Keine vertikalen Sender

Alt 12.06.2010, 18:41   # 1
Marcolito
 
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Hallo,


bin natürlich neu hier.
Sorry, hätte mich aber in geraumer Zeit so oder so an Euch gewand.

Ich wohne in einem Reihenhaus mit analoger Astra Einkabellösung.
Es war bis vor kurzem alles o.k.
Der normale Frequenzversatz und ein Receiver mit vier stelligem Display.
Also hatte ich schon meinen Spaß.

Vor ein paar Wochen waren alle Frequenzen weg und ich hatte meine Tochter im Verdacht.
Scheinbar wurde die Anlage umgestellt, die Anlage umgebaut, die Sat-Ausstrahlung geändert, etc.

Nun mein Haupt-Problem:

- Ich bekomme keine vertikalen Programme auf dem Receiver eingestellt.

Ich habe Alles durch: FTE Receiver, Nokia Receiver, Polarisationsebenen, Frequenzen, etc.

Keine Chance !!!!!!!!

Warum habe ich plötzlich keinen Frequenzversatz mehr ?
(Die Frequenzen horizontal am Nokia Receiver passen)

Ich erkläre mir im Moment nur einen Defekt der Antennen-Dose !?!

Kann mir jemand behilflich sein ???


Ich hatte den Plan das Haus mit seperater Schüssel auf einkabel-digital umzurüsten, da ich nicht überall mit einer neuen Leitung hinkomme.
Das ist aber erst einmal sekundär.
Ihr wißt ja, WM, Nichts geht, hatte auch zuvor niemals KIKA, etc.


Über eine schnelle kompetente Antwort würde sich meine ganze Familie sehr freuen.


Vielen Dank im Voraus


Marcolito
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Alt 12.06.2010, 23:22   # 2
Dipol
Team SAT-Technik
 
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Hallo Marcolito, herzlich Willkommen im Forum!

Zitat:
Zitat von Marcolito Beitrag anzeigen
Ich wohne in einem Reihenhaus mit analoger Astra Einkabellösung.
Es war bis vor kurzem alles o.k.
Der normale Frequenzversatz und ein Receiver mit vier stelligem Display.

Vor ein paar Wochen waren alle Frequenzen weg und ich hatte meine Tochter im Verdacht.
Scheinbar wurde die Anlage umgestellt, die Anlage umgebaut, die Sat-Ausstrahlung geändert, etc.
Meine Kristallkugel verweist mich bei der Frage ob an der Antenne ein Umbau erfolgt ist an dich zurück. An der Satellitenausstrahlung hat sich nichts geändert.
Zitat:
Zitat von Marcolito Beitrag anzeigen
Nun mein Haupt-Problem:

- Ich bekomme keine vertikalen Programme auf dem Receiver eingestellt.

Warum habe ich plötzlich keinen Frequenzversatz mehr ?
(Die Frequenzen horizontal am Nokia Receiver passen)

Ich erkläre mir im Moment nur einen Defekt der Antennen-Dose !?!
Die Dose kann es nicht sein, der Einkabel-LNB aber durchaus. Wenn der LNB zweiteilig ist, kommt auch noch ein Kontaktfehler, vorzugsweise ein Wasserschaden am F-Steckeranschluss vom vertikalen Empfangsteil, in Betracht. Wie wäre es mit einem Foto vom LNB und dem Satelliten-Einschleusverstärker? Geht denn nur ein oder zwei Kabel vom LNB ab?
Zitat:
Zitat von Marcolito Beitrag anzeigen
Ich hatte den Plan das Haus mit seperater Schüssel auf einkabel-digital umzurüsten, da ich nicht überall mit einer neuen Leitung hinkomme.
Denn aber hoffentlich nicht wieder eine statische 1 GHz Einkabellösung, die auf ca. 1/4 der Satellitenbandreite beschränkt ist und schon heute diverse HDTV-Programme nicht übertragen kann.

Im Einfamilienhaus kann man zukunftssicheren Vollbandempfang mittels UniCable erreichen. Wenn du uns die Struktur deines Verteilnetzes postest, bekommst du eine fundierte Umbauempfehlung.
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Alt 05.07.2010, 19:49   # 3
Marcolito
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Hi Dipol,


Vielen lieben Dank für die super schnelle Antwort.
Hab schönen Dank !!!
Bin aus beruflichen Gründen leider nicht zum Antworten gekommen.

Ob man es glaubt oder nicht, die SAT-Anlage wurde ohne mein Wissen umgebaut.
Der `mittlere` Nachbar dachte ich hätte eine eigene Lösung, da am Carport aus Urzeiten eine Schüssel hängt die mal ein Kinderzimmer für KIKA digital und separat mit Einfach-LNB eingespeißt hat.

Man sieht, es ist kein Großstadt-Problem, das die Nachbarn nicht mit einander reden 

Er hat noch versucht mit seinem ´Techniker` zu basteln um uns wieder `voll´ einzuspeisen, das ist ihm aber logischerweise nicht gelungen.

Nun stehe ich mitten in der WM ohne RTL, etc. da.

Bitte hilf mir.

Ich benötige eine fundierte Umbauanleitung auf digital, HD-fähig, mit separater Schüssel, und Einspeisung meiner alten Leitungen im Haus.
Und das Ganze, wie auch schon von Dir angedacht, zukunftssicher !!!

Welches Equipment benötige ich ???
Wieviel wird es ca. kosten ???
Ist es tatsächlich zukunftssicher ???

Die Leitungen im Haus liegen in einem Leerrohr. Sie sollten theoretisch auszutauschen sein. Nur sind diese scheinbar in Reihe verlegt. Also doch wieder Einkabel :-8
Eine komplett neue Schüssel wäre am Carport kein Problem.
Leitungen könnten von dort ziemlich direkt in den Keller verlegt werden.
Dort könnte sich dann der Verteiler/die Einspeisung für das Einkabelsystem befinden.
Die Leitungen scheinen alle kreuz und quer zu liegen.
Vom Keller ins Wohnzimmer im EG, dann ins 1. OG mit drei Dosen in drei Zimmern.
Die Leitung zum Dachboden, ins Schlafzimmer scheint separat und müsste die längste sein.
Also insgesamt fünf Anschlussdosen.

Ist es technisch möglich, ohne das ganze Haus zu renovieren, so einzuspeisen das man digital HD empfängt wie jeder andere, der jeweils ein Kabel zu jedem Receiver hat ???

Ich versuche mal Bilder beizufügen, von der neuen Anlage und der alten Verteilung beim Nachbarn im Keller.

Über eine kompetente und erfreuliche Nachricht wäre ich sehr damkbar.


Mit freundlichem Gruß

Marcolito
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Alt 05.07.2010, 21:13   # 4
Dipol
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Zitat:
Zitat von Marcolito Beitrag anzeigen
Der `mittlere` Nachbar dachte ich hätte eine eigene Lösung, da am Carport aus Urzeiten eine Schüssel hängt die mal ein Kinderzimmer für KIKA digital und separat mit Einfach-LNB eingespeißt hat.

Er hat noch versucht mit seinem ´Techniker` zu basteln um uns wieder `voll´ einzuspeisen, das ist ihm aber logischerweise nicht gelungen.
Im Bild 1 ist eine sog. "Analogen Einkabellösung" abgebildet. Der VWS 21 Einschleusverstärker überträgt zwei zusammengemixte Blöcke von ursprünglich auschließlich analog belegten Lowband-Ebenen. Nach dem VWS 21 ist ein Zweifachverteiler geschaltet, der evtl. ein anderes Haus mitversorgt. Links davon ist ein Zweifach-Abzweiger an dessen Stichleitungen je eine Stichdose angeschlossen sein dürfte.

Sofern deine Hauszuleitung noch nutzbar ist und auf einen der noch freien Multischalterausgänge aufgeschaltet wird, kann man dieses Kabel auf einen beliebigen analogen oder digitalen Receiver durchschalten. Mehr Möglichkeiten ergeben sich, wenn dem Multischalter eine UniCable-Kaskadenmatrix vorgeschaltet wird. Damit wären max. 8 Digitalreceiver mit UniCable-Befehlssatz zu betreiben.

Die Steckdosen im eigenen Haus müssen in beiden Fällen gewechselt und die alten Einkabelbausteine demontiert werden. Abhängig von der Netzdämpfung kann bei UniCable statt dem VWS 21 (bis 2.050 MHz beschränkt) ein bis 2.150 MHz ausgelegter Nach- oder Splitband-Verstärker erforderlich werden.

Die zweite Alternative ist der Aufbau einer separaten Eigenantenne. UniCable ist immer die Ultima Ratio wenn nichts anderes mehr geht oder zu aufwändig ist. Abhängig von der Dimensionierung der Leerrohre und deren Zugfähigkeit, sollte man bei einer eigenen Antenne eine höhere Betriebssicherheit durch kleinere UniCable-Cluster (statt 1 x 8 z. B. 2 x 4) anstreben. Auf dem Foto sind zwei Stichleitungen erkennbar, die auch zu Multischalter-Sternleitungen umrüstbar sind. Daran könnten dann auch analoge Bestandsreceiver bis zum analogen Switch-Off am 30.04.2012 in Betrieb bleiben.

Um auch solche Varianten ausloten zu können, brauchen wir aber erst mal eine stimmige Darstellung der bestehenden Anlagenstruktur.

EDIT:
Der neue Monteur scheint nicht viel von dem als innere Sicherheitsmaßnahme zwingend vorgeschriebenen Potenzialausgleich zu halten. Am neuen Multischalter ist nicht mal ansatzweise ein PA ausgeführt, obwohl der Antennenmast (bzw. dessen Erdung) unmittelbar daneben ist. In den Bildern der KATHREIN "Einkabellösung" kann man dagegen sehr wohl einen Potenzialausgleich erkennen.
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Alt 06.07.2010, 17:37   # 5
Marcolito
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Hi Dipol,


Langsam wird es ein wenig unübersichtlich und technisch zu anspruchsvoll für mich.

Also, der `mittlere` Nachbar hat die alte Verteilung im Keller (von der auch die Fotos stammen).
Zum direkten Nachbarn geht eine Leitung die dort für ihn abgezweigt ist und dann weiter zu mir geht. Das heißt es geht schon nur eine Leitung durch zwei Häuser.

Nun zu meiner Anlage:
Die Verteilung habe ich fotografiert und beigefügt.
Es geht nur eine Leitung durch ganze Haus, die laut Vorbesitzer alles in Reihe einspeist.

An der neu umgebauten Anlage möchte ich mich nicht mehr beteiligen und strebe eine eigene Lösung an.

Wie gesagt mit separater Schüssel und vermutlich Quadro-LNB
Mit Verteilung/Anlage bei mir im Keller.
Dann nur eine Leitung eingespeist.

Ich denke ich muß die Installation einem fachkundigen Unternehmen übergeben.
Möchte mich aber nicht übers Ohr hauen lassen, und ganz wichtig, auch so weit es geht eine HD und zukunftssichere Lösung installieren lassen.

Bitte sei so nett und mache mir doch so eine Art Einkaufszettel mit Preisen:
Angefangen bei der Schüssel, über Verteilung bzw. Anlage bis hin zum Dosentausch und den passenden HD-Receivern für vorerst mindestens zwei Endgeräten.

Ich bin ein wenig unsicher ob das wirklich meine Endlösung seien soll, da ich mit Sicherheit nicht alle Programme empfangen kann. Aber so wird es vermutlich die einfachste und auch kostengünstigste Lösung für mich.
Wie gesagt möchte ich auf nichts einer `normalen` digitalen Anlage verzichten.
Dann würde ich lieber in die Zukunft trotz alle dem ein paar Euro mehr investieren.
Aber ohne das ganze Haus aufzuschlitzen. !!!


Herzlichen Dank im Voraus

Marcolito
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Alt 06.07.2010, 19:55   # 6
Dipol
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Zitat:
Zitat von Marcolito Beitrag anzeigen
Nun zu meiner Anlage:
Die Verteilung habe ich fotografiert und beigefügt.
Es geht nur eine Leitung durch ganze Haus, die laut Vorbesitzer alles in Reihe einspeist.
Der EBC 20 Zweifachverteiler im Bild 1 wirkt mit nur einer angeschlossenen Stammleitung als Kabelverbinder mit 3,7 dB Dämpfung. Wenn auf dem freien Ausgang kein Abschlusswiderstand drauf ist, war mal wieder eine übliche 230 Volt Strippenzieher-Koryphäe ohne HF-Ahnung am Werke.
Zitat:
Zitat von Marcolito Beitrag anzeigen
An der neu umgebauten Anlage möchte ich mich nicht mehr beteiligen und strebe eine eigene Lösung an.

Wie gesagt mit separater Schüssel und vermutlich Quadro-LNB
Mit Verteilung/Anlage bei mir im Keller.
Dann nur eine Leitung eingespeist.
An ein Quad-LNB mit integriertem Multischalter kann man max. 4 Sternleitungen direkt anschließen, da wäre zu jedem Single-Receiver eine, zu einem Twin-Receiver zwei Sternleitungen neu zu verlegen.

Die Werte des WISI MK 86 Bestandskabels habe ich leider nicht in meiner Datenbank, kann sie aber erfragen. Wenn das MK 86 wenigstens B-Class Schirmungsmaß hat, sollte es weiter genutzt werden können.

Es bieten sich somit verschiedene Konzeptionen an:
  1. Unicable LNB für 4 Receiver und evtl. ein bis zwei Legacy-Ausgänge. Eine Leitung wird in den Keller zur bestehenden Stammleitung verlegt, der/die Legacy-Anschlüsse für den Betrieb beliebiger analoger oder digitaler Receier, müssen mit einer bzw. zwei neuen Sternleitungen belegt werden.
  2. Quatro-LNB mit 4 Kabeln (+ je 1 für UKW oder DVB-T?) in den Keller. Dort wird entweder
    ein Multischalter für ein neues Sternleitungssystem, oder eine UniCable-Matrix zur Signaleinspeisung installiert.
Die erneute Installation einer statischen Einkabellösung würde zwar den Dosenwechsel ersparen, wäre aber der größte Nonsens.
Zitat:
Zitat von Marcolito Beitrag anzeigen
Ich denke ich muß die Installation einem fachkundigen Unternehmen übergeben.
Möchte mich aber nicht übers Ohr hauen lassen, und ganz wichtig, auch so weit es geht eine HD und zukunftssichere Lösung installieren lassen.

Bitte sei so nett und mache mir doch so eine Art Einkaufszettel mit Preisen:
Angefangen bei der Schüssel, über Verteilung bzw. Anlage bis hin zum Dosentausch und den passenden HD-Receivern für vorerst mindestens zwei Endgeräten.
Ob der örtliche Monteur mit meinen Preisen auskommt mag ich nicht vorhersagen. Wenn du vorab deinen Bedarf an Single- und Twin-Receivern nochmal überdenkst und die Zahl sämtlicher Steckdosen postest, folgt auch die Stückliste.
Zitat:
Zitat von Marcolito Beitrag anzeigen
Ich bin ein wenig unsicher ob das wirklich meine Endlösung seien soll, da ich mit Sicherheit nicht alle Programme empfangen kann. Aber so wird es vermutlich die einfachste und auch kostengünstigste Lösung für mich.
Wie gesagt möchte ich auf nichts einer `normalen` digitalen Anlage verzichten.
Womit wir wieder bei Vollbandempfang sind und ein statisches Digitales 1 GHz Einkabelsystem außen vor bleibt.

Die Masterdung muss mit mindestens 16 mm² Cu-Volldraht erfolgen, achte darauf, dass dir keine mehrdrähtige Ausführung untergejubelt wird. Die ist schon seit 2004 verboten. Eine Außenableitung ist sicherheitstechnisch vorzuziehen. Evtl. den Mast von einer Blitzschutzfirma mit Alu-Knetlegierung erden lassen, das sieht besser aus als ein genagelter 16 mm² Erdungsdraht oder ein Kabelkanal.

Nach Norm ist ein Potenzialausgleich der Kabel vorgeschrieben der an der Antennenerdung angeschlossen werden muss. Wenn im UG ein Multischalter oder eine UniCable-Matrix installiert werden soll, muss zu den Satellitenkabeln auch noch ein 4 mm² Cu-Draht verlegt werden.
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Alt 06.07.2010, 21:14   # 7
Marcolito
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Hi Dipol,


Also so langsam wird es für mich schlüssig.

Sternleitung können wir vorerst vergessen.

Also dann bitte eine Lösung für Einkabel in Reihe.

Twin-Receiver wären, denke ich max. zwei momentan von Nöten

Ich benötige gesamt auf einer Leitung fünf Anschlüsse (evtl. sieben mit Twin Receivern) die momentan auch im Haus verlegt sind.

Uni_Kabel-Matrix hört sich gut an !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Es würde mich super freuen wenn du wirklich eine Èinkaufsliste` zusammenstellst, mit der ich arbeiten und vergleichen könnte.

Mir ist es wichtig alle Bestandteile einer neuen Anlage zu kennen bis hin zum Endgerät (Twin- oder einfach HD Receiver)

Habe schönen Dank.

Ich hoffe wir kommen zu einer kompetenten Lösung.


Gruß Marcolito
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Alt 07.07.2010, 10:32   # 8
Dipol
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Zitat:
Zitat von Marcolito Beitrag anzeigen
Sternleitung können wir vorerst vergessen.

Also dann bitte eine Lösung für Einkabel in Reihe.

Twin-Receiver wären, denke ich max. zwei momentan von Nöten

Ich benötige gesamt auf einer Leitung fünf Anschlüsse (evtl. sieben mit Twin Receivern) die momentan auch im Haus verlegt sind.
Zunächst mal die Daten des MK 86. Das ist für WISI-Verhältnisse leider ein vergleichsweise sehr schlechtes B-Class-Kabel mit Alu-Geflecht (= schlechter Kontakt, kann passive Intermodulationen verursachen) und einer Dämpfung von 24 dB auf 860 MHz. Offizielle Angaben für Sat.-ZF gibt es keine, hochgerechnet ergeben sich ohne Alterungszuschlag ca. 40 dB bei 2.150 MHz.

Bei Kabeln mit chemisch geschäumten Zell-PE mit derart hoher Grunddämpfung muss noch eine erhebliche Alterungszunahme einkalkuliert werden. Deswegen wäre die Auswechslung aller zugfähigen Teilstrecken sinnvoll. Die Alterungszunahme ist nicht kalkulierbar und müsste vor Ort messtechnisch ermittelt werden, kann aber durchaus bei 10 dB liegen. Die Dämpfung eines guten 5 mm Midi-Kabels liegt weit darunter.

Um beurteilen zu können ob mit dem Bestandskabel an allen Steckdosen noch der Mindestpegel von 47 dB(µV) ankommt, sind die ungefähren Leitungsslängen zwischen den Steckdosen und deren exakte Anzahl erforderlich. Evtl. reicht eine SKYTRONIK/PREISNER-Matrix MSU 518 NG mit geregeltem ENTROPIC-Chip und Konstant-Ausgangspegel von 92 dB(µV) aus, wenn nicht, sind auch noch Lösungsansätze mit Vor- oder Nachverstärker denkbar.
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Alt 07.07.2010, 11:52   # 9
Marcolito
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Hi Dipol,


Das mit der Leitung hört sich ja nicht so gut an.
Sie liegt so wie es aussieht leider auch nirgends im Leerrohr.
Im Keller geht sie ohne Leerrohr in die Decke und an den Dosen ist auch nicht auf ein Leerrohr zu schließen.
Laut einem Nachbarn war hier beim Bau mal Kabelfernsehen geplant dazu ist es aber nicht gekommen und man hat mit der Leitungsverlegung im Haus diese Ersatzlösung realisiert.

Ich habe auch mal etwas Èlektrisches` gelernt. Kann ich ohmtechnisch an der Leitung etwas messen ???

Die Leitungslängen sollten wie folgt aussehen:

- zur ersten Dose im EG (Wohnzimmer) ca. 16 Meter
- von der ersten Dose zur zweiten im OG ca. 8m
- zur dritten Dose im OG ca. 8m
- zur vierten Dose im OG ca. 12m
- und von dort zur fünften Dose im Dach ca. 6m

Also gesamt ca. 50 Meter.


Ich hoffe so wird es was.


Ich warte sehnsüchtig auf eine Antwort



Gruß Marcolito
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Alt 07.07.2010, 13:56   # 10
Dipol
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Zitat:
Zitat von Marcolito Beitrag anzeigen
Ich habe auch mal etwas Èlektrisches` gelernt. Kann ich ohmtechnisch an der Leitung etwas messen ???
Nur den Gleichspannungswiderstand oder einen Kurzschluss, aber nicht Impedanz oder Dämpfung. Die Dämpfung kann man nur mit einem Sat.-ZF-Signal oder Rauschgenerator und einem Satellitenmessgerät ermitteln.
Zitat:
Zitat von Marcolito Beitrag anzeigen
Also gesamt ca. 50 Meter.
40 dB/100 m bei 2.150 MHz = 20 dB/50 m + Durchgangsdämpfung von 4 Steckdosen à 3,5 dB + 1 Auskoppeldämpfung mit 10 dB + Alterungszuschlag 5 dB = Summe 49 dB.

Mindestpegel 47 dB(µV) + 3 dB Reserve + 49 dB Systemdämpfung bei 2.150 MHz = Router-Ausgangspegel 99 dB(µV)

Bei der MSU 518 NG wird die höchste Frequenz von 1892 MHz schon mal um ca. 2 dB weniger bedämpft als bei statischer Vollbandeinspeisung. Ordnet man der letzten Steckdose den dämpfungsfreundlichsten niedrigsten Routerkanal mit 1.176 MHz zu, reduziert sich die Netzdämpfung sogar um ca. 8 dB.

Wenn nicht noch im Netz zusätzlich böse Überraschungen auftauchen, reicht somit der Ausgangspegel der PREISNER-Matrix Worst-Case aus. An der vorletzten Steckdose mit 14 dB ist der Pegel etwa vergleichbar der errechneten 10 dB-Dose am Stammende. Ohne konkrete Messung der maximalen Dämpfungen bleibt ein kleines Vanbanque-Restrisiko, aber die Receiver geben sich auch netterweise mit weniger als dem Normmindestpegel von 47 dB(µV) zufrieden.

Vorsichtshalber sei noch darauf hingewiesen, dass die Stammleitung komplett DC-tauglich sein muss und somit auch kein verdeckter Verteilbaustein drin bleiben kann.

MEINE FAVORITENLISTE:

1 Antennenmast oder Dachsparrenhalter
1 Einbausatz für dto.
1 GIBERTINI oder FaVal SE 85
1 ALPS Universal-Quatro-LNB
1 UKW-Ringdipol oder evtl. DVB-T-Antenne
1 Weiche zum Zusammenschalten für dto.
? m PREISNER SK 2002 Plus Hochschirmkabel uv-beständig
1 PREISNER MSU 518 NG UniCable-Matrix für 8 Userbänke, 92 dB(µV) Konstantpegel
5 AXING UniCable-Dosen mit angepasster Auskoppeldämpfung: 2 x SSD 5-18, 2 x SSD 5-14 und 1 x SSD 5-10
1 kapazitiv getrennter Abschlusswiderstand
1 Vierfach-Erdblock, bei Einspeisung terr. Signale evtl. ein Erdungswinkel
? m 4 mm² Cu-Draht zum Anschluss des Potenzialausgleichs am Antennenmast
? m 16 mm² Volldraht fü Masterdung, vorzugsweise außen zu verlegen. Alternativ 50 mm² Alu-Knetlegierung von einer Blitzschutzfirma.

Ob man besser einen Mast oder Dachsparrenhalter nimmt wäre vor Ort zu entscheiden. Für die Masterdung bitte nur 16 mm² Cu-Volldraht akzeptieren, die mehrdrähtige Ausführung ist seit 2004 untersagt.
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Alt 07.07.2010, 14:48   # 11
Marcolito
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Hi Dipol,


Kannst Du mir bitte noch einen HD Receiver empfehlen.

Ist es bei digitalen Twin.Receivern so, das ich nur eine Leitung von der Dose zum Receiver benötige, oder brauche ich dann Dosen mit zwei Abgängen ???

Ich versuche Deine Stückliste nun mal zu verpreisen und lasse mich überraschen.

Noch einmal doof nachgefragt: Zukunftssicher, HD fähig und ohne Programmverlust ist es so alles ???


Vielen, vielen Dank für Deine Bemühungen


Marcolito
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Alt 07.07.2010, 17:50   # 12
Marcolito
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Hi Dipol,


Habe mal versucht zu verpreisen:


MEINE FAVORITENLISTE:

1 Antennenmast oder Dachsparrenhalter ca.25 €
1 Einbausatz für dto.ca. 25 €
1 GIBERTINI oder FaVal SE 85 ca. 120 €
1 ALPS Universal-Quatro-LNB ca 45 €
1 UKW-Ringdipol oder evtl. DVB-T-Antenne ca. 20 €
1 Weiche zum Zusammenschalten für dto. ca. 20 €
80 m PREISNER SK 2002 Plus Hochschirmkabel uv-beständig ca. 40 €
1 PREISNER MSU 518 NG ca. 250 €
5 AXING UniCable-Dosen mit angepasster Auskoppeldämpfung: 2 x SSD 5-18, 2 x SSD 5-14 und 1 x SSD 5-10 ca. 75 €
1 kapazitiv getrennter Abschlusswiderstand ca. 2 €

1 Vierfach-Erdblock, bei Einspeisung terr. Signale evtl. ein Erdungswinkel
? m 4 mm² Cu-Draht zum Anschluss des Potenzialausgleichs am Antennenmast
? m 16 mm² Volldraht fü Masterdung, vorzugsweise außen zu verlegen. Alternativ 50 mm² Alu-Knetlegierung von einer Blitzschutzfirma.

Erdung nach Aufwand an der Potenzialausgleichsleiste im Keller



Ich hoffe das ich damit ungefähr den Preisspiegel getroffen habe.

Dann warte ich mal auf die Antwort aus meinem vorherigen Thread und kann dann einen Material-Komplettpreis schnüren.


Habe erst einmal schönen Dank


Marcolito
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Alt 08.07.2010, 16:29   # 13
Dipol
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Zitat:
Zitat von Marcolito Beitrag anzeigen
Ich hoffe das ich damit ungefähr den Preisspiegel getroffen habe.

Dann warte ich mal auf die Antwort aus meinem vorherigen Thread und kann dann einen Material-Komplettpreis schnüren.
Die F-Stecker hatte ich nicht erwähnt. Nimm möglichst Kompressions- oder Self-Install-Stecker. F-Aufdrehstecker passen vom Schirmungsmaß her auf ein modernes Hochschirmkabel wie der Faust aufs Gretchen.

EDIT: Bei Receivern bin ich TechniSat-Fan. Das Pro und Contra von HD+ setzte ich als bekannt voraus.
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Alt 08.07.2010, 18:25   # 14
Marcolito
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Also pro Receiver so ca. 150 bis 200 €.

Gibt es denn diese Receiver in TWIN Ausführung und haben die dann zwei Anschlüße oder einen (Sat Eingang) ???

Passt das preislich von mir mit deiner Aufstellung ???
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Alt 28.05.2012, 13:31 # --
News Flash
 
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