SAT-Rätsel im Einfamilienhaus?

Alt 17.05.2010, 21:55   # 1
Flymilano
 
Registriert seit: 17.05.2010
Beiträge: 3
Hallo,
da ich zwischenzeitlich einige Stunden vergebens auf der Suche nach einer Lösung bin, wende ich mich erstmal an ein Forum.

Ein Freund hat mich gebeten seine Fernseh - und Musikanlage nach einem Umzug anzuschließen. Soweit i.O., aber die SAT-Anlage in dem Haus stellt mich vor ein Rätsel:

Auf dem Dach ist eine "Schüssel" montiert, wovon ein Kabel in den Keller geführt ist. Dann führen mehrere Kaben in die jeweiligen Räume an die Antennensteckdosen. Ein entsprechender Verteiler fehlt?!
Als Antennensteckdosen sind Kathrein EDS 84 Sat verbaut.

Ich vermute mal, dass der Vormieter einen entsprechenden Sat-Verteiler selbst eingebaut hat und diesen beim Auszug auch mitgenommen hat?

Übergangsweise habe ich das Kabel von Dach kommend mit dem Kabel vom Wohnzimmer verbunden. Jedoch die o.g. Antennendose musste ich entfernen, da diese das Signal "geblockt" hat.

Ich weis nicht, wie ich das eine Signal von Dachboden kommend entsprechend verteilen kann!
Alles was ich bisher lesen konnte geht von vier Kabeln als Voersorgung von dem LBn aus.

Was bitte benötige "ich" für einen Verteiler und was mache ich mit den vorhandenen Antennendosen?
Ach ja, und alternativ sollte auch ein Radio Signal an die Stereo-Anlage angeschossen werden können.

Ich hoffe jemand aus dem Forum kann mir hier nützliche Informationen geben kann.


Herzlichen Dank im Voraus!
Gruß
Martin
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Alt 17.05.2010, 22:37   # 2
Dipol
Team SAT-Technik
 
Registriert seit: 19.03.2007
Beiträge: 4.147
Hallo Martin, herzlich Willkommen im Forum!

Zitat:
Zitat von Flymilano Beitrag anzeigen
Auf dem Dach ist eine "Schüssel" montiert, wovon ein Kabel in den Keller geführt ist. Dann führen mehrere Kaben in die jeweiligen Räume an die Antennensteckdosen. Ein entsprechender Verteiler fehlt?!
Evtl. fehlt der garnicht! Vielleicht hat den ein Fachmann nach schlechten Erfahrungen mit vorwitzigen Laien versteckt, die sich trotz blanker Ahnungslosigkeit nicht von Anlagenmanipulationen abhalten lassen?
Zitat:
Zitat von Flymilano Beitrag anzeigen
Ich vermute mal, dass der Vormieter einen entsprechenden Sat-Verteiler selbst eingebaut hat und diesen beim Auszug auch mitgenommen hat?
Dann müssten aber die Kabelenden irgenwo los herunter hängen.
Zitat:
Zitat von Flymilano Beitrag anzeigen
Übergangsweise habe ich das Kabel von Dach kommend mit dem Kabel vom Wohnzimmer verbunden. Jedoch die o.g. Antennendose musste ich entfernen, da diese das Signal "geblockt" hat.
Wenn du den LNB auf eine ESD 84 (nicht EDS) durchschaltest, muss der Receiver die Stromversorgung übernehmen. Die ESD 84 ist aber nur auf dem TV-Anschluss DC-tauglich, über die Radiobuchse kommt zwar auch hyperbreitbandig das gesamte Frequenzspektrum, aber kein DC durch.

Zitat:
Zitat von Flymilano Beitrag anzeigen
Ich weis nicht, wie ich das eine Signal von Dachboden kommend entsprechend verteilen kann!
Alles was ich bisher lesen konnte geht von vier Kabeln als Voersorgung von dem LBn aus.
Es sei denn, das ist ein Einkabelsystem.
Zitat:
Zitat von Flymilano Beitrag anzeigen
Was bitte benötige "ich" für einen Verteiler und was mache ich mit den vorhandenen Antennendosen?
Ach ja, und alternativ sollte auch ein Radio Signal an die Stereo-Anlage angeschossen werden können.

Ich hoffe jemand aus dem Forum kann mir hier nützliche Informationen geben kann.
Lieber Martin, meine Glaskugel verrät mir folgendes:
  • Das ist entweder eine "Analoge Einkabellösung" dann funktionieren auch nur analoge Receiver.
  • Oder es ist ein statisches "Digitales Einkabelsysstem", dann funktionieren nur Digitalreceiver mit einem stark eingeschränkte Programmangebot.
  • Du magst ein hilfbereiter Kumpel sein, aber Antennentechnik erfordert ein Minimum an Basiswissen, das hier ganz offenkundig fehlt.
Obwohl ich ernsthafte Skrupel habe, dass durch Beratung weitere Schäden entstehen können: Bitte stelle mal ein Bild der Antenne mit LNB ein und eines von der Stelle an welcher nach deiner Ansicht ein "Verteiler" fehlt.

WARNUNG: Wenn auf dem Antennennetz ein Kurzschluss ist, kann u. U. der Receiver oder evtl. auch Verteilbausteine geschrottet werden.
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Alt 17.05.2010, 23:01   # 3
Flymilano
Threadstarter
 
Registriert seit: 17.05.2010
Beiträge: 3
Erst mal vielen Dank für die promte Antwort!
In der Tat, die Antennentechnik ist nicht mein Gebiet.

Die losen Kabelenden habe ich hinter einem Kabelkanal entdeckt. Dort führt auch das Kabel von der SAT-Schüssel her. An dieser Stelle habe ich auch die beiden Kaben miteinander verbunden.
Derzeit wird im Wohnzimmer über einen digitalen Reciver das Fernseh-Prg. empfangen.
Von daher sehe ich die digitale Anlage als gesetzt, weiter das Einkabelsystem.

Leider kann ich kein Bild oder weitere Informationen liegen, da ich hierzuu erst mal 60km fahren müsste.
Nun was bietet sich bei diesen Vorgaben als "Verteiler oder Split" an?
Die Einschränkung bei den Recveiver habe ich vernommen.
Und zuletzt, was mache ich mit der Anschlussdosen ESD84?

Ich glaube wir kommen der Lösung näher ...

Danke und Gruß
Martin
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Alt 17.05.2010, 23:33   # 4
Dipol
Team SAT-Technik
 
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Beiträge: 4.147
Zitat:
Zitat von Flymilano Beitrag anzeigen
Und zuletzt, was mache ich mit der Anschlussdosen ESD84?
Zweilochdosen sind an Satanlagen unpraktisch. Übicherweise wird das terrestrische Anschlusskabel erst in den TV und dann in die Steckdose eingesteckt. Danach kommt das Receiverkabel in die freie Radiobuchse und schon kann der Receiver an der ESD 84 nicht funktionieren.

Diese Anlage bietet sich für einen Umbau auf UniCable an. An die Antenne ein Quatro-LNB, danach eine UniCable-Matrix und im UG einen Verteiler für x Kabel.
Sofern kein DVB-T eingespeist wird, können die ESD 84 bleiben, die 42 dB normgerechte Teilnehmerentkopplung werden aber verfehlt. Der Receiver darf nur auf den TV-Anschluss aufgesteckt werden.

Besser wäre es die Dosen durch SSD 07 Dreilochdosen von AXING zu ersetzen. Das sind relativ pegelfreundliche 7 dB Richtkoppler-Durchgangsdosen bei denen durch interne Terminierung keine Stehwellen auftreten können. Die oft fälschlich als "Enddose" apostrophierten Stichleitungssteckdosen sollte man nach einem Verteiler vermeiden. Dies ergibt zwar mehr Pegel, allerdings können Stehwellen auftreten und die vorgeschrieben Entkopplung wird extrem verfehlt.
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Alt 19.05.2010, 21:08   # 5
Flymilano
Threadstarter
 
Registriert seit: 17.05.2010
Beiträge: 3
...danke für den Vorschlag zum Umbau.
Aber dieses soll dann der Vermieter von einem Fachmann machen lassen.

Mich würde mehr eine einfache "Einkabel" Lösung interessieren. Welches Gerät müsste ich den nehmen?
Kann das ein "Ankaro Einschleusverstärker SEV 1206"sein?
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Alt 20.05.2010, 13:36   # 6
Dipol
Team SAT-Technik
 
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Beiträge: 4.147
Zitat:
Zitat von Flymilano Beitrag anzeigen
Mich würde mehr eine einfache "Einkabel" Lösung interessieren. Welches Gerät müsste ich den nehmen?
Kann das ein "Ankaro Einschleusverstärker SEV 1206"sein?
Die Krux bei den statischen 1 GHz-Einkabelsystemen ist, dass die schneller veraltet als produziert sind. Die SEV 1206 hat noch das allererste Konzept und kann weder den auf die horizontale Ebene gewechselten Pro 7/sat 1-Transponder, noch den ARD-Lowbandtransponder übertragen.

Zukunftssicherer Vollbandempfang erfordert entweder eine neue Multischalter-Sternverteilung oder Umstellung auf UniCable. Mit einem aktuelleren Einkabelsystem wie DES 411, DPA 4/1 oder EKP 24 ist immerhin auch Pro 7/sat 1 und der ARD-Lowbandtransponder empfangbar. Auf die HD-Sender im Lowband muss man aber verzichten. Die genannten Typen sind elektrisch alle baugleich.

Man kann in das Verteilnetz aber nur entweder die alte Analoge Einkabellösung oder das neue Digitale Einkabelsystem einspeisen. Es müssen sich somit alle Hausbewohner von Ihrem Analogreceiver trennen.
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