Dachdurchführung "Mast+Kabel" (Flachdach)

Alt 16.03.2013, 17:59   # 1
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Ich suche schon lange erfolglos nach einer Lösung für einen "kombinierten Antennenmast mit Dachdurchführung".

Ich muß zur Antenneninstallation die Kabel mittels einer Dachdurchführung durch das Garagendach führen. Es handelt sich dabei um eine schlichte, leicht geneigte, mittels Bitumen eingedeckte Dachfläche, der Unterbau vermutlich größtenteils Holz.

Die Antenne selbst könnte zwar an der Hausfassade oberhalb der Dachfläche angebracht werden, aber wenn ich sowieso ein Loch in die Dachfläche machen muß, könnte ich ja gleich die Kabeldurchführung innerhalb des Mastes realisieren und den Mast selbst am Gebälk unterhalb der Dachfläche befestigen.

Hat schon irgendwer von Euch irgendwo einen Mast gesehen, der für diese Zwecke ausgelegt wäre?
Vorzugsweise inklusive eines angebrachten Zinkbleches, über das eine neue Bitumenabdichtung gelegt werden kann?
Oder sollte ich mich lieber an den Gedanken gewöhnen, einen herkömmlichen Mast ausreichender Stabilität aufzuflexen und einen einigermaßen wettertauglichen Kabeleingangsstutzen selbst zu basteln?

Danke für Eure Erfahrungen!
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Alt 16.03.2013, 17:59 # --
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Alt 16.03.2013, 19:04   # 2
Dipol
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Hat schon irgendwer von Euch irgendwo einen Mast gesehen, der für diese Zwecke ausgelegt wäre?
Es gibt normale Antennenstandrohre mit verschiedenen Durchmessern und auf die Dachneigung einstellbare Dachsparrenhalter. Dachbleche für Schrägdächer ab 20° sind relativ leicht in den Sat.-Shops erhältlich, Blechschürzen für Flachdächer sind eher im Sanitärhandel oder beim Klemptner um die Ecke erhältlich.
Zitat:
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Oder sollte ich mich lieber an den Gedanken gewöhnen, einen herkömmlichen Mast ausreichender Stabilität aufzuflexen und einen einigermaßen wettertauglichen Kabeleingangsstutzen selbst zu basteln?
Da ich nicht weiß wie gut du mit einer Blechschere und Hartlötung umgehen kannst, empfehle ich einen Klempner oder wie das hier im Ländle heißt einen Flaschner.

Dass man mit jedem Loch in einem Flachdach eine Sollbruchstelle einbaut ist dir aber schon klar? Was spricht dagegen im Haus durchzufahren?
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Alt 16.03.2013, 20:55   # 3
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Die Durchführung in's Haus oberhalb der Flachdachfläche würde etwa einen halben Meter unterhalb der dahinterliegenden Wohnzimmerdecke durchbrechen, danach müßten die vier Kabel für die Anlage plus PA an der Zimmerwand runter durch das Parkett und die Kellerdecke zur Hausverteilung. Und die Wand aufzustemmen, um die Leitungen zumindestens im Rohr unter Putz zu verlegen, sprengt dann (mit allem, was die Räume dahinter dann in Staub und Asche legt) doch ein wenig den Rahmen. (und: den WAF!)
Einen Kabelschacht auf Putz hätte man ja zumindest noch mit Blumendekor versehen können.

Das Risiko einer Sollbruchstelle scheint mir da weniger ausschlaggebend, die Garage und die Dachkonstruktion sind nicht soo empfindlich. Wenn das angeflanschte Blech gut unter einer relativ großen Teerpappe einbitumiert ist, sollte sie bis zur nächsten vollflächigen Neueindeckung mit wenig Wartungsaufwand dicht zu halten sein.
(Leider kam ich ja zu den Seiten des Daches nicht ohne Unterschreitung der Schutzabstände an Dachrinnen und Verwahrungen vorbei.)

Kritischer sehe ich die Abdichtung der in den Mast einzufügenden Öffnung, durch die die Kabel nach unten geführt werden müßten, da diese ja auch nicht mit allzu scharfen Radien eingefädelt werden dürften, aber zur Vermeidung von Wassereintritt von unten nach oben in die Öffnung laufen sollen, um dann innerhalb die Kurve nach unten zu kriegen.
Da müßte ich mir wohl auch eine irgendwie geartete "Schnabel"-Konstruktion aus Blech formen und anlöten lassen, die eine entsprechende Kabelführung witterungsgeschützt zulässt.
Und wo ich das schreibe fällt mir ein, daß ich mir ja auch ein zweites Rohr (geringeren Durchmessers als der des Mastes) in einer 180 Grad Kurve biegen lassen könnte, welches dann durch eine seitliche Öffnung in den Mast eingeführt und mit ihm verlötet wird.

Die von Dir genannten Dachbleche für Schrägdächer habe ich bisher noch nirgends gesehen, vermutlich fehlte mir ein vernünftiger Suchbegriff. Mal sehen, was SEH dazu anzeigt.
Ansonsten sollte ja auch der Dachdecker, der das Teil einbitumieren müßte, in der Lage sein, die Teile hartzuverlöten. Die Leute werden eh vor Ort aktiv sein.
Falls ich bis dahin kein geeignetes Blech im Fachhandel finde, muß ich wohl tatsächlich eines vom Metallhändler mit einer passenden Öffnung versehen (lassen).

So eine Lösung gibt es vermutlich deshalb nicht am Markt, weil jeder Bastler hemmungslos die Kabel an Dachrinnen und Co. entlangführen würde

Na, mal 'ne kurze Nacht drüber schlafen, morgen wieder Frühdienst...
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Alt 16.03.2013, 21:28   # 4
King W.
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Vielleicht ist dieser Hut die richtige Problemlösung für dich. Er paßt bequem auf einen 50mm Mast und erlaubt die Kabelführung nach innen, ohne daß Wasser eindringen kann. Ich selbst verwende das Teil meist in Verbindung mit diesem Dachsparrenhalter. Dessen Mast ist unten offen und erlaubt so die bequeme Kabelführung.

Das Kabel sollte allerdings nicht dicker als 7mm sein, dann wird auch der minimale Biegeradius nicht überschritten.
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Alt 17.03.2013, 01:14   # 5
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Genial einfach!
Alternativ fiel mir zwischenzeitlich ein, ähnlich einem solchen Hut ein U-Rohr passend auf den offenen Mast zu schrauben oder zu löten, vielleicht sogar gleich das Mastrohr durch ein am oberen Ende gebogenes Rohr (Wasserrohr) zu ersetzen. Da könnte ich sogar mit den Radien großzügiger sein.
Aber jetzt erst mal arbeiten...
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Alt 01.08.2014, 01:58 # --
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