Self-Made Unicable

Alt 04.09.2013, 11:56   # 1
bluebarcode
 
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Hallo zusammen,

gestern hat mir ein Mitarbeiter des Hiesigen Telekabel Anbieters meine Haussat-Anlage abgesteckt um dafür ihr Internet-signal über das vorhandene Koax-Kabel zu leiten. Daher hab ich also kein Fernsehn aktuell.

Ich mache mir nun über die Möglichkeit gedanken die beiden Signale über die Eine Leitung zu führen.

Ich habe mich dabei von einem meiner Kollegen beraten lassen der Technisch sehr gut drauf ist und der hat mir Folgende Konfiguration empfohlen:
[Um das Bild zu sehen, klicken: http://www7.pic-upload.de/thumb/04.0...gwahg66ue7.png]

Die Komponenten dazu:
SAT-Einspeiseweiche 1-fach Frequenzbereich 5 - 2400 MHz Dämpfung SAT 3 dB, Terr. 3 dB im Conrad Online Shop | 940259

AXING 4-LOCH ANTENNENSTECKDOSE TV/R/SAT/DATA Frequenzbereich=5 - 2200 Anschlussdämpfung TV=4.5 dB im Conrad Online Shop | 943959

Mantelstromfilter TZU 10-02, Frequenzbereich: 5 - 862 MHz im Conrad Online Shop | 940456

Kann mir hier jemand sagen ob das funktioniert, oder wo sich ein Fehler eingeschlichen haben könnte?

Lg Mike;
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Alt 04.09.2013, 11:56 # --
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Alt 04.09.2013, 13:20   # 2
raceroad
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Hallo und nw welcome


Zitat:
Zitat von bluebarcode Beitrag anzeigen
gestern hat mir ein Mitarbeiter des Hiesigen Telekabel Anbieters meine Haussat-Anlage abgesteckt [....]
Wieso hast Du das geschehen lassen?

Zitat:
Kann mir hier jemand sagen ob das funktioniert, oder wo sich ein Fehler eingeschlichen haben könnte?
Zwei Baustellen:

Ein erdverlegtes Kabel ist auch dann problematisch, wenn die Antenne selbst im vor einem direkten Blitzeinschlag geschützten Bereich installiert wurde (Ist das überhaupt so? Siehe auch Erdungsthread). Was hat es mit dem Erdreich auf sich? Ein galvanisches Trennglied schafft hier alleine noch keine Sicherheit.

Ob man die vom Kabelnetzbetreiber installierte Dose gegen eine BSD 960-00 tauschen könnte, hängt davon ab, welche Dose der Netzbetreiber installiert hat. Das könnte auch Durchgangsdose oder eine echte Enddose sein. Dann wäre die BSD 960-00 als Stichdose ungeeignet > Typ der installierten MM-Dose in Erfahrung bringen!
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Alt 06.09.2013, 12:33   # 3
bluebarcode
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Zitat:
Zitat von raceroad Beitrag anzeigen
Hallo und nw welcome




Wieso hast Du das geschehen lassen?



Zwei Baustellen:

Ein erdverlegtes Kabel ist auch dann problematisch, wenn die Antenne selbst im vor einem direkten Blitzeinschlag geschützten Bereich installiert wurde (Ist das überhaupt so? Siehe auch Erdungsthread). Was hat es mit dem Erdreich auf sich? Ein galvanisches Trennglied schafft hier alleine noch keine Sicherheit.

Ob man die vom Kabelnetzbetreiber installierte Dose gegen eine BSD 960-00 tauschen könnte, hängt davon ab, welche Dose der Netzbetreiber installiert hat. Das könnte auch Durchgangsdose oder eine echte Enddose sein. Dann wäre die BSD 960-00 als Stichdose ungeeignet > Typ der installierten MM-Dose in Erfahrung bringen!
Ich konnte mich entscheiden ob ich nun lieber SAT habe oder Internet und ich hab mich jetzt mal für Internet entschieden - es gab nur dieses eine Kabel und daher mussten wir das Verwenden. Bei der SAT-Anlage handelt es sich um eine professionell aufgestellte Gemeinschaftsanlage. Das Kabel lag ja schon im Boden - daher ist mir der erdungsschutz in dem Fall egal - weil durch meinen umbau ändert sich ja da nix dran.

Nehmen wir also das ganze als geschlossenes System an - in einem Raum - ich kann noch den typ der aktuell vom Kabelnetzbetreiber aufgestellten Dose in erfahrung bringen wenn ich daheim bin (aktuell in der Arbeit). Ich denke es ist eine Enddose - Dort steckt direkt das Modem dran. Aber wie gesagt den typ ermitteln ist kein problem (hängt noch loose am kabel ohne wandeinbau).

Von der Theorie her müsste das doch so passen oder - das wichtige ist ja nur dass der Kabel teil mit dem Mantelstromfilter vor der Gleichspannung aus dem SAT-Reciever geschützt wird, und dass die einzelnen komponenten die richtigen Frequenzen durchlassen (mantelstromfilter die DVB-C & DATA frequenzen, die weiche halt alles und die Dose splittet mir die Signale dann wieder auf...)?

Schützt die dose dann eigentlich das Modem vor der Gleichspannung des Sat recievers oder müsste ich dort auch noch einen DC blocker einbauen?

Lg Mike;
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Alt 06.09.2013, 15:22   # 4
raceroad
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Zitat:
Zitat von bluebarcode Beitrag anzeigen
Das Kabel lag ja schon im Boden - daher ist mir der erdungsschutz in dem Fall egal - weil durch meinen umbau ändert sich ja da nix dran.
Du wärst es aber doch, der eine Verbindung von der möglicherweise doch nicht korrekt geerdeten Satanlage zum Netz des Kabelanbieters herstellen würde.

Zitat:
ich kann noch den typ der aktuell vom Kabelnetzbetreiber aufgestellten Dose in erfahrung bringen wenn ich daheim bin (aktuell in der Arbeit). Ich denke es ist eine Enddose
Wie gesagt: Kennt man den Typ der Multimediadose, kann man eine auch für Sat aussuchen. Wäre momentan tatsächlich eine Enddose installiert, dann wäre die von Dir genannte BSD 960-00 falsch. Denn die BSD 960-00 ist – never ending story – eine Stich- und damit eben keine Enddose.

Zitat:
Von der Theorie her müsste das doch so passen oder - das wichtige ist ja nur dass der Kabel teil mit dem Mantelstromfilter vor der Gleichspannung aus dem SAT-Reciever geschützt wird, und dass die einzelnen komponenten die richtigen Frequenzen durchlassen (mantelstromfilter die DVB-C & DATA frequenzen, die weiche halt alles und die Dose splittet mir die Signale dann wieder auf...)?
Nö. Wegen der Gleichspannung aus dem Satreceiver bräuchte man kein galvanisches Trennglied. Von der Gleichspannung ist schon am Terrestrik-Anschuss der Weiche nichts mehr zu bemerken, auch die Sat-ZF wird ausreichend unterdrückt. Aber im Fall einer direkt geerdeten Antenne dürfte der Potenzialausgleich der Satanlage ausschließlich über den geerdeten Mast hergestellt werden. Über die Weiche würde man hingegen ohne Trennglied eine Verbindung zur Haupterdungsschiene herstellen, über welche der PA der BK-Anlage läuft. Mit galvanischem Trennglied gäbe es diese Verbindung nicht, und die Satanlage wäre weiterhin schleifenfrei nur über den Mast in den PA einbezogen.

Außerdem schützt ein gutes galvanisches Trennglied – allerdings nur sehr bedingt – die BK-Anlage vor Überspannungen aus dem Bereich der Satanlage (und umgekehrt). Im DELTA GTR 2-01 wäre noch ein Überspannungsschutz integriert.

Zitat:
Schützt die dose dann eigentlich das Modem vor der Gleichspannung des Sat recievers oder müsste ich dort auch noch einen DC blocker einbauen?
Gleichspannung wird nur von der F-Buchse für Sat zur Anlage übertragen und liegt nicht an anderen Ausgängen der Dose an.
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Alt 09.09.2013, 11:43   # 5
bluebarcode
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Okay, also würde der DELTA GTR 2-01 das Kabelnetz besser schützen als der Mantelstromfilter, oder bräuchte ich dann beides?

Ich würde das gerne So betreiben dass ich am ende des Koaxkabels durch das erdreich eine Dose installiere wo ich das Telekabel-Modem direkt anschliessen, und mit einem weitern Kabel zu einer Sat dose durchs haus fahre.

Ich bin leider selber nicht so ein begnadeter elektrotechniker - ich kann Koaxkabel mit stecker versehen usw, aber die techniker dahinter und der Unterschied zwischen Stich und Enddose ist mir nicht so besonders klar.

Für die oben genannte konfiguration, wie würde eine funktionierende sichere Variante der Verkabelung aussehen?

Ich fasse das nochmal zusammen wie der ist-zustand der Anlage ist:

(Gemeinschafts-)Technikraum - Dort kommt das Telekabel und ein Sat-Anschluss in unmittelbarer nähe aus der Wand.

Dann gibt es ein Koaxkabel welches in mein Haus geht - das kommt im Keller raus.

Direkt im Keller ist dann eine Dose vom Kabelnetzbetreiber wo ich leider den Typ nicht rausfinden konnte (müsste wahrscheinlich die blende abschrauben) - wo das Modem angeschlossen ist.

Ich hab dann noch im Erdgeschoss meinen Sat reciever - es liegt auch ein unbenutztes Koaxkabel vom Keller wo das andere kabel reinkommt zum Sat-Reciever, auf dem aktuell natürlich kein Signal drauf ist.

Lg Mike;
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Alt 09.09.2013, 13:13   # 6
raceroad
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Zitat:
Zitat von bluebarcode Beitrag anzeigen
Okay, also würde der DELTA GTR 2-01 das Kabelnetz besser schützen als der Mantelstromfilter, oder bräuchte ich dann beides?
Mantelstromfilter ist ein wild gebrauchter Begriff, der u.a. auch für Ferritelemente auf einem Kabel genutzt wird, die nur gegen niederfrequente Gleichtaktstörungen helfen. Du hattest oben als Mantelstromfilter Axings’s TZU 10-02 verlinkt, bei dem es sich wie beim GTR 2-01 um ein doppeltes galvanisches Trennglied handelt.

GTR 2-01 verfügt zusätzlich noch über einen Überspannungsschutz, dessen Fähigkeiten (Stoßstrombelastbarkeit) nicht näher definiert sind. Von diesem Unterschied abgesehen sind sowohl TZU 10-02 wie auch GTR 2-01 als verlustarme Trennglieder bekannt.

Zitat:
Ich würde das gerne So betreiben dass ich am ende des Koaxkabels durch das erdreich eine Dose installiere wo ich das Telekabel-Modem direkt anschliessen, und mit einem weitern Kabel zu einer Sat dose durchs haus fahre.
Also anders als zunächst geplant nicht eine gemeinsam für Sat + Modem genutzte Dose, sondern zwei? Auch wenn an der ersten Dose nur das Modem angeschlossen werden soll, müsste man hierfür eine Sat-Multimedia-Kombidose verwenden. Ob das pegelneutral und damit ohne Arbeiten am BK-Verstärker möglich wäre, hängt vom Typ der z.Zt. installierten Dose ab (Also runter mit der Blende).
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Alt 09.09.2013, 14:05   # 7
bluebarcode
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Ich werd das gleich nachsehen wenn ich heim komme - eine blöde frage noch hätt ich - wofür steht "BK" ?

Wenn es aufwandstechnisch einfacher wäre kann ich auch beim fernseher das Kabel direkt, von der Dose im Keller, aus der Wand an den Fernseher hängen - Dose ist halt schöner, aber nicht zwingend erforderlich.
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Alt 11.09.2013, 20:25   # 8
bluebarcode
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So, ich hab jetzt nachgeschaut die installierte dose wäre diese hier:
http://www.triax.fr/upload/edm02_gdm06.pdf
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Alt 12.09.2013, 10:56   # 9
raceroad
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Wenn es tatsächlich eine Dose ohne F-Buchse ist: Hängt das Modem am Buchsenausgang der Dose oder dem mit dem Stift?

Und vor allem: Welche Dose ist es denn nun? Du verlinkst eine PDF mit der Beschreibung von zweien, einer Stichdose (EDM 02) und einer Durchgangsdose (GDM 06).
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Alt 13.09.2013, 20:11   # 10
bluebarcode
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Zitat:
Zitat von raceroad Beitrag anzeigen
Wenn es tatsächlich eine Dose ohne F-Buchse ist: Hängt das Modem am Buchsenausgang der Dose oder dem mit dem Stift?

Und vor allem: Welche Dose ist es denn nun? Du verlinkst eine PDF mit der Beschreibung von zweien, einer Stichdose (EDM 02) und einer Durchgangsdose (GDM 06).
entschuldige EDM02 ist es - und das modem hängt auf dem rechten ausgang wenn man die Dose gerade hält, das ist der mit dem mini loch im stift.
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Alt 14.09.2013, 22:25   # 11
raceroad
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EDM 02 ist eine Stichdose. Und wenn das "mini loch im stift" dann rechts ist, wenn das Kabel von unten kommt, wird für das Modem der Ausgang der EDM 02 mit der höheren Dämpfung verwendet.

> Eignen würde sich als neue Dose die Axing BSD 960-00. Das Modem müsste bei der aber nicht wie bisher an den steckbaren Buchsenausgang unten rechts (Daran würde es bei dieser Dose nicht funktionieren!), sondern an die F-Buchse oben rechts. Du bräuchtest zum Anschluss also entweder einen Adapter oder - bessere Variante - ein Kabel gleich mit F-Stecker (Das Modem hat doch vmtl. auch eine F-Buchse, oder?). Der Satreceiver käme an die F-Buchse oben links.

Die Dämpfung am Daten-Ausgang oben rechts ist etwas niedriger als am Buchsenausgang der EDM 02, so dass sich wegen der Dämpfung von Einspeiseweiche und Trennglied fast nichts ändern würde.
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Alt 18.09.2013, 13:10   # 12
bluebarcode
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Okay, danke - und glaubst du würde diese Konstruktion so funktionieren? Also wäre dieser Aufbau geeignet beide Signale über das eine Kabel zu mir ins Haus zu leiten ohne damit den Kabelanschluss mit dem DC vom Satreciever zu stören?

Lg Mike;
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Alt 20.09.2013, 18:13   # 13
raceroad
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Zitat:
Zitat von bluebarcode Beitrag anzeigen
Also wäre dieser Aufbau geeignet beide Signale über das eine Kabel zu mir ins Haus zu leiten ohne damit den Kabelanschluss mit dem DC vom Satreciever zu stören?
Wurde bereits beantwortet:

Zitat:
Zitat von raceroad Beitrag anzeigen
Von der Gleichspannung ist schon am Terrestrik-Anschuss der Weiche nichts mehr zu bemerken, [...].

Gleichspannung wird nur von der F-Buchse für Sat zur Anlage übertragen und liegt nicht an anderen Ausgängen der Dose an.
Die Gleichspannung des Satreceivers kommt an keinem anderen Anschluss der Antennendose und "hinter" der Weiche nur am Sat-Anschluss an, nicht an dem für Kabel-TV.

Da die Zusatzdämpfung von Weiche und galv. Trennglied durch die niedrigere Anschlussdämpfung der Dose weitestgehend kompensiert wird, wird es sehr wahrscheinlich keinen Schwierigkeiten beim Modenbetrieb geben.

Auf die Notwendigkeit einer korrekten Ausführung von Antennenerdung und Potenzialausgleich hatte ich hingewiesen.
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Alt 31.07.2014, 01:25 # --
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