Haus sanieren und SAT-Anlage installieren

Alt 27.07.2010, 09:34   # 1
githero
 
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Hallo Forum,

ich lese schon seit einiger Zeit fleißig mit, welche Empfehlungen für SAT-Anlagen ausgesprochen werden. Je mehr ich aber lese, desto unsicherer werde ich, wie ich bei mir vorgehen soll. Für Hinweise wäre ich daher sehr dankbar!

Zur Ausgangslage:
Wir sanieren gerade unser neu erworbenes Reihenendhaus. In diesem Zuge soll von Kabel auf SAT umgestellt werden. Ich hatte vor bei sternförmiger Verlegung im Wohnzimmer zwei Anschlüsse (für evtl. twin-reciever), in den Schlafzimmern jeweils einen und im Keller zur "LAN-Zentrale" einen Anschluss zu legen (macht insgesamt 6 Anschlüsse, wobei der im Keller wohl nur verwendet wird, falls ich jemals das Signal ins Ethernet streamen werde)
Jetzt geht die Unsicherheit aber los: wohin soll ich die SAT-Schüssel installieren? Die Nachbarn haben sie alle auf dem Dach. Wäre prinzipiell möglich, aber ich komme da wahrscheinlich nie wieder ran, falls mal etwas nachjustiert/korigiert werden müsste.
Alternative wäre neben das Haus auf einen im Boden zu befestigenden Mast. Freie Sicht auf den Satellit sollte möglich sein (der nächste höhere Baum steht 15m weg). Wie kann ich raus bekommen, in welchem Winkel zum Himmel die Schüssel ausgerichtet werden müsste? Dann könnte ich besser abschätzen, ob nicht doch ein Baum im Weg ist.
Wie groß sollte die SAT-Antenne sein? Mein Schwager hat noch eine mit 60 cm übrig (ist allerdings oval geformt, so dass die schamlste Stelle nur 55 cm hat). Reicht die für den Empfang von ASTRA aus oder wäre eine größere besser geeignet?
Die Quattro-LNBs scheinen ja von ALPS sehr empfehlenswert zu sein.
Welcher Multischalter zu vernünftigem Preis wäre für meine Zwecke geeignet?

Fragen über Fragen. Ich hoffe Ihr könnt mir ein paar Tipps geben. Im Voraus besten Dank!
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Alt 27.07.2010, 10:06   # 2
Dipol
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Hallo githero, herzlich Willkommen im Forum!

Zitat:
Zitat von githero Beitrag anzeigen
Jetzt geht die Unsicherheit aber los: wohin soll ich die SAT-Schüssel installieren?
Wenn man die Antenne im Schutzbereich der Fassade (> 2 Meter unterhalb der Dachkante und max. 1,5 Meter Wndabstand) installieren kann, ist sie nicht erdungspflichtig und man spart sich den Erdungsdraht aus mindestens 16 mm² Cu. Antennen über dem Dach und auch Gartenantennen mit mehr als 1,5 m Fassadenabstand sind erdungspflichtigt und müssen mit der Haupterdungsschiene des Schutzpotenzialausgleichs blitzstromtragfähig verbunden sein.
Zitat:
Zitat von githero Beitrag anzeigen
Wie kann ich raus bekommen, in welchem Winkel zum Himmel die Schüssel ausgerichtet werden müsste?
Mit der Hindernisfunktion von DishPointer.
Zitat:
Zitat von githero Beitrag anzeigen
Wie groß sollte die SAT-Antenne sein?
Alle Satellitenbetreiber empfehlen eine Mindestbreite von 60 cm, weil nur damit Störungen von 3° entfernten Nachbarsatelliten dauerhaft auszuschließen sind. Pegeltechnisch genügt auch weniger, je mehr Blech umso besser ist die Schlechtwetter-Reserve. Für Mehrteilnehmerempfang sollte man möglichst 75 oder besser 80 cm Mindestbreite vorsehen.
Die Quattro-LNBs scheinen ja von ALPS sehr empfehlenswert zu sein.
Zitat:
Zitat von githero Beitrag anzeigen
Welcher Multischalter zu vernünftigem Preis wäre für meine Zwecke geeignet?
Alles hat seinen Preis. Wer ein zeitgemäßes A-Class-Schirmungsmaß haben will kann schon mal die Masse der Hersteller vergessen. Wer auch noch eine normgerechte Port-to-Port-Entkopplung von 42 dB auf UKW und VHF haben will, darf die Nadel im Heuhaufen suchen. Geiz ist halt geil. Bei der Suche nach einem "vernünftigen" Preis bleiben schon mal alle Schalter mit Gussgehäuse außen vor.

Ein AXING SPU 56-05 dürfte deinen Vorstellungen entsprechen. Der ist immerhin CE-zertifiziert und hat in der Sat.-ZF normgerechte 30 dB Port-to-Port-Entkopplung.
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Alt 27.07.2010, 14:20   # 3
githero
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Zitat:
Zitat von Dipol Beitrag anzeigen
Wenn man die Antenne im Schutzbereich der Fassade (> 2 Meter unterhalb der Dachkante und max. 1,5 Meter Wndabstand) installieren kann, ist sie nicht erdungspflichtig und man spart sich den Erdungsdraht aus mindestens 16 mm² Cu. Antennen über dem Dach und auch Gartenantennen mit mehr als 1,5 m Fassadenabstand sind erdungspflichtigt und müssen mit der Haupterdungsschiene des Schutzpotenzialausgleichs blitzstromtragfähig verbunden sein.
Ok, dann könnte ich in meinem Fall auf die Erdung verzeichten und nur einen Potenzialausgleich durchführen.

Zitat:
Zitat von Dipol Beitrag anzeigen
Alle Satellitenbetreiber empfehlen eine Mindestbreite von 60 cm, weil nur damit Störungen von 3° entfernten Nachbarsatelliten dauerhaft auszuschließen sind. Pegeltechnisch genügt auch weniger, je mehr Blech umso besser ist die Schlechtwetter-Reserve. Für Mehrteilnehmerempfang sollte man möglichst 75 oder besser 80 cm Mindestbreite vorsehen.
Warum braucht man für Mehrteilnehmerempfang eine größere Schüssel? Muss das Signal dann "stärker" empfangen werden? Welche Schüssel wäre dazu empfehlenswert? Die Kathreinschüsseln scheinen ja ganz gut, aber wohl ohne besonderen Adapter nur mit Kathrein LNBs zu funktionieren.

Zitat:
Zitat von Dipol Beitrag anzeigen
Alles hat seinen Preis. Wer ein zeitgemäßes A-Class-Schirmungsmaß haben will kann schon mal die Masse der Hersteller vergessen. Wer auch noch eine normgerechte Port-to-Port-Entkopplung von 42 dB auf UKW und VHF haben will, darf die Nadel im Heuhaufen suchen. Geiz ist halt geil. Bei der Suche nach einem "vernünftigen" Preis bleiben schon mal alle Schalter mit Gussgehäuse außen vor.

Ein AXING SPU 56-05 dürfte deinen Vorstellungen entsprechen. Der ist immerhin CE-zertifiziert und hat in der Sat.-ZF normgerechte 30 dB Port-to-Port-Entkopplung.
Das sind zu viele infos auf einmal Danke für die Empfehlung. Ich hatte mir ursprünglich mal den ausgeguckt. Was ist der grundlegende Unterschied zwischen den beiden? Die Beschreibungen sagen mir leider nichts
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Alt 27.07.2010, 17:46   # 4
Dipol
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Zitat:
Zitat von githero Beitrag anzeigen
Warum braucht man für Mehrteilnehmerempfang eine größere Schüssel? Muss das Signal dann "stärker" empfangen werden?
Die Norm fordert für Mehrteilnehmerempfang ein besseres C/N als für Einzelempfangsanlagen.
Zitat:
Zitat von githero Beitrag anzeigen
Welche Schüssel wäre dazu empfehlenswert? Die Kathreinschüsseln scheinen ja ganz gut, aber wohl ohne besonderen Adapter nur mit Kathrein LNBs zu funktionieren.
In allen HF-Systemem gilt: Die Anlagengüte wird am Systemeingang entschieden, der beste Verstärker ist immer eine gute Antenne. Mit einer CAS 75 ist man digital bestens versorgt, die CAS 80 ist skurilerweise kleiner und labiler.
Zitat:
Zitat von githero Beitrag anzeigen
Ich hatte mir ursprünglich mal den ausgeguckt. Was ist der grundlegende Unterschied zwischen den beiden?
Die Qualität. Ich stelle das ganze Elend nachlassender Qualität und Normmissachtung mal im Vergleich der Entkopplungen mit der aufgegebeben KATHREIN-Gussgehäuse-Multischalter dar.

Schalter......Terrestrisch.......Satellit
EXR 5016/T......40 dB...........30 dB
EXR 516...........25 dB...........25 dB

Die Normvorgaben betragen 42 bzw. 30 dB!

Man könnte geradezu meinen, dass die Hersteller im Konkurrenzkampf die Normen zu unverbindlichen Empfehlungen herabgestuft haben. Die EXR 516 Matrix verfehlt normgerechte Werte selbst unter Einrechnung langer Kabel und Steckdosen ewig weit. Dabei würden bessere Richtkoppler nur realativ geringe Mehrkosten verursachen. Der Spuk wäre ganz schnell vorbei, wenn z. B. bei Stiftung Warentest schlechte Entkopplung zur Produktabwertung führen würde. Ein Hersteller steuert bereits kräftig um: SPAUN.

Geiz ist geil, und da den oft autodidaktischen Testern in den sog. Satellitenzeitschriften die Normen offenbar völlig unbekannt oder ebenfalls gleichgültig sind, werden selbst Schalter mit absolut ungenügenden 20 dB Entkopplung zu Testsiegern geadelt.
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Alt 27.07.2010, 19:41   # 5
King W.
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Vielleicht ist Geiz gar nicht so geil, sondern langfristig ganz schön teuer.

Was nützt es, jetzt bei den Komponenten auf den Cent zu schauen, nur um später draufzuzahlen? Richtig - nichts. Deshalb sollte bei einem Multischalter neben guten technischen Daten auch auf den Stromverbrauch geachtet werden. Bei Billigschaltern wird auch manchmal am Netzteil gespart, es kommt dann kein sparsames Schaltnetzteil, sondern ein herkömmliches Netzteil zum Einsatz. So verbraucht z.B. der Smart Titanium MS-T58 nach Herstellerangaben 50 mA vom Netz, das macht bei der üblichen Spannung von 240V 12W. Umgerechnet auf ein Jahr wären das ca. 105 kWh. Zusätzlich verbraucht der Schalter noch 60 mA von jedem Receiver.

Der Stromverbrauch aus dem Netz kostet pro Jahr auch bei einem günstigen Tarif 15 - 20 €.

In dieser Beziehung etwas günstiger sind z.B. die Schalter von Emp-Centauri, aber auch hier mußt du mit ca. 10€ pro Jahr an Stromkosten rechnen.

Besser sind hier die Schalter von TechniSat. Deren Strombedarf wird von einem kleinen Steckernetzteil geliefert. TechniSat gibt den Stromverbrauch mit 140 mA an. Macht bei 18V ca. 2,5W oder ca. 21 kWh pro Jahr. Da kann man sich leicht ausrechnen, wann sich der moderate Mehrpreis für diesen Schalter amortisiert. Zudem haben die TechniSat Schalter mit 35 dB eine vergleichsweise hohe Entkopplung. In Verbindung mit den Antennensteckdosen und den Kabeln wird die Norm erreicht.

Was aber technisch überhaupt machbar ist, beweist ein anderer Anbieter: Jultec.

Deren JRM0508T gibt sich mit beinahe abenteuerlich geringen 70 mA vom Receiver zufrieden. Folgerichtig braucht dieser Schalter überhaupt keine eigene Stromversorgung sondern wird durch die angeschlossenen Receiver gespeist. In Verbindung mit einem sparsamen Alps-LNB wird das Receiver-Netzteil mit weniger als 250 mA belastet. Das schafft selbst die billigste China-Gurke von Receiver locker.

Nachts, wenn alle Receiver ausgeschaltet sind, sinkt der Stromverbrauch auf 0. Sparsamer geht es nicht. Obgleich der Schalter in der Anschaffung etwas teurer ist (etwa auf dem Niveau von TechniSat oder Spaun), erweist er sich so langfristig als Spardose.

Auch die übrigen technischen Daten der Jultec-Schalter halten jedem Vergleich stand. Deshalb wäre dieser Schalter meine Empfehlung.

Als LNB auch von mir ein klares Bekenntnis zu Alps. Niedriger Stromverbrauch, Langlebigkeit, eine gute Empfangsleistung und ein zwar etwas fummelig zu montierender aber perfekter Wetterschutz zeichnen es aus.

Die CAS 75 ist sicher eine sehr gute Antenne und für digitalen Mehrteilnehmerempfang prima geeignet, aber sie erfordert einen Adapter, um das Alps-LNB montieren zu können. Meine Empfehlung hier wäre die neue Gibertini SE. Sie ist ähnlich stabil, etwas größer (mehr Schlechtwetterreserve) und verfügt über eine 40 mm Standard-Feedaufnahme. Damit können nahezu alle herkömmlichen LNB's montiert werden. Ich habe die Antenne auf der Anga-Cable fotografiert, der Duo-Feedhalter auf dem Foto ist Sonderausstattung:

gibertini

Mit unter 100€ ist sie deutlich günstiger als die CAS 75 + Adapter. Mit beiden Antennen machst du nichts falsch. Nimm einfach die, welche dir am besten gefällt.

Noch ein kleiner Tip:
Spare bitte nicht am falschen Ende, nämlich am Kabel oder an den Steckern. Dabei ist eine hohe (und nicht unbedingt ehrliche) dB-Zahl relativ belanglos. Wichtiger ist das Material: Besteht das Abschirmgeflecht aus Alu anstelle Kupfer, so könnte es durch eindringende Feuchtigkeit zu einem galvanischen Element, ähnlich einer Batterie, kommen. Folge: Der Innenleiter fängt an zu gammeln und es treten Empfangsstörungen auf. Mit gutem Markenkabel (Kathrein LCD 95, Spaun Spoax 95, Preisner SK 2000 oder Hirschmann KOKA 100 - Aufzählung natürlich nicht vollständig) treten derartige Probleme sehr viel weniger auf.

Schraubstecker funktionieren zwar, haben aber keine besonders hohe Abschirmwirkung und verschlechtern die gute Schirmdämpfung eines hochwertigen Kabels. Wenn es denn Schraubstecker sein sollen, nimm wenigstens die vergoldeten.

Besser sind aber auf jeden Fall Kompressionsstecker. Um sie zu verarbeiten, ist jedoch Werkzeug erforderlich.

SEH bietet seinen Kunden ein Set an, bestehend aus einem Abisolierer, einer Kompressionszange und 100 Kompressionssteckern. Damit kann die Arbeit schnell und zuverlässig durchgeführt werden. Nach Gebrauch kann das Set einfach zurückgeschickt werden, der Kaufpreis wird erstattet, abzüglich der verbrauchten Stecker, versteht sich. Eine Leihgebühr wird nicht erhoben, der Kunde trägt lediglich die Portokosten für die Rücksendung. Auf diese Weise können professionelle Kabelverbindungen hergestellt werden, ohne das Werkzeug dafür kaufen zu müssen.

Mit den angegebenen Komponenten bekommst du eine erstklassige, tadellos funktionierende Antennenanlage, womit das Kabelfernsehen schnell vergessen wird.

Alle hier genannten Komponenten, auch wenn sie auf der Shop-Seite nicht aufgeführt sind, können von SEH bezogen werden. Bei Bedarf einfach telefonisch bestellen (02323/61887).
__________________
Es gibt keine großen Entdeckungen und Fortschritte, solange es noch ein unglückliches Kind auf Erden gibt.
Albert Einstein


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Alt 28.07.2010, 08:09   # 6
githero
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Hallo King W.!

Danke für die Tipps. Sowas in der Art habe ich mir auch aus den bisherigen Berichten zusammengestellt.
Was den Stromverbrauch angeht, hast Du natürlich recht. Mit "vernürnftiger Preis" hatte ich auch nicht gemeint, möglichst billig, sonder qualitativ gut und fairer Preis. Der Jultec-Multischalter hat mich auch interessiert. Werde mir den in jedem Fall ansehen. Muss der Reciever dann irgendwelche besondere Fähigkeiten haben, wenn man diesen Multischalter nimmt, oder können alle Reciever (ich dachte an den Kathrein UFS 903) den Jultec mit Spannung versorgen?
Was die Kabel angeht: die habe ich von einem Großhändler bezogen und mangels besseren Wissens nur auf die db-Zahl geachtet. Wie bekomme ich raus, aus welchem Material die Abschirmung ist? Kann ich das äußerlich irgendwie sehen?

Noch eine rein praktische Frage zur Aufstellung der Sat-Antenne: wenn ich die neben das Haus auf einem Mast anbringen will und die Antenne in ca. 2m Höhe sein soll, wie tief sollte ich dann den Masten im Boden verankern. Gibt es da eine Faustregel?
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Alt 28.07.2010, 09:07   # 7
Dipol
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Zitat:
Zitat von githero Beitrag anzeigen
Der Jultec-Multischalter hat mich auch interessiert. Werde mir den in jedem Fall ansehen. Muss der Reciever dann irgendwelche besondere Fähigkeiten haben, wenn man diesen Multischalter nimmt, oder können alle Reciever (ich dachte an den Kathrein UFS 903) den Jultec mit Spannung versorgen?
Einkabelbefehle nach EN 50494 beherrscht heute nahezu jeder neue Receiver. Die Receicer von KATHREIN sind alle UniCable-ready.
Zitat:
Zitat von githero Beitrag anzeigen
Was die Kabel angeht: die habe ich von einem Großhändler bezogen und mangels besseren Wissens nur auf die db-Zahl geachtet. Wie bekomme ich raus, aus welchem Material die Abschirmung ist? Kann ich das äußerlich irgendwie sehen?
Die Geflechtdichte eines guten Kabels beträgt > 80 %, da kann man kaum durchsehen. Billigkabel haben einen Innenleiter aus Stahlkupfer und Geflecht aus Alu, das zu passiven Intermodulationen neigt. Eine Kabelseele aus Kupfer und ein Geflecht aus verzinntem Kupfer kostet natürlich mehr. Hersteller und Kabeltype sollten aufgedruckt sein, dann kann man die Daten nachvollziehen.
Zitat:
Zitat von githero Beitrag anzeigen
Noch eine rein praktische Frage zur Aufstellung der Sat-Antenne: wenn ich die neben das Haus auf einem Mast anbringen will und die Antenne in ca. 2m Höhe sein soll, wie tief sollte ich dann den Masten im Boden verankern. Gibt es da eine Faustregel?
Wie bei allen anderen Bauwerken auch: Immer mindestens auf 1 Meter Frosttiefe .
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Alt 28.07.2010, 18:31   # 8
King W.
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Zitat:
Zitat von Dipol Beitrag anzeigen
Einkabelbefehle nach EN 50494 beherrscht heute nahezu jeder neue Receiver. Die Receicer von KATHREIN sind alle UniCable-ready.
Das ist zweifellos richtig, aber in Verbindung mit einem JRM gar nicht nötig. Normale Multischalter werden nicht über das EN 50494-Protokoll gesteuert.

Zur Stromabgabe zitiere ich hier mal den Hersteller:

Zitat:
Zitat von Kathrein
LNB-Versorgung (horiz./vert.) V/mA 14/18; Max. 400
Der Jultec braucht 70 mA, das Alps-LNB 150 mA. Macht 220 mA, so daß der Receiver noch 180 mA Reserve hat. Die Stromversorgung ist deshalb mit einem Kathrein UFS 903 völlig problemlos möglich.

Zitat:
[...] und Geflecht aus Alu, das zu passiven Intermodulationen neigt. [...]
Alu ist als "unedles" Metall auch chemisch deutlich aggressiver als verzinntes oder blankes Kupfer und fördert in Verbindung mit Feuchtigkeit elektro-chemische Korrosion.

Die Schraubverbindungen sollten natürlich generell trocken gehalten werden, aber in Verbindung mit einem Abschirmgeflecht aus Alu gilt das ganz besonders. Immerhin: Die Alps-LNB's haben einen perfekten Wetterschutz, so daß nicht mit eindringender Feuchtigkeit gerechnet werden muß.
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Alt 28.05.2012, 13:40 # --
News Flash
 
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