Unicable: Stern mit zwei "T"

Alt 09.02.2013, 19:48   # 1
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Bei der Umrüstung von Kabel auf SAT wird hier in vielen Beispielen von Sternen und Strängen gesprochen. Und was ist mit T? (okay, bin mal gespannt, wer hier den Bogen kriegt )

Im Ernst: Hier vor Ort ist vieles sternförmig verschaltet, gerade im Erdgeschoß, weil die Verteilung unter der Kellerdecke stattfand.
In den beiden oberen Geschossen gibt es aber nur eine Zuleitung vom Verteiler im Keller jeweils zur Wohnung. Dort wird das TV Kabel jeweils mittels eines T-Stückes in zwei Leitungen für zwei Anschlüsse (Räume) aufgeteilt.
Wenn man die Signalverteilung mittels Unicam/TechniRouter 5/1x8G auf die Hausverteilung legt, kann man dann diese Installation so stehen lassen und beide über T-Stück angeschlossenen TV Dosen (eventuell auch zeitgleich) nutzen?
Oder müßte man sich für einen Anschluß entscheiden, das T-Stück entfernen und nur die gewünschte Leitung anschließen, den anderen Raum totlegen?
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Alt 09.02.2013, 19:48 # --
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Alt 09.02.2013, 20:13   # 2
Isotrop
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Die T-Stücke haben in einem Unicable Verteilnetz nichts verloren. Möchte man eine Leitung auf zwei Stränge verteilen, gibts entsprechende Verteiler

Bei stockwerke/wohnungsübergreifender Installation an einem Strang (Ausgang vom Unicable Router) empfehlen sich die programmierbaren Unicable Antennendosen, um Störungen und Fehlfunktionen zu vermeiden

Am besten du machst eine Skizze vom Jetzt-Zustand inkl. Kabelnetz (und Kabellängen) und wie es künftig werden soll, dann kann man konkrete Vorschläge machen
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Alt 09.02.2013, 20:18   # 3
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Das ging fix, danke!
Sobald der Umbau konkretisiert werden muß (und ich abschätzen kann, ob ich lieber selber bastle oder doch lieber den Elektriker/Fernsehtechniker meines Vertrauens hinzuziehe) geht es weiter mit Details.
Gehe ich recht in der Annahme, daß die programmierbaren Dosen im Mehrfamilienhaus vorrangig verhindern sollen, daß sich die Nutzer mangels Absprache die Frequenzen klauen?
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Alt 09.02.2013, 20:33   # 4
Isotrop
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Nicht nur "unbedarfte" Nutzer, die wild mit den am Receiver einstellbaren SCR/Teilnehmerfrequenzen spielen, sondern auch Receiver, die mal plötzlich über Nacht ein Firmware Update durchführen und unter Umständen, die bestehende Konfiguration verlieren
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Alt 09.02.2013, 21:19   # 5
King W.
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Wenn ich dich richtig verstanden habe, benötigst du für 2 Wohnungen je 2 Anschlüsse, wobei aber nur ein Kabel verfügbar ist. Die anderen Anschlüsse verlaufen sternförmig und bedürfen keiner besonderen Maßnahme.

Speziell für diesen Zweck gibt es von Jultec den JRS0502-2+4. Dieser Baustein erlaubt den Anschluß von bis zu 4 Standardreceivern und verfügt darüber hinaus über zwei Ausgänge zu je zwei Kanälen. Diese Ausgänge versorgen die beiden oberen Geschosse. Die Geräte von Jultec zeichnen sich durch eine sehr hohe Qualität aus und funktionieren nahezu unter allen Betriebsbedingungen immer einwandfrei.

Weiterer Vorteil: Die Geräte verbrauchen extrem wenig Strom. Bei dem JRS0502-2+4 sind das gerade mal 95 mA, zusammen mit einem ebenfalls sehr sparsamen Alps-LNB bleibt der Stromverbrauch unter 250 mA. Diesen Strom kann jeder Receiver liefern, selbst die billigste China-Gurke. Als Konsequenz daraus benötigt der Jultec keinen eigenen Stromanschluß. Nachts, wenn alle Receiver aus sind, bekommt die gesamte Anlage überhaupt keinen Strom. Das spart richtig Geld und der nicht gerade als Sonderangebot zu bezeichnende Preis amortisiert sich in relativ kurzer Zeit.

Durch die eingesparte Kabelgebühr sollte die Anlage jedenfalls in ca. 4 - 5 Jahren bezahlt sein.

Bei zwei Kanälen in einer Wohnung sind die programmierbaren Antennenseckdosen nicht unbedingt erforderlich, denn wenn sich jemand unbedingt selbst austricksen will - nun gut, soll er es tun. Bei 2 Kanälen ist natürlich auch der Störenfried sofort ausgemacht, wenn mal was nicht so funktioniert, wie es soll.

Mit den T-Stücken (wahrscheinlich vom Flohmarkt) hat Isotrop natürlich Recht. die haben in einer SAT-Anlage nichts zu suchen und müssen durch spezielle Verteiler ersetzt werden. Diese hier wären beispielsweise geeignet. Ebenso müssen die Antennensteckdosen gewechselt werden. In einer Unicable-Anlage ist es besonders wichtig, daß die einzelnen Stränge sauber terminiert sind. Das geschieht z.B. durch die Verwendung echter Enddosen.

Zum Anschluß der 4 direkt versorgten Receiver können hingegen Stichdosen verwendet werden, die etwas pegelfreundlicher sind. Falls dort bereits SAT-taugliche Dosen vorhanden sind, können die natürlich bleiben.

Zur Erdung und zum Potentialausgleich nimmt Dipol sicher noch Stellung. Er ist hier unser Blitzschutz-Guru.
Vorab aber so viel: Wenn es gelingt, die Antenne im nicht erdungspflichtigen Bereich der Fassade anzubringen, kannst du einiges an Aufwand sparen und es ist "nur noch" ein einfacher Potentialausgleich erforderlich.
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Alt 10.02.2013, 16:01   # 6
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Okay, ich habe mal eine Skizze mit den aktuellen Kabelverläufen und der gegenwärtigen bzw. zukünftig geplanten Nutzung vorbereitet.
(Und diesmal sogar im korrekten Thread, sorry...)

Ansonsten sei erwähnt, daß die gebäudeweit installierten Antennendosen von ANKARO sind, DAS 1007, 5-862 MHz, 7 dB.
Die ominösen T-Stücke sind ebenfalls von ANKARO.

Wenn ich mich wie skizziert im EG auf 4, im OG und DG jeweils auf 2 Receiver beschränke, sollte ich mit dem Alps Quad LNB hinkommen, oder?

Wie würde sich das ganze verschieben, wenn in OG und DG mehr als zwei Empfangsoptionen vorgehalten werden sollten?
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Alt 10.02.2013, 18:44   # 7
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Ich muß korrigieren: Quattro LNB statt Quad LNB im obigen Text. Komme leider zum direkten Editieren nicht mehr dran...
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Alt 10.02.2013, 20:37   # 8
Isotrop
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Ich würde einen Kathrein EXR 2542 (Einkabelmultischalter, Durchgang, Kaskade) und einen Kathrein EXR 2508 (normaler Multischalter, Endgerät) verbauen

Der 2542 wird mit den 4 Sat Ebenen von einem Quattro LNB gespeist und gibt diese weiter an den 2508. Die Satantenne sollte grosszügig dimensioniert und stabil sein, z.B. Kathrein CAS90 oder Gibertini 85SE

Am 2542 werden die beiden Stränge in die oberen Stockwerke angeschlossen, dabei kann man für Dachgeschoss/Obergeschoss je bis zu 4 SCR Frequenzen vergeben (also 2 Twin Receiver je Zimmer oder 1 Twin und ein Single). Hier kann man sich überlegen, ob man den Verteiler ersetzt und Unicable Enddosen verwendet, oder Durchgangsdosen und Enddosen verbaut und auf den Verteiler verzichtet

An den 2508 werden die Sternleitungen im EG angeschlossen (bis zu 8 Teilnehmer). Zwei Teilnehmerausgängen wären dann immer noch Reserve, wenn in allen Räumen Receiver genutzt werden. Hier kommen Einzelanschlussdosen oder Twinanschlussdosen zum Einsatz
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Alt 11.02.2013, 00:58   # 9
King W.
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Die Ankaro-Verteiler eignen sich nur für terrestrisches Fernsehen und Kabelfernsehen, jedoch nicht für SAT. Hierfür ist ein Frequenzbereich ab 950 bis über 2000 MHz erforderlich. Die müßtest du wechseln, sonst funktioniert es nicht.

Der Vorschlag von Isotrop ist OK, es gibt aber noch eine Alternative, wobei du mit einem Gerät auskommst. Wenn du den JPS0504-3 verwendest, könnte jedes OG mit 3 Kanälen versorgt werden, wobei für das Untergeschoß auch noch 6 Kanäle zur Verfügung stehen.

Ich zeichne mal auf, wie es funktioniert. Die Dosen im OG und DG können natürlich auch über je einen Verteiler versorgt werden, genauso wäre es möglich, je drei Dosen des EG so, wie für das OG und DG eingezeichnet, zu verbinden. Bei Bedarf kann auch an jedem Anschluß ein 2-fach Verteiler eingesetzt werden, woran einmal eine SSD 5-07 und einmal ein Strang aus einer SSD 5-10 und einer SSD 5-07 angeschlossen wird. Damit wird ein hohes Maß an Flexibilität gewährleistet.

Vorteile dieses Vorschlags:
  • Es wird nur ein Gerät benötigt
  • Deutlich geringerer Stromverbrauch
  • Die Router von Jultec arbeiten im Gegensatz zu den Kathrein-Geräten mit dem besseren geregelten Entropic-Chipsatz
Nachteile:
  • Der Jultec-Router ist teurer, als die beiden Kathrein-Geräte
  • Es ist etwas weniger Reserve vorhanden

Die Entscheidung kann ich dir jetzt nicht abnehmen. Beide Versionen werden funktionieren.
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Alt 11.02.2013, 18:49   # 10
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Danke Euch beiden.
Da muß ich erst mal in mich gehen, welche Variante hier angebracht wäre.

In beiden Varianten muß ich in OG und DG mit Verteilern arbeiten, da die Kabel entweder unter Putz verlaufen (kein Leerrohr) bzw. so von oben über den Spitzboden in den Kniestock geführt sind, daß eine weitere Leitung aus einer Durchgangsdose nur schwierig an diese zu verbringen ist.
Ich würde im OG und DG auf den FTE AS2 spekulieren, allerdings sollte im Idealfall dort, wo ein Twin Receiver vorgesehen ist, keine zwei Dosen installiert werden müssen, denn vorhanden ist aktuell nur eine.
Das gilt übrigens auch im Wohnzimmer des EG.
Das wäre mit Unicable tauglichen Endgeräten kein Problem, oder?

Der Preis der Komponenten wird nicht das ausschlaggebende Argument werden, wichtiger wird die Abwägung zwischen Stromverbrauch und Reserven.
Ich bin froh, daß King W. auch einen Vorschlag mit einem Jultec-Router gemacht hat, da ich die Energiesparoption bereits in anderen Threads sehr interessant fand.
Kann man abschätzen, wie stark der Energieverbrauch differiert zwischen der von den Receivern aufzubringenden Leistung und der Stromversorgung vom EXR 2508?

Schön ist ja auch - gerade im Mehrfamilienhaus - das der Jultec "nur" die Energie der Partei verbrät, die vergisst, ihre Geräte auf Standby zu schalten. Oder liege ich da falsch?

Was die Reserven angeht, ist damit die Option auf weitere Anschlüsse gemeint oder die Signalstärke, die der von Isotrop vorgeschlagene EXR 2508 mit eigener Stromversorgung auf die Leitungen schickt?
Oder sind beide Lösungen von der Empfangsqualität gleich einzuschätzen?

Gerade weil die Antennenleitungen vom Quattro LNB bis zum Übergabepunkt im Keller konservativ mit jeweils 20m nicht gerade kurz sind: Um ein Maximum an Ausgangssignal zu haben um die Dachgeschoßwohnung zuverlässig versorgen zu können, würdet Ihr eine der beiden vorgeschlagenen Antennen bevorzugen, wenn es wirklich knapp sein sollte?
Oder ist die geplante Anlage prinzipiell unkritisch was die Signalpegel auf der längsten Leitung angeht?
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Alt 11.02.2013, 20:27   # 11
King W.
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Zunächst zu der Frage nach den Pegeln:
Du hast als längste Strecke ca. 40m bis zur Steckdose. Leider schreibst du nichts über die Kabelqualität. ich gehe mal von weniger gutem Kabel mit hoher Dämpfung aus. Rechnen wir mal mit 40 dB pro 100m bei der höchsten Frequenz, die der Router ausgibt (1484 MHz). Das sollte selbst für ein absolutes Katastrophenkabel nicht zu wenig sein.

Die Kabeldämpfung macht in diesem Fall 16 dB aus. Der Verteiler AS2 ist mit 4,8 - 6,5 dB Verteildämpfung angegeben, wobei sich die 6,5 dB auf die höchstzulässige Frequenz beziehen. Mit 6 dB bei 1484 MHz kommen wir ganz sicher hin. Bleiben noch 7 dB für die Antennensteckdose und vielleicht noch 2 - 3 dB Verlust an den Verbindungsstellen. Macht ca. 30 - 31 dB an gesamter Dämpfung. Wie gesagt, das ist jetzt absolut "Worst Case" gerechnet, wahrscheinlich liegt der tatsächliche Wert weit darunter.

Die Jultec-Router arbeiten immer mit einem konstanten Ausgangspegel, zumindest dann, wenn der Eingangspegel zwischen 60 - 90 dBµV liegt. Dieses Fenster wird mit einer Gibertini SE-Antenne und einem Alps-LNB immer erreicht, es sei denn es kommen extreme Kabellängen zwischen LNB und Router, im Bereich > 50m zum Einsatz.

Die Rechnung ist jetzt ganz einfach: Ausgangspegel des Routers (85 dBµV) - Gesamte Anschlußdämpfung (max. 31 dB) = Pegel an der Steckdose. Du kannst also mit mindestens 54 dBµV an der entferntesten Steckdose rechnen.

Nach Norm beträgt das Pegelfenster für einen einwandfreien Empfang 47 - 77 dBµV, du bist also voll im grünen Bereich, mit genügend Abstand nach unten und, was noch wichtiger ist, auch nach oben. Während viele Receiver auch noch mit weniger als 47 dBµV auskommen (so gibt Kathrein bespielsweise für seinen populären Twin-Receiver UFS 923 einen Mindestpegel von 44 dBµV an), übersteuern andere Geräte bereits in der Nähe des Maximalpegels gnadenlos. Besonders das Fabrikat Samsung ist hierfür bekannt.

Entwarnung also. Vom Pegel her wird alles funktionieren.

Zitat:
... allerdings sollte im Idealfall dort, wo ein Twin Receiver vorgesehen ist, keine zwei Dosen installiert werden müssen ...
Ist bei Unicable auch nicht nötig. Die Receiver werden mit nur einem Kabel angeschlossen, belegen aber 2 Kanäle. Die Steckdose muß zwar gegen eine "echte" Enddose gewechselt werden, z.B. die empfohlene Axing SSD5-07, eine weitere Dose ist aber nicht erforderlich. Ich habe sie bei meiner Skizze einfach zur Verdeutlichung eingezeichnet. Selbstverständlich gilt das auch für das Wohnzimmer.

Zum Stromverbrauch: Kathrein gibt für den EXR 2508 einen Eigenverbrauch von 1,7W an, bei einer Belastung mit 150 mA durch das LNB (trifft für Alps zu) sind es 4,7W. Der EXR 2542 ist noch einmal mit dem gleichen Wert angegeben. Zusätzlich entsteht noch eine Receiverlast von 130 mA.

Jultec geht bei der Stromversorgung einen etwas anderen Weg. Die Receiver versorgen die komplette Schaltmimik. Diese ist bei Unicable viel komplexer als bei einem normalen Multischalter und verbraucht etwas mehr Strom. Entsprechend höher ist auch die Receiverlast, nämlich 200 mA (wobei jeder Receiver, auch die billigste China-Gurke mindestens 300 mA abgeben kann). Sind mehrere Receiver eingeschaltet, wird die Last geteilt.

Das LNB selbst wird über ein kleines Steckernetzteil mit Strom versorgt. Der Jultec-Router besitzt zwei Netzeingänge, die wahlweise benutzt werden können. Ein Eingang versorgt das LNB permanent mit Strom, während eine Stand-By Schaltung aktiv ist, wenn die Stromversorgung an den anderen Anschluß kommt.

In diesem Fall wird das LNB nur versorgt, wenn mindestens ein Receiver eingeschaltet ist. Das Ganze ist vielleicht mit dem Flurlicht in einem Mietshaus zu vergleichen, das auch nur dann eingeschaltet ist (oder sein sollte) wenn sich jemand im Treppenhaus aufhält.

Das Alps-LNB hat übrigens einen Eigenverbrauch von ca. 2W. Das merkt der Stromzähler kaum. Lediglich dieser Verbrauch ist nicht konkret irgend einem Teilnehmer zuzuordnen und wird in der Regel in einem Mehrfamilienhaus aus dem Allgemeinstrom bestritten. Den Löwenanteil (na ja 200 mA bei 12 - 14V, also weniger als eine Fahrradlampe) trägt der jeweilige Teilnehmer.

Kurz gesagt: Bei Kathrein wird die komplette Speisung der Anlage aus dem Allgemeinstrom bestritten. Der Verbrauch ist mit insgesamt gut 9W höher als bei Jultec, dafür ist die Receiverlast der einzelnen Teilnehmer etwas geringer.

Zitat:
Oder ist die geplante Anlage prinzipiell unkritisch was die Signalpegel auf der längsten Leitung angeht?
Ein Alps Quattro-LNB liefert in Verbindung mit einer Gibertini SE Antenne ca. 80 dBµV Ausgangspegel. Der Jultec-Schalter benötigt minimal 60 dB für eine einwandfreie Funktion. Gutes Antennenkabel (z.B. das Hirschmann KOKA 110 hat eine Dämpfung von ca. 1 dB pro 3m Länge bei der höchsten Frequenz.

Bei ca. 60m zwischen Antenne und Router ist zwar Schluß, deine 20m sind aber überhaupt kein Problem.

Bei einem Jultec-Router sind Eingang und der Ausgang immer getrennt zu betrachten, selbst wenn eingangsseitig die maximal mögliche Kabellänge nahezu ausgeschöpft wird, hat das keinen Einfluß auf den Ausgangspegel. Deine Sorgen sind zwar irgendwie verständlich aber unbegründet. Es wird tadellos funktionieren.

Mit "Reserve" war übrigens die Zahl der möglichen Anschlüsse gemeint. Wenn insgesamt mehr als 12 gebraucht werden, nimm einfach den JPS0506-3, dann hast du insgesamt 18 Anschlüsse.
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Alt 12.02.2013, 12:41   # 12
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Danke für die ausführliche Erläuterung.

Nochmal zurück zu Deinem Antennenplan19a.
Wenn ich jetzt also im OG und DG jeweils einen Verteiler setze, an den zwei Dosen angeschlossen werden, dann sollte ich dort vermutlich die gleichen Dosen benutzen, wie Du im EG vorgeschlagen hast, also die Axing SSD 5-07?

Sollte sich das Projekt umsetzen lassen, werde ich vermutlich diese Variante nutzen.

Bleiben noch ein paar, vermutlich nicht unerhebliche, Probleme bezüglich Antennenstandort und Kabelführung zu lösen. Dipol hat da ein paar sehr salzige Finger in offene Wunden gelegt.
Da dieser Altbau von 1938 nicht ansatzweise die Voraussetzungen bietet, ohne erheblichen Aufwand eine normgerechte Erdung zu installieren, muß ich zusätzlich die Gesamtwirtschaftlichkeit abwägen und zeitgleich das Verhalten von KDG bezüglich der Leistungsreduzierung im Auge behalten. Gut, daß ich zumindest nicht unter Zeitdruck stehe.
Und auf jeden Fall werden die hier gewonnenen Erkenntnisse zeitnah zumindest in einer deutlichen Anpassung des Potentialausgleiches des Gebäudes münden. Wie sich herausstellte, sind weder die Leitungen von Telekom noch Kabel an den PA angeschlossen, noch wurde die Heizungs- bzw. Warmwasserverrohrung separat angeschlossen, lediglich die Kaltwasser-Hausleitung ist drauf.
Und das Ganze hängt "lediglich" auf dem Erdungsanschluß des Energieversorgers in der Hauptanschluß-Sicherung, Fundament- oder Ring-Erder gibt es hier nicht.
Aber ich schweife ab...
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Alt 12.02.2013, 18:56   # 13
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Und noch ein Nachtrag zur Abschätzung der Pegelverluste: Siehe Photo der vermutlich im Haus verlegten Kabel.

Unter der Voraussetzung, daß diese Maßnahme Dipol´s Gnade findet:
Zusätzlich zum Erdwinkel im Bereich der Übergabe/Multischalter könnte ich bereits einen ersten direkt im Bereich der Antenne zwischenschalten. Die dort zusätzlich auftretende Dämpfung durch F-Stecker/Erdwinkel/F-Stecker dürfte den Pegel noch nicht inakzeptabel stark absenken, oder?
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Alt 12.02.2013, 21:54   # 14
HansE
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Wenn die Kabel mit Folie und Schirmgeflecht sind und die Seele um 1mm Durchmesser hat sowie ein trübes Dielektrikum (scheint nach dem Bild so zu sein!), sollte das Kabel soweit für Sat und auf jeden Fall für Unicable geeignet zu sein.
Die Pegel-Dämpfung durch zusätzliche Stecker sowie Erdungsblock oder -Winkel liegt unter 1dB, macht sich also im Regelfall kaum bemerkbar. Voraussetzung sind allerdings gute Kompressions- oder Selfinstall-Stecker.
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Alt 12.02.2013, 23:50   # 15
King W.
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Das Kabel ist ganz OK und hat mit Sicherheit deutlich weniger Dämpfung als die von mir angenommenen 40 dB/100m. Mit 25 dB dürfte man da nicht ganz falsch liegen. Das hat einen um ca. 6 dB höheren Pegel an der am weitesten entfernten Dose zur Folge, so daß dort ca. 60 dBµV anstehen. Das erforderliche Pegelfenster von 47 - 77 dBµV wird auch in diesem Fall sicher getroffen, was für einen störungsfreien Empfang wichtig ist.

Ein mastnaher PA ist auf jeden Fall von Vorteil, du kannst einen solchen PA z.B. mit diesem Masseblock durchführen.

Zu den Dosen: Die SSD5-07 ist eine Enddose, sie wird entweder als einzelne Dose hinter einem Verteiler eingesetzt, oder als letzte Dose in einem Strang An diese Dose ist nur ein Kabel anschließbar. Als erste Dose in einem 2er Strang nach einem Verteiler wäre die SSD5-10 die richtige Wahl. Direkt an den Router angeschlossen, also ohne Verteiler dazwischen, sollte die erste Dose eine höhere Auskoppeldämpfung haben, also 14 oder 18 dB. Würde eine SSD5-07 direkt an den Router angeschlossen, ergäbe sich ein Pegel von 85 dBµV - 7 dB = 78 dBµV. Hinzu kommt zwar noch die Dämpfung durch das Anschlußkabel, aber du wärst der oberen Pegelgrenze auf jeden Fall näher, als dir lieb sein kann.

Wenn nach dem Router nur eine einzige Dose folgt, wäre ebenfalls eine Dose mit hoher Auskoppeldämpfung nötig. Die Dosen SSD5-10, SSD5-14 und SSD5-18 sind aber Durchgangsdosen. Werden sie als einzelne Dosen eingesetzt oder aber als Enddosen, so muß das fehlende Ausgangskabel durch einen solchen Abschlußwiderstand ersetzt werden. Unterbleibt das, besteht die Gefahr von Empfangsstörungen durch "Stehende Wellen".

Bei der SSD5-07 ist der nötige Widerstand bereits eingebaut.


Axing bietet mit der SSD5-00 auch eine Stichdose an. Diese Dose verfügt nur über einen Kabelanschluß. Ein Abschlußwiderstand ist weder vorhanden, noch kann ein solcher eingebaut werden. Diese Dosen sind ausschließlich für den Betrieb an einem Multischalter oder direkt an einem LNB vorgesehen und haben auf keinen Fall etwas in einer Unicable-Anlage zu suchen!
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Alt 13.02.2013, 11:05   # 16
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Mit der SSD 5-07 jeweils als Enddose sollte ich also in OG und DG richtig liegen: Für jedes Geschoß gibt es nur jeweils eine Zuleitung vom Router, die auf der jeweiligen Etage mittels eines Verteilers in zwei Stränge gesplittet wird. An jedem dieser Stränge soll aber nur eine (für Twin Receiver unicable-taugliche) Dose angebracht werden, prinzipiell also genauso wie von Dir im Erdgeschoß skizziert, nur halt mit einem 2er statt 3er Verteiler.

Da zwischenzeitlich meine Kabelführungs-Optionen bei Dipol "durchgefallen" sind, muß ich jetzt nur noch Alternativen zum Antennenstandort finden.
Ich könnte zwar außerhalb der Schutzzone installieren, der Mehraufwand für einen Blitzschutz am Altbau scheint mir aber zu hoch, insbesondere wenn es Aussagen gibt, daß die Tiefenerder u.U. nach bereits 10 Jahren durch Korrosion ihre Wirkung verlieren können sollen.
Ich müßte beim bisherigen Standort alternativ durch ein leicht geneigtes, mit Dachpappe eingedecktes Garagendach, habe aber Skrupel, die Abdichtung zu durchstoßen. Gibt es für so etwas sinnvolle Bauteile?
Oder alternativ eventuell sogar einen Antennenmast, der unterhalb der Dachfläche an einen Balken montiert werden kann und der gleichzeitig als Kabelführung dient?

Vom Inneren der Garage in den Keller gibt es noch deaktivierte Heizrohr-Stümpfe, die als Kabelkanal herhalten könnten. Spricht irgend etwas dagegen, die leeren Heizungsrohre dafür zweckzuentfremden?
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Alt 09.04.2013, 21:00   # 17
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Hallo nochmals,

ich möchte (nach einer längeren Denk- und Renovierungspause) das Thema nochmals aufgreifen und die Verschaltung, wie sie mir jetzt vorschwebt, zur Bewertung stellen (siehe Anhang).

Die Verschaltung von OG und DG ist so dargestellt, wie sie sich alternativlos darstellt.

Die Variante für das EG soll sicherstellen, daß im Wohnzimmer nicht nur der Twin Receiver (TV), sondern eventuell auch zukünftig noch ein weiteres Empfangsgerät auf dem dritten verfügbaren Kanal angeschlossen werden kann (warum auch immer...).
Hierzu aber eine weitere Verständnisfrage:
Solange "nur" der Twin Receiver an der einzigen vorhandenen Dose angeschlossen ist, wird das Signal anscheinend geräteintern verteilt.
Wenn ich jetzt aber einen weiteren externen Empfänger über diese einzige Anschlußdose versorgen möchte, kann ich dann einfach einen Verteiler wie den FTE AS2 in das Kabel von der Dose zum Fernseher setzen, um dort abzuzweigen? Ich würde davon ausgehen, daß das grundsätzlich geht, aber Ihr seid hier immer wieder für Überraschungen gut

Und nur um sicher zu gehen: Müssen eventuell nicht belegte Anschlußdosen, die hier ja allesamt als SSD 5-07 (also Enddosen) ausgeführt sind, terminiert werden?

Danke nochmals für Euer prüfendes Auge!
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Alt 09.04.2013, 21:58   # 18
King W.
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Das paßt so.

Zitat:
kann ich dann einfach einen Verteiler wie den FTE AS2 in das Kabel von der Dose zum Fernseher setzen, um dort abzuzweigen?
Grundsätzlich ja. Es muß dann aber an jeden Abzweig ein Receiver angeschlossen werden. Ist das mal ausnahmsewise nicht der Fall, so ist entweder der Abzweiger zu entfernen oder der freie Ausgang mit einem DC-entkoppelten Widerstand zu terminieren. Hinter dem 3er Abzweiger, der SSD 5-07 und einem weiteren 2er Abzweiger könnte es eventuell mit dem Pegel etwas eng werden (ausprobieren). In diesem Fall kann die SSD 5-07 auch durch eine pegelfreundlichere Stichdose SSD 5-00 ersetzt werden, dann aber ist erst recht eine ordnungsgemäße Terminierung hinter dem nachgeschalteten Verteiler nötig.
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Alt 09.04.2013, 22:12   # 19
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Super, ich danke Dir.
Nur kurz nachgehakt wegen der unbelegten SSD 5-07: Terminieren oder sind diese "Enddosen" das, was der Name quasi offensichtlich impliziert?
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Alt 09.04.2013, 22:46   # 20
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Alt 01.08.2014, 11:54 # --
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