Fragen zur Installation Sat Anlage auf dem Hochhausdach

Alt 13.05.2010, 17:17   # 1
lowmaster
 
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Hallo,

vielleicht könnt ihr mir ein paar Tipps geben.

Ich möchte auf dem Hochhausdach (9 Etagen) eine Sat-Schüssel installieren lassen. Versorgt werden sollen 2 Wohnungen auf der 2. Etage. (Selber machen darf ich nicht, lt. Hausverwaltung, ich darf auch nur eine Schüssel installieren).

Diverse Firmen haben angebote unterbreitet, aber nur eine Firma sagt von sich sie können das, was ich haben will mit einer Schüssel bewerkstelligen:

Standort ist Düsseldorf.

Ich brauche auf jeden Fall TÜRKSAT und ASTRA, alles was mehr ginge wäre ein plus.

Auf dem Dach und sonstwo darf nicht gebohrt werden, das ist die Bedingung.

Von der Schüssel, sollen jeweils 2 Kabel in meine Wohnung, und 2 Kabel in die Andere Wohnung (wegen Multituner & paralelem Fernsehen und Aufnehmen).

Die Kabel sollen durch Lüftungsschächte verlegt werden. (Bad & Küche) Das heisst eine wegstrecke von ca 20-30 Metern auf dem Dach + von der 9. (Dach bis zur 2. Etage) + von der Lüftung zum TV ca. 15 meter...

Kosten soll allles natürlich nixx.

So, ein guter Freund von mir arbeitet in einer Fachfirma, d.H. Material könnte ich selber besorgen usw...

So, meine Fragen wären:

1. reicht mir eine multifocus (t95) um mindestens 3 Sateliten (Astra Türksat42 & Eutelsat) zuverlässig zu sehen?
2. Welche Satelitten könnte ich ggf. noch anpeilen?
3. Brauche ich etwas spezielles, um die Kabellängen zu verstärken, oder reicht alles was da ist aus?
4. welche LNB würdet Ihr für dieses Vorhaben empfehlen?
5. Wie kann man die Sat Schüssel auf dem Dach zuverlässig ohne Bohren usw. installieren? (Die t95 soll ja ziemlich empfindlich sein...) Eine Schüssel steht schon da, auf einem mit beton ausgegossenem Reifen. Reicht das aus?
6. Wenn ich die Schüssel, LNBs vorab auf dem Boden justiere (um Zeit zu spaaren) funktioniert alles auf dem Dach hinterher?
7. Welche Multischaleter würdet Ihr hierfür nehmen?
8. Muss ich mich um Blitzschutz kümmern? Ringsherum stehen 4 fette Vodafone Mobilfunk Antennen.

Bin ich mit einer AZ-Box und Türksat gut bedient? Ich hörte man soll da nicht jeden receiver nehmen...

Eine weitere Frage wäre, muss die Hausverwaltung, wenn die Wohnungseigentümer beschließen würden, eine gemeinschaftliche SAT Anlage zu installieren, "Gebühren in nicht zu vernachlässigender Höhe" an irgendjemanden entrichten?

Wäre Cool wenn Ihr Experten mir bei meinem Vorhaben weiterelfen könntet.

flo
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Alt 13.05.2010, 20:08   # 2
King W.
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Zunächst zu den Kabellängen:
50m zwischen Antenne und Receiver sind schon machbar, wenn gutes Kabel eingesetzt wird. Ich gehe mal davon aus, daß da oben auf dem Dach nicht so ohne weiteres ein Stromanschluß für einen Multischalter zur Verfügung steht. Einzige Möglichkeit: Ihr installiert Quad-LNB's und DiSEqC-Schalter. Im allgemeinen bin ich nicht für High-Gain LNB's zu haben, aber um die Dämpfung von 50m Kabel auszugleichen, sind sie wohl angebracht. Problem nur: Billig sind die Dinger nicht. Kost nixx - ist nixx.

Es kämen z.B. die High-Line LNB's von MTI in Frage, oder eventuell auch die Inverto Black Premium. Bitte kauf nicht den Billigdreck aus China. Es sind zwar schon Quad-LNB's für unter 20€ zu bekommen, aber die werden an 50m Kabel erbärmlich versagen.

Nun zu den übrigen Fragen: Eine T95 Antenne kenne ich nicht, wohl aber so etwas, aber die nennt sich T85. Dann gibt es noch die Wave Frontier T90. Die T85 und die T90 unterscheiden sich in der Empfangsleistung kaum, aber die T90 ist schwerer, komplizierter einzustellen und aufzubauen - und deutlich teurer. Bei weit auseinander liegenden Satelliten ist der Empfang mit einer Multifocus-Antenne zwar oft möglich, aber die Empfangsleistung einer Parabolantenne wird nicht ganz erreicht. Die meisten Sender vom Türksat wirst du mit der T85 oder T90 empfangen können, bei den schwächeren Sendern könnte es aber Probleme geben.

Astra und Hotbird sind problemlos auch mit der T85 zu empfangen. Eventuell lohnt sich noch Astra2 auf 28,2°, der liegt gerade so schön in der Mitte... Sonst ist zwischen Astra und Türksat wenig los. Das Geld für ein weiteres LNB könnt ihr euch sparen.

Etwas spezielles brauchst du nicht, die hoch verstärkenden LNB's reichen. Das Kabel sollte 4-fach geschirmt sein und über einen Innenleiter aus massivem Kupfer verfügen - keine "STAKU-Leitung". Das Ganze aus 2 Gründen: Einmal sollten die fetten Antennen deine Schüssel nicht stören, zweitens und das ist der wichtigere Grund: Das viele Abschirmgeflecht und der massive Innenleiter erhöht die elektrische Leitfähigkeit. Sonst könnte es passieren, daß von den 18V, die der Receiver abgibt, nur noch 16V oder weniger oben beim LNB ankommen. Über die Betriebsspannung wird aber auch die Polarisation gesteuert. 18V bedeutet horizontal, 14V vertikal. Kommt nun oben beim LNB wegen eine schlechten Kabels nicht mehr genug "Saft" an, schaltet es nicht mehr auf horizontal, die entsprechenden Programme werden unzugänglich. Hier sparen bringt Ärger - garantiert.

Zum LNB habe ich schon was gesagt: Es sollten LNB's mit hoher Verstärkung sein.

Auf einem Hochhaus ist die Schüssel dem Wind ausgesetzt. Ein mit Beton ausgegossener Reifen tut wohl seine Pflicht, er sollte aber nicht zu klein sein - und nicht am Beton sparen!

Die Feinausrichtung mußt du sowieso auf dem Dach machen. Du hast auf dem Boden keinen Mast, der ganz genau senkrecht steht und bei dem Beton-Mast auf dem Dach wird das wohl auch nicht der Fall sein. Es wäre purer Zufall, wenn du die Einstellung ohne Nachjustieren einfach so übernehmen könntest.

Habt ihr denn Strom für den Multischalter? Wenn ihr QUAD-LNB's verwendet, braucht ihr keinen, sondern nur pro Anschluß solch einen Schalter. Der macht mit dem LNB "Arbeitsteilung". Der Schalter wählt das LNB, je nachdem, von welchem Satellit gesehen werden soll und das LNB bestimmt horizontal/vertikal und Hochband/Tiefband. Funktioniert normalerweise ganz hervorragend, ist nicht so teuer und braucht keinen Strom. Nur gutes Kabel ist erforderlich.

Die Mobilfunk-Antennen müßten auf jeden Fall vernünftig geerdet sein. Jede Erhöhung über 3m erzeugt einen "Schutzwinkel" unterhalb dessen nicht mit einem Blitzeinschlag zu rechnen ist und zwar von der Spitze dieser Antennen aus in einem Winkel von 45°. Wenn der Blitz einschlägt, wird er das in die Mobilfunkantennen tun - und denen macht das nichts aus. Ob das Erden in diesem Fall trotzdem Vorschrift ist, weiß ich nicht, für mein Gefühl wäre es so, als würde man sich unter der UV-undurchlässigen Badehose noch mit Sonnenschutzcreme einreiben.

Aber vielleicht sagt Dipol noch was dazu, der kennt sich damit besser aus als ich.

An den Receiver werden keine besonderen Anforderungen gestellt. Er muß nur DiSEqC 1.0 können.

Mit dem juristischen Kram kenne ich mich nicht aus. Meiner Meinung nach wäre es optimal, wenn sich alle Wohnungseigentümer einig wären und gemeinsam eine SAT-Anlage errichten würden. Dann kann man besser planen - und man spart viel Kabelgebühr.
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Es gibt keine großen Entdeckungen und Fortschritte, solange es noch ein unglückliches Kind auf Erden gibt.
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Alt 13.05.2010, 21:13   # 3
Dipol
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Zitat von King W. Beitrag anzeigen
Die Mobilfunk-Antennen müßten auf jeden Fall vernünftig geerdet sein. Jede Erhöhung über 3m erzeugt einen "Schutzwinkel" unterhalb dessen nicht mit einem Blitzeinschlag zu rechnen ist und zwar von der Spitze dieser Antennen aus in einem Winkel von 45°. Wenn der Blitz einschlägt, wird er das in die Mobilfunkantennen tun - und denen macht das nichts aus. Ob das Erden in diesem Fall trotzdem Vorschrift ist, weiß ich nicht, für mein Gefühl wäre es so, als würde man sich unter der UV-undurchlässigen Badehose noch mit Sonnenschutzcreme einreiben.
Auch wenn die Antenne nach Blitzkugelverfahren im Schutzbereich der Mobilfunkmast-Fangstangen liegt, muss der eigene Antennenmast einer isolierten Erdung zugeführt und die Kabel wie sonst auch in den Potenzialausgleich einbezogen werden.

Siehe Bild 4 bis 7 http://dehn.de/newsletter/3_05/3_05_top3.pdf

Sollten noch keine modernen Mobilfunkmasten mit innen isoliert durchlaufenden Fangstangen installiert sein, muss die Antenne konservativ an die Blitzschutzanlage mit mindestens 16 mm² CU-Volldraht, besser aber mit 50 mm² Blitzableiterdraht oder Alu-Knetlegierung, geerdet werden.

In diesem Fall ist nach Bild 3 und 8 zu verfahren.

EDIT:
Nachträglich fällt mir noch auf, dass die Antenne im oder über dem 9. OG installiert werden soll. Damit ist bei der Windlast nicht mehr der Staudruck bis 20 m Höhe mit 130 km/h oder 800 Pascal, sondern mit 150 km/h und 1.100 Pascal zu berücksichtigen. Da reicht für die Befestigung einer T 85 ein ausbetonierter Autoreifen evtl. nicht mehr aus!
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Alt 10.06.2010, 15:42   # 4
lowmaster
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Hallo, ich muss mich erst mal entschuldigen dass ich mich erst jetzt wieder melde.

Ich danke Euch feierlich für Eure Hilfe, das Forum hier ist absolut TOP.

Derweil ist die Installation der SAT-Anlage auf unserem Hochhausdach nun konkreter geworden. Die Hausverwaltung hat ihre Kaution und ich kann mit der Installation starten, bzw. "in Auftrag geben"...

Aber wie es nunmal so ist, bin ich nun durch Aussagen von "Fachfirmen" (lokale SAT-Shops) ein wenig verwirrt worden...

Also entschieden habe ich mich bereits für eine
Wave Fronier T90 (ca. €100)
Ein passender Standfuß (ca. €50 )
Kabel, vorsichtshalber 2x 100m Rollen 4x Geschirmt, Kupfer 110dB (€70)
6x Betonstürze 1m €4,49 um den 3-beinigen Standfuß dran zu schrauben.

Der Verkäufer hatte die "Inverto Black Premium" Quad LNB's zwar im Regal für €25, meinte aber ich solle auf jedenfall die BEST 404 für 20 nehmen, da diese zuverlässiger schalten würden. Die MTI's hatte er nicht da.

Zu den BEST 404 hat er mir EMP CENTAURI Diseq Schalter für €7 angeraten.

Ein dritter Shop hat invacom LNB's für gepflegte 99 Euro für Türksat und Digitürk empfohlen....

Was haltet Ihr von diesem Setup?

Dann überlege ich, wenn's schon eine Wave Frontier T90 ist, auch den auf 7 Grad mitzunehmen für Digitürk.

Also Türksat/Astra/Eutelsat/Digitürk.

Meine Frage wäre, wieviel Türksat an Stabilität verlieren würde.

Ich lese hier verschiedenes, und offensichtlich ist es auch regional unterschiedlich. Wenn z.B. ein zwei "unwichtige" Türksat Sender rausfielen, könnten meine Eltern damit leben, aber wenn bei bewölktem Himmel keine Programme mehr gehen wäre es nicht so toll...

Dann feht nur noch ein Receiver. Da lese ich leider auch, dass diverse mit Türksat besser klarkommen. Ich hatte mir eine AZBOX in der billigsten Variante ausgeguckt. Hat jemand Erfahrungen mit AZBOX und Türksat?
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Alt 20.06.2010, 14:53   # 5
lowmaster
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So, ein kleiner Zwischenbericht...

am Wochenende haben wir ein wenig herumgetestet.

WaveFrontier T90 Schüssel & Standfuß aufgebaut nach Anleitung und Einstellungen auf Satlex, für folgende Satelliten:

- 42 Grad Türksat bist 7 Grad für Digitürk
- WaveFrontier Tilt-Winkel (Skew): 101.67°
- WaveFrontier Elevationswinkel: 29.08° (mittlerer Satellit)

Dann haben wir ein LNB angeschlossen bei ungefähr R 5.3 und die ganze Sache auf den Balkon gestellt.

Ein Freund hat ein SAT einmess Gerät besorgt, ich würde sagen Profi Klasse, mit Spektrum, Monitor um Programme zu schauen CI-Slots usw... Naja, aber die Bedienung hab ich nicht gecheckt...

An die Astra LNB angeschlossen und auf Piepen bei SAT-Kontakt eingestellt.

Die ganze Schüssel samt Standfuß gedreht, und KONTAKT! Sehr guter Empfang, Sat-Gerät sagte aber 23,2 E. Suchlauf gemacht, stimmt, kein Astra.

Weiter nach Osten gedreht, und schwacher Kontakt Sat-Gerät sagt 19,2 Grad. Schüssel nach unten geneigt, Signal weg.
Also nach oben und Astra war voll da.
Also bei Elevationswinkel: ca. 30.00° oder ein wenig mehr...

Das ging ja richtig zügig bis dahin.
(...to be continued)
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Alt 20.06.2010, 16:17   # 6
lowmaster
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Sorry, dass ich andauernd auf meine eigenen Beiträge antworte, aber ich kann keine editierfunktion finden. Ich hoffe das geht dennoch klar so...

Nun wurde es interessant, von der Theorie her sollte ja jetzt einfach eine weitere LNB auf der Schiene hin und her geschoben werden können um alle anderen Satelliten zu finden. Also das Messgerät wieder auf Piepen bei Kontakt gestellt und Türksat 42 Grad gesucht.

Dabei hatten wir das Problem, dass wir am Messgerät keinen Transponder über 10.900 GHZ einstellen konnten. Ich habe keinen Plan warum. Hat einer eine idee?

Satlext sagt für Türksat auf der Schiene L -17.6, da war aber nix zu finden. jedoch bei ca 20 hatten wir dann den türksat. Das ganze hat ziemlich lange gedauert, da der SAT-Messer bei Türksat nichts angesagt hat. Lediglich ein SCAN mit dem Receiver (AZBOX) hat, das auch nur REIN ZUFÄLLIG, Türksat zu Tage gefördert.

Währen die AZBOX am Scannen war haben wir die LNB verschoben/verstellt und auf einmal zeigte die Box als die LNB bei ca. L-20 war einige Türksat Transponder an... Sonst hätten wie Türksat wohlmöglich nie gefunden...

Am Ende hat die AZBOX für Türksat ca 120 Sender gefunden.
Ist das nicht ein bisschen wenig? Samanyolu z.B. habe ich in der Senderliste vermisst. Show war da.

Digitürk auf 7 Grad war kein Problem, und ist auf satlex bei R18,2 beschrieben, tatsächlich war er dann aber auf ca R17. Was dabei aufgefallen ist, ist dass dort ziemlich viele Satelliten sehr eng beieinander liegen.

Die AZBOX fand für 7 Grad ca. 150 Sender. ist das OK?

Dann noch folgendes. Ich habe mich am Ende für 2 günstige BEST Quad LNBs entschieden für Astra und HotBird und für 7 Grad und 42 Grad habe ich die Invertro Black Ultra Quad gekauft.

Getestet haben wir wie gesagt auf dem Balkon, mit einem 15 Meter langem Trödelmarkt kabel für 3 Euro.

Dabei war kein Unterschied zwischen den günstigen und teureren LNBs messbar. Weder mit dem Messgerät noch mit der Signalstärkeanzeige der AZBOX.

Dennoch sieht der Plan vor, diese LNBs so einzusetzen wie oben beschrieben.

EVTL. sieht die sache bei längerem Kabel ja anders aus...

Nun haben sich weitere Fragen ergeben, ich hoffe dass jemand möglicherweise bis freitag eine Antwort für mich hat.

Türksat muss ja stabil laufen. Am Testtag war Sonnenschein und klarer Himmel. Die Anzeige auf der AZBOX hatte für die meisten Sender einen Ausschlag bei 50% und manchmal ein wenig mehr.

Beim "Feinjustieren" hat sich nicht wirklich viel getan.

Ein Verschieben des LNBs nach vorne und hinten auf dem Feed-Halter hat nichts and der Signalstärke geändert.

Rechts/Links Verschieben auf der Schiene JA.
Ein Drehen der LNB um die eigene Achse, so wie in diversen Beiträgen beschrieben brachte nichts, außer das das Signal weg war, wenn man zuviel gedreht hat.

Auch hat das Drehen des LNB Halters auf die Markierungen l20-r20 nichts gebracht. könnte man theoretisch alle auf 0, in der Mitte lassen.

Macht es Sinn, das ganze Setup nach links zu verschieben, so dass Türksat von seiner L20 weiter in die Mitte der Schüssel rückt?

Wenn JA, vieviel könnte man gehen, ohne das man Digitürk verliert?

Wie würdet Ihr vorgehen, wenn Ihr die Schüssel einstellt?
Mein Freund mit dem Messgerät (hat selber nur eine kurzeinweisung bekommen) meinte, er bräuchte Frequenzen, am Besten von den schwächeren Sendern, an denen er die Feinjustierung durchführen kann.

Welche Sender Frequenzen könnte man da nehmen, jeweils für
Türksat 2A / 3A (42.0° O)
Astra 1H/KR/L/M (19.2° O)
Hotbird 6/8/9 (13.0° O)
Eutelsat W3A (7.0° O)

Wenn alles aufgebaut ist, stelle ich mal Bilder hier rein...
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Alt 21.06.2010, 09:30   # 7
Dipol
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Zitat:
Zitat von lowmaster Beitrag anzeigen
Dabei hatten wir das Problem, dass wir am Messgerät keinen Transponder über 10.900 GHZ einstellen konnten. Ich habe keinen Plan warum. Hat einer eine idee?
Fabrikat und Type sollte man schon kennen.
Zitat:
Zitat von lowmaster Beitrag anzeigen
Währen die AZBOX am Scannen war haben wir die LNB verschoben/verstellt und auf einmal zeigte die Box als die LNB bei ca. L-20 war einige Türksat Transponder an... Sonst hätten wie Türksat wohlmöglich nie gefunden...

Am Ende hat die AZBOX für Türksat ca 120 Sender gefunden.
Ist das nicht ein bisschen wenig? Samanyolu z.B. habe ich in der Senderliste vermisst. Show war da.
Der Receiver kann Sender nur einlesen, wenn der LNB halbwegs korrekt eingestellt ist, so lange der LNB bewegt wird und falsch steht läuft der Suchlauf leer. Mit stimmiger Antennen- und LNB-Einstellung kommen auch mehr Sender.
Zitat:
Zitat von lowmaster Beitrag anzeigen
Macht es Sinn, das ganze Setup nach links zu verschieben, so dass Türksat von seiner L20 weiter in die Mitte der Schüssel rückt?

Wenn JA, vieviel könnte man gehen, ohne das man Digitürk verliert?
Das ist bei schwachem Footprint immer angesagt. Für den leistungsstarken Westbeam ist das in Mitteleuropa unerheblich, für den Ostbeam kann es standortabhängig sinnvoll sein.
Zitat:
Zitat von lowmaster Beitrag anzeigen
Wie würdet Ihr vorgehen, wenn Ihr die Schüssel einstellt?
Mit einem digitalen Profi-Messgerät reicht die MER- oder BER-Anzeige bei jedem Transponder aus. Für die Einstellung auf 19,2° E verwendet man mit Receiver am besten den relativ schwachen Transponder vom ZDF oder ORF.

Da ich als Anlagenplaner nur wenig Erfahrung mit dieser Antenne habe und mich auch an Satlex orientiere, überlasse ich die weiteren Antworten King W.. Der hat sein eigenes Berechnungsprogramm und kann das für Düsseldorf nachrechnen.
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Alt 28.06.2010, 22:01   # 8
lowmaster
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so, hier die versprochene Diashow vom halb fertigen Setup...

Leider gibt es bei Türksat noch immer Probleme. Mal gehen die einen Transponder, und mal die anderen.

Wenn die Schraube vom Halter an der Schiene festgezogen wird, verbiegt sich die LNB nach oben und der Empfang wird schwächer.

Das muss ich noch etwas genauer analysieren..

Ich habe in einem älteren Thread gelesen, dass man Türksat am Besten ausrichtet wenn man TRT und Show einjustiert. Kann man das heute immernoch so machen?

Mein nächter Plan ist Eutelsat 7 Grad weiter nach links zu schieben, um Türksat mehr in die Mitte zu bekommen.

Der Empfang von den Eutelsat 7 Grad Transpondern ist im Durchschnitt bei 7 DB. ich denke da sollte noch Luft sein.

Vielleicht erst:

Skew 103,72 Grad
Elevation 28,10 Grad

Türksat 2A / 3A (42.0° O) L 14
Astra 1H/KR/L/M (19.2° O) R 8,7
Hotbird 6/8/9 (13.0° O) R 15,2
Eutelsat W3A (7.0° O) R 21,6

oder eher:
Skew 102.57°
Elevation 28,68 Grad

Türksat 2A / 3A (42.0° O) L 18,9
Astra 1H/KR/L/M (19.2° O) R 6,8
Hotbird 6/8/9 (13.0° O) R 13,2
Eutelsat W3A (7.0° O) R 19,7

bild1
bild2
bild3
bild4
bild5
bild6
bild7
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Alt 28.06.2010, 22:32   # 9
Dipol
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Ob der Ausführung sträuben sich mir die Nackenhaare. Solchen Standards kenne ich von den Balearen, da habe ich bei mehreren Hotelanlagen zum völligen Unverständnis der spanischen Installateure mal etwas Normenkunde vermittelt. Es ist nach den Bildern nicht auszuschließen, dass die aufgehende Wand den Empfang von 7° Ost bereits verschattet.

Die rechte Antenne wäre nicht erdungspflichtig, wenn die Distanz zur oberen Dachkante > 2 Meter wäre. Deine Antenne ist erdungspflichtig und kann auch mit Alu-Knetlegierung problemlos an die Blitzschutzanlage angeschlossen werden.
Zitat:
Zitat von Dipol Beitrag anzeigen
Auch wenn die Antenne nach Blitzkugelverfahren im Schutzbereich der Mobilfunkmast-Fangstangen liegt, muss der eigene Antennenmast einer isolierten Erdung zugeführt und die Kabel wie sonst auch in den Potenzialausgleich einbezogen werden.

Sollten noch keine modernen Mobilfunkmasten mit innen isoliert durchlaufenden Fangstangen installiert sein, muss die Antenne konservativ an die Blitzschutzanlage mit mindestens 16 mm² CU-Volldraht, besser aber mit 50 mm² Blitzableiterdraht oder Alu-Knetlegierung, geerdet werden.

EDIT:
Nachträglich fällt mir noch auf, dass die Antenne im oder über dem 9. OG installiert werden soll. Damit ist bei der Windlast nicht mehr der Staudruck bis 20 m Höhe mit 130 km/h oder 800 Pascal, sondern mit 150 km/h und 1.100 Pascal zu berücksichtigen. Da reicht für die Befestigung einer T 85 ein ausbetonierter Autoreifen evtl. nicht mehr aus!
Diese Hinweise haben offenbar keinen besonderen Eindruck hinterlassen. Die Spannweite dieses Ständers ist für die Montage auf einzelnen Betonplatten viel zu klein. Wenn die Dübel nicht bis in die untere Plattenlage reichen, wird diese Konstruktion nach meiner Einschätzung auch mit den beiden Ballastplatten keinem Sturm standhalten. Dieser Halter wäre auf einer 1 x 1 m großen Betonplatte okay, aber der ist doch nicht für ein Dreieck aus so kleinen Einzelplatten konzipiert. Für die andere Antenne mit kleinerem Reflektor und in der windgeschützteren Lage bietet der Autoreifen eine deutlich bessere Statik, so er denn überhaupt ausbetoniert ist.

Da die Antenne ohnehin geerdet werden muss und eine stabilere Statik benötigt, kann man sie mit professionelleren Teilen evtl. auch eine Etage höher anbringen, wo die Verschattungsgefahr geringer ist

Ich werde ab und an von größeren Hausverwaltern zur Abnahme von solchen Individualanlagen gerufen. Diese Konstruktion hätte ich wegen der ungenügenden Statik und fehlender Erdung nicht tolerieren können. Dagegen fällt schon fast nicht mehr ins Gewicht, dass auch der Potenzialausgleich unterlassen wurde.
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Alt 28.06.2010, 23:37   # 10
lowmaster
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Schon versatanden.

Die Installation ist noch nicht 100% fertig. Wie man sieht fehlen noch 2 von diesen Schrauben für die Betonplatten, die gehen durch beide Betonplatten, und sind ohne Dübel

Eine Platte wiegt ca. 30 KG. Wir haben also 6x 30 KG= 180 KG Gewicht unter der Schüssel. Gar mit 2 Mann haben wir den Mast nicht bewegt bekommen. Die 2 Losen platten gehören eigentlich nicht mehr zur Konstruktion, sondern liegen da nur fertig zum Abtransport.

Ja, auf Potentialausgleich wurde ich vom Installateur angesprochen.

Die Schüssel steht jetzt im Prinzip auf der 6. Etage. Das heisst hinter der Schüssel (von da wo ich das erste foto gemacht habe geht es noch 3 Stockwerke hoch).

Ist dennoch ein Blitzschutz notwendig?
Reichen die 180KG ggf nicht aus?
7 Grad kommt eigentlich gut rein...
Die Hausverwaltung war noch nicht da...
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Alt 29.06.2010, 00:52   # 11
Dipol
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Zitat:
Zitat von lowmaster Beitrag anzeigen
Wie man sieht fehlen noch 2 von diesen Schrauben für die Betonplatten, die gehen durch beide Betonplatten, und sind ohne Dübel
Ein Ständer mit Stahlrahmen für vier Platten à 50 x 50 cm wäre gleichwohl besser und kaum teurer gewesen.
Zitat:
Zitat von lowmaster Beitrag anzeigen
Eine Platte wiegt ca. 30 KG. Wir haben also 6x 30 KG= 180 KG Gewicht unter der Schüssel. Gar mit 2 Mann haben wir den Mast nicht bewegt bekommen. Die 2 Losen platten gehören eigentlich nicht mehr zur Konstruktion, sondern liegen da nur fertig zum Abtransport.
Die würde ich keinesfalls abfahren, sondern vorne mit auflegen. Die Dreiecksanordnung begünstigt seitliches Umkippen. Selbst wenn ein Sturm aus Osten kommt und sich an der Wand staut, kann die Schüssel kippen.
Zitat:
Zitat von lowmaster Beitrag anzeigen
Die Schüssel steht jetzt im Prinzip auf der 6. Etage. Das heisst hinter der Schüssel (von da wo ich das erste foto gemacht habe geht es noch 3 Stockwerke hoch).

Ist dennoch ein Blitzschutz notwendig?
Der Schutzbereich wurde schon mehrfach erwähnt. Innerhalb 1,5 m Wandabstand besteht keine Erdungspflicht, ab einem Zentimeter drüber aber schon. An zwei Meter Alu-Knetlegierung und zwei Erdklemmen ist aber wirklich nichts einzusparen, der Blitzableiterdraht verläuft doch in unmittelbarer Nähe.
Zitat:
Zitat von lowmaster Beitrag anzeigen
Reichen die 180KG ggf nicht aus?
Im Film Twister fliegen ganze Autos und Kühe durch die Luft. Wenn es stark genug bläst, kann die Schüssel jedenfalls verstellt werden.
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Alt 29.06.2010, 00:58   # 12
Dipol
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Ein Ständer mit Stahlrahmen für vier Platten à 50 x 50 cm wäre gleichwohl besser und kaum teurer gewesen.
Die übrigen Platten würde ich keinesfalls abfahren, sondern vorne mit auflegen. Die Dreiecksanordnung begünstigt seitliches Umkippen. Selbst wenn ein Sturm aus Osten kommt und sich an der Wand staut, kann die Schüssel kippen.
Der Schutzbereich wurde schon mehrfach erwähnt. Innerhalb 1,5 m Wandabstand besteht keine Erdungspflicht, ab einem Zentimeter drüber aber schon. An zwei Meter Alu-Knetlegierung und zwei Erdklemmen ist aber wirklich nichts einzusparen, der Blitzableiterdraht verläuft doch in unmittelbarer Nähe.
Im Film Twister fliegen ganze Autos und Kühe durch die Luft. Wenn es stark genug bläst, kann die Schüssel jedenfalls verstellt werden.

EDIT: Die Führung der Koaxkabel erscheint ebenfalls blitzschlaggefährdet.
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Alt 29.06.2010, 01:21   # 13
lowmaster
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Okay. Ich werde dann die Installation updaten und weiter berichten.

Danke für die sehr ausführlichen Informationen...
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Alt 29.06.2010, 09:12   # 14
King W.
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Zitat:
Zitat von Dipol Beitrag anzeigen
Da ich als Anlagenplaner nur wenig Erfahrung mit dieser Antenne habe und mich auch an Satlex orientiere, überlasse ich die weiteren Antworten King W.. Der hat sein eigenes Berechnungsprogramm und kann das für Düsseldorf nachrechnen.
Richtig.
Eine Neuberechnung scheint mir in diesem Fall aber nicht besonders zielführend zu sein. Die Antenne ist ja schon aufgebaut und funktioniert wohl auch.

Ich würde es folgendermaßen machen: Rücke das Türksat-LNB bei angeschlossenem Meßgerät einfach weiter in die Mitte, bis der Empfang weg ist. Dann drehe bitte die Antenne ein paar cm links herum. Der Empfang wird wiederkommen. Den Vorgang noch einmal wiederholen. Jetzt sollte das Türksat-LNB ca. 4 - 5 Striche weiter zur Mitte stehen. LNB festziehen. Vermutlich muß nun die Höhe der Schüssel etwas nachjustiert werden, und zwar nach unten. Einfach auf optimalen Empfang einstellen.

Den Tilt-Winkel dabei nicht verändern. Die übrigen LNB's um den gleichen Betrag in die gleiche Richtung verschieben. Feinjustierung durchführen - fertig.

Die Problematik mit der Standfestigkeit könnte man etwas entschärfen, indem man den Ständer kürzt, so daß die Schüssel etwas tiefer kommt. 10 cm über dem Boden an der tiefsten Stelle reichen durchaus und je tiefer die Schüssel ist, desto geringer ist auch das Kippmoment bei Belastung durch Sturm. Überprüfe aber, ob durch diese Maßnahme der Empfang des 7° nicht leidet. Der Elevationswinkel dieses Satelliten ist 31°, ihr müßtet also, wenn ihr unter diesem Winkel von der Antenne aus genau südwärts blickt, ohne Hindernis in den Himmel sehen können. Möglicherweise macht das Nachbarhaus Schwierigkeiten.

Auch ich möchte noch einmal auf den Blitzschutz hinweisen. An ein paar Meter Blitzableiterdraht sollte sich wohl herankommen lassen. Damit verbindet ihr den Ständer mit der Blitzableiteranlage rechts im Bild - und gut.
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Alt 28.05.2012, 11:53 # --
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