Hallo,
ich bin bei meinen Recherchen zur Unicable-Systemem auf dieses Forum gestossen und habe den Eindruck gewonnen, dass hier doch einige SAT- und Unicable-Experten zugegen sind. Da haette ich doch gleich mal ne Frage zur Teilumruestung einer bestehenden Sat-Installation.
Ich habe mir vor kurzem einen HD-Fernseher angeschafft. Jetzt moechte ich gerne auch die oeffentlich-rechtlichen Sender in HD gucken (und NUR die, HD+ kommt mir nicht ins Haus!). In meiner Wohnung gibt es zwei SAT-Anschluesse, einen im Schlafzimmer, und einen im Wohnzimmer. Im Wohnzimmer steht bisher ein PVR mit Twin-Tuner und eingebauter Festplatte, dessen beide Tuner mangles zweier Anschlussleitungen im Loop-Betrieb angeschlossen sind. Soweit ist das kein wirkliches Problem, da ja die in Deutschland interessanten SD-Sender auf Astra groesstenteils im Horizontal High-Band liegen. Wenn ichs richtig ueberblicke, liegen die HD-Sender aber auch teilweise woanders, wodurch ich dann mit nur einem Kabel doch etwas eingeschraenkt bin, wenn ich gleichzeitig was aufnehmen, aber was anderes ansehen moechte.
Ich habe bisher noch nicht nachsehen koennen, wie unsere SAT-Anlage genau aufgebaut ist, da der Zugang zum Dachboden nur durch die Wohnung ueber mir (Zwei-Parteien-Haus) moeglich ist. Das werde ich aber noch nachholen.
Ich hoffe jedenfalls, dass die Anlage kein LNB mit integrierter Matrix hat, sondern eine separate nach dem LNB angeordnete Matrix installiert ist. Meine Frage ist jetzt:
Koennte ich zwischen LNB und klassischer Matrix einen Unicable-Switch wie z. B. diesen hier von Inverto einschleifen, um den Anschluss in meinem Wohnzimmer damit unicable-tauglich zu machen? Die restlichen Anschluesse im Haus sollten dann weiter ueber die klassische Matrix mit Satblock-Verteilung versorgt werden, damit hier fuer niemanden Aenderungen erforderlich werden.
Als Receiver wuerde mich der Humax iCord HD interessieren, der meinen Recherchen zufolge Unicable beherrschen soll. Kann ich diesen mit Loop-Kabel an meiner vorhandenen normalen SAT-Dose betreiben? Oder muesste ich diese unbedingt austauschen?
Danke schon mal und Gruss,
der Tastenmann
07.04.2010, 20:37
#
2
Dipol
Team SAT-Technik
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Zitat:
Zitat von tastenmann
Meine Frage ist jetzt:
Koennte ich zwischen LNB und klassischer Matrix einen Unicable-Switch wie z. B. diesen hier von Inverto einschleifen, um den Anschluss in meinem Wohnzimmer damit unicable-tauglich zu machen? Die restlichen Anschluesse im Haus sollten dann weiter ueber die klassische Matrix mit Satblock-Verteilung versorgt werden, damit hier fuer niemanden Aenderungen erforderlich werden.
Frei nach Radio Erewan: Im Prinzip ja, aber bitte nicht damit! Im Normalfall hat man an Multischalter-Sternleitungsanschlüssen eher einen kritisch hohen als einen kritisch niedrigen Pegel. Die Sat.-ZF-Durchgangsdämpfung einer UniCable-Kaskadenmatrix von ca. 2,5 dB kann man in der Regel vernachlässigen.
Zitat:
Zitat von tastenmann
Als Receiver wuerde mich der Humax iCord HD interessieren, der meinen Recherchen zufolge Unicable beherrschen soll. Kann ich diesen mit Loop-Kabel an meiner vorhandenen normalen SAT-Dose betreiben? Oder muesste ich diese unbedingt austauschen?
Jede Sternleitungs-Stichdose die einen DC-Pfad hat ist auch UniCable-tauglich. Allerdings macht es keinen Sinn 8 Routerkanäle dieser INVERTO-Matrix auf eine einzelne Stichdose zu führen. Daraus ergäbe sich bei dieser Matrix auch eine erhebliche Überschreitung des max. zulässigen Sat.-Pegels von 77 dB(µV). UniCable-Router wurde ja insbesondere zur Vollbandversorgung von Reihenverteilungen mit Durchgangssteckdosen konzipiert, wo sich das Problem von Überpegeln reduziert.
Leider gibt es die KATHREIN EXR 552 Matritzen nicht mehr, mit welcher zwei Single-Sternleitungen für Twin-Betrieb erweitert werden konnten. Bei Einzelmatritzen sind aktuell vier Routerkanäle auf einem Ausgang das Minimum, JULTEC bietet Kompaktmatritzen mit 4 bis 8 Routerausgängen à 3 Userbändern an.
07.04.2010, 21:54
#
3
tastenmann
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Zitat:
Zitat von Dipol
Frei nach Radio Erewan: Im Prinzip ja, aber bitte nicht damit! Im Normalfall hat man an Multischalter-Sternleitungsanschlüssen eher einen kritisch hohen als einen kritisch niedrigen Pegel. Die Sat.-ZF-Durchgangsdämpfung einer UniCable-Kaskadenmatrix von ca. 2,5 dB kann man in der Regel vernachlässigen.
Hmm, versteh ich dich richtig, daß du denkst, ich wollte die Unicable-Matrix *hinter* die Sternleitungsanschlüsse klemmen? Eigentlich wollte ich das genau umgekehrt machen, also erst LNB, von dort die 4 ZF-Leitungen zur Unicable-Matrix, und dort an die Kaskadenausgänge die vorhandene Schaltmatrix zur Blockverteilung. Da kann mir doch der Pegel an den Sternleitungsanschlüssen egal sein.
Zitat:
Zitat von Dipol
Jede Sternleitungs-Stichdose die einen DC-Pfad hat ist auch UniCable-tauglich.
Ja, so hatte ich das auch verstanden. Wenn ichs richtig überblicke, ist Unicable ja "nur" eine Erweiterung, die prinzipiell auf den normalen Disecq-Befehlen basiert.
Zitat:
Zitat von Dipol
Allerdings macht es keinen Sinn 8 Routerkanäle dieser INVERTO-Matrix auf eine einzelne Stichdose zu führen. Daraus ergäbe sich bei dieser Matrix auch eine erhebliche Überschreitung des max. zulässigen Sat.-Pegels von 77 dB(µV). UniCable-Router wurde ja insbesondere zur Vollbandversorgung von Reihenverteilungen mit Durchgangssteckdosen konzipiert, wo sich das Problem von Überpegeln reduziert.
Der Plan sieht im Moment ja vor, den "alten" SD-PVR im Schlafzimmer weiter zu verwenden, deswegen brauch ich dort erst mal noch einen normalen Anschluß mit Blockverteilung. Aber prinzipiell fände ich die acht möglichen Teilnehmer nicht schlecht, wenn ich da auch mal einen Unicable-tauglichen Twin hinstellen will. Dann wäre natürlich (zumindest bei Verwendung des von mir vorgeschlagenen Switches) noch ein unicable-tauglicher Verteiler zu installieren. (Da fällt mir ein: Geht das überhaupt, oder muß das immer zwingend ein Strang sein?)
Zitat:
Zitat von Dipol
Leider gibt es die KATHREIN EXR 552 Matritzen nicht mehr, mit welcher zwei Single-Sternleitungen für Twin-Betrieb erweitert werden konnten. Bei Einzelmatritzen sind aktuell vier Routerkanäle auf einem Ausgang das Minimum, JULTEC bietet Kompaktmatritzen mit 4 bis 8 Routerausgängen à 3 Userbändern an.
Welche Matrix wäre denn für meinen Anwendungsfall zu empfehlen? Die Inverto gefällt mir momentan deswegen, weil ich sie für 149EUR im Netz gefunden habe und jetzt auch nicht unbedingt ein allzu große Summen in die Hausverteilanlage investieren möchte. Da ich auch schon in diversen Foren über die Inverto-Unicable-Sachen gestolpert bin und der allgemeine Tenor war, daß die funktionieren, dachte ich, die kann so verkehrt nicht sein. Wäre alternativ ein Dämpfungsglied sinnvoll?
Generell kann ich sagen, als nebenberuflicher Tonmensch kenne ich mit mit Skalen in dB aus, aber wie jetzt die genormten Pegel in Sat-Verteilanlagen sind, weiß ich nicht. Werde mich aber die Tage mal schlau machen, was genau in der Verteilanlage für Komponenten verbaut sind, dann kann man sicher auch Datenblätter auftreiben, aus denen die Ausgangspegel der Geräte hervorgehen. Bisher weiß ich ja noch nicht mal, ob wir tatsächlich ne separate Matrix haben. Da das Haus eh nur ein Zwei-Parteienhaus ist, kann ich mir auch durchaus vorstellen, daß seitens des Vermieters einfach ein LNB mit integrierter Matrix verbaut ist. Dann wär das ja sowieso Essig, weil ich für mein Vorhaben dann vom LNB an alle Komponenten der Verteilanlage austauschen bzw. neu besorgen müßte, und das wär mir dann doch zu viel Aufwand.
Mal ne ganz andere Frage: Seh ich das überhaupt richtig, daß die ÖR-HD-Kanäle größtenteils *nicht* auf Horozontal High liegen, oder mach ich mir unnötig Sorgen? Ansonsten würd ich nämlich einfach einen Receiver im Loop-Betrieb fahren und gut is.
08.04.2010, 10:21
#
4
Dipol
Team SAT-Technik
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Zitat:
Zitat von tastenmann
Hmm, versteh ich dich richtig, daß du denkst, ich wollte die Unicable-Matrix *hinter* die Sternleitungsanschlüsse klemmen? Eigentlich wollte ich das genau umgekehrt machen, also erst LNB, von dort die 4 ZF-Leitungen zur Unicable-Matrix, und dort an die Kaskadenausgänge die vorhandene Schaltmatrix zur Blockverteilung.
Die UniCable-Matrix muss selbstverständlich zwischen LNB und Multischalter. Durch die Zwischenschaltung der UniCable-Matrix werden die Eingangspegel des Multischalters reduziert. INVERTO publiziert mehre Datenblätter, nach dem neueren beträgt die Durchgangsdämpfung in der Sat.-ZF 3 dB.
Zitat:
Zitat von tastenmann
Der Plan sieht im Moment ja vor, den "alten" SD-PVR im Schlafzimmer weiter zu verwenden, deswegen brauch ich dort erst mal noch einen normalen Anschluß mit Blockverteilung. Aber prinzipiell fände ich die acht möglichen Teilnehmer nicht schlecht, wenn ich da auch mal einen Unicable-tauglichen Twin hinstellen will. Dann wäre natürlich (zumindest bei Verwendung des von mir vorgeschlagenen Switches) noch ein unicable-tauglicher Verteiler zu installieren. (Da fällt mir ein: Geht das überhaupt, oder muß das immer zwingend ein Strang sein?)
Man kann auch auf mehrere Stämme aufteilen. Es gibt sogar Hersteller die haben im ersten Semester HF-Technik gefehlt und propagieren Receiver-Direktanschluss an einem 4-fach-Verteiler. Für normgerechte Entkopplung gehören an einen Verteiler terminierte Durchgangs-Steckdosen.
Zitat:
Zitat von tastenmann
Welche Matrix wäre denn für meinen Anwendungsfall zu empfehlen?
Die KATHREIN EXR 552 mit 2 x 2 Routern wird nicht mehr produziert, wird aber noch im Internet gehandelt. Alternativ bieten sich mit einem Matrixausgang und 4 bzw. 6 Routern die DELTA SUM 514 und 516 K, oder AXING SES 556-09 an. Diese Matritzen sind alle Receiver-gespeist. Die 2 x 4 Matritzen lasse ich mal unerwähnt, evtl. vermisst aber einer der Hausbewohner ebenfalls einen Twin-Anschluss und dann ergeben sich evtl. noch ganz andere Alternativen.
Zitat:
Zitat von tastenmann
Wäre alternativ ein Dämpfungsglied sinnvoll?
Geht, das ist aber Murks! Dann ist man von der "pragmatischen" Schaltungstechnik mit einem nachgeschalteten Splitter und Receiver-Direktanschluss nicht mehr weit entfernt. Immerhin werden von der Missachtung der Teiolnehmerentkopplung keine anderen Mitbewohner gestört.
Zitat:
Zitat von tastenmann
Mal ne ganz andere Frage: Seh ich das überhaupt richtig, daß die ÖR-HD-Kanäle größtenteils *nicht* auf Horozontal High liegen, oder mach ich mir unnötig Sorgen? Ansonsten würd ich nämlich einfach einen Receiver im Loop-Betrieb fahren und gut is.
Dann schau mal bei LyngSat - Lyngemark Satellite rein wie viele HD-Sender sich schon alles auf der horizontalen Lowbandebene tummeln. Und das werden künftig nicht weniger, sondern mehr.
Bei Kaskadierung ist auf Standby-Kompatibilität der Komponenten zu achten. Die Inverto-Matrix benötigt ein eigenes Netzteil, das man zuerst an der Matrix und erst dann in 230 V einstecken sollte. Da gab oder gibt es evtl. noch Netzteile die nicht nicht kurzschlussfest waren und wie die Fliegen gestorben sind.
08.04.2010, 10:59
#
5
tastenmann
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Zitat:
Zitat von Dipol
Die UniCable-Matrix muss selbstverständlich zwischen LNB und Multischalter. Durch die Zwischenschaltung der UniCable-Matrix werden die Eingangspegel des Multischalters reduziert. INVERTO publiziert mehre Datenblätter, nach dem neueren beträgt die Durchgangsdämpfung in der Sat.-ZF 3 dB.
Sorry, wenn ich ein bisschen auf dem Schlauch stehe, aber ich verstehe die folgende Aussage aus deinem ersten Post immer noch nicht wirklich.
Zitat:
Zitat von Dipol
Frei nach Radio Erewan: Im Prinzip ja, aber bitte nicht damit! Im Normalfall hat man an Multischalter-Sternleitungsanschlüssen eher einen kritisch hohen als einen kritisch niedrigen Pegel. Die Sat.-ZF-Durchgangsdämpfung einer UniCable-Kaskadenmatrix von ca. 2,5 dB kann man in der Regel vernachlässigen.
Du sagst so in etwa "ja, geht prinzipiell, aber nicht mit dieser Matrix" und kommst dann direkt mit dem Ausgangspegel der Sternleitungsanschluesse. Hab ich da irgendwo nen falschen Zusammenhang reininterpretiert?
Zitat:
Zitat von Dipol
Man kann auch auf mehrere Stämme aufteilen. Es gibt sogar Hersteller die haben im ersten Semester HF-Technik gefehlt und propagieren Receiver-Direktanschluss an einem 4-fach-Verteiler. Für normgerechte Entkopplung gehören an einen Verteiler terminierte Durchgangs-Steckdosen.
"Terminierte Durchgangssteckdosen" waere also das, was hier immer als "Enddose" bezeichnet wird (also "echte" Enddose, keine Stichdose)?
Ich muesste die im Wohnzimmer installierte Dose mal aufmachen und sehen, ob dort ein Ausgang zum Durchschleifen vorhanden ist. Dort koennte man ja dann einen 75-Ohm-Abschlusswiderstand einsetzen, und ich haette meine korrekte Terminierung, oder?
Zitat:
Zitat von Dipol
Die KATHREIN EXR 552 mit 2 x 2 Routern wird nicht mehr produziert, wird aber noch im Internet gehandelt. Alternativ bieten sich mit einem Matrixausgang und 4 bzw. 6 Routern die DELTA SUM 514 und 516 K, oder AXING SES 556-09 an. Diese Matritzen sind alle Receiver-gespeist. Die 2 x 4 Matritzen lasse ich mal unerwähnt, evtl. vermisst aber einer der Hausbewohner ebenfalls einen Twin-Anschluss und dann ergeben sich evtl. noch ganz andere Alternativen.
Nach der EXR hab ich gestern nach deinem ersten Post gleich mal gegoogelt, aber ne Bezugsquelle hab ich noch nicht aufgetan.
An der Inverto hat mir gut gefallen, dass sie eben ein eigenes Netzteil hat. Wer speist denn bei den receivergespeisten Matritzen den LNB, wenn mein Receiver aus ist? Schleift die Unicable-Matrix auch die Versorgungsspannung der nachgeschalteten alten Matrix durch?
Wegen anderer Hausbewohner: Es gibt ausser uns (wir sind zu zweit) nur noch eine weitere Wohneinheit, der Mieter wohnt alleine. Kann durchaus sein, dass der sich auch dafuer interessieren wuerde, ich muss ihn eh deswegen ansprechen, da der Zugang zum Dachboden nur durch seine Wohnung moeglich ist.
Der Vermieter duerfte kein Problem sein, der ist sehr entgegenkommend. Wenn ich dem sage, ich bau ein zusaetzliches Teil in die Anlage ein, das ich selbst bezahle, das die Anlage sonst nicht stoert und das ich beim Auszug einfach wieder mitnehme, sagt der nicht nein.
Im Moment gehts mir hauptsaechlich darum, mich schon mal schlau zu machen, wie ich diese Erweiterung am besten anstelle (immer vorausgesetzt, die Anlage hat tatsaechlich ne separate Matrix). Aufs Dach konnte ich leider noch nicht, der Mieter ueber uns war die letzten paar Tage nicht da. Aber wenn ich da rauf kann, moechte ich dann natuerlich gleich danach mit dem Vermieter reden, und dann will ich schon gerne auch wissen, was ich dem erzaehle.
Zitat:
Zitat von Dipol
Bei Kaskadierung ist auf Standby-Kompatibilität der Komponenten zu achten.
Mit Kaskadierung meinst du den Fall, wenn ich einen weiteren Receiver an den Loop-Ausgang des ersten angeschlossenen Receivers anschliesse? Kaskadierung der beiden Tuner eines Unicable-faehigen Twin ueber das mitgelieferte Durchschleifkabel sollte ja funktionieren, sonst waere das Geraet ja grob fehldesignt.
08.04.2010, 11:48
#
6
King W.
Team SAT-Technik
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Kleiner pragmatischer Vorschlag von mir:
Ersetze den Multischalter durch die Jultec-Matrix JPS0504-3T. Die Antennensteckdosen ersetze bitte durch diese hier und baue in jede Dose, die nur mit einem Kabel angeschlossen ist, zur Terminierung diesen Widerstand ein.
Falls an der Antenne kein Quattro-LNB montiert ist (sehr unwahrscheinlich), ersetze bitte das vorhandene LNB durch dieses hier.
Dann wird alles funktionieren.
Die JPS0504-3T funktioniert in Verbindung mit einem herkömmlichen Receiver wie ein normaler Multischalter, in Verbindung mit einem Unicable-tauglichen Receiver arbeitet die Matrix als Unicable-Router mit 3 Kanälen.
Das angehängte Bild (als Schaltungsbeispiel) habe ich im Jultec-Einkabelkatalog gefunden. Kleiner Hinweis: In der Zeichnung fehlen an den drei einzelnen Dosen die Abschlußwiderstände. Vermutlich funktioniert es auch ohne, aber sie sollten für einen einwandfreien HF-Abschluß trotzdem montiert werden.
__________________ Es gibt keine großen Entdeckungen und Fortschritte, solange es noch ein unglückliches Kind auf Erden gibt. Albert Einstein
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08.04.2010, 12:11
#
7
tastenmann
Threadstarter
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Zitat:
Zitat von King W.
Kleiner pragmatischer Vorschlag von mir:
Ersetze den Multischalter durch die Jultec-Matrix JPS0504-3T. Die Antennensteckdosen ersetze bitte durch diese hier und baue in jede Dose, die nur mit einem Kabel angeschlossen ist, zur Terminierung diesen Widerstand ein.
Ist das diese Matrix, die automatisch erkennt, ob ein Unicable-tauglicher Receiver angeschlossen ist oder nicht? Waere unter Umstaenden auch zu ueberlegen, wenn denn diese Erkennung absolut zuverlaessig funktioniert. Ich moechte halt auf jeden Fall vermeiden, dass mein Nachbar irgendwelchen Stress mit seinem Receiver hat nach der Aenderung. Kann man den Modus der Ausgaenge notfalls von Hand festlegen?
Was kostet eigentlich diese Jultec-Matrix und wo krieg ich sie her? Google hat fuer die Produktbezeichnung genau 3 Treffer ausgespuckt, zwei waren Links hier ins Netzwelt-Forum, der dritte ist die Jultec-Homepage selbst, wo ich auch keine Preise finde.
Zitat:
Zitat von King W.
Falls an der Antenne kein Quattro-LNB montiert ist (sehr unwahrscheinlich), ersetze bitte das vorhandene LNB durch dieses hier.
Ob ich im Falle eines Quad-LNBs dieses wirklich tausche oder mir anders behelfe (z. B. stattdessen zwei Single-Tuner mit USB-Platten, einer zum Aufnehmen ins Schlafzimmer, einer zum Gucken ins Wohnzummer), muss ich mir dann mal noch ueberlegen bzw. das haengt von Vermieter und Nachbar ab.
08.04.2010, 12:43
#
8
King W.
Team SAT-Technik
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Bei den Jultec-Matritzen erfolgt die Erkennung automatisch anhand der Unicable-Schaltbefehle. Das funktioniert einwandfrei. Jultec ist übrigens der einzige Hersteller mit dieser Funktionalität.
Preise wirst du im Internet auch kaum finden, und schon gar nicht bei den ebay-Kistenschiebern. Die Produkte von Jultec gibt es nur im seriösen Fachhandel. SEH führt Jultec-Matritzen, dort kannst du sie telefonisch bestellen (02323/61887). Allerdings: Qualität hat ihren Preis. Billig sind die Jultec-Produkte nicht.
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08.04.2010, 13:04
#
9
Dipol
Team SAT-Technik
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Zitat:
Zitat von King W.
Kleiner pragmatischer Vorschlag von mir:
Ersetze den Multischalter durch die Jultec-Matrix JPS0504-3T.
Gute Idee, die 4 x 3 = 12 Routerkanäle werden aber auch unter Dura OEM-Label kaum unter € 400,00 zu bekommen sein.
Zitat:
Zitat von King W.
Die JPS0504-3T funktioniert in Verbindung mit einem herkömmlichen Receiver wie ein normaler Multischalter, in Verbindung mit einem Unicable-tauglichen Receiver arbeitet die Matrix als Unicable-Router mit 3 Kanälen.
Legacy-Betrieb funktioniert auch mit mehreren Durchgangsdosen, allerdings muss man den niedrigeren Pegel beachten. Im UniCable-Betrieb stehen de facto unabhängig von der Länge der Eingangskabel 85 dB(µV) Konstantpegel zur Verfügung, da die Matrix über eine Eingangs-Summenpegelregelung + Router-Ausgangspegelregelung verfügt. Im Legacy-Betrieb ist die Verstärkung um 10 dB geringer, die Schräglage des Eingangsspektrums schlägt da auf das Ausgangsspektrum durch. So lange die Matrix an der Antenne montiert ist funktioniert Legacy-Betrieb bei niedriger Kabeldämpfung auch mit bis zu etwa drei Durchgangsdosen. Bei extremer Kabelämpfung kann es aber vorkommen, dass der Receiver-Mindestpegel von 47 dB(µV) nur mit einer Stichdose erreicht wird. Im Legacy-Betrieb kann auch mit einer Stichdose nichts schief gehen.
Die aktiven JAS-Matritzen sind übrigens quadtauglich, die JAS 0504 kostet aber sicher nochmal einen Hunni mehr. Ein LNB-Wechsel kommt billiger.
08.04.2010, 14:08
#
10
tastenmann
Threadstarter
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Zitat:
Zitat von Dipol
Gute Idee, die 4 x 3 = 12 Routerkanäle werden aber auch unter Dura OEM-Label kaum unter € 400,00 zu bekommen sein.
Hmm, das ist natuerlich schon mal ne Hausnummer. Allerdings nur dann interessant, wenn mein Nachbar da ebenfalls Interesse entwickelt und sich beteiligt, wovon ich im Moment eher nicht ausgehe. So ein bisschen laeuft es auch meiner urspruenglichen Intention entgegen, ein zusaetzliches Teil in die Anlage zu bauen, das ich beispielsweise bei meinem Auszug einfach wieder ausbauen kann, ohne die Funktionalitaet fuer die andere Mietpartei einzuschraenken. Wenn jetzt beide Parteien Geld zusammenlegen um so ne Jultec-Matrix zu kaufen, kommt ja spaetestens beim Auszug die Frage auf, wer das Ding jetzt behalten darf.
Zitat:
Zitat von Dipol
Legacy-Betrieb funktioniert auch mit mehreren Durchgangsdosen, allerdings muss man den niedrigeren Pegel beachten. Im UniCable-Betrieb stehen de facto unabhängig von der Länge der Eingangskabel 85 dB(µV) Konstantpegel zur Verfügung, da die Matrix über eine Eingangs-Summenpegelregelung + Router-Ausgangspegelregelung verfügt. Im Legacy-Betrieb ist die Verstärkung um 10 dB geringer, die Schräglage des Eingangsspektrums schlägt da auf das Ausgangsspektrum durch. So lange die Matrix an der Antenne montiert ist funktioniert Legacy-Betrieb bei niedriger Kabeldämpfung auch mit bis zu etwa drei Durchgangsdosen. Bei extremer Kabelämpfung kann es aber vorkommen, dass der Receiver-Mindestpegel von 47 dB(µV) nur mit einer Stichdose erreicht wird. Im Legacy-Betrieb kann auch mit einer Stichdose nichts schief gehen.
Mehrere Durchgangsdosen sind bei uns kein Thema, es gibt 2 Kabel, die in die Wohnung kommen (Wohnzimmer und Schlafzimmer), die jeweils in einer SAT-Dose enden (vermutlich ne Stichdose).
Zitat:
Zitat von Dipol
Die aktiven JAS-Matritzen sind übrigens quadtauglich, die JAS 0504 kostet aber sicher nochmal einen Hunni mehr. Ein LNB-Wechsel kommt billiger.
Also mal Butter bei die Fische. Ich geh mal davon aus, dass ich einfach einen Unicable-Router zusaetzlich zu einer bereits vorhandenen Schaltmatrix in die Anlage einfuegen werde. Gerne auch mit der Moeglichkeit, den Anschluss im Schlafzimmer spaeter auch auf Unicable umzuruesten. Zunaechst soll das jedoch ein Legacy-Anschluss bleiben.
Ich wuerde eine der vorgeschlagenen Matritzen nehmen (Inverto, Kathrein, die Delta SUM oder die Axing SES). Welche von denen kann man qualitativ empfehlen? Taugt die Inverto ueberhaupt was, oder ist das Ding nicht zu gebrauchen? Wie ist das mit den receivergespeisten Matritzen, wird der LNB auch versorgt, wenn mein Unicable-Receiver ausgeschaltet ist? Bei einigen habe ich auch einen Anschluss fuer ein Netzteil gesehen.
Den 2x2-Kathrein-Router habe ich im Netz fuer ca. 100-120 EUR gefunden, das waere eigentlich ne schoene Loesung, zumal ich da dann ohne weitere Bauteile meinen Anschluss im Schlafzimmer spaeter auch einfach auf den Unicable-Router umstecken kann, wenn ich das mal moechte. Die hat aber wiederum keinen Netzteil-Anschluss, und ich weiss wieder nicht, ob der LNB dann gespeist wird.
Na ja, hier werdet ihr mir sicher weiterhelfen koennen. Jedenfalls, habe ich dann die Matrix, schleife ich sie zwischen LNB und Schaltmatrix mit 4 Leitungen (oder 5, falls noch ne terrestrische Antenne da ist) ein. Die im Wohnzimmer vorhandene Stichdose ersetze ich durch eine Durchgangsdose mit Endwiderstand und schliesse dort einen Unicable-tauglichen Twin an.
Sind da irgendwo noch groessere Probleme zu erwarten? Hoechste Prioritaet hat erst mal, dass die anderen Anschluesse, die an der Schaltmatrix haengen, ohne Probleme weiter laufen. Klar, mein Unicable-Anschluss soll dann natuerlich auch laufen, aber das betrifft ja erst mal nur mich, damit nerve ich keinen anderen, wenn der Probleme macht.
08.04.2010, 14:59
#
11
King W.
Team SAT-Technik
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Beiträge: 9.170
Ein ähnliches Problem hatten wir hier schon einmal, nur mit dem Unterschied, daß die gesamte Anlage neu aufgebaut wurde.
Der User hat einen TechniRouter 5/2x4 K in die 4 Leitungen zwischen LNB und Multischalter eingebaut. Das hat tadellos funktioniert.
Nach Einbau des Routers mußt du natürlich deine Zuleitung vom Multischalter abklemmen und an den Routerausgang anklemmen. Dann hast du 4 Kanäle. Du kannst auch noch einen Splitter einbauen und die Leitung auf Wohn- und Schlafzimmer verteilen. Auf die Kanäle hat das keinen Einfluß, d.h. wo du welchen Kanal nutzt, ist eigentlich egal. Am 2. Ausgang des Routers stehen noch einmal 4 Kanäle zur Verfügung, die dein Nachbar nutzen könnte. Somit sind insgesamt 8 Kanäle verfügbar, also mehr, als genug.
Hier ist ein Video-Tutorial, wo ich eine Unicable-Anlage installiert habe. Denke dir anstelle des 5/2x4G die Kaskade 5/2x4K und anstelle des Netzteils den vorhandenen Multischlter, dann hast du deine Verhältnisse.
Wichtig ist aber, daß du anstelle von Stichdosen die angegebenen Dosen mit Abschlußwiderstand verwendest, schon allein aus dem Grund, keinen zu hohen Pegel zu riskieren.
__________________ Es gibt keine großen Entdeckungen und Fortschritte, solange es noch ein unglückliches Kind auf Erden gibt. Albert Einstein
Nokia? Nein danke!
08.04.2010, 15:57
#
12
Dipol
Team SAT-Technik
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Zitat:
Zitat von tastenmann
Mehrere Durchgangsdosen sind bei uns kein Thema, es gibt 2 Kabel, die in die Wohnung kommen (Wohnzimmer und Schlafzimmer), die jeweils in einer SAT-Dose enden (vermutlich ne Stichdose).
Damit läuft das doch von deinem Bedarf auf die KATHREIN-Matrix mit zwei Ausgängen für je zwei Routerkanäle raus. Die reduziert die Eingangspegel des Multischalters nur um 1,2 dB und bei UC-Ausgangspegeln von -2 bis + 3 dB kann die Single-Steckdose bleiben und der Twin-Receiver in Loop-Through-Schaltung betrieben werden.
Zitat:
Zitat von tastenmann
Ich wuerde eine der vorgeschlagenen Matritzen nehmen (Inverto, Kathrein, die Delta SUM oder die Axing SES). Welche von denen kann man qualitativ empfehlen? Taugt die Inverto ueberhaupt was, oder ist das Ding nicht zu gebrauchen? Wie ist das mit den receivergespeisten Matritzen, wird der LNB auch versorgt, wenn mein Unicable-Receiver ausgeschaltet ist? Bei einigen habe ich auch einen Anschluss fuer ein Netzteil gesehen.
Ein Netzteil kann optional zur LNB-Versorgung angeschlossen werden.
Zitat:
Zitat von tastenmann
Den 2x2-Kathrein-Router habe ich im Netz fuer ca. 100-120 EUR gefunden, das waere eigentlich ne schoene Loesung, zumal ich da dann ohne weitere Bauteile meinen Anschluss im Schlafzimmer spaeter auch einfach auf den Unicable-Router umstecken kann, wenn ich das mal moechte. Die hat aber wiederum keinen Netzteil-Anschluss, und ich weiss wieder nicht, ob der LNB dann gespeist wird.
Alle Stammleitungen der EXR 552 übertragen die DC-Spannung des Multischalters zum LNB. Eben hier liegt der Knackpunkt mit einer Standby-Schaltung: Die muss entweder am Multischalter deaktiviert werden, alternativ muss die Unicable-Matrix die LNB-Versorgung über separates Netzgerät oder Receiverspeisung übernehmen.
Die EXR 552 und JPS0504-3A sind auf Speisung vom Multischalter angewiesen, der TechniRouter kann den LNB auch über den Receiver speisen. Bei der JPS0504-3A erfordert ein optionaler Netzteileinsatz evtl. ein DC-Trennglied in einem Stammausgang. So darf z. B. bei bestimmten SPAUN-Multischaltern keinesfalls 18 V DC rückwärts auf einen vertikalen Eingang geleitet werden, da sonst durch interne Verschaltung der terrestrische Verstärker hopps gehen kann.
08.04.2010, 16:04
#
13
tastenmann
Threadstarter
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Zitat:
Zitat von King W.
Ein ähnliches Problem hatten wir hier schon einmal, nur mit dem Unterschied, daß die gesamte Anlage neu aufgebaut wurde.
Der User hat einen TechniRouter 5/2x4 K in die 4 Leitungen zwischen LNB und Multischalter eingebaut. Das hat tadellos funktioniert.
Zitat:
Zitat von SEH-Website
Dieses Gerät kann sinnvoll nur in Kombination mit dem Grundgerät Techni Router 5/2x4G verwendet werden.
Ich deute das mal so, dass der 5/2x4 K keine eigene Speisung fuers LNB bereitstellt, weswegen eigentlich das Grundgeraet 5/2x4 G noch an die Kaskadenausgaenge muss. Die Speisung wuerde in meinem Fall dann aber von der vorhandenen Schaltmatrix uebernommen und vom Technirouter einfach durchgelassen. Richtig?
Zitat:
Zitat von King W.
Nach Einbau des Routers mußt du natürlich deine Zuleitung vom Multischalter abklemmen und an den Routerausgang anklemmen. Dann hast du 4 Kanäle.
Ja, so in etwa wars gedacht. Die Signalverlaeufe und welches Kabel wohin muss im von mir angedachten Setup sind mir schon von vornherein klargewesen. Unklar war mir, wie das mit der Terminierung der Dosen aussieht und wo die LNB-Speisung dann herkommt.
Zitat:
Zitat von King W.
Du kannst auch noch einen Splitter einbauen und die Leitung auf Wohn- und Schlafzimmer verteilen. Auf die Kanäle hat das keinen Einfluß, d.h. wo du welchen Kanal nutzt, ist eigentlich egal. Am 2. Ausgang des Routers stehen noch einmal 4 Kanäle zur Verfügung, die dein Nachbar nutzen könnte. Somit sind insgesamt 8 Kanäle verfügbar, also mehr, als genug.
Oder ich spare mir den Splitter, wenn ich mal das Schlafzimmer auf Unicable umstellen will. Wie ist das eigentlich, wenn ich den Strang mit nem Splitter aufteile? Dann muessen beide Zweige terminiert werden, oder?
Im Moment haengts auch ein wenig davon ab, ob seitens meines Nachbarn Interesse an so einer Loesung besteht. Wenn nicht, wuerde mir auch der Kathrein-Router mit 2x2 reichen. Das ist dann entsprechend billiger. Wuerde der auch die Speisespannung von der Schaltmatrix zum LNB durchlassen? Muss er ja eigentlich, anders kanns ja nicht funktionieren, oder?
Und: Was kosten eigentlich brauchbare unicable-taugliche Splitter? Fuer den Preis des Technirouters krieg ich ja schon fast 2 Kathrein-Router. Dann haette ich 4 Abgaenge (2 pro Wohneinheit) und brauch keine Splitter, die ja auch noch Geld kosten.
-----Doppelpost zusammengeführt am 8.4.2010 um 16:13:08-----
Dipols Antwort hat sich jetzt zeitlich mit meiner Antwort an King W. ueberschnitten, da ist ja schon fast alles beantwortet, was ich von ihm noch wissen wollte.
Die Details (ob eine externe Matrix vorhanden ist (ich hoffe doch!), welche das ist, ob die ne Standby-Schaltung hat oder nicht und ob die deaktiviert werden kann, werde ich hoffentlich heute abend klaeren koennen (haengt davon ab, ob mein Nachbar da ist und mich auf den Dachboden laesst). Dann kann ich ihm ja auch erklaeren, was ich da vorhabe und warum. Falls er das dann auch will, koennte man tatsaechlich auch ueber ne "grosse" Loesung nachdenken. Jedenfalls weiss ich jetzt genug, um anhand der Gegebenheiten entscheiden zu koennen, was zu tun ist und was das in etwas kostet.
Jedenfalls schon mal danke fuer die ausfuehrliche Beratung bisher. Sobald ich mehr weiss, werd ich mich natuerlich nochmal melden.
Kann mir in der Zwischenzeit mal noch jemand nen Receiver empfehlen?
Ich hab ein wenig recherchiert, Kandidaten waeren der Kathrein UFS922 oder der Humax iCord HD. Letztere scheint mir ein bisschen guenstiger, und ueber den UFS hab ich einige Problemberichte gelesen.
Schick am UFS ist wiederum die Sache mit dem Streaming-Server und -Client. Da koennte ich spaeter noch nen 2. kaufen und die vernetzen und dann auf jedem der beiden Receiver das abspielen, was auf dem jeweils anderen liegt.
Wie siehts denn mit der tatsaechlichen Zuverlaessigkeit der Geraete aus?
08.04.2010, 18:21
#
14
Dipol
Team SAT-Technik
Registriert seit: 19.03.2007
Beiträge: 4.147
Zitat:
Zitat von tastenmann
Ich deute das mal so, dass der 5/2x4 K keine eigene Speisung fuers LNB bereitstellt, weswegen eigentlich das Grundgeraet 5/2x4 G noch an die Kaskadenausgaenge muss. Die Speisung wuerde in meinem Fall dann aber von der vorhandenen Schaltmatrix uebernommen und vom Technirouter einfach durchgelassen. Richtig?
Richtig, und eben deshalb darf der Multischalter nicht in Standby fallen, wenn alle Receiver ausgeschaltet sind.
Zitat:
Zitat von tastenmann
Unklar war mir, wie das mit der Terminierung der Dosen aussieht und wo die LNB-Speisung dann herkommt.
Das müssen natürlich Durchgangsdosen mit DC-Pfad sein, der Abschlusswiderstand muss daher auch kapazitiv getrennt sein.
Zitat:
Zitat von tastenmann
Oder ich spare mir den Splitter, wenn ich mal das Schlafzimmer auf Unicable umstellen will. Wie ist das eigentlich, wenn ich den Strang mit nem Splitter aufteile? Dann muessen beide Zweige terminiert werden, oder?
Wenn man an einem Splitter nur eine Stichdose anschließt ist das ohne terrestrische Einspeisung ein lässlicher Entkopplungsmangel. Aber es gibt ja auch eine Firma namens Smart die in sämtlichen UniCable-Flyern am Stammende eine Stichdose einzeichnet, weil sie nur so bei 8 Dosen in Reihe noch genug Pegel bekommen. Dass man damit einen Stehwellengenerator einbaut haben die noch nicht mitbekommen.
Zitat:
Zitat von tastenmann
Was kosten eigentlich brauchbare unicable-taugliche Splitter?
Alle diodenentkoppelten Verteiler sind auch UniCable-tauglich, DC-Pfade ohne Dioden sind excellente UniCable-Störquellen.
Zitat:
Zitat von tastenmann
Kann mir in der Zwischenzeit mal noch jemand nen Receiver empfehlen?
Ich hab ein wenig recherchiert, Kandidaten waeren der Kathrein UFS922 oder der Humax iCord HD. Letztere scheint mir ein bisschen guenstiger, und ueber den UFS hab ich einige Problemberichte gelesen.
KATHREIN brachte zufällig heute ein neues Upgrade für den UFS 922 raus. Eigentlich ein Super-Receiver, wenn die diversen Bugs nicht wären. Vielleicht kehrt jetzt endlich in den Foren Ruhe ein.
Üblicherweise empfehle ich unterschiedlos TechniSat-Receiver. Im Moment scheint es aber beim S2 Inkompatibilitäten mit 22 kHz und UniCable bei verschieden Matritzen zu geben.
08.04.2010, 20:52
#
15
tastenmann
Threadstarter
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Beiträge: 9
So, ich war heut mal auf dem Dachboden. Zumindest hab ich feststellen können, daß eine separate Matrix verbaut ist. Eine Steckdose zur Stormversorgung konnte ich auch erblicken.
Zu mehr hats leider nicht gereicht. Der Dachboden ist extrem flach, an einer Stelle (wo ich vorbei müßte, um die Matrix zu erreichen) ist er nur nen halben Meter hoch, das heißt ich müßte auf dem Bauch zur Matrix hin robben. Dazu liegt überall Glaswolle rum. Da ich heute meine normale Bürokleidung anhatte und auch meinem Nachbarn jetzt nicht die Wohnung zusauen wollte, werd ich die genauere Besichtigung verschieben.
Immerhin hat sich dabei auch rausgestellt, daß es vielleicht sogar möglich ist, ein zusätzliches Kabel in mein Wohnzimmer zu ziehen, sofern die Matrix noch einen Ausgang frei hat (was ich auf diese Entfernung nun gerade nicht feststellen konnte).
Trotzdem wär mir die Unicable-Lösung lieber, macht einfach weniger Dreck.
Ich werd wohl am Wochenende mal schauen, daß ich mal da oben zur Matrix krabbele, dann weiß ich mehr.
08.04.2010, 21:41
#
16
King W.
Team SAT-Technik
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Beiträge: 9.170
Zitat:
Zitat von tastenmann
Ich deute das mal so, dass der 5/2x4 K keine eigene Speisung fuers LNB bereitstellt, weswegen eigentlich das Grundgeraet 5/2x4 G noch an die Kaskadenausgaenge muss. Die Speisung wuerde in meinem Fall dann aber von der vorhandenen Schaltmatrix uebernommen und vom Technirouter einfach durchgelassen. Richtig?
Ja, so ist es. Die Kaskade wird von der LNB-Betriebsspannung, die der Multischalter abgibt, einfach mit versorgt. Der Normalfall ist nun, daß diese Versorgungsspannung vom Grundgerät kommt, aber das ist kein Muß. Ein normaler Multischalter liefert diese Versorgungsspannung ja auch. Die Kaskade merkt gar nicht, wo der Strom herkommt. Ich hatte SEH schon mal gebeten, den Text zu ändern, aber offensichtlich haben die das vergessen.
Einen ähnlichen Fall hatten wir hier schon einmal - und zum guten Abschluß gebracht. Wenn du willst, lies einfach hier nach.
__________________ Es gibt keine großen Entdeckungen und Fortschritte, solange es noch ein unglückliches Kind auf Erden gibt. Albert Einstein
Nokia? Nein danke!
09.04.2010, 00:52
#
17
tastenmann
Threadstarter
Registriert seit: 07.04.2010
Beiträge: 9
Zitat:
Zitat von King W.
Ja, so ist es. Die Kaskade wird von der LNB-Betriebsspannung, die der Multischalter abgibt, einfach mit versorgt. Der Normalfall ist nun, daß diese Versorgungsspannung vom Grundgerät kommt, aber das ist kein Muß. Ein normaler Multischalter liefert diese Versorgungsspannung ja auch. Die Kaskade merkt gar nicht, wo der Strom herkommt. Ich hatte SEH schon mal gebeten, den Text zu ändern, aber offensichtlich haben die das vergessen.
Ich hatte mir das schon gedacht, aber man weiß ja nie, ob hinter dieser Aussage nicht doch noch mehr steckt. Ich kenn das ja auch aus dem EDV-Bereich, da denkt man auch manchmal nicht an irgendwelche Wechselwirkungen, die verschiedene Komponenten aufeinander haben können. Hätte ja durchaus sein können, daß diese Unicable-Kaskaden noch irgendwelche anderen Steuerprotokolle über ihre Stammleitungen laufen lassen. Und da wollt ich halt lieber mal nachfragen, bevor ich jetzt irgendwas bestelle, was dann nachher vielleicht doch nicht ganz so funktioniert, wie ich mir das vorgestellt habe.
Jetzt muß ich nur noch irgendwann in den sauren Apfel beißen und mich in die Glaswolle schmeißen, um rauszufinden, was für ne Matrix wir hier haben, und ob da noch ein Problem mit der Standbyschaltung auftreten kann. Hoffentlich wird das am Wochenende was...