit ist jedenfalls sichergestellt, daß sich alle Komponenten auch bei einem Blitzeinschlag auf gleichem Potential befinden. __________________________________ Ergänzung: Die Bezeichnung PIU 5 bzw. PIU 6 bezieht sich bei Emp-Centauri auf die Gehäusegröße und die ist abhängig von der Zahl der Anschlüsse. Hier ist ein PIU 4 Gehäuse abgebildet, hier ein PIU 5 und hier ein PIU 6. Die einzelne Klemme auf der linken Seite ist tatsächlich der Erdanschluß. Auf dem Bild sieht das Ding so aus, wie eine F-Kupplung, aber es ist so eine Art Lüsterklemme, wo das PA-Kabel einfach festgemacht werden kann.
__________________ Es gibt keine großen Entdeckungen und Fortschritte, solange es noch ein unglückliches Kind auf Erden gibt. Albert Einstein Nokia? Nein danke! | |
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| | # 9 |
| Team SAT-Technik Registriert seit: 27.08.2010
Beiträge: 1.289
| Mir ging es haupsächlich dabei um die Aussage, dass ein besagter Multischalter ohne Erdungsanschluss/Klemme nicht installiert werden darf Meine Frage lautete davor konkret, wie es sich mit den vielen "günstig" Switches verhält, die über keinen Erdungsanschluss verfügen. Freilich sollten quasi alle Teile des Verteilnetzes in den Poti eingeschlossen werden, v.a. wenn der MS über einen Anschluss verfügt werden, da denken/meinen wir das Gleiche... Da ich einen Chess 17/8 selbst betreibe, der über keinen Anschluss verfügt, stellt sich mir die Frage, warum werden diese Schalter überhaupt vertrieben? Auch möchte ich anmerken, dass selbst mein voriger Switch Astro SAM96 über keinen Erdungsanschluss verfügte. Und das ist ja nun wiederrum weder ein günstiger, noch ein Noname Anbieter Was aber auffällt ist das Zeichen der Schutzisolierung auf dem Gerät (2 Quadrate ineinander), welches besagt, dass das Gerät nicht nur schutzisoliert ist, sondern auch nur über eine 2-polige Anschlussleitung angeschlossen werden darf. Es darf kein Schutzleiteranschluss (mit Erdpotential) zugeführt/angeschlossen werden. Im Wiederspruch dazu sollte/muss der Swich aber mit in den Potentialausgleich einbezogen werden?! Verstehe das, wer will
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| | # 10 |
| Team SAT-Technik Registriert seit: 01.01.2006 Ort: mitten im Kohlenpott
Beiträge: 9.170
| So gesehen ist es natürlich blödsinnig, da gebe ich dir Recht. Der PA soll ja lediglich sicherstellen, daß die Anlage jederzeit gefahrlos berührt werden kann, mehr nicht. Zusätzlich muß aber dafür Sorge getragen werden, daß keine vagabundierenden Ströme über das Abschirmgeflecht fließen, dafür ist es ja nicht konzipiert. Deswegen auch das Schleifenverbot, damit so etwas nicht passiert. Ein Multischalter kann deshalb nur mit einem zweipoligen Stecker ans Stromnetz angeschlossen werden. Sein Gehäuse ist ja über den PA der angeschlossenen Kabel direkt mit der PA-Schiene im Keller verbunden. Wäre jetzt noch eine direkte Verbindung über einen dreipoligen Stecker vorhanden, hätten wir ja eine Schleife allererster Güte. Ob das Gehäuse des Schalters in den PA mit einbezogen wird, indem es direkt an die Erdklemmen angeschlossen wird, oder nicht, ist dabei sowas von egal ... Der PA darf aus Sicherheitsgründen nur nicht unterbrochen werden, wenn der Schalter mal ausgebaut wird. Wenn man nun vor und hinter dem Schalter erdet, ist das vollkommen ausreichend. Die einzige denkbare Situation wo die direkte Verbindung des PA mit dem MS etwas nützt, wäre, wenn dieser (trotz der Schutzisolierung) einen Isolationsfehler aufweist und ausgebaut wird, ohne vorher den Netzstecker zu ziehen. Aber wer macht denn so etwas? Ein vernünftiger Eli jedenfalls nicht.
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| | # 11 | |
| Team SAT-Technik Registriert seit: 19.03.2007
Beiträge: 4.144
| Zitat:
Sogar nach alten Montageanleitungen von HIRSCHMANN Verstärkern mit Schukostecker musste der Steckdosen-Schutzkontakt vom Netz getrennt und an den geerdeten Mast angeschlossen werden. Mit etwas Glück finde ich so eine Anleitung noch im Archiv. Und so wie heute viele Monteure gar nicht wissen wie ein normgerechter PA aussehen muss, haben damals gerade genug Installateure den Steckdosenumbau unterlassen. FAZIT: Der Wunsch nach Schleifenfreiheit ist gar nicht so neu, auch wenn dieser Begriff einstens noch nicht gebräuchlich war. | |
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