Hallo Tobias, herzlich Willkommen im Forum!
Zitat:
Zitat von tobikunz Hallo zusammen,
der nächstgelegene Erdungspunkt für meinen SAT-Antennenmast liegt am Dach ca. einen Meter über dem Mast.
Ist es denn grundsätzlich möglich, mit einem starren 16 qm Kupferkabel diesen einen Meter am Dach zu überbrücken, indem ich unter den Pfannen einen Meter nach oben ziehe und die Erdung dort anschließe ?
Oder ist das Nach-Oben-Ziehen aus Blitzschutz-Gründen völlig unmöglich ? |
Nach Norm ist der Erdungsdraht auf möglichst kurzem Weg zur Hauserdung zu führen. In diesem Fall muss man einen Blitz überreden, dass er wieder etwas umkehrt. Bei Einschlägen in der Nachbarschaft ergibt der Anschluss aber schon eine Schutzwirkung, sofern nicht die Erdpunkte des Blitzableiters abkorrodiert sind.
Nun kommt aber der eigentliche Pferdefuß. Es muss nicht nur die Erdfunktion des Blitzableiters durch regelmäßige Prüfintervalle nachgewiesen sein, sondern mit Anschluss der Masterdung muss die Blitzschutzanlage auch den aktuellen ABB-Normen entsprechen. Die früher üblichen separaten Erdspieße der Ableitungen sind nicht mehr zulässig und müssen mit dem Schutzpotenzialausgleich des Gebäudes galvanisch oder eine Funkenstrecke verbunden werden.
In solchen Fällen ist eine Antennenmontage im nicht erdungspflichtigen Schutzbereich der Fassade, oder eine neue Erdleitung mit mind. 16 mm² Cu-
Massivdraht die weniger aufwändige Lösung.
Für den Anschluss am Blitzableiter ist ein über Dach verlegter 50 mm² Stahldraht oder Alu-Knetlegierung geeigneter als ein Kupferdraht.