Erneuerung einer Satellitenanlage.

Alt 27.04.2010, 16:18   # 1
Flüggi
 
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Hallo zusammen.

Ich habe jetzt einige Beiträge gelesen zu Sat-Anlagen. Aber ich habe noch keine Lösung für meine Fragen gefunden.

Ich möchte auf einem Haus mit 24 Wohnungen eine digitale Satelliten Anlage aufbauen. Dabei habe ich einige Kreterien zu beachten.

- es soll jeder Bewohner seinen Fernseher einfach in die Dose einstecken und sofort Programme empfangen können ohne einen Receiver.
- soviel Satellieten empfangen wie möglich, damit auch Fremdsprachige Sender empfangen werden können.
- DVB-T möglich sein.
- HDTV möglich sein.
- wenn ein Bewohner einen Receiver anklemmen möchte um Sky oder Premiere zu empfangen, sollte es auch möglich sein.

Ist das alles unter einem Hut zubekommen?
Ich würde auch gern diese Anlage für die Zukunft aufbauen. Möcht nicht in 5 oder 10 Jahren wieder alles neu machen müssen.

Alle Kabel in die Wohnungen müßen neu verlegt werden durch Leerrohre. Das sind ca. 750lfdm.

Ich hoffe jetzt, das ihr mir weiter helfen könnt.

MfG Flüggi
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Alt 28.04.2010, 06:18   # 2
elo22
 
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Zitat:
Zitat von Flüggi
Ich habe jetzt einige Beiträge gelesen zu Sat-Anlagen. Aber ich habe noch keine Lösung für meine Fragen gefunden.
Dann warst Du blind. Zumindest eine Frage wurde schon xmal beantwortet.


Zitat:
Zitat von Flüggi
- es soll jeder Bewohner seinen Fernseher einfach in die Dose einstecken und sofort Programme empfangen können ohne einen Receiver.
Antworten gibbet zu hauf.

Zitat:
Zitat von Flüggi
Ist das alles unter einem Hut zubekommen?
Sicher. Du hast im Lotto gewonnen?

Lutz
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Alt 28.04.2010, 06:25   # 3
King W.
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Was du da machen willst, ist die berühmt-berüchtigte eierlegende Woll-Milchsau. Machbar ist das Ganze zwar schon, aber der Aufwand ist riesig.
Zitat:
Zitat von Flüggi
- es soll jeder Bewohner seinen Fernseher einfach in die Dose einstecken und sofort Programme empfangen können ohne einen Receiver.
Dann ist eine Kanalaufbereitung unabdingbar, denn es gibt noch jede Menge Fernseher, die nicht über ein eingebautes DVB-T Empfangsteil verfügen. Eine solche Kanalaufbereitung ist im Prinzip nichts anders, als eine Ansammlung mehrerer Receiver in einem Gehäuse, wobei alle Receiver auf einen normalen Fernsehkanal arbeiten, diese Kanäle dann zusammengefaßt und auf die Kabel gegeben werden. Sie können dann von den einzelnen Fernsehgeräten empfangen werden.

Die Bildqualität bei einer solchen Kanalaufbereitung erfüllt nur bescheidene Ansprüche, für heutige LCD- oder Plasma-Fernseher ist das unzureichend. Für alte Röhrenfernseher geht es aber.

Etwas anders sieht es mit DVB-T aus, wobei allerdings auch dieses Verfahren mit dem SAT-Direktempfang (DVB-S) weder in Puncto Programmvielfalt noch in Hinsicht auf die Bildqualität mithalten kann.

Zudem benutzt eine Kanalaufbereitung das gleiche Frequenzband, wie DVB-T. Das zusammen störungsfrei zum Laufen zu bringen, ist äußerst schwierig und erfordert einen erfahrenen Fachmann mit professioneller Meßtechnik. Die Konkurrenz beider Verfahren auf dem gleichen Kabel begrenzt bei der Kanalaufbereitung die Anzahl der Programme. Ich schätze mal, so bei ca. 16 ist Schluß.

Wenn du mich fragst - vergiß zumindest die Kanalaufbereitung. Vielleicht hilft dir auch der Preis, dich von diesem Gedanken zu verabschieden. Unter 3000€ ist für eine solche Kopfstation nicht viel zu machen und je mehr Kanäle umgesetzt werden müssen, desto teurer wird es.

Das Einspeisen von DVB-T macht hingegen keine besonderen Schwierigkeiten.

Ich schlage folgendes vor:

Ziehe zunächst durch die Leerrohre je zwei oder (besser) drei Kabel von einem gemeinsamen Technikraum aus in die einzelnen Wohnungen. Hier zu sparen lohnt sich nicht: Gutes Markenkabel ist auch nicht viel teurer, als No-Name Ware unbekannter Herkunft. Kathrein LCD 111, Hirschmann KOKA 100, Spaun SPOAX 111 LS0H oder Preisner SK 2000 oder SK 2002 wären zum Beispiel gut geeignet.

Zusätzlich müssen noch Kabel von der Antenne in den Technikraum verlegt werden, und zwar 4 Stück pro Satellit, sowie eins für DVB-T und UKW.

Im Technikraum selbst werden die Bauteile für die Verteilung angebracht. Je nachdem, wie viele Satelliten empfangen werden sollen, müssen Multischalter für einen, zwei oder vier Satelliten genommen werden. Genaue Angaben kann ich dir gern nachliefern, wenn ich weiß, welche Nationalitäten in deinem Haus vorkommen für die Programme bereitgestellt werden sollen.

Pflicht ist wohl Astra für die deutschen Programme.

Daneben gibt es noch folgende Satelliten, deren Empfang sich lohnen könnte, wobei die Aufzählung natürlich nicht vollständig ist:
Hotbird 13°: Programme aus ganz Europa und darüber hinaus
Astra2 28,2°: englische Programme
Hellas 39°: griechische Programme
Türksat 42°: türkische Programme
Hispasat 30° West: spanische Programme.

Wie gesagt: Ohne zu wissen, welche Nationalitäten in dem Haus vorkommen, ist eine vernünftige Planung nicht möglich.

Schreib mal zurück mit den Einzelheiten, dann sehen wir weiter. Helfen können wir auf jeden Fall.

Eventuell besteht auch die Möglichkeit, durch Einsatz der Unicable-Technik den Verkabelungsaufwand erheblich zu reduzieren, ohne Verlust an Programmvielfalt und Komfort für die Nutzer. Allerdings ist ein solches Unicable-System auf 2 Satelliten beschränkt.
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Alt 29.04.2010, 08:29   # 4
Flüggi
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Guten Morgen

Danke für die schnelle Antwort.
Ich muß dazu sagen, das ich zwei Angebote habe.
Das eine ist eine Kopfstation mit 32 Programmen.
Die andere ist eine SAT-Anlage mit Receiver in den Wohnungen.

Ich würde nur gern die Vorteile einer Kopfstation nutzen. Das keine Receiver in den Wohnungen sind.
Und die Vorteile der SAT-Anlage. Die Programmvielfalt und die Digitalisierung was immer mehr wird.

Für die Kabelverlegung wurde mir ein Koaxial Kabel 4mm digital Angeboten. Ist das Okay?

Einen Technikraum kann man auf dem Dachboden einrichten. Dort ist auch jetzt die Antennenanlage. Von da geht es auch in alle Wohnungen runter.

Es sollen vier Satelliten mit einer Schüssel empfangen werden
- Astra 19°E
- Hotbird 13°E
- Türksat 42°E
- Sirius 5°E
Ist das möglich?

Als Antenne sind mir folgende Angeboten worden:
- Sat-Spiegel Wave Frontier T90 toroidal
- Kathrein CAS 75 Offset - Parabolantenne

Als LNB:
- Inverto Quattro Black Ultra IDLB-QUTL40
- Kathrein UAS 584 Multiswitch LNB 4-fach digital

Könnt ihr mit diesen Infos weiter helfen?

MfG Flüggi
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Alt 29.04.2010, 10:03   # 5
Dipol
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Zitat:
Zitat von Flüggi Beitrag anzeigen
Ich würde nur gern die Vorteile einer Kopfstation nutzen. Das keine Receiver in den Wohnungen sind.
Diesen "Vorteil" einer analogen Signalzuführung werdet Ihr mit jedem neuen Flachbildfernseher und auch jedem nachträglich teuer eingespeisten Programme ein Stückchen weiter bereuen. Wie King W. schon ausgeführt hat, ist die Signalqualität einer PAL-Zuführung für heutige Ansprüche ungenügend. Außerdem beansprucht man mit diesem System zu viele Frequenzrecourcen. Selbst wenn die Anlage vollbandtauglich ist, gehen bei PAL-Programmübertragungen von vier Satelliten die verfügbaren Kanäle ganz fix aus.

Man kommt ohne digitale Signalzuführung einfach nicht aus, die Phobie vor digitalen Beistellgeräten ist durch entspechend ausgestattete Fernsehgeräte mit internen IRD-Empfängern zu umgehen. Bei 24 Wohnungen kommt die WEG in der Kostenbilanz auf Dauer günstiger weg, wenn jeder seinen alten 4:3 TV durch einen modernen 12:9 Flat mit Digitaltuner ersetzt. Man spart das an der Kopfstelle bei den für 4 Satelliten erforderlichen Umsetzern locker wieder ein, weil pro Kassette nicht nur ein Programm sondern ganze Programmpakete umgesetzt werden. Dabei gibt es drei Varianten:
  • Flats mit analogem und difitalem DVB-T- und DVB-C-Tuner wovon aber nur ein Digitalsystem nutzbar ist (Asiatische Billighersteller wie z. B. LG).
  • Flats mit Multituner der auch Satellitenempfang ermöglicht.
Das Konzept mit Umsetzung in PAL ist so antiquiert, dass es kein verantwortungsvoller Installateur ohne Warnhinweis installiert. Die Umsetzung von HDTV-Programmen in PAL wäre pure Ignoranz.
Zitat:
Zitat von Flüggi Beitrag anzeigen
Für die Kabelverlegung wurde mir ein Koaxial Kabel 4mm digital Angeboten. Ist das Okay?
Je dünner ein Kabel, umso schlechter sind die Dämpfungswerte.
Zitat:
Zitat von Flüggi Beitrag anzeigen
Es sollen vier Satelliten mit einer Schüssel empfangen werden
- Astra 19°E
- Hotbird 13°E
- Türksat 42°E
- Sirius 5°E
Ist das möglich?
Möglich ja, aber obwohl man für die zahlreichen Umsetzer ein kleines Vermögen investieren muss, wird mit dieser Methode nur eine kleiner Ausschnitt des Vollbandspektrums übertragbar sein.
Zitat:
Zitat von Flüggi Beitrag anzeigen
Als Antenne sind mir folgende Angeboten worden:
- Sat-Spiegel Wave Frontier T90 toroidal
- Kathrein CAS 75 Offset - Parabolantenne
Der Installateur will doch hoffentlich nicht mit einer CAS 75 diese 4 Satelliten mit Multifeed empfangen und hat die nur zusätzlich vorgesehen? Die ist schon für Mehrteilnehmerempfang mit 6! Duofeed nicht mehr normgerecht.
Zitat:
Zitat von Flüggi Beitrag anzeigen
Könnt ihr mit diesen Infos weiter helfen?
Aber ja, da empfehle ich eine umgehende Vollbremsung und schnellstens vom technisch unsinnigen und vom Kosten-/Nutzen-Verhältnis unrentablen Konzept einer analogen PAL-Signalzuführung abzukommen. Dieses Konzept lohnt sich nur für den Installateur, den Initiator eines solchen unzeitgemäßen Unsinns werden die Miteigentümer eines Tages mit voller Berechtigung steinigen. Da UniCable bei mehr als zwei Satelliten ausfällt, sind bei 24 WE alternativ folgende digitale Kopfstellenumsetzung noch möglich
  • Umsetzung in COFDM. Das kann jeder neue TV mit DVB-T-Tuner empfangen. Je Umsetzer und Kanal können 4 SD-Programme eingespeist werden. Die Datenrate ist im Gegensatz zur DVB-T-Übertragung über Hausantenne nur minimal schlechter als bei DVB-C (C = Kabel) oder DVB-S (S = Satellit).
  • Umsetzung in QAM. Je Umsetzerkassette kann ein kompletter Satellitentransponder eingespeist werden.
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Alt 29.04.2010, 15:34   # 6
Flüggi
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Danke nochmal für die schnelle Antwort.

Aber jetzt bin ich ganz verwirt. Mit diesen ganzen Abkürzungen komme ich nicht mehr mit.

Mache ich das jetzt mal ganz einfach.

Es handelt sich um Mietwohnungen und ich habe ein Buget von 15000€ zur Verfügung und möchte eine Anlage die auch jeder Älter Person mit klar kommt. Deswegen auch nicht die Receiver Variante.
Auch fremdsprachige Sender sollten Empfangen werden können.

Was würdet Ihr mir Vorschlagen?

MfG Flüggi.
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Alt 29.04.2010, 16:14   # 7
Dipol
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Zitat:
Zitat von Flüggi Beitrag anzeigen
Aber jetzt bin ich ganz verwirt. Mit diesen ganzen Abkürzungen komme ich nicht mehr mit.
Sooo schwer ist es doch nicht. Wenn man einem Umbau mit 24 WE angeht , sollten einem diese Abkürzen schon vertraut sein.
  • PAL = analog, das erlaubt Empfang ohne Receiver selbst mit alten Röhren-TVs und ist der größte Unsinn den Ihr Euch antun könnt.
  • DVB-T wird über die Hausantenne mit relativ geringer digitaler Datenrate übertragen. Satellitenumsetzungen in die DVB-T Modulation COFDM sind aber um Klassen besser. Heute hat jeder Flat einen DVB-T-Tuner und kann diese Signale ohne externen Receiver empfangen. Alle Programme in COFDM sind seniorenfreundlich über eine Fernbedienung zu sehen.
  • DVB-C ist die Digitalübertragung in Kabelnetzen in QAM. Geht nur mit Receiver oder DVB-C-Tuner im TV. Billig-Flats wie LG können mit DVB-T- und DVB-T-Hybridtuner können aber nur auf das eine oder andere eingestellt werden.
  • DVB-S wird in QPSK übertragen, es ist ein Satellitenreceiver oder DVB-S-Tuner im TV erforderlich.

Zitat:
Zitat von Flüggi Beitrag anzeigen
Mache ich das jetzt mal ganz einfach.

Es handelt sich um Mietwohnungen und ich habe ein Buget von 15000€ zur Verfügung und möchte eine Anlage die auch jeder Älter Person mit klar kommt. Deswegen auch nicht die Receiver Variante.
Auch fremdsprachige Sender sollten Empfangen werden können.

Was würdet Ihr mir Vorschlagen?
€ 15.000,00 : 24 WE = € 650,00/WE. Ich nehme doch an, dass jeder daran interessiert ist für diese Ausgabe eine technische Lösung zu bekommen, die auf der Höhe der Zeit und zukunftssicher ist. Beides trifft für eine analoge Kopfstellenumsetzung nicht zu. Mit diesem Etat ist bei Kopfstellenumsetzung in PAL nur ein höchst bescheidenes Programmangebot übertragbar, das sich dann auch noch auf vier Satelliten aufteilt.

Zu einer seriösen Planung gehört vorab eine Bedarfsangabe. Nach der Zahl der Programme und der Anzahl der gewünschten Antennensteckdosen richtet sich dann das Konzept. An einer digitalen Signalzuführung mit komprimierter Digitaltechnik führt kein vernünftiger Weg vorbei. PAL-Bilder sind für Flats > 32 Zoll eine Zumutung und die Umsetzung von HDTV in PAL nur noch grotesk.

Erhebliche Kosten lassen sich durch Einspeisung der örtlichen DVB-T-Programme einsparen. Die sind auf Flats noch eine ganze Klasse besser als PAL-Signale und ohne Umsetzer kostengünstig einzuspeisen. Wie viele Programme sind denn in deiner Region empfangbar?

Der Vorsatz den älteren Hasubewohnern einen Receiver zu ersparen unterstellt, dass die zu doof sind einen Receiver zu bedienen. Wenn das das Maß aller Dinge ist, handelt Ihr Euch die unsinnigste Anlage ein, die mir in den letzten Jahren bekannt wurde.

Wenn sich die Anlage ein fairer und fachkundiger Installateur angesehen hat, sind doch hoffentlich auch Bedenken gegen diese Unfugskonzeption gelten gemacht worden. Falls nämlich nicht, solltet Ihr diesen Installateur schnellstens vergessen und einen suchen, der wegen dieser Konzeption gleich die Hände über dem Kopf zusammen schlägt.

Ich hatte das gleiche Probelm mit meinen Hotelkunden. Die haben sich auch erst alle an den ältesten TV-Gurken im 4:3-Format festgeklammert. Wenn man aber eine mittel- oder gar langfrsitige Rentabilitätsberechnung aufstellt, ist die Trennung von den alten Kisten kein Thema mehr.
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Alt 29.04.2010, 17:41   # 8
King W.
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Ich würde an deiner Stelle überhaupt nicht umsetzen, sondern das Signal der Antenne direkt verteilen.

Das umgesetzte Signal kann auch nicht von jedem Fernseher empfangen werden, sondern er muß einen eingebauten DVB-T oder DVB-C Tuner haben. Das ist zumindest bei älteren Fernsehern nicht der Fall, so daß ein separater DVB-T oder DVB-C Receiver angeschafft werden muß. Dann ist der Unterschied zu einem DVB-S Receiver aber auch nicht mehr groß.

Wegen der Bedienung ist auch keine besondere Umstellung erforderlich. Moderne Receiver verfügen auch über eine Lautstärke-Einstellung und einen Videotext-Dekoder. Die Fernbedienung für das Fernsehgerät wird damit überflüssig, eine einzige Fernbedienung für den Receiver reicht. Wenn der Receiver optisch stört, kann auch auf einen ganz kleinen Receiver zurückgegriffen werden, der einfach komplett in den SCART-Anschluß des Fernsehers eingesteckt wird und dahinter verschwindet.

Bei der Neuanschaffung eines Fernsehers kann man dann darauf achten, daß dieser einen DVB-S Tuner enthält. Dann ist überhaupt kein separater Receiver mehr erforderlich.

Das Umsetzen in DVB-T oder DVB-C ist auch schon deshalb problematisch, weil Türksat mit empfangen werden soll. Auf Türksat gibt es viele schmalbandige Transponder, die nur einen oder wenige Sender beinhalten.

Auf Türksat müßten folgende Transponder umgesetzt werden:
11.064, V (Samanyolu TV)
11.524, V (BRT int.)
11.804, V (Euro D u.a.)
11.830, V (Kanal 7 u.a.)
11.857, V (TGRT)
11.919, V (TRT)
11.996, V (MTV Türkiye)
12.592, H (Cine 5 u.a.)
12.643, H (NTV Avrupa)
12.656, H (Show TV Avrupa)

Das allein wären bereits 10 Transponder nur für die beliebtesten Programme. Darüber hinaus werden auch weitere Programme gern gesehen, EGE TV oder Meltem TV zum Beispiel. Wollte man die auch noch berücksichtigen und umsetzen, wird es für die übrigen drei Satelliten knapp.

Ginge es nach mir, würde ich für den Türksat eine separate Antenne aufstellen, und zwar eine TDE 88. Eine weitere TDE 88 würde ich für Astra, Hotbird und Sirius vorsehen. Mit diesem Feedhalter ist das Anbringen überhaupt kein Problem.

Zum Verteilen der Signale können die Komponenten des TechniSat GigaSystem 17/8 oder des Spaun SMS 17xxx eingesetzt werden. Für eine zeitgemäße Installation sollten schon 3 Anschlüsse pro Wohnung vorhanden sein. Dann kann man z.B. im Wohnzimmer einen Twin- und im Schlafzimmer einen Standard-Receiver einsetzen, oder aber 3 Standard-Receiver. Es werden also insgesamt 72 Anschlüsse benötigt - weder für TechniSat noch für Spaun ein Problem.

Bei dieser Verteilung sind keinerlei Einschränkungen der empfangbaren Programme hinzunehmen.

Zusätzlich läßt sich, wenn gewünscht, auch noch das terrestrische DVB-T Signal einspeisen und verteilen, so daß es mit einem geeigneten Fernseher empfangen werden kann.

Das Ganze ist für weit weniger als 15.000€ zu realisieren. Man kommt selbst dann mit dem Betrag sehr gut hin hin, wenn noch jedem Mieter ein Receiver zur Verfügung gestellt wird.
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Alt 07.05.2010, 13:12   # 9
Flüggi
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Hallo.

Nach dem ich mir alles nochmal durchgelesen habe und überdacht habe ist mir ein gedanke gekommen.

Ihr schreibt, es sollte nicht nur ein Kabel in die Wohnungen gelegt werden, sondern gleich drei.

Meine Überlegung dabei ist,
- wenn ich über ein Kabel Sender einspeise wie bei einer Kopfstation so das alle älteren Mieter nicht ihren Fernseher ändern müssen und Fernsehen können. Ohne Receiver.
- über das zweite Kabel dem Empfang ermögliche, das man in der Wohnung einen Receiver aufstellen kann und Fernsehen wie jeder möchte.

Und das alles über eine Sat-Anlage auf dem Dach. Also nur ein oder zwei Schüsseln.

Ist das möglich?

Dann ist zwar über kurz oder lang die Kopfstation eventuell überflüssig, weil die keiner mehr nutz, aber ich habe für jeden was dabei. Und ich muß nicht in jeder Wohnung einen Receiver aufstellen, sonder die Mieter können das selber entscheiden.

MfG Flüggi
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Alt 07.05.2010, 15:28   # 10
Dipol
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Zitat:
Zitat von Flüggi Beitrag anzeigen
Meine Überlegung dabei ist,
- wenn ich über ein Kabel Sender einspeise wie bei einer Kopfstation so das alle älteren Mieter nicht ihren Fernseher ändern müssen und Fernsehen können. Ohne Receiver.
- über das zweite Kabel dem Empfang ermögliche, das man in der Wohnung einen Receiver aufstellen kann und Fernsehen wie jeder möchte.

Und das alles über eine Sat-Anlage auf dem Dach. Also nur ein oder zwei Schüsseln.

Ist das möglich?
Ja, das ist möglich, aber wirtschaftlich und technisch bei 24 Wohneinheiten unsinnig. Ein zweites Overlaynetz gibt es nur zu ebenfalls unnötigen Mehrkosten, PAL-Signale kann man nämlich problemlos über die Multischalter-Sternverteilung zuführen. Jetzt verrenn dich bloß nicht in die nächste Unsinnskonzeption
Zitat:
Zitat von Flüggi Beitrag anzeigen
Dann ist zwar über kurz oder lang die Kopfstation eventuell überflüssig, weil die keiner mehr nutz, aber ich habe für jeden was dabei. Und ich muß nicht in jeder Wohnung einen Receiver aufstellen, sonder die Mieter können das selber entscheiden.
Was macht das für einen Sinn, dieses unsinnige Konzept ist pure Geldvernichtung!
Zitat:
Zitat von GSS GRUNDIG Info-Highway Mai 2010
Programmanbieter und Sendeanstalten unternehmen große Anstrengungen, um digitale Fernsehsignale zur Verfügung zu stellen. Diese hohe Qualität sollte nicht durch unzeitgemäße Übertragung verschlechtert werden. Da da die heutigen Flachbildfernseher meistens einen DVB-T-Empfänger integriert haben, kann das digitale Fernsehsignal direkt und ohne den Umweg einer analogen Wandlung am Endgerät wiedergeben werden.
Dann übersetze ich das mal so: Die Re-Analogisierung digitaler Signale ist perverser Quatsch, digitale Signalzuführung in welcher Modulation auch immer ein unbedingtes Muss. Noch unsinniger geht es nur durch Einspeisung analoger Satellitensignale, die bekanntlich am 30.03.2012 abgeschaltet werden.

Auch bei älteren Mitbewohnern werden Step by Step alte 4:3 Röhren-TV modernen 16:9 Flat weichen. Bei 24 WE ist eine reinrassige Sternverteilung immer noch einer Umsetzung von QPSK-Satellitensignalen in DVB-T/COFDM vorzuziehen. Schau dir mal an, was billige Flats mit integriertem DVB-S-Receiver kosten.

Die WEG kommt billiger weg wenn sie auf die Kopfstelle verzichtet und dafür jedem der mit einem Receiver nicht klar kommt, ein solches Gerät schenkt!
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Alt 28.05.2012, 11:49 # --
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