| | # 3 |
| Team SAT-Technik Registriert seit: 01.01.2006 Ort: mitten im Kohlenpott
Beiträge: 9.170
| Glasfaser ist eine Möglichkeit. Das Glasfaser-LNB braucht aber auch eine separate Stromzuführung an Ort und Stelle - und es ist recht teuer. Mit einem sehr dämpfungsarmen Kabel, z.B. diesem hier und einem LNB mit hoher Verstärkung und geringem Stromverbrauch (z.B. MTI High-Line oder, noch besser, Inverto Ultra) kommst du auch zum Ziel. Das angegebene Kabel hat eine Dämpfung von ca. 24dB/100m pro 100m bei 2050 MHz, d.h. bei 80m bist du noch unter 20dB. Bei einem Output eines Hochleistungs-LNB von 80dbµV und mehr kommen somit mindestens 60dBµV an. 47 brauchst du mindestens. Das Kabel hat einen Gleichstromwiderstand von ca. 22 Ohm/km, also ca. 1,8 Ohm bei 80m. Bei einem angenommenen Stromverbrauch des LNB von 400 mA (damit kommt auch das schlechteste LNB locker aus), ergibt sich ein Spannungsverlust von ca. 0,7V auf der Leitung. Von den 18V, die der Receiver abgibt, kommen am LNB noch ungefähr 17,3V an, das reicht bequem aus, damit das LNB ins Hochband schaltet. Daß bei einer solchen Länge vernünftige Stecker verwendet werden sollen, um den Übergangswiderstand zu minimieren, dürfte klar sein. Wenn es schon Aufschraubstecker sein müssen, nimm wenigstens die vergoldeten. Besser sind Kompressionsstecker oder die neuen Push-Lock Stecker.
__________________ Es gibt keine großen Entdeckungen und Fortschritte, solange es noch ein unglückliches Kind auf Erden gibt. Albert Einstein Nokia? Nein danke! |
|
| | # 5 | |
| Team SAT-Technik Registriert seit: 19.03.2007
Beiträge: 4.147
| Zitat:
Bei 80 Meter Koaxkabel ergibt sich auf 12.750 MHz - 10.600 MHz LNB-LOF = 2.150 MHz Sat.-ZF eine Dämpfung von ca. 24 dB, bei 10.750 MHz = 1.100 MHz Sat.-ZF von ca. 14,4 dB. Mit einem High-Gain-LNB kann man die Pegel zwar deutlich anheben, die Schräglage des Spektrums bleibt aber bei High-Gain-LNB mit gleichmäßig höherer Verstärkung erhalten. 10 dB Pegelschräglage sollte ein Receiver eigentlich verkraften. Von alten d-Boxen ist bekannt, dass die mit 10 dB schon Probleme hatten, evtl. muss hier angesetzt und vorentzerrt werden. Nachträglich wird mir die Frequenzangabe 11.500 bis 12.000 MHz suspekt. Es müssen auch im Lowband Sender ab 10.700 MHz empfangbar sein. Wenn nicht, wäre der LNB defekt und hätte evtl. im Highband einen irregulären Frequenzverlauf. Welchen LNB hast du und ist das überhaupt eine Neuinstallation? Bevor man einen Verstärker oder High-Gain-LNB einbaut, sollte erst mal die Funktionstüchtigkeit der Komponenten Receiver und LNB geklärt sein. Falls die in Ordnung sind, empfehle ich einen Versuch mit einem Linienverstärker SPAUN SLA 10 F mit 5 bis 10 dB Verstärkung. Bei einem SPAUN SVF 20 LE können je nach Antenne und LNB bereits kritisch hohe Pegel auftreten. Abschließend sei noch auf die Vorschriften zu Erdung und Potenzialausgleich hingewiesen, siehe eigenen Thread. Du hast sicherlich schon einmal etwas von Schrittspannung gehört, ein so großer Abstand zwischen Antenne und Teilnehmer führt bei Blitzschlag auch zwangsläufig zu einer hohen Potenzialdifferenz. | |
|
| | # -- |
| News Flash | Das könnte Dich auch noch interessieren:
Nicht fündig geworden? Dann ohne Anmeldung in unserem Gast-Forum nachfragen. |





