LNB-Adapter = Schlechterer Empfang?

Alt 21.06.2010, 21:16   # 1
kallewirsch13
 
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Hallo,

bein seit etlichen Tagen fleißiger Leser dieses Forums und habe auch schon viele hilfreiche Infos gefunden.

Ich plane kurzfristig nach einer Dachsanierung die Neuinstallation einer Sat-Anlage für 8 Teilnehmer mit Kathrein CAS 90, Quattro-LNB und Multischalter.

Trotz langer Suche habe ich hier im Forum keine Hinweise zur technischen Qualität von LNB-Adaptern für Kathrein-Antennen gefunden. Würde gerne einen Adapter von SL oder SEH1 mit einem ALPS-Quattro-LNB kombinieren.

Lt. Test von SATVISION 08/2008 soll der Empfang mit Adapter und 40 mm-LNB nicht so gut wie mit den Original Kathrein-UAS-LNBs sein. Ist da was dran und hat einer der Moderatoren vielleicht sogar mal nachgemessen? Praxiserfahrungen?

Grüße von kallewirsch13
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Alt 21.06.2010, 21:58   # 2
King W.
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Hallo und Herzlich Willkommen bei uns im Forum! :liebegru:

Den Adapter von SEH kenne ich und habe ihn auch schon selbst montiert. Das LNB kommt damit schon (zumindest nach Augenmaß) in die richtige Position und liefert einen guten Empfang. Auf den letzten mm nachgemessen habe ich allerdings nicht. Den Adapter von SL kenne ich nicht. Vermutlich wird er aber auch funktionieren.

Vielleicht wäre ein anderer Vorschlag überlegenswert:
Auf der Anga-Cable habe ich die neue Gibertini SE gesehen und für die Netzwelt-Leser fotografiert. Sie ist ähnlich stabil, wie die Kathrein, mit einem Preis von knapp 100€ aber deutlich günstiger und verfügt über eine 40 mm Standard-Feedaufnahme. Damit kann jedes herkömmliche LNB montiert werden und es sitzt, da kein Adapter erforderlich ist, automatisch dort, wo es hingehört.

Hier ist das Bild von der Antenne (der Duo-Feedhalter ist Sonderausstattung):

gibertini

Die Antenne ist bei SEH zwar noch nicht gelistet, aber schon zu bekommen und kann telefonisch bestellt werden (02323/61887).

Insgesamt habe ich mit beiden Fabrikaten, sowohl Kathrein wie auch Gibertini bislang nur gute Erfahrungen gemacht.

Wie sieht es denn mit dem Multischalter aus? Wenn du einen günstigen, funktionellen Schalter suchst, wäre der Triax TMS 5x8P eine gute Wahl. Er verfügt über eine gute Teilnehmerentkopplung von über 30 dB und ein dauerkurzschlußfestes Netzteil.

Noch besser, aber auch teurer, wäre ein Schalter von Jultec. Der JRM 0508T wäre die richtige Wahl. Mit beinahe lächerlich geringem Stromverbrauch von nur 70mA braucht dieser Schalter überhaupt kein eigenes Netzteil, sondern wird von den angeschlossenen Receivern gespeist. In Verbindung mit einem sparsamen LNB (Alps) beträgt der Gesamtverbrauch nur ca. 220mA. Das schafft selbst die billigste China-Gurke als Receiver.

Nachts, wenn alle Receiver aus sind, ist der Stromverbrauch 0. Sparsamer geht es nicht und so amortisiert sich der Mehrpreis im Laufe der Zeit durch den eingesparten Strom. Auch die Jultec-Schalter sind bei SEH zu bekommen.

Achte bitte beim Errichten der Anlage auf eine vorschriftsmäßige Erdung und einen Potentialausgleich. Es dient deiner Sicherheit.
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Alt 21.06.2010, 23:31   # 3
kallewirsch13
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Danke für die superschnelle Antwort. Adapter-Lösung ist also nicht so schlecht, o.k.

Die neue Gibertini sieht stabil aus und ist grds. interessant. Wie ist denn der Langzeit-Rostschutz einzuschätzen?

Multischalter? Hatte den exr2508 in Erwägung gezogen, da mich das Stromsparkonzept überzeugt. Scheint auch nicht wesentlich teurer als der Triax zu sein. Wie teuer ist denn der Jultec ca. und gibt es Probleme mit der Leitungslänge? Meine eigenen Anschlüsse werden ca. 35 m brauchen. Zudem möchte ich auch gerne UKW einspeisen (hüstel, bin Analog-Radio-Fan), funktioniert das mit dem Jultec?

Erdung+Potenzialausgleich werde ich berücksichtigen.
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Alt 22.06.2010, 02:03   # 4
King W.
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Ja, das funktioniert mit dem Radio.

Die Signaldämpfung im terrestrischen Bereich ist bei allen passiven Multischaltern in etwa gleich, so ca. 15 - 18 dB. Ein normaler Ringdipol, z.B. dieser hier liefert so viel Signal, daß es trotz der Dämpfung noch für einwandfreien Empfang ausreicht. Nur in ungünstigen Empfangslagen könnte ein Antennenverstärker erforderlich sein. Mein Tip: Versuche es erst einmal ohne, zu 90% wird es funktionieren.

Außerdem gibt es auf Astra eine Fülle von weit über 100 Radioprogrammen - in guter Digitalqualität. Alle deutschen überregionalen Programme sind vorhanden und können einfach abgerufen werden, wenn du deine Anlage mittels Cinch-Kabel mit dem Receiver verbindest. Die UKW-Antenne ist eigentlich nur noch für den Empfang der Regionalsender erforderlich.

Im Sat-Bereich hat der Jultec eine Verstärkung von 1 - 5 dB, der Kathrein eine Dämpfung von 5 - 0 dB.
Die niedrigere Verstärkung bzw. die höhere Dämpfung bei niedrigen Frequenzen gleicht die mit wachsender Frequenz ansteigende Kabeldämpfung wieder aus. Man spricht in diesem Zusammenhang von "Schräglagenentzerrung".

Bei den höchsten vorkommenden Frequenzen hast du bei einer Kabellänge von 35m und gutem Kabel (z.B. Hirschmann KOKA 100, Kathrein LCD 95, Preisner SK 200 oder Spaun SPOAX 95 - Aufzählung natürlich nicht vollständig) ca. 12dB Kabeldämpfung. Bei einer Schüsselgröße von ca. 90 cm und einem normal verstärkenden LNB kannst du mit einer Signalstärke von 75 - 80 dBµV rechnen.

Bei 75 dBµV hättest du am Ausgang des Schalters 80 dBµV und am anderen Ende des Kabels noch 68 dBµV. Rechnet man noch 5 dB hinzu für die Durchgangsdämpfung der Dose und noch etwas für das Anschlußkabel, so stehen dem Receiver immer noch mehr als 60 dBµV zur Verfügung. Beim EXR 2508 sind es 5 dB weniger.

Laut Norm sind für einen einwandfreien Empfang zwischen 47 - 77 dBµV erforderlich. Somit sind für deinen Zweck die Multischalter sowohl von Kathrein wie auch von Jultec problemlos geeignet.

Im Leerlauf verbraucht der Kathrein 1,7W (Herstellerangabe), der Jultec nichts, da er überhaupt keinen Strom bekommt. Das wären ca. 15 kWh/Jahr Unterschied. Im Betrieb wird der Löwenanteil des Stroms vom LNB verbraucht. Ob der Kathrein im Betrieb für sich auch nur 1,7W braucht, weiß ich nicht, nehme es aber an. Der Jultec braucht dann 1,26W. Das wären knapp 4 kWh/Jahr Unterschied. Zwischen 4 und 15 kWh pro Jahr liegt jedenfalls die Ersparnis, je nach Fernsehgewohnheit. Gegen den schon sehr sparsamen Kathrein hat es der Jultec natürlich schwer. Er kann aber noch mit seinem super-stabilen Druckgußgehäuse punkten, dem man nicht nur die Qualität auf den ersten Blick ansieht, sondern das auch noch perfekt vor Störungen aller Art abschirmt und der eingebauten Elektronik als Kühlkörper dient und so deren Lebensdauer verlängert. Hier ist die Jultec-Broschüre. Überzeuge dich einfach selbst.

Soweit ich weiß, kostet der Kathrein so ca. 95 - 100€, der Jultec etwas mehr. Die Preisliste von Jultec liegt mir nicht vor, deshalb kann ich den genauen Preis nicht sagen. Ruf einfach bei SEH an und frag nach.

Über den Langzeit-Rostschutz bei der Gibertini SE kann ich noch nichts endgültiges sagen, denn sie erst seit ein paar Monaten auf dem Markt. Bei den anderen Modellen von Gibertini war Rost noch nie ein Thema. Der Teller selbst ist aus Alu und schon mal per se rostfrei, der Arm und die Halterung aus verzinktem und pulverbeschichtetem Stahl. Die CAS 90 besteht aus dem gleichen Material. Ich denke, beide Antennen werden sich in Puncto Haltbarkeit nicht viel tun. Mit einer Lebensdauer von 25 - 30 Jahren oder sogar noch mehr kannst du jedenfalls bei beiden rechnen.
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Alt 25.06.2010, 13:54   # 5
kallewirsch13
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Nochmal Danke für die vielen guten Tipps.

Habe mich nochmal über den von dir empfohlenen Triax-MS informiert. Hat in der Tat gute Werte aber ein dickes Minus - einen Stromverbrauch von konstant 10 W:
Digital TV: Multischalter TRIAX TMS 5X8 P

Das ist m.E. im Jahr des Herrn 2010 zuviel. Du solltest Deine Empfehlung vielleicht überdenken.
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Alt 25.06.2010, 22:03   # 6
King W.
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In der Tat, das ist viel. Ich selbst habe den Stromverbrauch bislang noch nicht nachgemessen und bin einfach davon ausgegangen, daß der Triax einen ähnlichen Stromverbrauch wie andere, ebenfalls mit Schaltnetzteil ausgerüstete Multischalter hat. Das scheint dem Test nach nicht so zu sein, wenn die Tester richtig gemessen und keinen "Ausrutscher" erwischt haben.

Den Triax habe ich bislang immer gern genommen, wegen den guten technischen Werten, hauptsächlich der hohen Entkopplung und dem dauerkurzschlußfesten Netzteil. Die Regelung der Eingangssignale, deren Fehlen die Tester ebenfalls moniert haben, macht der Schalter selbst durch eine AGC. Somit sind die Regler vollkommen überflüssig.

Die englische Beschriftung ist bei Firmen, die international agieren, aber durchaus üblich. Von Unübersichtlichkeit kann da gar keine Rede sein. Im Gegenteil: Wenn man darin nicht mit aller Gewalt ein Problem sehen will, gibt es auch keins. Der Schalter ist - für meinen Geschmack - sehr übersichtlich und eindeutig beschriftet. Hinzu kommt noch, daß die englischen Bezeichnungen deutlich kürzer sind, als die deutschen. Vergleiche z.B. "Trunk" mit "Stammleitungsausgang" oder "Tap" mit "Abzweigung" oder "Teilnehmerausgang". Manche Firmen, darunter auch Jultec, drucken die wesentlichen technischen Daten auf ihre Schalter und müssen Kompromisse eingehen: Zu klein gedruckt soll es nicht sein, damit man es noch lesen kann, unvollständig soll es auch nicht sein, und unübersichtlich ebenso wenig. Da nimmt man dann - logisch - die kürzere englische Beschriftung als gangbaren Kompromiß. Also auch nichts, weswegen man sich aufregen sollte.

Der Stromverbrauch - der einzige Kritikpunkt, der noch übrig bleibt - ist in der Tat reichlich hoch: 10W, auch im Stand-By, sind wirklich nicht mehr zeitgemäß. Ich werde in Zukunft selbstverständlich darauf hinweisen.

Das äußerste, was möglich ist, zeigt Jultec mit der JRM-Reihe: Im Stand-By überhaupt nichts und im Betrieb 70 mA, je nach Receivereinstellung bei 12 oder 18V. Damit bleibt der Eigenverbrauch des Schalters in jedem Fall unter 1,5W. Andere Firmen wären froh, wenn ihre Schalter im Stand-By damit auskommen würden.

Von daher relativiert sich auch der höhere Preis der Jultec-Schalter wieder. Über kurz oder lang amortisieren sie sich durch den eingesparten Strom von ganz allein.
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Alt 28.05.2012, 13:33 # --
News Flash
 
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