SAT-Schüssel-Installation möglich???

Alt 08.07.2010, 20:23   # 1
wahnfrieda
 
Registriert seit: 08.07.2010
Beiträge: 2
Guten Tag zusammen,

als Neuer in diesem Forum möchte ich zunächst einmal sagen, dass ich über das fachlich fundierte Niveau wirklich positiv überrascht bin. Respekt !!!

Hier mein Anliegen: Ich möchte von Kabel auf Satellit umsteigen, bin mir aber nicht sicher, ob ich bei der gegebenen Situation Astra-Empfang bekomme. Lässt sich so etwas vorher technisch prüfen? Alternativ, eventuell hilft das weiter:ein Foto-Link zur Situation: Yfrog Image : yfrog.com/afdsc0008ij - Uploaded by wahnfried1

Ich würde die Schüssel am Schornstein befestigen, die Fotorichtung entspricht der Ausrichtung einer Antenne, die etwas 1 Meter rechts vom rechten Bildrand auf gleicher Höhe angebracht ist.

Vielen Dank schon mal für einen Rat & Gruß aus Mannheim
  Mit Zitat antworten
Alt 08.07.2010, 20:31   # 2
dirtyharry2k
 
Registriert seit: 22.04.2010
Beiträge: 75
Guckst du Satellite Finder / Dish Pointing Calculator with Google Maps | DishPointer.com

Location und Satellit eingeben
  Mit Zitat antworten
Alt 09.07.2010, 01:24   # 3
King W.
Team SAT-Technik
 
Benutzerbild von King W.
 
Registriert seit: 01.01.2006
Ort: mitten im Kohlenpott
Beiträge: 9.170
Hallo und Herzlich Willkommen bei uns im Forum! :liebegru:

Wenn du vom zukünftigen Standort der Antenne aus fotografiert hast, sollte es funktionieren. Der Höhenwinkel des Astra beträgt in Mannheim gut 32°. Für eine Etage rechnet man ca. 3m, so daß die Dachkante ca. 9m höher ist, als dein Standort. Berücksichtigt man nun den Höhenwinkel kann man die Mindestentfernung zu dem Haus ausrechnen, so daß der Satellit über dem Dach zum Vorschein kommt. Es sind knapp 16m. Die Entfernung läßt sich anhand eines kleinen Fotos zwar schwer schätzen, aber ich denke, es ist mehr.
__________________
Es gibt keine großen Entdeckungen und Fortschritte, solange es noch ein unglückliches Kind auf Erden gibt.
Albert Einstein


Nokia? Nein danke!
  Mit Zitat antworten
Alt 09.07.2010, 11:13   # 4
Titan
 
Registriert seit: 18.10.2009
Beiträge: 173
Das Haus ist weit genug weg, kein problem für Astra!
  Mit Zitat antworten
Alt 09.07.2010, 12:19   # 5
Kalli*
 
Registriert seit: 17.06.2010
Beiträge: 6
Zitat:
Zitat von wahnfrieda Beitrag anzeigen
...Ich würde die Schüssel am Schornstein befestigen...
Wenn der Schornstein noch in Betrieb ist darf der nicht angebohrt werden, ansonsten gibt es mecker vom schwarzen Mann.

Gruß
Kalli*
  Mit Zitat antworten
Alt 09.07.2010, 12:21   # 6
Titan
 
Registriert seit: 18.10.2009
Beiträge: 173
Zitat:
Zitat von Kalli* Beitrag anzeigen
Wenn der Schornstein noch in Betrieb ist darf der nicht angebohrt werden, ansonsten gibt es mecker vom schwarzen Mann.

Gruß
Kalli*

er braucht nicht zu bohren, es gibt schellen für schornsteine
  Mit Zitat antworten
Alt 09.07.2010, 14:22   # 7
wahnfrieda
Threadstarter
 
Registriert seit: 08.07.2010
Beiträge: 2
Sind diese Stative/Dreibeine eigentlich eine gute Lösung, sofern man nicht Schellen nutzen oder bohren will - oder sind die zu wackelig, trotz 40KG-Platte?
  Mit Zitat antworten
Alt 09.07.2010, 22:28   # 8
King W.
Team SAT-Technik
 
Benutzerbild von King W.
 
Registriert seit: 01.01.2006
Ort: mitten im Kohlenpott
Beiträge: 9.170


Gute Gelegenheit, mal wieder einer meiner Lieblingsbeschäftigungen nachzugehen: Rechnen.

Angenommen, du nutzt diesen Ständer. Dessen Eigengewicht lassen wir mal außer Acht, weil es im Vergleich zur nötigen Beschwerung gering ist. Die Platte im Fuß sei 50 x 50 cm groß und 40 kg schwer. Solche Platten sind für wenig Geld z.B. bei Hornbach zu bekommen.

Vom Mittelpunkt der Platte bis zum Mast sind es ca. 25 cm oder 0,25 m. Die Masse der Platte entspricht einer Gewichtskraft von 400N. Am Fußpunkt des Mastes ist mithin ein Drehmoment von 100 Nm erforderlich, um den Ständer umzukippen.

Der Ständer wird zweckmäßigerweise so aufgestellt, daß der Fuß in Richtung Satellit zeigt. Dann addiert sich das durch die Antenne selbst verursachte Drehmoment zu den 100 Nm. Die Antenne möge 5 kg wiegen und der Schwerpunkt 35 cm vom Mast entfernt sein. Je nach Antenne schwanken diese Werte etwas. Mit einem Drehmoment am Mast von ca. 20 Nm liegt man aber nicht sehr falsch. Macht 120 Nm.

Nun gibt Gibertini für seine 75 cm Antenne eine Windlast von "55 kg" bei einer Windgeschwindigkeit von 120 km/h an. Wird die Antenne so tief wie möglich montiert, befindet sich ihr Schwerpunkt ca 40 cm über dem Fußpunkt des Mastes. 55 kg entspricht (näherungsweise) einer Kraft von 550 N. Am unteren Fußpunkt entsteht somit ein Drehmoment von 220 Nm.

Fazit:
Bei einer Windgeschwindigkeit von 120 km/h kippt der Ständer um.

Abhilfe:
Eine weitere Platte zu 40 kg erhöht die mechanische Stabilität so weit, daß der Ständer bis zu einer Windgeschwindigkeit von 120 km/h stehen bleibt.

Vorschlag:
Nimm den Ständer, beschwere ihn mit mindestens 2, noch besser aber 3 Gehwegplatten und nimm eine Antenne von maximal 75-80 cm Durchmesser. Zwischen den Häusern ist mit keiner Windgeschwindigkeit > 120 km/h zu rechnen.

Wie sieht es denn mit der Erdung und dem Potentialausgleich aus?
__________________
Es gibt keine großen Entdeckungen und Fortschritte, solange es noch ein unglückliches Kind auf Erden gibt.
Albert Einstein


Nokia? Nein danke!
  Mit Zitat antworten
Alt 09.07.2010, 22:39   # 9
Dipol
Team SAT-Technik
 
Registriert seit: 19.03.2007
Beiträge: 4.147
Zitat:
Zitat von Titan Beitrag anzeigen
er braucht nicht zu bohren, es gibt schellen für schornsteine
Die Befestigung einer Satellitenantenne am Schornsteinkopf ist zumeist aus statischen und strömungstechnischen Gründen unzulässig. Dies gilt auch für die "bohrlose" Befestigung mit Kaminbändern. Also vorher unbedingt den kleinen allmächtigen König mit der Bürste fragen.
  Mit Zitat antworten

Alt 28.05.2012, 13:37 # --
News Flash
 
Benutzerbild von News Flash
 
 
 
   
Antwort
Themen-Optionen



Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 13:37 Uhr.