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| Team SAT-Technik Registriert seit: 01.01.2006 Ort: mitten im Kohlenpott
Beiträge: 9.170
| Hallo und Herzlich Willkommen bei uns im Forum! :liebegru: So ganz verstehe ich jetzt die Aufgabenstellung nicht. Antenne mit Quattro auf dem Dach - klar. Router, wie auch immer, unter dem Dach, auch klar. von dort aus mit 3 Kabeln in den Keller, auch noch klar. Jetzt sind drei Leitungen im Keller mit jeweils einigen Routerkanälen darauf. Nun willst du einen Strang splitten (vermutlich mit Solch einem Teil) und damit auf eine Einzeldose gehen und über den anderen Abzweig einen Strang mit 4 Dosen bedienen. So weit, so gut. Was aber passiert mit den anderen beiden Kabeln von oben? Ich vermute mal, die sollen weitergeführt werden, bis in die Nachbarhäuser. Sind denn die Keller miteinander verbunden, bzw. kann eine solche Verbindung leicht hergestellt werden? Hier gibt es nämlich ein Problem beim Blitzschutz: Ich gehe mal davon aus, daß du die Antenne vorschriftsmäßig geerdet hast und auch ein Potentialausgleich vorhanden ist (siehe gesonderten Beitrag). Nun besteht zwischen dem Fundamenterder und der Erde selbst ein geringer, aber dennoch vorhandener elektrischer Widerstand. Im Falle eines Blitzeinschlags in deine Antenne entsteht ein Spannungsabfall an diesem Widerstand, der dazu führt, daß dein Haus kurzfristig auf einem völlig anderen Potential ist, wie deine Nachbarhäuser. Über das Potentialausgleichskabel werden deine Geräte auf dem richtigen Potential gehalten, aber bei deinem Nachbarn kann es passieren, daß ein signifikanter Potentialunterschied zwischen dem Stromnetz und dem Antennenkabel auftritt, Das können, wenn auch für sehr kurze Zeit, durchaus Spannungen von deutlich mehr als 1000V sein. Auf gut Deutsch: Der Blitz läßt dich weitgehend in Frieden, zerstört aber die Geräte deiner Nachbarn (und eventuell den Router). Vermeiden läßt sich das, indem die Fundamenterder aller drei Häuser mit 16 mm² Kupferkabel miteinander verbunden werden. Deshalb meine Frage nach der Verbindung der Keller untereinander. Nach der Vorrede nun zu deinen Fragen: 1. Die Axing-Matrix ist mir nicht bekannt, es handelt sich aber um einen mit dem Entropic-Chip aufgebauten Einkabelrouter mit AGC-geregelten Eingängen. Für einen weiten Eingangspegelbereich liefert das Gerät einen konstanten Ausgangspegel. Der nötige Eingangspegel wird praktisch immer (in vernünftigen Grenzen) getroffen. Eine 85er Antenne (ich empfehle die neue Gibertini SE) und ein Quattro-LNB (am besten Alps) sind absolut richtig. 2. Sorry, wie gesagt, ich kenne die Router nicht und weiß auch nichts über die Stromaufnahme und die Stärke der Netzteile. Vielleicht kann dir die zuständige Axing Gebietsleitung weiterhelfen. 3. Der TechniRouter hat eine festgelegte, schräglagenentzerrte Verstärkung. Dabei besteht eher die Gefahr, daß an den ersten Dosen hinter dem Router Übersteuerung auftritt, als daß der Pegel unter den Mindestwert gerät. Übersteuerung ist aber genau so unangenehm und führt zu Empfangsstörungen. 4. Versucht doch erst einmal, die Antenne ohne den Verstärker anzuschließen. TechniSat gibt -1 dB an, für die Dämpfung im terrestrischen Bereich, das ist so gut wie nichts. Vermutlich werdet ihr den Verstärker gar nicht mehr brauchen. Und wenn doch und es zu Übersteuerung kommt, verwendet ihr einfach ein einstellbares Dämpfungsglied. Das kostet nicht viel und funktioniert auf jeden Fall. 5. Leider noch nicht. Jultec entwickelt da zwar was, aber das ist noch nicht fertig. Mit einem Splitter sollte es aber auch funktionieren. 6. Würde ich nicht machen. Es gibt von Axing neue Dosen mit abgestuften Auskoppeldämpfungen. Für den 4er Strang kannst du als erste Dose nach dem Router eine SSD 5-18 verwenden, als 2. eine SSD 5-14 dann eine SSD 5-10 und als letztes eine SSD 5-07. Die SSD 5-07 ist eine echte Enddose mit relativ geringer Auskoppeldämpfung. Der Abschlußwiderstand ist bereits eingebaut. Bitte, verwende als letzte Dose in einem Strang keine Stichdose!! Hier haben wir mal über einen "Schaltungsvorschlag" von Smart diskutiert (der Prospekt existiert immer noch, die scheinen lernunfähig zu sein). TechniSat scheint das auch nicht so genau zu nehmen. Aber gerade bei schwachen Pegeln kannst du dir einen welligen Frequenzgang, den eine nicht terminierte Stichdose unweigerlich hervorruft, nicht leisten. Als einzelne Dose hinter einem Splitter nimm bitte auch die SSD 5-07. Zu den von dir vorgeschlagenen Routern gibt es übrigens eine sehr gute Alternative: Den Jultec JPS0503-6TN. Dieser Router hat bereits drei Ausgänge zu je 6 Kanälen. Da mußt du nichts kaskadieren, sondern kannst mit einem Gerät den ganzen 3er Block versorgen. Die übrigen Daten entsprechen in etwa den Axing-Schaltern, jedoch ist das Gehäuse viel besser. Es besteht aus robustem Alu-Druckguß. Die Abschirmwirkung ist höher und das Gehäuse hat auf der Rückseite Kühlnoppen. Das Kühlen der Bauteile verlängert deren Lebensdauer. Übrigens: Wenn du dich dazu entschließen könntest, noch ein Kabel in den Keller nachzuziehen und den Router dort zu montieren, wärest du alle Sorgen auf einen Schlag los. Die AGC des Routers regelt die Kabelverluste vom Dach bis in den Keller einfach aus, also muß diese Länge gar nicht mehr berücksichtigt werden. Das terrestrische Signal kannst du, wegen des verschiedenen Frequenzbereichs, einfach huckepack auf ein Sat-Kabel setzen. Wenn du dann noch den Jultec-Router nimmst, brauchst du auch den Splitter nicht mehr. Grund: Für jeden 6er Strang besitzt der JPS0503-6TN zusätzlich einen Legacy-Ausgang. Den könntest du nutzen um damit das UG zu versorgen. In diesem Fall kannst du anstelle einer Enddose sogar eine Stichdose einbauen. Solange kein Receiver angeschlossen ist, kann dir das verhunzte Signal auf der Leitung egal sein, es wird ja nicht gebraucht. Ist ein Receiver angeschlossen, so sorgt dessen Eingangswiderstand für den korrekten Abschluß. Auch kann an diesen Ausgang ein beliebiger Receiver ohne Unicable-Eignung angeschlossen werden. Ich denke, das ist für dich der optimale Problemlöser. Alle hier erwähnten Teile kannst du bei SEH bekommen, auch wenn sie noch nicht auf der Shop-Seite gelistet sind. Schreib mal zurück, ob du mit meinen Tips etwas anfangen kannst.
__________________ Es gibt keine großen Entdeckungen und Fortschritte, solange es noch ein unglückliches Kind auf Erden gibt. Albert Einstein Nokia? Nein danke! |
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| | # 3 | ||||||||||
| Threadstarter Registriert seit: 05.08.2010
Beiträge: 3
| danke für die ausführliche Antwort und die Tipps.... Zitat:
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mal auf meine Liste.... Zitat:
Das Problem bei der Technirouter Kaskadenschaltung ist, dass die ne relativ hohe Durchgangsdämpfung auf den SAT Stammleitungen haben und beim Grundmodul dann eben 10 dB weniger ankommen (bei 2 Kaskaden)...gut wenn er dafür höher verstärkt, ist das ja evtl. wieder machbar....bevor man aber dann nen 4 auf 3x4 Verteiler einsetzt sollte man ggfs doch ein anderes System wählen.... Der Verstärker führt drei Bereiche zusammen (UKW/VHF/UHF im Prinzip auch regelbar) und auf dem UKW Eingang sitzt noch ein Sperrkreis, denke mal das ist alles optimal eingestellt und deshalb würde ich das gerne als Einheit beibehalten...dann würd ich glaub im Notfall doch das mit dem Dämpfungsregler machen... Zitat:
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| | # 5 | ||
| Threadstarter Registriert seit: 05.08.2010
Beiträge: 3
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| | # 6 | |||
| Registriert seit: 03.10.2008
Beiträge: 219
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Lutz | |||
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| | # 7 | |
| Team SAT-Technik Registriert seit: 19.03.2007
Beiträge: 4.147
| Wieso denn das? Es ist bei BK- wie statischen Einkabelanlagen völlig normal Stammleitungen pegelgerecht über korrekt dimemensionierte Abzweiger zu speisen. Da es derzeit noch keine Abzweiger mit DC-tauglichem Stichausgang gibt, ist man bei UniCable zum Einsatz von Splittern gezwungen. Bei JULTEC sind auf meine Anregung hin Abzweiger mit DC-Stichausgang in der Entwicklung. Wenn die lieferbar sind, wird man selbstverständlich auch damit mal zwei oder mehr Durchgangsdosen von einem Stichausgang speisen. Pardon, wer wegen getrennter Fundamenterder auch noch eine UniCable-Zuleitung galvanisch trennt, empfängt danach nix mehr! Selbst wenn man die Stammleitungen zwischen den Matritzen trennen wollte, wären galvanische A-Class-Trennglieder erforderlich, die bis 2.150 MHz ausgelegt sind. Denn such mal so etwas. Zitat:
Ohne blitzstromtragfähige Verbindung der Fundamenterder ist eine Gemeinschaftsantenne nicht normkompatibel und die Nutzung des PE für eine blitzstromtragfähige Verbindung ist selbst dann normwidrig, wenn der PE aus massivem 16 mm² Cu-Draht besteht. | |
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