Unicable mit 2 Stammleitungen

Alt 31.05.2010, 16:27   # 1
Danne86
 
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Hallo zusammen,

unsere Einfamilienhaus wird noch mit analogem Kabelfernsehen versorgt. Nun steht die Überlegung an zu einer digitalen Satellitenanlage zu wechseln. Diese sollte möglichst einfach zu installieren sein und ein gutes Preis-Leistungsverhältnis bieten.

Nach einer Recherche bin ich auf die Unicable Technik gestossen. Da bei uns die Kabel verborgen hinter den Wänden liegen und nur ein Leerrohr vom Dachboden zum Erdgeschoss geht, scheint sich diese Technik anzubieten, um die vorhandene Verkabelung nutzen zu können.

Nach einer ersten Prüfung der genauen Kabelverlegung im Haus habe ich festgestellt, dass jeweils das Erdgschoss und die 1. Etage eine eigene Stammleitung haben. Im Erdgeschoss sind 3 Dosen in Reihe geschaltet (mit 2 angeschlossenen Fernseher) und in der 1. Etage sind es ebenfalls 3 Dosen die allesamt mit Fernsehern belegt sind.

Nun stellt sich mir erstmal die Frage, ob ich diese zwei Stammleitungen überhaupt mit dem Unicable System versorgen kann (für mich widersprüchlich, da dieses System ja eben auf einem Kabel basiert). Kann ich dazu einen einfach 2 fach SAT Verteiler benutzen um die beiden Leitungen mit dem Unicable LNB zu verbinden? Oder benötige ich einen Router, der 2 Stammleitungen verwalten kann (zb. Technirouter 2x4)?

So ein Router kostet um die 170 Euro, ein Unicable LNB schlägt dagegen nur mit etwa 70 Euro zu Buche. Hat ein Router Vorteile im Vergleich zum LNB unter Berücksichtigung, dass ich insgesamt 5 Fernseher anschließen möchte? Das LNB kann 4 Receiver verwalten + 1 Receiver der per Legacy Out angeschlossen werden kann. Das würde für meine Zwecke also reichen.
Benötigt das LNB denn ähnlich wie ein Router eine Stromversorgung?

Ich habe auch mal eine kleine Skizze erstellt und angehängt. Ich bitte wegen der amateurhaften Zeichnung um Verzeihung, aber ich denke man kann erkennen, wie die Installation aussehen soll.

Noch eine Frage zu den speziellen Dosen: Diese haben ja 3 Ausgänge (Sat, TV, Radio). Ich verstehe nicht ganz wofür der TV Ausgang noch gebraucht wird. Ich denke mal der Receiver bzw. das Kabel wird dann später an den Sat Ausgang anschlossen, oder?

Ich danke für eure Hilfe!
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Alt 31.05.2010, 16:55   # 2
Dipol
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Hallo Daniel, herzlich Willkommen im Sat.-Forum!

Zitat:
Zitat von Danne86 Beitrag anzeigen
Nun stellt sich mir erstmal die Frage, ob ich diese zwei Stammleitungen überhaupt mit dem Unicable System versorgen kann (für mich widersprüchlich, da dieses System ja eben auf einem Kabel basiert). Kann ich dazu einen einfach 2 fach SAT Verteiler benutzen um die beiden Leitungen mit dem Unicable LNB zu verbinden?
Wenn der Splitter den UniCable-Anforderungen genügt, kann man damit zwei Stammleitung zusammen schalten. Ob die Konzeption aber funktioniert ist eine Frage der Dämpfungen und Pegel. An allen Receivern muss wenigstens ein Mindestpegel von 47 dB(µV) ankommen. Wenn man der längsten Leitung die neidrigste Routerfrequenz zuordnet, klappt das im Einfamilienhaus zumeist auch mit ungeschäumten Kabeln relativ hoher Dämpfung.
Zitat:
Zitat von Danne86 Beitrag anzeigen
Oder benötige ich einen Router, der 2 Stammleitungen verwalten kann (zb. Technirouter 2x4)?
Nur wenn der Pegel des UniCable-LNB nicht ausreichen sollte. Da gibt es aber auch noch die Option einer Inline-Nachverstärkung.
Zitat:
Zitat von Danne86 Beitrag anzeigen
So ein Router kostet um die 170 Euro, ein Unicable LNB schlägt dagegen nur mit etwa 70 Euro zu Buche. Hat ein Router Vorteile im Vergleich zum LNB unter Berücksichtigung, dass ich insgesamt 5 Fernseher anschließen möchte? Das LNB kann 4 Receiver verwalten + 1 Receiver der per Legacy Out angeschlossen werden kann. Das würde für meine Zwecke also reichen.
Je weniger Receiver auf einem UniCable-Ausgang zusammen hängen, umso weniger können sich die UniCable-Tücken auswirken. Das ist aber bei wohnungsübergreifender Installation von größerer Bedeutung.
Zitat:
Zitat von Danne86 Beitrag anzeigen
Benötigt das LNB denn ähnlich wie ein Router eine Stromversorgung?
Der LNB wird von den Receivern gespeist.
Zitat:
Zitat von Danne86 Beitrag anzeigen
Ich habe auch mal eine kleine Skizze erstellt und angehängt. Ich bitte wegen der amateurhaften Zeichnung um Verzeihung, aber ich denke man kann erkennen, wie die Installation aussehen soll.

Noch eine Frage zu den speziellen Dosen: Diese haben ja 3 Ausgänge (Sat, TV, Radio). Ich verstehe nicht ganz wofür der TV Ausgang noch gebraucht wird. Ich denke mal der Receiver bzw. das Kabel wird dann später an den Sat Ausgang anschlossen, oder?
Solche "amateurhaften" Skizzen wünscht man sich häufiger! Die IEC-Buchsen sind nur von Relevanz, wenn auch UKW- oder DVB-Signale eingespeist werden. Im Zeitalter der Massenproduktion mit großen Stückzahlen wäre die Fertigung von Dosen mit nur einem Sat.-Ausgang unrentabel.
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Alt 31.05.2010, 17:47   # 3
Danne86
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Super! Damit ist mir schonmal weitgeholfen. Vielen Dank.

Habe ich eine Möglichkeit im Voraus zu testen, ob die Kabel im Haus für Unicable geeignet sind bezüglich der Dämpfung etc.?

Zur Zeit haben wir bei einigen Fernseher und manchen Sendern das Problem, dass das Bild etwas verrauscht ist. Kann das auf schlechte Schirmung der Kabel hindeuten oder sonstigen evtl. Beschädigungen (die Installation ist 17 Jahre alt)?

Kann ich irgendwie erkennen ob ein Splitter bzw. Verteiler den Unicable Anforderungen genügt, oder sollte ich zu einem LNB greifen, bei der Splitter bereits mitgeliefert wird?

Noch eine Frage: Welcher einfach gehaltene Receiver ist für Unicable geeignet? Ich habe mir schon den "Digitalbox IMPERIAL DB 2 basic" angesehen, der bereits für ca. 30 Euro zu haben ist. Aber die Angaben bzgl. Unicable unterscheiden sich. Im Datenblatt ist die Unterstützung zwar angegeben, aber in der Bedienungsanleitung finden man dazu rein garnichts und auch manche Shops erwähnen die Unterstützung überhaupt nicht. Hat jemand vielleicht dazu Tips?
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Alt 31.05.2010, 19:03   # 4
Dipol
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Zitat:
Zitat von Danne86 Beitrag anzeigen
Habe ich eine Möglichkeit im Voraus zu testen, ob die Kabel im Haus für Unicable geeignet sind bezüglich der Dämpfung etc.?
Das Netz muss komplett gleichspannungstauglich sein. Die Kabel selbst sollten möglichst B-Class Schirmungsmaß haben und somit doppelt geschirmt sein. 60 Ohm-Uraltkabel sind weder für BK- noch Sat.-Einspeisung normgerecht. Siehe SchuTZEV.
Zitat:
Zitat von Danne86 Beitrag anzeigen
Zur Zeit haben wir bei einigen Fernseher und manchen Sendern das Problem, dass das Bild etwas verrauscht ist. Kann das auf schlechte Schirmung der Kabel hindeuten oder sonstigen evtl. Beschädigungen (die Installation ist 17 Jahre alt)?
Rauschen ist immer ein Zeichen von zu niedrigem Pegel oder einem schlechtem C/N-Verhältnis.
Zitat:
Zitat von Danne86 Beitrag anzeigen
Kann ich irgendwie erkennen ob ein Splitter bzw. Verteiler den Unicable Anforderungen genügt, oder sollte ich zu einem LNB greifen, bei der Splitter bereits mitgeliefert wird?
Die müssen nur diodenentkoppelt sein.
Zitat:
Zitat von Danne86 Beitrag anzeigen
Noch eine Frage: Welcher einfach gehaltene Receiver ist für Unicable geeignet? Ich habe mir schon den "Digitalbox IMPERIAL DB 2 basic" angesehen, der bereits für ca. 30 Euro zu haben ist.
Ich habe erst wieder dieser Tage in einem Hotel den Unterschied zwischen meinem favorisierten Receiverfabrikat TechniSat und einem TELESTAR SR 25 CI (Mit HDMI-Anschluss!) erleben müssen, der von der gleichen Bandstraße kommt aber abgespeckt wurde. Der TechniSat hochgradig komfortabel, der TELESTAR bekam 2008 das letzte Upgrade für Software + Programmliste, die Sortierung nach einem Suchlauf war eine zeitaufwändige Qual.

Bei Elektrogeräten der weißen Ware schaut jeder zuerst mal auf die Energie-Effizienzklasse. Bei Receivern greifen die Leute mit Begeisterung zu den billigsten Exemplaren, ohne sich auszurechnen wie schnell der Preisvorteil durch Strommehrverbrauch verloren gehen kann oder wie viele Stunden man man zusätzlich bei den häufigen Senderwechseln am Gerät unnötig zubringt.

Mit einem Receiver in der Preisklasse tut man sich selbst garantiert keinen Gefallen!
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Alt 31.05.2010, 19:22   # 5
Danne86
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Zitat:
Zitat von Dipol Beitrag anzeigen
Das Netz muss komplett gleichspannungstauglich sein. Die Kabel selbst sollten möglichst B-Class Schirmungsmaß haben und somit doppelt geschirmt sein. 60 Ohm-Uraltkabel sind weder für BK- noch Sat.-Einspeisung normgerecht. Siehe SchuTZEV.
Ok, habe ich irgendwelche Möglichkeiten, dass im Voraus zu testen? Auf den Kabeln kann ich leider keine Spezifikationen entdecken.

Zitat:
Zitat von Dipol Beitrag anzeigen
Rauschen ist immer ein Zeichen von zu niedrigem Pegel oder einem schlechtem C/N-Verhältnis.
Also ziemlich schlecht für mein Vorhaben, oder? Was kann ich tun um das zu verbessern. Das komische ist, dass das Fernsehbild die ersten Jahre nahezu ohne Störungen war und erst später das Rauschen und Störungen hinzukamen.

Zitat:
Zitat von Dipol Beitrag anzeigen
Mit einem Receiver in der Preisklasse tut man sich selbst garantiert keinen Gefallen!
Ok, ich muss mich da erstmal noch schlau machen. Der von mir genannte Receiver hat eigentlich nur positve Bewertungen, bei Amazon zB. und auch von einer Testzeitschrift ein "gut" bekommen. Von daher gehe ich mal davon aus, dass das Gerät was taugt. Ob das Gerät wirklich Unicable tauglich ist, kannst du mir aber auch nicht sagen, oder? Wenn ich dazu nichts in der Bedienungsanleitung finde, ist es schon komisch. Man sollte doch diese IDs bzw. Frequenzen von Unicable irgendwie auch im Receiver anpassen können, oder?

Ansonsten nochmal danke für die Hilfe. Dadurch bleibt mir nachher viel Ärger erspart hoffe ich.
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Alt 31.05.2010, 20:32   # 6
King W.
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Wirf mal einen Blick auf den Smart MX 04 L plus. Der ist unicable-tauglich, hat einen HDMI-Anschluß für Flachfernseher und überzeugt durch einfache Bedienung und ein sehr gutes Bild. Ein sparsames Schaltnetzteil hat er auch.

Über die Firma Smart und ihre Schaltungen haben wir uns hier schon köstlich amüsiert, aber die Receiver kann man kaufen. In der Preisklasse deutlich unter 100€ ist kaum etwas besseres zu finden. Klar - mit einem TechniSat HD S2 kannst du den Smart nicht vergleichen, mit einem Vantage 8000 S auch nicht, die kosten aber auch mehr als das fünffache.
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Alt 31.05.2010, 21:06   # 7
Danne86
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Cool danke für den Vorschlag. Ich habe dann auch noch 2 Receiver gefunden: Den Micro Digital M60 und den Megasat 4100 HDMI. Mal schauen welcher es dann wird.

Noch etwas: Ich habe gerade nochmal das (bzw. die, sind ja 2) TV Kabel untersucht, welches im Haus verlegt ist. Es handelt sich höchstwahrscheinlich (so zumindest das Kabel was im Erdgeschoss aus der Wand schaut und nach oben in die 1. Etage geht) um ein "WISI MK 86". In einem anderen Forum habe ich folgendes gefunden (Daten aus einem alten Katalog von Wisi):

(Dämpfung in dB per 100m bei 50 Mhz und 500 Hz)

MK 86 / 12,5 / 18,8
MK 90 / 4,7 / 13,7

Wie steht es mit diesen Werten? Eher ein schlechter Wert, oder?

Ob das Kabel gleichspannungstauglich ist konnte ich aber nicht in Erfahrung bringen.
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Alt 31.05.2010, 21:40   # 8
Dipol
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Zitat:
Zitat von Danne86 Beitrag anzeigen
Noch etwas: Ich habe gerade nochmal das (bzw. die, sind ja 2) TV Kabel untersucht, welches im Haus verlegt ist. Es handelt sich höchstwahrscheinlich (so zumindest das Kabel was im Erdgeschoss aus der Wand schaut und nach oben in die 1. Etage geht) um ein "WISI MK 86". In einem anderen Forum habe ich folgendes gefunden (Daten aus einem alten Katalog von Wisi):

(Dämpfung in dB per 100m bei 50 Mhz und 500 Hz)

MK 86 / 12,5 / 18,8
MK 90 / 4,7 / 13,7

Wie steht es mit diesen Werten? Eher ein schlechter Wert, oder?
Schlecht aber nicht aussichtslos. Das ergibt in der oberen Sat.-ZF etwa 10 dB mehr Dämpfung als mit einem geschäumten Satelliten-Kabel. Als das Kabel produziert wurde hat natürlich noch niemand geahnt, dass darüber mal Frequenzen bei 2 GHz übertragen werden sollen.
Zitat:
Zitat von Danne86 Beitrag anzeigen
Ob das Kabel gleichspannungstauglich ist konnte ich aber nicht in Erfahrung bringen.
Poste mal bitte den Link zum Katalog. Der Gleichspannungswiderstand dürfte kein Problem werden. Zum Glück ist auch das Schirmungsmaß bei UniCable-Einspeisung weniger kritisch als bei Sat.-Blockeinspeisung. Die UniCable-Einspeisung ist nach NB 30 bzw. SchuTZEV eine Ordnungswidrigkeit, aber bezüglich der Störemissionen weniger kritisch als die BK-Nutzung!
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Alt 31.05.2010, 23:41   # 9
Danne86
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Zitat:
Zitat von Dipol Beitrag anzeigen
Schlecht aber nicht aussichtslos. Das ergibt in der oberen Sat.-ZF etwa 10 dB mehr Dämpfung als mit einem geschäumten Satelliten-Kabel. Als das Kabel produziert wurde hat natürlich noch niemand geahnt, dass darüber mal Frequenzen bei 2 GHz übertragen werden sollen.
Poste mal bitte den Link zum Katalog. Der Gleichspannungswiderstand dürfte kein Problem werden. Zum Glück ist auch das Schirmungsmaß bei UniCable-Einspeisung weniger kritisch als bei Sat.-Blockeinspeisung. Die UniCable-Einspeisung ist nach NB 30 bzw. SchuTZEV eine Ordnungswidrigkeit, aber bezüglich der Störemissionen weniger kritisch als die BK-Nutzung!
Damit kann ich leider nicht dienen. Ich beziehe mich nur auf einen Foreneintrag aus einem anderen Forum. Dieser Katalog existiert wohl nicht mehr, ich finde auch keine Infos zum Kabel auf der Homepage des Herstellers. Das Kabel soll demnach wohl auch 75 Ohm haben.

Meinst du denn es besteht eine Chance, dass der Pegel ausreicht (auch in Bezug darauf, dass es jetzt auch schon mit bei analogen Kabel teilweise etwas verrauscht ist)? Könnte notfalls ein Inline Verstärker helfen, den ich vermutlich dann zwischen LNB und Splitter anschließen muss?

Was meint die SchuTZEV? Ist es generell eine Ordnungswidrigkeit eine Unicable Anlage zu betreiben, oder nur mit eigentlich nicht geeigneten bzw. zu wenig abgeschirmten Kabeln?
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Alt 01.06.2010, 08:44   # 10
Dipol
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Zitat:
Zitat von Danne86 Beitrag anzeigen
Das Kabel soll demnach wohl auch 75 Ohm haben.
Dann würde immerhin die Impedanz stimmen und es sollte mit einer Folie doppelt geschirmt sein. Das ist an den Steckern nachprüfbar.
Zitat:
Zitat von Danne86 Beitrag anzeigen
Meinst du denn es besteht eine Chance, dass der Pegel ausreicht (auch in Bezug darauf, dass es jetzt auch schon mit bei analogen Kabel teilweise etwas verrauscht ist)? Könnte notfalls ein Inline Verstärker helfen, den ich vermutlich dann zwischen LNB und Splitter anschließen muss?
Bei einem WISI-Kabel glaube ich nicht, dass das Rauschen von einer alterungsbedingten explosiven Zunahme der Kabeldämpfung verursacht wird. Eher schon von einem Defekt in der Netzebene 3 vor dem HÜP oder dem Hausanschlussverstärker. Das kann aber nur ein örtlicher Antennenprofi mit seinem Messgerät vor Ort feststellen und die Dämpfung in der Sat.ZF kalkulieren. Leider habe ich das MK 86 nicht in meinen Basisdatensammlung, bei meiner Dämpfungsprognose von > 40 dB bei 2 GHz habe ich mich an den 18,8 dB bei 500 MHz orientiert, die 12,5 dB bei 50 MHz sind m. E. völlig überhöht.

Ansonsten hilft nur try an error. Bei der Inline-Verstärkung würde ich eher 10 statt 20 dB projektieren, auch hier ist das Störstrahlrisiko und evtl. eine Übersteuerung einzukalkulieren.
Zitat:
Zitat von Danne86 Beitrag anzeigen
Was meint die SchuTZEV? Ist es generell eine Ordnungswidrigkeit eine Unicable Anlage zu betreiben, oder nur mit eigentlich nicht geeigneten bzw. zu wenig abgeschirmten Kabeln?
Das ist ein reines EMV-Poblem. Die Anlagensignale dürfen nicht in die Nachbarschaft abgestrahlt werden. Bei ungenügend geschirmten Anlagen ist das Risiko einer Stilllegungsverfügung durch den Funkstörungsmessdienst der BuNeAg bei BK-Betrieb deutlich höher als bei Sat.-ZF-Betrieb oder gar mit UniCable. Die meisten Emissionen gehen übrigens von schlecht geschirmten Anschlusskabeln aus.
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Alt 01.06.2010, 18:12   # 11
Danne86
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Hallo,

Danke für deine Hilfe!

Ich habe mir das Kabel nochmal etwas genauer angeschaut. Der Innenleiter ist aus Kupfer und dürfte mindestens 1mm stark sein. Die Schirmung besteht einerseits aus einer Alu-ähnlichen Folie als auch aus einem feinen Drahtgeflecht. Ich denke mal das Kabel wird also 2-fach geschirmt sein, oder? Um den Kupferleiter ist dann noch eine weiße Substanz, die ich nicht genauer definieren kann. Ich vermute mal es handelt sich um eine Art Zugentlastung?

Was kann passieren, wenn das Signal durch einen Verstärker übersteuert wird? Merke ich das an der Bildqualität oder wird dadurch der Receiver etc. beschädigt ohne das ich aktiv etwas bemerke?

Grüße,
Daniel
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Alt 01.06.2010, 20:20   # 12
Dipol
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Zitat:
Zitat von Danne86 Beitrag anzeigen
Die Schirmung besteht einerseits aus einer Alu-ähnlichen Folie als auch aus einem feinen Drahtgeflecht. Ich denke mal das Kabel wird also 2-fach geschirmt sein, oder?
So ist es.
Zitat:
Zitat von Danne86 Beitrag anzeigen
Was kann passieren, wenn das Signal durch einen Verstärker übersteuert wird? Merke ich das an der Bildqualität oder wird dadurch der Receiver etc. beschädigt ohne das ich aktiv etwas bemerke?
Digital gibt es nur zwei Zustände: Funzt oder funzt nicht. Der Receiver macht bei Überpegel > 77 dB(µV) irgendwann dicht. Für den Tuner wird es aber erst über 100 dB(µV) kritisch. Vorher machen sich schon mal Artefakte, Klötzchen in den Bildern oder auch totaler Empfangsausfall mit eingefrorenen Bildern bemerkbar.
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Alt 01.06.2010, 20:32   # 13
King W.
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Auf gut Deutsch: das Kabel ist diesem hier recht ähnlich. Dabei handelt es sich um Antennenkabel neuester Produktion. Es überrascht mich jetzt, daß Wisi vor so langer Zeit schon solch ein Kabel hergestellt hat. Da dürfte auch die Dämpfung niedriger sein - es sei denn, das Kabel ist dünner als 6,3 mm.

Ich denke, mit dem Kabel hast du eine gute Chance, auch ohne Verstärker.
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Alt 01.06.2010, 22:02   # 14
Danne86
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Das Kabel sieht praktisch identisch aus.

Angenommen ich bräuchte einen Verstärker... Muss ich hier etwas spezielles beachten? Ich bin etwas verunsichert durch ein Internet Angebot eines Händler, der einen Inline Verstärker für 41 Euro anbietet und dazu schreibt, dass dieser speziell für Unicable geeignet wäre.

Die Eigenschaften wie sie der Händler angibt sind:

Verstärkung 18-24dB (könnte zuviel sein für meinen Bedarf)
Entzerrung 6dB
mit Dämpfungsregker
Frequenzbereich 47-2200MHz
Spannungsdurchlass
SCR Rückkanal-tauglich
Anschlüsse beidseits F-Kupplung
Stromaufnahme max 70mA

Bei anderen Händlern habe ich aber ähnliche Verstärker, allerdings ohne den Hinweis "SCR Rückkanal-tauglich" für die Hälfte des Preises gefunden. Ist das wichtig für einen Verstärker?
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Alt 01.06.2010, 23:23   # 15
King W.
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Die Kombination Unicable-LNB + Inline-Verstärker habe ich bislang noch nicht ausprobiert. Normalerweise muß ein Inline-Verstärker sowohl die Betriebsspannung wie auch die 22 kHz (z.B. um ein Single-LNB ins Hochband zu schalten), durchlassen. Damit sollte auch einem Transport der Unicable-Schaltbefehle nichts im Wege stehen.

Ich denke, du wirst keinen Verstärker brauchen und wenn doch, dann sicher keinen für über 40€. Da will sich wohl jemand eine goldene Nase verdienen. Mit einem solchen Verstärker + Unicable-LNB bist du auch preislich nicht mehr allzu weit von einem Router entfernt - und das wäre dann sicher die bessere Lösung.

Einfach die ganze Sache sauber aufbauen und den Receivern, die am weitesten entfernt sind, die niedrigeren Frequenzen zuordnen. Das wird dann schon passen.
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Alt 02.06.2010, 00:12   # 16
Danne86
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Zitat:
Zitat von King W. Beitrag anzeigen
...den Receivern, die am weitesten entfernt sind, die niedrigeren Frequenzen zuordnen.
Das ist auch ein guter Tip. Dankesehr!

Ich werde die Anlage dann die Tage bestellen und dann über Erfolg oder Misserfolg berichten.

Die Receiver werden höchstwahrscheinlich 4 x Smart MX04 L+ und 1 x Comag SL90 HD (für den DVB-S2 Betrieb und ARD/ZDF/ARTE HD).

Als LNB wollte ich ein Dur-Line Uk101 nehmen für 60 Euro und als Spiegel einen Triax TDA88 (85cm aus Alu).

Das LNB hat folgende Eigenschaften:
tandard Feed-Aufnahme 40mm (mit zusätzlich erhältlichem Adapter auch auf Kathrein/Astro,Hirschmann oder Technisat-Spiegel montierbar)
geringer Stromverbrauch
hohe Frequenzstabilität
sehr hohe Entkopplung
Verstärkung Legacy Ausgang: typ. 55dB
Verstärkung SCR Ausgang: typ. 65dB
Ausgangsfrequenzen SCR: 1210, 1420, 1680 und 2040MHz
Ausgangsfrequenz Legacy Ausgang: 950-2150MHz, 14/18Volt,22kHz

Ich hoffe das wird damit klappen. Wenn ihr noch Tips vor dem Kauf habt, teilt sie mir gerne mit.
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Alt 02.06.2010, 00:33   # 17
King W.
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Ich kann nichts Böses entdecken. Ich denke, das wird schon funktionieren.

Schreib mal zurück, wenn du es installiert hast, ob es so funktioniert, wie es soll.

Einen kleinen Tip hätte ich noch, den aber per PN.
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Alt 08.06.2010, 12:47   # 18
Danne86
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Hallo zusammen,

gestern habe ich folgendes bestellt:

Gibertini 85cm Alu Schüssel: 45 Euro
Unicable LNB: Durline UK101: 63 Euro
Wandhalterung aus Stahl: 9 Euro

100m Edision Koaxkabel 2-fach geschirmt 110db: 23 Euro
25 F-Kompressionsstecker (inkl. Reserve): je 50 Cent
Crimp Zange FWQ2L bei Ebay ersteigert: 10 Euro
Axing 2-fach Sat Verteiler: 4 Euro

4 Axing Durchgangsdosen: je 6,80 Euro
4 Abschlußwiderstände DC entkoppelt (inkl. Reserve): je 50 Cent

3 Receiver Smart MX04L: je 40 Euro
2 Receiver Smart MX04HDCA: je 90 Euro

Die Teile sollten die nächsten Tage eintreffen und dann werde ich das ganze evtl. am Freitag oder am Wochenende installieren und berichten.

P.S. Stimmt mit der Forensoftware etwas nicht? Meinen Beitrag habe ich um 12:47 Uhr erstellt, angezeigt wird bei mir 10:47 Uhr.
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Alt 08.06.2010, 13:01   # 19
Dipol
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Zitat:
Zitat von Danne86 Beitrag anzeigen
Crimp Zange FWQ2L bei Ebay ersteigert: 10 Euro
Eine Crimpzange wäre nicht für Kompressionsstecker zu verwenden, mit dieser Kompressionszange passt es aber schon.
Zitat:
Zitat von Danne86 Beitrag anzeigen
P.S. Stimmt mit der Forensoftware etwas nicht? Meinen Beitrag habe ich um 12:47 Uhr erstellt, angezeigt wird bei mir 10:47 Uhr.
Schau dir mal deine Zeitangabe bei den Profileinstellungen an.
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Alt 09.06.2010, 19:00   # 20
Danne86
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Hallo,

habe nochmal eine Frage, ich hoffe es ist kein Problem diese auch in diesem Thema zu posten.

Heute sind die Kompressionsstecker geliefert worden. Nach studieren einiger Anleitungen im Internet bin ich mir relativ sicher, wie ich den Stecker am Kabel montieren kann. Eine Unklarheit bleibt aber: In allen Anleitungen lese ich, dass das Dielektrikum etwa 6,5mm lang bleiben soll, der Innenleiter danach etwa genauso lang. (etwa hier: http://www.produktinfo.conrad.com/da...TECKER_SET.pdf)

Die innere Aufnahme im Stecker, also der "Kanal" in den das Dielektrikum geschoben werden soll, ist aber gemessen 1,5cm lang. Habe ich einen Stecker gekauft, bei dem das Dielektrikum 1,5cm lang sein muss, oder habe ich da etwas falsch verstanden. Hinter dem 6,5mm langem Dielektrikum folgt ja noch die Isolierung mit dem abgeknickten Geflecht. Der Kanal ist aber nur ca. 5mm breit, somit kann dieser ja nicht für das 7mm breite Kabel vorgesehen sein.

Ich hoffe es ist klar, was ich meine, ansonsten schaut doch nochmal bitte zur Verdeutlichung auf die Bilder, die ich vom Stecker gemacht habe.

Danke für eure Hilfe!

Grüße,
Daniel
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Alt 28.05.2012, 11:58 # --
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