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| Team SAT-Technik Registriert seit: 01.01.2006 Ort: mitten im Kohlenpott
Beiträge: 9.170
| Hallo und Herzlich Willkommen bei uns im Forum! :liebegru: Deine Fragen will ich gern beantworten: 1) Du im Prinzip jedes Quattro-LNB verwenden. Wir empfehlen hier gern die Produkte von Alps. Die LNB's sind sehr robust und langlebig, verbrauchen wenig Strom und verfügen über einen zwar etwas fummelig zu montierenden, aber perfekt funktionierenden Wetterschutz für die Schraubverbindungen. Zudem sind sie nicht allzu teuer. Mit einem Octo-LNB würde es auch funktionieren, aber diese LNB's stehen in dem Ruf, nicht besonders zuverlässig zu sein. Man spart zwar die Kosten für einen externen Multischalter und etwas Arbeit, aber auf Kosten der Betriebssicherheit. Ich würde es, ehrlich gesagt, nicht tun. Du benötigst einen Multischalter mit 5 Eingängen (4x SAT und 1x terrestrisch) sowie 8 Ausgängen. Funktionieren werden vermutlich alle derartigen Schalter, aber es gibt Qualitätsunterschiede: Ein guter Multischalter zeichnet sich hauptsächlich durch eine hohe Teilnehmerentkopplung und niedrigen Stromverbrauch aus. Mit einem guten Markenschalter, z.B. dem TechniSwitch 5x8 machst du nichts falsch. Zweifellos die besten Schalter stellt aber eine andere Firma her: Jultec. Für deine Zwecke wäre der JRM0508T optimal. Dank des ausgesprochen niedrigen Stromverbrauchs von nur 70 mA braucht der Schalter kein eigenes Netzteil, sondern er wird durch die angeschlossenen Receiver einfach mit versorgt. Nachts, wenn alle Receiver aus sind, sinkt der Stromverbrauch der gesamten Anlage auf 0. Sparsamer geht es nicht. Der etwas höhere Preis amortisiert sich durch den eingesparten Strom recht schnell. Die Schalter sind bei SEH zu bekommen. 2) Auf jeden Fall gutes Markenkabel, bei dem der Innenleiter aus massivem Kupfer besteht und auch für das Abschirmgeflecht Kupfer (verzinnt oder blank) verwendet wurde. Beispiele sind Kathrein LCD 95, Spaun Spoax 95, Preisner SK 2000 oder Hirschmann KOKA 100. Die Aufzählung ist natürlich nicht vollständig. Bitte verwende auch keine sogenannte "STAKU"-Leitung, bei der der Innenleiter aus verkupfertem Stahl besteht und das Abschirmgeflecht aus Aluminium. Ist zwar billiger, aber sobald Feuchtigkeit in die Schraubverbindung eindringt, bildet sich ein galvanisches Element, ähnlich einer Batterie. Konsequenz: Der Innenleiter fängt an zu gammeln und die Empfangsstörungen sind vorprogrammiert. Ein wirklich gutes Kabel hast du, wenn die Abschirmung über 90dB beträgt und die Signaldämpfung bei 2.150 MHz 30dB nicht überschreitet. Keinen Sinn macht es, gutes Class-A Kabel zu verwenden, und sich anschließend die Abschirmung mit schlechten Steckern wieder zu versauen. Aufschraubstecker sind zwar bequem, haben aber keine optimalen technischen Eigenschaften. Wenn du diese Stecker schon verwenden willst, nimm wenigstens die vergoldeten. Sie sind glatter, lassen sich leichter aufdrehen und geben besser Kontakt. Noch viel besser sind aber Kompressionsstecker, allerdings ist zur Montage Werkzeug (Kompressionszange) erforderlich. SEH bietet seinen Kunden das Hirschmann KOKA 100-Kabel an und dazu leihweise ein passendes Set, bestehend aus einem Abisolierer, einer Kompressionszange und 100 Kompressionssteckern. Mit diesem Set kann die Arbeit schnell und professionell durchgeführt werden. Nach getaner Arbeit wird das Set (wenn gewünscht) einfach wieder zurückgeschickt und der Kaufpreis erstattet, abzüglich der verbrauchten Stecker, versteht sich. Eine Leihgebühr wird nicht erhoben, der Kunde trägt lediglich die Portokosten für die Rücksendung. So besteht die Möglichkeit, professionelle Kabelverbindungen herzustellen, ohne das Werkzeug dazu kaufen zu müssen. Bei Bedarf einfach telefonisch bestellen (02323/61887). 3) Es werden normale Stichdosen benötigt. Hier sind keine besonderen Anforderungen zu stellen. Diese Dosen bzw. diese sind geeignet. Beide sind sowohl auf- wie auch unterputz verwendbar. 4) Das Weglassen des Abschlußwiderstands bleibt bei einem Multischalter meist folgenlos, obwohl es eigentlich korrekt wäre. Dieser Widerstand kann auf die freibleibenden Ausgänge aufgeschraubt werden, sowohl am Multischalter, wie auch an den Steckdosen. Da die Widerstände nicht viel kosten, spricht nichts dagegen, sie zu verwenden. Die Eingänge des Multischalters dürfen aber niemals mit Widerständen belegt werden! Ergänzung: Bitte überprüfe bei der Gelegenheit, ob die Anlage noch vorschriftsmäßig geerdet ist und ob ein Potentialausgleich besteht. Nähere Infos in dem separaten Beitrag hier im Forum.
__________________ Es gibt keine großen Entdeckungen und Fortschritte, solange es noch ein unglückliches Kind auf Erden gibt. Albert Einstein Nokia? Nein danke! |
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