| | # 3 | |
| Team SAT-Technik Registriert seit: 01.01.2006 Ort: mitten im Kohlenpott
Beiträge: 9.170
| Hallo und Herzlich Willkommen bei uns im Forum! :liebegru: Was du da machen willst, ist die berühmt-berüchtigte eierlegende Woll-Milchsau. Machbar ist das Ganze zwar schon, aber der Aufwand ist riesig. Zitat:
Die Bildqualität bei einer solchen Kanalaufbereitung erfüllt nur bescheidene Ansprüche, für heutige LCD- oder Plasma-Fernseher ist das unzureichend. Für alte Röhrenfernseher geht es aber. Etwas anders sieht es mit DVB-T aus, wobei allerdings auch dieses Verfahren mit dem SAT-Direktempfang (DVB-S) weder in Puncto Programmvielfalt noch in Hinsicht auf die Bildqualität mithalten kann. Zudem benutzt eine Kanalaufbereitung das gleiche Frequenzband, wie DVB-T. Das zusammen störungsfrei zum Laufen zu bringen, ist äußerst schwierig und erfordert einen erfahrenen Fachmann mit professioneller Meßtechnik. Die Konkurrenz beider Verfahren auf dem gleichen Kabel begrenzt bei der Kanalaufbereitung die Anzahl der Programme. Ich schätze mal, so bei ca. 16 ist Schluß. Wenn du mich fragst - vergiß zumindest die Kanalaufbereitung. Vielleicht hilft dir auch der Preis, dich von diesem Gedanken zu verabschieden. Unter 3000€ ist für eine solche Kopfstation nicht viel zu machen und je mehr Kanäle umgesetzt werden müssen, desto teurer wird es. Das Einspeisen von DVB-T macht hingegen keine besonderen Schwierigkeiten. Ich schlage folgendes vor: Ziehe zunächst durch die Leerrohre je zwei oder (besser) drei Kabel von einem gemeinsamen Technikraum aus in die einzelnen Wohnungen. Hier zu sparen lohnt sich nicht: Gutes Markenkabel ist auch nicht viel teurer, als No-Name Ware unbekannter Herkunft. Kathrein LCD 111, Hirschmann KOKA 100, Spaun SPOAX 111 LS0H oder Preisner SK 2000 oder SK 2002 wären zum Beispiel gut geeignet. Zusätzlich müssen noch Kabel von der Antenne in den Technikraum verlegt werden, und zwar 4 Stück pro Satellit, sowie eins für DVB-T und UKW. Im Technikraum selbst werden die Bauteile für die Verteilung angebracht. Je nachdem, wie viele Satelliten empfangen werden sollen, müssen Multischalter für einen, zwei oder vier Satelliten genommen werden. Genaue Angaben kann ich dir gern nachliefern, wenn ich weiß, welche Nationalitäten in deinem Haus vorkommen für die Programme bereitgestellt werden sollen. Pflicht ist wohl Astra für die deutschen Programme. Daneben gibt es noch folgende Satelliten, deren Empfang sich lohnen könnte, wobei die Aufzählung natürlich nicht vollständig ist: Hotbird 13°: Programme aus ganz Europa und darüber hinaus Astra2 28,2°: englische Programme Hellas 39°: griechische Programme Türksat 42°: türkische Programme Hispasat 30° West: spanische Programme. Wie gesagt: Ohne zu wissen, welche Nationalitäten in dem Haus vorkommen, ist eine vernünftige Planung nicht möglich. Schreib mal zurück mit den Einzelheiten, dann sehen wir weiter. Helfen können wir auf jeden Fall. Eventuell besteht auch die Möglichkeit, durch Einsatz der Unicable-Technik den Verkabelungsaufwand erheblich zu reduzieren, ohne Verlust an Programmvielfalt und Komfort für die Nutzer. Allerdings ist ein solches Unicable-System auf 2 Satelliten beschränkt.
__________________ Es gibt keine großen Entdeckungen und Fortschritte, solange es noch ein unglückliches Kind auf Erden gibt. Albert Einstein Nokia? Nein danke! | |
|
| | # 4 |
| Threadstarter Registriert seit: 27.04.2010 Ort: Nahe Bremen
Beiträge: 4
| Guten Morgen Danke für die schnelle Antwort. ![]() Ich muß dazu sagen, das ich zwei Angebote habe. Das eine ist eine Kopfstation mit 32 Programmen. Die andere ist eine SAT-Anlage mit Receiver in den Wohnungen. Ich würde nur gern die Vorteile einer Kopfstation nutzen. Das keine Receiver in den Wohnungen sind. Und die Vorteile der SAT-Anlage. Die Programmvielfalt und die Digitalisierung was immer mehr wird. Für die Kabelverlegung wurde mir ein Koaxial Kabel 4mm digital Angeboten. Ist das Okay? Einen Technikraum kann man auf dem Dachboden einrichten. Dort ist auch jetzt die Antennenanlage. Von da geht es auch in alle Wohnungen runter. Es sollen vier Satelliten mit einer Schüssel empfangen werden - Astra 19°E - Hotbird 13°E - Türksat 42°E - Sirius 5°E Ist das möglich? Als Antenne sind mir folgende Angeboten worden: - Sat-Spiegel Wave Frontier T90 toroidal - Kathrein CAS 75 Offset - Parabolantenne Als LNB: - Inverto Quattro Black Ultra IDLB-QUTL40 - Kathrein UAS 584 Multiswitch LNB 4-fach digital Könnt ihr mit diesen Infos weiter helfen? MfG Flüggi |
|
| | # 5 | ||||
| Team SAT-Technik Registriert seit: 19.03.2007
Beiträge: 4.147
| Zitat:
Man kommt ohne digitale Signalzuführung einfach nicht aus, die Phobie vor digitalen Beistellgeräten ist durch entspechend ausgestattete Fernsehgeräte mit internen IRD-Empfängern zu umgehen. Bei 24 Wohnungen kommt die WEG in der Kostenbilanz auf Dauer günstiger weg, wenn jeder seinen alten 4:3 TV durch einen modernen 12:9 Flat mit Digitaltuner ersetzt. Man spart das an der Kopfstelle bei den für 4 Satelliten erforderlichen Umsetzern locker wieder ein, weil pro Kassette nicht nur ein Programm sondern ganze Programmpakete umgesetzt werden. Dabei gibt es drei Varianten:
Zitat:
Zitat:
Zitat:
Aber ja, da empfehle ich eine umgehende Vollbremsung und schnellstens vom technisch unsinnigen und vom Kosten-/Nutzen-Verhältnis unrentablen Konzept einer analogen PAL-Signalzuführung abzukommen. Dieses Konzept lohnt sich nur für den Installateur, den Initiator eines solchen unzeitgemäßen Unsinns werden die Miteigentümer eines Tages mit voller Berechtigung steinigen. Da UniCable bei mehr als zwei Satelliten ausfällt, sind bei 24 WE alternativ folgende digitale Kopfstellenumsetzung noch möglich
| ||||
|
| | # 6 |
| Threadstarter Registriert seit: 27.04.2010 Ort: Nahe Bremen
Beiträge: 4
| Danke nochmal für die schnelle Antwort. Aber jetzt bin ich ganz verwirt. Mit diesen ganzen Abkürzungen komme ich nicht mehr mit. Mache ich das jetzt mal ganz einfach. Es handelt sich um Mietwohnungen und ich habe ein Buget von 15000 zur Verfügung und möchte eine Anlage die auch jeder Älter Person mit klar kommt. Deswegen auch nicht die Receiver Variante. Auch fremdsprachige Sender sollten Empfangen werden können. Was würdet Ihr mir Vorschlagen? MfG Flüggi. |
|
| | # 7 | ||
| Team SAT-Technik Registriert seit: 19.03.2007
Beiträge: 4.147
| Zitat:
Zitat:
Zu einer seriösen Planung gehört vorab eine Bedarfsangabe. Nach der Zahl der Programme und der Anzahl der gewünschten Antennensteckdosen richtet sich dann das Konzept. An einer digitalen Signalzuführung mit komprimierter Digitaltechnik führt kein vernünftiger Weg vorbei. PAL-Bilder sind für Flats > 32 Zoll eine Zumutung und die Umsetzung von HDTV in PAL nur noch grotesk. Erhebliche Kosten lassen sich durch Einspeisung der örtlichen DVB-T-Programme einsparen. Die sind auf Flats noch eine ganze Klasse besser als PAL-Signale und ohne Umsetzer kostengünstig einzuspeisen. Wie viele Programme sind denn in deiner Region empfangbar? Der Vorsatz den älteren Hasubewohnern einen Receiver zu ersparen unterstellt, dass die zu doof sind einen Receiver zu bedienen. Wenn das das Maß aller Dinge ist, handelt Ihr Euch die unsinnigste Anlage ein, die mir in den letzten Jahren bekannt wurde. Wenn sich die Anlage ein fairer und fachkundiger Installateur angesehen hat, sind doch hoffentlich auch Bedenken gegen diese Unfugskonzeption gelten gemacht worden. Falls nämlich nicht, solltet Ihr diesen Installateur schnellstens vergessen und einen suchen, der wegen dieser Konzeption gleich die Hände über dem Kopf zusammen schlägt. Ich hatte das gleiche Probelm mit meinen Hotelkunden. Die haben sich auch erst alle an den ältesten TV-Gurken im 4:3-Format festgeklammert. Wenn man aber eine mittel- oder gar langfrsitige Rentabilitätsberechnung aufstellt, ist die Trennung von den alten Kisten kein Thema mehr. | ||
|
| | # 8 |
| Team SAT-Technik Registriert seit: 01.01.2006 Ort: mitten im Kohlenpott
Beiträge: 9.170
| Ich würde an deiner Stelle überhaupt nicht umsetzen, sondern das Signal der Antenne direkt verteilen. Das umgesetzte Signal kann auch nicht von jedem Fernseher empfangen werden, sondern er muß einen eingebauten DVB-T oder DVB-C Tuner haben. Das ist zumindest bei älteren Fernsehern nicht der Fall, so daß ein separater DVB-T oder DVB-C Receiver angeschafft werden muß. Dann ist der Unterschied zu einem DVB-S Receiver aber auch nicht mehr groß. Wegen der Bedienung ist auch keine besondere Umstellung erforderlich. Moderne Receiver verfügen auch über eine Lautstärke-Einstellung und einen Videotext-Dekoder. Die Fernbedienung für das Fernsehgerät wird damit überflüssig, eine einzige Fernbedienung für den Receiver reicht. Wenn der Receiver optisch stört, kann auch auf einen ganz kleinen Receiver zurückgegriffen werden, der einfach komplett in den SCART-Anschluß des Fernsehers eingesteckt wird und dahinter verschwindet. Bei der Neuanschaffung eines Fernsehers kann man dann darauf achten, daß dieser einen DVB-S Tuner enthält. Dann ist überhaupt kein separater Receiver mehr erforderlich. Das Umsetzen in DVB-T oder DVB-C ist auch schon deshalb problematisch, weil Türksat mit empfangen werden soll. Auf Türksat gibt es viele schmalbandige Transponder, die nur einen oder wenige Sender beinhalten. Auf Türksat müßten folgende Transponder umgesetzt werden: 11.064, V (Samanyolu TV) 11.524, V (BRT int.) 11.804, V (Euro D u.a.) 11.830, V (Kanal 7 u.a.) 11.857, V (TGRT) 11.919, V (TRT) 11.996, V (MTV Türkiye) 12.592, H (Cine 5 u.a.) 12.643, H (NTV Avrupa) 12.656, H (Show TV Avrupa) Das allein wären bereits 10 Transponder nur für die beliebtesten Programme. Darüber hinaus werden auch weitere Programme gern gesehen, EGE TV oder Meltem TV zum Beispiel. Wollte man die auch noch berücksichtigen und umsetzen, wird es für die übrigen drei Satelliten knapp. Ginge es nach mir, würde ich für den Türksat eine separate Antenne aufstellen, und zwar eine TDE 88. Eine weitere TDE 88 würde ich für Astra, Hotbird und Sirius vorsehen. Mit diesem Feedhalter ist das Anbringen überhaupt kein Problem. Zum Verteilen der Signale können die Komponenten des TechniSat GigaSystem 17/8 oder des Spaun SMS 17xxx eingesetzt werden. Für eine zeitgemäße Installation sollten schon 3 Anschlüsse pro Wohnung vorhanden sein. Dann kann man z.B. im Wohnzimmer einen Twin- und im Schlafzimmer einen Standard-Receiver einsetzen, oder aber 3 Standard-Receiver. Es werden also insgesamt 72 Anschlüsse benötigt - weder für TechniSat noch für Spaun ein Problem. Bei dieser Verteilung sind keinerlei Einschränkungen der empfangbaren Programme hinzunehmen. Zusätzlich läßt sich, wenn gewünscht, auch noch das terrestrische DVB-T Signal einspeisen und verteilen, so daß es mit einem geeigneten Fernseher empfangen werden kann. Das Ganze ist für weit weniger als 15.000 zu realisieren. Man kommt selbst dann mit dem Betrag sehr gut hin hin, wenn noch jedem Mieter ein Receiver zur Verfügung gestellt wird.
__________________ Es gibt keine großen Entdeckungen und Fortschritte, solange es noch ein unglückliches Kind auf Erden gibt. Albert Einstein Nokia? Nein danke! |
|
| | # 9 |
| Threadstarter Registriert seit: 27.04.2010 Ort: Nahe Bremen
Beiträge: 4
| Hallo. Nach dem ich mir alles nochmal durchgelesen habe und überdacht habe ist mir ein gedanke gekommen. Ihr schreibt, es sollte nicht nur ein Kabel in die Wohnungen gelegt werden, sondern gleich drei. Meine Überlegung dabei ist, - wenn ich über ein Kabel Sender einspeise wie bei einer Kopfstation so das alle älteren Mieter nicht ihren Fernseher ändern müssen und Fernsehen können. Ohne Receiver. - über das zweite Kabel dem Empfang ermögliche, das man in der Wohnung einen Receiver aufstellen kann und Fernsehen wie jeder möchte. Und das alles über eine Sat-Anlage auf dem Dach. Also nur ein oder zwei Schüsseln. Ist das möglich? Dann ist zwar über kurz oder lang die Kopfstation eventuell überflüssig, weil die keiner mehr nutz, aber ich habe für jeden was dabei. Und ich muß nicht in jeder Wohnung einen Receiver aufstellen, sonder die Mieter können das selber entscheiden. MfG Flüggi |
|
| | # 10 | |||
| Team SAT-Technik Registriert seit: 19.03.2007
Beiträge: 4.147
| Zitat:
Zitat:
Zitat:
Auch bei älteren Mitbewohnern werden Step by Step alte 4:3 Röhren-TV modernen 16:9 Flat weichen. Bei 24 WE ist eine reinrassige Sternverteilung immer noch einer Umsetzung von QPSK-Satellitensignalen in DVB-T/COFDM vorzuziehen. Schau dir mal an, was billige Flats mit integriertem DVB-S-Receiver kosten. Die WEG kommt billiger weg wenn sie auf die Kopfstelle verzichtet und dafür jedem der mit einem Receiver nicht klar kommt, ein solches Gerät schenkt! | |||
|
| | # -- |
| News Flash | Das könnte Dich auch noch interessieren:
Nicht fündig geworden? Dann ohne Anmeldung in unserem Gast-Forum nachfragen. |






