| | # 3 |
| Team SAT-Technik Registriert seit: 01.01.2006 Ort: mitten im Kohlenpott
Beiträge: 9.170
| @ Dipol: Sorry, wenn ich dir widerspreche, aber von der Kompromißlösung halte ich nicht viel. Das Einschleusen des Lowband-Transponders mag zwar technisch kein Problem sein und ich habe so etwas auch schon mal gemacht, aber angesichts der Tatsache, daß 2012 die analogen Programme abgeschaltet werden und die freiwerdenden Transponder wieder mit neuen - natürlich digitalen - Programmen belegt werden, ist diesem Kompromiß eine relativ kurze Lebensdauer beschieden. Ich selbst an deiner Stelle würde die erste Variante durchführen und die beiden Kabel von der Antenne zu den Multischaltern durch 8 neue Kabel ersetzen. Falls diese durch die vorhandenen Rohre gezogen werden können, habt ihr einfaches Spiel, ansonsten könnt ihr die Rohre und Kabelkanäle durch etwas dickere ersetzen und darin zeitgemäße Kabel, z.B. das Triax/Hirschmann KOKA 100, verlegen. Falls diese Rohre und Kabelkanäle nicht zuverlässig verhindern können, daß das Kabel mit dem Erdreich in Kontakt kommt, wäre sogar dieses besonders widerstandsfähige Erdkabel angesagt. Das Erdreich aufzumachen, wird euch ja ohnehin nicht erspart bleiben, um dort das Blitzschutzkabel und das Kabel für den Potentialausgleich unterzubringen (aber mit ca. 50 cm Mindestabstand zu den Antennenkabeln). Erst einmal im Haus angekommen, führt ihr die 8 Kabel auf eine Potentialausgleichsschiene und von dort aus zum Multischalter. Mit dem TechniSat-Schalter schlagt ihr zwei Fliegen mit einer Klappe:
Die optische Signalübertragung besticht natürlich durch die eingesetzte Lasertechnik, ist aber für meinen Geschmack im Moment noch zu teuer. Ein einziges LNB schlägt mit ca. 200 zu Buche und damit ist es noch nicht getan: Das optische Signal muß ja mittels eines HF-Konverters wieder in ein elektrisches Signal gewandelt werden, damit es dem Multischalter zugeführt werden kann. Macht noch einmal 230 - pro Konverter. Das sind bei 2 Satelliten schon mal 860 und ihr habt noch keinen Meter optisches Kabel... Dann lieber 15m buddeln - ist jedenfalls meine Meinung. Die Sache mit dem Unicable-Router funktioniert auch, aber der ist in der Ausführung, wie ihr ihn braucht, auch nicht gerade ein Sonderangebot, siehe hier. Ungünstig dabei ist, daß der Router ja auch mit Strom versorgt werden muß und dazu ein Kabel zur Antenne erforderlich ist. Das könnte ein Bestandskabel sein, dann aber habt ihr nur noch ein Kabel vom Router ins Haus - und das Kabel hat eine recht hohe Dämpfung und Schräglage. Das so anzuschließen, daß es einwandfrei funktioniert, erfordert einen erfahrenen Fachmann mit vernünftigem Meßgerät.
__________________ Es gibt keine großen Entdeckungen und Fortschritte, solange es noch ein unglückliches Kind auf Erden gibt. Albert Einstein Nokia? Nein danke! |
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| | # 4 | |||
| Team SAT-Technik Registriert seit: 19.03.2007
Beiträge: 4.147
| Zitat:
Zitat:
Zitat:
Die ungeregelten TechniRouter bringen bei einem 85er-Reflektor mit 89 bis 94 dB(µV) am ersten und 86 bis 89 dB(µV) am zweiten Matrixausgang etwas höhere aber auch unterschiedliche Ausgangspegel. Zur Stromversorgung der LNB über die Matrix ist bei Routermontage an der Antenne immer ein drittes Koaxkabel zur DC-Fernspeisung erforderlich. Das setze auch ich bei dieser Aufgabenstellung als selbstverständlich voraus. | |||
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| | # 5 |
| Threadstarter Registriert seit: 12.04.2010
Beiträge: 3
| Hallo dipol und King W. Zunächst nochmals vielen Dank für eure ausführlichen Antworten. Ich habe mir die von euch aufgezeigten Möglichkeiten angesehen und würde mich auch für die von King W. näher ausgeführte Lösung entscheiden. 4 oder 8 Kabel zu verlegen ist denke ich das kleinere Übel. Man kommt an die Kabelführung sehr gut heran. Zumal ich auch ein bischen auf die Kosten achten muss da man ja mit einem Hauskauf noch viele weitere Investitionen hat... Zusammenfassend habe ich aus euren Antworten also Folgendes entnommen: Dies kann bleiben: Antenne, Verkabelung im Haus, Anschlussdosen Dies wird entsorgt: Alte Verstärker, Multischalter, LNB, Außenkabel (Antenne => Haus) Und ersetzt durch: / , Technisat Giga-Switch, 2x ALPS LNB, 8x neue Kabel 4-fach geschirmt min. 110dB Abschirmdämpfung. Oder muss es von Hirschmann sein? Ist das so korrekt? Da der Giga-Switch knapp 200 kostet überlege ich doch erst mal bei einem Satelliten zu bleiben. Was würdet ihr mir bei 5/8 Multischaltern empfehlen? Noch zur Antenne: Wie erwähnt vermute ich dass diese irgendwann in den 80ern installiert wurde. Lassen die Empfangseigenschaften eigentlich nicht mit der Zeit nach? z.B. durch Witterung oder Hitze/Kälte... Offensichtlich ist ein Schmutzfilm zu erkennen, jedoch keine Roststellen oder Beschädigungen. Auch passt die LNB-Aufnahme wohl mit keinem aktuellen mehr zusammen. Es ist nur eine kleine Auflagefläche vorhanden, das LNB ist mit einer Schraube befestigt. Für das neue LNB bräuchte ich daher noch den Hirschmann CAS 5585 E - (Art.nr. 913 859-001) Halter für ca. 19 + Versand. Daher die Frage ob es lohnt hierfür noch Geld auszugeben oder ob eine neue Antenne nicht auf Dauer günstiger ist... Nun noch zu der Erdungs-/Potentialdifferenz-Problematik: Zunächst muss ich noch anmerken, dass an dem Mast zwei Antennen befestigt sind. Also zusätzlich zu meiner noch die des Nachbarn. Der Mast und die Antennen sind einzeln geerdet. Ein Potentialausgleich findet jedoch nicht statt. Zumindest ist mir kein Erdungsleiter aufgefallen. Auch meine SAT-Technik im Haus ist nicht an die Erdung angeschlossen obwohl direkt daneben ein Erdungsleiter liegt, der auch zur Hauserdung führt. D.h. so wie ich es verstehe muss erst Mal ein Erdungsleiter nach außen geführt werden der an den Mast und die Antennen angeschlossen wird. Im Haus wird eine Potentialschiene angebracht wodurch die Schirmung der Antennenkabel geerdet wird. Zusätzlich muss der Multischalter geerdet werden. Ist dies auch korrekt? So ich hoffe Ihr habt noch Geduld mit mir eine Preis/Leistungsmäßig gute Anlage zusammenzustellen. LG reloop |
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| | # 6 | |
| Team SAT-Technik Registriert seit: 01.01.2006 Ort: mitten im Kohlenpott
Beiträge: 9.170
| Zitat:
47 MHz : 2,9 175 MHz : 5,2 470 MHz : 8,6 862 MHz : 12,3 950 MHz : 12,9 1350 MHz : 15,8 1750 MHz : 18,4 2150 MHz : 20,7 Zum Vergleich: Das (übrigens sehr gute) Kathrein LCD 111 hat bei 2150 MHz bereits 28,4 dB. Du mußt nicht unbedingt Hirschmann-Kabel verwenden. Wenn zwischen Antenne und Multischalter kein Erdkabel erforderlich ist, kannst du auch dieses hier nehmen. Es ist auch als Meterware zu bekommen, allerdings dann etwas teurer. Für innen zu verlegendes Kabel ist es dem Erdkabel sowieso vorzuziehen, da es dünner ist und sich leichter verarbeiten läßt. Diese Stecker sind dafür passend. Ein Stück Erdkabel von 15m hat selbst bei der höchsten vorkommenden Frequenz nur ca 3dB Dämpfung. Es ist demnach relativ belanglos, ob der Schalter oder Router im Haus oder in einem wetterfesten Gehäuse an der Antenne montiert wird. Als 5x8 Schalter kannst du diesen TechniSat verwenden. Er hat die gleichen guten Eigenschaften, wie der Schalter für 2 Satelliten und ist für ca. 110€ zu bekommen.* Die Antenne verliert normalerweise mit zunehmendem Alter nicht an Leistung, solange sie nicht beschädigt, verbeult oder verrostet ist. Der Adapter ist sicher billiger, als eine neue Antenne und die alten Hirschmann-Antennen sind quasi unverwüstlich. Nochmal zusammengefaßt: Du benötigst das LNB, den Adapter, 60m Kabel, F-Stecker dazu* und den Multischalter. Der Rest kann bleiben. Überprüfe die Antenne aber bitte noch einmal auf eine einwandfrei durchgeführte Erdung. Es ist zwar nicht sicher, daß der Blitz ausgerechnet in deine Antenne einschlägt, aber wenn doch, bist du auf jeden Fall froh, wenn es einen gut funktionierenden Blitzschutz gibt. Falls noch nicht geschehen: [LEX]Bitte lesen[/LEX]. Kleiner Hinweis noch: Die Kabeleinführungen am Wetterschutz bei Alps sind für 7mm Kabel vorgesehen. Das Erdkabel ist 10,5mm dick, d.h. der Wetterschutz muß dafür etwas aufgebohrt werden. * Die genannten Artikel sind auf der SEH-Seite nicht gelistet, aber auf telefonische Bestellung (02323/61887) erhältlich.
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| | # 7 | |
| Registriert seit: 03.10.2008
Beiträge: 219
| Zitat:
Lutz | |
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| | # 8 |
| Threadstarter Registriert seit: 12.04.2010
Beiträge: 3
| So, ich habe mal ein paar Fotos gemacht. Die untere Antenne ist meine, die obere ist vom Nachbarn. Offensichtlich wurden zwar Erdungsmöglichkeiten geschaffen, die aber brach liegen. Die Kabel führen momentan durch den oberen Holm des Gartenzaunes weiter durch ein Metallrohr bis zur Hausmauer. Dort ist ein Kabelkanal aus Kunststoff angebracht. Auf jeden Fall ist alles überirdisch. Nur mit der Länge habe ich mich wohl etwas verschätzt. Es sind eher 25m als 15m. Sind die Leistungsunterschiede zwischen dem 2-fach geschirmten und dem 4-fach geschirmten Kabel nicht so groß dass der Aufpreis lohnt? Zu den Steckern: Von King W. habe ich schon öfter gelesen, dass hier Quetschverbindungen standhafter sind als die Schraublösungen. Oder ist das in meinem Fall egal? |
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| | # 9 |
| Team SAT-Technik Registriert seit: 01.01.2006 Ort: mitten im Kohlenpott
Beiträge: 9.170
| Du meinst sicher die Kompressionsstecker mit "Quetschverbindungen". Da hast du Recht. Solche Kompressionsstecker sind von der Abschirmwirkung her besser, erfordern aber Werkzeug zur Montage, zumindest eine Kompressionszange. Wenn du diese Stecker verwenden möchtest, so kannst du dir von SEH ein Set bestellen, bestehend aus einer Kompressionszange, einem Abisolierer und 100 Kompressionssteckern. Dieses Set ist auf das Hirschmann KOKA 100 Kabel abgestimmt, ein erstklassiges Kabel, das für deine Zwecke ebenfalls gut geeignet ist. Das Kabel bekommst du natürlich auch bei SEH. Nach getaner Arbeit schickst du das Set einfach zurück und bekommst daraufhin auch dein Geld wieder, abzüglich der verbrauchten Stecker, versteht sich. Eine Leihgebühr wird nicht erhoben, lediglich das Porto für die Rücksendung ist vom Kunden zu tragen.
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| Team SAT-Technik Registriert seit: 19.03.2007
Beiträge: 4.147
| Zitat:
Zitat:
BTW: Die Maststatik ist mit zwei HIRSCHMANN Fesat 850 GFK-Antennen schon grenzwertig! Die LNB-Bauform an der unteren Antenne gibt schon lange nicht mehr, somit ist ein neuer Umbaufeedhalter erforderlich. Für 4,3° Orbitabstand an der Fesat 850 ist mit den Art.-Nr. 60005 und 60110 von ASSAT und etwas handwerklichem Geschick eine optimale symmetrische Duofeedanordnung möglich. Im Anhang die gleichen Bauteile an einer Fesat 550 mit 6,2° Abstand für 19,2°E und 13°E. Der Feedhorn-Abstand an einer Fesat 850 ist allerdings bei 4,3° deutlich enger. | ||
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