| | # 2 |
| Team SAT-Technik Registriert seit: 01.01.2006 Ort: mitten im Kohlenpott
Beiträge: 9.170
| Hallo und Herzlich Willkommen bei uns im Forum! :liebegru: Mit der TechniSat-Antenne wirst du Probleme haben, weil die eine spezielle Halterung für ihre LNB's besitzen. Für Astra/Hotbird ist die Antenne ganz OK, das ist von TechniSat auch so vorgesehen, für mehr als 2 Satelliten müßtest du dieses Skytenne System verwenden, das besteht im Prinzip aus 4 Alps-LNB, die TS unter eigenem Label verkauft und einem Halter (für über 100€!). Sorry, das wäre mir für ein bißchen Blech zu teuer, da sollte TS mal über die Preisgestaltung nachdenken. Kathrein stellt zweifellos sehr gute Antennen her, für 4 Satelliten ist aber eine spezielle Schiene erforderlich. Es gibt zwar so etwas, aber bislang noch nicht offiziell zu kaufen. Dipol kann eine solche Schiene aber besorgen. Auf Augenhöhe mit der CAS 90 ist die Triax TDE 88. Hierzu gibt es Feedhalter zur Befestigung mehrerer LNB's. Die Halter sind sehr stabil und lassen sich problemlos schräg montieren, so daß der unterschiedlichen Elevation der Satelliten Rechnung getragen werden kann. Den Winkel kann ich dir gern ausrechnen. Mit dieser Antenne und dem Halter dazu hast du die wenigsten Probleme. Leider werden die TDE's nicht mehr hergestellt, SEH hat aber noch einige auf Lager. Ein weiterer Vorteil ist die Tatsache, daß alle LNB's mit 40mm Hals verwendet werden können. Das eröffnet die Möglichkeit, ohne Adapter (der an einer Kathrein-Antenne aussieht, wie gewollt und nicht gekonnt) die Alps-LNB's zu verwenden. Zweifellos gehören diese LNB's trotz des vergleichsweise sehr niedrigen Preises zum Besten, was du bekommen kannst. Für Astra ist das Quattro OK, für die anderen Satelliten das Twin. Auf der Seite von SEH ist noch die alte Gehäuseform abgebildet, geliefert wird jedenfalls die neue Bauform (Raketenfeed). Die beiden DiSEqC-Schalter kannst du von Spaun nehmen, allerdings wäre der SUR 420F weniger gut geeignet. Er arbeitet mit der DiSEqC-Version 2.1 und ist dann anzuraten, wenn mehrere Schalter kaskadiert werden sollen. Für deine Zwecke tut es der SAR 410 F genau so gut. Der Grund: Ein Multischalter mit nur 4 SAT-Eingängen benötigt keine DiSEqC-Steuersignale, jeder Ausgang verhält sich so, als sei es ein Single-LNB. Der 4er DiSEqC-Schalter "denkt" quasi, an seinen Eingängen seien 4 einzelne LNB's angeschlossen. Als Multischalter könntest du den Spaun SMS 51202 F nehmen, aber wie sagt man so schön: Das Bessere ist des guten Feind. Für etwa den gleichen Preis bekommst du auch den Jultec JRM 0512T oder den JRM 0516T. Diese Schalter haben gleich 3 Vorteile:
Interessant auch die Angabe "Abzweig 950…2200 MHz: +1 ... +5 dB" Das bedeutet, daß die höheren Frequenzen kräftiger verstärkt werden, als die niedrigeren. Damit wird die bei höheren Frequenzen ansteigende Kabeldämpfung wieder ausgeglichen. Das ermöglichtden problemlosen Anschluß auch langer Kabel (20m und mehr). Der Fairness halber sei nicht verschwiegen, daß auch der Spaun-Schalter über eine derartige "Schräglagenentzerrung" verfügt. Offensichtlich legst du bei deiner Anlagenplanung Wert auf beste Qualität. Dazu ist es auch erforderlich, daß die Verkabelung ein ähnlich hohes Qualitätsniveau aufweist. Hier bilden die F-Stecker den Schwachpunkt. Besser als die Standardware sind auf jeden Fall die vergoldeten F-Stecker - wenn es denn Aufschraubstecker sein sollen. Noch weitaus besser, weil sie eine viel höhere Abschirmung haben, sind Kompressionsstecker. Allerdings ist zur Montage dieser Stecker eine Kompressionszange erforderlich. Um seinen Kunden die Möglichkeit zu geben, die hochwertigen Kompressionsstecker zu nutzen, bietet SEH zum Selbstkostenpreis ein Set an, bestehend aus einer Kompressionszange, einem Abisolierer und 100 F-Steckern. Das dazu passende Kabel, das Hirschmann KOKA 100, wird ebenfalls angeboten. Nach getaner Arbeit wird das Set einfach zurückgeschickt. Der Kaufpreis wird postwendend erstattet, abzüglich der verbrauchten Stecker, versteht sich. Eine Leihgebühr wird nicht erhoben, der Kunde trägt lediglich die Portokosten für die Rücksendung. Das Set, das Hirschmann-Kabel und die Jultec-Schalter sind noch ganz neu im Sortiment und auf der Seite von SEH noch nicht zu finden. Die Sachen sind aber lieferbar und können telefonisch (02323/61887) bestellt werden. * Mittlerweile hat Spaun nachgelegt und ebenfalls einen Schalter mit hoher Teilnehmerentkopplung ins Lieferprogramm aufgenommen. Es handelt sich dabei um den SMS 51203. Etwas störend bei dem Schalter ist allerdings die hohe Anschlußverstärkung (Gefahr von Bildstörungen durch Übersteuerung) und die übertriebene Schräglagenentzerrung von 6 dB (10 - 4). Das Hirschmann-Kabel hat einen Unterschied in der Dämpfung von ca. 12 dB zwischen 950 und 2200 MHz - pro 100m! 6 dB gleichen demzufolge die Schräglage von 50m Kabel aus. Bei derart langen Kabelwegen ist der Schalter ideal. OK, bei schlechtem Kabel sind die 6dB schon viel früher erreicht, aber willst du schlechtes Kabel verwenden, nur um deine Anlage an den Spaun-Schalter anzupassen? Ich denke, wohl kaum. Mich persönlich stört auch noch der Regler zur Anpassung von Hoch- und Tiefband (obwohl ich das leicht einmessen könnte). Spaun hätte zumindest den Schaltern der Premium-Serie eine AGC spendieren sollen ...
__________________ Es gibt keine großen Entdeckungen und Fortschritte, solange es noch ein unglückliches Kind auf Erden gibt. Albert Einstein Nokia? Nein danke! |
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| Team SAT-Technik Registriert seit: 01.01.2006 Ort: mitten im Kohlenpott
Beiträge: 9.170
| Das ist auch eine prima Antenne, empfangsstark, leicht zu montieren und praktisch unverwüstlich. Achte aber bitte auf eine stabile Befestigung. Das Biest ist richtig schwer (von nichts kommt nichts). Zitat:
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| | # 7 |
| Threadstarter Registriert seit: 23.04.2010
Beiträge: 20
| Danke King W. Naja, der sagte auch Blitzschutz und Potenzialausgleich braucht man nicht, bringt nicht viel und ob das mit den Komponenten überhaupt geht, wisse er nicht, die Schüssel ist zu klein und bla bla..... Ich hoffe der Elektriker hat nicht gelogen, der sagte es ist ein 16 mm Erdungskabel dran. Aber wo er es angeschlossen hat, hat er nicht verraten. Ich lass mich überraschen. Hier das Haus : http://commondatastorage.googleapis....l/12701349.jpg Die Schüssel kommt kommt in die Mitte aufs Dach, zwischen den beiden Schrägfenstern hin. |
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| | # 11 |
| Threadstarter Registriert seit: 23.04.2010
Beiträge: 20
| Nur bin ich nicht der Auftraggeber, sondern mein Nachbar. Hatte ja angeboten, ein Freund macht das, der ist gesundheitlich zwar nicht voll da, aber er wäre da gewesen. Muß dem Nachbarn wohl mal genau sagen, wie Blitze sich Ihren Weg suchen und das das Haus abbrennen könnte im schlimmsten Fall. Da ist der defekte Receiver und TV das mindeste bei sowas. Das an dem Haus ein Blitzschutzsystem ist, glaube ich auch nicht. Habe da nichts gesehen. |
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| | # 12 | |
| Team SAT-Technik Registriert seit: 01.01.2006 Ort: mitten im Kohlenpott
Beiträge: 9.170
| Zitat:
Leider sind Blitze aber ab und zu etwas eigenwillig und schlagen - Murphy läßt grüßen - immer dort ein, wo gerade kein Blitzschutz vorhanden ist. Ich habe schon mal einen vom Blitz heimgesuchten Multischalter ausgewechselt. Schade, ich habe ihn nicht fotografiert, sonst hätte ich das Bild zur Erbauung des "Fachmanns" hier eingestellt. Das Teil sah ungefähr so aus, wie ein Steak, das viel zu lange in der Pfanne gelegen hat. Ähnlich verhält es sich mit dem Potentialausgleich: Solange niemals ein Receiver oder eine andere elektrische Komponente Netzspannung (und sei es auch nur durch Induktion) in die Antennenanlage einträgt, ist auch der Potentialausgleich unnötig. Aber auch nur dann. Die Wirklichkeit sieht meist anders aus. Ich habe schon mehr als eine Antenne angefaßt und ein mehr oder minder starkes Kribbeln gespürt - ein sicheres Zeichen, daß für den Potentialausgleich Nachbesserungsbedarf besteht. Hier ist ein Link auf eine PDF-Datei. Bitte drucke sie aus und gib sie dem Elektriker zum Lesen! Und von wegen, Antenne zu klein. Wenn der Elektriker noch einmal was sagt, frage ihn doch einmal, ob er eine Kathrein CAS 80 montieren würde und ob die ausreichend sei. Wenn er es bejaht, kannst du ihm ja sagen, die TDE 88 ist 10 cm größer ... Ich finde, der Mann sollte weniger meckern und stattdessen ordentliche und normgerechte Arbeit abliefern. Dann wird auch alles funktionieren.
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| | # 13 | |
| Team SAT-Technik Registriert seit: 19.03.2007
Beiträge: 4.147
| Zitat:
Und für besonders fortbildungsresistente und lesefaule Installateure noch Animationen um den Ernst der Sicherheitslage zu vermitteln: DEHN >> Seminare >> Onlinetraining Blitz- und Überspannungsschutz DEHN Lernschritt 1: Blitz und Überspannung - Ursachen Lernschritt 2: Blitzschutzzonen-Konzept Lernschritt 3: Schutz der Informationstechnik Lernschritt 4: http://www.dehn.de/de/seminare/e_lea...schutzgeräten Lernschritt 5: Überspannungsschutz für Informationstechnische Systeme | |
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| | # 14 |
| Threadstarter Registriert seit: 23.04.2010
Beiträge: 20
| Also wenn, dann war ich nicht dabei. Die PDF hatte ich schon ausgedruckt, sagte ja nur alles Quatsch. In einem anderen Haus hätte das nicht geholfen..... Er empfielt 2 Schüsseln bei sowas, weil es ja nicht geht und die Technisat Multitenne hat ja keine Schlechtwetterreserve und bei einer Wave Frontier müßte er sowieso passen. Ach und wo das Netzteil vom Multischalter denn wäre...geht ja gar nicht das Ding Warum der Multifeedhalter keine Kerben hat usw., ach da ist Hopfen und Malz verloren bei dem. Hier Blitzt es ganz nett ab und an. Der Nachbar vom meiner Mutter hatte mal alle Elektrischen Geräte verloren nach Einschlag. |
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| | # 15 | ||
| Team SAT-Technik Registriert seit: 01.01.2006 Ort: mitten im Kohlenpott
Beiträge: 9.170
| Zitat:
Zitat:
Nehmen wir also an, ein solcher Feld- Wald- und Wiesenblitz mit 20.000 A schlägt in eine vorschriftsmäßig mit 16 mm² Cu-Kabel geerdete Antenne ein. Das Kabel von der Antenne zum Fundamenterder, dessen einwandfreie Funktionsweise ich dabei als gegeben annehme (ist aber auch nicht immer der Fall), sei 10m lang. Kupfer hat nun einen spezifischen Widerstand von 16,78 * 10−³ Ω · mm²/m, In unserem Fall 16,78 * 10-³ / 16 * 10 Ω. Macht rund 10 mΩ oder 0,01Ω. Nun ergibt sich nach dem Ohmschen Gesetz: U = I * R, also U = 20.000 * 0,01 V = 200 V. Nun muß man nur noch die Formel für die elektrische Leistung anwenden, um zu wissen, was los ist. P = I * U, also P = 20.000 A * 200 V = 4.000.000 W Das sind schlappe 4 Megawatt, also so viel, wie ein kleines Kraftwerk. Daß ein einzelner Draht das überhaupt aushält, liegt daran, daß der Blitz überhaupt nur Sekundenbruchteile einwirkt. Aber, weil es gerade so schön ist, rechnen wir weiter: Wie viel Kupfer steckt denn in dem Draht? Ein solcher Draht ist mathematisch gesehen ein Zylinder und der berechnet sich Grundfläche * Höhe, also 16 * 10.000 mm³ Das sind 160.000 mm³ oder 160 cm³. Wäre es Wasser, würde ich jetzt sagen, 1/2 Bierglas voll. Bei einer Dichte von 8,92 g/cm³ wiegt das Kupfer in dem Kabel ca. 1,5 kg. Nun hat, wie jeder Stoff auch Kupfer eine spezifische Wärme, sie beträgt 385 J/(kg · K), d.h. um 1 kg Kupfer um 1° zu erwärmen, sind 385 J an Energie erforderlich. Unsere Kupfermenge erwärmt sich mithin um 1°, wenn ihr knapp 580 J an Energie zugeführt wird. Wieviel Energie liefert aber der Blitz? Kein Problem, wenn man weiß, daß er ca. 1/100 s wirkt. Nun muß man nur noch wissen, daß 1 Joule (J) nichts anderes ist, als 1 Wattsekunde. Der Blitz liefert mithin 40.000 J. Jetzt muß man nur noch durch 580 dividieren und bekommt heraus, um wieviel sich das Kupfer im Kabel bei Blitzeinschlag erwärmt. Es sind knapp 70°. Das hält solch ein Kabel aus und gewährleistet damit den Blitzschutz - wenn es denn ordentlich verlegt ist. Aus der Rechnung ergibt sich beinahe von selbst, daß es nicht durch Räume geführt werden darf, in denen sich brennbare Substanzen befinden. Wer die Erwärmung für einen anderen Blitzstrom ausrechnen will, rechnet zunächst den Quotient aus 20.000 und dem neuen Blitzstrom aus. Dieser Wert wird quadriert und mit 70° malgenommen. Bei einem Blitz mit 35.000 A (kann durchaus vorkommen) sähe die Rechnug wie folgt aus (die Dimensionen lasse ich der Einfachheit halber mal weg): 35.000 / 20.000 = 1,75 1,75 * 1,75 = 3,0625, also ungefähr 3 3 * 70 = 210. 210° ist schon eine Menge, aber auch das steckt das Kabel noch weg. Für einen "Hammerblitz" von 100.000 A möge es jeder selbst rechnen. Der Schmelzpunkt für Kupfer liegt bei 1.085°. Vielleicht noch interessant, was sich ergibt, wenn anstelle des 16 mm² Kupferkabels nur ein 10 mm² Kabel verlegt wurde. Manche besonders "cleveren" Baumarktverkäufer verkaufen es an ahnungslose Kunden mit der Bemerkung "reicht auch". Bei dünnerem Draht ist einmal der Widerstand größer, so daß bei gegebener Stromstärke die Spannung ansteigt, zum anderen ist der Kupferanteil, der erwärmt wird, kleiner. Konsequenz: Auch hier muß man wieder quadrieren. (16/10)² = 2,56. Unter sonst gleichen Bedingungen beträgt bei einem 10 mm² Draht die Temperaturzunahme mehr als das 2½ fache. _______________________________________ Die Berechnung war mir mal ein echtes Anliegen. Wer jetzt immer noch den Blitzschutz auf die leichte Schulter nimmt, ja dem ist nicht mehr zu helfen. P.S. Für die paar nahe beieinander stehenden Satelliten zwei Schüsseln aufzustellen, wäre reine Verschwendung. Das funktioniert mit der TDE problemlos - nur können muß man es schon, oder zumindest gutes technisches Verständnis haben. Schade, daß Hamburg so weit weg ist, sonst würde ich vorbeikommen und die Schüssel einmessen. Ich traue es mir zu, selbst bei sorgfältiger Arbeit in ½ Stunde damit fertig zu sein.
__________________ Es gibt keine großen Entdeckungen und Fortschritte, solange es noch ein unglückliches Kind auf Erden gibt. Albert Einstein Nokia? Nein danke! | ||
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