| | # 2 |
| Team SAT-Technik Registriert seit: 01.01.2006 Ort: mitten im Kohlenpott
Beiträge: 9.170
| Hallo Alex, erst einmal Herzlich Willkommen bei uns im Forum! :liebegru: Zunächst mal zu den Kabeln: Habt ihr an etwas Reserve gedacht, z.B. um mal einen Twin-Receiver anschließen zu können? Ein solcher Receiver benötigt 2 Anschlüsse und zumindest in den Wohnzimmern sollte so etwas installiert sein. Du schreibst etwas von 4 Satelliten, u.a. "Eutelsat" und "Hotbird". Welchen "Eutelsat" meinst du? Eutelsat Communications ist eine Firma, welche eine ganze Satellitenflotte betreibt. Hotbird ist auch dabei. Es kann also durchaus sein, daß du mit "Eutelsat" und "Hotbird" denselben Satelliten meinst und in Wirklichkeit nur 3 Satelliten brauchst. Dazu kommt noch, daß Sirius ausschließlich im Hochband sendet, so daß für diesen Satellit nur 2 Anschlüsse nötig sind. Wenn ihr für Hotbird auch mit 2 Ebenen auskommt, könntet ihr für die Verteilung der Signale einen Multischalter von Jultec einsetzen, nämlich den JRM0912T oder JRM0916T einsetzen. Die Jultec JRM-Reihe hat einige bemerkenswerte Vorteile gegenüber vielen anderen Fabrikaten:
Bei der Verteilung von mehr als 8 SAT-Ebenen wird die Luft schnell dünn. Jultec stellt (noch) keine Schalter dafür her, bei Spaun kostet der SMS13089 selbst bei einem Billiganbieter ohne nennenswerten Kundendienst bereits 389 - und es ist noch eine Kaskade erforderlich, weil der Schalter nur 8 Ausgänge hat. Emp Centauri bietet zwar 13x12 und auch 13x16 Schalter an, wie auch 17x12 und 17x16 (für 4 Satelliten), bei diesen Schaltern ist aber die Teilnehmerentkopplung mit nur 20 dB sehr verbesserungsbedürftig. Da könnte es beim Empfang von Satelliten mit unterschiedlicher Leistung schnell zu Problemen kommen. Möglicherweise wird der Schalter bei dir funktionieren, aber wirklich guten Gewissens empfehlen kann ich den nicht. Bleibt als einziger guter und dabei noch einigermaßen bezahlbarer Schalter der TechniSat Giga-Switch 17x8. Aber auch bei diesem Schalter ist eine Kaskade erforderlich (zu ungefähr gleichem Preis). Die Lösung mit einzelnen DiSEqC-Schaltern ist nur sinnvoll möglich, bis zu 4 Anschlüssen. Bis zu 8 Anschlüsse geht zwar (theoretisch) auch noch, aber dann müßten Octo-LNB's verwendet werden, die aber nicht als besonders zuverlässig gelten. Bei 10 oder mehr Anschlüssen kannst du diese Lösung jedenfalls vergessen. Bei Mehrteilnehmerempfang, besonders wenn mehrere Satelliten empfangen werden sollen, ist eine Antennengröße ab 80 cm anzuraten. Gut geeignet wäre z.B. die neue Gibertini SE 85. Zusätzlich braucht ihr eine Multifeed-Halterung und für jeden zu empfangenden Satellit ein Quattro-LNB. Hier haben sich die Produkte von Alps sehr gut bewährt. Sie sind empfangsstark, verbrauchen wenig Strom und sind sehr langlebig - und das bei vergleichsweise niedrigem Preis. Ohne Not würde ich auf diese LNB's nicht verzichten. Spezielle HD-LNB's gibt es nicht, auch wenn die Werbung schon mal etwas anderes suggeriert. Mit den Alps-LNB's können selbstverständlich auch alle HD-Sender empfangen werden. Noch ein Wort zum Kabel und zu den Steckern: Leider zeichnet sich bei den Kabeln ein Trend zu immer höheren Werten für die Abschirmung aus. Dabei beginnt die Klasse A bereits bei 85 dB. Um nun die hohen - und gar nicht nötigen - Werte zu erreichen, wird immer mehr Abschirmmaterial in das Kabel gepackt - oder es wird einfach gelogen, so wie mit den LNB-Rauchzahlen. Das allerdings ist kein Qualitätskriterium. Bei Billigware wird am Material gespart - es geht ja auch nicht anders. Da wird als Abschirmmaterial schon mal Al statt Cu verwendet und auch der Innenleiter besteht nicht aus Kupfer, sondern verkupfertem Stahl. Falls mal Feuchtigkeit in die Schraubverbindung eindringt, bildet sich ein galvanisches Element und das Kabel fängt an zu gammeln. Wann dann die ersten Empfangsstörungen auftreten, ist nur eine Frage der Zeit. Wirklich gutes Kabel hat einen Kern aus Kupfer und ein dichtes Abschirmgeflecht, ebenfalls aus Kupfer, blank oder verzinnt. Das Geld für gutes Kabel (z.B. Kathrein LCD 95, Spaun Spoax 95, Preisner SK 2000 oder Hirschmann KOKA 100) ist keinesfalls fehlinvestiert. Dazu gehören auch anständige Stecker. Wenn es schon Aufschraubstecker sein sollen, nimm wenigstens die vergoldeten. Sie sind glatter, lassen sich leichter aufdrehen und geben besser Kontakt. Noch viel besser sind Kompressionsstecker, allerdings ist zur Verarbeitung dieser Stecker Werkzeug erforderlich. SEH bietet seinen Kunden das Hirschmann KOKA 100-Kabel an und dazu leihweise ein passendes Set, bestehend aus einem Abisolierer, einer Kompressionszange und 100 Kompressionssteckern. Mit diesem Set kann die Arbeit schnell und professionell durchgeführt werden. Nach getaner Arbeit wird das Set (wenn gewünscht) einfach wieder zurückgeschickt und der Kaufpreis erstattet, abzüglich der verbrauchten Stecker, versteht sich. Eine Leihgebühr wird nicht erhoben, der Kunde trägt lediglich die Portokosten für die Rücksendung. So besteht die Möglichkeit, professionelle Kabelverbindungen herzustellen, ohne das Werkzeug dazu kaufen zu müssen. Bei Bedarf einfach telefonisch bestellen. Auch alle anderen hier erwähnten Artikel sind bei SEH zu bekommen und können telefonisch bestellt werden (02323/61887), auch dann, wenn sie noch nicht auf der Shop-Seite gelistet sind. Schreib mal zurück, ob du mit meinen Tips etwas anfangen kannst.
__________________ Es gibt keine großen Entdeckungen und Fortschritte, solange es noch ein unglückliches Kind auf Erden gibt. Albert Einstein Nokia? Nein danke! |
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| | # 4 |
| Registriert seit: 17.09.2010
Beiträge: 5
| Hallo, @King W. sie schrieben, dass diese Quattro Lnb sehr sehr gut sein sollten, sind sie besser als diese zum Beispiel und wieso? Danke scorpi |
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| | # 5 | ||
| Team SAT-Technik Registriert seit: 19.03.2007
Beiträge: 4.147
| Zitat: Zitat:
Der Wetterschutz des Single-LNB ähnelt der früheren ALPS-Bauform, der war auch an den UAS Kompakt-LNB von KATHREIN (Elektronik auch von ALPS) dran. Evtl. stammt das Single-LNB von ALPS, die produzieren ja auch für andere Labels wie z. B. TechniSat. Ob auch diese LNBs an die Betriebssicherheit von ALPS heran reichen, kann vermutlich nur der Generalimporteur beantworten. | ||
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| | # 6 |
| Registriert seit: 17.09.2010
Beiträge: 5
| also wenn ich möchte dass beim starkem Regen der Signal nicht weg ist, lieber diese Quattro Lnb nehmen. (Ich habe 1m Best-Spiegel) eine zusätzliche Frage: diese Lnb passt für DiseqC´s nicht nur für Multichalter? Für DiseqC Betrieb muss ich diese nehmen? danke |
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| Team SAT-Technik Registriert seit: 01.01.2006 Ort: mitten im Kohlenpott
Beiträge: 9.170
| Das Quattro-Switch LNB (das teurere) hat schon einen Multischalter eingebaut und wird verwendet, um 4 Receiver direkt anschließen zu können. Wenn ein externer Multischalter genutzt wird, ist dieses Quattro richtig. Kleiner Hinweis: Beim Anschließen bitte die Kabel nicht verwechseln, sonst funktioniert es nicht. Im Gegensatz zu Dipol habe ich schon ein kaputtes Alps-LNB erwischt, da hat der Blitz einen Volltreffer gelandet. Unter normalen Umständen ist das Ding aber nicht kaputt zu bekommen. Es will außerdem schon was heißen, wenn so renommierte Firmen wie TechniSat das LNB als OEM-Ware unter eigenem Label anbieten - siehe hier.
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| | # 8 |
| Registriert seit: 17.09.2010
Beiträge: 5
| Ich verwende Diseqc, passt dann für mich das günstigere? |
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| | # 10 | |
| Team SAT-Technik Registriert seit: 01.01.2006 Ort: mitten im Kohlenpott
Beiträge: 9.170
| Zitat:
DiSEqC ist ein u.a. von Eutelsat entwickeltes Protokoll, um Geräte in Satelliten-Empfangsanlagen steuern zu können. Es wird z.B. dann benötigt, wenn mehr als ein Satellit empfangen werden soll. Folgende Schaltaufgaben sind zu erfüllen:
Bei einem Multischalter (also z.B. so etwas) übernimmt der Schalter beide Funktionen. Er bekommt von jedem Satellit alle 4 Ebenen und wählt, je nach Anforderung durch den Receiver, die passende Ebene aus und schaltet sie auf den Ausgang durch. Konsequenz: das LNB hat keine Schaltaufgabe zu erfüllen, das Quattro-LNB (das günstigere) wäre richtig. Bei einem sogenannten DiSEqC-Schalter (also z.B. so etwas für 4 SAT-Positionen) erfolgt nur die Auswahl des Satelliten über den Schalter. Konsequenz: Die Auswahl der richtigen Empfangsebene bleibt dem LNB vorbehalten. Es ist ein Quad-LNB (das teurere mit eingebautem Multischalter erforderlich).
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| | # 12 |
| Registriert seit: 17.09.2010
Beiträge: 5
| Welche Beyeichnung hat denn diese LNB. Ich hab im Internet nirgendwo gefunden, dass solche LNB hat 0.3dB... wo konnte man genau diese sonst kaufen? |
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| | # 13 | ||
| Team SAT-Technik Registriert seit: 19.03.2007
Beiträge: 4.147
| Zitat: Lass dich wegen der Rauschmaßangaben nicht veräppeln, selbst ein seriöser Händler wie SEH schönt die Werte, weil er sonst weniger Umsatz macht. Zitat:
http://www.de-online.info/archiv/200...16_08_IT50.pdf https://www.zvei.org/index.php?id=50...ache=1&tx...98 [Ausgabe 2/08 ab Seite 2] Es haben sich zwischenzeitlich bei den Halbleiterherstellern keine Verbessungen der Eingangsstufen ergeben, die Artikel sind weiterhin voll treffend. Es wird weiterhin frech gelogen. | ||
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