Erdung Satschüssel

Alt 02.09.2010, 18:41   # 1
Clock
 
Registriert seit: 23.08.2010
Beiträge: 6
Muss ein Erdungskabel eigentlich an einem Stück verlegt werden oder darf das Kabel auch "gestückelt" und die einzelnen Teile mit ?"Erdungsblöcken"? verbunden werden.

Hat jemand dazu eine Idee?
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Alt 02.09.2010, 19:00   # 2
Dipol
Team SAT-Technik
 
Registriert seit: 19.03.2007
Beiträge: 4.147
Zitat:
Zitat von Clock Beitrag anzeigen
Muss ein Erdungskabel eigentlich an einem Stück verlegt werden oder darf das Kabel auch "gestückelt" und die einzelnen Teile mit ?"Erdungsblöcken"? verbunden werden.
Gegen eine oder höchstens zwei Verbindungsstellen ist nichts einzuwenden, wenn sie blitzstromtragfähig sind. Ein KATHREIN ZEV 11 ist ein geeigneter Verbinder für einen normgerechten 16 mm² Cu-Volldraht oder einen 25 mm² Alu-Draht. Eine normale Haupterdungsschiene kann ebenfalls genutzt werden.

In die Klemmen von Erdblöcken passt nur ein 4 mm² Draht hinein. Die Klemmen von Erdwinkeln oder Erdungsschienen für Kabel sind nur für Potenzialausgleich ausgelegt und als Verbinder für Erdkabel mangels Blitzstromtragfähigkeit ungeeignet.

Laut DEHN+SÖHNE sind auch die meisten Erdungsbänder nicht blitzstromtragfähig. Somit zu Erdungszwecken möglichst auch nur massive Erdschellen vervenden.
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Alt 06.09.2010, 03:10   # 3
elo22
 
Registriert seit: 03.10.2008
Beiträge: 219
Zitat:
Zitat von Dipol
Laut DEHN+SÖHNE sind auch die meisten Erdungsbänder nicht blitzstromtragfähig. Somit zu Erdungszwecken möglichst auch nur massive Erdschellen vervenden.
Da bildet OBO Bettermann mit der 927 wohl eine Ausnahme.

Lutz
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Alt 06.09.2010, 13:54   # 4
Dipol
Team SAT-Technik
 
Registriert seit: 19.03.2007
Beiträge: 4.147
Zitat:
Zitat von elo22 Beitrag anzeigen
Da bildet OBO Bettermann mit der 927 wohl eine Ausnahme.
Da bestehen bei mir seit der Lektüre eines alten Blitzschlag-Schadensberichts starke Zweifel, Die 927 würde ich trotz Klemme für bis zu 8 mm Querschnitt nur für PA nutzen.

Schade dass ich den Fachartikel im Archiv verlegt habe. Wer darin die Abbildung einer ähnlichen Banderdungsschelle nach einem Blitzschlag gesehen hat, verwendet ruhigen Gewissens nur noch Erdschellen aus Stahl oder Temperguss.
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Alt 08.09.2010, 04:34   # 5
elo22
 
Registriert seit: 03.10.2008
Beiträge: 219
Zitat:
Zitat von Dipol
Da bestehen bei mir seit der Lektüre eines alten Blitzschlag-Schadensberichts starke Zweifel, Die 927 würde ich trotz Klemme für bis zu 8 mm Querschnitt nur für PA nutzen.
Vielleicht hat sich die 927 verändert.

Zitat:
Zitat von Dipol
Schade dass ich den Fachartikel im Archiv verlegt habe. Wer darin die Abbildung einer ähnlichen Banderdungsschelle nach einem Blitzschlag gesehen hat, verwendet ruhigen Gewissens nur noch Erdschellen aus Stahl oder Temperguss.
Ich habe das hier irgendwo schriftlich. Wem soll man da trauen wenn nicht den Herstellerdaten?

Lutz
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Alt 08.09.2010, 10:48   # 6
Dipol
Team SAT-Technik
 
Registriert seit: 19.03.2007
Beiträge: 4.147
Zitat:
Zitat von elo22 Beitrag anzeigen
Vielleicht hat sich die 927 verändert.
Es gibt tatsächlich mehrere Ausführungen.
  • 927 0: Schellenkörper und Schrauben aus Messing vernickelt
  • 927 1/2/3: Schellenkörper, Schrauben (V2A)
    Anschlussmöglichkeiten für max. 2 Leitungen 2,5-25 mm
    Rundleiter Rd 8.
  • 927 2 6-K: Schellenkörper, Schrauben aus Edelstahl (V2A).
Die ES-Ausführung hat (mitsamt Rechtschreibfehler) folgenden Text:
Zitat:
Zitat von Flyer OBO Isolierter Blitzschutz für Dachaufbauten
927 2 6-K Potentialanschlusschelle für Montagen an isFang

Potenzialanschluss für isCon®-Leitung zur Montage an isolierten Fangmasten Typ isFang.
Zitat:
Zitat von elo22 Beitrag anzeigen
Ich habe das hier irgendwo schriftlich. Wem soll man da trauen wenn nicht den Herstellerdaten?
Auch Hersteller sind nicht unfehlbar, darum traue niemand.

OBO stellt den Überspannungsschutz TV 4+1 vor einem Multischalter grundsätzlich ohne den vorgeschreibenen PA der Sternleitungen dar. Das ist so auch in einen Artikel der InfoSat eingeflossen, der sich ansonsten sehr fachgerecht von dem Nonsens abhebt, der zur gleichen Thematik zuvor in Ausgaben der SATVISION und Sat+Kabel verzapft wurde

KATHREIN hatte zur ANGA 2009 die brandneuen CAS 80 gebracht und in der Bedienungsanleitung Erdung und PA an Sanitärleitungen noch als erlaubt deklariert. Das wurde nach meinem Hinweis auf die EN 60728-11 geändert und dann sogar auf der Homepage diesbezüglich ein Warnhinweis eingestellt.
Bei dem Thema wast du schon vor mir auf dem richtigen Normenstand, auch wenn du damals den erbetenen Nachweis nicht erbracht hast.

Im technischen Anhang diverser Hersteller wurde noch Jahre nach Einführung der EN 60728-11 ein 16 mm² Cu-Draht in mehrdrähtiger Ausführung für normgerecht erklärt. HIRSCHMANN hat das erst auf meine Intervention geändert.
Auch ein gewisser ***22 wollte sich in einem Elektrikforum nicht "weiß machen lassen", dass der mehrdrähtige 16 mm² Cu-Draht seit 2004 normwidrig ist. :luvuall:
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Alt 28.05.2012, 13:49 # --
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