Hallo zusammen,
gutes Forum hier, mein Glückwunsch an die Macher! Ich bin im Begriff, eine Satanlage für ein Reihenhaus (Neubau) zusammenzustellen und habe schon wertvolle Tipps hier im Forum gefunden, aber einige Fragen bleiben noch offen, und dazu hoffe ich auf Ratschläge.
Es sind drei Zapfstellen vorgesehen, jeweils mit doppelten Ableitungen (wg. Twin Receiver). Es soll nur Astra 19,2° empfangen werden, keine weiteren Satelliten, kein "schielen". Das Haus wird von nur einer Person bewohnt werden, es wird also immer nur ein Receiver zurzeit eingeschaltet sein. Weil eine Sat-Schüssel eigentlich keine Zierde am Haus ist, soll sie so klein wie möglich sein. Ich lese hier und anderswo, daß dafür eine 60 cm Schüssel reichen könnte, wenn es sich um einen Teilnehmer handelt, daß aber für mehr Teilnehmer ein größerer Durchmesser empfohlen wird.
Nun meine erste Frage: Im Prinzip handelt es sich ja wie beschrieben nur um einen Teilnehmer. Wonach bemisst sich die Empfehlung für größere Durchmesser, nach der Zahl der potenziell gleichzeitig laufenden Receiver (in diesem Fall nur einer) oder nach den angeschlossenen, aber unbenutzten Zapfstellen (in diesem Fall 3 bzw. 6, wenn die Doppeltuner zählen)? Und wenn es denn größer als 60cm sein muß: wie groß empfehlt ihr für "Astra 19.2 only" mit 3x2 Ableitungen von maximal 12 m Länge?
Die zweite Frage betrifft auch die Außenoptik: Um die Schüssel möglichst "unsichtbar" zu machen plane ich, sie mit der Fassadenfarbe einzufärben. Das habe ich problemlos schon einmal bei einer 85er Schüssel gemacht. Könnte das bei einer 60er (wenn es denn eine 60er sein darf) auch funktionieren? Kann das den Signalpegel erheblich beeinflussen?
Auch die dritte Frage betrifft das Verstecken: Ich plane keine Montage auf dem Dach (ein nach hinten leicht schräg abfallendes Flachdach), sondern Wandmontage an der Südwand. Ich habe die Warnungen bezüglich Wärmebrücke gelesen, sehe aber Vorteile, die ich höher bewerte:
Die Schüssel bleibt zugänglich für eventuelle Nachjustage (z.B. nach Sturm) und Schneeräumung
Sie ist etwas versteckter
Evenuell kein Blitzschutz nötig (die Eckwerte dazu habe ich hier aus dem Forum).
Welche Halterung empfehlt ihr? Einen Wand-Antennenhalter oder einen Wand-Masthalter? Bezüglich der Wärmebrücke wäre vielleicht ersterer vorzuziehen (weniger Metall, das die Isolierung durchbricht), bezüglich der Stabilität letzterer?
Die nächste Frage gilt den Antennendosen: dämpfen die das Nutzsignal sehr? Wäre es unter diesem Aspekt nicht besser, einfach die Kabel aus der Wand kommen zu lassen? Sähe aber nicht schön aus.
Zwei Fragen zu den Leerrohren: Ich denke daran, zusätzliche leere Rohre zu verlegen, um später bei eventuellem Möbelumstellen (man weiß ja nie) vorbereitet zu sein. Sollte man da bei Biegungen Zugdosen vorsehen, um es leichter zu haben beim Einziehen weiterer Kabel? Welcher Durchmesser ist für die Leerrohre für Kabel mit 3 x 7mm (das dritte eventuell für UKW, großzügig auch mit 7 mm bemessen) üblich?
Abschließend noch einmal die Liste der wesentlichen Komponenten mit der Bitte um Empfehlungen und Kommentare:
Sat Spiegel: welchen empfehlt ihr konkret? Es muß keine der hochpreisigen "Mercedes" Marken sein (ich meine Kathrein & Co), "Golf" sollte reichen, es sei denn eine besonders ausgeklügelte Bauform eines "Mercedes"-Modells hilft, sie klein und "unsichtbar" zu machen.
LNB: Habe hier Empfehlungen für Alps gelesen und habe auch selbst gute Erfahrungen mit einem Twin LNB von denen. Also Alps Quattro? Man hört auch öfters eine Empfehlung für Invacom, wie verhält sich der im Vergleich zu Alps?
Multi-Schalter: eingangsseitig 5 (der 5. evtl. für UKW-Empfang mit Dipol-Antenne, noch unklar), ausgangsseitig 6 geplant, vielleicht zwei bis vier mehr, um für die Zukunft gewappnet zu sein. Enthält ein Multischalter auch einen Signalverstärker und bräuchte ich den?
Kabel: Das hier sollte gut genug sein (max. 12 m ab LNB bis Dose)?
F-Stecker: klar, die vergoldeten, habe ich hier gelernt. Ich denke an Stecker zum Aufschrauben, quetschen kenne ich nicht, hier wird ab und zu ein spezielles Leih-Werkzeug von Hirschmann emfohlen, wäre das bei der gewählten Qualität sinnvoll?
Erdung und Potenzialausgleich habe ich nicht vergessen, aber die Verkabelung im Rohbau soll ein Elektriker-Fachbetrieb machen, und ich vertraue darauf, daß die ihr Handwerk beherrschen und Normen und Vorschriften kennen.
Dake schon mal im voraus für eure Hilfe.
Grüße,
latsat
31.07.2010, 15:33
#
2
Dipol
Team SAT-Technik
Registriert seit: 19.03.2007
Beiträge: 4.147
Hallo latsat, herzlich Willkommen im Forum!
Zitat:
Zitat von latsat
Ich lese hier und anderswo, daß dafür eine 60 cm Schüssel reichen könnte, wenn es sich um einen Teilnehmer handelt, daß aber für mehr Teilnehmer ein größerer Durchmesser empfohlen wird.
Die 60 cm ergeben sich aus dem Öffnungswinkel (Halbwertsbreite) des Reflektors, darunter sind Gleichkanalstörungen durch Nachbarsatelliten möglich.
Zitat:
Zitat von latsat
Nun meine erste Frage: Im Prinzip handelt es sich ja wie beschrieben nur um einen Teilnehmer. Wonach bemisst sich die Empfehlung für größere Durchmesser, nach der Zahl der potenziell gleichzeitig laufenden Receiver (in diesem Fall nur einer) oder nach den angeschlossenen, aber unbenutzten Zapfstellen (in diesem Fall 3 bzw. 6, wenn die Doppeltuner zählen)? Und wenn es denn größer als 60cm sein muß: wie groß empfehlt ihr für "Astra 19.2 only" mit 3x2 Ableitungen von maximal 12 m Länge?
Je kleiner der Reflektor umso geringer das Träger-Rauschverhältnis C/N und die Schlechtwetter-Reserve. Niemand wird daran gehindert am unsinnigen Wettbewerb nach der kleinsten Puppenstubenantenne teilzunehmen und sich aus optischen Erwägungen im Empfangskomfort zu kastrieren.
Zitat:
Zitat von latsat
Die zweite Frage betrifft auch die Außenoptik: Um die Schüssel möglichst "unsichtbar" zu machen plane ich, sie mit der Fassadenfarbe einzufärben. Das habe ich problemlos schon einmal bei einer 85er Schüssel gemacht. Könnte das bei einer 60er (wenn es denn eine 60er sein darf) auch funktionieren? Kann das den Signalpegel erheblich beeinflussen?
Die Lackierung sollte absorbierend sein, damit es der LNB insbesondere in den Übergangsjahreszeiten, wenn die Sonne auf gleicher Höhe wie der Satellit steht (Sun Transit Outages), nicht vorschnell verbraten wird.
Zitat:
Zitat von latsat
Welche Halterung empfehlt ihr?
Der Winkelwandhalter reicht bei kleinen Antennen vollauf, hier sind zur Vermeidung von Bauschäden am WDS spezielle Dübel + möglichst termisch getrennte Distanzstücke erforderlich.
Zitat:
Zitat von latsat
Die nächste Frage gilt den Antennendosen: dämpfen die das Nutzsignal sehr?
Der Mindestpegel von 47 dB(µV) wird selbst mit der DigiDish erreicht.
Zitat:
Zitat von latsat
Ich denke daran, zusätzliche leere Rohre zu verlegen, um später bei eventuellem Möbelumstellen (man weiß ja nie) vorbereitet zu sein. Sollte man da bei Biegungen Zugdosen vorsehen, um es leichter zu haben beim Einziehen weiterer Kabel?
Nach DIN 18015 sind Kabel zugfähig in Leerrohren oder Kabelkanälen zu verlegen. Wenn eine Zugkraft von ca. 50 kN überschritten wird, sind Zugdosen sinnvoll.
Zitat:
Zitat von latsat
Welcher Durchmesser ist für die Leerrohre für Kabel mit 3 x 7mm (das dritte eventuell für UKW, großzügig auch mit 7 mm bemessen) üblich?
20 mm max., das dritte Kabel ist kropfunnötig, die UKW-Signale sind über den Multischalter auch auf denTwinkabeln aufgeschaltet. Die Frequenztrennung erfolgt mittels Drei- oder Vierloch-Steckdosen.
Zitat:
Zitat von latsat
Abschließend noch einmal die Liste der wesentlichen Komponenten mit der Bitte um Empfehlungen und Kommentare:[LIST]
Sat Spiegel: welchen empfehlt ihr konkret?
Für den Fan der Puppenstubenantennen die TechniSat DigiDish 45, für weniger Optik-Phobie die GIBERTINI SE 75.
Zitat:
Zitat von latsat
LNB: Habe hier Empfehlungen für Alps gelesen und habe auch selbst gute Erfahrungen mit einem Twin LNB von denen. Also Alps Quattro? Man hört auch öfters eine Empfehlung für Invacom, wie verhält sich der im Vergleich zu Alps?
Kommt darauf an welcher, da gibt es mehrere Typen.
Zitat:
Zitat von latsat
Multi-Schalter: eingangsseitig 5 (der 5. evtl. für UKW-Empfang mit Dipol-Antenne, noch unklar), ausgangsseitig 6 geplant, vielleicht zwei bis vier mehr, um für die Zukunft gewappnet zu sein. Enthält ein Multischalter auch einen Signalverstärker und bräuchte ich den?
Für reinen Sat.-Betrieb nicht, für Terrestrik hängt das von den Eingangssignalen ab.
Zitat:
Zitat von latsat
Kabel: Das hier sollte gut genug sein (max. 12 m ab LNB bis Dose)?
85 dB Schirmungsmaß reichen für Sat.-Betrieb aus, das Kabel liegt deutlich darüber. Die 17 dB Dämpfung beziehen sich vermutlich auf 862 MHz bei 100 Meter Länge, das ergibt in der Sat.-ZF bei 2 GHz einen guten Wert von ca. 30 dB/100 m
Zitat:
Zitat von latsat
F-Stecker: klar, die vergoldeten, habe ich hier gelernt. Ich denke an Stecker zum Aufschrauben, quetschen kenne ich nicht, hier wird ab und zu ein spezielles Leih-Werkzeug von Hirschmann emfohlen, wäre das bei der gewählten Qualität sinnvoll?
Stell dir selbst die Frage wie sinnvoll die Kombination eines Hochschirmkabels mit einem technisch überholten F-Aufdrehstecker mit bestenfalls 85 dB Schirmungsmaß ist. TIPP: Self-Install-Stecker verwenden, die kann man ohne Zange montieren.
Zitat:
Zitat von latsat
Erdung und Potenzialausgleich habe ich nicht vergessen, aber die Verkabelung im Rohbau soll ein Elektriker-Fachbetrieb machen, und ich vertraue darauf, daß die ihr Handwerk beherrschen und Normen und Vorschriften kennen.
Das ist nach meiner Fachbauleiterpraxis leider ein unbegründeter Optimusmus. Nur sehr wenige Installateure sind bei Erdung und PA mit dem aktuellem Normenstand vertraut. Noch heute ist die unzulässige mehrdrähtige Ausführung des 16 mm² Cu-Erdungsdrahtes der häufigste Grund für Abnahmeverweigerung.
Das dauert sicherlich noch einige Jahre, bis es sich zum letzten Gebirgselektriker herum gesprochen hat, dass man seit 2004 nur noch einen Einzelmassivdraht verwenden darf.
03.08.2010, 20:48
#
3
latsat
Threadstarter
Registriert seit: 31.07.2010
Beiträge: 3
Hallo Dipol,
vielen Dank für die ausführliche und superschnelle Antwort, sie war mit vielen Tipps sehr hilfreich für mich, zu einigen Punkten habe ich nun noch Rückfragen, zuvor aber noch eine kurze Anmerkung zur Optik-Phobie bezüglich der Antennengröße:
Zitat:
Niemand wird daran gehindert am unsinnigen Wettbewerb nach der kleinsten Puppenstubenantenne teilzunehmen und sich aus optischen Erwägungen im Empfangskomfort zu kastrieren.
Das Haus, für das ich plane, wird von einer Frau bewohnt werden, da zählt auch der WAF. Sat ist für mich ohne Zweifel die beste aller TV-Empfangsptionen, aber Kunst am Bau ist eine Schüssel nun wahrlich nicht. Dennoch, Deine technischen Erklärungen leuchten ein, und es wird eine Gibertini SE 75 installiert werden, danke für den Ratschlag.
Nun die Rückfragen:
Zitat:
Die Lackierung sollte absorbierend sein
absorbierend = matt? Oder was soll absorbiert werden?
Zitat:
...hier sind zur Vermeidung von Bauschäden am WDS spezielle Dübel + möglichst termisch getrennte Distanzstücke erforderlich.
Ich habe dazu Google bemüht und bin unter anderen auf diesen Thread gestoßen, wo Du Fischer Thermax Dübel erwähnst. Sie werden von Fischer zur Befestigung eher leichter Objekte empfohlen, für größere Objekte wie Markisen empfiehlt Fischer Thermax 12 (oder 16). Ein Sat Spiegel läge wohl dazwischen. (Thermax-Prospekt) Ich hoffe, daß die Thermax 10 noch reichen, denn die größeren Thermax Dübel sind sauteuer. Die Antenne wird an der Wand unter einem leicht vorstehenden Dach angebracht. Würde da noch die volle Windlast wirken? Und wenn, würde der Wind doch eher drücken als ziehen, was die Dübel weniger belasten sollte?
Im erwähnten Thread gibst Du auch eine Empfehlung zur Kabelführung. Verstehe ich das richtig, daß dann die Kabel durch das Rohr der umgedrehten Halterung und eine Wandöffnung an der Stelle, an der das Rohr auf die Hauswand trifft, ins Haus geführt werden? Das Rohr ist ja 90° gewinkelt, hätte ich da da Probleme mit dem Biegeradius für die vier Sat-Kabel? Ich finde den Vorschlag für meine Zwecke gut passend und würde ihn gern befolgen.
Zitat:
...das dritte Kabel ist kropfunnötig...
Danke, das wusste ich nicht. Also ein Kabel weniger, umso besser. Ich plane, Dreilochdosen zu montieren, habe dafür die Hirschmann EDS 322 F gefunden, mit IEC Anschluss für TV. Gibt es auch Dreiloch, wo der IEC Anschluß für Radio vorgesehen ist? Signaltechnisch wäre das wohl dasselbe, und es ginge nur um die passende Steckvervindung? (Habe nichts gefunden. Die Kombination Twin-Sat/Radio ist doch gar nicht so exotisch, solange noch ein gutes analoges UKW Signal gesendet wird?) Bei Vierlochdosen habe ich das gesehen, aber das wäre ein Loch zu viel, da weder TV-Terrestrik noch BK vorgesehen ist. (Radio via DVB-S ist mir bekannt, aber für Küchenradio und Radiowecker etwas zu viel des Guten. Andererseits sollen auch die bei schwachen Sendern nicht rauschen und einen guten Ton liefern, deshalb die Außenantenne.)
LNB Alps vs. Invacom
Zitat:
Kommt darauf an welcher, da gibt es mehrere Typen.
Ich meine Alps LNB BSTE9 Quattro vs. Invacom QTH031
Zum Thema Multischalter habe ich nach weiterem Lesen noch zwei Fragen:
Zitat:
...für Terrestrik hängt das von den Eingangssignalen ab.
Es geht um die UKW Signale, die eine einfache Ringdipol Antenne einfangen soll. Das reicht vom stark einstrahlenden ARD Popmusiksender bis Deutschlandfunk/-radio, deren Signale hier eher schwach ankommen. Wenn ich das schwache verstärke, ist es für das starke Signal schon zu viel? Wie gesagt, die maximale Kabellänge ist 12 m.
Wenn ich nicht verstärken muß, könnte ich einen passiven MS nehmen, und das führt mich zur nächsten Frage. Ich habe viel Positives über den Jultec JRM0512T gelesen, der mich (in seiner offenbar preislich günstigeren und besser verfügbaren OEM Version als DUR-Line MSRP 512T) interessiert. Anderswo habe ich in einem Thread eine Auseinandersetzung zwischen Quad- und MS-Verfechtern verfolgt, und die MS-Anhänger führten ins Feld, daß bei Verwendung von Quad LNBs ab und zu der Strom vom Receiver nicht mehr reicht, um das Schaltsignal sauber zu übertragen. Muß ich mir darüber bei 12 m max. Kabellänge Sorgen machen?
Zu den F-Steckern:
Zitat:
Stell dir selbst die Frage wie sinnvoll die Kombination eines Hochschirmkabels mit einem technisch überholten F-Aufdrehstecker mit bestenfalls 85 dB Schirmungsmaß ist.
OK, verstanden. Daß die Dinger überholt sind, wusste ich nicht.
Zitat:
TIPP: Self-Install-Stecker verwenden, die kann man ohne Zange montieren.
Danke für den Tipp, Google hat mich letztlich zu Threads mit weiteren Ausführungen von Dir dazu und zu Cabelcon und zum Kathrein EMK20 geführt. Letztere sollten wohl passen? Ist es für die Self-Install Steckermontage wichtig, ob ein Kabel 6,8 oder 6,9 mm im Durchmesser hat?
Potenzialausgleich:
Zitat:
...bis es sich zum letzten Gebirgselektriker herum gesprochen hat...
Gebirgselektriker gibt es hier keine, ich lebe im norddeutschen Flachland am Meer. Ich hatte in dem oben verlinkten Thread Deinen Tipp gesehen, mal bei Dibkom nach einem zertifizierten Installateur zu fragen. Tatsächlich haben die auf ihre Seite eine Liste, und das Glück will es, daß eine für Koaxinstallation zertifizierte Firma in Reichweite ist. Das lässt hoffen, danke auch hier für den Tipp.
Ich will noch einmal betonen, daß ich sehr angetan bin von der Art, wie mir hier geholfen wird (Dank an Dipol) und vom kompetenten sachlichen Ton hier im Forum. Ist nicht überall so.
Viele Grüße,
latsat
03.08.2010, 23:46
#
4
King W.
Team SAT-Technik
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Beiträge: 9.170
Kleiner Tip noch: Die Gibertini-Antennen gibt es in hellgrau, anthrazit und ziegelrot. Möglicherweise paßt die hellgraue ja zu deiner Fassade, so daß das Umlackieren entfallen kann. SEH kann auf telefonische Bestellung die Antenne in der passenden Farbe besorgen, wie auch alle anderen Teile.
Falls du doch lackieren willst: Bitte nicht mit normaler Fassadenfarbe, sondern mit richtigem Lack, z.B. aus der Sprühdose. Es darf kein glänzender Lack verwendet werden, sonst macht eines schönen sonnigen Tages im Herbst dein LNB schlapp, auch wenn es ein ansonsten nahezu "unkaputtbares" Alps ist.
__________________ Es gibt keine großen Entdeckungen und Fortschritte, solange es noch ein unglückliches Kind auf Erden gibt. Albert Einstein
Nokia? Nein danke!
04.08.2010, 00:54
#
5
latsat
Threadstarter
Registriert seit: 31.07.2010
Beiträge: 3
Hallo King W.,
danke für den Tipp! Ja, man möchte vermuten, daß hellgrau am besten zur Fassade passen sollte. In diesem Fall könnte es eher das ziegelrot sein, denn das Obergeschoß des Hauses wird farblich abgesetzt, die genaue Farbe kenne ich noch nicht, was der Prospekt zeigt sieht nach leichtem "lachsrot" oder "apricot" aus. Ziegelrot könnte zu kräftig sein, mal sehen. Wenn es paßt, lasse ich ziegelrot unverändert, meine Frage war vorsorglich für den Fall, daß ich im Sinne von "unsichtbar" farblich nachhelfen muß.
Zitat:
Bitte nicht mit normaler Fassadenfarbe...
Hmmm, genau das habe ich vor etwa zwei Jahren ganz unbekümmert mit meiner eigenen Antenne anläßlich einer Fassadenrenovierung gemacht. Nur hauchdünn aufgetragen (original hellgrau in hellgelb umgefärbt), LNB-Gefährdung war mir nicht bewußt. Der Empfang hat nicht gelitten. Warum die Warnung vor Fassadenfarbe? Enthält die ungeeignete Substanzen? Ich denke da an metallische Teilchen, die die Reflektionseigenschaft des Spiegels beeinträchtigen könnten?
Zitat:
auch wenn es ein ansonsten nahezu "unkaputtbares" Alps
Kann ich bestätigen, im geschilderten Fall ist ein Alps montiert, bislang keine Probleme.
Eigentlich überzeugt mich die Marke, das Teil läuft schon viele Jahre (auch vor der spontanen Anmal-Aktion) ohe Probleme. Ich hatte nur mehrfach ausdrücklich Positives über Invacom gehört, und frei nach dem Motto "das Bessere ist der Feind des Guten" hatte ich nach vergleichender Bewertung gefragt, wenn da jemand etwas zu beisteuern kann. Sonst bleibe ich bei Alps.
Danke und Gruß,
latsat
04.08.2010, 02:59
#
6
King W.
Team SAT-Technik
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Ort: mitten im Kohlenpott
Beiträge: 9.170
Ja, ich kann etwas dazu beisteuern. Ich habe ja selbst ein Invacom an meiner CAS 90 montiert. Das Teil funktioniert auch schon viele Jahre ohne Probleme. Die Empfangsleistung ist OK, ich kann alle Sender sehen, die ich will, auch bei schlechtem Wetter. Auf gut Deutsch: Das Ding tut, was es soll und das ist für mich die Hauptsache. Einen direkten Vergleich mit dem Alps kann ich aber nicht liefern, denn dazu hätte ich es statt des Invacom montieren und den Unterschied - so es denn einen gibt - per Meßgerät ermitteln müssen. Auf dem Fernseher ist jedenfalls kein Unterschied auszumachen.
Recht gut sind auch noch die LNB's von MTI und natürlich die unserer Premium-Hersteller Kathrein und TechniSat. Aber die passen nur an die hauseigenen Antennen.
Invacom kannst du nehmen, ich sehe es mit dem Alps qualitativ auf Augenhöhe. Aber wozu? Es ist deutlich teurer als das Alps und ob es einen echten Vorteil für den Mehrpreis bietet, sei mal dahingestellt.
__________________ Es gibt keine großen Entdeckungen und Fortschritte, solange es noch ein unglückliches Kind auf Erden gibt. Albert Einstein