Ich will in einem Raum drei Dosen setzen um einen Twin-Receiver anzuschließen. Mehrere Dosen, weil ich nicht nachträglich, wenn ich mal Möbel rücke, mit langen Leitungen durch den Raum muss, nicht weil ich drei Twins anschließen will.
Mein Gedanke dazu ist folgender: ( ) Ich setze an jedem angedachten Platz für die 2 Anschlüsse des Twins 2 Doppeldosen A1 B1.... A2 B2 ..... A3 B3. Ich gehe mit den ankommenden Kabeln jeweils an A1links und B1links. Dann lege ich jeweils ein Kabel von A1rechts zu A2links und B1recht zu B2links und jeweils eins von A2recht zu A3links und B2rechts zu B3links. Je nachdem, an welchem Ort ich meinen Twin anschließen will, überbrücke ich die anderen Dosen indem ich vom linken in den rechten Anschluss einer Dose ein kurzes Kabel montiere. Habt ihr meine Ausführungen verstanden?
Geht das so, habe ich etwas übersehen oder gibt es eine elegantere Lösung? Wie ist das mit dem Abschlusswiderstand?
Schon mal vielen Dank für eure Antworten!
Gruß aus dem hohen Norden
Thomas
01.09.2010, 22:33
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2
Dipol
Team SAT-Technik
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Zitat:
Zitat von ThomasB
Habt ihr meine Ausführungen verstanden?
Da habe ich erheblich Zweifel, zumal noch nicht mal klar ist was für Dosen du überbrücken willst. Man mag es exotisch oder wie auch immer nennen, mit einer professionellen Verkabelung hat das nichts zu tun
Zitat:
Zitat von ThomasB
Geht das so, habe ich etwas übersehen oder gibt es eine elegantere Lösung? Wie ist das mit dem Abschlusswiderstand?
Abschlusswiderstände sind zur Terminierung von Stammleitungen mit mehreren Durchgangsdosen in Reihe erforderlich. Deine Schilderung verstehe ich so, dass Twin-Stichdosen eingesetzt werden sollen.
Was spricht dagegen das ganze Gebastel zugunsten eines Multischalters aufzugeben? Alle drei Twin-Leitungen sollten sternförmig an einem Punkt zusammen geführt werden und könnten auch nach dem jeweiligem Bedarf auf den LNB oder Multischalter aufgeschaltet werden.
02.09.2010, 09:31
#
3
ThomasB
Threadstarter
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Beiträge: 24
Zitat:
Zitat von Dipol
Da habe ich erheblich Zweifel, zumal noch nicht mal klar ist was für Dosen du überbrücken willst. Man mag es exotisch oder wie auch immer nennen, mit einer professionellen Verkabelung hat das nichts zu tun
Habt Mitleid mit uns technisch nicht ganz so versierten! :kruecken:
Das habe ich fast befürchtet. Aber WIE sieht denn eine professionelle Verkabelung aus, wenn man nur eine Zuleitung (bzw 2 zur Versorgung eines Twin receivers) aber 3 verschiedene Dosen hat?
Zitat:
Zitat von Dipol
Abschlusswiderstände sind zur Terminierung von Stammleitungen mit mehreren Durchgangsdosen in Reihe erforderlich. Deine Schilderung verstehe ich so, dass Twin-Stichdosen eingesetzt werden sollen.
Ich hatte mich wohl falsch ausgedrückt. Ich weiß schon, wozu der Abschlusswiderstand da ist. Meine Frage zielte nur darauf, wie ich das bei meiner abenteurlichen Variante mache. Aber das hat sich wohl erübrigt.
Zitat:
Zitat von Dipol
Was spricht dagegen das ganze Gebastel zugunsten eines Multischalters aufzugeben? Alle drei Twin-Leitungen sollten sternförmig an einem Punkt zusammen geführt werden und könnten auch nach dem jeweiligem Bedarf auf den LNB oder Multischalter aufgeschaltet werden.
Den Multischalter gibt es schon. Mit eben genau zwei Leitungen in den Raum. Und da das Haus von irgendwann um 1900 ist und bei der letzten Renovierung jemand schon freundlicherweise ein paar Kabel "versteckt" verlegt hat, bin ich froh, überhaupt was zu haben. "Leerrohr" ist allerdings in diesem Haus ein Fremdwort. Ist manchmal etwas schwierig, mit den Gegebenheiten alter Gemäuert zurecht zu kommen.
Hat also jemand eine Empfehlung für mich, wie ich das dann am Besten mit den drei Dosen machen? Oder geht das viel einfacher, indem ich T-Stücke in die Leitungen setze, von denen ich dann zu den Dosen abzweige?
Danke!
02.09.2010, 14:58
#
4
King W.
Team SAT-Technik
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Du kannst es mal mit einem Vorrangschalter versuchen. Der hat einen Master- und einen Slave-Ausgang. Wenn du allerdings 2 Vorrangschalter hintereinander betreiben willst, muß der 2. Schalter unbedingt mit dem Master-Ausgang des 1. Schalters verbunden werden. Dann kann der Receiver, der am letzten Master-Ausgang hängt, alles empfangen. Ist dieser Receiver ausgeschaltet oder abgeklemmt, ist der Receiver am 2. Anschluß frei und kann alles empfangen. Ist auch dieser Receiver ausgeschaltet, so ist der 1. Receiver frei. Die übrigen Receiver können von dem Band mit empfangen, welches der gerade aktive Master-Receiver vorgibt.
Mehr kann ich dir nicht anbieten, wenn du 3 Receiver an einer Leitung betreiben möchtest, ohne auf Unicable zurückzugreifen.
Kleiner Hinweis noch: Der Schalter wird nicht von Nokia hergestellt, sondern er ist ursprünglich für die Nokia d-Box entwickelt worden. Die Bezeichnung "Nokia" ist deshalb nicht ganz korrekt. Hersteller ist die Firma Emitor aus Schweden.
__________________ Es gibt keine großen Entdeckungen und Fortschritte, solange es noch ein unglückliches Kind auf Erden gibt. Albert Einstein
Nokia? Nein danke!
02.09.2010, 15:03
#
5
ThomasB
Threadstarter
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Beiträge: 24
Danke für Deine Ausführungen King!
Ich vermute aber, dass irgend etwas von meinen Ausführungen überlesen wurde. Ich will nämlich keine drei Receiver gleichzeitig anschließen, sondern nur einen. Die drei Dosen soll es nur geben, falls die gesamte TV Anlage in dem Zimmer mal in eine andere Ecke gerückt wird. Ich will in diesem Fall dann nicht gezwungen sein, die Dose neu zu setzen.
02.09.2010, 16:33
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6
Dipol
Team SAT-Technik
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Zitat:
Zitat von ThomasB
Die drei Dosen soll es nur geben, falls die gesamte TV Anlage in dem Zimmer mal in eine andere Ecke gerückt wird. Ich will in diesem Fall dann nicht gezwungen sein, die Dose neu zu setzen.
Somit gibt es drei mögliche Varianten:
1.) Sternverteilung A:
Drei Twin-Stichleitungsdosen werden sternförmig zum Zuleitungspunkt verlegt und nur die jeweils benötigte Dose wird durchverbunden. Das ist pegeltechnisch am günstigsten und normgerecht.
2.) Sternverteilung B:
Wie vor, jedoch werden alle drei Dosen über zwei Dreifachverteiler parallel geschaltet. Es ist eine Pegelreserve von ca. 8 dB erforderlich. Stichdosen nach einem Verteiler ergeben zwangsläufig eine nicht normgerechte Teilnehmerentkopplung. Diese Ausführung ist normwidrig, ermöglicht aber den Betrieb an einer einzelnen Dose ohne bei Umstellungen umschalten zu müssen.
3.) Reihenverteilung:
An jeder Abnahmestelle werden zwei DC-taugliche Durchgangs-Steckdosen installiert, die letzte Paarung muss mit Abschlusswiderständen terminiert werden. Es ist eine Pegelreserve von ca. 15 dB erforderlich. Die Ausführung ist normgerecht, setzt aber ausreichenden Pegel voraus
02.09.2010, 16:43
#
7
ThomasB
Threadstarter
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Zitat:
Zitat von Dipol
1.) Sternverteilung A:
Drei Twin-Stichleitungsdosen werden sternförmig zum Zuleitungspunkt verlegt und nur die jeweils benötigte Dose wird durchverbunden. Das ist pegeltechnisch am günstigsten und normgerecht.
Nicht möglich, weil es wie oben bereits beschrieben nur 2 Leitungen gibt, keine Leerrohre, kaum eine Möglichkeit extra Kabel zu ziehen.
Zitat:
Zitat von Dipol
2.) Sternverteilung B:
Wie vor, jedoch werden alle drei Dosen über zwei Dreifachverteiler parallel geschaltet. Es ist eine Pegelreserve von ca. 8 dB erforderlich. Stichdosen nach einem Verteiler ergeben zwangsläufig eine nicht normgerechte Teilnehmerentkopplung. Diese Ausführung ist normwidrig, ermöglicht aber den Betrieb an einer einzelnen Dose ohne bei Umstellungen umschalten zu müssen.
Wird wohl DIE Lösung für mich sein, weil die Dreifachverteiler ja unmittelbar vor der ersten Dose gesetzt werden können.
Zitat:
Zitat von Dipol
3.) Reihenverteilung:
An jeder Abnahmestelle werden zwei DC-taugliche Durchgangs-Steckdosen installiert, die letzte Paarung muss mit Abschlusswiderständen terminiert werden. Es ist eine Pegelreserve von ca. 15 dB erforderlich. Die Ausführung ist normgerecht, setzt aber ausreichenden Pegel voraus
Hört sich am leichtesten zu realisieren an, allerdings muss ich mich jetzt mit dem Thema "Pegelreserve" auseinandersetzen, weil ich nicht weiß, wie ich heraus bekomme, wieviel Pegelreserve ich habe.
02.09.2010, 16:55
#
8
King W.
Team SAT-Technik
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Beiträge: 9.170
Zitat:
Zitat von ThomasB
Danke für Deine Ausführungen King!
Ich vermute aber, dass irgend etwas von meinen Ausführungen überlesen wurde. Ich will nämlich keine drei Receiver gleichzeitig anschließen, sondern nur einen. Die drei Dosen soll es nur geben, falls die gesamte TV Anlage in dem Zimmer mal in eine andere Ecke gerückt wird. Ich will in diesem Fall dann nicht gezwungen sein, die Dose neu zu setzen.
Das habe ich schon verstanden. Ich habe mal skizziert, wie ich mir das vorgestellt habe. Als Dosen kommen normale Stichdosen zum Einsatz. Dann kannst du den Receiver wahlweise an einer der drei Dosen betreiben, oder auch - mit gewissen Einschränkungen - mehr als einen Receiver gleichzeitig.
__________________ Es gibt keine großen Entdeckungen und Fortschritte, solange es noch ein unglückliches Kind auf Erden gibt. Albert Einstein
Nokia? Nein danke!
02.09.2010, 17:45
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9
Dipol
Team SAT-Technik
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Beiträge: 4.147
Zitat:
Zitat von King W.
Als Dosen kommen normale Stichdosen zum Einsatz. Dann kannst du den Receiver wahlweise an einer der drei Dosen betreiben, oder auch - mit gewissen Einschränkungen - mehr als einen Receiver gleichzeitig.
Wenn ich Thomas richtig verstanden habe hat er einen Twinanschluss den er an drei Stellen wechselweise nutzen will.
Wenn das zutrifft wären vier statt zwei Vorrangschalter vorzusehen.
03.09.2010, 08:37
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10
ThomasB
Threadstarter
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Beiträge: 24
Zitat:
Zitat von Dipol
Wenn ich Thomas richtig verstanden habe hat er einen Twinanschluss den er an drei Stellen wechselweise nutzen will.
Wenn das zutrifft wären vier statt zwei Vorrangschalter vorzusehen.
So ist es!! So langsam komme ich in die richtige Richtung mit meinem Verständnis. Vielleicht könnt ihr mich noch etwas schlauer machen.
Zitat:
Zitat von Dipol
1.) Sternverteilung A:
Drei Twin-Stichleitungsdosen werden sternförmig zum Zuleitungspunkt verlegt und nur die jeweils benötigte Dose wird durchverbunden.
2.) Sternverteilung B:
Wie vor, jedoch werden alle drei Dosen über zwei Dreifachverteiler parallel geschaltet.
3.) Reihenverteilung:
An jeder Abnahmestelle werden zwei DC-taugliche Durchgangs-Steckdosen installiert, die letzte Paarung muss mit Abschlusswiderständen terminiert werden.
Was ist an der Lösung mit den Vorrangsschaltern besser im Vergleich zu den Lösungen, die Dipol angeboten hat? Oder meintest du, Dipol, Reihen oder Serienschaltungen mit Vorrangschaltern?
06.09.2010, 13:43
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11
ThomasB
Threadstarter
Registriert seit: 30.08.2010
Beiträge: 24
@Dipol oder King (opder natürlich auch jeder Andere, der es weiß):
Könnt ihr mich bezüglich meiner letzten Frage noch mal aufklären?
Danke schon mal im Voraus!
06.09.2010, 14:03
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12
Dipol
Team SAT-Technik
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Zitat:
Zitat von ThomasB
@Dipol oder King (opder natürlich auch jeder Andere, der es weiß):
Könnt ihr mich bezüglich meiner letzten Frage noch mal aufklären?
Vorangschalter sind okay wenn man sie nicht sieht. Wenn man die aber nicht verstecken kann, hat man bei zwei x zwei Vorrangschaltern ein optisches Problem.
Ich ziehe daher die Variante Sternverteilung A vor, weil sie die geringsten Pegelverluste verursacht und sich keiner an zwei zusätzlich installierten Twin-Steckdosen stören wird. Und sofern der Pegel ausreicht (was fraglich ist!), wäre die Durchschleiflösung mit 2 x 3 Singledosen mein Favorit.