auch ich als KD Geschädigter mache mich nun mal ans umrüsten. Bis vor 3 Wochen wusste ich nicht mal was F-Stecker, Multischalter und das ganze Zeug sind ! Dank diesem Forum habe ich nun eine fast komplette Stückliste - Cool !
Nun aber kommt der knifflige Teil. Unser Haus hat keinen Blitzschutz. Die Antenne steht auf dem neben dem Haus befindlichen Carport. Sie wird auf gleicher Höhe wie die Hausdachrinne (innenliegend) in ca. 1 m Entfernung davon installiert. Sie steht damit ca. 5 m tiefer als der Dachfirst. Hohe Häuser und Bäume ringsherum (laut Forum Artikel nicht so sehr entscheidend) außer in Empfangsrichtung.
Benötige ich da auch ein Blitzschutz?
Der Potentialausgleich wird auf die entsprechende Schiene geklemmt (richtig?). Die ist aber nur im Bereich der Unterverteilung vorhanden !! und die ist auf der anderen Seite des UG. Schlitze fräsen -> keine Chance. Wie geht das dann?
Bei beiden Punkten bin ich stark am überlegen einen Fachmann zu beauftragen.
Vielleicht gibt es aber doch noch den einen oder anderen Tip im Forum.
Noch ein Punkt. Die Antennenkabel kommen im Bereich des Stromhausanschlusses in das UG und der MS soll auch daneben installiert werden. Hat der Anschluss (ziemlich dicke Kabel) einen störenden Einfluss auf die SAT Verteilung (1 MS und 2-1 Splitter)?
Viele Grüsse
hjschwe
25.08.2010, 22:01
#
2
King W.
Team SAT-Technik
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Beiträge: 9.170
Hallo und Herzlich Willkommen bei uns im Forum! :liebegru:
Wenn deine Angaben richtig sind (5m/1m) ist ein Blitzschutz entbehrlich, da sich die Antenne dann im Schutzbereich des Hauses befindet. Der Potentialausgleich ist aber auf jeden Fall erforderlich, damit die Anlage jederzeit gefahrlos berührt werden kann.
Du schreibst gerade, die Antennenkabel kommen in der Nähe des Hausanschlusses in das UG. Dort kannst du doch den Potentialausgleich anbringen. Der Hausanschluß hat doch eine Erdungsschiene. Ein 4 oder 6 mm² Kabel dort hin, an einen Erdungsblock angeschlossen und die Kabel darüber geführt, sollte doch kein Problem sein.
Wie sieht es denn überhaupt mit der Verkabelung der Anlage aus? Hat jede Antennendose einen separaten Anschluß oder sind die Dosen in Reihe geschaltet? Mit einem Splitter kannst du bei SAT nicht viel ausrichten. Bei einer Reihenschaltung der Dosen kann man auf Unicable zurückgreifen.
Das Antennenkabel ist recht gut geschirmt, eine Stromleitung in der Nähe macht nichts aus, auch dann nicht, wenn es die Hauptleitung ist.
__________________ Es gibt keine großen Entdeckungen und Fortschritte, solange es noch ein unglückliches Kind auf Erden gibt. Albert Einstein
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25.08.2010, 22:09
#
3
Dipol
Team SAT-Technik
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Hallo hjschwe, nachträglich noch herzlich Willkommen im Forum!
Zitat:
Zitat von hjschwe
Benötige ich da auch ein Blitzschutz?
Ein Gebäude-Blitzschutz ist nur selten gefordert, eine Antennenerdung aber außerhalb des Schutzbereichs der Fassade nach EN 60728-11 unabdingbar. Eine Antenne auf Dachrinnenhöhe ist somit unabhängig von der Firsthöhe immer erdungspflichtig, umgebende Bauwerke oder Bäume befreien davon ebenfalls nicht.
Zitat:
Zitat von hjschwe
Der Potentialausgleich wird auf die entsprechende Schiene geklemmt (richtig?). Die ist aber nur im Bereich der Unterverteilung vorhanden !! und die ist auf der anderen Seite des UG. Schlitze fräsen -> keine Chance. Wie geht das dann?
In dem Fall nicht der PA, sondern die Antennenerdung. Ohne Kenntnis der örtlichen Verhältnisse kann man keine Vorschläge über die Trasse des Erdungsdrahts machen. Zu einer blitzstromtragfähigen Verbindung mit mind. 16 mm² Cu-Volldraht zwischen der Antenne und dem Hauserder gibt es keine normkompatible Alternative. Neue Antennen sollten ohnehin mit sog. isolierter Erdung über eine Fangstange geschützt werden die ebenfalls blitzstromtragfähig mit dem Schutzpotenzialausgleich des Gebäudes verbunden sein. Ein separater Antennenerder ist nach Norm ausdrücklich untersagt. Lediglich ein gemeinsamer neuer Erder im Garten gemäß Bild 2 http://dehn.de/newsletter/3_05/3_05_top3.pdf könnte die Lösung sein. Bitte beachten, dass die Staberder bis 0,5 Meter unter Grund eingetrieben werden müssen, das geht aus den Grafiken nicht eindeutig hervor!
Zitat:
Zitat von hjschwe
Bei beiden Punkten bin ich stark am überlegen einen Fachmann zu beauftragen.
Leider sind nur wenige Elektroinstallateure und selbst nicht mal alle Blitzschutzfirmen auf der Höhe der Erdungs- und Blitzschutz-Normen. Ich empfehle deswegen ausdrücklich eine zertifizierte Blitzschutzfachkraft zu konsultieren.
Zitat:
Zitat von hjschwe
Noch ein Punkt. Die Antennenkabel kommen im Bereich des Stromhausanschlusses in das UG und der MS soll auch daneben installiert werden. Hat der Anschluss (ziemlich dicke Kabel) einen störenden Einfluss auf die SAT Verteilung (1 MS und 2-1 Splitter)?
Moderne Hochschirmkabel mit Schirmungsmaß nach Class A > 85 dB kann man getrost neben Stromkabel verlegen, dreifach geschirmte Kabel nach Class A+ ohnehin.
Und wenn du dir keinen Billigmultischalter mit einer Blechbüchse und Schirmungsmaß nach Class B zulegst, kommt auch über den keine Störung rein.
26.08.2010, 08:17
#
4
hjschwe
Threadstarter
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So habe ich die Antworten dieses Forums schätzen gelernt. Vielen Dank.
Ich habe mal meinen geistigen Erguss aus dem was ich hier erfahren habe angehängt.
Eine solche Erdungsschiene sehe ich an diesem Hausanschluss nicht. Es kommt das dicke Zuleitungskabel aus dem Boden und geht in den Hauptsicherungskasten. Von da als Unterputzleitung in die 10 m entfernte Unterverteilung. Das ist alles!!??
Die Anlage zu montieren würde ich mir schon zutrauen, die Geschichte mit der Erdung werde ich aber mal anfragen. Ich mache mich mal auf die Suche nach einer solchen Firma.
Die PDF Datei hatte ich schon gesehen. Wenn ich mir diese "Schüsseln" ansehe, die in der Umgebung stehen, möchte ich wirklich gerne mal wissen wieviel davon nach diesen Vorgaben installiert worden sind
26.08.2010, 22:19
#
5
King W.
Team SAT-Technik
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In etwa ist es OK, aber ein paar Kleinigkeiten sind verbesserungsfähig.
Aus der Zeichnung geht die genaue Montage der Antenne nicht hervor. Ich habe mal einen Ausschnitt umgezeichnet. Wenn die Antenne so wie dort angegeben montiert werden kann, besteht keine Erdungspflicht, weil sie sich im Schutzbereich des Hauses befindet. Potentialausgleich genügt.
die 2-fach Antennendosen werden nicht benötigt. Auch ein Twin-Receiver wird nur mit einem Kabel angeschlossen, belegt aber 2 Kanäle. Der Splitter im Wohnzimmer ist überflüssig.
Eine unicable-taugliche Twin PC-Karte ist mir nicht bekannt. Falls sie existiert, würde sie aber vermutlich auch nur mit einem Kabel angeschlossen.
Als Durchgangsdosen (Pos. 4 in deiner Zeichnung) verwende bitte die Axing SSD 5-10 und als Enddosen (Pos. 6 in deiner Zeichnung) die SSD 5-07. Stichdosen sollten nicht verwendet werden, denn damit riskierst du massive Empfangsstörungen durch stehende Wellen.
Offensichtlich liegt zum Wohnzimmer hin die längste Leitung. Bei Verwendung von gutem Kabel hast du bis zur letzten Dose im Wohnzimmer eine Gesamt-Dämpfung von ca. 38 dB. Das Eingangssignal dürfte mit einem Pegel von ca. 75 dBµV am Router ankommen und wird dort um 13 dB verstärkt (bei der niedrigsten Frequenz). Macht 88 dBµV, so daß im Wohnzimmer noch ca. 50 dBµV Pegel vorhanden ist. 47 dBµV ist erforderlich. Die Reserve ist zwar etwas gering, aber noch innerhalb der Norm. Die meisten guten Receiver kommen auch mit noch weniger Pegel aus, so z.B. der Kathrein UFS 912, der nur 44 dBµV für einwandfreien Empfang benötigt. Ein Verstärker ist höchstwahrscheinlich nicht erforderlich.
Die Frequenzen sind so zu vergeben, daß an der am weitesten entfernten Steckdose die niedrigste und an der am nächsten gelegenen Steckdose die höchste Frequenz genutzt wird.
Bitte, verwende für deine doch ziemlich umfangreiche Anlage hochwertiges Kabel mit einem Kupferkern und einem Abschirmgeflecht aus Kupferdraht (verzinnt oder blank). Mit einem guten Markenkabel von Kathrein, Hirschmann, Spaun oder Preisner (Aufzählung natürlich nicht vollständig) machst du nichts falsch. Alles in allem wirst du ca. 150m Kabel benötigen.
Von SEH kannst du das Hirschmann KOKA 110 Kabel bekommen. Hierbei handelt es sich um eine Weiterentwicklung des ohnehin schon guten KOKA 100. Mit einem Schirmungsmaß von über 100 dB übertrifft es die Class A Vorgabe bei weitem. Es ist ohne weiteres auch in einer elektrisch stark gestörten Umgebung einsetzbar. Bitte verwende auch vernünftige Stecker. Die herkömmlichen Aufdrehstecker erfüllen nur bescheidene Qualitätsansprüche. Wenn du sie unbedingt verwenden willst, nimm wenigstens die vergoldeten.
Deutlich besser sind auf jeden Fall Kompressionsstecker, weil ihre Abschirmwirkung viel höher ist, jedoch ist zur Montage Werkzeug erforderlich.
SEH bietet nun seinen Kunden ein Set an, bestehend aus einem Abisolierer, einer Kompressionszange und 100 Kompressionssteckern. Damit kann die Arbeit schnell und zuverlässig durchgeführt werden. Nach Gebrauch kann das Set einfach zurückgeschickt werden, der Kaufpreis wird erstattet, abzüglich der verbrauchten Stecker, versteht sich. Eine Leihgebühr wird nicht erhoben, der Kunde trägt lediglich die Portokosten für die Rücksendung. Auf diese Weise können professionelle Kabelverbindungen hergestellt werden, ohne das Werkzeug dafür kaufen zu müssen. Und ein vorhergehendes Abzählen der Stecker (wobei dann hinterher doch immer einer fehlt ) entfällt auch.
Übrigens: Alle hier erwähnten Artikel sind bei SEH zu bekommen, auch wenn sie auf der Shop-Seite noch nicht aufgeführt sind. Bei Bedarf einfach telefonisch bestellen (02323/61887).
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27.08.2010, 08:05
#
6
hjschwe
Threadstarter
Registriert seit: 24.08.2010
Beiträge: 22
Moin,
das mit der Antenne hatte ich schon in einem erwähnten PDF File gesehen. Es geht leider nicht. Ich müsste das Dach anheben oder das Carport absenken
Die Kabel kann ich nicht tauschen, da sie schon in der Wand liegen. Wir haben jetzt den Kabelanschluss dran. Das es erst ins DG und dann wieder runter geht ist wohl in der Historie begründet. Es stand wohl mal eine Antenne im DG und mit dem Kabelanschluss im Souterrain wurde die Installation "umgedreht".
Unser lokaler Fernsehinstallateur will ca. 1200 - 1500 (ohne MwST und Receiver) für die Installation haben !!! Wobei die Einzelheiten (PA, Erdung usw.) noch nicht mal geklärt sind.
Wenn ich´s selber machen sollte werde ich auf jeden Fall deine Hinweise berücksichtigen und wo immer es geht die hochwertigen Teile verwenden. Beschaffung läuft dann über SEH (gilt der "Netzwelt" Hinweis in der Bestellung noch)?
Gruss
hjschwe
27.08.2010, 08:24
#
7
King W.
Team SAT-Technik
Registriert seit: 01.01.2006
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Beiträge: 9.170
Vielleicht kann man die Antenne ja wieder auf dem Dach montieren und den Kabelweg noch einmal umkehren? So, wie es aussieht, würdest du dann erhebliche Mengen an Kabel einsparen. Erden mußt du ohnehin.
1200 - 1500 ist schon eine Menge Geld, es wäre allenfalls dann gerechtfertigt, wenn es mit ungewöhnlich viel Arbeit verbunden ist. Das sollte günstiger (< 1000) zu machen sein, auch wenn gute Komponenten verwendet werden.
Wo steht denn das Haus? Vielleicht läßt sich ja da was machen.
Das mit dem Netzwelt-Rabatt gilt natürlich noch - 5% gibt es, wenn du dich als Netzwelt-Leser zu erkennen gibst. Hintergrund ist die Tatsache, daß SEH für Kunden, die über das Forum kommen, keine "Kundengewinnungskosten" - sprich: Werbung - aufwenden muß. Der Kostenvorteil wird einfach an die Kunden weitergegeben in Form von Rabatt.
Zitat:
oder das Carport absenken
Dann wird dein Auto aber nicht mehr hineinpassen. Go-Kart fahren ist aber auch gaz schön. :-D
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17.09.2010, 22:11
#
8
ohlein
Registriert seit: 26.03.2010
Beiträge: 48
Zitat:
Zitat von King W.
. [*]die 2-fach Antennendosen werden nicht benötigt. Auch ein Twin-Receiver wird nur mit einem Kabel angeschlossen, belegt aber 2 Kanäle. Der Splitter im Wohnzimmer ist überflüssig.
hab ich das richtig verstanden ich muss vom multischalter keine zwei kabel zum reciver legen?
18.09.2010, 09:39
#
9
Dipol
Team SAT-Technik
Registriert seit: 19.03.2007
Beiträge: 4.147
Zitat:
Zitat von ohlein
hab ich das richtig verstanden ich muss vom multischalter keine zwei kabel zum reciver legen?
Mit einem Multischalter müsste man das für Twinbetrieb schon. Bei einem UniCable-Router ist das unnötig. Für die Karte(n) reicht es den Zweifachverteiler nach einer Dreiloch-Durchgangsdose einzubauen. Die meisten Twin-Receiver lassen sich auch im UniCable-Modus intern durchschalten der brücken.
Bei UniCable müssen Stammleitungen mit einer terminierten Durchgangsdose abgeschlossen sein. Das ist mit Vierloch-Twin-(Stich-)Steckdosen nicht möglich. Außerdem kann es bei diesen Dosen zu Störungen bei der Programmwahl kommen, weil der rechte F-Anschluss ohne Diodenentkopplung durchgeschaltet ist.
20.09.2010, 08:56
#
10
ohlein
Registriert seit: 26.03.2010
Beiträge: 48
welche dosen würsest du für twinbetrieb und normal mit einen multischalter nehmen? Gibt es da eine gute marke?
20.09.2010, 17:59
#
11
hjschwe
Threadstarter
Registriert seit: 24.08.2010
Beiträge: 22
Hallo King W
Das Haus steht in Garbsen.
Ich habe noch ein zweites Angebot. Die Firma hat alle Komponenten von Kathrein angeboten !!! Entsprechend sind die Preise.
Ist das wirklich so ein großer Qualitätsbonus der Kathrein Teile? Allein der Unterschied des "dreiers" CAS 90, UAS 584 und EXR 1581 zu den hier im Forum beschriebenen Briax, Alps und Technisat Teilen ist riesig. Ich bin da etwas unsicher und ein fachmännischer Rat wäre hilfreich.
Was anderes:
Wenn ich an einer Leitung mit Durchgangsdose und Enddose nur die Enddose gegen eine SAT Dose tausche, die Durchgangsdose nicht (ist hinter einem Riesenschrank), funktioniert der Sat Empfang an der Enddose trotzdem?
Gruss
hjschwe
20.09.2010, 20:23
#
12
Dipol
Team SAT-Technik
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Beiträge: 4.147
Zitat:
Zitat von ohlein
welche dosen würsest du für twinbetrieb und normal mit einen multischalter nehmen? Gibt es da eine gute marke?
Für UniCable die SSD 5-x Durchgangsdosen mit bedarfsgerechter Auskoppeldämpfung von AXING, oder die 10 dB Durchgangsdosen ESU 33 von KATHREIN. Die ESD 33 zeichnen sich durch sehr gute Richtkoppler aus, die Durchgangsdämpfung ist für eine 10 dB-Dose schon verdächtig niedrig. Die muss am Stammende mit einem kapazitiv getrennten Abschlusswiderstand ERA 14 terminiert werden. Bei AXING kann man dafür die intern terminierte SSD 5-07 nutzen, sofern damit keine Überpegel auftreten.
Zitat:
Zitat von hjschwe
Was anderes:
Wenn ich an einer Leitung mit Durchgangsdose und Enddose nur die Enddose gegen eine SAT Dose tausche, die Durchgangsdose nicht (ist hinter einem Riesenschrank), funktioniert der Sat Empfang an der Enddose trotzdem?
Nur wenn bei dieser Dose drei Anforderungen erfüllt sind:
Gleichspannung darf auf dem Dosendurchgang nicht geblockt werden
Es darf auch kein DC-Schluss verursacht werden
Die Dämpfung der Sat.-ZF muss tolerabel bleiben
Ob das so ist, kann man nur mit einem Ohmmeter austesten. Meine Glaskugel versagt jedenfalls und das Orakel von Delphi macht Pause.
KATHREIN-Produkte werden nicht verramscht. Auf einem Hochhausdach oder windreichen Gegenden ist eine CAS 75 oder CAS 90 in der Statik nicht zu toppen.
30.09.2010, 19:44
#
13
hjschwe
Threadstarter
Registriert seit: 24.08.2010
Beiträge: 22
Noch ein paar Fragen zur Hardware:
Es wird hier immer viel die Fa. Jultec erwähnt. Haben die auch einen unicable Router im Programm? Die Seite mit den Geräten erschlägt ja einen.
Ich möchte eine Gibertini SE mit einem Alps einsetzen, habe aber in einer Post gelesen das es mit dem Probleme mit dicken Kabeln gibt. Ich habe Erdkabel (Preisner Koax EK 1173) von meinem Nachbarn bekommen. Das ist dann wohl zu dick. In dem Posting wurde der Hirschmann CS40 vorgeschlagen. Ist der OK?
Ansonsten würde ich den Technisat 5/1x8G nehmen. Die Satdosen von Kathrein oder Axing.
Gruss
hjs
30.09.2010, 20:12
#
14
Dipol
Team SAT-Technik
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Beiträge: 4.147
Zitat:
Zitat von hjschwe
Es wird hier immer viel die Fa. Jultec erwähnt. Haben die auch einen unicable Router im Programm?
Na hoffentlich liest von JULTEC keiner mit. Diese kleine aber feine Elektronik-Schmiede hat speziell bei Unicable so viel Kompetenz, dass vier namhafte Antennenfirmen ihre Matritzen dort entwickeln ließen.
Zitat:
Zitat von hjschwe
Ich möchte eine Gibertini SE mit einem Alps einsetzen, habe aber in einer Post gelesen das es mit dem Probleme mit dicken Kabeln gibt. Ich habe Erdkabel (Preisner Koax EK 1173) von meinem Nachbarn bekommen. Das ist dann wohl zu dick.
Wenn du die Maulwurfhügel im Garten queren willst nicht, für Inhouse-Installation ist ein Erdkabel unsinnig.
Zitat:
Zitat von hjschwe
In dem Posting wurde der Hirschmann CS40 vorgeschlagen. Ist der OK?
So weit man Testergebnisse von Satellitenzeitschriften ernst nimmt ja. Ob allerdings auch bei diesem LNB die Feedkappe wie bei ALPS endlos hält, wage ich zu bezweifeln.
30.09.2010, 21:01
#
15
hjschwe
Threadstarter
Registriert seit: 24.08.2010
Beiträge: 22
Zitat:
Na hoffentlich leist von JULTEC keiner mit. Diese kleine aber feine Elektronik-Schmiede hat speziell bei Unicable so viel Kompetenz, dass vier namhafte Antennenfirmen ihre Matritzen dort entwickeln ließen.
Ich habe nun hier den JPS0501-8TN gefunden (steht jedenfalls so nicht auf der Jultec Seite, nur 6TN). Mit den zig-Anschlüssen werde ich mich wohl mal beschäftigen müssen. Der Anschluss eines Technisat sieht einfacher aus.
Zitat:
Wenn du die Maulwurfhügel im Garten queren willst nicht, für Inhouse-Installation ist ein Erdkabel unsinnig.
Die Schüssel steht auf dem Carport und ich muss ca 4 m durch die Erde.
Zitat:
So weit man Testergebnisse von Satellitenzeitschriften ernst nimmt ja. Ob allerdings auch bei diesem LNB die Feedkappe wie bei ALPS endlos hält, wage ich zu bezweifeln.
Passt denn ein 10 mm dickes Kabel durch die Alps Kappe? Ich glaube W-King hatte geschrieben das es da zu Problemen kommen könnte.
30.09.2010, 21:32
#
16
Dipol
Team SAT-Technik
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Beiträge: 4.147
Zitat:
Zitat von hjschwe
Die Schüssel steht auf dem Carport und ich muss ca 4 m durch die Erde. Dafür ist das Kabel goldrichtig!
Passt denn ein 10 mm dickes Kabel durch die Alps Kappe? Ich glaube W-King hatte geschrieben das es da zu Problemen kommen könnte.
Ein Erdkabel ist weder vom Durchmesser noch dem Biegeradius für LNB-Anschluss gedacht. Ein F-Erdblock dazwischen und mit uv-beständigem 6,8 mm-Kabel ist das Problem gelöst. Die Kabel müssen bei einer erdungspflichtigen Antenne ohnehin am Mast in den Potenzialausgleich einbezogen werden. Und dass auch der PA an einem Multischalter oder Router nach EN 60728-11 nur am Mast geerdet werden darf, dürfte inzwischen ebenfalls bekannt sein.
01.10.2010, 00:49
#
17
King W.
Team SAT-Technik
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Ich würde dieses ominöse Erdkabel ganz weglassen. Es hat seine Berechtigung, wenn es weite Strecken durch die Erde geht - aber auch nur dann. Für die Verlegung im Haus ist Erdkabel Quatsch. Es ist dafür zu dick und sperrig. Dieses 6,8mm PE-Kabel ist, dank erhöhter UV-Beständigkeit für die Außenverlegung optimal (und es paßt auch durch den Alps-Wettersachutz), während für die Innenverlegung dieses Kabel prima geeignet ist. Die 4m durch die Erde machen dem PE-Kabel auch nichts aus, die Isolierung ist ja aus dem gleichen Material, wie beim Erdkabel, nur halt dünner.
Der Innenleiter besteht bei beiden Varianten, wie sich das für gutes Kabel gehört, aus Kupfer (und nicht aus verkupfertem Stahl) und das dichte Abschirmgeflecht ist aus dem gleichen Material (verzinnt). Mit deutlich über 100 dB Schirmdämpfung übertrifft es die Anforderungen der Klasse A bei weitem. Und der Wert ist auch besser, als bei dem Erdkabel.
Wichtig sind auch gute Stecker: Mit Schraubsteckern verschlechterst du den guten Wert der Schirmdämpfung deutlich.
Für das Erdkabel passen diese Stecker aber nicht und es dürfte auch nicht leicht sein, Kompressionsstecker in der passenden Größe zu bekommen. Zudem wird auch die Montage solcher Stecker, selbst wenn du sie bekommst, nicht einfach.
Mein Tip: Nimm das Hirschmann PE-Kabel, besorge dir aus dem Baumarkt ein paar m Kunststoff-Leerrohr von ca. 20 mm Innendurchmesser und schiebe die 4 oder 5 Kabel dort hindurch. Dann sind sie noch einmal zusätzlich geschützt. Das Ganze verbuddelst du in der Erde - fertig. Ich selbst habe es auch schon ein paarmal so gemacht und nie Probleme bekommen.
Vorteil: Du hast nur Kabel von einer Dicke und keine Probleme mit den Steckern und auch nicht mit dem Wetterschutz.
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01.10.2010, 07:28
#
18
tom_ktom
Registriert seit: 11.07.2010
Beiträge: 200
Außerdem schützt das Leerrohr noch vor fiesen Nagern und man kann wunderbar später mal ggf. defekte Kabel austauschen.
02.10.2010, 19:20
#
19
elo22
Registriert seit: 03.10.2008
Beiträge: 219
Zitat:
Zitat von King W.
Mein Tip: Nimm das Hirschmann PE-Kabel, besorge dir aus dem Baumarkt ein paar m Kunststoff-Leerrohr von ca. 20 mm Innendurchmesser
Aber nur HD PE aus der Sanitärabteilung, kein Elektroleerrohr.
Lutz
03.10.2010, 12:03
#
20
Dipol
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Zitat:
Zitat von elo22
Aber nur HD PE aus der Sanitärabteilung, kein Elektroleerrohr.
Um dieses Rohr macht vermutlich auch der Maulwurf einen Bogen. Aber das ist ein starres Rohr, an dem die Bögen von einem Sanitärinstallateur mit Teflon-Heizscheibe angeschweißt werden müssten. Nicht ganz billig.
Ein glattes und flexibles Spelsberg Pipelife PE 21 3370 40 Kunststoffpanzerrohr mit 3,25 mm Wandstärke erfüllt den gleichen Zweck und das Kabeleinziehen geht sicher leichter. Nur woher bekommt man eine Schnittlänge von vier Metern?
Falls es bei der Ausführung Erdkabel bleibt: Vorsicht bei Ausführungen mit Kupferrohr-Abschirmung! Mit F-Aufdrehsteckern und auch Kompressionssteckern (!) kommt es dabei zu unangenehmen Massekontaktfehlern. Entweder unbedingt das Rohr bis Vorderkante Dielektrikum stehen lassen, oder Kabelgarnituren verwenden.