hallo zusammen habe mich ebend extra angemeldet um euch für die super antworten zu danken bin auch im beirat und habe fast das gleiche problehm hat echt geholfen und möchte besonders kingw. loben von dem habe ich einige super infos bekommen
also dank euch
bernd
25.01.2012, 14:34
#
22
derphoenix
Registriert seit: 10.11.2011
Beiträge: 4
ähnliches Problem bei uns - Doppelhaus mit ca 100 WE
Super-Thread, hat mir sehr weitergeholfen! Danke!
25.01.2012, 17:07
#
23
King W.
Team SAT-Technik
Registriert seit: 01.01.2006
Ort: mitten im Kohlenpott
Beiträge: 9.170
Danke für die Rückmeldung. Es freut uns immer, wenn wir helfen können.
Zur Info:
Die Anlage mit den 92 WE in 6 Blocks ist übrigens per Glasfaser realisiert worden. Es wurde ein Glasfaserkabel mit Kevlar-Armierung eingesetzt, so daß keine galvanische Verbindung zwischen den Häusern besteht. Das entschärft die Erdungsproblematik (nur die Antennen mußten vorschriftsmäßig geerdet werden, in den getrennten Blocks waren, außer einem Potentialausgleich, versteht sich, keine besonderen Maßnahmen erforderlich. In den einzelnen Blocks wurden die optischen Signale wieder in elektrische umgesetzt und per normalem Multischalter weiter verteilt.
Die Anlage funktioniert tadellos.
Wenn noch Fragen sind, hinsichtlich der Planung, immer her damit.
__________________ Es gibt keine großen Entdeckungen und Fortschritte, solange es noch ein unglückliches Kind auf Erden gibt. Albert Einstein
Nokia? Nein danke!
25.01.2012, 17:45
#
24
ulli912
Threadstarter
Registriert seit: 12.07.2010
Beiträge: 22
Zitat:
Zitat von King W.
Die Anlage funktioniert tadellos.
Das kann ich bestätigen. Ich bin nämlich der, der die ganze Diskussion hier angefacht hat. Wenn ich auch zunächst die dezentrale Lösung verfocht, bin ich King W. immer noch unendlich dankbar dafür, dass er sich von seiner zentralen Vision mit Glasfaserkabel nicht abbringen ließ. Es hat nur im Sat-Beirat immense Überzeugungsarbeit gekostet, bis wir uns für die Gf-Lösung entscheiden konnten.
Ausgeführt hat es dann eine Firma, die zwar bisher tadellose Sat-Anlagen aufgebaut hat, niemals jedoch in dieser Größenordnung und auch niemals mit Glasfaser. Entsprechend groß war die Skepsis. Aber die Firma hat es hingekriegt, ohne größere Schwierigkeiten. Nur unsere Preisvorstellung von 50 k€ wurde um 20 % überschritten...
25.01.2012, 19:55
#
25
King W.
Team SAT-Technik
Registriert seit: 01.01.2006
Ort: mitten im Kohlenpott
Beiträge: 9.170
Zitat:
Zitat von ulli912
Das kann ich bestätigen. Ich bin nämlich der, der die ganze Diskussion hier angefacht hat. Wenn ich auch zunächst die dezentrale Lösung verfocht, bin ich King W. immer noch unendlich dankbar dafür, dass er sich von seiner zentralen Vision mit Glasfaserkabel nicht abbringen ließ.
Es war für euch einfach die beste Lösung. Ihr hattet ja die Vorgaben, möglichst wenig Antennen zu installieren und nach Möglichkeit mehr als 2 Satelliten zu empfangen.
Da war Glasfaser einfach die gegebene Technik. Wegen der äußerst geringen Dämpfung der Glasfasern gestaltet sich zum einen die Pegelberechnung recht einfach und es macht auch keinerlei Probleme, mit dem Kabel bei Bedarf einen Umweg zu machen, wenn dadurch Grabearbeiten reduziert werden. In herkömmlicher Technik hättet ihr Kupferkabel im km-Berech verballern müssen, zusätzlich hätten noch alle Häuser mit Blitzstrom-tragfähigem 16 mm² Kupferkabel verbunden werden müssen.
Von dem riesigen Arbeitsaufwand mal abgesehen, wäre eine solche Anlage mit Sicherheit auch störanfälliger geworden, als sie jetzt ist. Auch das Planen einer solchen Anlage ist alles andere, als ein Kinderspiel. Aber OK, das hätten wir hier auch machen können.
Zitat:
Aber die Firma hat es hingekriegt, ohne größere Schwierigkeiten. Nur unsere Preisvorstellung von 50 k€ wurde um 20 % überschritten...
Das wären 60 k€, also schon ziemlich viel Holz, allerdings auch für ziemlich viel Arbeit. Aber ich denke mal, die Anlage amortisiert sich trotzdem relativ schnell. Immerhin entfallen jetzt ja die Kabelgebühren ...
__________________ Es gibt keine großen Entdeckungen und Fortschritte, solange es noch ein unglückliches Kind auf Erden gibt. Albert Einstein
Nokia? Nein danke!
25.01.2012, 22:36
#
26
derphoenix
Registriert seit: 10.11.2011
Beiträge: 4
Unsere Situation ist folgende:
Hochhaus (in Österreich) mit 12 Etagen zu je 8 Wohnungen.
Derzeit haben wir eine analoge Sat-Anlage, deren Signal in einer Kopfstation aufbereitet wird und durch 8 (30 Jahre alte) Steigleitungen (eine für jede "Wohnungslinie") verteilt wird.
Unsere Hausverwaltung hat lange Zeit geschlafen und will uns jetzt eine Lösung aufs Auge drücken, bei der die Verkabelung beibehalten wird und wiederum über eine Kopfstation ein QAM-Signal verteilt wird.
Im Gegensatz dazu wollen wir allerdings natürlich eine Neuverkabelung und das volle Sat-Signal in jeder Wohnung.
Sorry für die laienhafte Ausdrucksweise - ich bin erst dabei, mich in die Thematik einzulesen.
Derzeit haben wir 2 Leitungen pro Wohnung kalkuliert.
Mich interessiert daher die angesprochene Unicable-Variante - ich habe allerdings die Problematik mit der "wohnungsübergreifenden Installation" nicht ganz verstanden.
Ist Unicable nicht gerade für solche Großbauten gedacht?
25.01.2012, 23:49
#
27
raceroad
Team SAT-Technik
Registriert seit: 18.12.2011
Beiträge: 623
Zitat:
Zitat von derphoenix
Mich interessiert daher die angesprochene Unicable-Variante - ich habe allerdings die Problematik mit der "wohnungsübergreifenden Installation" nicht ganz verstanden.
Die Bedenken wegen Problemen bei wohnungsübergreifenden Installationen haben inzwischen an Bedeutung verloren. Abgesehen davon, dass man - zumindest aus Sicht der verfügbaren Unicable-Bausteine (Das Angebot ist vielfältig.) - nicht wohnungsübergreifend installieren muss:
Als King W. in #13 Bedenken bzgl. wohnungsübergreifenden Installationen angemeldet hatte, gab es lediglich Antennensteckdosen, die einen nicht Unicable-konfigurierten Receiver vom Unicable-Strang trennen. So kann man verhindern, dass ein solcher Receiver alle anderen Receiver am Strang an der zur Transponderwahl nötigen Steuerung des Unicable-Bausteins hindert. Nicht verhindern konnte man seinerzeit, dass ein Bewohner – absichtlich oder aus Versehen - eine Steueradresse verwendet, die nicht für ihn vorgesehen ist, und so den Empfang seiner Nachbarn stört.
Inzwischen gibt es aber (u.a.) von Jultec programmierbare Antennensteckdosen, die nur zulässige Steuerbefehle zum Unicable-Baustein weiterleiten. Setzt man diese Dosen ein, müsste ein Störenfried die Dosen ausbauen oder umprogrammieren. Das kann man zwar nicht gänzlich ausschließen, aber zumindest dem häufigeren Fall einer versehentlichen Fehlprogrammierung kann man durch die Verwendung dieser Dosen seinen Schrecken nehmen.
Heutzutage könnte man daher zwecks Reduzierung des Aufwands zur Verkabelung zwei Wohnungen über eine Ableitung versorgen. Ob sich das lohnt hängt aber neben den baulichen Voraussetzungen auch davon, wie viele Receiver pro Wohnung einsetzbar sein sollen.
26.01.2012, 01:43
#
28
King W.
Team SAT-Technik
Registriert seit: 01.01.2006
Ort: mitten im Kohlenpott
Beiträge: 9.170
Stimmt.
Mit den neuen Antennensteckdosen bestehen meine Bedenken nicht mehr. Wenn sie richtig programmiert sind, lassen sie nur Steuerbefehle für den (die) zugelassenen Userband (-bänder) durch und blocken jeden anderen Befehl. Zudem werden falsch konfigurierte oder untaugliche Receiver geblockt und können das Gesamtsystem nicht mehr stören.
Wie wäre es mit einer kleinen Skizze, wie es momentan aussieht und wie es später mal aussehen soll. Dann könnte man konkret planen. Wichtig wäre auch zu wissen, ob mit vertretbarem Aufwand neue Leitungen verlegt werden können.
Obgleich die Unicable-Problematik durch die neuen Dosen wesentlich entschärft worden ist, gilt dennoch, daß möglichst kleine "Cluster" gebildet werden sollten.
__________________ Es gibt keine großen Entdeckungen und Fortschritte, solange es noch ein unglückliches Kind auf Erden gibt. Albert Einstein
Nokia? Nein danke!
26.01.2012, 16:26
#
29
derphoenix
Registriert seit: 10.11.2011
Beiträge: 4
Das mit den Dosen hab ich im Jultec-Katalog gesehen.
Mal schauen ob ich die Skizzen so hinbekomme, dass Du Dir was drunter vorstellen kannst...
Neue Leitungen verlegen dürfte kein Problem sein - es gibt zwei Stiegenhäuser mit je einem Heizungsschacht. Da ist massig Platz.
Von dort müsste man dann in die jeweiligen Wohnungen gehen.
Und da macht es dann einen Unterschied, ob ich in jede Wohnung nur eine Leitung oder drei verlegen muß.
26.01.2012, 20:37
#
30
Dipol
Team SAT-Technik
Registriert seit: 19.03.2007
Beiträge: 4.147
Zitat:
Zitat von derphoenix
Neue Leitungen verlegen dürfte kein Problem sein - es gibt zwei Stiegenhäuser mit je einem Heizungsschacht. Da ist massig Platz.
Schluck!
Ein Heizungsschacht über 12 Etagen muss entweder in jedem Stockwerk abgeschottet sein oder über Brandschutztüren verfügen.
11.04.2012, 00:33
#
31
General
Registriert seit: 10.04.2012
Beiträge: 1
Zitat:
Zitat von Dipol
Solche von jeder urheberrechtlichen Sachkunde freie Plauderei einer Hausverwaltung kann durchaus mal die Existenz kosten. Vielleicht tragen die folgenden Links etwas zur Fortbildung in Sachen Urheber-Rechte bei:
Während früher die Rechtsansicht vorherrschte, dass nur dann eine Kabelweiterleitung vorliegt, wenn die Signale z. B. durch Kopfstellenumsetzung vom Netzbetreiber selektiert werden, wird eine Vollbandübertragung mit Satelliten-ZF von immer mehr Rechtskommentatoren nicht mehr als privilegiert angesehen.
Die Einspeisung ausländischer Programme erfordert grundsätzlich einen Einspeisevertrag mit dem jeweiligen Programmveranstalter. Kleine Kabelnetzbetreiber, die mit den Vertragsverhandlungen derart vieler Partner überfordert sind, können Fremdsprachenprogramme legal nur über Anbieter wie den Kabelkiosk von EUTELSAT, früher auch das Fremdsprachenpaket von PREMIERE, abonnieren.
Wer das tut was zumeist aus purer Unkenntnis Praxis ist, nämlich die Signale ohne Vertrag unverschlüsselt einzuspeisen, begeht eine Urherrechtsverletzung und ist im Rahmen der Verjährungsfrist von 75 Jahren haftbar. Es fallen deswegen nur wenige auf die Schnauze, aber wenn es erwischt, der ist meistens ruiniert.
Mir ist nur folgende Rechtssprechung bekannt, die in einer offiziellen ASTRA Broschüre veröffentlicht wurde:
Medienrechtlich läßt sich festhalten: Die SAT-ZF-Verteilung von Signalen ist von materiell-rechtlichen Anforderungen und von der Notwendigkeit eines Anzeigeverfahrens nach dem einschlägigen
Landesrundfunkgesetz befreit. Lediglich der kanalselektive Betrieb einer größeren Kabelanlage und die Weiterverbreitung mit der planvollen Zusammenstellung eines Programmangebotes führt zur Anwendbarkeit der Landesrundfunkgesetze. Nach Digitalisierung der Kabelanlagen wird künftig ein liberaleres Recht gelten, wonach die Landesmedienanstalten nur noch eine Mißbrauchskontrolle ausüben und in der Kanalbelegung ein hohes Maß an Freiheit durch den Betreiber besteht. Damit kann er noch mehr als im analogen Bereich dem Wunsch der angeschlossenen Teilnehmer entsprechen und preislich gestaffelte Programmpakete anbieten.
Wenn ich wüsste das die heutige Rechtslage so ist wie Du sie schilderst, dann würde das u.U. die Haltung meines Vermieters erklären mit dem ich mich in einem Rechtsstreit befinde. Gibt es Gerichtsurteile zu der von Dir geschilderten rechtlichen Situation?
Gruss General
11.04.2012, 10:25
#
32
Dipol
Team SAT-Technik
Registriert seit: 19.03.2007
Beiträge: 4.147
Zitat:
Zitat von General
Lediglich der kanalselektive Betrieb einer größeren Kabelanlage und die Weiterverbreitung mit der planvollen Zusammenstellung eines Programmangebotes führt zur Anwendbarkeit der Landesrundfunkgesetze.
Die Privilegierung der Sat.-ZF-Vollbandübertragung gegenüber kanalselektiver Einspeisung ist rechtlich längstens überholt. Die Landesrundfunkgesetze regeln z. B. die Must-Carry-Programme, greifen aber doch nicht in das Urheberrecht ein.
Zitat:
Zitat von General
Nach Digitalisierung der Kabelanlagen wird künftig ein liberaleres Recht gelten, wonach die Landesmedienanstalten nur noch eine Mißbrauchskontrolle ausüben und in der Kanalbelegung ein hohes Maß an Freiheit durch den Betreiber besteht.
Damit kann er noch mehr als im analogen Bereich dem Wunsch der angeschlossenen Teilnehmer entsprechen und preislich gestaffelte Programmpakete anbieten.
Das hohe Maß an Freiheit besteht schon heute, aber nicht zum Nulltarif! Nur wer einen Einspeisevertrag mit dem Programmanbieter hat und bezahlt, empfängt legal. Die Privatsender bevorzugen unverändert eine Verschlüsselung ihrer Signale. Kabel BW vermarktet die Privatsender legal auch unverschlüsselt, muss aber für den Vertrag ebenso löhnen.
Ob man noch bis 30.04.2012 ein analoges Satellitensignal nutzt oder wie die BK-Netzbetreiber PAL-Signale aus einer digitalen Signalquelle reanalogisiert, ist letztlich ohne Belang. Ein Gesetz welches die Kabelnetzweiterverbreitung entgegen dem Urheberrecht kostenfrei stellt, ist nicht mal ansatzweise in Sicht. Das wid auch die Piratenpartei nicht knacken können.
Zitat:
Zitat von General
Gibt es Gerichtsurteile zu der von Dir geschilderten rechtlichen Situation?
Die wurden doch schon zitiert. Bislang haben die Gerichte die Gebührenforderungen der Gema und VG Media für rechtens befunden. Lediglich CNN hat gegenüber Hotels die völlig überzogenen Forderungen in dieser Höhe nicht durchsetzen können und sich unter das Dach der VG Media begeben.