Neubau und Sat-Anlage

Alt 09.02.2013, 10:45   # 1
Matthias182
 
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Hallo zusammen,

wir sind gerade dabei für uns ein kleines Haus zu bauen. Dabei darf natürlich auch eine Satelliten-Anlage nicht fehlen. Bisher wohnen wir in einer Wohnung und das ist die Sat-Anschlussdose eben einfach da. Ich habe mich damit bisher wenig beschäftigt.

Bei meiner Suche bin ich dann auf dieses Forum gestoßen, dass ich sehr informativ finde und wo ich hoffentlich schon das Wichtigste gelernt habe.

Ich bin also ganz neu hier und daher erst mal ein herzliches "Hallo" in die Runde. Ich bin Matthias und wir ich schon lesen konntet "Häuslebauer".

Unser Haus befindet sich derzeit noch im Rohbau. Sobald das Wetter besser wird, sollen die Dachziegel aufgelegt werden. Um diesen Schritt gleich zu nutzen, habe ich schon diesen Dachsparrenhalter bestellt und dazu eine passende Durchgangsziegel. Das soll der Dachdecker dann gleich montieren, dann kann ich mir das sparen.

Für den Rest der Anlage habe ich folgendes überlegt:

Gibertini SE 0,85m
Alps Quattro LNB
Jultec JRM0508T
10m KOKA 110 PE
200m KOKA 110 PVC

Ich hoffe, damit bin ich erstmal auf dem richtigen Weg.

Jetzt bleibt noch das Thema Erdung und Potentialausgleich. Das fällt mir bisher ehrlich gesagt am schwersten. Ich habe mich schon durch den langen Beitrag gelesen, aber nicht alles davpn ist für mich einfach zu verstehen.

Ich habe bisher verstanden, dass der Sparrenhalter mit diesem Kabel mit dem Fundamenterder im HAR verbunden werden muss. Kann ich dieses Kabel in einem Leerrohr zusammem mit Koax- und Cat-Kabeln nach unten führen oder muss das getrennt davon laufen?

Zum Potentialausgleich habe ich verstanden, dass dieser mit einem Erdungsblock am Multischalter stattfindet. Kann ich den Erdungsblock dann auch mit dem Erdungskabel für den Mast verbinden oder muss das nochmal separat in den HAR geführt werden?

Zuletzt noch die für mich im Moment wichtigste Frage, wie führe ich die Kabel vom Dach in den HAR und die einzelnen Räume. Geht das zwischen den Mittelpfetten und der Dämmung (Kältebrücke?) und dann direkt in einen Schlitz im Mauerwerk? Oder in der Sparrenebene runter und dann durch die Dämmung? Hier könnte ich wirklich ein paar Vorschläge gebrauchen, was richtig ist und Sinn macht.

So, ich glaube ich habe jetzt erstmal mehr als genug geschrieben. Jetzt seid hoffentlich ihr dran.


Danke und Gruß
Matthias
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Alt 09.02.2013, 10:45 # --
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Alt 09.02.2013, 11:15   # 2
HansE
 
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Zitat:
Zitat von Matthias182 Beitrag anzeigen
Unser Haus befindet sich derzeit noch im Rohbau. Sobald das Wetter besser wird, sollen die Dachziegel aufgelegt werden. Um diesen Schritt gleich zu nutzen, habe ich schon diesen Dachsparrenhalter bestellt und dazu eine passende Durchgangsziegel. Das soll der Dachdecker dann gleich montieren, dann kann ich mir das sparen.

Für den Rest der Anlage habe ich folgendes überlegt:

Gibertini SE 0,85m
Alps Quattro LNB
Jultec JRM0508T
10m KOKA 110 PE
200m KOKA 110 PVC

Ich hoffe, damit bin ich erstmal auf dem richtigen Weg.
Jawohl, soweit gute Auswahl.

Zitat:
Zitat von Matthias182 Beitrag anzeigen
Ich habe bisher verstanden, dass der Sparrenhalter mit diesem Kabel mit dem Fundamenterder im HAR verbunden werden muss. Kann ich dieses Kabel in einem Leerrohr zusammem mit Koax- und Cat-Kabeln nach unten führen oder muss das getrennt davon laufen?
Auf keinen Fall.
Dieses Erdungskabel soll einen eventuell in den Mast einschlagenden Blitz ableiten, deswegen soll Abstand zu allen anderen Leitungen gehalten werden. Sonst kann ein Blitz auf die anderen Leitungen überschlagen.
Es sollte am besten außen am Gebäude möglichst senkrecht nach unten führen.

Zitat:
Zitat von Matthias182 Beitrag anzeigen

Zum Potentialausgleich habe ich verstanden, dass dieser mit einem Erdungsblock am Multischalter stattfindet. Kann ich den Erdungsblock dann auch mit dem Erdungskabel für den Mast verbinden oder muss das nochmal separat in den HAR geführt werden?
Die Koaxkabel gehen vor und nach dem Multischalter über Erdungsblöcke oder Erdungswinkel. Zum Potentialausgleich werden Multischalter und Erdungswinkel/Erdungsblöcke miteinander verbunden und die Leitung zum Mast geführt.

Zitat:
Zitat von Matthias182 Beitrag anzeigen
Zuletzt noch die für mich im Moment wichtigste Frage, wie führe ich die Kabel vom Dach in den HAR und die einzelnen Räume. Geht das zwischen den Mittelpfetten und der Dämmung (Kältebrücke?) und dann direkt in einen Schlitz im Mauerwerk? Oder in der Sparrenebene runter und dann durch die Dämmung? Hier könnte ich wirklich ein paar Vorschläge gebrauchen, was richtig ist und Sinn macht.
Ich würde mit den Kabeln möglichst auf kürzesten Weg rein in den Dachboden gehen. Von der Dämmung her kann ich dazu keine kompetente Auskunft geben, aber vielleicht ein anderer aus dem Forum.
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Alt 09.02.2013, 15:03   # 3
Dipol
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Zitat:
Zitat von HansE Beitrag anzeigen
Es sollte am besten außen am Gebäude möglichst senkrecht nach unten führen.
Und bei einem Neubau an eine eigene Anschlussfahne an den Fundament. oder Ringerder.
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Alt 11.02.2013, 08:35   # 4
Matthias182
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Hallo,

ich habe mir jetzt mal Gedanken über eure Vorschläge gemacht, aber ganz folgen konnte ich dem noch nicht.

Ich kann nachvollziehen, dass eine Führung der Erdung an der Außenseite des Gebäudes Sinn macht. Allerdings sehe ich keine Möglichkeit das Vernünftig umzusetzen. Wenn ich das richtig sehe, muss ich an irgendeiner Stelle das Kabel nach Innen in den HAR führen. Bei den modernen Niedrigenergie-Häusern ist das aber nicht so einfach. Ein Loch in der Außenhülle sollte man tunlichst vermeiden. Hinzu kommt, dass dies optisch meiner Frau wohl nicht zusagen wird. Ist dies wirklich ein Muss oder gibt es dazu Alternativen?

Den Hinweis auf eine eigene Anschlussfahne verstehe ich nicht. Wir haben im HAR die Erdungsschiene mit mehrere Anschlüssen. Ich dachte, ich würde ein Kabel von der Antenne zu dieser Schiene ziehen und dort anschließen. Kannst du erklären, was mit eigener Anschlussfahne genau gemeint ist?


Gruß
Matthias
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Alt 11.02.2013, 20:04   # 5
King W.
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Zitat:
Zitat von Matthias182 Beitrag anzeigen
Ich kann nachvollziehen, dass eine Führung der Erdung an der Außenseite des Gebäudes Sinn macht. Allerdings sehe ich keine Möglichkeit das Vernünftig umzusetzen.
Das Kabel gibt es bei SEH auch - sogar ohne Aufpreis - mit einer robusten und wetterfesten Außenhülle aus schwarzem PE. Wenn man damit hinter dem Regenfallrohr nach unten geht, sieht man das Kabel kaum. Die Dachrinne müßte dann ebenfalls geerdet werden, um Überschläge zu vermeiden.

Zitat:
Ein Loch in der Außenhülle sollte man tunlichst vermeiden.
Manchmal geht es aber nicht anders. Wenn es außen keine Anschlußfahne gibt (warum eigentlich nicht bei einem Neubau?), wird dir nichts anderes übrig bleiben. Das Loch würde ich etwas größer als unbedingt nötig bohren und nach der Montage wieder mit Bauschaum verschließen. Das Zeugs isoliert recht gut, so daß keine unnötige Kältebrücke entsteht.

Die Schwierigkeit hätte sich im Vorfeld vermeiden lassen, indem beim Erstellen des Fundamenterders eine Anschlußlasche aus Edelstahl hätte angebracht werden können, woran das Blitzschutzkabel einfach anzuschließen gewesen wäre. Während der Bauphase, wo der Fundamenterder noch zugänglich ist, ein Klacks, später schwierig bis unmöglich. Schade ...

Vielleicht besteht ja die Möglichkeit, die Antenne nicht auf dem Dach, sondern im nicht erdungspflichtigen Schutzbereich der Fassade anzubringen. Die Frau wird vermutlich auch dagegen optische Gründe geltend machen, aber es würde dir viel Arbeit und Probleme ersparen.
__________________
Es gibt keine großen Entdeckungen und Fortschritte, solange es noch ein unglückliches Kind auf Erden gibt.
Albert Einstein
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Alt 11.02.2013, 20:25   # 6
Isotrop
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Zitat:
aber es würde dir viel Arbeit und Probleme ersparen.
... und Geld!
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Alt 12.02.2013, 07:29   # 7
Matthias182
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Hallo zusammen,

nun ja, da scheint dann wohl das Kind in den Brunnen gefallen zu sein. Ich hatte ehrlich gesagt nicht gedacht, dass man sich um eine Satellitenanlage so früh in der Bauphase hätte kümmern müssen.

Die Montage an der Hauswand kommt leider nicht in Frage. Die Giebelseiten sind schlecht ausgerichtet und an den Traufseiten ist die Abschattung durch andere Gebäude glaube ich später zu groß. Das kann ich aber leider im Moment nicht "messen", da die Nebengebäude noch im Bau sind.

Gibt es denn keine Möglichkeit die Erdung im Haus nach unten zum HAR zu führen? Ein Erdspieß währe wohl auch noch möglich, allerdings ist die Akzeptanz der Dame des Hauses dafür mehr als gering (eigentlich gar nicht). Am besten wäre es für mich wirklich im Haus direkt zur Erdungsschiene im HAR.


Gruß
Matthias
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Alt 12.02.2013, 15:48   # 8
Dipol
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Zitat:
Zitat von Matthias182 Beitrag anzeigen
Ich hatte ehrlich gesagt nicht gedacht, dass man sich um eine Satellitenanlage so früh in der Bauphase hätte kümmern müssen.
Nicht nur das!

Es fängt bereits damit an, dass der Einbau des Fundamenterders nur durch bzw. unter Aufsicht einer Elektrofachkraft erfolgen darf und messtechnisch und fotografisch dokumentiert werden muss. Siehe http://www.kleiske.de/VDE%200855/Pra...t-2spaltig.pdf und andere Links im gepinnten Erdungsthread.
Zitat:
Zitat von Matthias182 Beitrag anzeigen
Gibt es denn keine Möglichkeit die Erdung im Haus nach unten zum HAR zu führen?
Die Möglichkeit einen Erdleiter zur Haupterdungsschiene (HES) zu führen gibt es. Bei ausgebauten Dachgeschoßen sind gefährliche Näherung zu Personen und anderen Kabeln am besten durch einen Blitzableiterdraht auf dem Dach und auf der Fassade zu vermeiden. Der erforderliche Trennungsabstand ist aber nur selten im Keller auf der Trasse zur HES einzuhalten.
Zitat:
Zitat von Matthias182 Beitrag anzeigen
Ein Erdspieß währe wohl auch noch möglich, allerdings ist die Akzeptanz der Dame des Hauses dafür mehr als gering (eigentlich gar nicht). Am besten wäre es für mich wirklich im Haus direkt zur Erdungsschiene im HAR.
Kein Problem, wenn die Blitzstromtragfähigkeit der Hauserdung erwiesen ist und keine gefährlichen Näherungen vorliegen. Wenn aber nicht führt an einem NIRO-Entlastungserder mit 9 m Standardlänge + blitzstromtragfähiger Verbindung zur HES kein Weg vorbei.
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Alt 13.02.2013, 08:58   # 9
Matthias182
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In Ordnung, also kann ich die Erdung auch auf der Innenseite nach unten führen.

Können wir das Vorgehen für meinen Fall noch etwas konkretisieren?

Die Antenne wird mit einem Dachsparrenhalter auf dem Dach montiert. Von dort führe ich das Erdungskabel zwischen den Dachpfannen in das Innere des Spitzbodens. Von dort würde ich das Kabel gerne ich einem Installationsrohr in einem Schlitz in der Wand nach unten führen. Der Schlitz würde in der Trennwand zwischen Badezimmer und Treppenhaus nach unten in der HAR verlaufen (das Bad liegt über dem HAR). Das Kabel würde so gut wie direkt senkrecht vom Mast zur Erdungsschiene geführt werden. Geschätzte Länge etwa 9m.

Wenn ich das richtig verstanden habe müsste der Abstand dann 9m * 0,08 also 0,72m betragen (da Führung in festen Stoffen). Ist das soweit richtig?

Wenn die Installation so möglich ist, wie ich es beschrieben habe, dann wäre es für mich möglich den Abstand von 0,72m auf der gesamten Strecke einzuhalten.
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Alt 13.02.2013, 10:44   # 10
Dipol
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Zitat:
Zitat von Matthias182 Beitrag anzeigen
In Ordnung, also kann ich die Erdung auch auf der Innenseite nach unten führen.
Wichtig ist die Vermeidung von gefährlichen Näherungen zu Personen und anderen Leitungen einschließlich der Antennenkabel und dem Potenzialausgleichsleiter. Da für die meisten Elektrofachkräfte Trennungsabstand noch ein Fremdwort ist, wird voraussichtlich in der nächsten Norm-Modifikation die generelle Außenableitung von Erdleitern gefordert werden.
Zitat:
Zitat von Matthias182 Beitrag anzeigen
Die Antenne wird mit einem Dachsparrenhalter auf dem Dach montiert. Von dort führe ich das Erdungskabel zwischen den Dachpfannen in das Innere des Spitzbodens. Von dort würde ich das Kabel gerne ich einem Installationsrohr in einem Schlitz in der Wand nach unten führen. Der Schlitz würde in der Trennwand zwischen Badezimmer und Treppenhaus nach unten in der HAR verlaufen (das Bad liegt über dem HAR). Das Kabel würde so gut wie direkt senkrecht vom Mast zur Erdungsschiene geführt werden. Geschätzte Länge etwa 9m.
Antennendirekterdung ist zulässig aber wegen der Teilblitzströme auf den Kabeln und Endgeräten suboptimal und was die elektrodynamischen Blitzkräfte anrichten können: Siehe Bild.
Zitat:
Zitat von Matthias182 Beitrag anzeigen
Wenn ich das richtig verstanden habe müsste der Abstand dann 9m * 0,08 also 0,72m betragen (da Führung in festen Stoffen). Ist das soweit richtig?
Der Trennungsabstand beginnt an der Potenzialausgleichsebene (bei Anschluss an die Haupterdungsschiede dort, mit eigener Anschlussfahne am Gebäudeerder) mit Null. Die 0,72 cm gelten bei 9 m Entfernung, zwischendrin je nach Länge entsprechend weniger. Trotzdem ist es unwahrscheinlich, dass es mit einem Blitzeinleiter im DG oder der Wand zwischen Treppenhaus und Bad zu keinen gefährlichen Näherungen zu Personen oder der Elektroistallation kommt.

Antennendirekterdung ist normativ zulässig, aber ebensowenig noch zeitgemäß wie eine Erdleiterführung durch das Haus.
Angehängte Grafiken
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Alt 13.02.2013, 13:25   # 11
Matthias182
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Der PA wird doch ohnehin am Mast angeschlossen, oder nicht? Da gibt es dann für mich in keinem Fall eine Möglichkeit den Abstand einzuhalten. Danach stellt das jedoch kein Problem mehr dar. Die Antennenkabel kann ich in ausreichendem Abstand führen, das ist kein Problem.

Im Badezimmer haben wir eine Abmauerung, die einen entsprechenden Abstand sicherstellen kann. Damit sollten auch an dieser Stelle keine Näherungen entstehen können.

Auch wenn eine Erdung außerhalb der Gebäudehülle sinnvoller erscheint, sieht es für mich im Moment so aus, dass es zumindest normgerecht möglich ist die Antenne zu erden.
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Alt 16.02.2013, 00:06   # 12
King W.
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Zitat:
Zitat von Matthias182 Beitrag anzeigen
Auch wenn eine Erdung außerhalb der Gebäudehülle sinnvoller erscheint, sieht es für mich im Moment so aus, dass es zumindest normgerecht möglich ist die Antenne zu erden.
Sieht wohl so aus. Wenn es mein Haus wäre, hätte ich jetzt aber Bauchschmerzen. Stell dir mal vor, es sitzt gerade jemand in der Badewanne, der Blitz schlägt ein und es rauschen 20.000 A Strom und mehr durch einen Blitzableiterdraht in gerade mal knapp 1 m Entfernung.

Sei nicht böse, aber ich möchte dann nicht derjenige in der Badewanne sein. Kannst du verhindern, daß Bad und Dusche während eines Gewitters benutzt werden?
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Albert Einstein
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Alt 16.02.2013, 18:19   # 13
technikboy
 
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Hallo!

Wieso lässt du denn nicht einfach eine getrennte Fangstange für die Schüssel anbringen? Das Haus wird doch (hoffentlich) eh ein Blitzableitersystem bekommen, oder?

Dann würde der Blitz erst gar nicht in den Mast einschlagen und man bräuchte nur den 4mm^2 (2,5 mm^2 bei geschützter Verlegung) Potenzialausgleichsleiter. Den könnte man bedenkenlos im Inneren des Hauses führen.

Gruß,
technikboy
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Alt 04.07.2013, 10:15   # 14
Matthias182
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Hallo zusammen,

ich muss dieses Thema nochmal hervorholen und euch eine Frage stellen, die mich jetzt beschäftigt. Wir sind bei der Installation der SAT-Anlage angekommen und ich überlege, wo ich genau den Multischalter platziere.

Mein ursprünglicher Plan war, die Kabel vom LNB in den Dachboden zu führen. Der Multischalter sollte auch auf den Dachboden und von dort wollte ich die Kabel in die einzelnen Räume verteilen.

Nun frage ich mich, ob es nicht sinnvoller ist, die Kabel vom LNB direkt in den HAR zu verlegen und dort den Multischalter zu installieren. Von dort würde ich dann wieder in die einzelnen Räume verkabeln.

Der Vorteil wäre, dass ich die Kabel in jedem Fall zentral im HAR habe und ggf. später eine andere Technologie von dort in jeden Raum bringen könnte.

Wie habt ihr das gemacht bzw. würdet ihr es machen? Welche Argumente sprechen für die eine oder andere Lösung?


Danke und Gruß
Matthias
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Alt 04.07.2013, 11:58   # 15
HansE
 
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Ich würde auch die Variante mit dem HAR bevorzugen.
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Alt 04.07.2013, 15:39   # 16
Matthias182
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Was spricht denn dafür, den Multischalter in den HAR zu legen?
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Alt 04.07.2013, 16:01   # 17
Dipol
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Zitat:
Zitat von Matthias182 Beitrag anzeigen
Nun frage ich mich, ob es nicht sinnvoller ist, die Kabel vom LNB direkt in den HAR zu verlegen und dort den Multischalter zu installieren. Von dort würde ich dann wieder in die einzelnen Räume verkabeln.
Wenn die Leerrohrvorgaben der DIN 18015 beachtet werden ist eine Einspeisung anderer Dienste auch bei einer Dachmontage möglich. Wenn der Multisschalter im DG nur über eine Wohnung zugänglich ist sollte man den besser im UG installieren.
Zitat:
Zitat von Matthias182 Beitrag anzeigen
Wie habt ihr das gemacht bzw. würdet ihr es machen? Welche Argumente sprechen für die eine oder andere Lösung?
Das kann man nur objekt- und kostenbezogen entscheiden. Und schwupps schon sind wir wieder beim Blitzschutz. Bei Direkterdung ist ein normkonformer schleifenfreier PA (Anschluss nur am geerdeten Antennenträger) bei Einspeisung anderer kabelgebundener Dienste in die Antennenanlage nicht möglich. Bei Antennenmontage in der nicht erdungspflichtigen Schutzzone der Fassade oder in LPZ 0B einer getrennten Fangeinrichtung dagegen schon.
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Alt 04.07.2013, 20:40   # 18
HansE
 
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Zitat:
Zitat von Matthias182 Beitrag anzeigen
Was spricht denn dafür, den Multischalter in den HAR zu legen?
1. meist gleichmäßigere Temperatur als auf dem Dachboden.
2. meist bessere Zugänglichkeit.
3. bei ausreichend großen Leerrohren kanst Du Netzwerkkabel, Telefonleitungen und die Antennenkabel gemensam in jedes Zimmer führen und bei Bedarf kann auch ein Kabel nachgezogen werden, wenn in einem Raum kein Antennenkabel oder Netzwerkkabel liegt.
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Alt 20.04.2014, 18:39 # --
News Flash
 
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Alt 20.04.2014, 18:39 # --
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