Neubau DHH mit Sat neu ausrüsten

Alt 26.03.2013, 20:43   # 1
Baileys
 
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Hallo zusammen,
wir bauen über einen Bauträger eine Doppelhaushälfte. Es wurde gerade erst mit dem Bau begonnen.

was wir haben:
  • Dreambox
  • Sky SAT HD reciever
  • 2 SAMSUNG Fernseher mit SAT reciever
  • 120cm satelliten

in der Neubau DHH sollen folgende Räume mit Sat ausgestattet werden:
  • Hobbykeller (1 von 3 Räumen im UG)
  • WZ im EG
  • 1xSZ und später / optional 2xKZ im OG
  • Dachstudio (Pultdach)

was wir wünschen:
  • 4 Satelliten in 4 verschiedenen Räumen, evtl. später mal 6 Räumen, nutzen.
  • Die Satelliten wären:
    Astra 19.2 Ost und Astra 28.2 Ost, SES5 4.9 Ost, 0.8 West
  • verschiedene Kanäle in allen Räumen schauen
  • fernsehen und aufnehmen gleichzeitig (reicht in 1 Raum, z.B. dreambox)

Gelesen / gehört haben wir / empfohlen wird:
was könnt ihr uns empfehlen, dies zu realisieren?

Gibt es noch etwas zu bedenken?

Wir möchten uns gerne selbst ein Bild von dem Ganzen machen können.

Vielen Dank vorab für eure fleißigen Beiträge und Mühen!
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Alt 26.03.2013, 20:43 # --
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Alt 26.03.2013, 20:50   # 2
504boyz
 
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herzlich willkommen.....................
..
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Alt 27.03.2013, 03:10   # 3
King W.
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Auch von mir nw welcome

Das Wichtigste zuerst: Eure Sicherheit. Antennen auf dem Dach sind erdungspflichtig. Hoffentlich ist der Fundamenterder noch zugänglich. Dann sollte unbedingt eine Erdungslasche aus V4A Stahl gesetzt werden, woran später idealerweise eine Fangstange angeschlossen wird, welche die Antenne wirkungsvoll vor Blitzeinschlägen schützt. Näheres in diesem Beitrag. Bitte unbedingt lesen und beachten.

Eventuell ist bei einem Doppelhaus eine gemeinsame Antennenanlage für beide Haushälften eine Überlegung wert. Zumindest spart das erhebliche Kosten. Die Fangstange wird dann an den gemeinsamen Fundamenterder angeschlossen. Wenn es für jede Haushälfte einen separaten Fundamenterder gibt (wenig wahrscheinlich) müssen diese blitzstromtragfähig miteinander verbunden sein.

Zu den Satelliten:
Astra2 auf 28,5° ist nicht in allen Teilen Deutschlands gleichmäßig gut zu empfangen. Leider schreibst du nicht, wo das Haus gebaut wird. Im Norden und Westen klappt es mit dem Empfang ganz gut, im Süden, besonders aber im Osten wird es schnell eng. Man könnte nun an eine Multifocus-Antenne denken, etwa an eine Wave Frontier T90.

Diese Antennen haben meiner Meinung nach aber gleich mehrere Nachteile:
  • Sie sind mit deutlich über 10 kg sehr schwer und recht teuer.
  • Sie sehen für meinen Geschmack potthässlich aus.
  • Sie erfordern zwingend einen Mast mit genau 6 cm Durchmesser und können auch nur auf die Spitze dieses Mastes montiert werden.
  • Sie sind alles andere als einfach einzustellen, besonders dann nicht, wenn ein großer Empfangsbereich abgedeckt werden soll.
  • Sie bündeln nicht scharf genug. So gibt z.B. Satlex an, es sei möglich, mit einem LNB zwei Satelliten zu empfangen, deren Position sich um nicht mehr als 1,5° unterscheidet. Nach meiner Erfahrung funktioniert es mit 2° teilweise auch noch. Fatal nur, wenn ein LNB leicht fehljustiert ist (z.B. das von Astra auf eine Position von ca. 18°, was man normalerweise gar nicht merken würde) und sich auf der Nachbarposition ein sehr starker Satellit befindet, (nämlich Eutelsat 16), der teilweise auf den gleichen Frequenzen sendet. Da kann dann von einem einwandfreien, störungsfreien Empfang keine Rede mehr sein.
Dem steht nur ein einziger Vorteil gegenüber, nämlich daß man nur eine einzige Antenne braucht.

Mein Vorschlag wären zwei Antennen, von denen eine ausschließlich auf die Position 28,2° ausgerichtet wird.
Die drei anderen Satelliten sind dann Sache der 2. Antenne. Dazu ist lediglich ein Multifeed-Halter erforderlich.

Als LNB empfehlen wir hier gern die "unkaputtbaren" Alps. Sie sind empfangsstark, brauchen nur wenig Strom und haben einen, zwar etwas fummelig zu montierenden, aber perfekt funktionierenden Wetterschutz für die Steckverbindungen.

Zur Montage kannst du je einen Aufdachhalter verwenden. Vorteil hierbei: Es ragt nichts nach innen, die Dachisolierung wird nicht beschädigt und ein eventueller Dachausbau wird nicht behindert. Dieser Halter ist für die angegebenen Antennen ausreichend. Bei besonders hohen Anforderungen an die Stabilität, z.B. an der Küste mit viel Wind, bietet dieser Halter noch mehr Sicherheit. Dazu eine Dachpfanne mit Mastdurchlaß und eine Dichtmanschette. Wahrscheinlich bietet es sich an, den Dachdecker die Montage der Halterungen durchführen zu lassen.

Dann benötigst du noch einen Multischalter mit Eingängen für 4 Satelliten und Ausgängen je nach Bedarf. Im Wohnzimmer, bzw. in jedem Raum, wo es möglich sein soll, gleichzeitig fernzusehen und ein anderes Programm aufzunehmen, müssen 2 Anschlüsse vorgesehen werden.

Damit komme ich auf 7 - 8 Anschlüsse. Hier bietet sich der 17x8 Giga-Switch von TechniSat an. Der Hauptvorteil dieser Geräte ist einmal die hohe Stammleitungsentkopplung bis 45 dB (besonders wichtig beim Empfang unterschiedlich starker Satelliten) und zum anderen die mit 35 dB ebenfalls sehr hohe Teilnehmerentkopplung. Diese verhindert u.a. sehr wirkungsvoll, daß sich die angeschlossenen Receiver gegenseitig stören können.

Mir ist bekannt, daß auch Jultec an einem 17x8 Schalter arbeitet, der dann unter der Bezeichnung JRM1708 auf den Markt kommen wird. Die technischen Daten werden ebenso gut sein, wie die des TechniSat Schalters, er wird aber komplett receivergespeist sein und keine externe Stromversorgung benötigen. Möglicherweise ist der Schalter ja schon verfügbar, wenn ihr soweit seid, daß die Antennenmontage ansteht.

Übrigens:
Sowohl bei TechniSat wie auch bei Jultec gibt es die Möglichkeit, mittels Kaskaden die Zahl der Anschlüsse um jeweils 8 zu erhöhen. Das eröffnet eine einfache Möglichkeit, die andere Haushälfte mit zu versorgen, so daß für beide Haushälften nur eine einzige Antennenanlage benötigt wird. Das spart richtig Geld. Frage doch mal deinen Nachbarn, was er davon hält.

Der TechniSat Schalter verbraucht ungefähr 30 kWh pro Jahr an Netzstrom. Das könnte man entweder untereinander verrechnen oder es wird eine Möglichkeit geschaffen, z.B 1 x pro Jahr den Stromanschluß zu tauschen. Beim Jultec-Schalter ist, wie gesagt, überhaupt kein Stromanschluß erforderlich. Wer fernsehen will, versorgt den Schalter und das gerade nötige LNB über seinen Receiver mit Strom, sind mehrere Receiver in Betrieb, teilen sie sich einfach die Stromversorgung. Ich denke, hier sind keine Probleme zu erwarten.

Sonst ist nichts besonderes zu beachten. Die üblichen Installationsrichtlinien sind natürlich einzuhalten: Zu jedem Empfangsort ist von einem zentralen Punkt aus (am besten in der Nähe der Antenne, weil das einiges an Kabel erspart) ein Leerrohr zu verlegen, in das später das Antennenkabel (bzw. 2 Antennenkabel fürs WZ) eingezogen wird. Bei 2 Antennenkabeln ist mindestens ein 16er Leerrohr erforderlich.

Selbstverständlich dürfte sein, daß nur hochwertiges Material verwendet wird, weil nur damit langfristig ein sicherer Betrieb möglich ist. Dazu gehört anständiges Kabel, z.B. dieses hier bzw. dieses für Außenverlegung und dazu hochwertige, genau auf das Kabel abgestimmte Kompressionsstecker, z.B. aus diesem Set.

Die Antennensteckdosen müssen die Klasse A-Norm erfüllen und dürfen die Schirmdämpfung moderner Hochschirmkabel nicht nennenswert verschlechtern. Nur so ist gewährleistet, daß Störungen von außen (z.B. durch DECT-Telefone) keine Empfangsstörungen verursachen. Als Einzeldosen haben sich die SSD 5-00 von Axing und als Twin-Dosen die EDS 322F von Triax/Hirschmann bewährt.

So, jetzt fällt mir nicht mehr viel ein. Die angegebenen Komponenten ergeben eine hochwertige und empfangsstarke Antennenanlage, die euch viele Jahre lang ungetrübten Fernsehgenuß bieten wird.
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Es gibt keine großen Entdeckungen und Fortschritte, solange es noch ein unglückliches Kind auf Erden gibt.
Albert Einstein
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Alt 27.03.2013, 09:47   # 4
Baileys
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Hallo King
WOW
also erst mal tausend herzlichen Dank für deine Zeit & Mühe! Dein Beitrag ist sehr informativ und wertvoll.
Ich sehe, folgende weitere Info ist angebracht:
Das Haus wird in Augsburg gebaut.
Alle Häuser um uns herum sind höchstens gleich hoch, die meisten kleiner. Es gibt (bisher) keine Bäume - Neubaugebiet.

Wir haben auch einen Selfsat, den wir z.B. für die eine Antenne für Astra nehmen könnten:
SelfSat
oder?

was sich uns noch nicht ganz erklärt ist: wie verläuft die Verkabelung im Hause zu den Räumen?
wieviele Kabel vom Satelliten zum Multischalter?
wieviele Kabel vom Multischalter zum entspr. Raum, um alle 4 zu empfangen?

Oder hat man mega Kabelsalat im Haus?
Vielen Dank vorab!
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Alt 27.03.2013, 11:58   # 5
Isotrop
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Da ich davon ausgehe, dass man von 28.2°Ost die frei empfangbaren, unverschlüsselten Freesat Programme (BBC / ITV etc) empfangen möchte, hier ein kleines Zitat vom 18.3.2013 von einem Kollgen aus Augsburg

Zitat:
So, jetzt hat es der Astra 2F hier doch tatsächlich geschafft, selbst eine 120er Laminas mit skewoptimiertem IBU Single komplett auszuknipsen.

Eine 150er Gibertini stemmt sich bei Regen und Schmuddelwetter tapfer gegen den Verlust der 11023 H, deren Signal bei 6,8-7,2 dB an der Dreambox 8000 immer wieder mal zusammenbricht. Die anderen 4 Transponder laufen dabei wenigstens (noch) störungsfrei.

Stand der Dinge heute: in Augsburg sollte man für kompletten und durchgehenden Astra 2F-Empfang mit 180 cm ausreichend Schlechtwetterreserve haben, wenn der Satellit seine Schwächeperioden durchwandert.
Zitat:
was sich uns noch nicht ganz erklärt ist: wie verläuft die Verkabelung im Hause zu den Räumen?
wieviele Kabel vom Satelliten zum Multischalter?
wieviele Kabel vom Multischalter zum entspr. Raum, um alle 4 zu empfangen?
Je Satelliten Position ein Quattro LNB, davon 4 Leitungen zum Multischalter. Würde bei 4 Quattro LNB insgesamt 16 Leitungen von Schüssel zum Multischalter bedeuten. Vom Multischalter zu den Räumen bzw. Endgeräten (Receiver) je eine bzw. zwei Leitungen (Single bzw. Twin Receiver), je nachdem was angeschlossen werden soll als Endgerät
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Alt 27.03.2013, 14:00   # 6
Baileys
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Zitat:
Zitat von Isotrop Beitrag anzeigen
Je Satelliten Position ein Quattro LNB, davon 4 Leitungen zum Multischalter. Würde bei 4 Quattro LNB insgesamt 16 Leitungen von Schüssel zum Multischalter bedeuten. Vom Multischalter zu den Räumen bzw. Endgeräten (Receiver) je eine bzw. zwei Leitungen (Single bzw. Twin Receiver), je nachdem was angeschlossen werden soll als Endgerät
Hallo Isotrop
vielen Dank für deine Nachricht. Interessant.
Frage zum Multischalter: welche Lage ist am Schlausten?
- in der Nähe des Satelliten
- im Keller, wo im Hobbyraum am meisten TV/Sat genutzt wird
- Im Keller, wo wir auch noch einen Technikraum haben
- in der Mitte des Hauses (1. o 2. OG) um Kabel zu sparen

Etwas offtopic:
lässt sich der Multischalter gar für Internet verwenden?
wir zielen nämlich auf eine komplette DSL Vernetzung mit Server im Keller ab.
vielleicht weißt du da ja was.

Herzlichen Dank!
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Alt 27.03.2013, 14:54   # 7
Dipol
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Zitat:
Zitat von Baileys Beitrag anzeigen
Frage zum Multischalter: welche Lage ist am Schlausten?
- in der Nähe des Satelliten
- im Keller, wo im Hobbyraum am meisten TV/Sat genutzt wird
- Im Keller, wo wir auch noch einen Technikraum haben
- in der Mitte des Hauses (1. o 2. OG) um Kabel zu sparen
Es zählt die Summe der Kabeldämpfung weshalb der Montageplatz des Multischalters pegeltechnisch keine Auswirkung hat.
Zitat:
Zitat von Baileys Beitrag anzeigen
Etwas offtopic:
lässt sich der Multischalter gar für Internet verwenden?
wir zielen nämlich auf eine komplette DSL Vernetzung mit Server im Keller ab.
Die BK-Netzbetreiber hätten gerne zertifizierte Kabel mit Class A+ Schirmdämpfung und erwarten eine normkonforme Teilnehmerentkopplung von 42 dB auf UKW und VHF(7 MHz), was Multischalter mit guten Richtkopplern und > 35 dB Entkopplung Port-to-Port erfordert. Darüber hinaus muss die Antenne normkonform geerdet und in den Potenzialausgleich einbezogen sein. Siehe gepinnten Erdungstherad.

HINWEIS:
Erdung und PA gehören zur Elektroanlage und Arbeiten an dieser sind aus gutem Grund im Installateurverzeichnis eingetragenen Elektrofachkräften vorbehalten.
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Alt 27.03.2013, 16:15   # 8
HansE
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Ich habe das eher so verstanden, daß er das Internet im Haus über DSL(Telefonleitung) bekommt und über das Koax mit verteilen will. Stichwort K-Lan oder CoaxLAN.
Aber bei einem Neubau denke ich, daß ein Verlegen von Cat.7-Kabel billiger kommt als die Lösung über das Antennenkabel.
Eine Platzierung des Multischalters im Keller hätte den Vorteil, die Cat.7-Kabel und das Koax-Kabel für den Sat-Empfang über gemeinsame ausreichend große Leerrohre zu verlegen.
Bei 4 Satelliten mit 16 Kabeln würde ich aber den Multischalter eher in der Nähe des/der Sat-Spiegel unterbringen und von dort aus Leerrohre in jeden Raum, in welchem eventuell irgendwann mal Sat-Empfang gewünscht wird, vorsehen.
Bei den Leerrohren lieber welche mit größerem Durchmesser verwenden, so daß später noch weitere Kabel reinpassen. Irgandwann ist sowieso ein Kabel zu wenig drin, und wenn es bei den (dann schon fast nicht mehr) Kids der Fall ist.
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Alt 27.03.2013, 19:35   # 9
King W.
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Zitat:
Zitat von Dipol Beitrag anzeigen
Es zählt die Summe der Kabeldämpfung weshalb der Montageplatz des Multischalters pegeltechnisch keine Auswirkung hat.
Richtig. Die Gesamtlänge des Kabels vom LNB über den Multischalter bis zum Empfangsort ist für die Dämpfung maßgebend.

In diesem Fall ist aber ein Montageplatz in der Nähe der Antenne(n) zu bevorzugen. Der Hauptgrund sind die insgesamt 16 Kabel von den Antennen zum Multischalter, die sonst quer durch das ganze Haus bis in den Keller verlegt werden müßten.

In den oberen Geschossen ergäbe sich außerdem eine größere Kabellänge. Du müßtest ja von oben in den Keller zum Multischalter und dann wieder hinauf zu den Abnahmestellen. Mal abgesehen von dem Kabelwust der sich da durchs Haus schlängelt und nur unnötig Kosten verursacht, hättest du, außer im Hobbykeller, geringere Signalpegel an allen anderen Dosen.

Der Ehrlichkeit halber: Das erforderliche Pegelfenster von 47 - 77 dBµV und damit einwandfreien Empfang würdest du aber auch bei einer Kellermontage problemlos erreichen. 40m gesamte Kabellänge sind bei gutem Kabel allemal drin.

Mit einem Multischalter von TechniSat oder Jultec hast du die erforderliche hohe Teilnehmerentkopplung auf jeden Fall, so daß die DSL-Versorgung darüber erfolgen könnte. Als Kabel zwischen Multischalter und Antennendosen genügt das weiter oben empfohlene KOKA 110 in diesem Fall aber nicht mehr, da die Anbieter neuerdings, warum auch immer, eine Schirmdämpfung gemäß der A+ Norm verlangen. Das KOKA 110 schafft auch diese Norm zwar leicht, jedoch nur im für SAT-Empfang relevanten Frequenzbereich ab 950 MHz. Bei niedrigen Frequenzen, ab 30 MHz, erfüllt es hingegen "nur" Klasse A.

Das KOKA 125 ist 3-fach geschirmt und erfüllt durchgehend Klasse A+.

Ich bin aber wie HansE der Meinung, daß man bei einem Neubau, wo man noch alle planerischen Freiheiten hat, die verschiedenen Techniken nicht miteinander vermischen und sich damit weitere Probleme aufhalsen sollte (Stichwort Erdung und Potentialausgleich), sondern stattdessen mit getrennten Cat.7 Kabeln besser fährt.
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Alt 27.03.2013, 20:08   # 10
HansE
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Und besonders wichtig in der Rohbau-Phase:
Alle Kommunikationskabel (Netzwerk, Telefon, TV) müssen nach VDE in Leerrohren verlegt werden.
Ferner ist bei Dachmontage in der Nähe der Sat-Antennen-Anlage ein Dachfenster sinnvoll, durch welches man zum Ausrichten/Nachjustieren aus Dach steigen kann. Ferner sind Trittstufen auf der Dachfläche (Beispiel: http://www.dachdecker-shop.de/Heuel/...au_Montage.jpg) vorteilhaft.

Nachtrag:
Bei Internetverteilung kommst Du pro Dose auf etwa 100€, dazu noch die Zentrale im Keller.
bei Cat.7-Kabel bekommst Du gute Cat.6-Dosen um die 10€, dazu noch das Kabel für max. 1€ pro m bei Abnahme in 100m-Ringen.
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Alt 27.03.2013, 20:38   # 11
Baileys
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Hallo zusammen,
habt vielen Dank für eure Beiträge.
Dann werden wir SAT und Internet lieber getrennt handhaben. Ihr bestätigt unsere Vermutung.
Gut. Auf alle Fälle kommt der Multischalter nach oben, dank eurer Erklärung. So ist kein unnötiger Kabelsalat im Haus.
Baileys = eine Sie
Wir werden diese Dinge dann dem Fachmann so weitergeben.
Herzlichen Dank, wir haben viel gelernt und fühlen uns nun in einer besseren Position.
Auf ein baldiges!
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Alt 29.03.2013, 10:04   # 12
Baileys
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Zitat:
Zitat von Isotrop Beitrag anzeigen
Da ich davon ausgehe, dass man von 28.2°Ost die frei empfangbaren, unverschlüsselten Freesat Programme (BBC / ITV etc) empfangen möchte, hier ein kleines Zitat vom 18.3.2013 von einem Kollgen aus Augsburg
welche Satellitenanlage genau empfiehlt denn der Kollege aus Augsburg oder du?
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Alt 30.03.2013, 14:06   # 13
Baileys
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Zitat:
Zitat von King W. Beitrag anzeigen
In diesem Fall ist aber ein Montageplatz in der Nähe der Antenne(n) zu bevorzugen. Der Hauptgrund sind die insgesamt 16 Kabel von den Antennen zum Multischalter, die sonst quer durch das ganze Haus bis in den Keller verlegt werden müßten.
Wie steht es um den Geräuschpegel solch eines / dieses Multischalters, wenn er im DG im Wohnbereich montiert wird? (Bei 16 Kabel für 4 Satelliten von oben und etwa 8 weiter nach unten...)
Hast du / habt ihr Erfahrung damit?
Man könne u.U. einen Kasten drumherum bauen, der das Trafogeräusch mindert? = sinnvoll?
welche Lage für den Multischalter empfehlt ihr für unseren Haustyp - siehe Anlage Querschnitt Doppelhaushälfte.
(im DG hört die Treppe auf mit 1m hoher Brüstung)
Das Dachtstudio wird als Büro und Aufenthaltsraum genutzt werden.
Darunter im 1. OG liegen SZ, Bad und 2xKZ
Herzlichen Dank!
Angehängte Grafiken
Dateityp: jpg Bildschirmfoto 2013-03-30 um 14.02.06.JPG (74,9 KB, 10x aufgerufen)
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Alt 30.03.2013, 17:45   # 14
Isotrop
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Zitat:
Zitat von Baileys Beitrag anzeigen
welche Satellitenanlage genau empfiehlt denn der Kollege aus Augsburg oder du?
Da kommt es erstmal auf keine konkrete Marke an, sondern auf die Möglichkeit und des Willens (auch kostenmässig!), eine Satantenne mit 150cm oder 180cm Durchmesser aufzustellen und auf 28.2°Ost auszurichten. Gleichzeitiger (Mit)Empfang von 4.8°Ost und 0.8°West ist da quasi ausgeschlossen. Dazu müsste noch eine weitere Antenne installiert werden
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Alt 30.03.2013, 22:45   # 15
King W.
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Trafogeräusch? Du müßtest schon verdammt gute Ohren haben, um bei einem TechniSat Schalter ein Trafogeräusch wahrzunehmen. Ich selbst habe in unserem Haus (alles Eigentumswohnungen) diesen Schalter verbaut. Wenn man das Ohr direkt daran hält, hört man zwar ein leises Brummen, aber bereits in ca. 1m Entfernung ist auch beim besten Willen und in ruhiger Umgebung nichts mehr wahrzunehmen. Da würde ich mir mal keine Sorgen machen.

Bei Jultec-Schaltern brummt ohnehin kein Trafo, denn was nicht da ist, kann auch nicht brummen. Die Multischalter von Jultec sind receivergespeist und haben gar keinen Netzanschluß.
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Alt 02.04.2013, 16:37   # 16
Baileys
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Hi Ihr LIeben
ein Kollege empfahl mir einen DiSEqC
ich lese, der ist für 1 Empfänger. Er meine, man könne 4 LMB's an ihn anschließen?
...
was meint ihr Fachleute dazu?
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Alt 02.04.2013, 17:13   # 17
Isotrop
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Einfache Diseqc Schalter (2/1, 4/1, 8/1 etc.) sind in der Tat nur für einen Receiveranschluss geeignet

Möchte man auf mehrere (mehr als 4) Teilnehmeranschlüsse verteilen, benötigt man, wie bereits erwähnt, einen entsprechend dimensionierten Multischalter
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Alt 03.04.2013, 10:37   # 18
Dipol
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Zitat:
Zitat von Baileys Beitrag anzeigen
Man könne u.U. einen Kasten drumherum bauen, der das Trafogeräusch mindert? = sinnvoll?
Bei dem Satz habe ich mich als ausgewanderter Datschiburger an den Faschingsruf meiner Kindheitstage erinnert: Lach am Lech!
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Alt 29.04.2013, 14:24   # 19
Baileys
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Hallo zusammen,
Stein für Stein nimmt unsere Doppelhaushälfte Form an
Uns scheint, der Elektriker des Bauträgers ist mit der Realisierung unseres Wunsches überfordert. Nicht die Verlegung der Kabel, sondern mit den 4 Satelliten und ob am Ende alles so funktioniert - er fürchtet wohl die Gewährleistungsansprüche. Wenngleich ich ihm das hier im Forum gelernte 1:1 aufgetragen habe.

Wie würdet ihr es angehen? Soll dieser Elektriker die Kabel zwischen dem Multischalter im DG und von dort in die gewünschten Teilnehmer-Räume verlegen, das reicht? oder bis zur Halterung auf dem Dach, die er u.U. auch noch anbringt? und wir oder ein anderer Fachmann bringen dann die Sat-Anlagen auf dem Dach an?

wir suchen und erkundigen uns (hoffentlich) diese Woche mal parallel bei einem anderen Fachmann vorort.
nicht, dass am Ende jeder nur für seinen Bereich Gewährleistung übernimmt und nix läuft...

oder unseren Elektriker überreden? er hätte derzeit noch kein adäquates Angebot vom Großhändler, 1 Schüssel würde nicht alle 4 abdecken...anstatt mal 2 Schüsseln zu nehmen... naja, wenn wir die Produkte stellen, kommt es sich günstiger.
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Alt 29.04.2013, 19:10   # 20
HansE
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Laß den Eli die Kabel samt ausreichend großen Leerrohren verlegen und auch die Erdungsleitung an Masten anschließen. Die Mastbefestigung würde ich dem Zimmermann oder Dachdecker machen lassen.
Den Rest kannst Du mit unserer Unterstützung auch selber machen.
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Alt 22.08.2014, 23:36 # --
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Alt 22.08.2014, 23:36 # --
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