SAT Dosenverwirrung

Alt 27.05.2010, 00:04   # 1
gose
 
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Hallo zusammen,

ich bräuchte mal euren Rat! Vielen Dank schonmal für eure Mühe.

Ich bin dabei unseren Speicher auszubauen und bin mittlerweile soweit, dass ich die Unterputzdosen setzen kann.
Habe einen Quad-LNB und einen dazu passenden Multiswitch (kein normales Multiswitch taugliches LNB da ich den Switch nachgerüstet habe).

Eine Leitung geht in die neu gezogene Trennwand, nur bin ich mir noch nicht im klaren wo der Fernseher stehen soll. Also habe ich vor 2 Dosen zu setzen um nachher zu entscheiden welche eigentlich nur genutzt werden soll.

Brauche ich jetzt eine Durchgangsdose mit DC-Durchgang oder ohne? (DC ist genau was?)

Und die zweite Dose die quasi das Ende ist muss eine Stich- oder Enddose sein? Dort ist momentan schon eine Dose drin, die da wäre die GUT300 von ASTRO, muss die raus? Falsch?

Hoffe das ist noch zu retten.

Schöne Grüße.
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Alt 27.05.2010, 08:15   # 2
Dipol
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Zitat:
Zitat von gose Beitrag anzeigen
Habe einen Quad-LNB und einen dazu passenden Multiswitch (kein normales Multiswitch taugliches LNB da ich den Switch nachgerüstet habe).
Soll heißen, dass der Multischalter quadtauglich ist?
Zitat:
Zitat von gose Beitrag anzeigen
Eine Leitung geht in die neu gezogene Trennwand, nur bin ich mir noch nicht im klaren wo der Fernseher stehen soll. Also habe ich vor 2 Dosen zu setzen um nachher zu entscheiden welche eigentlich nur genutzt werden soll.

Brauche ich jetzt eine Durchgangsdose mit DC-Durchgang oder ohne? (DC ist genau was?)
DC = Direct Current = Gleichstrom.
Zitat:
Zitat von gose Beitrag anzeigen
Und die zweite Dose die quasi das Ende ist muss eine Stich- oder Enddose sein? Dort ist momentan schon eine Dose drin, die da wäre die GUT300 von ASTRO, muss die raus? Falsch?
Diese Dose ist korrekt als Stich- oder Einzeldose zu bezeichnen, der Begriff Enddose ist hierfür nicht korrekt. Die ist auch an einer Multischalter-Sternleitung richtig, mit mehreren Steckdosen wird aber aus der Stern- oder Stich-Leitung eine Stammleitung.

Es gibt folgende Alternativen:
  • Mit zwei Durchgangssteckdosen mit mindestens 10 dB Auskoppeldämpfung, die letzte Dose wird mit einemkapazitiv getrennten Abschlusswiderstand terminiert. Entkopplung kostet leider Pegel, nur so ist die Verteilung bezüglich Entkopplung und Stehwellenvermeidung fach- und normgerecht.
  • Mit zwei Stichdosen die über einen Zweifachverteiler gespeist werden. Nach einem Verteiler gehört ebenfalls eine terminierte 10 dB Duchgangsdose eingesetzt. Das setzt aber ausreichende Pegelreserve voraus.
  • Reihenschaltung einer Durchgangsdose mit einer Stichdose. Diese Schaltung verursacht Stehwellen, die insbesondere an der ersten Steckdose durch Gegenphasigkeit Pegeleinbrüche verursachen können.
Bei Verteilung von BK- oder Hausantennen-Signalen werden Stichdosen nur nach einem Abzweiger gesetzt, die Entkopplung erfolgt normgerecht durch den Richtkoppler im Abzweiger. Bislang gibt es aber keine Abzweiger welche auf dem Stichausgang einen DC-Durchlass haben, weshalb man bei Satelliten-Betrieb auf Verteiler angewiesen ist.
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Alt 27.05.2010, 09:00   # 3
gose
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Hallo Dipol,

schonmal danke für deine schnelle Antwort!

Ja genau der ist quadtauglich.

Also wenn ich es richtig verstanden habe ist es das beste zwei Durchgangsdosen zu nehmen. Die este muss dann mit DC-Durchgang sein und die zweite muss terminiert werden.
Das heißt die Stichdose GUT300 muss raus.
Aber wie geht das mit dem terminieren? Heißt das einfach ohne DC-Durchgang? Das wäre ja zu einfach. Muss ich einen Abschlusswiederstand in die Wand mit einsetzen?
Also um es auf den Punkt zu bringen, wie mache ich das?

Schönen Gruß.
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Alt 27.05.2010, 09:37   # 4
gose
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Also mittlerweile glaube ich es verstanden zu haben.
Ich brauche also als erste Dose eine Durchgangsdose mit DC-Durchgang 10dB (oder besser mehr?) und dann eine Enddose die intergriert terminiert ist.
Da gibt es eine "Modem-Enddose von WISI und eine UniCable-Enddose von AXING", aber wo kann ich die kaufen? Finde die nirgens.
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Alt 28.05.2010, 16:05   # 5
elo22
 
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Zitat:
Zitat von gose
Also mittlerweile glaube ich es verstanden zu haben.
Da bin ich anderer Ansicht.
Zitat:
Zitat von gose
Ich brauche also als erste Dose eine Durchgangsdose mit DC-Durchgang 10dB
Du machst eine Neuinstallation und baust direkt murks ein? Warum nicht wie üblich Sternverteilung?

Lutz
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Alt 28.05.2010, 16:32   # 6
gose
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haha

ich glaube ich reiße jetzt die Wand nochmal auf anstatt zuviel zeit mit überlegen zu verschwenden.
Oder ich schließe ganz am ende der Bauzeit, wenn ich mir es überlegt habe an welcher Seite der Fernseher hin soll, einfach nur eine Stichdose an und die andere lege ich tot. Warum will ich es mir eig so schwer machen?
Danke dir.
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Alt 29.05.2010, 00:07   # 7
Dipol
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Zitat:
Zitat von gose Beitrag anzeigen
Das heißt die Stichdose GUT300 muss raus.
Richtig, ansonsten können sich Stehwellen bilden und der Empfang an der ersten Steckdose kann durch Stehwellen beeinträchtig werden.
Zitat:
Zitat von gose Beitrag anzeigen
Aber wie geht das mit dem terminieren? Heißt das einfach ohne DC-Durchgang? Das wäre ja zu einfach. Muss ich einen Abschlusswiederstand in die Wand mit einsetzen?
Nicht "in die Wand", aber an der letzten Steckdose auf Klemme des Ausgangskabels. Benötigt werden zwei Durchgangssteckdosen mit 10 dB Auskoppeldämpfung und DC-Durchgang, wei sie insbesondere -aber ohne Schutzschaltung- für UniCable erhältlich sind.
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Alt 29.05.2010, 07:49   # 8
King W.
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Nimm 2x diese Dose und einmal diesen Widerstand. Dann sollte es passen.

Weniger als 70 dBµV Ausgangspegel sollte eigentlich kein Multischalter haben. An der letzten Dose hast du dann 10 dB Auskoppeldämpfung, 3 dB Durchgangsdämpfung von der 1. Dose und ca. 1 dB Dämpfung für je 3m Kabel. Etwas geht noch an den Anschlüssen, Steckern und Schraubverbindungen verloren. Erfahrungsgemäß kannst du da noch einmal ca. 5 dB abziehen. 47 dB brauchst du.

Es ist zwar, wie Dipol richtig bemerkte, nicht normgerecht und es besteht die Gefahr von Stehwellen, aber du kannst bei zu geringem Pegel in deinem Fall dennoch eine Stichdose als letzte Dose anschließen. Benutzt du sie, ist es OK, benutzt du sie nicht, terminierst du sie einfach, indem du diesen DC-entkoppelten Widerstand aufschraubst.

Zu beachten ist lediglich, daß an dieser Dose dann immer entweder ein Receiver oder eben der Widerstand angeschlossen sein muß, um den korrekten Abschluß sicherzustellen und Stehwellen zu vermeiden. Achtung: Ein nicht entkoppelter Widerstand darf nicht verwendet werden, er würde zu Funktionsstörungen führen.
__________________
Es gibt keine großen Entdeckungen und Fortschritte, solange es noch ein unglückliches Kind auf Erden gibt.
Albert Einstein


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Alt 29.05.2010, 13:51   # 9
gose
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Okay, vielen Dank.
Jetzt habt ihr mir ausreichend beigebracht um das anzugehen!

Grüße, Simon.
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Alt 30.05.2010, 21:02   # 10
Dipol
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Zitat:
Zitat von King W. Beitrag anzeigen
Es ist zwar, wie Dipol richtig bemerkte, nicht normgerecht und es besteht die Gefahr von Stehwellen, aber du kannst bei zu geringem Pegel in deinem Fall dennoch eine Stichdose als letzte Dose anschließen. Benutzt du sie, ist es OK, benutzt du sie nicht, terminierst du sie einfach, indem du diesen DC-entkoppelten Widerstand aufschraubst.
Mit einer Durchgangsdose, die mit eindeutiger Kennzeichnung nur als Kabelverbinder genutzt wird habe ich keine nennenswerten Akzeptanzprobleme. Mit der pragmatischen Widerstandsterminierung auf dem Sat.-Anschluss aber schon:
  • Den ständigen Wechsel des Anschlusskabels mit einem Abschlusswiderstand wird sich nicht mal mit Quicksteckern jemand antun wollen. Bei reinem Sternleitungs-Wechselbetrieb wäre ein Zweifachverteiler + zwei Stichdosen deutlich komfortabler. Die Entkopplung ist bei Entweder-Oder-Betrieb belanglos, ebenso Stehwellen.
  • Wenn der Receiver an der Durchgangsdose in Betrieb ist und der andere abgeschaltet werden muss, kann man nicht garantieren, dass der Receiver noch als normgerechter 75 Ohm-Abschluss dient.
  • Durch die Filterung der Dreilochdosen wirkt die Terminierung eines aufgeschraubten Abschlusswiderstands nur in der Sat.-ZF. Wird somit auch UKW oder DVB-T eingespeist, ist die Terminierung auf dem Sat.-Ausgang für diese Frequenzen völlig wirkungslos und es können sich Stehwellen bilden.
Zitat:
Zitat von King W. Beitrag anzeigen
Achtung: Ein nicht entkoppelter Widerstand darf nicht verwendet werden, er würde zu Funktionsstörungen führen.
Der Widerstand würde ordentlich durchgebraten, evtl. aber auch die LNB-Spannung des Receivers geschrottet.
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Alt 30.05.2010, 22:27   # 11
King W.
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Zitat:
Zitat von Dipol Beitrag anzeigen
Mit einer Durchgangsdose, die mit eindeutiger Kennzeichnung nur als Kabelverbinder genutzt wird habe ich keine nennenswerten Akzeptanzprobleme. Mit der pragmatischen Widerstandsterminierung auf dem Sat.-Anschluss aber schon: [...]
Pragmatisch ist wohl richtig.
Ich habe auch ausdrücklich geschrieben: "in seinem Fall". So, wie gose schrieb, sollte die - wenn ich mal so sagen darf - pragmatische Konstruktion ihm die spätere Entscheidung erleichtern, wo er nach der Installation den Fernseher unterbringt. Es sollte also generell möglich sein, beide Dosen zu nutzen. Von einem dauernden an- und abschrauben war nie die Rede.

Wird der Fernseher an der Stichdose angeschlossen, ist alles in Butter, dann wirkt die Durchgangsdose tatsächlich nur wie ein Kabelverbinder. Damit habe ich auch kein Akzeptanzproblem (wenn man mal von den 2-3 dB Dämpfung absieht).

Was aber, wenn der Fernseher an die Durchgangsdose soll? Dann bekommt er dort erst einmal das Signal vom Multischalter, um ca. 10 dB gedämpft. Das wird höchstwahrscheinlich noch für einen einwandfreien Empfang reichen. Zudem kommen aber von der Stichdose Reflexionen und mithin stehende Wellen, die Pegeleinbrüche verursachen können. Genau das läßt sich durch den Widerstand vermeiden. Der wirkt dann (zumindest für den SAT-Bereich) ähnlich wie ein in die Durchgangsdose zwecks Terminierung eingebauter Widerstand. Das sollte, jedenfalls solange kein terrestrisches Signal in den Multischalter eingespeist wird, so funktionieren.
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Alt 28.05.2012, 11:56 # --
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