Multifeedanlage Astra 19,2°; 28,5° Hotbird 13°

Alt 23.04.2010, 23:10   # 1
Marder
 
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Multifeedanlage Astra 19,2°; 28,5° Hotbird 13°

Moin moin,

bin neu hier und hätte eine Frage....

In einem Wohnhaus in Hamburg, soll eine neue Satanlage auf dem Dach installiert werden.

Es werden ca. 12 Teilehmer bzw. Receiver sein, 2*2; 2*1; 1*4 Anschlüsse pro Wohnung stehen fest, restliche 2 sind Reserve.

Für alle soll Astra 19,2°über Quattro LNB mit Multischalter empfangbar sein, mehr nicht.

Nur für mich und Frauchen, wollte ich gerne noch 28,5° und Hotbird 13° haben auf ein Twin Receiver ( Abcom 9000) und 2 Fire DTV Boxen ( TV-Karten).
Vielleicht später, wenn es möglich ist, ein Wechsel auf Astra 23,5° ( 4,3°Problem).

Kabel liegen schon 8 Stk, vom Dach zum Multischalter, leider geht nicht mehr ( ca. 10m Länge pro Kabel ).

Meine Vorstellung ist :

Antenne : Technisat Satmann 850 mit 1 Quattro und 2 Twin LNBs von Alps Bste9 und 2 mal Bste5.

oder : Kathrein Cas 90 mit den Alps oder Kathrein LNBs, 1 mal Quattro und 2 mal Twin.
Multifeedhalter ist klar, ausser bei org. Kathrein, wegen den 4,3° auf 23,5° später ob das geht.

Mit der Technisat ist man felxibler, oder täusche ich mich da ?


Multischalter : Spaun SMS 51202 F dachte ich.


Für 13°Hotbird und 28,5° sollen 2 Spaun Diseqc Relais SUR 420 F an 2 Ausgängen ran.
Damit habe ich zwar nur auf jeweils einem Tuner alle, auf dem anderen nur Astra 19,2,
aber das ist mir egal.

Max. Kabellänge zum weitesten Receiver wir so ca. 20 m sein vom Multischalter.
Da hoffe ich, das es mit der Dämpfung alles geht.

Ich hoffe, das klappt so mit den Komponenten.
Wenn jemand einen besseren Tipp hat, immer zu.

Danke schonmal und hier ist es sehr gut und verständlich für alle erklärt, wie was zu machen ist.

Ein Kompliment an King W. und Diplo, an andere natürlich auch, ich hab selten so gute Facherklärungen gelesen.

mfg

Andreas
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Alt 24.04.2010, 01:38   # 2
King W.
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Mit der TechniSat-Antenne wirst du Probleme haben, weil die eine spezielle Halterung für ihre LNB's besitzen. Für Astra/Hotbird ist die Antenne ganz OK, das ist von TechniSat auch so vorgesehen, für mehr als 2 Satelliten müßtest du dieses Skytenne System verwenden, das besteht im Prinzip aus 4 Alps-LNB, die TS unter eigenem Label verkauft und einem Halter (für über 100€!). Sorry, das wäre mir für ein bißchen Blech zu teuer, da sollte TS mal über die Preisgestaltung nachdenken.

Kathrein stellt zweifellos sehr gute Antennen her, für 4 Satelliten ist aber eine spezielle Schiene erforderlich. Es gibt zwar so etwas, aber bislang noch nicht offiziell zu kaufen. Dipol kann eine solche Schiene aber besorgen.

Auf Augenhöhe mit der CAS 90 ist die Triax TDE 88. Hierzu gibt es Feedhalter zur Befestigung mehrerer LNB's. Die Halter sind sehr stabil und lassen sich problemlos schräg montieren, so daß der unterschiedlichen Elevation der Satelliten Rechnung getragen werden kann. Den Winkel kann ich dir gern ausrechnen. Mit dieser Antenne und dem Halter dazu hast du die wenigsten Probleme. Leider werden die TDE's nicht mehr hergestellt, SEH hat aber noch einige auf Lager.

Ein weiterer Vorteil ist die Tatsache, daß alle LNB's mit 40mm Hals verwendet werden können. Das eröffnet die Möglichkeit, ohne Adapter (der an einer Kathrein-Antenne aussieht, wie gewollt und nicht gekonnt) die Alps-LNB's zu verwenden. Zweifellos gehören diese LNB's trotz des vergleichsweise sehr niedrigen Preises zum Besten, was du bekommen kannst. Für Astra ist das Quattro OK, für die anderen Satelliten das Twin. Auf der Seite von SEH ist noch die alte Gehäuseform abgebildet, geliefert wird jedenfalls die neue Bauform (Raketenfeed).

Die beiden DiSEqC-Schalter kannst du von Spaun nehmen, allerdings wäre der SUR 420F weniger gut geeignet. Er arbeitet mit der DiSEqC-Version 2.1 und ist dann anzuraten, wenn mehrere Schalter kaskadiert werden sollen. Für deine Zwecke tut es der SAR 410 F genau so gut. Der Grund: Ein Multischalter mit nur 4 SAT-Eingängen benötigt keine DiSEqC-Steuersignale, jeder Ausgang verhält sich so, als sei es ein Single-LNB. Der 4er DiSEqC-Schalter "denkt" quasi, an seinen Eingängen seien 4 einzelne LNB's angeschlossen.

Als Multischalter könntest du den Spaun SMS 51202 F nehmen, aber wie sagt man so schön: Das Bessere ist des guten Feind.

Für etwa den gleichen Preis bekommst du auch den Jultec JRM 0512T oder den JRM 0516T. Diese Schalter haben gleich 3 Vorteile:
  • Die Teilnehmerentkopplung ist besser *
  • Der Schalter hat einen außergewöhnlich niedrigen Stromverbrauch und benötigt keine eigene Stromversorgung. Falls kein Receiver eingeschaltet ist, verbraucht die komplette Antennenanlage keinen Strom.
  • Das Gehäuse ist aus Alu-Druckguß. Es ist nahezu unverwüstlich, bietet eine perfekte Abschirmung gegen Störungen aller Art und dient zugleich als Kühlkörper für die elektrischen Komponenten.
Die Qualität der Jultec-Schalter sieht man schon auf den ersten Blick. In dieser Broschüre sind die Schalter der JRM-Reihe auf Seite 5 beschrieben.

Interessant auch die Angabe
"Abzweig 950…2200 MHz: +1 ... +5 dB"

Das bedeutet, daß die höheren Frequenzen kräftiger verstärkt werden, als die niedrigeren. Damit wird die bei höheren Frequenzen ansteigende Kabeldämpfung wieder ausgeglichen. Das ermöglichtden problemlosen Anschluß auch langer Kabel (20m und mehr). Der Fairness halber sei nicht verschwiegen, daß auch der Spaun-Schalter über eine derartige "Schräglagenentzerrung" verfügt.

Offensichtlich legst du bei deiner Anlagenplanung Wert auf beste Qualität. Dazu ist es auch erforderlich, daß die Verkabelung ein ähnlich hohes Qualitätsniveau aufweist. Hier bilden die F-Stecker den Schwachpunkt. Besser als die Standardware sind auf jeden Fall die vergoldeten F-Stecker - wenn es denn Aufschraubstecker sein sollen.

Noch weitaus besser, weil sie eine viel höhere Abschirmung haben, sind Kompressionsstecker. Allerdings ist zur Montage dieser Stecker eine Kompressionszange erforderlich. Um seinen Kunden die Möglichkeit zu geben, die hochwertigen Kompressionsstecker zu nutzen, bietet SEH zum Selbstkostenpreis ein Set an, bestehend aus einer Kompressionszange, einem Abisolierer und 100 F-Steckern. Das dazu passende Kabel, das Hirschmann KOKA 100, wird ebenfalls angeboten. Nach getaner Arbeit wird das Set einfach zurückgeschickt. Der Kaufpreis wird postwendend erstattet, abzüglich der verbrauchten Stecker, versteht sich. Eine Leihgebühr wird nicht erhoben, der Kunde trägt lediglich die Portokosten für die Rücksendung.

Das Set, das Hirschmann-Kabel und die Jultec-Schalter sind noch ganz neu im Sortiment und auf der Seite von SEH noch nicht zu finden. Die Sachen sind aber lieferbar und können telefonisch (02323/61887) bestellt werden.

* Mittlerweile hat Spaun nachgelegt und ebenfalls einen Schalter mit hoher Teilnehmerentkopplung ins Lieferprogramm aufgenommen. Es handelt sich dabei um den SMS 51203.

Etwas störend bei dem Schalter ist allerdings die hohe Anschlußverstärkung (Gefahr von Bildstörungen durch Übersteuerung) und die übertriebene Schräglagenentzerrung von 6 dB (10 - 4). Das Hirschmann-Kabel hat einen Unterschied in der Dämpfung von ca. 12 dB zwischen 950 und 2200 MHz - pro 100m! 6 dB gleichen demzufolge die Schräglage von 50m Kabel aus. Bei derart langen Kabelwegen ist der Schalter ideal.

OK, bei schlechtem Kabel sind die 6dB schon viel früher erreicht, aber willst du schlechtes Kabel verwenden, nur um deine Anlage an den Spaun-Schalter anzupassen? Ich denke, wohl kaum.

Mich persönlich stört auch noch der Regler zur Anpassung von Hoch- und Tiefband (obwohl ich das leicht einmessen könnte). Spaun hätte zumindest den Schaltern der Premium-Serie eine AGC spendieren sollen ...
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Alt 24.04.2010, 10:30   # 3
Marder
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Danke King W. für die Tipps.

Es sollen nur 3 LNBs ran, später wenn umbau auf 23,5° von 28,5°. War etwas unverständlich ausgedrückt, habe ja nicht mehr Kabel zur verfügung, leider.

Aber die TDE-88 ist gut, die wird es werdenund die Farbe passt auch.

Auch der Multischalter von Jultec ist gut, kannte ich gar nicht.

Gute Kabel und Stecker sind klar, sonst bringt der beste Receiver nichts.
Wie bei einer Stereoanlage, da kann man auch mit besseren Kabeln mehr Klang rauskitzeln. Das muß auch nicht übertrieben teuer werden,da sind gute Boxenkabel das A&O, die bezahlbar sind.

Nur der Spaun SAR 410 F machte mich stutzig, da steht was von Universal LNBs. Nachfolger ist ja der SAR 411 F.
Aber wenn es geht, nehme ich den.

Man sagte mir, der SUR 420 F würde nur mit Diseqc 1.1 schalten, nicht 2.1, warum auch immer. Kann das nicht beurteilen, magels Erfahrung.

Ja die Stecker Crimpen ist auch gut. Hatte zwar nie Probleme damit, denn Abisolieren kann ich gut und immer drauf geachtet, das der Stecker fest sitzt. Werde ich aber mal überlegen.

Ja, mit einigen Zubehörpreisen habe ich auch so einige Bauchschmerzen, wenn den wenigstens die Qualität stimmen würde, was aber meißt nicht der Fall ist.

Dann werde ich Montag mal bestellen, danke für die gute Hilfe.

mfg

Andreas
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Alt 24.04.2010, 15:22   # 4
King W.
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Zitat:
Zitat von Marder Beitrag anzeigen
Aber die TDE-88 ist gut, die wird es werden und die Farbe passt auch.
Das ist auch eine prima Antenne, empfangsstark, leicht zu montieren und praktisch unverwüstlich.

Achte aber bitte auf eine stabile Befestigung. Das Biest ist richtig schwer (von nichts kommt nichts).
Zitat:
Auch der Multischalter von Jultec ist gut, kannte ich gar nicht.
Ich bis vor kurzem auch nicht. Die Firma gibt es auch erst seit 2004 und seit 2007 ist die Firma angefangen, Schalter in kleiner Stückzahl unter eigenem Namen auf den Markt zu bringen. Die Schalter sind nur in wenigen, ausgewählten Fachgeschäften zu bekommen, nicht aber bei den ebay-Kistenschiebern. Kannst es ja mal versuchen: Du bekommst 0 Ergebnisse. Und das wird sich auch vorläufig nicht ändern.
Zitat:
Gute Kabel und Stecker sind klar, sonst bringt der beste Receiver nichts.
Wie bei einer Stereoanlage, da kann man auch mit besseren Kabeln mehr Klang rauskitzeln. Das muß auch nicht übertrieben teuer werden,da sind gute Boxenkabel das A&O, die bezahlbar sind.
Guter und absolut zutreffender Vergleich. Mit Class-A Kabel (Schirmung > 95 dB und Kabeldämpfung nicht mehr als 30 dB bei 2200 MHz) und Kompressionssteckern ist die Anlage vor Störungen sicher. Manche DECT-Telefone, allen voran das Siemens Gigaset, sind dafür bekannt, bei unzureichender Abschirmung einzelne Transponder zu stören. Mit dem Hirschmann-Kabel und den Steckern aus dem Set wird dir das nicht passieren.
Zitat:
Nur der Spaun SAR 410 F machte mich stutzig, da steht was von Universal LNBs. Nachfolger ist ja der SAR 411 F.
Aber wenn es geht, nehme ich den.
Der Schalter merkt ja gar nicht, daß er sein Signal nicht von einem Universal-LNB, sondern von einem Multischalter bekommt. Der Schalter könnte nur dann Probleme verursachen, wenn dahinter ein Multischalter für mehr als einen Satelliten folgt. Ein Multischalter, der ohne DiSEqC-Steuerung arbeitet, verhält sich an jedem Ausgang so, als sei es ein Universal-LNB.
Zitat:
Man sagte mir, der SUR 420 F würde nur mit Diseqc 1.1 schalten, nicht 2.1, warum auch immer. Kann das nicht beurteilen, mangels Erfahrung.
DiSEqC 1.1 genügt in deinem Fall vollkommen, ja sogar DiSEqC 1.0 wäre ausreichend. Viele Receiver beherrschen DiSEqC 2.1 nicht einmal.
Zitat:
Ja die Stecker Crimpen ist auch gut. Hatte zwar nie Probleme damit, denn Abisolieren kann ich gut und immer drauf geachtet, das der Stecker fest sitzt. Werde ich aber mal überlegen.
Es sind ja keine Crimpstecker, sondern Kompressionsstecker, die funktionieren etwas anders und sehen auch anders aus, siehe hier. Mit Hilfe einer Kompressionszange wird das hintere Plastikteil in den Stecker eingepreßt, dadurch entsteht einmal ein besonders guter Kontakt zwischen der Abschirmung des Kabels und dem Steckergehäuse und zum andern eine wasserdichte Verbindung zwischen Kabel und Stecker. Letzteres ist allerdings, wenn Alps-LNB's verwendet werden, bei deren perfektem Wetterschutz nicht nötig. Aber doppelt hält besser.

Zitat:
Dann werde ich Montag mal bestellen, danke für die gute Hilfe.
Ja, tu das. Mit den angegebenen Komponenten bekommst du eine Spitzen-Anlage, die dir viele Jahre ungetrübten Fernsehgenuß bieten wird.
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Alt 28.06.2010, 12:01   # 5
Marder
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Moin,
weiss zufällig einer die Feedarmlänge der Triax TDE 88, damit ich die LNB Abstände ausrechnen kann ?
Der hängt schon auf dem Dach und kommen da nicht ran, der Mieter ist nicht da.

Der Monteur kennt sich nur mit Kathrein aus, wo alles vorgegeben ist.....
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Alt 28.06.2010, 17:27   # 6
King W.
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Die Feedarmlänge allein nützt dir nicht viel, wenn du die Schüssel genau berechnen willst, brauchst du auch die übrigen Parameter (z.B. die Stärke der Wölbung).

Von den Dimensionen her unterscheidet sich die TDE 88 aber nicht sonderlich von der CAS 90. Der Monteur kann zur ersten Einstellung der Antenne erst einmal die gleichen Parameter verwenden, wie bei der Kathrein-Antenne auch.

Damit ist auf jeden Fall schon mal Empfang möglich. Am besten, er montiert zunächst die Multifeed-Schiene. Um die unterschiedliche Elevation der verschiedenen Satelliten zu berücksichtigen, ist es erforderlich, daß die Schiene leicht schräg montiert wird. Der "Schrägwinkel" für die angegebenen Satelliten und Hamburg als Aufstellungsort beträgt 7°. Vom Mast aus gesehen muß die linke Seite tiefer als die rechte Seite sein.

Anschließend wird ein LNB 1-2 fingerbreit links von der Mitte (wieder vom Mast aus gesehen, hier kommt es aber nicht auf ein paar mm an) montiert und die Antenne damit auf Astra eingemessen und festgezogen.

Das LNB für Hotbird noch weiter nach links unten. Hier wird der Empfang durch Verschieben des LNB-Halters auf der Stange optimiert. Die richtige Höhe ergibt sich durch den vorher eingestellten Winkel automatisch. Das LNB für Astra2 kommt nach rechts oben, der Abstand zwischen diesem und dem Astra-LNB ist etwas größer, als der Abstand zwischen den Astra- und Hotbird-LNB's.

Sicher, bei Kathrein ist es, wenn man so will, einfacher - und ungenauer.

Die Adapterplatte besitzt Kerben, wo die Kathrein-LNB's eingerastet werden können. Da müssen zwangsläufig Kompromisse eingegangen werden, denn die Winkel zwischen zwei Satelliten sind überall in Deutschland unterschiedlich. Außerdem läßt sich die für den Empfang von Astra und Astra2 erforderliche Adapterplatte (ZAS 90) nicht so ohne weiteres schräg montieren. Kein Wunder, daß sich etliche Fremdhersteller dieser Antenne angenommen haben und Lösungen speziell für dieses Problem anbieten.

Ich kann mir auch kaum vorstellen, daß der Monteur, wenn er eine Kathrein-Anlage aufbauen kann, mit der TDE und den übrigen Komponenten ernsthaft Schwierigkeiten haben könnte. Die Antenne ist wirklich nicht sonderlich schwierig aufzubauen.
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Alt 28.06.2010, 18:40   # 7
Marder
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Danke King W.

Naja, der sagte auch Blitzschutz und Potenzialausgleich braucht man nicht, bringt nicht viel und ob das mit den Komponenten überhaupt geht, wisse er nicht, die Schüssel ist zu klein und bla bla.....

Ich hoffe der Elektriker hat nicht gelogen, der sagte es ist ein 16 mm Erdungskabel dran. Aber wo er es angeschlossen hat, hat er nicht verraten.

Ich lass mich überraschen.

Hier das Haus : http://commondatastorage.googleapis....l/12701349.jpg

Die Schüssel kommt kommt in die Mitte aufs Dach, zwischen den beiden Schrägfenstern hin.
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Alt 28.06.2010, 22:09   # 8
Dipol
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Zitat:
Zitat von Marder Beitrag anzeigen
Naja, der sagte auch Blitzschutz und Potenzialausgleich braucht man nicht, bringt nicht viel...
Solchen inkompetenten "Fachleuten" gehört im wahrsten Wortsinn das Handwerk gelegt.
Zitat:
Zitat von Marder Beitrag anzeigen
Ich hoffe der Elektriker hat nicht gelogen, der sagte es ist ein 16 mm Erdungskabel dran. Aber wo er es angeschlossen hat, hat er nicht verraten.
Das ist aber hochgradig relevant! Und lass mich spekulieren: Der Erdungsdraht ist nicht massiv, sondern mehrdrähtig, obwohl das seit 2004 explizit untersagt ist. Unbedingt nachfragen, die häuslichen Sanitärnetze sind nämlich auch schon seit Jahren für Erdung und Potenzialausgleich tabu! Ebensowenig ist der Anschluss an eine Dachrinne eine normgerechte Erde.
Zitat:
Zitat von Marder Beitrag anzeigen
Die Schüssel kommt kommt in die Mitte aufs Dach, zwischen den beiden Schrägfenstern hin.
Wer bei dieser Überdachposition eine Erdung für überflüssig hält, sollte sich ganz schnell einen anderen Job suchen bevor er mal in die Haftung genommen wird.
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Alt 28.06.2010, 22:43   # 9
Marder
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Ich war auch angesäuert bei dem Gespräch Heute mit den beiden.

Mittwoch soll es ja endlich gemacht werden. Ich werde berichten, was da nun ist.

erstmal Danke
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Alt 28.06.2010, 23:14   # 10
Dipol
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Zitat:
Zitat von Marder Beitrag anzeigen
Mittwoch soll es ja endlich gemacht werden. Ich werde berichten, was da nun ist.
Nach deinen bisherigen Erkenntnissen gibt es doch nur eine Alternative: Diese Normkoryphähen in die Wüste schicken und einen kompetenteren Auftragnehmer suchen.
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Alt 29.06.2010, 07:12   # 11
Marder
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Nur bin ich nicht der Auftraggeber, sondern mein Nachbar.

Hatte ja angeboten, ein Freund macht das, der ist gesundheitlich zwar nicht voll da, aber er wäre da gewesen.

Muß dem Nachbarn wohl mal genau sagen, wie Blitze sich Ihren Weg suchen und das das Haus abbrennen könnte im schlimmsten Fall.

Da ist der defekte Receiver und TV das mindeste bei sowas.


Das an dem Haus ein Blitzschutzsystem ist, glaube ich auch nicht. Habe da nichts gesehen.
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Alt 29.06.2010, 08:07   # 12
King W.
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Zitat:
Zitat von Marder Beitrag anzeigen
Naja, der sagte auch Blitzschutz und Potenzialausgleich braucht man nicht, bringt nicht viel und ob das mit den Komponenten überhaupt geht, wisse er nicht, die Schüssel ist zu klein und bla bla.....
Er kann ja den Blitz bitten, nicht in euer Haus einzuschlagen. Solange dieser sich dran hält, bringt der Blitzschutz tatsächlich nichts.

Leider sind Blitze aber ab und zu etwas eigenwillig und schlagen - Murphy läßt grüßen - immer dort ein, wo gerade kein Blitzschutz vorhanden ist.

Ich habe schon mal einen vom Blitz heimgesuchten Multischalter ausgewechselt. Schade, ich habe ihn nicht fotografiert, sonst hätte ich das Bild zur Erbauung des "Fachmanns" hier eingestellt. Das Teil sah ungefähr so aus, wie ein Steak, das viel zu lange in der Pfanne gelegen hat.

Ähnlich verhält es sich mit dem Potentialausgleich: Solange niemals ein Receiver oder eine andere elektrische Komponente Netzspannung (und sei es auch nur durch Induktion) in die Antennenanlage einträgt, ist auch der Potentialausgleich unnötig. Aber auch nur dann.

Die Wirklichkeit sieht meist anders aus. Ich habe schon mehr als eine Antenne angefaßt und ein mehr oder minder starkes Kribbeln gespürt - ein sicheres Zeichen, daß für den Potentialausgleich Nachbesserungsbedarf besteht.

Hier ist ein Link auf eine PDF-Datei. Bitte drucke sie aus und gib sie dem Elektriker zum Lesen!

Und von wegen, Antenne zu klein. Wenn der Elektriker noch einmal was sagt, frage ihn doch einmal, ob er eine Kathrein CAS 80 montieren würde und ob die ausreichend sei. Wenn er es bejaht, kannst du ihm ja sagen, die TDE 88 ist 10 cm größer ...

Ich finde, der Mann sollte weniger meckern und stattdessen ordentliche und normgerechte Arbeit abliefern. Dann wird auch alles funktionieren.
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Alt 29.06.2010, 09:02   # 13
Dipol
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Zitat:
Zitat von King W. Beitrag anzeigen
Hier ist ein Link auf eine PDF-Datei. Bitte drucke sie aus und gib sie dem Elektriker zum Lesen!
Bei diesem Strippenzieher lässt die Kombination aus fehlender Normkenntnis und Ignoranz befürchten, dass er das nicht lesen wird. Für den Fall, dass ich mich irre, lege ich zur Nachschulung in Sachen Blitzschutz einen weiteren Standard-Link drauf: http://dehn.de/newsletter/3_05/3_05_top3.pdf

Und für besonders fortbildungsresistente und lesefaule Installateure noch Animationen um den Ernst der Sicherheitslage zu vermitteln:

DEHN >> Seminare >> Onlinetraining Blitz- und Überspannungsschutz DEHN

Lernschritt 1: Blitz und Überspannung - Ursachen
Lernschritt 2: Blitzschutzzonen-Konzept
Lernschritt 3: Schutz der Informationstechnik
Lernschritt 4: http://www.dehn.de/de/seminare/e_lea...schutzgeräten
Lernschritt 5: Überspannungsschutz für Informationstechnische Systeme
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Alt 29.06.2010, 19:30   # 14
Marder
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Also wenn, dann war ich nicht dabei. Die PDF hatte ich schon ausgedruckt, sagte ja nur alles Quatsch. In einem anderen Haus hätte das nicht geholfen.....

Er empfielt 2 Schüsseln bei sowas, weil es ja nicht geht und die Technisat Multitenne hat ja keine Schlechtwetterreserve und bei einer Wave Frontier müßte er sowieso passen.
Ach und wo das Netzteil vom Multischalter denn wäre...geht ja gar nicht das Ding
Warum der Multifeedhalter keine Kerben hat usw., ach da ist Hopfen und Malz verloren bei dem.

Hier Blitzt es ganz nett ab und an. Der Nachbar vom meiner Mutter hatte mal alle Elektrischen Geräte verloren nach Einschlag.
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Alt 29.06.2010, 22:01   # 15
King W.
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Zitat:
Zitat von Marder Beitrag anzeigen
Hier Blitzt es ganz nett ab und an. Der Nachbar vom meiner Mutter hatte mal alle Elektrischen Geräte verloren nach Einschlag.
Dann muß ich ja nicht betonen, wie wichtig der Blitzschutz ist. Das beweist auch eine kleine einfache Rechnung (ich rechne nun mal gern). Dazu zitiere ich zunächst Wikipedia:
Zitat:
Die Stromstärke einer Hauptentladung beträgt im Durchschnitt etwa 20.000 Ampere.
Wobei auch in sehr seltenen Fällen auch Blitze mit deutlich über 100.000A Stromstärke vorkommen. Wenn das tatsächlich passiert, ist sowieso alles zu spät.

Nehmen wir also an, ein solcher Feld- Wald- und Wiesenblitz mit 20.000 A schlägt in eine vorschriftsmäßig mit 16 mm² Cu-Kabel geerdete Antenne ein. Das Kabel von der Antenne zum Fundamenterder, dessen einwandfreie Funktionsweise ich dabei als gegeben annehme (ist aber auch nicht immer der Fall), sei 10m lang.

Kupfer hat nun einen spezifischen Widerstand von 16,78 * 10−³ Ω · mm²/m, In unserem Fall 16,78 * 10-³ / 16 * 10 Ω. Macht rund 10 mΩ oder 0,01Ω.

Nun ergibt sich nach dem Ohmschen Gesetz: U = I * R, also U = 20.000 * 0,01 V = 200 V.

Nun muß man nur noch die Formel für die elektrische Leistung anwenden, um zu wissen, was los ist.

P = I * U, also P = 20.000 A * 200 V = 4.000.000 W

Das sind schlappe 4 Megawatt, also so viel, wie ein kleines Kraftwerk. Daß ein einzelner Draht das überhaupt aushält, liegt daran, daß der Blitz überhaupt nur Sekundenbruchteile einwirkt.

Aber, weil es gerade so schön ist, rechnen wir weiter:

Wie viel Kupfer steckt denn in dem Draht? Ein solcher Draht ist mathematisch gesehen ein Zylinder und der berechnet sich Grundfläche * Höhe, also 16 * 10.000 mm³ Das sind 160.000 mm³ oder 160 cm³. Wäre es Wasser, würde ich jetzt sagen, 1/2 Bierglas voll.

Bei einer Dichte von 8,92 g/cm³ wiegt das Kupfer in dem Kabel ca. 1,5 kg.

Nun hat, wie jeder Stoff auch Kupfer eine spezifische Wärme, sie beträgt 385 J/(kg · K), d.h. um 1 kg Kupfer um 1° zu erwärmen, sind 385 J an Energie erforderlich. Unsere Kupfermenge erwärmt sich mithin um 1°, wenn ihr knapp 580 J an Energie zugeführt wird. Wieviel Energie liefert aber der Blitz? Kein Problem, wenn man weiß, daß er ca. 1/100 s wirkt. Nun muß man nur noch wissen, daß 1 Joule (J) nichts anderes ist, als 1 Wattsekunde. Der Blitz liefert mithin 40.000 J.

Jetzt muß man nur noch durch 580 dividieren und bekommt heraus, um wieviel sich das Kupfer im Kabel bei Blitzeinschlag erwärmt. Es sind knapp 70°.

Das hält solch ein Kabel aus und gewährleistet damit den Blitzschutz - wenn es denn ordentlich verlegt ist. Aus der Rechnung ergibt sich beinahe von selbst, daß es nicht durch Räume geführt werden darf, in denen sich brennbare Substanzen befinden.

Wer die Erwärmung für einen anderen Blitzstrom ausrechnen will, rechnet zunächst den Quotient aus 20.000 und dem neuen Blitzstrom aus. Dieser Wert wird quadriert und mit 70° malgenommen.

Bei einem Blitz mit 35.000 A (kann durchaus vorkommen) sähe die Rechnug wie folgt aus (die Dimensionen lasse ich der Einfachheit halber mal weg):
35.000 / 20.000 = 1,75
1,75 * 1,75 = 3,0625, also ungefähr 3
3 * 70 = 210.

210° ist schon eine Menge, aber auch das steckt das Kabel noch weg. Für einen "Hammerblitz" von 100.000 A möge es jeder selbst rechnen. Der Schmelzpunkt für Kupfer liegt bei 1.085°.

Vielleicht noch interessant, was sich ergibt, wenn anstelle des 16 mm² Kupferkabels nur ein 10 mm² Kabel verlegt wurde. Manche besonders "cleveren" Baumarktverkäufer verkaufen es an ahnungslose Kunden mit der Bemerkung "reicht auch".

Bei dünnerem Draht ist einmal der Widerstand größer, so daß bei gegebener Stromstärke die Spannung ansteigt, zum anderen ist der Kupferanteil, der erwärmt wird, kleiner.

Konsequenz: Auch hier muß man wieder quadrieren. (16/10)² = 2,56.

Unter sonst gleichen Bedingungen beträgt bei einem 10 mm² Draht die Temperaturzunahme mehr als das 2½ fache.

_______________________________________

Die Berechnung war mir mal ein echtes Anliegen. Wer jetzt immer noch den Blitzschutz auf die leichte Schulter nimmt, ja dem ist nicht mehr zu helfen.

P.S.
Für die paar nahe beieinander stehenden Satelliten zwei Schüsseln aufzustellen, wäre reine Verschwendung. Das funktioniert mit der TDE problemlos - nur können muß man es schon, oder zumindest gutes technisches Verständnis haben. Schade, daß Hamburg so weit weg ist, sonst würde ich vorbeikommen und die Schüssel einmessen. Ich traue es mir zu, selbst bei sorgfältiger Arbeit in ½ Stunde damit fertig zu sein.
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Alt 28.05.2012, 11:48 # --
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