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| Team SAT-Technik Registriert seit: 01.01.2006 Ort: mitten im Kohlenpott
Beiträge: 9.170
| Hallo und Herzlich Willkommen bei uns im Forum! :liebegru: Der Hirschmann - Halter sollte für eine Triax TDA reichen. Ob du nun die 78er oder die 88er nimmst, ist Geschmackssache. Bei gutem Wetter oder auch leichtem Regen wirst du mit beiden guten Empfang haben, bei stärkerem Regen oder Schneefall mußt du umso eher mit Empfangsstörungen rechnen, je kleiner die Antenne ist. Wenn es dich nicht stört, daß bei starkem Regen der Empfang etwas früher ausfällt, nimm die 78er, ansonsten ist die TDA 88 der beste Kompromiß. Zu groß sollte die Antenne nämlich auch nicht sein. Über 85 - 90 cm bringt für reinen Astra-Empfang nicht mehr viel, außer mehr Gewicht, eine höhere Belastung für den Halter und eine höhere Windlast. Die Firma Alps hat sich als Hersteller von Qualitäts-LNB's einen guten Namen gemacht. Wenn du mit 4 Anschlüssen auskommst, reicht ein Quad-LNB (auch Quattro-Switch genannt), wenn du mehr als 4 Anschlüsse brauchst, wäre ein Quattro-LNB in Verbindung mit einem entsprechenden Multischalter zu verwenden. Kleiner Hinweis: Mittlerweile liefert Alps das Quad-LNB ebenfalls in dem schmalen Gehäuse. Auf der Seite von SEH ist noch die alte Gehäuseform abgebildet, bei Bestellung wird natürlich die neue, moderne Gehäuseform geliefert. Die Kabellänge von ca. 25m sollte keine Schwierigkeiten machen, wenn vernünftiges Kabel verwendet wird. Wie bei den LNB's mit den unrealistischen (und für den praktischen Gebrauch völlig irrelevanten) Rauschzahlen von 0,2 oder gar 0,1 dB findet auch hier eine Inflation der Angaben für die Schirmdämpfung statt. Da ist, selbst bei Billigkabel zweifelhafter Herkunft und Qualität, oft von 110 oder 120 dB die Rede, manchmal sogar noch mehr. Weit wichtiger ist aber das Material: Besteht z.B. das Abschirmgeflecht aus billigem Alu anstatt Kupfer (blank oder verzinnt), so bildet sich, sobald die Verschraubung mit Feuchtigkeit in Berührung kommt, ein galvanisches Element, ähnlich einer Batterie. Die Folge: Der Innenleiter fängt an zu gammeln und früher oder später treten hartnäckige und schwer zu findende Empfangsstörungen auf. Zwar verfügen alle Alps-LNB über einen guten Wetterschutz, aber sicher ist sicher. Bestell dir einfach eine Rolle gutes Markenkabel, z.B. das Hirschmann KOKA 100, dann bist du auf der sicheren Seite. Der Mehrpreis gegenüber Billigkabel ist in jedem Fall gut angelegt. Das Kabel kannst du ebenfalls von SEH bekommen, obgleich es bislang auf der Shop-Seite noch nicht gelistet ist. Einfach telefonisch bestellen (02323/61887) oder, wenn du aus der Nähe von Herne kommst, einfach abholen. Für das Kabel ideal sind die darauf abgestimmten Kompressionsstecker, ebenfalls von Hirschmann. Zur Montage ist allerdings Werkzeug erforderlich. SEH bietet seinen Kunden deshalb ein Set an, bestehend aus 100 Kompressionssteckern, einer passenden Kompressionszange und einem Abisolierer. Damit kann die Montage leicht und schnell durchgeführt werden. Nach der Arbeit wird das Set einfach zurückgeschickt und der Kaufpreis erstattet, abzüglich der verbrauchten Stecker, versteht sich. Eine Leihgebühr wird nicht erhoben, der Kunde trägt lediglich die Portokosten für die Rücksendung (oder bringt das Set selbst zurück, wenn er in der Nähe wohnt). Die zweitbeste Lösung sind Schraubstecker, die kann man ohne spezielles Werkzeug montieren. Wenn diese Stecker eingesetzt werden sollen, nimm wenigstens die vergoldeten. Sie sind glatter, lassen sich leichter aufdrehen und geben besser Kontakt. In den technischen Eigenschaften (Abschirmung) reichen sie aber nicht ganz an die Kompressionsstecker heran. Die Receiver können bei einem Quad-LNB direkt an das Kabel angeschlossen werden. Eine Antennendose ist nicht unbedingt nötig. Da du aber sowieso mit dem Kabel durch den Keller mußt, sollte dort dringend ein Potentialausgleich gemacht werden. Dazu brauchst du lediglich einen Masseblock und zusätzlich 8 Stecker. Die Kabel werden über diesen Masseblock geführt und mit 4 oder 6 mm² Erdkabel eine Verbindung zu der Potentialausgleichsschiene im Keller hergestellt. Dieser Potentialausgleich sorgt dafür, daß sich eventuell auf das Antennenkabel verschleppte Teile der Netzspannung nicht ausbreiten können und die Antennenanlage jederzeit gefahrlos berührt werden kann. Mit den angegebenen Komponenten wirst du eine Anlage aufbauen, die einwandfrei funktioniert, sicher ist und dir viele Jahre unbeschwerten Fernsehgenuß liefern wird. Als Receiver kannst du den Skymaster verwenden. Ich kenne ihn zwar nicht, habe aber auch noch nichts Nachteiliges darüber gehört. Wenn du einen "echten" HD-Receiver willst, ist das Preisniveau des Skymaster kaum zu toppen. Allerdings hat er keinen CI-Einschub. Wenn du irgendwann mal verschlüsselte Programme sehen willst, bist du mit diesem Receiver außen vor. Wenn du einen Flachfernseher hast (LCD oder Plasma), lohnt eventuell auch ein Blick auf den Smart MX 04 +. Vorteil dieses Receivers: Er verfügt über eine HDMI-Schnittstelle. Wird ein Fernseher per HDMI-Kabel an den Receiver angeschlossen, so werden die Daten - im Gegensatz zum SCART-Anschluß - digital übertragen. Die bessere Bildqualität siehst du sofort. Obgleich es sich bei dem Gerät nicht um einen HD-Receiver handelt, kommt die Bildqualität echtem HD schon recht nahe - und zwar bei jedem Programm. Ein HDMI-Kabel kannst du dir gleich mitbestellen. Speziell bei diesen Kabeln gibt es bedeutende Preisunterschiede! Du kannst für ein solches Kabel auch mal locker über 100€ loswerden. Da steht dann Oehlbach drauf - und es macht auch nichts anderes, als die Signale vom Receiver zum Fernseher zu transportieren. Eine signifikanten Qualitätsunterschied wirst du nicht bemerken, das angegebene Kabel reich vollkommen aus.
__________________ Es gibt keine großen Entdeckungen und Fortschritte, solange es noch ein unglückliches Kind auf Erden gibt. Albert Einstein Nokia? Nein danke! |
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| Threadstarter Registriert seit: 10.07.2010
Beiträge: 8
| Hallo Walter, vielen Dank für die ausführlichen Antworten. Es gibt noch folgendes Dilemma. Die SAT-Halterung wurde vom Fernsehtechniker angebracht und dieser meinte, dass Empfang von dieser Stelle auf Astra 19,2 möglich sei. Kompass hatte dieser dabei. Aufgrund Modernisierung & Baugerüst ist eine Schüsselmontage noch nicht möglich und wird sich noch Wochen hinziehen. Wenn alles fertig ist (Wanddämmung ist schon montiert, Verputzen ... fehlt noch ...) und dann das Baugerüst weg kommt, kann erst dann tatsächlich praktisch geprüft werden, ob Empfang von dieser Stelle möglich sein wird. Von der SAT-Halterung ausgehend bei 30 Grad bin ich etwas oberhalb vom Nachbargiebel. Auf der roten Linie vermute ich den Satelliten / bin kein Experte. Evtl. bei 30 Grad auch etwas niedriger = Problem wenn der Dachgiebel im Weg ist: http://img375.imageshack.us/img375/770/satl.jpg Gibt es vielleicht einen Trick, wie man jetzt schon verbindlich prüfen kann, ob SAT-Epfang möglich sein wird. Denn wenn es sich herausstellen sollte, dass Empfang nicht möglich ist, müßte der frische Verputz & Dämmung weg für einen neuen Versuch, was ich natürlich vermeiden will. Meine Bedenken kommen daher, dass der Fernsehtechniker schon mit der Montage der Halterung Probleme hatte: Porenbeton mit Schlagschrauber. Standarddübel gingen nicht, besorgte Spezialdübel gingen nicht, Verschraubungen besorgt. Die Löcher waren z.Teil schief, so dass die Bohrungen der Halterung nachgefeilt werden mußten. (...) Die Arbeitskosten waren entsprechen höher als geplant Daher meine Bedenken zur Aussage "Astra sollte von dieser Position gehen". Auch wurde die Halterung unterhalb der Dachkante montiert. Wie ist gelesen habe, könnte das auch das Signal abschwächen... Vielleicht mach ich mir auch zu viele Sorgen? ![]() Vielen Dank für alle Anregungen! Andreas |
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| Team SAT-Technik Registriert seit: 01.01.2006 Ort: mitten im Kohlenpott
Beiträge: 9.170
| Bau dir doch eine Peilvorrichtung: Aus einem Stück Karton einen Winkel von 30° ausschneiden und mit Tesafilm an eine Wasserwaage kleben. Dann hält jemand die Wasserwaage gerade und du peilst über den Schenkel des Winkels auf das gegenüberliegende Haus. Triffst du es, kann es zu Schwierigkeiten kommen, blickst du in den Himmel, sollte es funktionieren. Bitte, vorher noch mit dishpointer überprüfen, ob das Haus wirklich genau in der Sichtlinie zum Satelliten steht. Einfach die Stadt eingeben und den Marker genau auf die Stelle ziehen, wo die Halterung ist. Dann Astra 19,2° anklicken. Die grüne Linie zeigt dann genau in Richtung des Satelliten. Kleiner Tip noch: Du mußt ja später mit den Kabeln nach innen. Jetzt, wo das Gerüst steht, ist der richtige Zeitpunkt, ein Loch durch die Wand zu bohren und die Kabel schon mal einzuziehen. Am besten, du nimmst ein Kunststoff-Rohr von ausreichendem Durchmesser (z.B. ein WC-Spülrohr aus dem Baumarkt) und baust es ein. Nachdem die Kabel durchgezogen sind, kannst du das Rohr mit wenig Bauschaum, von beiden Seiten in das Rohr gegeben, wieder verschließen und drüberputzen. Wenn nach vielen Jahren die Kabel mal ausgewechselt werden müssen, leistet der Schaum einem Schraubendreher kaum Widerstand. Das Rohr läßt sich leicht wieder freilegen und neue Kabel einziehen. Ist denn die Halterung wenigstens so fest, daß sie später nicht durch den Wind wieder losgerappelt werden kann? Unter der Dämmung und dem Verputz kommst du ja nicht mehr an die Schrauben ran. Vielleicht wäre es besser gewesen, überhaupt nicht mit Dübeln zu arbeiten, sondern entsprechend lange Schloßschrauben oder notfalls Gewindestangen zu besorgen, die Wand ganz zu durchbohren und die Halterung von innen mit großen Unterlegscheiben und entsprechenden Muttern festzuschrauben. Sieht zwar nicht schön aus, aber wenn sich wirklich mal was lockert, zieht man einfach die Muttern nach und gut. Von innen kommt man ja dran. Zitat:
Noch etwas: Den Beitrag über Erdung und Potentialausgleich hast du sicher gelesen. Möglicherweise ist eine Erdung nicht erforderlich, wenn sich die Antenne im Schutzbereich des Hauses befindet, der Potentialausgleich sollte aber auf jeden Fall gemacht werden. Jetzt, wo das Gerüst noch steht und der Verputz noch nicht drauf ist, besteht vielleicht die Möglichkeit, eine 4 mm² Leitung von der Potentialausgleichsschiene im Keller über die Dämmung und durch das Loch nach innen zu führen. Das Kabel kann einfach angeklebt werden und verschwindet später unter dem Putz. Bequemer geht es doch gar nicht - und deine Antenne gewinnt dadurch die nötige elektrische Sicherheit.
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| Team SAT-Technik Registriert seit: 01.01.2006 Ort: mitten im Kohlenpott
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| Gern geschehen. Bei einer "Katastrophen-Wand" gibt es oft gar keine andere Möglichkeit, als einfach durchzubohren und Gewindestangen einzusetzen. Das hält aber auf jeden Fall. Noch ein kleiner Tip damit dir der Putz nicht irgendwann abbröckelt: Die Halterung ist ja unter der Isolierung und dem Putz. Du mußt aber durch das Gewicht der Antenne und bei Wind mit etwas Eigenbewegung rechnen, schon allein bedingt durch die Elastizität des Materials. Der Putz sollte deshalb nicht ganz bis an die Halterung heranreichen, sondern es ist zweckmäßig, eine kleine Fuge vorzusehen (so ca. 0,5 cm), die mit Silikon wieder geschlossen werden kann. Auf diese Weise wird eine geringe Eigenbewegung der Halterung nicht verhindert und auch der Putz nicht beschädigt.
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| | # 7 |
| Threadstarter Registriert seit: 10.07.2010
Beiträge: 8
| Hallo zusammen, anbei ein kleiner Erfahrungsbericht. Die SAT-Anlage habe ich am vergangenen Freitag selbst montiert. Alles bis auf den Reciever im SEH-Shop bestellt + sehr schnelle Auslieferung. Folgende Komponenten: - Alps 4er LNB - KOKA 120 + Kompressionssteckerset - 4 vergoldene Verbinder - Hirschmann HIT FESAT 85 K (mit neuer Alu LNB Halterung) aufgrund des "Tests" auf BFM Sat-Spiegel Test - BFM Sat-Shop Dort hat die Triax nicht so gut abgeschnitten. - Receiver Skymaster DXH 90 Ausrichtung auf Astra 19,2 Das Ausrichten war ein Kinderspiel (ca. 5 Minuten bis Signal von Astra) . Der Dachgiebel vom Nachbarhaus war auch nicht zu verfehlen. Somit war der Dachgiebel doch nicht im Weg. Die Kompressionsstecker sind super: einfach und schnell montiert und sitzt bombig. Da der Skymaster sofort 90% Signalqualität angezeigt hat, habe ich die Feinjustierung auf später geschoben. - Später festgestellt, dass 90% das Maximum des Receivers darstellt. Mehr als 90% kann er offenbar nicht anzeigen. Mit dem Handtuchtrick (und dem damit gedämpften Signal), konnte ich die Schüssel problemlos fein einstellen. Alle Sender zeigen jetzt 90% Signalqualität. Auch während der Regenphhase bisher konstant 90%. Trotz des langen Kabelweges (ca. 30 Meter) keine Probleme. Das Bild ist über HDMI super. Das Montieren hat Spaß gemacht. ![]() Danke an dieses Forum und King W.!! Andreas |
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| | # 9 |
| Team SAT-Technik Registriert seit: 01.01.2006 Ort: mitten im Kohlenpott
Beiträge: 9.170
| Hallo Andreas, Danke für die Rückmeldung. Es freut mich, daß alles so gut geklappt hat. Die Hirschmann HIT FESAT 85 ist schon eine gute Antenne und auf jeden Fall auch eine Empfehlung wert. Mit der Triax wärest du aber auch zufrieden gewesen, sie steht der Hirschmann in Puncto Empfangsleistung kaum nach. Weshalb ich seinerzeit die Triax empfohlen habe, ist deren geringeres Gewicht. Damit wird die Wandhalter-Konstruktion weniger belastet. Auf die Stabilität hat das kaum Einfluß: Die ersten, von mir verbauten TDA's hängen mittlerweile auch schon 12 Jahre und funktionieren nach wie vor tadellos. Die Einstufung des BFM Sat-Shop kann ich deshalb nicht wirklich nachvollziehen, mir ist auch das vergleichsweise schlechte Abschneiden der Fuba-Antenne (obgleich wir sie hier nicht empfehlen weil es mit der neuen Gibertini SE eine mindestens gleichwertige und preisgünstigere Alternative gibt) schleierhaft. Es stimmt, hinten am Feedarm befindet sich bei dieser Antenne ein Block aus Kunststoff, aber der hat 1. nichts zu halten und ist 2. bei korrekter Ausrichtung der Antenne vor direkter Sonneneinstrahlung durch den davor liegenden Reflektor geschützt. Ich hätte jedenfalls keinerlei Bedenken diese Antenne zu verbauen. Deine Entscheidung für die Hirschmann war aber deshalb nicht generell falsch und offensichtlich bist du ja auch zufrieden. Der BFM-Shop, wo dieser ominösen "Test" steht hat sich hier übrigens nicht gerade mit Ruhm bekleckert - im Gegenteil: Wenn alles gut geht, kauft man dort zwar günstig - aber auch nur dann. Kundendienst ist für den Laden ein Fremdwort. Wenn du willst - lies einfach selbst.
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