Thor 0.8°W und Astra 19.2°O Empfang

Alt 14.09.2010, 17:17   # 1
kaesefreund
 
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Satellitenfernsehen scheint doch komplizierter zu sein, als ich dachte... Vielleicht könnt ihr mir bei meinen ersten Gehversuchen helfen? Würde mir *tierisch* helfen...

Ich möchte das (rumänische) digi TV Packet empfangen. Wenn ich das richtig verstanden habe wird das über den K2 Strahl von Thor 6 und Spot 3 Intelsat 10-02 gesendet. Welche Schüsselgröße brauche ich dafür in Dresden? Den Abdeckungskarten, die ich auf Lyngsat.com gefunden habe, nach zu urteilen ist die Signalstärke ca. 49-52dbW für Thor und 52.4-54.4dbW für Intelsat. Irgendwo meine ich gelesen zu haben, dass bei 49dBW eine 60cm Schüssel reicht. Ist das ausreichend zum Empfang von verschlüsselten digitalen Sendern, auch bei schlechtem Wetter?

Zusätzlich möchte ich noch die deutschen Sender (insbesondere die FTA HDTV Kanäle) über Astra 19.2°O empfangen. Ich dachte da an eine Multifeedhalterung und schielenden Empfang von Astra. Reicht dafür eine 60cm Schüssel?

Oder brauche ich vielleicht sogar eine toroidal Antenne für ordentlichen Empfang?

Der Receiver wird nicht mehr als 10m von der Schüssel entfernt stehen, allerdings brauche ich für beide Leitungen eine Fensterdurchführung, da ich zur Mieter wohne und keine Löcher in die Balkontür oder Fassabe bohren will... Aber mit einem Vorverstärker sollte doch so eine Durchführung kein Problem sein, oder?
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Alt 14.09.2010, 20:39   # 2
Dipol
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Hallo kaesefreund, herzlich Willkommen im Forum!

Zitat:
Zitat von kaesefreund Beitrag anzeigen
Zusätzlich möchte ich noch die deutschen Sender (insbesondere die FTA HDTV Kanäle) über Astra 19.2°O empfangen. Ich dachte da an eine Multifeedhalterung und schielenden Empfang von Astra. Reicht dafür eine 60cm Schüssel?
Warum so bescheiden und nur 20° Orbitspreizung mit dieser Mega-Größe?
Zitat:
Zitat von kaesefreund Beitrag anzeigen
Oder brauche ich vielleicht sogar eine toroidal Antenne für ordentlichen Empfang?
Nicht zwingend, z. B. eine TRIAX TDS 110 mit Multiblock genügt auch.
Zitat:
Zitat von kaesefreund Beitrag anzeigen
Der Receiver wird nicht mehr als 10m von der Schüssel entfernt stehen, allerdings brauche ich für beide Leitungen eine Fensterdurchführung, da ich zur Mieter wohne und keine Löcher in die Balkontür oder Fassabe bohren will...
Wozu zwei Fensterdurchführungen? Was spricht dagegen beide LNB mittels DiSEqC-Schalter schon an der Antenne auf ein Kabel zu schalten?
Zitat:
Zitat von kaesefreund Beitrag anzeigen
Aber mit einem Vorverstärker sollte doch so eine Durchführung kein Problem sein, oder?
Der ist überflüssig wie ein Kropf und verursacht eher Übersteuerungsprobleme.
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Alt 14.09.2010, 21:03   # 3
kaesefreund
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Zitat von Dipol Beitrag anzeigen
Hallo kaesefreund, herzlich Willkommen im Forum!
Warum so bescheiden und nur 20° Orbitspreizung mit dieser Mega-Größe?
zugegeben, der first-guess war etwas optimistisch.

Zitat:
Zitat von Dipol Beitrag anzeigen
Nicht zwingend, z. B. eine TRIAX TDS 110 mit Multiblock genügt auch.
muss es da wirklich eine 110er Schüssel sein - scheint mir ziemlich groß? Bekommt man vielleicht auch genug Signal bei schlechtem Wetter mit einer Maximum T85 (die etwas kleiner ist...)? Hab grad hier gelesen, das man als Faustregel pro 5° Orbitspreizung etwa 20% auf die Schüsselgröße draufschlagen sollte. Bei 20° kommt man dann in diesem Beispiel auf die von dir genannten 110cm. Könnte man nun auch beide Satelliten schielend empfangen um so die Orbitspreizung effektiv auf 10° zu reduzieren? Kann so vielleicht die Schüssel dann auf 85cm verkleinern?

Zitat:
Zitat von Dipol Beitrag anzeigen
Wozu zwei Fensterdurchführungen? Was spricht dagegen beide LNB mittels DiSEqC-Schalter schon an der Antenne auf ein Kabel zu schalten?
Ah, ok, das erleichtert die Sache! Neue Idee: Wenn ich einen Twin-Reiceiver anschließen will brauch ich doch aber bestimmt trotzdem zwei Fensterdurchführungen?
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Alt 14.09.2010, 22:11   # 4
Dipol
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Zitat:
Zitat von kaesefreund Beitrag anzeigen
muss es da wirklich eine 110er Schüssel sein - scheint mir ziemlich groß?

Könnte man nun auch beide Satelliten schielend empfangen um so die Orbitspreizung effektiv auf 10° zu reduzieren? Kann so vielleicht die Schüssel dann auf 85cm verkleinern?
TRIAX orientiert sich bei der Typenangabe wie die meisten Hersteller nicht an dem geringeren Durchmesser der Breite, sondern der Höhe. Vergleich mal die Reflektorabmessungen mit einer KATHREIN CAS 90.

Bei Satelliten annähernd gleicher EIRP montiert man die LNB ohnehin symmetrisch und bei diesem Orbitabstand bleibt auch gar nichts anderes übrig. Die Multifeedschiene sieht bei dieser Orbitdifferenz und dem daraus resultierenden LNB-Abstand reichlich gewöhnungsbedürftig aus.

Je kleiner der Reflektor, umso geringer die Schlechtwetter-Reserve. Und die ist individuell abhängig von der persönlichen Akzeptanz und Leidensfähigkeit. Dafür gibt es keinen objektiven Gradmesser.
Zitat:
Zitat von kaesefreund Beitrag anzeigen
Ah, ok, das erleichtert die Sache! Neue Idee: Wenn ich einen Twin-Reiceiver anschließen will brauch ich doch aber bestimmt trotzdem zwei Fensterdurchführungen?
In diesem Fall allerdings.
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Alt 15.09.2010, 01:16   # 5
kaesefreund
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Hmm.... Sind Verstärkungsfaktoren, die vom Hersteller angegeben werden verlässlich? Für die Kathrein Cas 90 wird für 10.70-11.70 GHz: 38.6 dBi angegeben, für den TRIAX Unique Multispiegel (100x110cm, 250€) wird für 11.7 GHz: 37.1 dBi angegeben, das entspricht etwa dem Verstärkungsfaktor der TDS 78 . Dafür behauptet TRIAX, das diese "Unique Multifeed" Schüssel über 30° einen konstanten Verstärkungsfaktor liefert. Also prinzipiell ist das ja nicht schlecht. Wavefrontier 55 (53x67cm, 60€) , bzw. 90 (97x109cm, 100€): ca 34.7, bzw. dB 38.65 dB @11.7GHz über 40° Winkel. D.h. die Wavefrontier 55 liefert weniger als eine TRIAX TDS64 Schüssel, die 90er so viel wie eine TRIAX TDS88. Visiosat BiSat (70x91cm, 150€) ca. 35dbi bei +-20°, entspricht weniger als TDS64.

Wie fällt denn der Verstärkungsfaktor bei einer normalen Offset Antenne wie der Kathrein Cas 90 bei schielendem Emfpang ab?

Bei so vielen unverlässlichen (?) Herstellerangaben wäre vielleicht die Lektüre eines Tests von Antennen, die besonders für Multifeed geeignet sind hilfreich. Kennt jemand einen aktuellen Artikel, den man sich vielleicht in einem online shop kaufen kann?

Preislich scheint die Wavefrontier 90 recht atraktiv, das ist aber auch ein ziemlich großes Teil. Die Abmessungen der Wavefrontier 55 gefallen mir deutlich besser, die scheint aber "gerade so" auszureichen... eine toroidal Antenne, die genau dazwischen läge wäre wahrscheinlich optimal...
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Alt 15.09.2010, 11:42   # 6
Dipol
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Zitat:
Zitat von kaesefreund Beitrag anzeigen
Wie fällt denn der Verstärkungsfaktor bei einer normalen Offset Antenne wie der Kathrein Cas 90 bei schielendem Emfpang ab?
Nach meiner Kenntnis gibt es lediglich Schieldaten von KATHREIN. Die Angaben für 3° und 6° Abweichung vom Zentralfokus sind glaubhaft. Die beziehen sich aber nicht auf den "nackten" Antennengewinn, sondern die Systemgüte mit hauseigenen UAS-LNB. Bei Multifeedanordnung mit der ZAS 90 sind insbsondere an den CAS ohne Elevationswippe standortabhängige Abzüge einzukalkulieren.

Ansonsten haben sich im Lauf jahrzentelanger Berufstätigkeit reichlich Fakten und Indizien angehäuft, um nicht nur die Herstellerangaben von offenkundig falschen LNB-Rauschmaßen zu hinterfragen. In Wolfratshausen ist z. B. der nur noch schwache einfallende ASTRA 2D mit einer KATHREIN CAS 90 besser als mit einer GIBERTINI 100 zu empfangen. Folglich kann da eine Angabe des Antennengewinns nicht stimmen.

Umgekehrt ergeben Vergleiche von sehr alten mit neuen KATHREIN-Daten zu den Adapterplatten ZAS 94 (alte Version) und ZAS 90 mit fixen Kerbungen physikalisch inkompatible Veränderungen. Nach alten Unterlagen ist die Systemgüte auf 23,5° Ost mit der CAS 75 besser als mit der CAS 90. Seit einigen Jahren ist das urplötzlich anders, siehe http://www.kathrein.de/en/sat/products/doc/9351816b.pdf. Diese Daten sind ohnehin auf den nicht näher bezeichneten Messstandort beschränkt.
Ich unterstelle KATHREIN absolute Ehrlichkeit. Aber dass sich die Systemgüte trotz besserem LNB-Rauschmaß im Lauf der Jahre auf Multifeedpositionen auch teilweise verschlechtert hat, ist ebenfalls nicht nachvollziehbar. Abseits der alten Technikerregel "Wer HF misst, misst Mist", ist auch nicht immer 100%-tige Sorgfalt garantiert.
Zitat:
Zitat von kaesefreund Beitrag anzeigen
Bei so vielen unverlässlichen (?) Herstellerangaben wäre vielleicht die Lektüre eines Tests von Antennen, die besonders für Multifeed geeignet sind hilfreich. Kennt jemand einen aktuellen Artikel, den man sich vielleicht in einem online shop kaufen kann?
Das ist eine brotlose Kunst. Diese Sisyphusaufgabe wird sich keine unabhängige Koryphäe aufladen, zumal die Aussagen auch noch standortbezogen wären. Und eine anzeigenabhänge Satellitenzeitschrift kann sich mit diesem Thema nur die Kunden verprellen.

Ob dir die Schlechtwetter-Reserve einer 80er-Antenne statt der empfohlenen TDS 110 ausreicht, wirst du schon im Langzeit-Selbstversuch ermitteln müssen.
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Alt 15.09.2010, 12:47   # 7
Freestyle
 
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Hallo!
Nach meinen Recherchen, es müsste in Dresden auch mit MULTIFOCUS T85 funktionieren. (71cm x 90cm; ca. 65,- EURO mit Versand bei eBay)

Vorausgesetzt: Guter LNB – Beispiel Inverto Black Ultra (Verstärkerleistung bis 72 dB, Rauschmaß 0,2 dB; ab ca. 17,- Euro mit Versand); guter Koaxialkabel – 120dB (Preisner ist günstiger, ca. 60,- Euro /100m, oder Kathrein)

Allgemein Antennengrößen:
Astra 19,2°E: 55 cm
Thor 3,5 0,8°W: Thor 3: Südwesten 75 cm; Osten-Nordosten 55 cm; Thor 5: Norden 55 cm, T2-Beam 55 cm
Intelsat (10-02) 1°W : ab 55 cm.

Info: Lyngsat
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Alt 15.09.2010, 16:50   # 8
Dipol
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Zitat:
Zitat von Freestyle Beitrag anzeigen
Hallo!
Nach meinen Recherchen, es müsste in Dresden auch mit MULTIFOCUS T85 funktionieren. (71cm x 90cm; ca. 65,- EURO mit Versand bei eBay)
Die Antenne ist wie die Toroidal mit spärischer Ausformung für große Orbitbreiten ausgelegt. Ohne Sub-Reflektor ist sie weniger anfällig gegen Schneefall als die T 90. Offenbar gibt es von diesem Bauteil mehrere Versionen. Meine Erfahrungen beschränken sich auf ein Exemplar, an dem ich mir mit der Reflektorkante in den Finger geschnitten hatte. Evtl. haben die Produzenten beim Entgraten dazu gelernt.
Zitat:
Zitat von Freestyle Beitrag anzeigen
Vorausgesetzt: Guter LNB – Beispiel Inverto Black Ultra (Verstärkerleistung bis 72 dB, Rauschmaß 0,2 dB; ab ca. 17,- Euro mit Versand)
Das Black Ultra ist für DX-Fernempfang oder lange Leitungen bestens geeignet. Bei symmetrischer LNB-Anordnung düsen aus dem Black Ultra überschlägig satte 87 dB(µV) Betriebspegel heraus. Damit kommt es ohne Dämpfungsglied bei normalen Leitungslängen zu einer Überschreitung des max. zulässigen Receiver-Pegelfensters von 47 bis 77 dB(µV).

Das interessiert die Freaks dieses LNB aber erst, wenn der Empfang durch Übersteuerung des Multischalters oder Receivers ausfällt. Die wollen ja auch noch den schwachen Ostbeam empfangen. Ab 60 dB LNB-Verstärkung besteht je nach Leitungslänge und Receiver-Empfindlichkeit Übersteuerungsgefahr.
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Alt 16.09.2010, 13:17   # 9
kaesefreund
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wenn man diesen angaben traut, bring die multfocus t85 bei +-10° ca. 38dBi bei 12.7Ghz, das entspricht etwa der Verstärkung einer Kathrein CAS 75. Könnte also funktionieren. die triax tds110 wäre natürlich die wunsch lösung, schein mir aber etwa groß für meinen balkon.

Zitat:
Zitat von Dipol Beitrag anzeigen
Das interessiert die Freaks dieses LNB aber erst, wenn der Empfang durch Übersteuerung des Multischalters oder Receivers ausfällt. Die wollen ja auch noch den schwachen Ostbeam empfangen. Ab 60 dB LNB-Verstärkung besteht je nach Leitungslänge und Receiver-Empfindlichkeit Übersteuerungsgefahr.
Werde wohl nur 10m Kabel, eine Fensterdurchführung und einen DISEqC Schalter auf dem Weg vom LNB zum Receiver haben. Ein zusätzliches Dämpfungsglied würde wahrscheinlich das S/N nur unwesentlich verbessern in kombination mit diesem LNB. Nehme also wahrscheinlich einen anderen. Was kann man da so empfehlen? Muss man dabei etwas beachten?
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Alt 16.09.2010, 14:49   # 10
Dipol
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Zitat:
Zitat von kaesefreund Beitrag anzeigen
Werde wohl nur 10m Kabel, eine Fensterdurchführung und einen DISEqC Schalter auf dem Weg vom LNB zum Receiver haben. Ein zusätzliches Dämpfungsglied würde wahrscheinlich das S/N nur unwesentlich verbessern in kombination mit diesem LNB.
Massgeblich für das C/N ist die Eingangsstufe, ab da nimmt mit jeder Verstärkerstufe, jedem Bauteil und insbesondere den Dämpfungsgliedern der Rauschanteil zu.

Überdimensionierte Verstärkung ist bei BK wie Sat.-ZF gleichermaßen schlecht. Jedes dB Pegelabsenkung geht somit in die Verschlechterung des C/N mit ein.
Zitat:
Zitat von kaesefreund Beitrag anzeigen
Nehme also wahrscheinlich einen anderen. Was kann man da so empfehlen? Muss man dabei etwas beachten?
Eben höchstens 60 dB und keine 72 dB Verstärkung. Bei 72 dB kommt aus dem LNB die vierfache Spannung als bei 60 dB raus! Ein unkaputtbares ALPS mit 55 dB reicht für ASTRA allemal aus, ein MTI Blue Line mit großem Feedhorn dürfte ein guter Kompromiss sein. Das MTI HIGH LINE AP82-XT2N ist mir mit 70 dB Verstärkung auch zu kritisch.
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Alt 17.09.2010, 12:35   # 11
Freestyle
 
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Bei mir läuft mit INVERTO 1A!

Gut, die Verkabelung läuft bei mir über 35m, aber über Empfang kann ich mich bis jetzt nicht beklagen.
Was ich noch bemerkt habe ist dass der EDISION Receiver einen besseren Empfang zeigt als der HUMAX. Es ist nicht viel und nicht wirklich relevant: 1 bis 3% weniger bei Humax, aber Aussetzer oder Ausfälle gaben es bis jetzt noch nicht.

Aus persönlicher Erfahrung kann ich sagen dass ca. 25% was in der Theorie und technische Spezifikationen angegeben wird, bestätigt sich nicht in der Praxis.

Also, bei mir funktioniert der Inverto Black (65dB) gleich gut wie der ALPS (beide Quatro). Alle meine Bekannte haben Inverto Black und sind damit äußerst zufrieden.
Ja, es ist war, wie meine Vorredner sich schon geäußert haben, die Größe der Antenne ist nicht immer relevant, der Gewinn aber doch. In diesem Fall, die MAXIMUM bringt, dank ihrer spezifische Konstruktion, mehr Gewinn als die größeren, normalen parabolische Antennen. Wichtig ist es auch dass der Multifeedhalter RICHTIG angepasst ist. (wie bei HUMAX auch, aber wesentlich teuerer).

In Dresden Raum wird es mit einer Maximum T85 funktionieren, so wie auch mit einer HUMAX Professional 90cm Antenne mit dem entsprechenden mitgelieferten Multifeedhalter. (getestet auch in Stuttgart in Kombination mit Inverto black single LNBs) und auch mit größere Antenne, kein Zweifel daran!

Ich habe auch viel gelesen dass TRIAX TDS 110 häufig empfohlen wird (günstig ist sie schon zu bekommen), aber nach viele Beschreibungen und Versuche kommt es heraus dass doch so eine Große Antenne nicht unbedingt nötig war. (Am Anfang wurde mir auch empfohlen, und von Fachmann unbedingt zwei getrennte Antennen weil sonst Problemen geben werden, etc, etc… jetzt bin ich froh dass ich das T85 System mir gebaut habe). Wenn platz genug ist, steht nichts in Wege.

Jetzt ist es eine Geschmacksache und Größe des Geldbeutels wie kaesefreund sich entscheidet.
Die Montage läuft mit Maximum T85 und Humax 90 relativ schnell da die Multifeedhalter markiert sind, die anderen Systeme habe ich nicht ausprobiert. Ich persönlich empfehle den Fokus bei 9° Ost, dann haben die beiden Satelliten den ungefähren gleichen starken Empfang, der Empfang bei Thor / Intelsat 0.8°/1° West wird sogar minimal stärker angezeigt.

Rumänische Programme (RSC & RDS – alte DIGI TV) kommen auf Intelsat 10-02 (Nagravision 3) und werden von meinem Receiver makellos empfangen, und deutsche Programme, wie gewöhnt problemlos, auf Astra 1 (19.2°Ost).

Da es noch Platz gibt, habe ich noch Hotbird -13° Ost (Ersatz für Astra 1) und Astra 4 - 4,8°Ost LNBs montiert.

Viel Erfolg!
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Alt 17.09.2010, 14:33   # 12
Dipol
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Zitat:
Zitat von Freestyle Beitrag anzeigen
Bei mir läuft mit INVERTO 1A!

Gut, die Verkabelung läuft bei mir über 35m, aber über Empfang kann ich mich bis jetzt nicht beklagen.
Bei 35 Meter ergeben sich mit einem geschäumten HQ-Kabel folgende Dämpfungswerte in der Sat.-ZF:
  • mit 18 dB/100 m bei 950 MHz = 6,3 dB
  • mit 30 dB/100 m bei 2.150 MHz = 10,5 dB
Obwohl die meisten Receiver mit weniger als dem Norm-Mindestpegel von 47 dB(µV) auskommen, lässt das Normpegelfenster 77 dB(µV) zu. 30 dB Spreizung von 224 µV zu 7,08 mV entsprechen schon einem Riesenverhältnis von 1:31. Welchen nachvollziehbaren Grund gibt es da zusätzlich drauf zu satteln?

Mit Black Ultra LNB donnern aus einer 80er Antenne 87 dB(µV) +/-3 dB raus.

FAZIT: Selbst bei 35 Meter Kabellänge kommt es bereits zu Überpegeln dieses von der Norm schon äußerst großzügig gefassten Bereichs.
Zitat:
Zitat von Freestyle Beitrag anzeigen
Also, bei mir funktioniert der Inverto Black (65dB) gleich gut wie der ALPS (beide Quatro). Alle meine Bekannte haben Inverto Black und sind damit äußerst zufrieden.
Zu den persönlichen Erfahren eines Laien (?) halte ich mich als Fachbauleiter besser zurück.

Nicht alles was (trotzdem) funzt ist normgerecht und sinnvoll! High-Gain-LNB wie dieser sind nur bei langen Leitungen oder schwachen DX-Signalen sinnvoll, da können noch so viele Produktfans dieses Bauteil im Unverstand für den Empfang von Medium-Power-Satelliten nutzen.

Es ist unter Fachleuten unstrittig, dass -bei allen Unterschieden im DX-Empfang- kein LNB ein ehrliches Rauschmaß < 0,7 dB hat. Emotionale Zufriedenheit mit einem Produkt und fachliche Fakten sind eben manchmal unvereinbar.
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Alt 17.09.2010, 14:35   # 13
kaesefreund
Threadstarter
 
Registriert seit: 14.09.2010
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Habe vorgestern entdeckt, das auf Hellas Sat 2 39°O auch ein rumänische Paket gesendet wird (Dolce von Romtelekom). Dort gibt es sogar ein (kleines) HDTV Angebot. Dieser Satellit steht auch deutlich günstiger vor unserem ost-süd Balkon. Hellas steht von unserem Balkon aus etwa 4,4° niedriger am Himmel als Astra 19.2°O. Ist das ein Problem? Orbitspreizung ist etwa die gleich wie bei Thor/Intelsat 0.8W. Wenn ich mir aber auf dishpointer.com den Azimut der Satelliten anschaue sind Hellas und Astra 24° entfernt und Thor und Astra nur 14.6°. Irgendwie war mir nicht klar, dass die Differenz der Satelliten Position (39°O, 19,2°O, 0,8°W...) nicht gleich der Differenz der Azimute ist... Hellas scheint auch noch deutlich stärker zu senden.
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Alt 17.09.2010, 14:45   # 14
Dipol
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Zitat:
Zitat von kaesefreund Beitrag anzeigen
Habe vorgestern entdeckt, das auf Hellas Sat 2 39°O auch ein rumänische Paket gesendet wird (Dolce von Romtelekom). Dort gibt es sogar ein (kleines) HDTV Angebot. Dieser Satellit steht auch deutlich günstiger vor unserem ost-süd Balkon. Hellas steht von unserem Balkon aus etwa 4,4° niedriger am Himmel als Astra 19.2°O. Ist das ein Problem?
Den kürzesten Weg durch die Erdatmosphäre legen die Signale südlicher Satelliten zurück. Die sind -bei gleicher EIRP- am wenigstens wetteranfällig. Dem wirkt man am besten mit etwas mehr Reflektorblech entgegen.
Zitat:
Zitat von kaesefreund Beitrag anzeigen
Irgendwie war mir nicht klar, dass die Differenz der Satelliten Position (39°O, 19,2°O, 0,8°W...) nicht gleich der Differenz der Azimute ist... Hellas scheint auch noch deutlich stärker zu senden.
Das ist doch einfache Geometrie. Die Orbitwinkel beziehen sich auf die Polachse, von der Erdoberfläche aus sind die Winkel größer.
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Alt 08.10.2010, 12:12   # 15
aforster
 
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Hallo Freestyle,

Zitat:
Zitat von Freestyle Beitrag anzeigen
Rumänische Programme (RSC & RDS – alte DIGI TV) kommen auf Intelsat 10-02 (Nagravision 3) und werden von meinem Receiver makellos empfangen, und deutsche Programme, wie gewöhnt problemlos, auf Astra 1 (19.2°Ost).
Viel Erfolg!
Wie hast du das mit den Receivern gelöst? Kann man das rumänische PayTV und Astra mit einem einzigen Receiver empfangen?

Viele Grüße,

Andreas
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Alt 08.10.2010, 12:56   # 16
Isotrop
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Servus,

der Empfang über nur "einen" Receiver wird weniger das Problem sein

Beide Sat Positionen werden sicher über einen Diseqc Switch zusammengeschaltet und auf eine Ableitung gespeist, somit hat der eine genutzte Receiver alle Programme von beiden Satpositionen verfügbar

Der Receiver muss lediglich mit den verschiedenen Codierungen zurechtkommen, heisst, er muss die Karte des PayTV Anbieters nutzen/lesen können. Vorteilhaft ist hier eine universelle CI Schnittstelle, die verschiedene CA Module aufnehmen kann, je nach verwendeter Verschlüsselung des Anbieters
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Alt 09.10.2010, 10:28   # 17
kaesefreund
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Zitat:
Zitat von aforster Beitrag anzeigen
Hallo Freestyle,



Wie hast du das mit den Receivern gelöst? Kann man das rumänische PayTV und Astra mit einem einzigen Receiver empfangen?

Viele Grüße,

Andreas
Soweit ich weiß werden beide rumänischen Pakete (DigiTV auf Thor und Dolce TV auf Hellas 2) nur mit gepaarten Entschlüsselungskarten samt Receiver verkauft. D.h. die Karte funktioniert nur in dem mitgelieferten Receiver. Die angebotenen Receiver sind aber der letzte Müll. Nach telefonischer Auskunft kann man mit dem Receiver von Dolce TV nur einen Satelliten empfangen, d.h. kein Diseqc. Aufnehmen/Timeshift via USB Festplatte geht auch nicht. Evtl. gibt es die Möglichkeit mit einem Softcam Modul (?) die Entschlüsselung durchzuführen. Das wäre super. Weiß aber nicht wie und ob das geht. Wir bestellen uns nun das Dolce TV Paket, weil Thor bei uns von einem Baum abgedeckt wird. Kostenpunkt: etwa 24€ inkl./Monat Spielfilm-, HD-, und Discovery-Kanälen.
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Alt 14.10.2010, 20:49   # 18
aforster
 
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Hallo,

eine Frage noch:

wird der Empfang von Thor und Astra 19,2°O auch mit einer Fuba DAA850 und entsprechender Halterung DAZ104 möglich sein?


Vielen Dank!

Andreas
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Alt 14.10.2010, 22:12   # 19
Isotrop
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Beiträge: 1.289
Der Empfang wird wohl klappen, aber die Schlechtwetterreserve wird entsprechend darunter leiden. Die DAZ104 bietet einen Einstellbereich von 24° laut Hersteller... Jeweils annähernd 10° (+10 bzw. -10°) ausserhalb des Brennpunktes bei einer 85cm Antenne hat man da natürlich nicht mehr soviel Gewinn, wie es zentral im Fokus der Fall ist...
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