Frage zu analogen Astra-Frequenzen

Alt 14.05.2010, 10:36   # 1
jkima
 
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Ich versteh’s nicht. Kann mir vielleicht jemand eine Erklärung geben?

Folgendes:

Bin gerade umgezogen, in neuer Wohnung nur analoger Sat-Anschluss vorhanden. Also den Uralt-Analog-Receiver rausgekramt, angeschlossen und die Programme eingestellt. Soweit alles o.k., es funzt.

Was ich mir jedoch nicht erklären kann:

Egal welche „Umrechnungsmethode“ ich anwende [a) minus 9.750 MHz oder für Steinalt-LNB’s: b) “minus 10.000“], ich komme und komme nicht auf die MHz-Angaben, welcher mir mein Receiver für (einwandfrei empfangbare) Programme anzeigt:

Beispiel für 3sat:

11,34700 GHZ sind entweder:

a) 11.347-9.750 = 1.597 oder
b) 11.347-10.000 = 1.347

Bei gutem 3sat-Empfang zeigt mein Receiver jedoch 1110 MHz an (weitere Anzeigen sind z. Bsp. ZDF 1347, SAT 1053, Pro7 1173, VOX 1660 etc.)

Worin liegt der Grund für diese "abweichende" Frequenzangaben? Was checke ich nicht?
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Alt 14.05.2010, 13:19   # 2
Dipol
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Hallo jkima, herzlich Willkommen im Forum!

Zitat:
Zitat von jkima Beitrag anzeigen
Ich versteh’s nicht. Kann mir vielleicht jemand eine Erklärung geben?

Beispiel für 3sat:

11,34700 GHZ sind entweder:

a) 11.347-9.750 = 1.597 oder
b) 11.347-10.000 = 1.347

Bei gutem 3sat-Empfang zeigt mein Receiver jedoch 1110 MHz an (weitere Anzeigen sind z. Bsp. ZDF 1347, SAT 1053, Pro7 1173, VOX 1660 etc.)

Worin liegt der Grund für diese "abweichende" Frequenzangaben? Was checke ich nicht?
Dann kondoliere ich mal zu einer Wohnung mit einer technisch total überholten "Analogen Einkabellösung" mit exotischen lokalen Oszillator-Frequenzen.

LOF horizontal:
ZDF 10.964 MHz - Sat.-ZF 1.347 MHz = 9.617 MHz
VOX 11.273 MHz - Sat.-ZF 1.660 MHz = 9.613 MHz

LOF vertikal:
sat 1 11.288 MHz - Sat.-ZF 1.053 MHz = 10.235 MHz
Pro 7 11.406 MHz - Sat.-ZF 1.173 MHZ = 10.233 MHz

Die Abweichung der LOF ergeben sich aus der Ungenauigkeit bei der Sat.-ZF-Angabe und Oszillator-Drift. Die nominale LOF müsste horizontal 9.610 MHz sein, vertikal gibt es die Alternativen 10.230, 10.233 und 10.235 MHz. Du hast noch relativ Glück gehabt, dass das nicht eine Einkabellösung erster Generation ist, sonst wären statt 35 nur 24 Transponder übertragen worden.

An der Anlage kannst du vermutlich mit Digitalreceiver einige HD-Programme im Lowband empfangen, trotzdem gehört sie schleunigst digitalisiert. Man bekommt die LNB schon lange nicht mehr als Ersatzteil und wenn ein Analogreceiver kaputt geht muss man sich für die analoge Restlaufzeit einen der heute noch erhältlichen Schrottreceiver zulegen.

Am 30.04.2012 verliert diese Anlage mit der analogen Satellitenabschaltung Ihre Funktion.
Vorsicht falls noch Zweilochsteckdosen installiert sind, das können üble Receiverkiller sein. Unbedingt die LNB-Spannung abschalten oder ein DC-Trennglied in das Antennenkabel einsetzen!!!
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Alt 14.05.2010, 13:44   # 3
jkima
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Dipol, danke für Deine Beileidsbekundung. Schnief!

Dank deiner ausführlichen Erläuterung sehe ich jetzt weitaus klarer, begreife den Zusammenhang und bin doch etwas entsetzt, dass ich ich noch so "früh" im 20. Jahrhundert lebe.

Auch Dank für deine Warnung mit den Zweilochsteckdosen, die in der Tat installiert sind.

Also werde ich wohl aktiv werden müssen. Merci!
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Alt 14.05.2010, 14:06   # 4
Dipol
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Zitat:
Zitat von jkima Beitrag anzeigen
Auch Dank für deine Warnung mit den Zweilochsteckdosen, die in der Tat installiert sind.
Von denen gibt es die dollsten irregulären Belegungen. Mal kommt wahlweise aus dem Stecker oder der Buchse die Kombination Sat./TV + Radio, mal TV/Radio + Sat. oder aus beiden Ausgängen alles raus.

Wenn du den Dosendeckel abnimmst kannst du die Type entdecken. Nochmalige Kondolenz, falls eine HIRSCHMANN Gedu 2914 L installiert ist, die werden nämlich ganz fix verbraten wenn man den Receiver in die "Radio"-Buchse steckt. In diesem Fall am besten gegen eine DC-getrennte Dreilochdos gleicher Auskoppeldämpfung (zumeist 13 dB) mit separatem F-Anschuss auswechseln.

ACHTUNG: Die Ein- und Ausgangskabel dürfen keinesfalls vertauscht werden.
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Alt 14.05.2010, 14:27   # 5
jkima
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Ach Dipol, will ich schon gar nicht mehr nachschauen.

Ich denke mal, mit 'ner kompletten Neuinstallation bin ich am besten bedient, sonst wird man ja eh' nicht glücklich mit dem Fossil.

Passt ja auch zum Monat. Wie heißt's so schön: Alles neu macht der Mai.
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Alt 14.05.2010, 14:57   # 6
King W.
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Zitat:
Zitat von jkima Beitrag anzeigen
Ich denke mal, mit 'ner kompletten Neuinstallation bin ich am besten bedient, sonst wird man ja eh' nicht glücklich mit dem Fossil.
So ist es.

Beschreibe mal den Ist-Zustand möglichst genau, dann können wir dir sicher mit einer maßgeschneiderten Anlage helfen. Ist es eine Mietwohnung oder Eigentum? Wieviele Anschlüsse in wie vielen Wohnungen usw.
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Es gibt keine großen Entdeckungen und Fortschritte, solange es noch ein unglückliches Kind auf Erden gibt.
Albert Einstein


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Alt 14.05.2010, 15:23   # 7
jkima
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Hi King W.,

ETW in Wohnanlage mit 8 WE.

Eine Schüssel für alle, jede WE scheint über einen Anschluss zu verfügen.

Da erst vor 'ner guten Woche eingezogen, bin ich mit Details noch nicht so vertraut und muss mich darüber erst mal bei den anderen Leuten im Haus schlau machen, ggbfls. auch bei der Hausverwaltung.

Wenn die nicht mitziehen, strebe ich eine autarke Lösung an (wäre mir eh' am liebsten). Denke das wird auch keine Schwierigkeiten machen, im Kaufvertrag ist nichts vermerkt und in den Eigentümer-Beschlüssen kann ich auch nichts finden, was ein Veto veranlassen könnte.
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Alt 14.05.2010, 15:47   # 8
King W.
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Denen bleibt doch gar nichts anderes übrig, als mitzuziehen. In weniger als 2 Jahren ist Schluß mit der analogen Ausstrahlung. Mit der vorhandenen Anlage sitzt ihr dann im Dunkeln.

Total unvernünftig wäre es, bis auf den letzten Drücker zu warten. Es wird genau dasselbe passieren, wie jedes Jahr mit dem Heizöl. Im Sommer wird gewartet, ob der Liter nicht vielleicht noch einen Cent billiger werden könnte. Und irgendwann kommen die ersten kalten Tage, die Heizung muß langsam aktiviert werden - und die Tanks sind immer noch leer. Und dann wird das Öl garantiert nicht billiger ...

Wollt ihr in eine ähnliche Situation kommen? Ich denke, nicht. Jetzt ist die Zeit zu handeln. Die Marktsituation ist entspannt, alle nötigen Komponenten problemlos zu bekommen und auch die Monteure sind zur Zeit nicht überlastet. Da kann man in Ruhe planen und die beste Lösung finden. Jeder für sich ist aber mit Sicherheit die schlechteste - und teuerste - Lösung. Einen Schüsselwald aufs Haus zu pflanzen, kann nicht Sinn der Sache sein.

Seit der Zeit, wo eure Anlage errichtet wurde, gab es eine stürmische technische Entwicklung. Die Komponenten sind besser und vielseitiger geworden. Es ist problemlos möglich, bei 8 Wohnungen das komplette Signal des Astra-Satelliten, oder auch mehrerer Satelliten, zu verteilen. Und genau das ist in eurem Fall die Lösung. Über das "wie" kann man sich ja noch unterhalten...

Mach dich mal schlau, dann sehen wir weiter.
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Alt 14.05.2010, 16:09   # 9
Dipol
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Ach Dipol, will ich schon gar nicht mehr nachschauen.
Von vorne sehen die Dosen gleich harmos aus, der Schrecken kommt erst wenn man die Dose ausbaut und von hinten öffnet.
Zitat:
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Ich denke mal, mit 'ner kompletten Neuinstallation bin ich am besten bedient, sonst wird man ja eh' nicht glücklich mit dem Fossil.
Damit hast du völlig recht, erfahrungsgemäß lässt aber nicht jede WEG eine solche bauliche Einzelmaßnahme zu. Und angesichts der bevorstehenden Analogabschaltung ist eine Gemeinschaftslösung überfällig und auch sinnvoller. Das ist als bauliche Veränderung zustimmunsgpflichtig und leichter durchsetzbar, wenn alle vom Umbau profitieren.

In Anhang ein Foto wie eine Gedu 1914L gewöhnlich aussieht, wenn man das IEC-Anschlusskabel zuerst in den TV und dann die Steckdose einstöpselt. Danach kommt der Receiver auf die freie Radio-Buchse und wenn die LNB-Spannung lange genug gewirkt hat sehen die Dosen so aus.
Angehängte Grafiken
Dateityp: jpg Gedu 2914L.jpg (82,1 KB, 6x aufgerufen)
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