| | # 3 | ||
| Threadstarter Registriert seit: 12.07.2010
Beiträge: 22
| Herzlichen Dank für die superschnelle Antwort! Zitat:
Zitat:
Ansonsten: Superantwort, schon mal danke! Ulli | ||
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| | # 4 |
| Threadstarter Registriert seit: 12.07.2010
Beiträge: 22
| So, die große Schlacht (Eigentümerversammlung) ist geschlagen und wurde gewonnen. Wir Sat-Befürworter haben die Analoganhänger und Kabelanhänger überzeugen können, daß die Satellitenlösung die beste und wirtschaftlichste ist. Auch wenn einige dem Kabel noch nachtrauern und uns böse sind, wurde doch mit satter Mehrheit beschlossen, den Vertrag mit Unitymedia zum Jahresende zu kündigen und bis dahin eine funktionsfähige Sat-Anlage aufzubauen. Wer den Mund zu weit aufmacht, wird (fälschlicherweise) für kompetent gehalten, und so wurde ich in einen Ausschuß gewählt, der jetzt die Entscheidung treffen soll, ob wir die zentrale oder dezentrale Einspeisung wählen. Es soll auch festgelegt werden, welche Satelliten empfangbar sein sollen. Außerdem soll der Ausschreibungstext für die Hausverwaltung formuliert und die Vergabe überwacht werden. Halt der sachverständige verlängerte Arm der Hausverwaltung. Wenn auch der heutige Zeitdruck erst mal raus ist, beginnt doch jetzt erst die Arbeit. Und da ist jede Hilfe aus dem Forum höchst willkommen. Zunächst gilt es, die Art der Einspeisung und die Satelliten festzulegen, und da werden technische und wirtschaftliche Argumente für und gegen die zentrale und dezentrale Einspeisung gesucht (siehe meinen allerersten Thread). Später geht man dann in Einzelheiten und legt die Hardware fest. Ich habe übrigens meine hier neuerworbene Weisheit über eine Urheberrechtsabgabe für Wohnanlagen mit > 75 WE kundgetan. Die Hausverwaltung konterte, dies gelte nur für mehr als 100 WE. Ich hoffe auf fundierte Hilfe aus diesem Forum und bedanke mich im voraus. Herzlich Ulli |
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| | # 5 |
| Team SAT-Technik Registriert seit: 01.01.2006 Ort: mitten im Kohlenpott
Beiträge: 9.170
| Hallo Ulli, Herzlich Willkommen bei uns im Forum! So viel Zeit muß sein. Die Schlacht ist völlig zu Recht gewonnen. Gehen wir mal von (m.E. ziemlich reichlich kalkulierten) 50.000€ aus, so hat sich gegenüber den Kabelgebühren die Anlage bereits nach knapp 5¼ Jahren amortisiert. Und danach spart ihr fast 10.000€, Jahr für Jahr. Der einzig Gekniffene ist der Kabelanbieter, aber das kann euch ja egal sein. Die Umsetzung der SAT-Transponder auf QAM (Kabel) oder notfalls COFDM (DVB-T) hat natürlich den Vorteil, daß weniger Kosten entstehen, weil das alte Kabelnetz genutzt werden kann. Ich selbst bin nicht unbedingt ein Freund davon, sondern plädiere für eine Verteilung des SAT-Signals. Wozu habt ihr dann die schöne neue Sternverteilung? Schade, daß nur 2 Kabel in jede Wohnung verlegt sind, aber auch hier gibt es eine Lösung, ohne viel zusätzlichen Verkabelungsaufwand auszukommen. Die Lösung heißt Unicable. Hier in dem Jultec-Katalog sind die einzelnen Bauteile beschrieben und einige Musteranwendungen aufgezeichnet. Wirf mal einen Blick auf die Anwendung auf der vorletzten Seite: Mit nur 12 Geräten, zwei davon Verstärker und zwei simple Abzweiger, ist es möglich 48 Wohneinheiten mit je drei Kanälen zu versorgen, d.h. an jeder Leitung können bis zu 3 Receiver unabhängig voneinander betrieben werden. 6 Kanäle wären ebenfalls möglich, dann wird es aber deutlich teurer. Natürlich ist es auch machbar, über eine Leitung drei Kanäle und über die zweite Leitung einen Kanal mit einem herkömmlichen Multischalter zur Verfügung zu stellen. Auch das Verteilen der Signale von 2 Satelliten ist möglich, wobei bei geschickter Verteilung weitgehend jeder wählen kann, ob er Astra/Hotbird oder Astra/Türksat haben möchte. Natürlich muß eine Anlage dieser Größenordnung sorgfältig geplant werden, wobei auch die Fragen zur Erdung und zum Potentialausgleich zu beachten sind. Hiervon, sowie u.a. von den Entfernungen der Gebäude untereinander, der Möglichkeit, die Gebäude mit mehreren (bis zu 9) Kabeln miteinander zu verbinden und noch einigen anderen kleineren Faktoren hängt es ab, ob eine zentrale Lösung (eine Antennenanlage für alle Teilnehmer), eine dezentrale Lösung (jedes Haus bekommt seine eigene Antenne) oder eine Mischform (eine Antenne für 2 oder 3 Häuser) optimal ist. Ohne das Objekt vorher gesehen zu haben, kann man keine wirklich seriöse Aussage machen.
__________________ Es gibt keine großen Entdeckungen und Fortschritte, solange es noch ein unglückliches Kind auf Erden gibt. Albert Einstein Nokia? Nein danke! |
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| | # 6 | |
| Team SAT-Technik Registriert seit: 19.03.2007
Beiträge: 4.147
| Zitat:
Urteile zu Kabelweiterleitung Gerichtsurteile Urheberrechtswahrnehmungsgesetz ? Wikipedia VG Media ? Wikipedia Prinzipiell liegt nach der Definition des Rechteinhabers VG Media eine Kabelweiterverbreitung bereits ab zwei Wohneinheiten vor. Digitale Signalquellen bedürfen grundsätzlich eines Einspeisevertrags, allerdings habe ich noch nicht gehört, dass jemand wegen Reanalogisierung digitaler Signalquellen in analoges PAL verklagt wurde. Aus rein praktischen Erwägungen werden die Ansprüche aber erst ab der magischen Grenze von 75 WE durchgesetzt. Bei zentraler Versorgung kann man die Fremdsprachenprogramme urheberrechtlich einwandfrei über den Kabelkiosk beziehen, und das Pay-TV-Angebot dann auch mit SKY-Programmen in Conax-Verschlüsselung abrunden. Während früher die Rechtsansicht vorherrschte, dass nur dann eine Kabelweiterleitung vorliegt, wenn die Signale z. B. durch Kopfstellenumsetzung vom Netzbetreiber selektiert werden, wird eine Vollbandübertragung mit Satelliten-ZF von immer mehr Rechtskommentatoren nicht mehr als privilegiert angesehen. Die Einspeisung ausländischer Programme erfordert grundsätzlich einen Einspeisevertrag mit dem jeweiligen Programmveranstalter. Kleine Kabelnetzbetreiber, die mit den Vertragsverhandlungen derart vieler Partner überfordert sind, können Fremdsprachenprogramme legal nur über Anbieter wie den Kabelkiosk von EUTELSAT, früher auch das Fremdsprachenpaket von PREMIERE, abonnieren. Wer das tut was zumeist aus purer Unkenntnis Praxis ist, nämlich die Signale ohne Vertrag unverschlüsselt einzuspeisen, begeht eine Urherrechtsverletzung und ist im Rahmen der Verjährungsfrist von 75 Jahren haftbar. Es fallen deswegen nur wenige auf die Schnauze, aber wenn es erwischt, der ist meistens ruiniert. Und nicht zu vergessen: Als mündige Bürger müssen wir uns je nach Bundesland auch ab 75 oder 100 WE auch an die Vorgaben der jeweiligen Landesmedienanstalt bezüglich der "Must-carry-Programme" halten. Dazu gehört in Baden-Württemberg auch die Zwangseinspeisung von Sonnenklar TV. Vielleicht gilt bei euch die 100er Marke und die Hausverwaltung hat die mit dem Urheberrecht vermengt. Die Landesmedienanstalten haben in unserem föderalen Flickenteppich höchst unterschiedliche Vorgaben, das ist somit in jedem Bundesland anders. Heute kann aber niemand vorhersehen wie sich die Rechtssprechung fortentwickelt, ob die EU-Richtlinie für den freien Warenverkehr (wirkt sich auf grenzüberschreitendes Sat.-TV aus) national ratifiziert wird und ob die Privatsender ein Modell der Grundverschlüsselung finden, das vom Kartellamt genehmigt wird. In all dieser Unsicherheit erscheint eine Größenbegrenzung auf max. 75 Teilnehmer sinnvoll und insbesondere die Sat.-ZF-Verteilung am vorteilhaftesten. | |
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| | # 7 |
| Threadstarter Registriert seit: 12.07.2010
Beiträge: 22
| Danke, Dipol, für Deine Ausführungen. Nun, es sieht ja alles nach einer Entscheidung für eine dezentrale Lösung aus mit Wohnblockgrößen bis vielleicht 20 WE. Da kann man die Sache wohl etwas entspannter angehen. Die Hausverwaltung sieht sich jedenfalls auf der sicheren Seite. Oder werden die WE aller Wohnblocks addiert? Zu den ausländischen Programmen: Es leben in den 92 Wohnungen einige wenige Italiener, Türken, Georgier, andere Asiaten usw. Ob die alle ihre Heimatprogramme sehen wollen, weiß ich nicht; die meisten dürften voll integriert sein. Klarheit schafft nur eine Umfrage. Angedacht haben wir die Satelliten Astra 19,2°, Hotbird und Türksat (wobei ich nicht weiß, ob Astra allein auch genügend und die richtigen ausländischen Programme überträgt). Übrigens: Wir wohnen in Hessen. Gruß Ulli |
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| | # 8 | |
| Team SAT-Technik Registriert seit: 19.03.2007
Beiträge: 4.147
| Zitat:
Das Sammelsurium so vieler Nationalitäten ist ohnehin nur über Sat.-ZF mit einem befriedigendem Programmangebot zu lösen. UniCable ist allerdings auf die Übertragung von zwei Satelliten begrenzt, das kommt ab drei Satelliten nicht mehr in Frage. | |
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| | # 9 |
| Threadstarter Registriert seit: 12.07.2010
Beiträge: 22
| Ich frage nochmal nach, um absolut sicher zu sein: Bei der dezentralen Lösung haben wir ja 7 "Quellen". Die Wohnblocks haben untereinander keine Verbindung. Die Kabelverbindung, die jetzt noch die Wohnblocks für die Verbreitung der zentral eingespeisten Unitymedia-Programme besteht, wird stillgelegt. Also liegen wir mit rund 20 WE pro "Quelle" (Sat-Schüssel(n)) doch unter der "Beanstandungsgrenze" von 75 WE. Exakt? |
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| | # 10 | |
| Team SAT-Technik Registriert seit: 19.03.2007
Beiträge: 4.147
| Zitat:
Lediglich bei Signalzuführung über IP-TV ließe sich theoretisch ein zusammenhängendes Netz unterstellen. | |
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| | # 11 | |
| Team SAT-Technik Registriert seit: 01.01.2006 Ort: mitten im Kohlenpott
Beiträge: 9.170
| Zitat:
Wenn ich ein Haus habe, daß in etwa ![]() so aussieht, ist das OK, wenn ich aber alle Antennen entfernen lasse und meinen Mietern die gleichen, frei empfangbaren Programme per Gemeinschaftsantenne zur Verfügung stelle, soll ich löhnen? Verstehe den Gesetzgeber und unsere Gerichte wer will, ich nicht. :vogel: Allenfalls könnte ich noch nachvollziehen, wenn Hotels für die Weiterleitung der Programme in die einzelnen Zimmer zur Kasse gebeten werden. Es könnte ja sein, daß mal ein ausländischer Gast dort übernachtet, der keine GEZ-Gebühren zahlt und wo auch die Dauerwerbesender mit etwas Programmunterbrechung nicht zum Zuge kommen, weil ein ausländischer Gast mit der Werbung nichts anzufangen weiß. Natürlich muß verhindert werden, daß der umsonst guckt. ![]() Daß aber unsere Programme in ganz Europa und darüber hinaus frei empfangbar sind und sich z.B. die Österreicher und Schweizer ungeniert und gebührenfrei bedienen, während sie ihr eigenens Programmangebot per Nagravision verrammeln, ja was solls. Verkehrte Welt. Auswandern müßte man.
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| | # 12 |
| Threadstarter Registriert seit: 12.07.2010
Beiträge: 22
| Hallo King W., zu der von Dir vorgeschlagenen Unicable-Lösung habe ich noch ein paar Fragen: 1. Es wird auf dem Kabel zur Dose immer nur eine Frequenz übertragen. Das gilt wohl nur, wenn man nur einen Receiver anschließt; sonst sind das 2 oder 3 Frequenzen? 2. Hat die Dose (die ja wohl 3 Buchsen hat) also eine Dreifach-Frequenzweiche eingebaut? Oder wie verteilt man die Signale auf 3 Receiver? 3. In welchem Frequenzbereich liegen diese Frequenzen? Sie sollen im Interesse einer geringen Kabeldämpfung wohl möglichst niedrig liegen. 4. Sind für diese Technik besondere Receiver nötig? Habe ich trotzdem mein Bildschirmmenü zur Auswahl der Programme? Wird EPG angezeigt? Sind Billig-Baumarkt-Receiver brauchbar? 5. Funktioniert das alles auch mit einem TV mit eingebautem DVB-S? 6. Wie sieht's mit dem Hörfunk aus? Wird der als NF (über Cinch) einem Verstärker zugeführt, so daß der vorhandene Analogtuner überflüssig wird? Habe ich auch hier eine Bildschirm-Programmauswahl? (Das würde bedeuten, daß immer erst der Fernseher eingeschaltet werden muß, um ein Hörfunkprogramm auszuwählen. Oder haben die Receiver dazu ein Display?) 7. Funktioniert das auch mit einem DVB-S-Fernseher? Oder muß man sich die Programme über die TV-Lautsprecher anhören? 8. Wäre es denkbar, dem Teilnehmer das Frequenzband 88 - 108 MHz anzubieten für seinen Analogtuner, ggf. unter Ausnutzung des zweiten im Twin-Kabel vorhandenen Koaxkabels? Mir fällt sicher noch mehr ein, aber das sind die Fragen, die den Teilnehmer betreffen und ihn am meisten interessieren (die alleinstehende Oma). Aber die Bedienerfreundlichkeit interessiert eigentlich alle. Gruß Ulli |
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| | # 13 |
| Team SAT-Technik Registriert seit: 01.01.2006 Ort: mitten im Kohlenpott
Beiträge: 9.170
| So generell habe ich Unicable gar nicht vorgeschlagen, sondern nur als Alternative, wenn die Verkabelung in die einzelnen Wohnungen für die vorhandenen Receiver nicht ausreicht. Ansonsten ist eine Verteilung per Multischalter günstiger und zwar einmal vom Preis her und zum anderen ist die Technik weniger aufwendig. Einschränkungen hinsichtlich der Empfangbarkeit der einzelnen Programme gibt es aber nicht. Zudem gibt es bei Unicable ein paar Tücken, bei wohnungsübergreifender Installation. Da besteht nämlich die Möglichkeit, daß ein ungeeigneter oder falsch konfigurierter Receiver den Empfang des gesamten Strangs stören kann. Wohnungsübergreifend sollte man das nur installieren, wenn alle anderen Möglichkeiten definitiv ausfallen. Und wenn sich jemand in seiner eigenen Wohnung selbst stört, so ist das seine Sache. Auf einem Kabel werden stets mehrere Frequenzen übertragen, von denen jeder angeschlossene Receiver genau eine nutzt (Twin-Receiver natürlich zwei). Es können an ein Kabel so viele Receiver angeschlossen werden, wie Frequenzen ausgegeben werden. Die einzelnen Receiver können z.B. per 3-fach Splitter angeschlossen werden, oder man verwendet Durchgangsdosen. Das funktioniert alles recht unproblematisch. Die Jultec-Router verwenden folgende Frequenzen (sofern sie 6 Frequenzen ausgeben): 1280 MHz 1382 MHz 1484 MHz 1586 MHz 1688 MHz 1790 MHz Bei 3 Frequenzen sind es die drei niedrigsten. Die Frequenzen, die häufiger durch DECT-Telefone gestört werden, vermeidet Jultec. Alles in allem sind die Frequenzen für neueres Koax-Kabel kein Problem. Die angeschlossenen Receiver müssen das Unicable-Protokoll nach EN 50494 unterstützen. Ob das jeder Billig-Receiver aus dem Baumarkt tut, ist fraglich. Es gibt aber im Bereich zwischen 50 - 100 Euro schon sehr brauchbare Receiver, die geeignet sind (z.B. der Smart MX 04 +). Receiver der gehobenen Preisklasse unterstützen fast alle die Norm. Eine wirkliche Einschränkung beim Receiverkauf besteht nicht. Alle Anzeigen und Funktionen des Receivers sind auch bei Unicable nutzbar, mit Ausnahme von Blind-Scan (über das aber nur sehr wenige Receiver überhaupt verfügen). Manche TV's mit DVB-S unterstützen Unicable, z.B. die Geräte von TechniSat. Bei anderen Geräten bin ich mir nicht sicher. Hörfunk über den Receiver ist kein Problem, es gibt keinerlei Einschränkungen. NF-Zuführung über Cinch an die Stereoanlage ist möglich. Der Analogtuner ist eventuell noch erforderlich für lokale Radiosender, die nicht über SAT senden. Alle überregionalen Radiosender sind per Astra empfangbar - in wesentlich besserer Qualität, als per UKW. Das Display ist receiverabhängig. Billigreceiver haben meist nur ein numerisches Display, aufwendigere Receiver zeigen den Sender auch oft in Klartext an. Der Fernseher muß zum Radiohören nicht eingeschaltet werden, es sei denn, um sich den Sendernamen anzeigen zu lassen, wenn die numerische Anzeige nicht ausreicht. Man kann sich auch die Radioprogramme per TV-Lautsprecher anhören, muß es aber nicht. Die Stereoanlage mit ihrer zumeist besseren Tonqualität ist zum Radio-hören wohl besser geeignet. Der UKW-Bereich kann auf das vorhandene Kabel mit aufgeschaltet und durch den Router oder Multischalter mit verteilt werden. Die Antennensteckdose trennt die Frequenzbereiche dann wieder, so daß UKW und SAT-ZF getrennt und unabhängig voneinander zur Verfügung stehen. Hinsichtlich Bedienerfreundlichkeit gibt es mittlerweile auch nicht mehr viel zu meckern. Lautstärke und Videotext funktionieren auch über den Receiver, ebenso EPG, wobei TechniSat mit seinem SiehFern Info sogar redaktionell aufbereitete Informationen zur Verfügung stellt, so daß man einen sehr guten Ersatz für eine Fernsehzeitschrift hat. Der Fernseher arbeitet praktisch als Monitor und muß nur noch ein- und ausgeschaltet werden. Alles andere macht der Receiver. Es ist zur Bedienung also auch weiterhin nur eine Fernbedienung erforderlich, die des Fernsehgerätes wird praktisch arbeitslos.
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| | # 16 |
| Registriert seit: 19.06.2009
Beiträge: 217
| [QUOTE=King W.;1305934] Manche TV's mit DVB-S unterstützen Unicable, z.B. die Geräte von TechniSat. Bei anderen Geräten bin ich mir nicht sicher. Vor einigen Wochen kam die Frage schon mal in einem andren Thread auf: Die neuen Panasonic Geräte der Serien GW20/V20/D25/D28/VT20 sind mit einem Unicable tauglichen Satreceiver ausgestattet. Habe ich gerade noch mal im Pana Prospekt nachgelesen. Leider sparen sich die meisten Hersteller die paar Euro und verkaufen lieber halben Kram. Da gibt es echt Hersteller die ihr 50" Top Modell nur mit einem DVB-T Tuner ausstatten. |
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| | # 17 |
| Threadstarter Registriert seit: 12.07.2010
Beiträge: 22
| @Dipol: Zur Urheberrechtsabgabe: So wie ich die ganze Sache verstehe, verlangt die VG Media einen prozentualen Anteil an den Umsätzen, die ein "Weiterleiter" macht. Da wir keine Umsätze machen, ist deren Anteil also Null, oder? |
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| | # 18 | |
| Team SAT-Technik Registriert seit: 19.03.2007
Beiträge: 4.147
| Leider nicht, diese Hintertür ist offenbar durch eine Mindestgebühr verstopft. Über 75 WE besteht immer Entgeltpflicht, für kommerzielle Anlagenbetreiber lohnt sich die Mitgliedschaft in einem Kabelverband wie FRK, da werden den Mitgliedern Rabatte gewährt. Zitat:
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| | # 19 |
| Threadstarter Registriert seit: 12.07.2010
Beiträge: 22
| Jetzt hat sich leider eine veränderte Situation ergeben. Ich war schon zuversichtlich, daß wir in der großen Wohnanlage mit 92 WE, aufgeteilt auf mehrere Wohnblocks, jetzt eine dezentrale Lösung mit Verteilung der Sat-ZF erreichen könnten. Aber eine Bestandsaufnahme der Verkabelung hat jetzt ergeben: Die bauausführende Firma hat zwar in jede Wohnung getrennte Kabel gelegt, es besteht also pro Haus eine Sternverkabelung, und es sind auch auf ausgewählten Häusern jeweils fünf Leerrohre von den Kellern auf die Dächer vorhanden zum Anschluß von Sat-Antennen. Doch die liebe Firma hat vergessen (vielleicht hat sie dazu auch keinen Auftrag bekommen), horizontale Verbindungs-Koaxkabel von den Kellern mit Antennen-Leerrohren zu den Kellern ohne diese Leerrohre zu legen. Und das in allen Wohnblocks! Jetzt haben wir mehrere Möglichkeiten: 1. Die fehlenden Verbindungskabel nachzurüsten (Frage: Wieviele Kabel sind parallel nötig?) 2. Das vorhandene alte Verbindungskabel der bisherigen Baumstruktur zu nutzen (es existiert nur ein einziges Kabel hierfür; reicht das überhaupt?). Beispiel: Ein Haus hat 8 WE und eine Sat-Antenne. Daneben, Wand an Wand, steht ein zweites Haus mit 6 WE ohne Sat-Antenne. Die Sat-ZF soll von der einen Antenne auf beide Häuser (und auf ein evtl. drittes und viertes Haus) übertragen werden. Geht das mit einem einzigen Koaxkabel? 3. Wir verzichten schweren Herzens auf die Sat-ZF-Verteilung und setzen für die 92 WE alle Kanäle um mit Umkodierung von QPSK auf QAM und verteilen sie über die alten Erd- und Hauskabel in Baumstruktur auf die 92 WE. Wie viele Kanäle kann man eigentlich umsetzen, damit sie von Kabelempfängern empfangen werden können? Ist damit überhaupt HD-Emppfang möglich? Die schöne neue Sternverkabelung, die wohl Tausende gekostet hat, treten wir in die Tonne. Und jeder Bewohner muß sich einen Kabel-Receiver kaufen. 4. Die 4. Lösung, nämlich die Sat-ZF zentral von einer einzigen Antenne (pro Satellit) auf alle Wohnblocks zu verteilen, ist wohl illusorisch, weil wir dann viele neue Erdkabel verbauen müßten. Was meinen die Experten? Ulli |
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| | # 20 |
| Team SAT-Technik Registriert seit: 01.01.2006 Ort: mitten im Kohlenpott
Beiträge: 9.170
| 1. Dort, wo die Häuser aneinander stoßen, besteht möglicherweise die Chance, mit einem langen Bohrer und einem Boschhammer die Verbindung zwischen den Kellern nachzuholen. Nach dem Durchführen der Kabel kann man das Loch bei Bedarf ja wieder mit Bauschaum schließen. Das Nachrüsten sehe ich als nicht allzu großes Problem an. Die Anzahl der Kabel hängt davon ab, wie viele Satelliten empfangen werden sollen. Pro Satellit sind es 4. Bei Platzproblemen kann man auf das dünnere 4 in 1 Kabel ausweichen. Man kann auch den Multischalter bzw. die Kaskade direkt vor das Loch setzen und nur mit den Teilnehmerkabeln hindurch gehen, wenn das weniger sind. Eventuell geht auch eine Verteilung über das Dach, wenn die Leerrohre dafür liegen. Wirklich entscheiden kann man das aber erst vor Ort, wenn man das Ganze in Augenschein genommen hat. 2. Nein, geht nicht. Höchstens mit einem Glasfaserkabel, aber die Technik hierfür ist noch neu und vergleichsweise sehr teuer. 3. Tausende in den Sand setzen, wegen ein paar fehlender Löcher? Wozu gibt es Firmen wie Duss, Bosch oder Hilti? Das Umsetzen funktioniert zwar, ist aber nur eine Notlösung. 4. Ja, das wäre erforderlich. Alle Potentialausgleichsschienen müßten untereinander mit blitzstromfähigem Kabel verbunden werden. Der Aufwand wäre wohl zu groß und die Kosten höher, als bei einer dezentralen Lösung.
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Nach dem Durchführen der Kabel kann man das Loch bei Bedarf ja wieder mit Bauschaum schließen. Das Nachrüsten sehe ich als nicht allzu großes Problem an. Die Anzahl der Kabel hängt davon ab, wie viele Satelliten empfangen werden sollen. Pro Satellit sind es 4. Bei Platzproblemen kann man auf das dünnere 4 in 1 Kabel ausweichen. Man kann auch den Multischalter bzw. die Kaskade direkt vor das Loch setzen und nur mit den Teilnehmerkabeln hindurch gehen, wenn das weniger sind. Eventuell geht auch eine Verteilung über das Dach, wenn die Leerrohre dafür liegen. Wirklich entscheiden kann man das aber erst vor Ort, wenn man das Ganze in Augenschein genommen hat.