habe hier im Forum schon einiges zum Thema Unicable Anlagen gelesen und auch das Video angeschaut. Es sind jedoch noch einige Fragen offen, die ich hier stellen möchte.
zunächst einmal die vorhandenen Gegebenheiten:
Es geht um die "Umrüstung" von Kabel auf Sat in einem 6 Familienhaus mit je zwei Wohnungen pro Stockwerk. Vom Keller gehen zwei Kabel (einmal mit 3 hintereinandergeschalteten Antennendosen für die Wohnungen links (A) und das gleiche nochmal für die Wohnungen rechts (B), siehe auch angehängte Skizze)
Es sollen Astra 19,2 Grad und Hotbird 13 Grad empfangen werden.
Die Schüssel (85 oder 90 cm) kann ebenerdig direkt neben dem haus (abstand 50 - max 100 cm) montiert werden, da freie Sicht besteht. Als Verbindung von den zwei Quattro LNBs zum Router wollte ich Quattro-Koaxialkabel nutzen, um so wenig Löcher (und auch so klein) wie möglich in die Außenwand bohren zu müssen.
Als "Verteiler" tendiere ich zum Technisat TechniRouter 9/2x4 G oder zum Kathrein EXR 1942. Hierzu auch gleich die erste Frage.
Inwiefern unterscheiden sich diese beiden Geräte und welches ist vorzuziehen?
Meine zweite Frage bezieht sich auf die Antennendosen, die getauscht werden müssen, da die momentan verbauten nicht Sat-tauglich sind. Im EG und im 1. OG müssten ja Durchgangsdosen installliert werden. Nach den Dosen im 2. OG kommen keine mehr, müssen diese dann Enddosen sein oder können das auch Durchgangsdosen sein?
Das soll es erstmal gewesen sein. Ich bedanke mich schonmal recht herzlich.
viele Grüße
mac
12.06.2010, 05:13
#
2
King W.
Team SAT-Technik
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Hallo und Herzlich Willkommen bei uns im Forum! :liebegru:
Zunächst mal eine Bemerkung zur Sicherheit: Wenn ihr die Antenne so anbringen könnt, daß ihr entferntester Punkt nicht mehr als 1,50m von der Hauswand absteht, ist sie durch das Haus geschützt und deshalb nicht erdungspflichtig. Dennoch möchte ich euch raten, den Mast mit einem 16 mm² Erdkabel mit der Potentialausgleichsschiene im Keller zu verbinden. Es ist zwar nicht sehr wahrscheinlich, daß sich ausgerechnet bei Gewitter jemand in der Nähe der Antenne aufhält und gerade dann ein Blitz einschlägt, aber unmöglich ist es nicht. Wenn der Blitz auch nicht direkt in die Antenne einschlagen wird, so kann dennoch eine gefährliche Schrittspannung entstehen, die es abzuleiten gilt.
Unabhängig von der Erdung ist auch ein Potentialausgleich herzustellen, damit die Anlage auch bei einem elektrischen Defekt jederzeit sicher berührt werden kann. Über Erdung und Potentialausgleich gibt es hier im Forum einen separaten Beitrag, bitte lesen.
Als Antenne empfiehlt sich die neue Gibertini SE. Mit ihrem doppelten Feedarm erinnert sie an die Kathrein CAS 90 und ist auch ähnlich stabil. Dabei hat sie 2 Vorteile: Sie ist deutlich günstiger in der Anschaffung und sie verfügt über eine Standard 40mm Feedaufnahme. Damit können nahezu alle Standard-LNB's verwendet werden, auch das sehr empfehlenswerte Alps. Ich habe die Antenne letzten Monat auf der Anga fotografiert, hier ist ein Bild:
Gerade wenn mehr als 1 LNB montiert werden soll und jedes auch noch mit 4 Anschlüssen daherkommt, ist schon ein stabiler Feedarm erforderlich. Wie man auf dem Foto unschwer erkennen kann, sind im Gegensatz zu den meisten anderen Antennen die Feedhalter ebenfalls aus Metall und nicht aus Kunststoff.
Den TechniRouter kannst du nehmen, das Gerät von Kathrein ebenfalls, die Unterschiede sind nicht groß. Speziell in deinem Fall würde ich aber zu beiden nicht raten. Das hat folgenden Grund: Beide Geräte liefern an jedem der Ausgänge 4 Kanäle - für 3 Dosen. Technisch funktioniert das zwar, aber es kann in jeder Wohnung nur ein einziger Receiver betrieben werden. Das ist nicht mehr Stand der Technik. Folge: Früher oder später werden dann Begehrlichkeiten auf die 4. ungenutzte Frequenz wach, aber die kann nur einmal vergeben werden. Einer pro Seite hat Glück, zwei schauen "in die Röhre". Könnte böses Blut geben.
Abhilfe ist möglich durch den neuen JPS0902-6TN von Jultec. Dieser Router hat 2 Stränge zu je 6 Kanälen. Damit stehen jedem Teilnehmer 2 Kanäle zur Verfügung. Die weiteren Vorteile der Jultec-Schalter habe ich in einem separaten Beitrag aufgezeigt. Ich will mich hier nicht wiederholen.
Mit den Antennensteckdosen hast du Recht: es sind jeweils 2 Durchgangs- und eine Enddose erforderlich. "Echte" Enddosen gibt es kaum auf dem Markt, Stichdosen ohne Abschlußwiderstand können zu Problemen führen und dürfen nicht verwendet werden. Abhilfe: Eine solche Durchgangsdose wird einfach mittels Abschlußwiderstand als Enddose umfunktioniert. Das ist HF-mäßig korrekt und sorgt für stabile Pegel. Weiterer Vorteil: Du mußt nur einen Dosentyp kaufen.
Eine grobe Rechnung ergibt an der 1. Dose nach dem Router ca 69 dBµV Pegel, an der 2. sind es ca. 64 dBµV und an der 3. mit dem Abschlußwiderstand 59 dBµV. Laut Norm gilt für einen einwandfreien Empang ein Pegelfenster von 47 bis 77 dBµV, d.h. es paßt.
Jultec-Router sind eingangsseitig innerhalb eines großen Bereichs geregelt: Unterschiedliche LNB's und verschieden lange Anschlußkabel zwischen LNB und Schüssel, verschiedene Schüsselgrößen und auch unterschiedliche Wetterverhältnisse (von extremen Unwettern abgesehen) beeinflussen die Pegel nicht. Es ist stets ein einwandfreier Empfang gewährleistet.
Alle genannten Produkte sind bei SEH zu bekommen, auch dann, wenn sie auf der Internet-Seite noch nicht zu finden sind.
Schreib mal zurück, ob du mit meinen Tips etwas anfangen kannst.
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12.06.2010, 11:31
#
3
mac75
Threadstarter
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Vielen Dank King W. für die sehr schnelle Antwort.
Es ist alles sehr verständlich erklärt. Die Gibertini SE klingt wirklich sehr interessant.
Den Thread über Erdung und Potentialausgleich bei einer Antennenanlage hatte ich schon gelesen, doch habe ich ncoh eine Frage zum Potenzialausgleich.
Angenommen ich entscheide mich für den TechniRouter 9/2x4 und verwende einen Masseblock (also Variante 2 der Anleitung) dann müsste es doch theoretisch von der Verkabelung so aussehen wie auf der Abbildung des Triax-Multischalter 9x8 mit dem Unterschied, dass ich auf der "Eingangs"-Seite zwei Vierer-Erdungsblöcke und auf der "Ausgangs"-Seite zwei Einer (oder geht auch ein Zweier-Erdungsblock?) verwenden muss. Diese muss ich dann wie auf der Abbildung miteinander verbinden.
Wenn ich die Antenne aufgrund ihrer Lage nicht Erden würde (nicht dass ich das nicht machen werde, aber mal rein theoretisch angenommen) und somit kein Erdungspunkt am Mast besteht, womit müsste ich die Masseblöcke dann verbinden, damit ein Potentialausgleich korrekt durchgeführt wird?
und noch eine allgemeine Verständnisfrage zum Potentialausgleich mit Masseblöcken (dazu benutze ich als Anhang dein Bild des Triax-Multischalters, hoffe das ist ok, falls nicht, bitte löschen):
Ich verbinde also die Masseblöcke mit einem 6 mm² Kabel, dass an einem der rot eingekreisten Anschlüsse befestigt wird mit dem Erdungspunkt am Mast oder einer Alternative?
12.06.2010, 17:47
#
4
King W.
Team SAT-Technik
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Ist genau richtig. Einen der freien Anschlüsse nehmen, 4 ode 6 mm² Kabel dran und dann mit Masse verbinden.
Wenn keine Erdungspflicht für die Antenne besteht, kannst du das Kabel einfach an die PA-Schiene im Keller anschließen, ansonsten an der Antenne, wo auch das Erdkabel angeschlossen ist.
Die Erdungsblocks gibt es als 1er, 2er und 4er. Die werden einfach so genommen, daß es paßt. Beim Router also ein 4er und ein 2er oder, wenn du eine terrestrische (UKW) Antenne mit anschließt, zwei 4er oder zusätzlich einen 1er.
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12.06.2010, 22:09
#
5
Dipol
Team SAT-Technik
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Zitat:
Zitat von King W.
Die Erdungsblocks gibt es als 1er, 2er und 4er. Die werden einfach so genommen, daß es paßt. Beim Router also ein 4er und ein 2er oder, wenn du eine terrestrische (UKW) Antenne mit anschließt, zwei 4er oder zusätzlich einen 1er.
Es gibt auch noch Erdwinkel in den unterschiedlichsten Ausführungen für 5 bis 11 und auch mehr Kabel. Damit erspart man sich einige Drahtbrücken. Bei allen diesen Bauteilen darauf achten, dass die F-Buchsen eine Rückflussdämpfung > 30 dB haben. Insbesondere bei den Erdblöcken gibt es auch deutlich schlechtere Ausführungen, die robuste Sat.-ZF steckt es aber meistens weg ohne zu Mucken.
13.06.2010, 10:05
#
6
mac75
Threadstarter
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vielen Dank euch beiden für die Hilfe. Ihr habt mir sehr weitergeholfen.
Werde nun die Komponenten aussuchen, die ich verbauen will und diese dann evtl hier auflisten, um nach eurer Meinung zu fragen.
nochmals Danke und viele Grüße
14.06.2010, 17:16
#
7
King W.
Team SAT-Technik
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Gern geschehen.
Mit nur einem Anschluß pro Wohnung werdet ihr aber auf Dauer nicht glücklich. Schlaf- und Kinderzimmer sind außen vor und mal einen Twin-Receiver anzuschließen ist ebenfalls nicht möglich. OK, der Jultec-Schalter ist etwas teurer, als der TechniSat, aber auf lange Sicht fahrt ihr besser damit.
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15.06.2010, 08:32
#
8
mac75
Threadstarter
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Beiträge: 7
so habe mich mal in den diversen shops etwas umgesehen und folgende Liste aufgestellt:
Gibertini OP 80L (evtl. auch die 85L) Aluminium
Multifeedhalter 2 fach 6,3° eingestellt für Gibertini
Alps Quattro LNB BSTE9-101B, 0,4db 40mm mit Wetterschutzkappe
Kathrein EXR 1942 Unicable-Matrix für 2 Satelliten, 2x4 Teilnehmer
50m Quattro-Koaxialkabel 4x7mm, Schirmung 2-fach 90dB
10m Koaxialkabel, 7,2mm, Schirm=4-fach >110dB, CLASS A (unter anderem für den Potentialausgleich)
F-Stecker 7mm, vergoldet 50 Stk, hochwertige Ausführung
2x Masseblock 4-fach, FG4HM, vernickelte Ausführung
2x Masseblock 1-fach, FG1HM, vernickelte Ausführung
2x HQ Enddosen Set 3-fach (Antennenstichdose Class A 1dB, Goldkontakte)
4x Sat / TV / Radio Durchgangsdose Auf- u. Unterputz
Das Quattrokabel wird ca. 15 Meter lang von den LNBs zum Router. Das sollte hinhauen, oder? 8 einzelne Kabel von außen in den Keller zu bekommen, würde sehr aufwendig werden.
Eine Weiterverlegung des Satkabels vom Wohnzimmer in die anderen Zimmer ist mangels Kabelkanälen nicht möglich, von daher wird es bei einem Anschluss pro Wohnung bleiben. Da ein Bewohner bereits eine Schüssel hat, die jedoch auf nur auf einen Sat ausgerichtet ist, bleiben für die restlichen mehr Frequenzen übrig, von daher wird auch der Kathrein oder Technirouter ausreichend sein. (Da hier DVB-T relativ gut empfangbar ist, werde ich evtl noch eine Außenantenne mit dem Router verbinden und dieses Signal ebenfalls in die Leitungen einspeisen)
Eine Frage hätte ich noch zur Ausrichtung der Antenne per "Bindfadenmethode", wenn ich den voreingestellten Multifeedschalter benutze (für Astra 19,2 und Hotbird 13). Ich richte die Schüssel auf Astra aus (oder wäre Hotbrid sinnvoller?) klebe den Bindfaden an die höchste Stelle der Schüssel und an die höchste Stelle des (Astra) LNBs und richte die Schüssel dann so aus, dass zur brechneten Zeit der Bindfaden den Schatten genau auf die Mitte des Feedhalters wirft. Stimmt das oder muss man bei Benutzung eines Multifeedhalters das anders machen?
Standort ist etwas nördlich von Mannheim.
15.06.2010, 18:35
#
9
King W.
Team SAT-Technik
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Die "Enddosen" sind eigentlich keine richtigen Enddosen, sondern Stichdosen. Sie bieten keinen ordnungsgemäßen Abschluß für einen Strang. Wenn du Pech hast, entsteht eine "stehende Welle", die den Empfang an den vorhergehenden Dosen beeinträchtigen kann. Richtige Enddosen gibt es kaum. Nimm anstelle der sogenannten Enddosen auch die Durchgangsdosen und baue in die letzte einen DC-entkoppelten Widerstand ein. Dann wird auch alles ordnungsgemäß funktionieren.
Die Bindfadenmethode funktioniert am besten, wenn ein LNB im Fokus sitzt und das andere schielt. Auf das mittlere LNB wird dann ausgerichtet.
Bei Astra/Hotbird ist es eigentlich egal, welches LNB in der Mitte ist, da beide Satelliten annähernd gleich stark sind. Aus optischen Gründen wird man meist eine Anordnung wählen, bei der beide LNB's symmetrisch angebracht sind. Der Bindfaden muß jedenfalls immer genau mittig angebracht werden, also bei einem LNB im Fokus an diesem, bei zwei symmetrischen LNB's kannst du einfach einen Tesafilmstreifen über beide kleben und den Bindfaden in der Mitte ankleben.
Für Astra im Fokus stelle bitte zunächst die Elevation auf 33°. Die Azimut-Einstellung wird genau um 13 Uhr Sommerzeit gemacht. Dann steht die Sonne, von Mannheim aus gesehen, genau hinter Astra.
Für Hotbird im Fokus kannst du die Elevation ebenfalls auf 33° einstellen und die Ausrichtung um 13.15 Uhr vornehmen.
Bei symmetrisch angeordneten LNB's und dem Bindfaden genau in der Mitte wäre 13.07 Uhr richtig. Falls sich der Empfang nicht auf Anhieb einstellt, sind die Satelliten jedenfalls in unmittelbarer Nähe und eine Bewegung der Antenne von wenigen cm sollte den gewünschten Erfolg bringen.
Für den Potentialausgleich darf kein Antennenkabel genommen werden. Es ist stattdesse 4 oder 6 mm² grün-gelbe Erdleitung zu nehmen (bekommst du bei SEH oder auch in jedem guten Baumarkt). Damit werden die Masseblocks mit dem Antennenmast verbunden, dort, wo auch das 16 mm² Erdkabel angeschlossen wird.
Sonst kann ich nichts böses entdecken, bin aber immer noch der Meinung, ein Jultec-Schalter mit 2x6 Anschlüssen, also der JPS0902-6TN sei besser für dein Vorhaben geeignet.
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15.06.2010, 18:46
#
10
Dipol
Team SAT-Technik
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Beiträge: 4.147
Zitat:
Zitat von mac75
so habe mich mal in den diversen shops etwas umgesehen und folgende Liste aufgestellt:
Gibertini OP 80L (evtl. auch die 85L) Aluminium
Multifeedhalter 2 fach 6,3° eingestellt für Gibertini
Ich empfehle eine Kategorie höher eine Gibertini SE 85 mit feineinstellbarem Multifeedhalter, fixe Halterungen sind dagegen nur ein schlechter Kompromiss.
Zitat:
Zitat von mac75
50m Quattro-Koaxialkabel 4x7mm, Schirmung 2-fach 90dB
10m Koaxialkabel, 7,2mm, Schirm=4-fach >110dB, CLASS A (unter anderem für den Potentialausgleich)
Für den PA taugt das Kabel nicht, da ist ein Cu-Draht mir 4 mm² Querschnitt erforderlich!
2-fach geschirmtes A-Class-Kabel genügt für Sat.-Anwendung völlig. Ein F-Aufdrehstecker mit einem Schirmungsmaß von bestenfalls 85 dB passt zu einem Kabel mit vorgeblichen 110 dB wie der Faust aufs Gretchen. Die 4-fach geschirmten Kabel haben meist ein Alu-Geflecht, dann lieber ein nur dreifach geschirmtes mit verzinntem Kupfergeflecht.
Zitat:
Zitat von mac75
Das Quattrokabel wird ca. 15 Meter lang von den LNBs zum Router. Das sollte hinhauen, oder? 8 einzelne Kabel von außen in den Keller zu bekommen, würde sehr aufwendig werden.
Die Quatro-Kabel haben meistens keine geklebte Folie (Bonded Foil), das sollte eigentlich Standard sein und erleichtert auch die Montage von zeitgemäßen Crimp- und Kompressions-Steckern.
Zitat:
Zitat von mac75
Eine Weiterverlegung des Satkabels vom Wohnzimmer in die anderen Zimmer ist mangels Kabelkanälen nicht möglich, von daher wird es bei einem Anschluss pro Wohnung bleiben. Da ein Bewohner bereits eine Schüssel hat, die jedoch auf nur auf einen Sat ausgerichtet ist, bleiben für die restlichen mehr Frequenzen übrig, von daher wird auch der Kathrein oder Technirouter ausreichend sein. (Da hier DVB-T relativ gut empfangbar ist, werde ich evtl noch eine Außenantenne mit dem Router verbinden und dieses Signal ebenfalls in die Leitungen einspeisen)
Bezüglich des langfristigen Bedarfs bin ich skeptisch. Ich kenne Anlagen die auf 3 Routerkanäle pro Wohnung projektiert waren und wo relativ schnell mehr als nur 1 Twin- und ein Single-Receiver gefragt war.
Zitat:
Zitat von mac75
Eine Frage hätte ich noch zur Ausrichtung der Antenne per "Bindfadenmethode", wenn ich den voreingestellten Multifeedschalter benutze (für Astra 19,2 und Hotbird 13). Ich richte die Schüssel auf Astra aus (oder wäre Hotbrid sinnvoller?) klebe den Bindfaden an die höchste Stelle der Schüssel und an die höchste Stelle des (Astra) LNBs und richte die Schüssel dann so aus, dass zur brechneten Zeit der Bindfaden den Schatten genau auf die Mitte des Feedhalters wirft. Stimmt das oder muss man bei Benutzung eines Multifeedhalters das anders machen?
Bei einem fixen Multifeedhalter muss man ohnehin die Azimut- und Elevations-Einstellung auf Kompromiss einstellen.
Die Bindfaden-Methode taugt ohnehin nur zur Grobausrichtung und erfordert wegen der um mehr als eine halbe Stunde schwankenden Wahren Mittagszeit möglichst tagesaktuelle Berechnung.
EDIT: Nu war ich mal langsamer als King W.
15.06.2010, 20:47
#
11
mac75
Threadstarter
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Beiträge: 7
Hallo,
erneutes dankeschön an euch.
Mit dem Koaxialkabel als Potentialausgleich meinte ich diese "Konstruktion" wie auf der Abbildung des Triax-Multischalter 9x8. Die Masseblöcke untereinander und die Verbindung zum Mast erfolgt mit Erdungskabel 6qmm, NYM-J1x6 (ganz unten in meiner Auflistung).
Als Enddosen werde ich, wie von King W. bereits beschrieben, eine Durchgangsdose mittels Abschlußwiderstand zur Enddose umfunktionieren.
wenn ich alles hier habe und mich an den Aufbau wage, melde ich mich nochmal.
viele Grüße
15.06.2010, 21:07
#
12
King W.
Team SAT-Technik
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Ich habe bei der Bindfaden-Methode als Einstelldatum den 18.06. angenommen. Die genaue Zeit schwankt etwas mit der Jahreszeit. Im Moment mußt du für je 5 Tage später eine Minute addieren.
Dipol hat aber in einem Punkt Recht. Haargenau einstellen läßt sich die Antenne damit nicht. Immerhin kommst du in unmittelbare Nähe des Satelliten.
Eine Feineinstellung ist aber auf jeden Fall nötig, sei es auch nur, um die Signalqualität zu optimieren.
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22.06.2010, 20:23
#
13
mac75
Threadstarter
Registriert seit: 12.06.2010
Beiträge: 7
Hallo nochmal,
habe jetzt die Sat-Schüssel, die quattro LNBs und die Kabel hier. Mast habe ich auch schon einbetoniert. Es kann also morgen an die Montage gehen.
Den Jultec Schalter gibt es laut Aussage von SEH (deren prompte Antwort auf meine Anfrage ich hier lobend erwähnen möchte) erst ab Herbst. Ganz genauen Zeitpunkt gibt es wohl noch nicht. Von daher habe ich mich für das Gerät von Kathrein entschieden, welches ich aber noch nicht hier habe. Zum aufbauen und ausrichten der Schüssel ist das ja nicht notwendig.
ASTRA
Am 23 / 06 / 2010, müssen Sie die Satellitenschüssel um die senkrechte Achse zur Sonne ausrichten, um genau 12h01(Winterzeit) (In der Sommerzeit eine Stunde später). also 13:01 Uhr
Für die Einstellung der waagerechten Achse, die Höhe über dem Horizont = 32.199° (also die bereits empfohlenen 33)
Azimut = 174.056°
Höhe = 32.199°
Für HOTBIRD wäre es 13:17 Uhr.
Azimut = 174.056°
Höhe = 32.957°
Bei symmetrisch angeordneten LNB's und dem Bindfaden genau in der Mitte wäre 13.09 Uhr doch die richtige Zeit, oder?
Für die Erdung habe ich eine Bandschelle besorgt, die um den Mast kommt und daran wird dann das Erdungskabel befestigt.
Bezüglich der Feineinstellung habe ich in einem anderen Thread folgendes gelesen:
"Den Receiver im normalen Modus "Universal-LNB" an das LNB-Kabel horizontal High direkt
anschließen
Das Programm ZDF am Receiver anwählen
Antenne vorsichtig und langsam schwenken bis das ZDF erscheint
Dann im Receiver-Menü die Signalanzeigen aktivieren und die Ausrichtung von Azimut
(Ost-West-Richtung), Elevation (Höhe) und Tilt (LNB-Schrägstellung) abwechselnd auf
Maximum Signalgüte (nicht Signalstärke!) feinjustieren."
Welchen Kanal könnte ich auf diese Weise zur Überprüfung des Hotbrid-LNB nutzen?
viele Grüße
22.06.2010, 21:54
#
14
King W.
Team SAT-Technik
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Zitat:
Zitat von mac75
Den Jultec Schalter gibt es laut Aussage von SEH (deren prompte Antwort auf meine Anfrage ich hier lobend erwähnen möchte) erst ab Herbst.
Du bist nicht der einzige, der SEH lobend erwähnt. Der Kundendienst wird dort groß geschrieben. Das ist auch der Grund, warum wir den Shop gern empfehlen.
SEH hat noch eine etwas veraltete Jultec-Liste und wartet sehnsüchtig auf eine neue. Jultec selbst ist eine kleine aber hoch innovative Firma. Bei der stürmischen Entwicklung dort bleibt der "Papierkram" schon mal auf der Strecke. Es ist deshalb durchaus möglich, daß die Info von SEH schon wieder veraltet ist.
Die Entscheidung für Kathrein ist aber nicht grundsätzlich falsch. Auch Kathrein liefert Geräte von sehr guter Qualität. Ich habe keinerlei Zweifel, daß nach dem Anschluß alles auf Anhieb funktionieren wird.
Zitat:
Bei symmetrisch angeordneten LNB's und dem Bindfaden genau in der Mitte wäre 13.09 Uhr doch die richtige Zeit, oder?
Exakt richtig.
Zitat:
Bezüglich der Feineinstellung habe ich in einem anderen Thread folgendes gelesen: ...
Auch richtig. Genau so wird es gemacht. Ich würde folgendermaßen vorgehen: Zunächst beide LNB's mit ca. 2 fingerbreit Abstand symmetrisch zur Mitte anbringen. Das Hotbird-LNB (das ist das linke, vom Mast aus gesehen) kommt etwas tiefer als das Astra-LNB. Rechnerisch ergibt sich ein Wert für die Schrägstellung der Feedstange von 6°. Hier kommt es aber nicht auf 1° an, wenn du keinen Winkelmesser hast, kannst du diesen Wert auch problemlos schätzen.
Nun wird die Antenne auf Astra eingestellt und festgezogen. Beim Festziehen bitte die Qualitätsanzeige beobachten. Beim Anziehen der Schrauben bewegt sich die Antenne noch geringfügig. Immer die Schrauben anziehen, die eine Verbesserung, oder zumindest keine Verschlechterung bewirken. Den "Bogen" hast du aber sehr schnell raus.
An der Antenne, der Feedstange und dem Astra-LNB wird nun nichts mehr verändert.
Anschließend wird das Hotbird-LNB eingestellt. Dazu kannst du beispielsweise Dubai TV (11.747, H, 27.500) nutzen. Also auch wieder Hochband/Horizontal anschließen. Es sollte auf Anhieb Empfang möglich sein.
Die Signalqualität wird jetzt ausschließlich durch Verschieben des LNB auf der Feedstange optimiert - fertig.
Nach Anschluß des Routers und Installation der neuen Antennensteckdosen sollte alles funktionieren.
Nicht vergessen: Ein fehlerhaft eingestellter Receiver bringt den gesamten Strang durcheinander! Die einmal eingestellte Frequenz und die zugehörige Kanalnummer darf nicht mehr geändert werden. Die Anwender sind darauf hinzuweisen.
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07.10.2010, 14:06
#
15
mac75
Threadstarter
Registriert seit: 12.06.2010
Beiträge: 7
Hallo,
nach längerer Pause will ich mal berichten, wie der Aufbau von statten ging.
Schüssel aufbauen und ausrichten ging problemlos und war recht flott erledigt. Verkabelung zum Kathrein EXR 1942 auch innerhalb kürzester Zeit erledigt.
Danach ging es an den Austausch der Antennendosen. Hier muss ich erwähnen, dass ich (wieso auch immer) Probleme mit den oben erwähnten Dosen hatte, Signal kam nur an der ersten Dose an, an der zweiten nicht mehr (evtl Stichdosen statt Durchgangsdosen geliefert? auf den Dosen selbst steht nichts drauf). Habe mich dann entschieden die Kathrein ESU 33 zu nehmen. In die letzte Dose in jedem Strang noch den DC-entkoppelten Widerstand eingesetzt und siehe da, läuft auf beiden Strängen.
Das mit den Antennendosen hat zwar etwas Nerven gekostet, aber gut Ding will ja bekanntlich Weile haben.
Mein Rat an alle, die sich mit der Überlegung herumschlagen eine Unicable-Lösung zu installieren: kauft die Kathrein Antennendosen (ESU 33!!! als Durchgangsdose / wer eine Stichdose braucht, der muss die ESU 34 nehmen), auch wenn sie wesentlich teurer sind (habe 18 oder 19€ für die Dose im Elektrofachmarkt hier vor Ort bezahlt).
Diese sind auch sehr einfach zu montieren (die in den Postings weiter oben erwähnten waren ein wenig fummelig für ungeübte Hände ).
Abschließend nochmals ein Riesen!!! Dankeschön an King W. und Dipol für die Hilfe.
viele Grüße
mac
07.10.2010, 14:53
#
16
King W.
Team SAT-Technik
Registriert seit: 01.01.2006
Ort: mitten im Kohlenpott
Beiträge: 9.170
Das hört man doch gern. Danke für die Rückmeldung.
Die Dosen von SEH funktionieren normalerweise auch, aber die Fummelei kann ich bestätigen. Und wenn man nicht aufpaßt, ist schnell der Mittelkontakt geschrottet.
Die Kathrein-Dosen sind zweifellos besser, da gebe ich dir Recht, kosten aber auch das dreifache.
Die Problematik mit der fummeligen Montage ist auch bei SEH bekannt und hat zu einer Erweiterung des Sortiments geführt. Dort sind jetzt Axing-Dosen zu bekommen. Die sind einfacher zu montieren und erfüllen die Klasse A Anforderungen. Die Dosen werden mit verschiedenen Auskoppeldämpfungen geliefert, so daß ein Strang aufgebaut werden kann, wo überall nahezu gleiche Pegelverhältnisse herrschen.
Allerdings sind auch diese Dosen teurer, als die "Standardware". Aber ihr Geld wert.
Bleibt mir nur noch, dir guten Empfang und viel Spaß beim Fernsehen mit deiner neuen Anlage zu wünschen.
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