Suche Rat für kleine Unicable Lösung für EF-Haus

Alt 27.05.2010, 12:39   # 1
Celebrimbor
 
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Hallo zusammen,

auch bei mir steht ein Umbau von Kabel auf SAT-Empfang an, um unser Einfamilienhäuschen in eine Unitymedia-freie Zone zu verwandeln.

Ich habe zwar schon eine Menge aus dem Mitlesen diverser Umbauvorhaben gelernt, könnte jedoch bei der Auswahl der Komponenten für den Umbau noch etwas Hilfe gebrauchen...
Grundsätzlich kommt aus bei uns wohl nur eine Unicable Lösung in Betracht, da die Neuverlegung in unserem alten Häuschen viel zu aufwändig wäre. Die technischen Einschränkungen, wie die begrenzte Anzahl und die Kompatibilität der SAT-Receiver sind mir bekannt.

Ich habe mal drei Bilder angehängt die den aktuellen Stand und meine Planung etwas verdeutlichen sollen...

Meine Fragen im einzelnen:
- Wäre in meinem Fall die einfache Lösung mit Unicable-LNB sinnvoll oder ist die teurere Variante mit Multischalter/SCR vorzuziehen?
- Welche Alternativen zu den von mir ausgewählen Komponenten gibt es noch (LNB/Verstärker bzw. LNB/SCR)?
- Ist die Signalführung im Wohnzimmer (Durchgangsdose und dann weiter nach oben ins Schlafzimmer) so sinnvoll, oder benutzt man besser einen 2fach Verteiler und hat dann jeweils im Schlaf- und Wohnzimmer eine Enddose?

Für Ratschläge wäre ich wirklich dankbar.
Angehängte Grafiken
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Alt 28.05.2010, 23:49   # 2
Dipol
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Hallo Celebrimbor, herzlich Willkommen im Forum!

Zitat:
Zitat von Celebrimbor Beitrag anzeigen
Meine Fragen im einzelnen:
- Wäre in meinem Fall die einfache Lösung mit Unicable-LNB sinnvoll oder ist die teurere Variante mit Multischalter/SCR vorzuziehen?
- Welche Alternativen zu den von mir ausgewählen Komponenten gibt es noch (LNB/Verstärker bzw. LNB/SCR)?
- Ist die Signalführung im Wohnzimmer (Durchgangsdose und dann weiter nach oben ins Schlafzimmer) so sinnvoll, oder benutzt man besser einen 2fach Verteiler und hat dann jeweils im Schlaf- und Wohnzimmer eine Enddose?
  • Die Reihenschaltung von drei UniCable-Durchgangssteckdosen -wovon die letzte intern (= echte Enddose) oder extern mit einem kapazitiv getrennten Abschlusswiderstand terminiert sein muss- ist technisch einwandfrei. Keinesfalls darf bei einer Reihenschaltung als letzte Dose eine Stichdose eingebaut sein. VORSICHT: Manche Anbieter bezeichnen Stichdosen fälschlich als Enddosen!!!
  • Bei der Variante mit dem Zweifachverteiler und Stichdosen wird die nach Norm vorgeschriebene Entkopplungweit weit verfehlt.
  • Der Ausgangspegel des MTI-Einkabel-LNB von Durasat reicht für drei Durchgangssteckdosen vermutlich auch bei ungeschäumten Kabeln höherer Dämpfung aus.
  • Mit Quattro-LNB und der AXING-Matrix stehen 6 statt 4 Routerkanäle zur Verfügung. Allerdings reicht die SES 556-09 anstatt der SES 56-09 völlig aus, die 13 dB Stammleitungsverstärkung sind nur zur Versorgung einer weit entfernten Matrix sinnvoll.
  • Der Nachverstärker (= OEM DCT-DELTA) ist nur bei extrem langen Kabeln sinnvoll und verursacht bei normalen Leitungslängen Überpegel und Übersteuerungen.
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Alt 30.05.2010, 14:20   # 3
Celebrimbor
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Hallo Dipol,

vielen Dank für deine Hilfe! Deine Anmerkungen haben mir schon einmal sehr geholfen...

Den von dir vorgeschlagenen SES 556-09 hatte ich bisher nicht auf dem Radar, da ich vermutete das er nur als Erweiterungsbaustein gedacht ist.
Ich hätte dazu auch noch eine Verständnisfrage:
Bedeutet der im SES 556-09 eingebaute AGC eigentlich das bei unterschiedlich guten Empfangsverhältnissen (Signalspannungen des Quattro-LNBs) immer ein gleich bleibendes Signal am Kabel zu den SAT-Receivern vorhandes ist?
Das wäre dann ja schon ein Argument für die AXING Lösung. Der Preisunterschied wäre allerdings auch ca. 100EUR (ALPS-LNB/Axing SCR gegenüber Durasat Unicable-LNB).

Hättest du, aus deiner Erfahrung, noch Vorschläge für Komponenten anderer Hersteller?
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Alt 31.05.2010, 11:22   # 4
Dipol
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Zitat:
Zitat von Celebrimbor Beitrag anzeigen
Den von dir vorgeschlagenen SES 556-09 hatte ich bisher nicht auf dem Radar, da ich vermutete das er nur als Erweiterungsbaustein gedacht ist.
Umgekehrt, beide AXING-Matritzen haben den gleichen Router-Konstantpegel von 88 dB(µV). Die 13 dB Stammleitungsverstärkung werden nur zur Versorgung einer Matrix nach langer Zuleitung gebraucht. Bei direkt verbundenen Matritzen darf der LNB-Eingangspegel an der ersten kaskadenstufe maximal 77 dB(µV) betragen, damit die zweite Matrix nicht übersteuert wird.
Zitat:
Zitat von Celebrimbor Beitrag anzeigen
Bedeutet der im SES 556-09 eingebaute AGC eigentlich das bei unterschiedlich guten Empfangsverhältnissen (Signalspannungen des Quattro-LNBs) immer ein gleich bleibendes Signal am Kabel zu den SAT-Receivern vorhandes ist?
Alle Matritzen mit dem ENTROPIC-Chip verfügen über eine Eingangspegel-Summenregelung + ausgangsseitige Router-Konstantpegel-Regelung. So lange das Eingangspegelfenster (zumeist 60 bis 90 dB(µV)) eingehalten wird, ist immer der Konstant-Ausgangspegel gegeben. Diese Matritzen gleichen somit die Dämpfung langer Zuleitungen oder dünnerer Kabel weitgehend aus und sind bei Positionierung der Matrix im UG besonders prädestiniert.
Zitat:
Zitat von Celebrimbor Beitrag anzeigen
Das wäre dann ja schon ein Argument für die AXING Lösung. Der Preisunterschied wäre allerdings auch ca. 100EUR (ALPS-LNB/Axing SCR gegenüber Durasat Unicable-LNB).

Hättest du, aus deiner Erfahrung, noch Vorschläge für Komponenten anderer Hersteller?
Der ENTROPIC-Chip steckt auch in den Matritzen von INVERTO, JULTEC (OEM auch Durasat), PREISNER, SPAUN, WISI drin. Für die 100,00 Euro Preisdifferenz gibt es aber auch gegenüber dem MTI-LNB von Dura zwei Routerkanäle mehr.

Bei INVERTO gibt es mehrere Datenblätter, da ist bis heute die Höhe des Konstantausgangspegels fraglich. Die JULTEC-Matritzen können auf jedem Ausgang alternativ im Legacy-Modus auch wie ein normaler Multischalterausgang genutzt werden. Die neue SPAUN-Matrix kann als 3 x 3 mit 82 dB(µV) oder 1 x 8 Router mit 90 dB(µV) Ausgangspegel genutzt werden.
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Alt 31.05.2010, 20:49   # 5
King W.
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Ich habe auf der Anga-Cable bei Inverto nachgefragt und mich dort mit jemandem unterhalten, der offensichtlich etwas von den Produkten verstand. Er versicherte mir, daß der Inverto-Router eingangsseitig geregelt sei (es war von 65 - 90 dB die Rede) und ausgangsseitig konstant 85 dB liefere.

Ich habe keinen Grund, das nicht zu glauben, werde aber sobald wie möglich mal einen verbauen und nachmessen. 85 dB würden übrigens für dein Vorhaben prima passen. Als Dosen kannst du am besten ausschließlich Durchgangsdosen mit 10 dB Auskoppeldämpfung verwenden, z.B. diese hier. In jede Dose, die nur an ein Kabel angeschlossen wird, kommt solch ein Widerstand.

Damit ist deine Anlage jedenfalls HF-technisch in Ordnung.
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Es gibt keine großen Entdeckungen und Fortschritte, solange es noch ein unglückliches Kind auf Erden gibt.
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Alt 31.05.2010, 22:39   # 6
Dipol
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Zitat:
Zitat von King W. Beitrag anzeigen
Ich habe auf der Anga-Cable bei Inverto nachgefragt und mich dort mit jemandem unterhalten, der offensichtlich etwas von den Produkten verstand. Er versicherte mir, daß der Inverto-Router eingangsseitig geregelt sei (es war von 65 - 90 dB die Rede) und ausgangsseitig konstant 85 dB liefere.
Das war dann sicherlich Herr Daniel Roche, seines Zeichens "Manager Customer Service" und nach eigener Aussage Entwickler der UniCable-Matrix. Die 85 dB passen durchaus zum ENTROPIC-Chip, ganz im Gegensatz zu widersprüchlichen Datenblattangaben mal mit 10 dB Dämpfung und dann wiederum mit 10...20 dB Verstärkung. Bei einer geregelten Matrix mit Konstantausgangspegel sind aber beide Angaben purer Quatsch. Die 10...20 dB wurden aber von einem INVERTO-Angehörigen der sich in zwei Foren als Moderator unter dem Nick Joeben betätigt und ebenfalls auf der ANGA anwesend war bis zuletzt gebetsmühlenartig verteidigt.

Auch im Flyer der neueren Matrix IDLP-USS2OO-CUO1O-8PP für zwei Satelliten steht:

Conversion gain: Unicable output: +10 to +20 dB


Auch hier keine Silbe von geregelt oder Konstantausgangspegel. Und bislang habe ich noch kein Datenblatt gesehen, in welchem dieser Nonsens korrigiert worden wäre.
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Alt 01.06.2010, 00:14   # 7
King W.
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Zitat:
Zitat von Dipol Beitrag anzeigen
Das war dann sicherlich Herr Daniel Roche
Möglich. Den Namen konnte ich wegen der allgemeinen Geräuschkulisse nicht genau verstehen.
Mein erster Gesprächspartner war Andreas Walder. Der konnte meine Frage nach dem Pegel aber nicht beantworten und hat Hilfe geholt. Der Mann, der dann hinzukam, schien technisch sehr versiert zu sein. Er beantwortete meine Fragen leicht und präzise und sein ganzer Auftritt ließ zu keinem Zeitpunkt einen Zweifel an seiner Kompetenz zu.

Wenn er mich beschwindelt hat, dann jedenfalls verdammt gut - aber daran glaube ich nicht.

Wie dem auch sei: Bei meiner nächsten Unicable-Anlage kommt ein Inverto-Router zum Einsatz. Und dann wird erst einmal gemessen.
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Alt 01.06.2010, 12:29   # 8
Celebrimbor
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Hallo Dipol & King W.,

nochmals vielen Dank für die Erläuterungen und Tipps. Ich kann nicht unbedingt sagen das ich da die technischen Einzelheiten wirklich kapiert habe , glaube aber zu erkennen das mir die Kombination von Quattro-LNB und SCR, für meinen Einsatzfall, keine wirklichen Vorteile bringen.
Ich habe mir gedacht, ich baue mir erstmal die Anlage mit dem DUR-line LNB zusammen und wenn ich dann feststelle das ich am äussersten Ende (Schlafzimmer, siehe Bildchen) Probleme mit dem Signalpegel bekomme, kann ich ja immer noch einen Verstärker einsetzen. Oder ist das von mir zu naiv gedacht? Wäre der Verstärker von DUR-line in diesem Fall dann die richtige Wahl?

p.s.
King W.: Danke auch für die Links zu den Komponenten. Passt gerade sehr gut. Ich bin eh im Moment dabei mir eine Einkaufsliste bei SEH zusammen zu stellen.
Leider taucht der DUR-Line UK101 nicht auf der Shop-Seite auf... Da gibt es nur einen Inverto (IDLB-QUDL41 UNI2L-OP). Ist der vergleichbar zu dem DUR-line LNB (abgesehen von den zwei Standard/Legacy Leitungen, die ich nicht wirklich benötige).

p.p.s.
Super Forum hier, übrigens. Macht wirklich Spass!
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Alt 01.06.2010, 16:59   # 9
King W.
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Ja, die LNB's sind vergleichbar. Das angegebene LNB habe ich zwar bislang noch nicht verbaut, aber schon andere Komponenten von Inverto. Bislang hat immer alles funktioniert. Bedenken, dieses LNB zu nehmen, hätte ich jedenfalls nicht - im Gegenteil: Einen Legacy-Ausgang könntest du doch sehr gut nutzen, indem du 2 Kabel vom LNB bis zum Esszimmer ziehst. Ist doch ein Abwasch, wenn du ohnehin dabei bist.

An ein Kabel (den Legacy-Anschluß) kommt der Esszimmerreceiver, das andere Kabel wird mit einer Kupplung bis ins Wohnzimmer verlängert. Dort schließt du eine Durchgangsdose an. Der Ausgang dieser Dose führt weiter ins Schlafzimmer. Dort sitzt abermals eine Durchgangsdose, die jedoch mit einem Abschlußwiderstand zur Enddose wird.

Insgesamt hast du dann höhere Pegel im Wohn- und Schlafzimmer und brauchst sicher keinen Verstärker. Da insgesamt 4 SCR-Kanäle zur Verfügung stehen, besteht sogar die Möglichkeit, sowohl im Wohn- wie auch im Schlafzimmer bei Bedarf einen Twin-Receiver zu betreiben.
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Alt 02.06.2010, 18:46   # 10
Celebrimbor
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Hallo,

Zitat:
Zitat von King W. Beitrag anzeigen
...
Insgesamt hast du dann höhere Pegel im Wohn- und Schlafzimmer und brauchst sicher keinen Verstärker. Da insgesamt 4 SCR-Kanäle zur Verfügung stehen, besteht sogar die Möglichkeit, sowohl im Wohn- wie auch im Schlafzimmer bei Bedarf einen Twin-Receiver zu betreiben.
Jo. Das ist wirklich mal 'ne gute Idee!
Ich denke so werde ich das machen. Technisch habe ich, jetzt glaube ich, alle Informationen zusammen. Ein paar Einzelheiten (Anbringung der Schüssel) muss ich mir noch genauer ansehen. Danke auf jeden Fall für den Input!

Auf ins (hoffentlich sonnige) lange Wochenende!

Gruss
Celebrimbor
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Alt 28.05.2012, 11:56 # --
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