Umbau Sat-Anlage MFH

Alt 25.12.2012, 02:19   # 1
weihe73
 
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Hallo Forum,

ich habe ein Mehrfamilienhaus mit 3 Partien erworben, Dachgeschoß und Obergeschoß sind vermietet, das EG baue ich zurzeit um. Nun möchte ich die bestehende Sat-Anlage um- bzw. ausbauen. Die vorhandene Anlage besteht aus:
Schüssel: unbekannt
LNB: Kathrein UAS 485 Digital
Ein Anschluss geht ins DG, zwei ins OG, hier soll möglichst nichts verändert werden, ein Anschluss geht ins EG, hier ist Bedarf für insgesamt 5 Anschlüsse vorhanden (zwei als Twin)
Nun habe ich zwei grundlegende Überlegungen:
1. Umrüstung der vorhandenen Anlage auf 10 Anschlüsse, im DG und OG sind keine Änderungen der Verteilung möglich, da diese vermietet sind oder
2. Bestehende Anlage durch neue Sat-Anlage nur für das EG ergänzen, hier könnte ein nicht benötigter Zug im Kamin als Verbindung vom DG zum KG genützt werden und die Anlage sternförmig vom KG aus verteilt werden.

Kostenmäßig tendiere ich eher gehen eine „billige“ Lösung, im KG steht auch ein Server der LAN und Telefon verteilt.
Über Vorschläge und Anregungen für einen möglichen Umbau wurde ich mich sehr freuen.
Vielen Dank für Eure Bemühungen
weihe73

PS als Kabel wurde WISI MK 90 A verlegt


weihe73
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Alt 25.12.2012, 02:19 # --
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Alt 25.12.2012, 10:35   # 2
HansE
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Hallo, herzlich willkommen im Forum.
Das UAS485 ist ein LNB, welches sowohl als Quad- als auch als Quattro-LNB verwendet werden kann.
Siehe Seite 6 von http://www.kathrein.de/de/sat/produkte/doc/9362684b.pdf.
Du könntest jetzt einen EXR516/ECO http://kathrein.de/de/sat/produkte/d...11635_0166.pdf nehmen. Davon dann 5+2(wegen Twin)=7 Anschlüsse zu dir ins EG ziehen. 3 Anschlüsse dann noch für DG und 1.OG, 6 hast Du für spätere Erweiterungen in den oberen Wohnungen zur Verfügung.
Die Frage ist dann, ob Du im DG irgendwo eine Möglichkeit hast, den EXR zuverbauen.
Auch wenn unsere "Erdungshinweise" penetrant sein mögen:
Bitte auch lesen: Erdung und Potentialausgleich bei einer Antennenanlage
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Alt 25.12.2012, 11:30   # 3
raceroad
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Zitat:
Zitat von weihe73 Beitrag anzeigen
1. Umrüstung der vorhandenen Anlage auf 10 Anschlüsse, [...]
Hier gäbe es eine große Auswahl an verwendbaren Multischaltern. Der EXR 516/ECO ist mit seinen 16 Teilnehmerausgängen eigentlich zu üppig dimensioniert. Vorteil wäre der Betrieb ohne Netzteil. Der wäre aber auch mit dem JRM0512T möglich, dessen Eigenstromverbrauch vermutlich niedriger liegt (> vorteilhaft für die Betriebssicherheit im Netzteil-losen Betrieb / vermutlich, weil Kathrein keine Angabe macht.). Zum Betrieb eines Kathrein-Quads wie UAS 485 müssten in die drei LNB-Zuführungen außer low-horizontal DC-Blocker eingefügt werden.

Zitat:
... im DG und OG sind keine Änderungen der Verteilung möglich, da diese vermietet sind
Keinen Änderung an der Verteilung möglich bedeutet aber nicht, dass keine Änderung der Anlage möglich wäre. Man könnte z.B. vom LNB auf JPS0502-3AN und weiter auf JRM0508T gehen. Das käme zwar grob 170,- € teuerer als der konventionell gesteuerte Multischalter JRM0512T. Aber wenn man den Einzelanschluss im DG und einen der beiden des OGs von den Kombiausgängen des JPS0502AN (Für UAS 485 auch wieder drei DC-Blocks nötig) versorgen würde, könnten die Mieter an diesen Anschlüssen jeweils einen Singlereceiver in konventioneller Steuerung oder alternativ drei Unicable-kompatible Singlereceiver (bzw. einen Single- + einen Twinreceiver) betreiben.

Das widerspricht zwar

Zitat:
Kostenmäßig tendiere ich eher gehen eine „billige“ Lösung,
Aber mal ehrlich: Du möchtest für Dich die Anlage großzügig erweitern , aber an die Mieter wird nicht gedacht . Zufriedene Mieter sind doch auch etwas wert.
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Alt 25.12.2012, 12:15   # 4
weihe73
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Hallo HansE und raceroad,
vielen Dank für Eure Tipps, diese erspart mir wohl die Außenarbeiten...
ich denke schon auch an meine Mieter (einer sind meine Schwiegereltern) und auch wenn der Vorschlag von raceroad mehr kostet wird er deshalb nicht gleich gestrichen, denn mir sind zufriedene Mieter sicherlich mehr wert als diese einmaligen Kosten.
Euch beiden vielen Dank für Eure Vorschlage und Tips.
weihe73
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Alt 25.12.2012, 13:09   # 5
King W.
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Ich würde eher dazu tendieren, den Multischalter in der A-Version und den Unicable-Router in der T-Version zu nehmen. Der Multischalter kommt dann als erstes hinter der Antenne und danach erst der Router. Auf diese Weise bekommt der Multischalter das volle Signal und der Router ein Signal, welches um die Durchgangsdämpfung des Multischalters vermindert ist.

Während beim Multischalter sich eine Verringerung des Eingangspegels auch an den Ausgängen bemerkbar macht, sind die Router von Jultec AGC-geregelt. Dank dieser Regelung ist der Ausgangspegel innerhalb eines weiten Bereichs vom Eingangspegel unabhängig. Insbesondere wird die Durchgangsdämpfung des JRM 0508 problemlos ausgeregelt.

Die erforderlichen DC-Blocker (3 Stück) sind hier zu bekommen, ebenfalls natürlich auch die Jultec-Geräte.
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Es gibt keine großen Entdeckungen und Fortschritte, solange es noch ein unglückliches Kind auf Erden gibt.
Albert Einstein
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Alt 25.12.2012, 13:27   # 6
raceroad
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Beide Varianten haben Vor- und Nachteile.

Den Vorteil von LNB > JRM0508A > JPS0502-3TN sehe ich mehr als in der direkten Anbindung des konventionellen Multischalters an das LNB (1..2 db sind in der Sat-ZF praktisch immer zu verkraften.) in der weniger stark gedämpften Terrestik-Auskopplung der T-Version des JPS-Schalters (-13 db zu -20 db).

Da aber als LNB ein UAS 485 mit nominell bis zu 270 mA Stromaufnahme und kein 585 vorhanden ist, würde ich das mit LNB > JPS0502-3AN > JRM0508T machen, weil man so den JPS im Standby laufen lassen kann und auch konventionelle Receiver am JRM0508T die Standbyschaltung ansteuern können .
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Alt 25.12.2012, 16:18   # 7
King W.
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Zitat:
Zitat von raceroad Beitrag anzeigen
... bis zu 270 mA Stromaufnahme ...
Ich wußte gar nicht, daß dieses Teil so viel Strom frißt.
Von daher gesehen hast du natürlich Recht.

Da sollte man vielleicht sogar überlegen, das LNB gegen ein viel sparsameres Alps Quattro zu tauschen, denn das braucht nur 150 mA. Außerdem entfallen die DC-Blocker. Die Ersparnis an Strom allein macht den Kohl zwar nicht fett (das dürften so ca. 8 - 10 kWh sein) aber der geringere Verbrauch bedeutet auch weniger thermische Belastung für das Netzteil und den Router. Das trägt zu einer längeren Lebensdauer bei.
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Alt 25.12.2012, 18:35   # 8
raceroad
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Wobei ich mir inzwischen gar nicht mehr sicher bin [Kein Bild? Bitte lesen!] , dass ein JRM-Schalter den JPS.. aus dem Standby aufwecken kann. Wir hatten die Frage schon einmal, und ich hatte das so in Erinnerung - finde den Beitrag aber im Moment nicht.

Dass aber ein JPS.. (ohne Netzteil) keinen anderen JSP .. (mit Netzteil) aufwecken kann (weshalb man hier auf Standby verzichten muss), sondern nur einen vorgeschalteten Startverstärker, spricht gegen die Steuerung des Standbys eines JPS durch einen nachgeschalteten JRM. Das liefe dann doch auf Deinen Vorschlag LNB > JRM0508A > JPS0502-3TN hinaus.

Falls es einem einzelnen Receiver mit JRM und UAS 485 zu viel wäre, müsste entweder das LNB getauscht oder auf die Standbyfunktion des JPS verzichtet werden . Außerdem besteht ja durchaus die Chance, dass es der Receiver mit UAS 485 und JRM-Schalter schafft, so wie es beim User Verrückter (Die Sache mit dem verrückt langen Meinungsaustausch in gleich (mind. ?) drei Foren) der Fall war.
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Alt 22.08.2014, 21:51 # --
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